Bitte, Danke und die Freiwilligen

Heute:
Babsy Blitzschnell über Bitte & Danke
EK Wilhelm Krausshar über Barrieren
GK Wurfan Wupf „Kärchern nix gut“
GK Freund der friedlichen Sandler:
„Ein Glaserl am Rathausplatz“

Liebe Leserleins!

Keine Sorge. Ihre Babsy ist schon noch da. Zumindest heute. Wir hatten ja angekündigt, es im August ein wenig gemütlicher an zu gehen, gell! Also hofft Ihre Babsy, dass sie Ihnen nicht all zu sehr abgegangen ist. Und wie angekündigt: es wird uns im August nicht unbedingt jeden Tag geben.

Heute mal ein Wort zu Sitten und Gebräuchen und ihr Fehlen. Ja, liebe Leute, die Worte „Bitte“ und „Danke scheinen zu Raritäten im Sprachschatz geworden zu sein. In der Ellbogengesellschaft herrscht schrankenloses Anspruchsdenken. Einfach so. Die Klagen der – zum Glück noch immer vielen – freiwilligen Helfer nehmen erschreckend zu. Nein, da spricht Ihre Babsy nicht nur von Asylanten oder sonstigen Zuwanderern, die in ihren Ländern kaum Ärzte haben, aber hier in den Spitälern die grosse Lippe führen. Es sind auch unsere Landsleute und sonstige angeblich zivilisierte Mitteleuropäer, die sich benehmen wie Säue.

Die Feuerwehren berichten, dass die Leute die Feuerwehren für eine Art Dienstboten-Vereinigung halten, wo man rüde Befehle erteilen kann. Ein Putztrupp, der nichts kostet. Wobei gilt: selbst einen Putztrupp muss man ordentlich behandeln. Das gehört sich einfach so. Aber wie wäre es mit einem Dankeschön nach dem Einsatz an die Feuerwehrleute? Wäre doch das Mindeste, was sich gehört, oder?

Auch die Bergrettungsmenschen erzählen Schauderhaftes. Nicht nur, dass viele Touristen inzwischen die Berge mit einem harmlosen Trainingsgerät im Turnsaal verwechseln. Dank Handy kann man ja eh allerweil jemanden anrufen, der einem bei Nacht und Nebel aus der Patsche und der Wand hilft. Die Leute machen die irrsten Sachen. Etwa an einem heissen Tag zu Mittag den Aufstieg auf den Traunstein zu beginnen. Wegen der Dummheit und des Leichtsinns der Leute müssen sich die Bergretterleins selbst in Lebensgefahr begeben. Extrem gefährliche Hubschrauber-Bergungen kommen noch dazu. Weil die Leute glauben, ich fahr mal schnell zu einem Berg, hurtle rauf und wieder runter. Und wenn ich schon mal da bin, nix wie hinauf, egal wie das Wetter ist. Man kann ja immer die Bergrettung anrufen. Es lebe das Handy!

Nein, liebe Leute so geht es nicht! Ein bisserl mehr denken, gell, das würde schon helfen. Und nicht immer glauben, man habe auf alles einen selbstverständlichen Anspruch. Nein, liebe Leute, es ist nicht selbstverstädndlich, dass freiwillige Helferleins sich nicht nur für unverschuldete Notfälle den Haxn ausreissen, sondern auch für Deppen, die einfach nur gedankenlos, egoistisch und hirnverbrannt sind. Unhöflich noch dazu. Und undankbar.

Liebe Leute! Ehren wir unsere Freiwilligen, egal ob Feuerwehr, Bergrettung, Arbeitersamariter und all die anderen. Sagen wir schön „Bitte“ und „Danke“. Zeigen wir ein wenig Demut angesichts dessen, was diese Menschen leisten. Und vor allem: Hirn einschalten und mal darüber nachdenken, wieviel Zeit diese Freiwilligen einsetzen (die müssen auch viel Zeit bei Übungen und Trainings verbringen, gell!), die ihnen und ihren Familien fehlt. Diese Menschen bringen grosse Opfer für all die Deppen, die da draussen in der weiten Welt herum irren.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Am kommenden Monat findet eine Sondersitzunge des Gemeindesrates von Gmunden statt. Bemerkenswert, gell! Worum es geht? Natürlich wieder einmal darum, S&H aus der Regio-Haftung heraus zu holen. Wir werden noch diese Woche berichten. Liebe Leserleins, Sie werden aus dem Staunen nicht heraus kommen. Versprochen!


Barrieren

Einserkasterl von Wilhelm Krausshar

And now something totally different!

Unsere Hausärztin ist im Kammerhofgebäude. Meine Frau ist schwer behindert.
Wenn ich mit ihr zum Arzt gehe, habe ich ein Problem. Es gibt im Bereich Rathausplatz nur mehr EINEN Behindertenparkplatz vor dem Schwan, der ist zumeist zugeparkt, auch von Nicht-Behinderten.
Um mit dem Rollstuhl nicht durch die ganze Stadt fahren zu müssen, bin ich jetzt zweimal bis vor den Kammerhof gefahren. Prompt habe ich zwei Mal ein Strafmandat bekommen.
Beschweren mit Rollstuhl ist in Gmunden unmöglich, da das Rathaus auch nicht behindertengerecht ist.
Kann man da nicht endlich eine Lösung finden?


Kein Lob fürs Kärchern

Gastkommentar von Wurfan Wupf

Ist die öffentliche Ruhe und Ordnung gestört, sehen Gesetze vor, wie und mit welchen Mitteln die zuständige Behörde diese Störung beseitigen MUSS.
Der Kärcher ist kein Mittel, das mir idZ geeignet erschiene.

Wenn das auf der Esplanade gesetzte Verhalten die öffentliche Ordnung (oder sonst eine Regel) verletzt hat, war folglich die zuständige Behörde säumig, weil sie es nicht abgestellt hat.

Wenn die öffentliche Ordnung (oder sonst eine Regel) nicht verletzt wurde, ist das Verhalten zwar ein Ärgernis, aber ein erlaubtes und daher zu akzeptierendes Ärgernis.

Der Kärcher darf aber mE weder dazu genutzt werden, Versäumnisse von Behörden zu bereinigen, noch die Freiheit Einzelner wegzuputzen.

Natürlich kann sich ändern, welche Ärgernisse wir akzeptieren wollen und welche nicht. Auch kann erkannt werden, dass die bestehenden Regeln nicht ausreichen.
Aber auch hier: Der Kärcher ist nicht dazu geeignet diese neuen Regeln des Zusammenleben zu schreiben. Gesetze und Verordnungen (welche auch exekutiert werden) sind der bessere – eigentlich einzig – Weg.

Weiters halte ich es für ein Zumutung den Bauhofmitarbeitern gegenüber, wenn diese als Hilfs-Sheriffs eingesetzt – eigentlich missbraucht – werden.

Alles Liebe
Wurfan Wupf

PS: Natürlich anerkenne ich das Bemühen des Bürgermeisters seinem ortspolizeilichen Auftrag, für Ruhe und Ordnung zu sorgen, nachzukommen. Die hier geäußerte Kritik beschränkt sich somit auf das dafür gewählte Mittel.

Anm. d. Red.: Wir finden halt, dass hier ein doch ziemlich mildes Mittel eingesetzt worden ist, um eine Eskalation zu vermeiden. Aber wir sehen auch, dass man die Probleme einer Gesellschaft nicht einfach wegkärchern kann.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Ein Glaserl am Rathausplatz

Gastkommentar von Freund der friedlichen Sandler

Das ist doch alles hochgespielt, die Leute trinken bei der schiachen Betonmauer friedlich ihr Bier. Das von Beamten ausgeschüttet wurde. Da staut sich natürlich Unmut bei den friedlichen Biertrinkern. Beim Bierflascherl das angeblich in einen Kinderwagen gefallen sein soll, hat man auf ein Plastikflascherl abgeschwächt. In der Rundschau. Ist überhaupt eines geflogen???

Die friedlichen Biertrinker haben vermutlich keine Auto. Im Gegensatz zu den Besuchern der umliegenden Lokale, die anschließend vom Rathausplatz/Esplanade nach dem Konsum mit ihren PKWs wegfahren.
Da Herr Krapf wurde auch schon auf dem Rathausplatz mit Weinglaserl und Bierglaserl gesichtet. Ja, da ist alles anders, der sitzt nicht bei der Betonwand, der steht auf dem Rahausplatz mit Wein oder Bierglaserl. Ja, das ist der Herr Krapf, da ist alles anders. Wenn Punschstandzeit ist, und die Esplanade und der Rathausplatz voll mit leeren Plastikbechern sind, die nach dem Alkolkonsum weggeworfen wurden, macht das nichts. Das sind andere Leute, Jugendliche sind auch dabei. Das macht doch nichts, weil die Gemeinde räumt das im Laufe des Tage weg.
Freund der friedlichen Sandler, Biertrinker, Betonmauer.


 

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