Armselig

Heute:
Babsy Blitzschnell über Armseliges

Liebe Leserleins!

Bevor Ihre Babsy zum Eigentlichen kommt: jetzt weigert sich neben der Wallonie auch die Region Brüssel, eine Zustimmung zu CETA abzugeben. Ob damit dieser unsinnige Vertrag endgültig gestorben ist, steht in den Sternen. Wie man hört, hat der neoliberale „sozialdemokratische“ EU-Parlamentspräsident Schulz enormen Druck auf seinen sozialdemokratischen Parteikollegen und Regierungschef der Wallonie ausgeübt. Schulz, das ist jener Mann, der unbedingt Parlamentschef bleiben will, obwohl Anderes ausgepackelt wurde. Der Mann ist aber auch gern bereit, andere Jobs zu übernehmen: etwa deutscher Kanzler zu werden (wozu er bloss eine Wahl gewinnen müsste, nämlich die in Deutschland gegen Merkel. Naja. Im EU-Parlament war es einfacher, da ging es ganz ohne Wahlsieg, einfach nur per Gemauschel bei moules et frites in einem Brüsseler Luxus-Hotel-Hinterzimmer.)

Eigentlich will ich aber heute über andere Armseligkeiten schreiben. Derer gibt es, grob unterteilt, zwei. Solche des wahren Lebens und solche des Geistes. Eine Armseligkeit des wahren Lebens ist das, was sich in Oberösterreich rund um die Ärmsten der Armen abspielt. Da wird gekürzt, dass es keine Freud‘ mehr ist. Zum Teil läppische Beträge. Hätte man bloss eine der vielen Unsinnigkeiten (Stichwort: Regio-Tram) vermieden, wären Sozialkürzungen kein Thema. Aber es gibt auch merkwürdige Absonderlichkeiten im Sozialen.

Wer unseren Blog kennt und regelmässig liest, weiss, dass wir Kürzungen im Sozialbereich besonders skeptisch beäugen. Aber manchmal wundern auch wir uns. Die Linzer Jugendnotschlafstelle „UFO“ hatte 2015 rund 1.800 Nächtigungen zu verzeichnen. Dafür blattelte das Land OÖ 615.000 Euronen auf den Tisch. Da haben wir mal nachgerechnet. Macht pro Nächtigung rund 340 Eurönchen. Im luxuriösen Innenstadt-Hotel Wolfinger kostet das beste Zimmer (Superior-Doppelbett, 20m², Frühstück inklusive) derzeit 133 Euro pro Nacht. Da stellt sich Ihre Babsy die Frage: um die 340 Euronen kann man zweieinhalb Nächte in einem Firstclass-Hotel finanzieren. Die Präsidenten-Suite im Linzer Mariott ist um ebenfalls und vergleichsweise günstige 189 Eruo zu haben. Irgend etwas läuft da falsch – müssen in der „Notunterkunft“ etwa diverse Parteischakeln mit Jobs versorgt werden, die völlig überflüssig sind?

Und jetzt zu den geistigen Armseligkeiten, derer es leider auch genug gibt, gell!
Bauer sucht Frau. Unterschicht-Fernsehen par excellence, das längst auch von der angeblichen „Oberschicht“, die inzwischen ziemlich ranzig riecht, geguckt wird. Eine Sendung für Leute mit starken Nerven und denen es egal ist, ihre Lebenszeit zu vergeuden. Diese Vergeudung kann nun auf die Spitze getrieben werden. In einer Zeitungslandschaft, in der immer mehr Titel vom Markt verschwinden (zuletzt das Wirtschaftsblatt), existieren noch Lichtblicke der düstersten Art: „Bauer sucht Frau“ gibt es jetzt auch als Druckerzeugnis. Nein, das Papier ist leider nicht häusltauglich. Zu hart und nicht reissfest. Und, ganz ehrlich gesagt, dieses Kasblattl will Ihre Babsy ihrem wohlgeformten Hinterteil nicht antun. Mein Hintern, liebe Leserleins, hat Besseres verdient. Der Zeitungsmarkt insgesamt ist diesbezüglich im Moment keine Offenbarung! Armselig halt. Im Geiste, gell!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 

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