SP-Gmunden – Den Wahnsinn auf die Spitze treiben

Heute:
Offener Brief von Michael Amon
an Hrn. Hochegger (Fraktionsobmann SP-Gmunden)
„Herr Hochegger – tritt zurück!“

Liebe Leserleins!

Aus Aktualitätsgründen müssen wir unser geplantes Programm ändern. Die vielen anstehenden Gastkommentare werden wir in den nächsten Tagen abarbeiten, ebenso bringen wir bis Mitte nächste Woche die versprochenen Beiträge über Behindertenparkplätze und „Huckepack“. Die verlieren nichts an Aktualität.

Dafür heute ein offener, sogar sehr offener Brief des auch in Gmunden lebenden Autors Michael Amon rund um den Irrsinn, der eine kleine Gruppe von Funktionären der Gmundner SP befallen haben dürfte. Siehe heutige Berichterstattung in den OÖN. Leider mangelt es dort – wie so oft – an der Detailrecherche. Wir werden versuchen, in den nächsten Tagen eine vollständige Darstellung bringen zu können. Wir beschäftigen uns mit diesem Thema, weil es eine Tragödie ist, wie diese einst stolze Partei von einer kleinen Clique unfähiger Funktionäre hier im Ort zerstört wird. Eine demokratische Gesellschaft lebt von der Vielfalt der Parteienlandschaft.

Unsere Einschätzung der Fähigkeiten von SP-Fraktionsobmann und Möchtegern-Parteichef Hochegger haben wir hier schon mehrmals kund getan. Kurz gesagt: dieser Herr ist zu allem fähig. Was er jetzt wieder einmal bewiesen hat.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Herr Hochegger –
dein Rücktritt ist überfällig!

Ein offener Brief eines einfachen Parteimitglieds.

Der ehemalige Vizebürgermeister von Gmunden, Christian Dickinger, hatte nach dem desaströsen Wahlergebnis des Vorjahres genug Mumm und Charakter, von allen seinen politischen Ämtern zurückzutreten. Dafür gilt ihm jede Hochachtung. Dir gilt das Gegenteil, denn du bist der zweite Hauptverantwortliche für diese Wahlniederlage, die noch deutlich schlimmer ausfiel als die auf Landesebene. Anstatt still und leise deine sieben Zwetschken zu packen, dich in den politischen Ruhestand zu verabschieden und eine Erneuerung an Haupt und Gliedern zu ermöglichen, setzt du deine die Sozialdemokratie schädigende Tätigkeit verschärft fort.

Nun also ein Mißtrauensantrag gegen den eigenen Stadtrat. Ich bin mit Verkehrsstadtrat Sageder keineswegs in allen Fragen einer Meinung (ich sage nur Regio-Tram). Aber ich schätze ihn persönlich als Freund, der sich auf vielfältige Art sozial engagiert. Denn bei allem Pragmatismus ist Sageder ein geerdeter Sozialdemokrat, der um Geschichte und Ideen dieser Bewegung weiß. Etwas, was man von dir nun wirklich nicht behaupten kann. Denn bei deinem Agieren geht es nicht um Soziales, nicht um Politik, nicht um Grundsätze oder Pragmatismus. Sageder zeichnet all das aus, was bei dir schmerzlich vermißt wird: menschlicher Umgang, Offenheit und Verwurzelung in der Bewegung.

Die Partei war dir bei deinem Aufstieg vom kleinen Privatschnüffler zum Fraktionsobmann und gut bestallten Gemeindebediensteten nützlich. Dein Nutzen für die Partei war reziprok. In dem Maße, in dem du die Partei für dich benutzt hast, hast du ihr enormen Schaden zugefügt. Und das über Jahre hinweg. Du hast systematisch alle Leute hinausgeekelt, die dir nicht zu Gesicht standen, oder die wagten, deine Meinung nicht unbedingt für ultimativ zu halten. Du suhlst dich lieber unter deinesgleichen. Die SPÖ aber hat noch immer den Anspruch, eine Volkspartei zu sein, nicht Aufstiegshilfe für Kleingeister, die es in der Privatwirtschaft zu nichts bringen.

Ich sage es offen: du bist für die Funktion, die du innehast, weder charakterlich, menschlich, politisch noch intellektuell geeignet. Das gilt auch für die Funktion, die du nun anstrebst. Mit den Leuten, die du in der Ortspartei vergrault hast, könnte man locker eine neue Ortspartei gründen, die größer wäre, als jene Restbestände, die nach deinem Wüten über geblieben sind.

Angesichts all dessen, was du der Partei verdankst, und du verdankst ihr alles (und zwar in einem ganz konkret materiellen Sinn, ganz anders, als Sinowatz das einst meinte), angesichts dessen, solltest du versuchen, wenigstens einmal dieser Partei einen kleinen Dank abzustatten. Indem du stande pede in der politischen Versenkung verschwindest. Am besten mitsamt deiner Prätorianergarde. Wenigstens diesen Dienst könntest du der Sozialdemokratie erweisen, deren Wesen du nie begriffen hast. Aber was begreifst du schon!

Wie wenig vertrauenswürdig du dein Amt ausübst, sieht man schon an deiner Erklärung in den OÖN, daß StR Sageder dich nicht ausreichend informiert hätte. Was für ein unglaublicher Unsinn! Selbst wenn diese freche Behauptung stimmen würde: als Fraktionsobmann kannst du dir jede Information selbst besorgen. Die Gemeindeordnung gibt dir da alle rechtlichen Möglichkeiten. Probiere es mal mit sinnentnehmendem Lesen.

Leute wie du sind der Sargnagel der Sozialdemokratie. Sie stehen für all das, was die Wähler in Richtung FPÖ vertreibt. Du bist ein Apparatschik reinsten Wassers mit jenem typischen Funktionärshintern aus Beton, der das am Sessel Kleben ungemein erleichtert. Du bist Einer, dem es nur um seinen kleinen sozialen Aufstieg auf Kosten der Partei und unter Ignorieren dessen geht, was die Bürger von einer sozialdemokratischen Partei verlangen. Unter deiner Führung würde die Gmundner SPÖ endgültig zu einer kleinen Sekte verkommen. Aber offensichtlich fehlt es dir an Klugheit und Intelligenz, das und die resultierenden Folgen zu erkennen – denn mit dem Erreichen des Sektenstatus gehen für dich unweigerlich all die kleinen persönlichen Vorteile verloren, um die du so verzweifelt gekämpft hast. Um die Sache der Sozialdemokratie ist es dir nie gegangen. Sonst würdest du nun anders agieren.

Dixi et salvavi animam meam.

Michael Amon
Bruno Kreisky-Preisträger
http://www.michaelamon.com


Ja, Michael Amon ist derzeit der offensichtlich fleissigste Autor, der unter anderem auch hier in Gmunden werkt. Deshalb auch noch ein Link zu seinem Gastkommentar, der gestern in der PRESSE erschienen ist. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem von der Bundes-SP vorgelegten Konzept zu einer Wertschöpfungsabgabe:
http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/5078155/Die-Mogelpackung-aus-der-SPOWerkstatt


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