Archive for Januar 2017

Mitteilung des Teams
12. Januar 2017

Liebe Leserleins!

Nach langer interner Diskussion habe wir beschlossen, dass wir den Blog neu ausrichten wollen.

Um das ausführlich besprechen und gut hin bekommen zu können, haben wir uns zu einem längeren „Urlaub“ aufgerafft.

Der Blog wird für sechs bis acht Wochen geschlossen und keine Beiträge bringen. Dann – so hoffen wir – sind wir wieder in alter Frische da.

Babsy Blitzschnell
Bruno Beinhart
Das gesamte Team Gmundl


Auszeit

Gastkommentar von peipino

Liebes Gmundl Team!

Eine Auszeit oder ein wohlverdienter Urlaub sei Euch herzlichst vergönnt!

So wie ich hoffen aber viele, dass es wirklich nur darum geht und Ihr dann gestärkt und mit neuen Ideen und Inspirationen den Blog wieder „anwerft“!
Wir würden es sehr bedauern, wenn dies nicht der Fall wäre.
Ihr habt in den letzten Jahren viel informiert und damit viele, wichtige Dinge bewegt.
Bei der inferioren „objektiven Berichterstattung“ der lokalen Presse (OÖN) seid Ihr ein wichtiger Bestandteil der hiesigen Informationsmöglichkeit!

Also dann!! Wir warten auf Euch!


 

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Tram-Verein
5. Januar 2017

Heute:
Babsy Blitzschnell kurz am Wort
GK Besorgte Gmundnerin zu Geschenken

Liebe Leserleins!

Die Wellen gehen hoch wegen der bemerkenswerten Definition des Begriffs „Geschenk“ durch den Strassenbahnverein Gmundens. Der Versuch eines Redaktörs der OÖN, einen engagierten Bürger der Stadt als „Verschwörungstheoretiker“ zu diffamieren, hat viel Empörung hervorgerufen. Eigentlich sollte dieser Redaktör seine Tastatur abgeben und sich einen Job suchen, in dem er weniger anstellen kann. In der Politik würde man sagen: rücktrittsreif der Herr. Aber mit der Rücktrittskultur in Österreich sieht es bekanntlich ziemlich schlecht aus.

Wir bringen heute noch einen Gastkommentar zum Thema und verabschieden uns bis Montag. Weil wir wollen die letzten Feiertage für längere Zeit noch ein wenig geniessen. Tun Sie es auch, liebe Leserleins! Tun Sie es auch!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Geschenke und Blindheit

Gastkommentar von Besorgte Gmundnerin

Preisfrage: Wenn mich ein männliches Wesen zum Abendessen in ein gutes Lokal einlädt und als Bedingung stellt, dass ich nachher mit ihm ins Bett hüpfe – ist seine Einladung dann ein Geschenk oder eher eine Chuzpe, oder gar eine Form von Aufforderung zur Prostitution, weil ich ja eine Gegenleistung erbringen muss?

Nun, was würden Sie sagen? Zumindest Chuzpe. Ich würde es Prostitution nennen, wenn ich als Frau mich auf einen solchen Deal einlasse.

Womit wir bei der Frage sind, wie das „Geschenk“ des BIM-Vereins an die Stadt, das mit ein paar Bedingungen gekoppelt ist, zu bewerten wäre. Einfach nur eine Chuzpe? Oder eher ein Geschäft mit Gegenleistungen? Dann sind wir bei der Prostitution. All jene, die im Gemeinderat für die Annahme dieses „Geschenks“, das eben keines ist, stimmten, haben sich und die Stadt in diesem Sinne, böse gesagt, prostituiert.

Die Gegenstimmen kamen von der FPÖ und von der BIG. Dass die ÖVP, eng personell verwoben mit dem Strassenbahn-Lobby-Verein, der eigentlich ein S&H-Lobby-Verein ist, für die Annahme dieses seltsamen „Geschenks“ stimmte, wundert nicht wirklich. Über die Zustimmung der SPÖ auch nur ein Wort zu verlieren, ist längst verlorene Liebesmüh. Deren Funktionäre sind damit beschäftigt, die „Macht“frage in ihrer zu einem Flohzirkus geschrumpften Parteiparodie zu klären.

Aber was mich echt verwundert, ist die Tatsache, dass die Grünen in Sachen Regio-BIM ihr Gehirn an der Garderobe abgegeben haben. Ich meine damit nicht ihre grundsätzliche Zustimmung zur SRT. Über die kann man diskutieren, auch wenn ich persönlich glaube, dass die Grünen hier einer Selbsttäuschung und dem Klang des Wortes „Öffi“ bereitwilligst auf den Leim gegangen sind. Aber was mich als potenzielle Grünwählerin wirklich verstört, ist, dass die Grünen jetzt jedem, aber wirklich jedem Unsinn, der rund um die Regio lanciert wird, brav ihre Zustimmung geben. Wo ist die Kontrollpartei geblieben? Sehen die Grünen nicht, welche Unvereinbarkeiten hier existieren? Dass das ganze „Geschenk“ ausschliesslich dazu dient, mittels des Bim-Vereins den Einfluss von Stern & Hafferl weiter aufrecht zu erhalten?

Wenn die Grünen weiterhin glauben, jedem Unsinn, der rund um die SRT gemacht wird, brav beistimmen zu müssen, dann wird sich ihr Abstieg, der sich schon bei der letzten Gemeinderatswahl in Gmunden anbahnte, weiter fortsetzen. Die grosse Frage ist, wer die Nutzniesser sein werden …

Ausserdem sollte der Verein „Pro Strassenbahn“ sich endlich in „Pro Stern & Hafferl“ umtaufen. Das wäre ein gelungener Beitrag zur Wahrheitsfindung.


 

Keine Verschwörung – nur grottenschlechter Schurnalismus
4. Januar 2017

Heute:
Babsy Blitzschnell nochmals zur
Causa Nr. 1 dieser Tage

GK Reinhold Kassmannhuber
„Eitelkeit – nicht Verschwörung“

Liebe Leserleins!

Wir sind sowas von froh, dass wir korrekt berichtet haben, was die Fragen von Ing. Hausherr in Sachen „Schenkung“ an die Gemeinde durch den Verein Pro Gmundner Strassenbahn betrifft. Wer sich wirklich objektiv informieren will (was nicht heisst, dass wir keine Meinung haben), der ist bei unserem Blog richtig. Wir sind niemandem verpflichtet ausser unseren Leserleins und dem Willen, die Menschen mit brauchbaren Infos und Einschätzungen der Lage zu versorgen. Dass wir das offenbar halbwegs zusammen bringen sieht man an den Zugriffen auf unseren Blog. Sogar jetzt zwischen den Feiertagen haben gestern und vorgestern rund 1.000 Menschen auf unsere Seite zugegriffen.

Das ist für einen kleinen, unabhängigen Blog, der nicht wie andere über finanzstarke Gönner verfügt, sensationell. Es ist das Vertrauen unserer Leserleins, das uns trägt. Auch wenn diese naturgemäss nicht in allen Fragen unserer Ansicht sind – aber sie wissen, dass unsere Infos zuverlässig sind. Das waren sie immer – und wir beweisen das seit Jahren vom Hotelbau zu Asam bis zu diversen anderen „Investoren“-Grotesken. Auf den Gmundl ist Verlass. Darum sind wir bei jenen, denen wir zuverlässig auf die mehr oder meist weniger wohllackierten Zehennägel steigen, nicht gut angeschrieben. Was wir als Lob sehen, gell!

Natürlich gibt es keine von OÖN-Brandner herbei fantasierte Verschwörung, das ist selbst eine Verschwörungstheorie, die Herr Schurnalist sich da zusammen konstruiert hat. Es ist einfach nur elendiglich schlechter Journalismus, Schurnalismus eben.

Sagen wir es mal laut und deutlich: wer sich in einem „normalen“ Beruf derartige Fehl- und Minderleistungen erlaubt, ist seinen Job los. Nur in manchen Berufen und in öffentlichen oder sonstigen geschützten Bereichen ist es möglich, derart grottenschlechte Arbeit abzuliefern, ohne Konsequenzen tragen zu müssen. Dort haben auch noch Machthaberer die Möglichkeit, ihre schützende Hand über ihre Vasallen und Söldnerheere zu halten.

Und nochmals sei wiederholt: das ist keine Debatte über die Regio und deren Sinnhaftigkeit. Diese Frage wird in den nächsten Jahren von den praktischen Ergebnissen entschieden und beantwortet. Dann wird sich zeigen, wer die Dinge richtig eingeschätzt hat: die Pro-Fans oder die Skeptiker und Gegner der Hochstapler-Eisenbahn quer durch Gmunden. In ein paar Jahren werden wir sicher wissen, wer die Genies und wer die Vollidioten waren, gell!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Es ist Eitelkeit und keine Verschwörung

Gastkommentar von Reinhold Kassmannhuber

Für den Straßenbahnverein ist es eine schöne Sache, wenn ein Schild mit Lob und Dankbarkeit für jahrelanges Lobbying an einer Hauswand in Gmunden prangt. Ehre wem Ehre gebührt. Wie wird man so geehrt?

Im Jahr 2013 versprach der Verein dem Gemeinderat 120.000 € um die Entscheidung für die Bahndurchbindung den Mandataren zu erleichtern. Eine schöne Sache, zumal die Abstimmung für die SRT positiv verlaufen ist; wie eigentlich üblich, gab es keine Bedingung für die Schenkung.
Nun legt im Jahr 2016 der Straßenbahnverein einen Schenkungsvertrag vor, der die Gemeinde zwingt, eine Weiche mit der Schenkung von 100.000€ zu finanzieren. Wenn die Stadt nach dem Willen des Straßenbahnvereines gestaltet wird, die Haltestelle Rathausplatz dem Verein passt und die Öffentlichkeitsarbeit für die SRT dem Verein genehm ist, werden noch weitere 30.000€ nachgelegt.

Es ist kein Verschwörungsgerücht, das im Artikel der OÖN krampfhaft konstruiert wird. Es ist die persönliche Eitelkeit der Protagonisten des Vereins: Gmunden und deren Gemeinderäte mit diesem Schenkungsvertrag vorzuführen. Der unmoralische und rechtlich eher nicht durchsetzbare Vertrag wurde nun, zu unguter letzt, im Gemeinderat mehrheitlich angenommen. „Hauptsache geschenkt, wird scho passen“, war auch die mehrheitliche Ansicht des Rechtsausschusses.
Passt aber nicht: Die Weiche wurde zu 80% vom Land finanziert, daher hat das Land Anspruch auf 80.000€. Die Verkehrszone Rathausplatz mit der Haltestelle wurde mit Bürgerinnen und Bürgern, Gemeindeverantwortlichen und dem Architekten in einem Bürgerdialog ausgezeichnet gestaltet. Worüber der Verein jedoch höchst unzufrieden ist – zuviel Platz und und viel zu wenig Haltestelle! Übrigens: Dieser Bürgerdialog, der von Dr. Retzl begleitet wurde, war das sehr erfolgreiche Pilotprojekt für eine Bürgerbeteiligung.

Gerne nehmen wir das Geld! Ohne Bedingungen, genau so wie 2013 versprochen.
Das Halten von Versprechen sollte doch ein höheres Gut als Eitelkeit sein.

Reinhold Kassmannhuber
BIG

Reinhold Kassmannhuber ist Gemeinderat der B.I.G. und Gmundner Baustadtrat.


 

Verschwörung oder Medienskandal?
3. Januar 2017

Heute:
Babsy Bliitzschnell über eine neuerliche
schwere Fehlleistung in den OÖN
EK von GT: Lob für Gmundl

Liebe Leserleins!

Die Gmundner Edelfeder reitet wieder getragen vom beflügelten Pegasus. Erraten – es ist jener Schurnalist, der auch „Mundl“ gerufen wird und keineswegs mit dem „Gmundl“ verwechselt werden sollte. Der ehemalige Klima-Mönch hinterlässt in der lokalen Presselandschaft einen schurnalistischen Schadstoffabdruck, der alle Klimaabkommen ad absurdum führt.

Unser OÖN-Mundl konstruiert völlig faktenfrei einen Skandal und eine Verschwörungstheorie, wo keine ist. Er hat vermutlich was beim Begriff „postfaktisch“ übersehen. Wir haben hier im Gmundl Herrn Ing. Hausherr die Möglichkeit gegeben, FRAGEN rund um einen Gemeinderatsbeschluss zur Regio zu stellen. Berechtigte Fragen eines Bürgers, die es nicht verdient haben, auf unqualifizierte Art und Weise und beinhart an den Fakten vorbei von einem Schurnalisten verächtlich gemacht zu werden.

Was uns besonders ärgert: wir versuchen hier im Blog gegen das Gerede von der „Lügenpresse“ anzukämpfen. Lohnschreiberlinge wie Herr Brandner, die angeblich Verschwörungstheorien bekämpfen, fördern und produzieren mit ihrer im besten Fall unprofessionellen Vorgangsweise selbst solche. Nur seriöser Journalismus, der keinen wirtschaftlichen oder politischen Interessen folgt und verpflichtet ist, kann den Unsinn von der „Lügenpresse“ widerlegen. Dem seriösen, unabhängigen Journalismus erweisen Schurnalisten wie die Gmundner Edelfeder einen Bärendienst.

Zu den Fakten. Wir hoffen, wir übesehen keine der Fehlinformationen, die Herr Brandner da in die Welt streut, denn es sind deren ziemlich viele. Aber probieren wir es mal.

Brandner behauptet völlig recherchefrei, dass Ing. Hausherr Mitgründer und damit Mitglied der BIG sei. Da hat der Mundl wohl nicht tief genug geschürft (wir nehmen nicht an, dass er seine Leserleins bewusst und absichtlich falsch informiert – das wäre dann nämlich wirklich „Lügenpresse“). Herr Ing. Hausherr ist gewählter Funktionär in der WKO (Konkret: Vorsitzender der OÖ Fachvertretung der Fahrschulen und Vorstandsmitglieder der WK-Österreich im Verband der Fahrschulen), und zwar auf einem Ticket des Wirtschaftsbundes. Wie auch Herr Brandner erkennen können sollte, ist der Wirtschaftsbund eine Teilorganisation der ÖVP, Ing. Hausherr also ÖVP-Mitglied. Leicht hätte er bei korrekter Ausübung des Journalistenhandwerks auch feststellen können, dass Herr Ing. Hausherr nicht Mitglied der BIG ist.

Des weiteren unterstellt der Herr Schurnalist, dass Ing. Hausherr behauptet hätte, VP-BM Krapf und VP-Gemeinderat Reingruber seien Vorstandmitglieder des Vereins Pro Gmundner Strassenbahn. Ist der Mann ein Fall jener 25 % der Österreicher, die nicht sinnentnehmend lesen können? Ein Pisa-Schurnalist sozusagen? Denn Ing. Hausherr führt völlig korrekt an, dass Reingruber Rechnungsprüfer im Verein ist, Krapf dagegen „Beiratsmitglied“. Wobei anzumerken ist, dass das Vereinsstatut weder die Institution „Beirat“ vorsieht, noch die Funktion „Beiratsmitglied“ anführt. Es ist also völlig unklar, welche vereinsrechtlichen Rechte ein Beiratsmitglied hat.

Was Brandner unterschlägt: laut Vereinsgesetz zählen Rechnungsprüfer sehr wohl zum Vorstands (allerdings ohne Stimmrecht), da sie das Recht haben, an allen Vorstandssitzungen teilzunehmen. Sollte man recherchieren können, bevor man Falschinfos und Verschwörungstheorien in die Welt setzt.

Weiters wirft Brandner Herrn Hausherr vor, er unterstelle die missbräuchliche Verwendung von Landesmitteln durch den Verein (indem diese angeblich vom Land an den Verein, und von dort wieder an die Gemeinde fliessen). Diese Behauptung wurde nie – wie man leicht hier im Gmundl nachlesen kann – aufgestellt. Ing. Hausherr hat lediglich die Frage gestellt, ob es sein könnte, dass hier Landesmittel gesetzwidrig im Kreis geschickt werden. Man wird wohl noch fragen dürfen. OK, der Herr Brandner vielleicht nicht, weil der muss angeblich noch einen Hauskredit bei einem scharzen Bankinstitut abstottern. Aber nein, das glauben wir nicht. Natürlich hat das keinen wie immer gerarteten Einfluss auf Brandners Schreiberei und seinen schafren schurnalistischen Blick, wie wir hier ausdrücklich betonen wollen. Es ist nur ein zufällige Koinzidenz, aus der man natürlich keine Schlüsse ziehen kann und darf.

Besonders ärgerlich ist, wie Herr Brandner, der eigentlich eine öffentliche und mediale Kontrolle der Mächtigen leisten sollte, einfach die Argumente der ÖVP (und des weisungsgebundenen Stadtamtsdirektors) übernimmt. Denn erstens ist es keineswegs sicher, dass es rein rechtlich zulässig war, dass Krapf und vor allem Reingruber bei dem in Frage stehenden GR-Beschluss wirklich mitgestimmt haben. Das wäre rechtlich zu klären. Der Hinweis des Stadtamtsdirektors, dass das ohnehin wurscht sei, weil es auch ohne diese beiden Stimmen eine Mehrheit gegeben hätte, fällt unter „Nachsitzen in Sachen demokratisches Verständnis“. Herr Brandner apportiert diese eigentlich ungeheure Äusserung kommentarlos und brav wie ein Hunderl.

Was Politiker und Schurnalisten à la Mundl einfach nicht begreifen wollen: nicht alles, was rechtlich gerade noch so geht, ist demokratiepolitisch vertretbar. Unvereinbarkeiten ergeben sich nicht einfach nur aus gesetzlichen Vorschriften, sondern sind auch eine Frage des demokratischen Verständnisses. Die Art, wie in Gmunden politische Funktionen, ÖVP, Teile der Wirtschaft und Entscheidungen miteinander verwoben sind, erfüllt alle Kriterien der Unvereinbarkeit, wenn man diesen Begriff ernst nimmt. Es geht nicht immer nur darum haarscharf entlang von Gesetzen zu handeln, sondern schon den leisesten Hauch der Befangenheit zu vermeiden. Gerade in Sachen Regio liegt da vieles im Argen. Man denke nur daran, dass Ex-BM Köppl gleichzeitig BM war und im Aufsichtsrat genau jener Stern-und-Hafferl AG sass, die Hauptnutzniesser aller Gemeinde- und Landtagsbeschlüsse zur öffentlichen Förderung der Regio war. Unvereinbarer geht es nicht mehr.

Unvereinbarkeit ist nicht nur eine gesetzliche Regelung. Sie ist eine politische Haltung, eine Anforderung an die Polit-Hygiene. Das sensible und überkorrekte Wissen um Unvereinbarkeiten und entsprechendes Handeln unabhängig von unzulänglichen Vorschriften ist eine Grundhaltung, die heute von Politikern zu erwarten ist. Ebenso wie die Bürgerleins erwarten können, das Journalisten ihre Arbeit ordentlich machen. Anstatt einen unbescholtenen Bürger der Erfindung von Verschwörungstheorien zu bezichtigen. Einen Bürger, der nur berechtigte Fragen gestellt hat.

Ein ordentlicher Journalist sollte die Sinne der Leserleins für solche Grauzonen schärfen, das Ad-absurdum-Führen von Unvereinbarkeitsregeln anprangern und bekämpfen, aber nicht verharmlosende Pseudoinformationen verbreiten und den Mächtigen ihr Gemauschel erleichtern.

Noch etwas: dieses ganze Thema hat mit der Frage, ob die Regio eine sinnvolle Investition ist oder nicht, überhaupt nichts zu tun. Es geht darum, ob und wie hier in der Stadt eine Hand die andere wäscht. Da stellt sich kritischen Bürgerleins in völliger Unschuldsvermutung schon die Frage, ob diese permanente wechselseitige Handwäsche vielleicht dringend nötig ist. Damit alle Pfoterln immer schön sauber ausschauen.

BM Krapf hat noch fast fünf Jahre Zeit bis zur nächsten Wahl. Er sollte mal gründlich darüber nachdenken, ob es für einen zukünftigen Wahlerfolg nicht notwendig ist, endlich wirklich transparente Verhältnisse zu schaffen und auch jene Unvereinbarkeiten endlich zu beseitigen, die dem Geist unbefangener, freier Entscheidungen widersprechen. Es wäre auch zum Wohle Gmundens und all seiner Bürger. Dazu gehört übrigens auch, die personelle Erneuerung konsequent weiterzuführen und die alten Seilschaften endlich von den Hebeln der Macht zu vertreiben, für eine ordentliche Trennung zwischen politischen Funktionen und wirtschaftlichen Interessen in der ÖVP zu sorgen. Eine Herkules-Aufgabe, zugegeben. Aber Krapf ist ja ein gut trainierter Sportler, gell!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Lieber Gmundl,

Einserkasterl von GT

bloß nicht nachlassen – es braucht unabhängige Medien mehr denn je !

Alles Gute

GT


 

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