Der Parkplatz-Skandal – Den seinen gibts der Köppl im Schlafe
12. Dezember 2012

Mir haben recht ruhig sein tun getan, weil sich das im Advent eigentlich so gehören tun tätert. Aber jetzt hat die Gemeinde Gmunden wahr gemacht tun haben, was wir vom Team Gmundl schon vor langer Zeit vorausgesagt haben gut getan: die tun eine wertlose Wiese mieten, die was dem Vater vom Bezirkssekretär der ÖVP gehören tun tut. 8.000 Kwadratmeter um die Kleinigkeit von 89.500 Euronen im Jahr. Arbeitsloses Einkommen tuts da geben. Den seinen tuts der Köppl im Schlafe geben. Der schwarze Stadtrat John, der was ein besonders farbenfreudiger Politiker sein tut, tut sagen, dass es keine Alternative geben tun tut. Quatsch. Die Herrschaften hätten das selber vermieten tun sollen machen, wenn es so ein todsicheres Geschäft sein tut. Tut es aber nicht sein. Darum tun wir Steuerzahler, die was arbeiten gehen müssen, brennen, damit andere nicht arbeiten gehen müssen oder in berstimmten Parteisekretariaten eine gemütliche Kugel schieben tun können.

Und der John, der jetzt eingeschwärzt sein tut, tut wirklich unglaublich farbenfroh sein tun. Tut was von diesen Viechern haben tun, die sich in der Farbe der Umgebung anpassen tun machen. Zuerst hat er grün sein gewesen tun. Dann hat das Grün irgendwie schimmeln tun, also kein so edles wie es auf dem Edelschimmelkäse drauf sein tut, sondern irgend ein anderes Grün, das was ned so richtig bio sein tun hat wollen. Ungeniessbar halt. Also hat er weg von den Grünen gehen getan. Dann hat er bei den Roten anklopfen tun getan, sie dürfen ihn haben tun, wenn er auch bei ihnen wieder Stadtrat sein tun darf. Auf den haben die Roten aber nicht gewartet haben tun. Jetzt tut er bei den Schwarzen hocken, was nicht blöd sein tut, weil dort tut jetzt die Macht sein tun. Also wird er nicht auch noch zur FPÖ gehen tun oder zum Stronach. Aber bunt sein, das tut er schon. Hat das vom Busek und seinen bunten Vögeln, was ja lang her sein tut, mit irgendwas verwechseln tun getan, der John. Aber vielleicht tut er auch nur farbenblind sein tun.

Ein anderes Gerücht tun mir gar nicht glauben wollen tun. Dass der Grabner die Seilbahnanlieger verscheissert haben tut, so wie der Köppl die Gmundner verscheissern tun tut. Weil der Grabner hat zuerst den Sprecher der Seilbahnunterlieger mimen getan tun. Da hat der Köppl dann angeblich gar nichts anders tun machen können, als dem Grabner einen schönen Pachtvertrag aufdrängen zu tun, damit der Grabner der Seilbahn zustimmen tun tut. Die, welche was keine Wiese zum verpachten gehabt haben tun, sind jetzt die Depperten und werden enteignet werden tun. Aber das tut wirklich nur ein Gerücht sein tun, dass das so gelaufen sein tun soll. Weil es tut die österreichische Bundesverfassung gelten tun, dass nämlich niemand schuldig sein tut, den man nicht erwischt haben tun tut, und der was nicht verurteilt worden sein tut. Da tut die Unschuldsvermutung gelten tun. Aber die tut in Österreich grundsätzlich immer gelten tun. Mir vom Team Gmundl haben in Stein einen Haberer bei den Kieberern haben tun, der was immer sagen tun tut: sogar in Stein tuns alle unschuldig sein tun, auch die Verurteilten. Obwohl: in Stein, tut er immer sagen, in Stein tut keine Unschuldsvermutung gelten tun. Aber in Gmunden schon. Weil Gmunden hat zwar an Stein, den Traunstein, is aber nicht Stein.

Und jetzt tunma mit dem Köppl einen trinken gehen tun – auf die hart arbeitende Bevölkerung, die jenerne gut nähren tut, die nicht ganz so hart arbeiten tun müssen, damit sie mehr im Handerl haben tun als jemand, der den ganzen Tag buckeln tun muss. Aber so tut das sein tun: die welche was das Geld in der Hand halten tun, tun keine Hand frei haben tun zum Hackeln tun, und die was welche Hackeln, die tun keine Hand frei haben tun, um das Geld schön fest halten zu können. Das Leben tut ungerecht sein tun. Obwohl mir manchmal den Verdacht haben tun tun: ned des Leben tut ungerecht sein tun, sondern es sind schon die Leut, die was dafür sorgen tun, dass es ungerecht zugehen tun tut auf der Welt.

Und Tschüss!

Gmunden stirbt!
21. November 2011

Ja, das klingt dramatisch und es ist dramatisch. Aber machen wir uns nichts vor, schlendern Sie mit Gmundl durch Gmunden. Neue Geschäfte können gar nicht so schnell aufsperren, wie die alten zusperren. Selbst wenn zweitausend neue Parkplätze am Rathausplatz geschaffen werden! Selbst wenn die Autos auf Traunsteinhöhe übereinander gestapelt den Blick aufs Rathaus versperren! Keine Sau wird in die Stadt einkaufen fahren. Der Zug der Lemminge zieht ins SEP. Kein Wunder: man hat – schon bevor Gmundl zögerlich das Licht der Welt erblickt hat – draußen vor den Städten die Einkaufszentren wuchern lassen. Die Raumplanung war echt am Arsch. Haben die wirklich geglaubt, dass die Innenstädte das überleben? Da kann der Köppl nackert Hula tanzen, und es werden nicht mehr Leute in die Stadt zum Einkaufen fahren. Da kann die Gemeinde die Straßen mit Parkmünzen pflastern, die Sau ist aus dem Stall und nicht mehr einzufangen.

Wie hirntot muss man übrigens sein, um auf die Idee zu kommen, den Ausseern ihr BA auf dem Autokennzeichen wegzunehmen? Da berauschen sich ein paar Bürokraten an einer Einsparung, die nicht einmal für einen ordentlichen Vollrausch in der Gmundner Beislszene (auch nicht mehr, was sie einmal war!) reicht!

Der neoliberale Wahn zerstört unsere Klein- und Mittelstädte endgültig. Eine Schuldenbremse in die Verfassung zu schreiben ist grenzdeppert. Anders kann man es nicht sagen. Weiß irgend jemand, was nächstes Jahr ist? Oder 2015? Von 2020 reden wir erst gar nicht. Sich da per Verfassung Fesseln anzulegen, ist schwachsinnig. Wie sollen die Städte das schaffen? Haben jetzt schon kein Geld. Klar kann man sparen. Ein paar Beamte weniger, keine Knete für Stadträte, den Bürgermeister auf den Durchschnittslohn eines normalen Hacklers herunter setzen. Den roten Vizebürgermeister (wie hieß er schnell?) abschaffen. Den schwarzen auch. Alles sehr löblich, kann man machen. Löst aber die Finanzprobleme nicht.

Der Neoliberalismus bringt uns um. Obwohl alle beteuern, damit nichts mehr am Hut zu haben, man hat aus der Krise angeblich gelernt, machen alle weiter mit dem neoliberalen Sackhüpfen. Da kannst dich nur mehr aufdröhnen. Welcher Vollkoffer ist auf die Idee gekommen, das Postmonopol abzuschaffen? Die Post muss Gewinne machen. Schmeißt Leute raus, sperrt Filialen zu. Dafür haben wir jetzt Postpartner. Die können zwar nur die Hälfte von dem, was ein Postamt kann, und sperren auch oft recht schnell wieder zu. Aber dafür ist jetzt alles viel, viel billiger. Stimmt nur nicht. Voll uncool. Ungenial. Portokosten, dass der Kessel dampft. Und der Tod der Innenstadt in Gmunden, weil nämlich jeder, der was von der Post braucht, muss jetzt in die Stadt hinein fahren. Weil es nur dort all die billigen teuer gewordenen Postleistungen gibt. Also düsen wir alle mit unseren Benzin- und Dieselkutschen in die Stadt auf die Post. Von dort dann ins SEP, weil keine Sau in der Stadt einkaufen geht. Die Post ist also dank Privatisierung teurer geworden, verursacht ökologisch grausame Beutezüge zur Post in der Stadt, und außerdem kurven noch einige private Zustelldienste durchs Dorf, wo früher nur der Postler gefahren ist. CO2 müßte man sein!

Wenn man angesichts all dieses Unsinns ohnmächtig wird, kann man nur hoffen, dass es im Vöcklabrucker Spital nicht gerade brennt, und dass in Gmunden die Ambulanz noch offen ist. Sonst bleibt man lange ohnmächtig. Vielleicht für immer. Wenns blöd hergeht. Wir sparen uns wahrhaft zu Tode!

Die Touristen bleiben auch aus. Welcher Eintagestourist hatscht schon zu Fuß auf den Grünberg? Das Hotel, wir erinnern uns, was Gmundl vorige Woche schrieb, ist eben doch mehr Gerücht als Ereignis. Jetzt hat es sogar einer laut ausgesprochen: mit dem Dorf in Obertraun, den Hotelneubauten in Ischl, Ebensee und am Wolfgangssee ist der Zimmerbedarf im Salzkammergut gedeckt. Gebt die Infelix-Hotelgründe endlich der Bevölkerung zurück!

Und nehmt die Menschen endlich ernst! Verarschen können wir uns selbst, dazu brauchen wir keine Politiker, die sich mittels Schuldenbremse selbst entmündigen.
Zu Tode gespart ist auch gestorben!

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