Und es begibt sich …

Heute:
Babsy Blitzschnell zur (K)lage der Nation
GK AndyB über Satire, Lärm und tiefere Bedeutung

Lieber Leserleins!

Wir sind wieder da. Keine Sorge, gell, wir machen weiter, aber ein wenig gebremst. Wir können nicht jeden Tag diesen Blog mit lokalen Vorkommnissen füllen. Wir diskutieren also ausführlich, wie wir ihn in Zukunft gestalten und einem Relaunch unterziehen könnten, wie das auf Neudeutsch, auch Denglisch genannt, so schön heisst. Siehe auch den Beitrag von AndyB.

Ja. liebe Leute, jetzt gibts den Endspört im österreichischen Präsidentschaftswahlkampf. Der Argumente sind wohl alle schon gewechselt, jetzt fliegen die Ausreibfetzen. Verlogener Krüppel gegen dementen Tattergreis – das ist die unter der Hand geführte Kampagne der Scharfmacher auf beiden Seiten. Die grosse Frage ist, ob der Wahlsieg von Trump Herrn Hofer Auftrieb gibt, oder viele Menschen – vor allem konservativere Wählerleins – zusammenzucken lässt und so erschrocken gemacht hat, dass sie nun doch VdB wählen. Einfach weil sie nicht wollen, dass zerstörerische Kräfte an die Macht kommen, die uns zeigen, was alles möglich ist. Es gibt Menschen, die wollen sich nicht wundern. Andere hoffen auf Wunder. Es wird sich zeigen, wer in der Überzahl ist.

Man kann die Wut vieler Menschen auf das „System“ ja durchaus verstehen, aber wir alle müssen uns fragen: sind die angeblichen Systembekämpfer nicht längst selbst Teil dieses Systems? Wer hat die Hypo-Alpe-Adria verursacht? Wer sitzt längst in zwei Landesregierungen, stellt den dritten Nationalratspräsidenten, ist in vielen Gemeinden in der Stadtregierung vertreten, stellt sogar in grossen Städten wie Wels den Bürgermeister? Die Selbstdarstellung als „Anty-System-Partei“ ist, wie so manches, bestenfalls ein Werbegag und stimmt mit der Realität nicht überein. Dazu kommt: die gefühlte Lage der Österreicherleins ist schlechter, als die reale. Was nicht heisst, dass alles paletti ist. Keineswegs. Und wir hätten viel, viel Kohle, wenn man sich endlich trauen würde, eine gründliche Staatsreform durch zu führen. Längst ist klar, dass der Föderalismus eine Geldvernichtungsmaschine ist. Die Zusammenlegung von ein paar Bezirkshauptmannschaften oder Gemeinden ist eine reine Augenauswischerei. Die grosse Kohle geht anderswo verloren.

Manchmal haben wir das Gefühl, die Menschen wählen aus purer Lust am Untergang so zweifelhafte Figuren wie Herrn Trump. Auch der weichgespülte Herr Hofer ist nur eine Selbstdarstellung. Ideologisch ist der Mann ein Hardliner und hat seit vielen Jahren den extremen Kurs der FPÖ nicht nur mit getragen, sondern auch mit erfunden.

VdB ist auch nicht immer der Glaubwürdigste. Jetzt aus ihm einen Naturburschen zu machen, der schon immer parteiunabhängig und gegen TTIP und CETA war, das schmiert auch haarscharf an der Wahrheit vorbei. Und dass manche seiner Ünterstützer wie Brigitte-einen Tausender für alle-Ederer oder Ex-EU-Kommissar Fischler bei EU-Skeptikern eher rote Flecken im Gesicht als ein Kreuzerl beim VdB bewirken, kann man auch nicht übersehen.

Wie so oft: wir haben die Wahl zwischen zwei Übeln. Ja, liebe Leserleins, und jede bzw. jeder muss für sich selbst entscheiden, wer von den beiden das kleinere Übel ist. Oder das sehr viel kleinere, oder das sehr viel grössere.

Egal, die ersten Diskussionen der beiden Kandidaten um den HBP haben eines deutlich gezeigt: weniger tief wird es nimmer werden, gell. Die Lage ist irgendwie beklagenswert.

Ach ja: ist in den letzten Monaten irgendwem der HBP abgegangen? Vielleicht ist es wirklich an der Zeit, über die Abschaffung dieses Monarchen-Ersatzes nach zu denken. Aber bitte deshalb nicht gleich die Habsburger zurück rufen, gell, weil seien wir froh, dass wir wenigstens die angebracht haben.

Kürzlich war übrigens Welthäusltag, tschuldigung, Welttoilettetag. Da heisst es: Nase zuhalten und durch. Eine Frage haben wir uns aber gestellt: wurde das Gmundner Häuslmuseum von lokus-affinen Besuchern gestürmt? Hoffentlich nicht, denn wie berechnet wurde, wird jede Eintrittskarte mit rund 50 Eurönchen subventioniert. Aber wo war das Stadtmarketing? Mit einer tollen Werbeaktion für den Welt-Scheisshaus-Tag? Wir hätten da einen tollen Slogan: „Komm zum Welttoilette-Tag nach Gmunden – wo Vieles zum Himmel stinkt!“ Aber uns kommt es so vor, als sei das Stadtmarkting diesbezüglich voll scheissdrauf.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Mal so nebenbei …

Gastkommentar von AndyB

Die Winterzeit hat begonnen, und es mehren sich die Schilder: „dieser Weg …… blah blah … wird nicht von Schnee geräumt“ oder so etwas in der Art.

Dass sich diese Schilder auf wundersame Art vermehren ….. jedenfalls aus meinem Empfinden, lassen wir mal außen vor.
Das betrifft nicht nur Wege im Toskana Park, sondern auch reine Fußwege.

Der Witz an der Sache ist aber folgender: diese Wege sind meistens sicherer als diejenigen, die vom Schnee geräumt werden.
Die „Maschinen“ kratzen regelmäßig den Schnee bis zur Eisschicht weg, und es bleibt eine rutschige Eisfläche. Besonders gut auf dem Weg vom Parkplatz Toskana Park bis zum Weihnachtsmarkt zu sehen. Ääääh im Moment sieht man allerdings nixx, weil kein Schnee, kein Eis.

(Bei Weihnachtsmarkt fällt mir grade ein: ich habe da ein Gerücht gehört, der Weihnachtsmarkt soll zukünftig schon am 01.10. beginnen und bis Ende März gehen. Ab 1. 4. beginnt dann der „Ostermarkt“, der bis Ende September gehen soll ….. wie gesagt …. nur ein Gerücht …..)

Da wird der Weg nahezu „gemeingefährlich“ und zu einer einzigen Rutschfläche.
Hier wäre es besser, wenn der Weg überhaupt nicht vom Schnee geräumt würde. Gleiches gilt übrigens für die Wege im Toskana Park und vom Ende der Esplanade Richtung Altmünster (Parkplatz/Schwimmbad/Ruder-Klub und weiter).

Eine feste Schneedecke ist da weitaus sicherer als diese Eisschicht. So könnte man Geld sparen und die Sicherheit wäre besser gewährleistet.

Ich hege auch Zweifel, ob bei „normalen Gehwegen“ der Hinweis „Benutzung auf eigene Gefahr“ rechtlich haltbar ist. Aber das ist eine andere Sache und da sollen sich meine Anwälte den Kopf drüber zerbrechen, wenn ich mir dann mal die Knochen breche.

Eigentlich war`s das schon, aaaaaaber es hat sich so einiges aus der Vergangenheit aufgestaut, wo ich was dazu schreiben wollte, es aber dann doch nicht getan habe.

Die grüne Rentner-Gang und die Brenn-Nessel“
Da regt sich doch Frau Enser-De Groot über den Lärm bei Veranstaltungen am Rathaus-Platz auf.
Es handelt sich dabei um die Musik Veranstaltungen, jedenfalls lese ich das daraus.
Über den Sinn und Zweck solcher Veranstaltungen möchte ich jetzt nicht diskutieren, denn da ist meine Meinung eh bekannt.
„Sie könne an diesen Tagen nicht schlafen, da sie nicht das Fenster öffnen könnte, wegen dem Lärm.“ ….. „Als wenn man 10 Meter vor den Lautsprechern stehen würde …..“
Haben sie schon einmal 10 Meter vor den Lautsprechern gestanden? Anscheinend nicht! Steht man wenige Meter vor den Lautsprechern, dann hat man (oft mehrere Tage) ein grausames Fiepen im Ohr oder manchmal, bei bestimmten Tönen/Frequenzen bekommt man sogar HR-Störungen (bevorzugt bei Bass/Schlagzeug).

Ok, zum Kern der Sache! Wie viele derartige Musikveranstaltungen haben wir im Jahr? 5? 6?
Das bedeutet : Frau Enser-De Groot kann an 5 oder 6 Tagen im Jahr nicht das Fenster öffnen und das in einer Zeit von ca, 19 – 23 Uhr. Also ganze 4 Stunden = 24 Stunden IM Jahr. Legen wir noch den „Soundcheck“ drauf, dann sind es ein paar Stunden mehr.
Scheinheiliger geht`s nimmer! Ich erkläre auch warum : Als eiserne Verfechter der Regio so einen Aufstand zu machen, wegen ein paar Stunden „Lärmbelästigung“ im Jahr.

Auf der anderen Seite aber macht die Straßenbahn z.B. in der Kuferzeile so einen Lärm, da kann man das ganze Jahr nicht das Fenster aufmachen, da alle paar Minuten so ein Ding fährt. Das macht dann nichts? Nee, man ist ja auch nicht betroffen.

Was hat man von Seiten der Firma S&H einem Bewohner gesagt, der sich darüber beschwert hat?
„Dann ziehen sie doch um!“
Na, dann ziehen sie doch um, Frau Enser-De Groot!

Ganz davon abgesehen, da Frage ich mich manchmal : welche „Drogen“ eigentlich der Rosenkavalier nimmt? Seine Artikel sind oft so wirr, da habe ich meine Probleme ….. aber das ist eine andere Geschichte ……

Zum Ende ……..
muss ich leider auch mal etwas Kritik über den „Gmundl“ loswerden.
Wo sind die satirischen und launigen Beiträge geblieben? Das, was „Gmundl“ so einzigartig gemacht hat : kritische Beiträge, gepaart mit Satire?
Ich traue mich da schon lange nichts mehr zu schreiben.

Ok, wir hatten hier lange das Thema Krieg/Flüchtlinge, da wäre Sarkasmus oder Satire fehl am Platze gewesen.
Aber inzwischen geht es ja nur noch „bierernst“ hier zu. Leider ……

Lieber AndyB,
zerknirscht müssen wir zugeben: das Satirische kommt in der letzten Zeit wirklich viel zu kurz. Aber in der Tat, die Zeiten sind eher unlustig. Da bleibt manchmal selbst uns und unseren Haus-Ironikern das Lachen im Hals stecken. Aber versprochen: wir werden uns bemühen, diesen Aspekt unseres Blogs wieder stärker zu beachten. Ehrenwort ohne gekreuzte Finger!

Was die Rentner-Gang der Grünen betrifft, da wollen wir auch was sagen. Leider geht das reale Engagement bei den ganz jungen Menschen zurück. In einer alternden Gesellschaft ist es ausserdem logisch, dass auch mehr alte Menschen sich öffentlich einmischen. Das ist auch gut so. Wir hier beim Gmundl sind ja eine rühmliche Ausnahme mit unserem jungen Team. Aber wie erleben selbst, wie schwierig es ist, neben Ausbildung oder Berufseinstieg, Wohnungssorgen, Geldbeschaffen und diversen Prekariaten auch noch regelmässig diesen Blog zu machen. Der ist schliesslich auch eine Form von (zivil)gesellschaftlichem Einmischen. Aber es kostet sauviel Zeit, gell!

Die Kritik an Frau deGroot wegen ihrer Sicht des Lärms teilen wir nicht. Man kann das ja nicht nur an den vier oder fünf Grossveranstaltungen aufhängen. Diesen Sommer war es so, dass praktisch jedes Wochenende am Rathausplatz irgend ein elektronisch verstärktes Lärmspektakel statt gefunden hat. Manchmal schon am Donnerstag beginnend und am Sonntag endend. Nicht nur die Innenstädterleins, auch viele Bewohnerleins auf der Ostseite des Traunsees klagen darüber, dass im Sommer praktisch jedes Wochenende Dauerbeschallung vom Rathausplatz erfolgt. Sollen die alle umsiedeln? Oder wäre es nicht endlich an der Zeit, eine Diskussion über die Nutzung des öffentlichen Raums zu führen? Eine Nutzung, bei der einige, wenige sich die Taschen füllen, und jede Menge Leute leidet. Und ja, was in der Kuferzeile abgeht, ist eine Sauerei immensen Ausmasses. Man täuscht und tarnt, die Anrainer werden seit Ewigkeiten verarscht. Und wir halten jede Wette: auch die angeblich so leise Regio wird am Lärmproblem dort nix ändern.

Ach ja, der Rosenkavalier. Wir schätzen seine Beiträge in der Brennnessel ungemein. Sie sind so herrlich sinnbefreit, und Ihre Babsy erspart sich so das Lesen einer ganzen Seite, die sie sonst womöglich studieren müsste, um eine Botschaft der Grünen zu erhaschen.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 

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