Es asamert!

Heute:
Babsy Blitzschnell über das Asamern
GK Wilhelm Krausshar über Zugedröhnt

Liebe Leserleins!

Uns ist gestern bei der Verlinkung auf den offenen Brief von Stefan Moser leider ein Fehler unterlaufen. Wir haben das korrigiert, aber hier zur Sicherheit nocheinmal der Link: https://gmundl.com/2016/05/23/zitterpartie/
Dort finden Sie den Brief, auf den BM Krapf gestern in seiner Antwort repliziert hat. Somit sind jetzt Frage und Antwort hoffentlich gut vergleichbar.

Aber jetzt widmen wir uns wieder einmal dem Asamerismus.
Eine Frage, die aus der Leserschaft an uns heran getragen worden ist, war die, wie Frau Wenger-Petereder, die sich bereits als rechtsgültige Käuferin sah, es anstellen wollte, aus dem Freisitz, bisher ein Fass ohne Boden, ein halbwegs profitables Hotel zu machen. Noch dazu, wo Einigkeit herrscht, dass mit der momentanen Bettenzahl Rentabilität nicht zu erreichen ist.

Nun, bei informellen Gesprächen mit der Gemeinde, genauer gesagt mit Gemeindemandataren aus allen Parteien, hat ein Vertreter von Frau Wenger die Pläne erläutert. Dabei kam man auf die Wünsche der Asamers zur Umwidmung zweier Grundstücke hinter dem Hotel zu sprechen, über die es im Wirtschaftsblatt hiess: „Die beiden Grundstücke hinter dem Schloss sind nicht betriebsnotwendig, haben aber eine touristische Widmung. Da eine Umwidmung dieser Grundstücke auf Wohnwidmung von der Gemeinde Gmunden abgelehnt wurde, eröffnete Asamer, dass es für eine Kaufabwicklung nur eine Gesamtlösung geben könnte – das heisst, inklusive der zwei Grundstücke.“ (Frau Wenger hat laut eigener Aussage auch für diese beiden Grundstücke ein Kaufangebot nachgereicht, das Manfred Asamer telefonisch angenommen habe.)

Der Wunsch der Asamers auf Umwidmung dieser zwei Grundstücke stiess auf einhellige Ablehnung aller Fraktionen oder zumindest der anwesenden Fraktionsvertreter. Diese Grundstücke waren nämlich unter BM Köppl auf Betreiben der Asamers als strategische Reserve für das Hotel entsprechend gewidmet worden, eine neuerliche Umwidmung würde der Spekulation Vorschub leisten.
Zum Zeitpunkt dieser informellen Besprechung war laut dem Vertreter von Frau Wenger  „die neue Küche für Roith bereits bestellt, die alte schon entfernt“.

Das Konzept der Fam. Wenger sah vor, die Anzahl der Hotelzimmer dadurch zu erhöhen, dass man dafür die momentan noch in einem Teil des Gebäudes befindlichen Wohnungen nutzt. Man wollte die Wohnrechte ablösen und so auf die wirtschaftlich notwendige Zimmerzahl (40 bis 44) kommen. Geplant war ein Hotel der Vier-Sterne-S-Kategorie, das an 365 Tage im Jahr offen sein sollte . Man nehme dabei Mass am eigenen „Hotel Grüner Baum“ in Hallstatt, das sehr erfolgreich ist und eine Auslastung von 85 % hat. Dieses Hallstätter Erfolgsmodell sei Vorbild für den geplanten Betrieb im Freisitz. Da man in Richtung eines Romantik-Hotels denkt, sei man von Seiten der Familie Wenger an einem Neubau eines Bettentraktes auf besagten Grundstücken nicht sehr interessiert.

Bei einer weiteren informellen Besprechung wurde das Thema Widmung noch einmal angesprochen, wie man hört diesmal auf Wunsch der Sparkasse Linz (die Belastungen der Liegenschaft laufen zugunsten der Linzer Sparkasse, ausnahmsweise nicht RAIKA-OÖ). Wiederum stiess die Idee einer Umwidmung auf einhellige Ablehnung. Ein Mandatar stellte in den Raum, solange nicht alle rechtlichen Schritte gegen die Stadt Gmunden in Sachen Seebahnhof eingestellt sind, könne es aus seiner Sicht keine die Asamers begünstigenden Handlungen geben. Wie man hört, war die Stimmung unter den Mandataren nicht gerade von Begeisterung geprägt, die Wünsche der Asamers – so wie in der Vergangenheit – zu erfüllen.
Da spielt wohl auch die Angst mit, dass die Bevölkerung es wenig goutieren würde, wenn man wieder einmal an den Widmungen dreht, und die Asamers sind die Profiteure. Insbesondere in der ÖVP, so hören wir von einigen ihrer Mandatare, hat man Angst, damit den Neustart unter BM Krapf in Misskredit zu bringen und unglaubwürdig zu machen. Ein ÖVP-Mandatar hat uns auch bestätigt, dass es in der ÖVP noch immer eine kleine aber einflussreiche Minderheit gäbe, die sich dem neuen, offeneren Kurs von BM Krapf widersetzt.

Die Asamers haben im Wirtschaftsblatt behauptet, dass die Umwidmung der beiden Grundstücke „von der Gemeinde abgelehnt worden ist“. Offenbar leben die Asamers in ihrer eigenen Wirklichkeit. Denn bis heute gibt es weder ein offizielles Ansuchen auf Umwidmung noch gar eine Entscheidung des Gemeinderats in dieser Frage. Wie eine tatsächliche Abstimmung im Gemeinderat ausgehen würde, ist – trotz der negativen Stimmung dazu in den informellen Gesprächen – völlig offen. Aber es ist ohnehin schon bisher nicht die vorrangige Strategie der Asamers gewesen, auf normalen, demokratischen Wegen zu wandeln und auf kommunalpolitische Entscheidungen der offiziellen Gremien zu warten.

Wie man aus der Vergangenheit weiss, wurden Zusagen praktisch immer in „Hinterzimmern“ ausgehandelt (heutzutage nennt man das „netzwerken“). Die Devise war: erst in intransparenten Seilschaften ausmauscheln, und dann sorgt Ex-BM Köppl dafür, dass diese „Beschlüsse“ der nicht legitimierten Mauschelrunden im Gemeinderat durch gewunken wurden. Wir können nur hoffen, dass mit dieser Praxis jetzt endlich Schluss ist. Auch das wäre nämlich ein wichtiger Teil einer neuen Politikkultur in Gmunden – nur lieb zu einander zu sein, ist zu wenig.

Immerhin hört man von Mandataren der FPÖ (aber auch anderer Fraktionen) hinter vorgehaltener Hand, dass vereinzelte ÖVP-Mandatare die klimatischen Änderungsversuche von BM Krapf nicht nur nicht mittragen, sondern im Hintergrund durchaus auch zu torpedieren versuchen.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Zugedröhnt

Gastkommentar von Wilhelm Krausshar

Zum Thema zugedröhnt:
Der letzten Sonntag gewesene Toscanalauf ist zum 26.oder 27. Mal veranstaltet worden, und zwar von keinen Eventfuzzies, sondern von einem Sportverein. Und die morgendliche Beschallung zu dieser Veranstaltung war immer die gleiche zur gleichen Zeit. Gmunden sollte doch eine lebendige Stadt sein, wird immer gewünscht. Alle jammern, dass die Innenstadt tot ist, und dann kommen viele Besucher zum Toscanalauf, und dann ist es wieder nicht recht.
Vielleicht sollte sich Gmunden entscheiden, ob es eine gemütliche Seniorenresidenz sein will oder eine moderne, lebendige Stadt.


 

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