Börsenschwachsinn

Heute:
Babsy Blitzschnell über Fehlentwickungen in der HAK

Liebe Leserleins!

Auf allen Kanälen fliegen uns irgend welche Börsen“news“ um die Ohren. Keine Nachrichtensendung ohne Börsen-Gequatsche. Auf allen Sendern Laufbänder mit Börsenkursen. Seit vielen Jahren herrscht hier massive Volksverdummung. Wir sind Zeugen eines riesigen Experiments: Brainwashing für  alle. Man fühlt sich beinahe wie in einem Umerziehungslager.

Wenn die Gmundner HAK nun am Börsen“spiel“ der OÖN teilnimmt, dann ist das ein weiterer Schritt zum Brainwashing an einer ganzen Generation. Hat denn niemand geschnallt, dass es die uferlose Spekulation war (und noch immer ist), die uns die letzte Finanzkrise beschert hat (und die nächste vorbereitet)? Die Börse ist kein Spiel, sondern Abzocke durch Wissende an Unwissenden. Bei den Schülern wird die Illusion geweckt, der kleine Anleger könne da mitspielen. Ein auf ein paar Wochen angelegtes Börsen“spiel“ hat nichts mit Investitionen in Unternehmen zu tun, sondern ist Erziehung zur puren Spekulation.

Dass die RAIKA so ein „Spiel“ gern in der Schule begleitet, ist nach voll ziehbar. Da werden neue Kunden „konditioniert“, die dereinst ihr Geld für die Spekulationen der RAIKA hergeben sollen. Längst haben sich die Börsen von der realen Wirtschaft abgekoppelt, sind nicht mehr Finanzierungsinstrumente für Unternehmen, sondern grosse Casinos für Spekulanten mit zuviel Geld. Das auch noch in der Schule zu fördern, anstatt kritische Aufklärung zu betreiben, grenzt an ein Verbrechen. Schülerleins werden zu Zockern erzogen.

Noch eine Frage stellt sich: Firmenvertreter (in diesem Fall der RAIKA) dürfen ihre Zocker-Ideologie frei und ungehindert in den Schulen verbreiten. Politische Parteien aber sind von den Schulen ausgeschlossen. Ist das nicht seltsam? Die Träger unserer Demokratie haben an den Schulen nichts zu suchen, aber die Verbreiter von demokratiegefährdenden Zocker-Ideologien haben freie Bahn. Einst war jede Form von kommerzieller Werbung an den Schulen verboten. Heute darf neoliberale Ideologie an den Schulen in jeder Form verbreitet werden: als Unternehmenswerbung oder als Zockerveranstaltung oder sonstwie. Anstatt wenigstens die Schule von der verblödenden Gehirnwäsche durch Börsen“spiele“ und Werbung frei zu halten.

Merke: dieses scheinbar ideologiefreie Börsen“spiel“ ist in Wahrheit Ideologie pur. Die jungen Menschen werden zu einem völlig unkritischen Verhältnis zum Casinokapitalismus erzogen, zu kritikloser Affirmation eines menschverachtenden Zockersystems.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 

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