Huckepack

Heute:
Bruno Beinhart ärgert sich Huckepack
GK Roter Pfadfinder zur
SP-Gmunden-Krise: Neugründung!

Geschätzte Leserschaft!

Man ärgert sich. Man ärgert sich enorm. Und das seit der ersten Triebwagenanlieferung für die SRT von Spanien nach Vorchdorf. Es ist eine Chuzpe, wie das vor sich geht. Die Lieferung erfolgt über die Strasse per Diesel-LKW in einem wochenlangen Transport. Obwohl es einen vollwertigen, normalspurigen Bahnanschluß in Vorchdorf gibt.

Lt. DI Knoll, in Eisenbahn Österreich 9/2016, wurden der erste Triebwagen per Strasse von Valencia nach Santander, von dort am Seeweg nach Rotterdem und dann wieder per Straßentransport nach Vorchdorf gebracht. Die letzte Anlieferung im August erfolgte mit einem spanischen LKW. Man darf vermuten, der gesamte Weg erfolgte per LKW. Siehe diese Bilder:

regio_transport-aus-valencia

regio_transporter-ausschnitt

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Wo bleibt der Aufschrei der roten und grünen Traumtänzer und CO2-Weltverbesserer? Dass die Schwarzen jedem neoliberalen Billigtransport ohne Rücksicht auf CO2-Belastung frönen – und sei er nur  um einen Euro billiger –  ist klar. Aber in Gmunden die CO2-freie „Nachhaltigkeit“ der SRT mit über 100 Mio. Euro Ausgaben in Hochglanz beklatschen? Um dann die Anlieferung der immerhin elf Triebwägen per Strassentransport zu verschweigen – das ist einfach heuchlerisch. Noch dazu wo offenbar jeweils eine Leerfahrt der LKWs erfolgte. Ergibt somit immerhin 22 Fahrten mit jeweils ca. 2000 km!

Dabei steht ein spezieller Transportwaggon für den Eisenbahntransport zur Verfügung (siehe untenstehendes Foto). Der wurde sicher ebenfalls durch das Land bzw. die Gemeinde Gmunden bezahlt. Der Transport der Triebwägen zur Attergau-Bahn erfolgt nämlich von Vorchdorf  (=gemeinsame Werkstätte) aus zur Attergaubahn und vive versa per Bahn.

regio_transportwaggon

Eine zweite Sache, die gerne verschwiegen wird, ist der Umstand, dass die Remise beim OKA-Turm erhalten bleibt. Aber nur für die Nostalgiefahrzeuge. Weil die Tramlink-Triebwägen ein wenig zu lang für die Remise sind. Es stimmt um ungefähr zwei Meter nicht zusammen. Da die Remise denkmalgeschützt ist, ist eine Verlängerung wahrscheinlich nicht möglich.

Dabei hätte es durchaus ein kürzeres Modell der Tramlink gegeben. Wenn man wenigstens zwei Garnituren in kürzerer Ausführung  bestellt hätte, hätte man diese zwei Fahrzeuge in Gmunden unterbringen können.

Knoll schreibt im selben Artikel in der Eisenbahnzeitung, dass in Vorchdorf nur drei Triebwägen untergebracht werden können. Für fünf (!) Triebwagen sucht man noch eine Bleibe! „Diedbezügliche Standortüberlegungen befinden sich noch in Abklärung“. Im Gespräch ist dabei der ehemalige ÖBB-Bahnhof Engelhof. Der älteste Bahnhof in Österreich! Möge der Denkmalschutz eine Verschandelung des Areals mit einer Halle für fünf Triebwägen verhindern!
Man kann nur hoffen, es möge bald das Geld ausgehen für solchen Unfug auf Kosten der Steuerzahler …

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl


Neugründung der Gmundner SP!

Gastkommentar von Roter Pfadfinder

Ich wundere mich nur noch und stelle mir die Frage, wann ich meine SP-Mitgliedschaft endgültig hinwerfe.
Ist dieser Herr Hochegger, der in Gmunden bisher politisch nicht aufgefallen ist, von allen guten Geistern verlassen? Schon die Art, wie er seine peinliche Palastrevolte angezettelt hat, disqualifiziert ihn und seine Mitmacher für politische Ämter. Disqualifiziert sie als Sozialdemokraten. Die Sozialdemokratie hat nämlich was mit Demokratie zu tun. Nicht mit der Demokratur einiger sich selbst schwer überschätzender Polit-Minderleister.

Jetzt so zu tun, als sei Sageder an allem schuld, ist Wähler- und Mitgliedertäuschung. Man kann über Sageders Wirken als Verkehrsstadtrat unglücklich sein. Aber er hat sich bei all seinem Tun an Beschlüsse der Stadt- und Landespartei gehalten. Diese Beschlüsse sind bis heute aufrecht.

Das segensreiche Wirken von Hochegger & Co. ist mir bisher entgangen. Es sei erinnert, wie Herr Hochegger vor vielen, vielen Jahren bei seinem ersten Versuch, Fraktionsobmann zu werden, kläglich gescheitert ist. Er bekam genau eine Stimme. Der Rest der Stadtpartei hat gegen ihn gestimmt. Man hatte damals den richtigen Riecher. Mangels Alternativen wurde dann Christian Dickinger gewählt. Im Rückblick auch eine Fehlentscheidung. Aber im Vergleich zu Hochegger … man wählte halt den erkennbar höheren IQ. Ob der Polit-IQ Dickingers höher war, wäre angesichts seiner Performance in der Stadtpolitik natürlich zu diskutieren. Denn auch bei Dickinger wusste man in Wahrheit: eine Fehlbesetzung. Als er sich, auch vor vielen Jahren, als einziger Bewerber um den Job als Bezirkssekretär bemühte, schrieb die Landes-SP den Posten lieber ein zweites Mal aus. Blöd gelaufen: er war wiederum der einzige Bewerber. Also ist er es geworden. Das sind die Rekrutierungsprinzipien der SPÖ gewesen. Kein Wunder, wenn das Parteischiff abgesoffen ist.

Wer in der Gmundner SPÖ glaubt, mit den Erfolglosen der letzten Jahrzehnte zu neuen Ufern aufbrechen zu können? Der Gaul, den man satteln will, ist tot. Diejenigen, die sich jetzt als Retter präsentieren, können ein Pferd nicht von einem Esel unterscheiden. Das Schiff, mit dem man zu neuen Ufern aufbrechen will, liegt als abgesoffenes Wrack unter Wasser. Herr Hochegger hat in den letzen Jahrzehnten bewiesen, dass er es nicht kann. Dazu kommt, dass er unfähig ist, zwischen den Parteiflügeln zu vermitteln. Er war einer der Haupteinpeitscher bei der Vertreibung origineller Köpfe und von Mitgliedern, die sich mehr Konturen wünschten. Dass ausgerechnet Hochegger nun ein geschärftes Profil der Stadtpartei verspricht, ist eine Verhöhnung der Mitglieder. Dafür hätte er in den letzten Jahren mehr als genug Zeit gehabt.

Glaubt wirklich wer, dass es genügt, einen neuen Bundeskanzler zu etablieren? Wenn der Fisch am anderen Ende, also bei der Schwanzflosse, weiter vor sich hin modert und stinkt? Ja, man ist nach den Faymann-Jahren echt froh, dass im Kanzleramt wieder jemand sitzt, der gerade Sätze sprechen kann und scheinbar auch über einen Plan verfügt. Aber wenn die SPÖ sich nicht von unten erneuert, dann geht das alles schief. Auch die unfähigen Privilegienritter auf Ortsebene müssen endlich gehen. Sonst wird das nichts mehr. Die Gmundner Stadtpartei gehört aufgelöst und neu gegründet.


 

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