Wettersturz

Heute:
Babsy Blitzschnell über Wintereinbruch und so

Liebe Leserleins!

Es scheint, als wolle sich das Wetter am Sonntag ziemlich symbolhaft geben. Denn wenn die Wetterfrösche recht haben, dann kommts zu einem eisigen Wettersturz mitsamt Wintereinbruch. So ähnlich aber soll es auch den kleinen Grossparteien mit ihren Kandidaten ergehen, wenn man den Wahlfröschen glauben darf. Denn das Scheitern von Hundsi und Khol gleich im ersten Wahlgang, das wäre für diese Parteien sowas wie der Wintereinbruch. Mitsamt rutschiger Schneefahrbahn bis zur nächsten Wahl.

Natürlich ist das Gerede von Neuwahlen Unsinn. Denn die Regierungsparteien werden sich angesichts der Umfragedaten lieber bis 2018 durchwursteln. Allerdings ohne Mikl-Leitner, denn die hat gestern mit fröhlichem Lachen absalutiert. Wenn man die lauthals lachende Frau Ex-Minister gesehen hat, ahnte man, wie extrem deren Überforderung war. Die Dame ist aus dem Ministerium geflüchtet, Pröll warf den Rettungsreifen. Nur mit dem Werfen der Rettungsreifen für die im Mittelmeer absaufenden und ertrinkenden Menschen klappt es weniger gut. Mit ein Grund, warum Mikl-Leitner das Weite gesucht hat.

Selbst wird die Regierung also nicht zurücktreten. Eine neuer HBP wird sich da auch nicht die Finger verbrennen. VdB und Griss haben ohnehin schon erklärt, sie würden die Regierung im Amt belassen. Nur Wolfsschaf Hofer will die Regierung in die Wüste Gobi (© Andreas Khol) schicken. Liebe Leute, der Mann springt als Tiger weg und wird als Bettvorleger landen. Denn natürlich wird Hofer an genau den Fakten scheitern, die schon Klestil einst zwangen, blau-schwarz mit angewidertem Gesicht an zu geloben.

Ihre Babsy fragt sich ohnehin, wie der Hofer im zweiten Wahlgang, wenn er ihn denn erreicht, die Kurve kratzen will. Derzeit bietet er ein Programm und Inhalte, die nur die FPÖ-Kernschichten ansprechen. Für den zweiten Wahlgang wird er sich als HBP für alle Österreicherleins darstellen müssen. Das wird nicht leicht. Denn derzeit wird sein Programm von rund 70 % der Österreicherleins abgelehnt. Ein HBP für alle sieht anders aus. Und selbst wenn Hofer propagandamässig die Kehrtwende schafft: Wer wird ihm das abnehmen? Der Mann ist, das zeigt sich immer mehr, ein radikaler, sehr weit rechts stehender Fanatiker. Das sah man in seinen Augen, als er gegenüber Hundstorfer die Fassung verlor.

Am 19. 4. wurden auch neue Daten von meinungsraum.at veröffentlicht. In der HBP-Frage liegt hier VdB (Rohdaten: 20 %, hochgerechnet 26 %) vor Griss (18/24) und Hofer (17/22). Alle anderen Kandidaten sind weit abgeschlagen. Interessant, dass Hofer bei der Vertrauensfrage sehr schlecht und nur vor Lugner liegt. An der Spitze liegt Vdb vor Griss. Beim Wert „Abneigung“ gegen einen Kandidaten liegt Hofer sogar vor Lugner in Führung. Den besten Wert erzielt hier Griss vor VdB.
Wenn man diese Umfrage ernst nimmt, ist die Wahrscheinlichkeit eines Duells zwischen Griss und VdB im zweiten Wahlgang die wahrscheinlichste Variante. Hofer schreckt zu viele Leute ab (was auch unserer subjektiven Beobachtung entspricht). Aber wir wissen es alle nicht, gell!

Dass ein angeblicher Investor einer Gemeinde droht, wenn keine Baugenehmigung für ein riesiges Stadtverschandelungsprojekt gegeben wird, werde man halt ordentlich viele Flüchtlinge einquartieren, ist ein starkes Stück. Sowas ist in unserem Land natürlich keine Erpressung, sondern nur eine Entscheidungshilfe, gell. Da muss dann der Bürgermeister verdammt vorsichtig formulieren, jeden Erpressungsverdacht dementieren, weil sonst hat er den Nachtscherm auf, weil der Investor dann vor Ärger seine Entscheidungshilfe wahr machen könnte. Man muss sich schön langsam wirklich Sorgen um den Rechtsstaat machen.

Zum Beispiel auch dann, wenn man hört, wie der Maischberger freigesprochen worden ist. Es gäbe zwar massive Ungereimtheiten, aber, leider, leider nicht nur beim Was-war-meine-Leistung-Maischi, sondern laut Richter auch in der Anklageschrift. Seit Jahren miachtelt es in Österreich an allen Ecken und Enden, und was ist das Ergebnis? Freisprüche! Natürlich wurde Maischberger nicht von einer linken Jagdgesellschaft gehetzt, sondern nur von den Furien der Geldgier. Eher scheint es schon so zu sein, dass die Korruptionsstaatsanwaltschaft ihre Arbeit nicht ordentlich macht.

Mit Ausnahme des Kleinkriminellen Strasser, der ordentlich eingetunkt wurde, weil er recht patschert war, fallen Ihrer Babsy so auf die Schnelle keine „glamourösen“ Fälle ein, in denen es gelungen wäre, zu soliden Verurteilungen zu kommen, obwohl es bis zum Himmel stinkt. Sind die Korruptionisten dieses Landes so schlau und so geschickt, ist die Staatsanwaltschaft so unfähig – oder darf die Staatsanwaltschaft nicht fähiger sein? Natürlich gilt für alle in Frage kommenden Betroffenen die Unschuldsvermutung. Woher der komische Geruch und das merkwürdige Geschmäckle stammen, die uns in diesem Land andauernd umgeben, wird auch in diesem Fall wohl nicht geklärt werden.

Im Interview mit dem dem Standard hat HBP-Kandidatin Griss sehr eindeutig zu den martialischen Tönen am Brenner und in der Flüchtlingsfrage ganz allgemein Stellung genommen: Es liegt keine Notlage vor. Eine Notlage ist erst dann gegeben, wenn man die Anträge nicht mehr bewältigt, keine Unterkünfte mehr schaffen kann, wenn Aufruhr droht. Ob ein Notstand gegeben sei, wenn die „Obergrenze“ erreicht werde? Antwort Griss: „Das wäre ja ein Witz, wenn das so ginge. Dann könnte die Regierung durch die Festsetzung einer Obergrenze die faktischen Zustände, die gegeben sein müssen, erst setzen. Nein, es muss eine Notsituation sein. … Mich stört an der öffentlichen Diskussion diese martialische Rhetorik. Das schürt Ängste, bringt vielleicht Stimmen, aber ich glaube den Falschen.“ Leicht zu erkennen: man kann die Asyldebatte auch ohne Schaum vor dem Mund und ohne pathologische Reflexe führen. Die Politik soll den Menschen Ängste nehmen, nicht Ängste schüren.

Wenn die Regierung jetzt an allen Ecken und Enden Zäune bauen will, zeigt das ein unglaubliches Mass an Unfähigkeit. Selbst Burgenlands Landeshauptmann Niessl hat erklärt, er brauche Grenzkontrollen, nicht Zäune. Die ganze Zaunbauerei wird sich als nutzlos erweisen, wenn die Fluchtbewegungen anhalten und sich bei warmem Wetter wieder verstärken. Schon jetzt geht es im Mittelmeer auf der Lybien-Italien-Route wieder rund.

Was dort geschieht, ist kein unvorhersehbares Naturereignis, sondern Folge einer total falschen Lybien-Politik. England, Frankreich und die USA hatten beschlossen, Ghadaffi um jeden Preis zu beseitigen, ohne eine Nachfolgelösung zur Hand zu haben. Die Folge war ein weiterer failed state. Sich jetzt mit Abschottung aus der Verantwortung zu stehlen, spricht allem Hohn, wofür man zu stehen vorgibt. Eine nicht zu vernachlässigende Ursache für die Flüchtlingsströme ist die fehlende und verfehlte EU-Aussenpolitik.

Erdogan hat eingefordert, die EU möge endlich die Visafreiheit für Türken beschliessen. Sonst könne man sich das ganze Flüchtlingstauschprogramm in die Haare schmieren. Es stellt sich die Frage, was an diesem Programm eigentlich sechs Milliarden, Kuschen vor Erdogan und Visafreiheit wert sein soll! In den fast drei Wochen seit in Kraft treten wurden höchst effizient grosse Massen bewegt: etwas über 300 Menschen wurden in die Türkei verfrachtet, rund 120 Leute an die EU übergeben. Dieses Programm entpuppt sich immer mehr als das, wofür wir es von Beginn an gehalten haben: ein Schmäh zur Beruhigung der Bürgerleins.

Weil Österreich so aktiv am Brenner ist, spart es sich allem Anschein nach, die Verpflichtungen aus dem Vertrag mit der Türkei zu erfüllen. Auch wenn man den Vertrag für groben Unfug hält, er ist unterschrieben und gilt. Österreich hat bisher weder seinen Anteil von rund 49 Millionen Euro bezahlt, noch die zugesagten rund 1.900 Plätze für Flüchtlinge an die EU gemeldet. Bisher haben 16 von 28 Staaten ihre diesbezüglichen Verpflichtungen erfüllt. Auch so „funktioniert“ das vereinte Europa.

Die Queen ist heute 90. Wer von uns Lebenden kann sich daran erinnern, dass sie einmal nicht die Queen gewesen ist??? Ihre Babsy schätzt, Prinz Charles wird im jugendlichen Alter von ungefähr 80 auf den Thron gehoben werden. Oder eher später. God shave the Queen!

Ja, liebe Leute, wir leben in einer sonderbaren Welt, gell!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Heute als letzte Wahlhilfe der Long-Drink für VdB-Fans.

Green Bobo
4 cl Zitronensaft, 1 cl Zuckersirup, 3 cl Pfefferminzsirup, 4 cl Wodka

Alle Zutaten in ein Longdrink-Glas schütten. Mit einer Fahrradspeiche umrühren. Wegen des ungesunden Alkohols wegleeren.
Nochmals mixen, diesmal den Wodka durch Gurken- oder Erdäpfelsaft ersetzen. Mit der Fahrradpumpe aufschäumen. Unter dem Ruf „Gsundheit“ dem Sitznachbarn/der Sitznachbarin einflössen. Danach schnell abhauen.

Dazu gibt es heute gleich zwei Wahlplakate für VdB. Beachten Sie die Warnungen des Gesundheitsministeriums!

hbp_wahlplak_vdb_02

hbp_wahlplak_vdb_01


 

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