Vierter Advent

21. Dezember 2014 - Leave a Response

adventkerze_4Heute:
Besinnliche Neudichtung von Babsy B.
Vermischtes

Liebe Leserleins!

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, wir legen schalten einen Gang zurück. In Gmunden gibt es heuer ja ein neues Adventgedicht:

Advent, Advent,
Ein Lichtlein brennt.
Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier -
schon rumpelt ‘ne Regio vor der Tür.
Und wenn das fünfte Lichtlein brennt,
dann hast den Bürgerwillen Du verpennt!

Unser Programm für Montag und Dienstag steht noch nicht fest. Über die Ohlsdorfer Deponie-Misere werden wir jetzt doch erst nach den Feiertagen weiter berichten. Bruno ist nicht fertig geworden. Es feigelt ihn noch ein wenig, kleine Fieberschübe, die ihn ins Bett werfen. Aber die Ärzte versichern, dass das vorbeigeht.

Was auffällig ist: die ÖVP spitzt jetzt öfter mal ihre Federn und versucht scheinbar (sicher kann man das natürlich nicht sagen), die Stimmung unter den Postings zu ihren Gunsten zu ändern. Was fürchterlich schief geht. Wenn man sogar den unsäglichen Tunnel wieder ans Tageslicht holt und beteuert, gäbe es denn, dann hätte man kein Regio-Problem, ehrlich, da zieh ich freiwillig die HiHeels aus, bevors mir die Schucherln auszieht.
Aber vielleicht sollte man die Regio zu den Akten legen, und Gmunden mit einem U-Bahn-Netz überziehen (eigentlich: unterbuddeln). Vielleicht hätte ich das jetzt doch nicht hier herschreiben sollen. Womöglich läuft heute noch die Planung an … mit Stationen beim neuen Wirtschaftshof, beim nicht existenten Asamer-Hotel, unterirdische Querung der Asamer-Deponie – na, unseren Leserleins werden sicher noch eine Menge total toller Stationen einfallen. Und oben stellen wir als Haltestelle überall eine Zille auf als Symbol für eh schon wissen. Und legen noch einen riesigen Hut drauf, als Symbol für die Steuerzahlerleins, die langsam den Hut draufhauen. Der Hundertwasser hat vorgezeigt, wie das geht, gell! Das Kapperl vom Hunderwasser hat allerdings auch das Steuerzahlerlein brennen dürfen.hut_100wasserMal schauen, welchen Tschako sie über die Asamer-Deponie in Ohlsdorf werfen werden. Und ob es vielleicht für die RegioTram sogar ein Tarnkapperl geben wird, damit man sie nicht hört und sieht.

Wir wünschen noch einen ruhigen vierten Adventsonntag. Und, liebe Leserleins, bleibt ruhig, werft euch nicht in die Schlacht. Nicht der Gabentisch ist entscheidend, sondern dass wir unsere ein bisserl eingerosteten und übers Jahr verstaubten Herzerln putzen und öffnen, gell! Schenken wir denen, die wir lieben, ein wenig von dem, was wirklich teuer ist: Zeit.

Hier ein erstes Weihnachtslied für unsere Leserleins:

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Postings von gestern (umgekehrte Reihenfolge des Einlangens).

Geisterbahn
Als Antwort auf Geisterbahn .

Stimmt liebe babsy das versenken der urne im traunsee ist nicht möglich da wir weiter im traunsee baden müssen

Den herr krapf war in der kronenzeitung und hat gesagt mit der therme wird es nichts da das seehotel nicht gebaut wird.

Schade man hätte das thermalwasser mit tankwagen aus geinberg holen können und in gmunden in der innenstadt zwischenlagern können in den ganzen geschäften die leerstehen wäre genug platz für thermenwasser!

Man hätte das Wasser auch mit der regio tram befördern können…

Schade drum


borgare
Gesendet am 20.12.2014 um 3:48 nachmittags

Ich weiss wirklich nicht ob Herr Doktor Pühringer oder der Onkel Erwin der grössere Machtmensch ist.
Aber warum wissen Sie es liebe Frau Blitzschnell? Was steckt da wieder dahinter?
Wenn Sie dazu mein nagendes Unwissen erhellen könnten erhalten Sie umgehend den Ehrennamen

BABSY POTZBLITZ

Vorerst belasse ich es also dabei, dem Gmundl aufrichtig ein schönes und geruhsames Weihnachtsfest zu wünschen. Das hat sich der Gmundl wirklich verdient.

Natürlich ist alles im Leben relativ. Ich sehe es so: der Pröll gilt ganz offiziell als Prototyp des Machtmenschen, tritt so auf, sehr barock, und spielt auch öffentlich immer wieder mit seinem Machtbewusstsein. Der Pühringer dagegen: eher bescheiden im Auftritt, spielt nicht ostentativ den Landesfürsten, macht eben ganz auf harmlosen Religionslehrer. Ist aber in Wahrheit in Machtfragen beinhart. Insofern halte ich ihn für den “grösseren” Machtmenschen, weil er es nach aussen besser tarnt.
Aber ganz klar, das ist meine sehr persönliche Einschätzung. Kann man anders sehen.
Das Team und Babsy grüssen zurück und wünschen ebenfalls hektikfreie und sinnerfüllte Feiertage!
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Otto Kegele
Gesendet am 20.12.2014 um 1:42 nachmittags | Als Antwort auf Otto Kegele .

Danke für den prompten und vor allem “blitzschnellen” Kommentar.
Diesen wiederum zu zerpflücken und zu kommentieren erscheint mir allerdings nicht der Mühe wert.
– Sie scheinen wenig bis gar kein Interesse an einem konstruktiven Dialog zu haben.
– Sie stellen die Gmundner Gesellschaft als Kunst- und Architekturbanausen hin.
– Kurzum sie können und sie wissen alles besser.
Na dann, werden sie einmal konkreter und zeigen sie uns was sie alles besser können.

Ich bzw. wir können und wissen keinesfalls alles besser. Das ist ein typisches Totschlagargument gegen Kritiker. Ich kann sehr wohl erkennen, dass jemand schwer verletzt ist, ohne wissen zu müssen, wie man ihn heilt.
Was die Gmundner Gesellschaft betrifft haben wir im Team uns eine ziemlich gemeinsame Meinung gebildet: die Gmundner Oberschicht ist in weiten Teilen verrottet, denkfaul, in der Vormoderne (sehr vornehm formuliert) stecken geblieben, Mehr Lederhose als Bauhaus. Ja, in der Gmundner Oberschicht wimmelt es nur so von Kultur-, Kunst- und Architrkturbanausen. Die Beweise dafür stehen in ganz Gmunden herum. Einige positive Ausnahmen bestätigen die Regel.
Bis zum Beweis des Gegenteils werden wir diese Meinung (!) vertreten.
Wenn der Gmundner Kunstsachverstand darin besteht, den Leuten zu erklären, die Schuhsohle als Dach der Station Klosterplatz sei ein Verweis auf die “Zillen”, dann kann man eine solche nur unter Drogeneinfluss erkennen. Da diskutiere ich tatsächlich nicht mehr über Kunstverständnis. Dass der Klosterplatz schon vorher durch einige Zweckbauten verschandelt wurde und recht abgesandelt war, ist eine andere Sache. Es wundert mich aber nicht, dass viele Leute das, was jetzt ist, für schöner halten, als den vorherigen, vergammelten Zustand. Man hätte es halt noch besser lösen können. Wenn dieser “Geschmack” und dieses “Verständnis” sich auch am Rathausplatz durchsetzen, wird es allerdings schlimm. Hoffentlich versinkt dann der Traunstein nicht vor Gram und Scham im Traunsee …
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Lios mit der Zipfelmütze beim Punsch
Gesendet am 20.12.2014 um 1:41 nachmittags

Immer Mediendarstellung auf Kosten der Steuerzahler. Keine Rücksicht auf das Wohl der Allgemeinheit. Hauptsache der Freund von der Werbefirma wird gut bezahlt. Ist ja mein Freund und nicht der des Steuerzahlers.
So sind sie halt die Oö und die Lokalpolitiker. Lokal ist das Einzige was stimmt.
Verlässigkeitsprüfung nach an Schuß wird auch nicht gemacht. Weil ma Freunde sind. Braucht man nicht.
Die Freund von an Freund müssen verdienen!
Da Neue will sich auch aufs Bier gehen spezialisieren, hat er zumindest angekündigt. Mit Leuten von den anderen Parteien. Die leben von der Partei verdienen zusätzlich ein Körberlgeld. Da wird er Gmunden nicht hochbringen, wenn er seine Einstellung beibehält.


karlheinz könig
Gesendet am 20.12.2014 um 11:11 vormittags

zum kommentar des herrn kegele …

…ein paar gedanken.

zum einen ist die einbindung der jugend (die noch zu definieren wäre) ein charmanter ansatz. nicht, dass ich an die umsetzbarkeit und den willen eine solche zu zeigen nur eine sekunde glauben würde, denn unsere politiker (die sogenannten verantwortlichen, denen das “un” vorzustellen mir die chuzpe- wie das israelische volke es nennen würde- fehlt) sind eine der jugend im alter diametral entgegengesetzte gesellschaft alter, zumeist männlicher menschen die leider offenkundig der von ihnen hinterlassen werdenden schuldenlast offenkundig gleichgültig gegenüberstehen. über die gründe hierfür mag der gelernte österreicher mehr oder weniger gut bescheid wissen oder zumindest zu wissen glauben, die auftritte vormaliger hoffnungsträger in eigenen und fremden korruptionsprozessen sind der meinungsbildung hier als durchaus erleuchtend einzustufen.
btw, solche massnahmen als etwas anderes als propaganda oder vademecum zu sehen fällt mir sehr schwer.

ihre einschätzung bezüglich dessen was künftig ein hit werden wird, ist zumindest strittig, die zeit wird es weisen. da selbst die fahrgasteinschätzung der offiziellen- freundlich formuliert- als konservativ anzusehen, und so die zu erwartenden kosten im sinne wirtschaftlicher gesichtspunkte unangemessen sind, muss sich hier tatsächlich ein hit etablieren. quasi ein radetzkimarsch über viele jahre um den beschworenen effekt aus verkehrsentlastung, innenstadtbelebung und (hier erlaube ich mir einen traum) kostenneutralität für den steuerzahler zu erreichen.

doch der eigentliche grund aus dem ich hier eine antwort gebe, ist ein anderer, nämlich der von ihnen verwendete terminus des “vernaderers”. da schon unsere altvorderen gereimt feststellten, dass der grösste lump im ganzen land der denunziant sei (und bekanntermassen ist, was in reime geschmiedet wird, immer wahr, schon gar doppelt, wenn die ahnen es dichteten) so muss man hier zwischen gekennzeichneter unterstellung und recherchierter kolportage unterscheiden. denn das aufgreifen, aufspüren und auch nur als solches definierte andeuten von (aufgreifenswerten, aufgespürten oder zu vermutenden) zusammenhängen ist die aufgabe eines noch nicht zur journaille verkommenen journalismus. wieweit investigation gehen darf unterliegt subjektiverer kriterien und ist nach meiner meinung, je nach möglichem schaden, von fall zu fall unterschiedlich zu werten.

und selbst wenn es nur um einen dieser landläufig vernaderer und weltläufig insider oder whistleblower genannten ginge: das aufdecken von leistungsinadäquaten geldflüssen zur positiven meinungsbeeinflussung, frag- und hinterfragenswürdigen hintergründen, im sinne des gesetzes relevanten handlungen oder letzlich auf die verantwortungsgemeinschaft abgewälzten schäden zum vorteil einzelner ist von allgemeinem interesse. und so muss ich diesen vernaderern meinen respekt aussprechen. umso mehr, als diese gravierende wirtschaftliche und persönliche nachteile zumindest ebenso in kauf nehmen wie den ihnen vorauseilenden (und undifferenzierten) ruf, ein vernaderer zu sein.

das ist allerdings auch nur meine eigene, und somit subjektive wahrnehmung und meinem empfinden geschuldet, dass nur umfassende information auch die passende reaktion gewährleisten kann.


Geisterbahn
Gesendet am 20.12.2014 um 10:48 vormittags

Weihnachtsfrieden in Gmunden?

Der Bürgermeister tritt zurück alles wird gut?
Selbst diese Hoffnung haben die geschundenen Gmundner nicht mehr…

Und tatsächlich trotz Rücktritt wird die Lage in Gmunden immer schlimmer.

Die övp schlägt blind um sich wie ein boxer in der ecke.
Die spö weiss mittlerweile selbst nicht mehr für was sie steht und wer sie ist.
Die Fpö hat mittlerweile die möglichkeit gerochen bei der nächsten wahl mitzuregieren und kriecht vor der övp ganz demütig
Die grünen gut das weiss niemand was die tun.

Doch die verzweifelten bürger von gmunden nehmen ihr schicksal selbst in die hand.

Die Stadtpolitik dachte sie kann die regio tram einfach durchpeitschen wie die anderen wahnsinns projekte lactus pleitus und altersheim seilbahn .

Doch denkste die bürger wehren sich ..unglaublich was da für geschütze aufgefahren werden mit geld aus der eigenen tasche und mit aufopferung der freizeit stürzen sie sich in den kampf.

Riesen plakate gegen den regio tram wahnsinn hängen in der stadt
Eine eigene facebook seite zeigt jedes irrsinns detail des projekts auf …in die zeitung ins fernsehen wird es gebracht…unglaublich

Irgendwie kommt es einen vor wie im mittelalter als das volk gegen den könig aufgestanden ist

Ich kann es schon sehen nächstes jahr wenn die stadtpolitiker zuflucht suchen im schloss ort …davor das wütende volk mit fackeln und mistgabeln…

Es ist soweit das volk hat genug von der politik farbe egal es reicht den gmundnern zu recht
Ich hoffe bei der nächsten wahl streichen die gmundner alle parteien am stimmzettel durch und versenken die wahlurne im traunsee…

Ich glaube, das Versenken der Wahlurne im Traunsee ist strafbar. Ausser es ist, wie wir annehmen, metaphorisch gemeint, gell! So im Sinne von: dank der vielen Streichungen versinkt die Wahlurne allegorisch im See.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 

 

 

 

 

Nachlese

20. Dezember 2014 - 3 Antworten

adventkerze_3Heute:
Gastkommentare von AndyB & Enser-de Groot

Liebe Leserleins!

Der Weihnachtsabend naht unaufhaltsam. Und schwuppdiwupp wird er schon wieder vorbei sein. Wir bringen noch Sonntag, Montag und Dienstag den Blog. Dann wieder am Sonntag in einer Woche. Wir hoffen, es gibt keine Entzugserscheinungen, gell!

Dabei tut sich einiges. Die Spitalsreform, der die SPÖ-Oberösterreich in einem Anfall von Wahnsinn zugestimmt hat, erweist sich immer mehr als schwerer Schlag gegen das Gesundheitswesen und die Patienten. Ob Pühringer angesichts des Desasters, das er hier verursacht hat, und angesichts der Arroganz, mit der er die Probleme leugnet und zu verdecken versucht, seine Beliebtheitswerte wird halten können? Die Frage ist nur, wer davon profitieren wird, wenn der Pühringer endlich einmal als noch grösserer Machtmensch als sein schwarzer Kollege Pröll erkannt wird! Die SPÖ und Entholzer kaum, dazu haben sie sich zu sehr angebiedert und nach dem Abgang von Haider zu vielen dummen Dingen zugestimmt. In der Spitalsreform hat man die lokal betroffenen Ortsorganisationen, die allesamt dagegen waren, total hängen lassen. Es sei erinnert, dass der SP-Stadtrat Sageder hier ziemlich einsamer Warner in der Wüste war und auch ziemlich allein gelassen worden ist bei seinen Versuchen, eine breite Protestbewegung aufzubauen. Das rächt sich jetzt.

Das österreichische Deponie(un)wesen erweist sich immer mehr als schwarzes Loch, in dem alles verschwindet: zuerst unerlaubter Mist und Gifte, dann die Transparenz, grüne Landesräte und zu schlechter Letzt auch noch Unmengen Steuergelder. Dazu ein paar sehr bemerkenswerte Entwicklungen in Ohlsdorf. Wir werden noch vor Weihnachten berichten.

Heute noch zwei Gastkommentare. Einer von AndyB, der meint, mich gesehen zu haben. Nein, lieber AndyB, das war nicht ich. Denn die Babsy hatte nicht bloss EINE Träne in den Augen, sondern deren viele und hat sich schnell verzupft, um in einem stillen Winkerl lauthals und tränenreich zu weinen. AndyB muss also eine Doppelgängerin von mir gesehen haben.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 Richtigstellung

Ein Gastkommentar von Margareta Enser-de Groot

Richtigstellung der Interpretation von Herrn Dr. Dickinger meines Kommentares ueber den Ersten Runden Tisch

Erstens: Herr Dr. Dickinger, entweder koennen oder wollen Sie mich nicht verstehen. Mit meinem Eingangssatz….”keine Presse, keine Oeffentlichkeit aber der Asamer ist schon beim Runden Tisch dabei…” wollte ich doch nicht ausdruecken, dass beim Ersten Runden Tisch mit dem neuen BGM die Presse oder Oeffentlichkeit dabei sein soll, aber erst recht nicht der Asamer. Man haette in einer Klausur des GR sachlich und ruhig sondieren mussen, wie die weitere Vorgangsweise in dieser Causa Lacus Felix erfolgen soll. Nichts anderes habe ich damit gemeint. Sie wollten mich jedoch ein bisschen dumm hinstellen, indem Sie interpretierten, dass ich die Presse dabei haben wollte.

Zweitens: Sie wuenschen sich mehr Sachlichkeit bei den Kommentaren: ich finde, dass manche Buerger in dieser leidigen Angelegenheit Lacus Felix bereits klarer sehen als die Politiker, da meine ich besonders die Arbeit der Buergerinitiative “Gmundner Zukunft”. Die verfuegt ueber ein betraechtliches Detailwissen ueber diesen Verkauf eines oeffentlichen Seegrundstueckes. Wenn Sie sich mit dieser Buergerbewegung in Verbindung gesetzt haetten, waere vielleicht so manche unangenehme Ueberraschung ausgeblieben. Sie , als Vorsitzender des Rechtsausschusses,und auch Herr Sageder, wurden oftmals, auch von mir persoenlich , angerufen und aufgefordert, sich den besten Rechtsbeistand zu leisten., denn die Angelegenheit begann – sogar fuer Laien erkennbar – ziemlich brenzlig zu werden. Sie hatten als Gegenueber die gewieftesten Rechtsanwaelte von Asamer, Sie standen dem Rechtausschuss als Nichtjurist vor. Was dabei herausgekommen ist, ist ja allseits bekannt. Jetzt wird lamentiert, aber die Warnungen wurden von allen Parteien, ausser den Gruenen, ignoriert.

Drittens: dass die Vertreter der Raiffeisenlandesbank, der Glaeubigerbank von Asamer, nicht erschienen sind, zeigt, wie hoch sie diesen Runden Tisch eingeschaetzt haben. Ersparen Sie mir den weiteren Kommentar, die Leute haben es ja sowieso schon begriffen.

Ich befinde mich derzeit fuer laengere Zeit im Ausland und habe nur Information ueber das Internet. Ich musste aber doch noch auf den Kommentar von Herrn Dr. Dickinger reagieren, denn ich konnte seine Statements was meine Person u. meine Argumente anlangt, nicht so im Raum stehen lassen.

Nichtsdestotrotz, wuensche ich allen engagierten Mitbuergern und auch den Politikern schoene Weihnachten und uns allen ein gutes Jahr 2015.


Innenstadt-Belebung?

Ein Gastkommentar von AndyB

Ich schreibe meine Kommentare ja immer spontan. Was bedeutet: ich lese oder sehe etwas und mir fällt spontan etwas dazu ein. Dann setze ich mich an den PC und schreibe es.

Ich sitze also nicht stundenlang vor der Tastatur und überlege mir etwas. Nein, es perlt mir einfach so aus den Fingern und auf die Tastatur …..

Leider fallen mir hinterher immer noch ein paar Dinge ein, die ich hätte schreiben können. Aber Schwund ist bei jeder Sache ……

Also kurz noch ein Nachtrag :
Wie ich so aus den Publikationen entnommen habe, wird sich am Grundgedanken der Köppl Ära nichts ändern : man hält weiter am unseligen “Lacus ich-kann-es-nicht-mehr-hören” fest. Verzweifelt, wie an den Rettungsringen auf einem sinkenden Schiff.

Man hält weiter an der Regio fest und wir können uns auf mehr “urbane” Haltestellen “freuen” und auch auf neue Spatenstiche, vergrabene Zeitkapseln, Eröffnungen, Freibier, Umarmungen und händeschüttelnde Politiker Fotos.

Auch wenn es nirgends konkret geschrieben steht ….. Daher kommt ja der Wunsch nach “Einheit, an einem Strang ziehen, zusammen etwas für Gmunden bewirken … ääääh und das übliche Geschwätz. Was nichts anderes bedeutet als Mund halten, endlich Ruhe geben, Widerstand aufgeben und alles durchwinken.

Ich wage eine ganz andere These als Herr Krapf :
Was wirklich eine Belebung der Innenstadt bringt – besonders einer kleinen und historischen Innenstadt – ist eine Fußgängerzone. Da brauche ich nicht mal die Welt zu bemühen, da genügt ein Blick nach Bad Ischl.

Eine kleine und feine Fußgänger- und Begegnungszone. Alles andere ist Wunschdenken und Rechtfertigung eines Irrsinnsprojektes. Ein paar hundert Leute die durch die Stadt bummeln bringt weitaus mehr als Tausende vorbei fahrende Autos, Busse und Bahnen.

Aber dieses Ding ist dann endgültig gelaufen, wenn die Regio Bahn gebaut ist.
Ich kenne eben keine Fußgängerzone durch die alle 15 Minuten Züge fahren.

Da keine neue Propaganda mehr zu erwarten ist, in den nächsten Tagen und sich (hoffentlich) auch niemand mehr in den Fuß schießt ….. wünsche ich dem Gmundl Team und allen “Leserleins” ein frohes Weihnachtsfest, viele Geschenke und das viele Wünsche wahr werden (und manche “Wünsche” nicht wahr werden, aber die haben halt weniger mit Weihnachtsgeschenken zu tun).


Postings von gestern.

Wilhelm Krausshar
Gesendet am 19.12.2014 um 9:07 vormittags

Ich kenne schon Bilder, auf denen Züge durch Menschenmengen fahren, wo neben den Geleisen nur jeweils 1 m Platz zu den Geschäften ist:
Das sind die Slums in indischen Großstädten!

Sehr pointiert! Danke! Solche Kurzanmerkungen sind Chilli im Con Carne ;-)
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

So wie auf dem folgenden Bild wird es in Gmunden trotzdem nicht kommen – wir sprechen hier ja von einer Verdoppelung der geschätzten realen Fahrgastzahlen von 5 (fünf) auf prognostizierte 10 (zehn) Fahrgäste!

Hindu devotees try to board crowded passenger train in Mathura


Recherche
Gesendet am 19.12.2014 um 10:24 nachmittags

Ans engagierte Gmundl Team!

In Hamburg summt ein E Bus bereits mit 17% Steigung und könnte auch noch mehr…
Zum Vorwurf dass Gmunden für E-Busse nicht geeignet ist, gibt es jede Menge Infos im Netz….

Vielleicht als Untermauerung interessant…..

Die Bergziege summt jetzt
Hamburg will bis 2020 komplett auf E-Busse umsteigen. Der erste fährt ausgerechnet am Blankeneser Waseberg – mit einer Steigung von 17 Prozent. Wie funktioniert das?
http://www.zeit.de/hamburg/politik-wirtschaft/2014-10/elektrobus-premiere-blankenese

Mit Kritik und Häme wurde auch hier anfangs nicht gespart….
aber nun summt er doch…..
es war nicht der Akku sondern das Gaspedal.
http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:01XfsaQJHvYJ:www.abendblatt.de/hamburg/altona/article134650907/Fahrgaeste-kritisieren-den-neuen-Elektro-Bus-der-Linie-48.html&hl=de&gl=at&strip=1

jedoch “Der Antrieb des Elektrobusses wurde so eingestellt, dass er bis zu 22 Prozent Steigung schafft”.


Otto Kegele
Gesendet am 19.12.2014 um 5:57 nachmittags

Gmunden und seine Großprojekte

Grünbergseilbahn – Stadt-Regio-Tram – Lacus Felix – Therme

Die Grünbergseilbahn ist seit Sommer 2014 in Betrieb und hat allen
Unkenrufen zum Trotz sämtliche Erwartungen übertroffen.
Ein Bravo an alle Verantwortlichen dieses Projekts.
Kritisieren kann man Alles und Jedes. Nichts dagegen einzuwenden. Insbesondere dann nicht, wenn konstruktiv und mit Niveau kritisiert wird.

Die Stadt-Regio-Tram ist im Bau und bis zum Klosterplatz bereits in Betrieb. Auch hier lässt sich bereits erkennen, dass dieses öffentliche Verkehrsmittel ein Hit wird. Wenngleich auch hier, die Vernaderer nicht müde werden dagegen zu opponieren; von Geldverschwendung und Größenwahn schwadronieren und mit allen möglichen und vor allem unmöglichen Alternativen daherkommen.
Lassen sie mich dazu ein paar Worte sagen: “Nach meiner unmaßgeblichen aber einzig richtigen Ansicht ;-) – ist jeder in die öffentlichen Verkehrsmittel investierte Euro eine Investition in die Zukunft und die Zukunft gehört der Jugend”. Die Jugend gehört also zwingend in die Diskussionen eingebunden. Ihr keinen Maulkorb zu verpassen ist zu wenig. Sie für Schulden gerade stehen zu lassen für deren Zustandekommen sie nicht gefragt wurden, ist auch nicht die feine Art.

Das Hotelprojekt “Lacus Felix” strapaziert seit Jahren unsere Nerven und zum Teil auch unsere Lachmuskeln, vorausgesetzt der dazu notwendige Galgenhumor ist vorhanden. Man sagt dem israelischen Volke eine sprichwörtliche Geschäftstüchtigkeit nach. Nicht zu Unrecht wie man weiß und eines ihrer beherzten Sprichwörter lautet: “Schuster bleib bei deinem Leisten”!
Auf die bekannten Tatsachen umgesetzt heißt das; ein erfolgreicher Schotterbaron muss nicht zwangsläufig auch einen guten Hotelkönig abgeben! Ebenso wenig wie ein international erfolgreicher Industrieller, auch ein erfolgreicher Politiker sein muss! Wie es die jüngste Vergangenheit bewiesen hat.
Auf der gemeindepolitischen Bühne sind inzwischen ein paar Veränderungen eingetreten und wie es scheint, dürfte es in nächster Zukunft mehr Konversation als Konfrontation geben. Hotelprojekt soll nun international ausgeschrieben werden – na endlich (wie ich es übrigens in früheren Leserbriefen und in Diskussionen immer wieder angeregt habe).
Noch eine Anregung meinerseits dazu; auch das Hotelprojekt ist Zukunft. Bindet endlich die Jugend in die Planung von Zukunftsprojekten ein. Lasst sie teilhaben und ihre Ideen einbringen.
Zum Beispiel: Eine Projektarbeit in den Schulen, mit Zeichenwettbewerb; Wie stelle ich mir meine Stadt in der Zukunft vor – wie könnte das Lacus Felix aussehen (z.B. als Riesensprungturm mit Sprungbrett als Verbindung zu einer im See gelegenen Badeinsel mit Pool im See, Wellnessbereich oder nur Sauna mit Seezugang usw. – ist nur so eine kleine Träumerei von mir, als Ansporn für die Zeichner gedacht.)
– oder eine verkehrsfreie Innenstadt mit Fußgängerzone etc.
Dass sich diese Art von Innenstadtbelebung europaweit wenn nicht gar global durchgesetzt hat, bedarf wohl keiner zusätzlichen Beweise.

Zu guter Letzt noch ein paar Worte zur Therme. Zweifelsohne eine Bereicherung in Bezug auf das infrastrukturelle Angebot der “KURSTADT GMUNDEN”. Ja, eigentlich fast ein muss für eine Kurstadt! Oder sind wir inzwischen schon mehr Keramikstadt?

Nur, wenn für eine Therme ein allgemein beliebtes und auch bestens frequentiertes Strandbad geopfert werden soll, dann nein!
Hier muss den politisch Verantwortlichen einmal eingehende ins Gewissen geredet werden. Wenn sie wollen dass die Bevölkerung mit ihnen an einem Strang zieht, dann dürfen sie diese nicht vorher über den Tisch ziehen.

Wir wünschen der Grünbergseilbahn auch weiterhin Erfolg, melden aber leise Zweifel an. Dieser Sommer war eine Ausnahme (siehe auch die Zahlen auf der Katrin – dort lief es ähnlich). Kein echter Badesommer trotz der überdurchschnittlichen Wärme. An den trockenen Tagen sind die Leute raus und auf den Grünberg raufgefahren. Wunderbar, keine Frage. Aber nachhaltig und auf Dauer? Neu war die Bahn auch. Schauen wir mal, was in den nächsten Jahren sein wird. Wir glauben noch immer, dass man die Seilbahn viel, viel attraktiver gestalten hätte können. Diese ekligen und gedankenlos hingeknallten Industriebauten sind kein Zusatzanreiz, mit der Seilbahn zu fahren. Sagen wir so: mit einer wirklich guten, aufregenden Architektur der Berg- und Talstation hätte man sicher mehr auffallen können und wäre attraktiver gewesen. Dafür schwallt man jetzt von der attraktiven RegioTram – als ob die Leute nicht eh zu Hause auch mit einer Strassenbahn fahren könnten. Wegen dem kommt sicher niemand. Dazu wiederum die einfallslose Gestaltung der Stationen Klosterplatz und Seebahnhof. Auch wenn es manchen gefällt. Da kann man nur sagen: das Architekturverständnis der Moderne ist halt noch nicht bis Gmunden gekommen. Das der Postmoderne schon gar nicht. Vom 21. Jahrhundert ganz zu schweigen …
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Propaganda-Lawine

19. Dezember 2014 - 2 Antworten

adventkerze_3Heute:
Babsy B. über Steuergeldverschwendung
Gastkommentar AndyB zur Propaganda-Lawine

Liebe Leserleins!

Kein Tag, an dem wir nicht mit neuen Propagandaschriften auf Kosten der Steuerzahlerleins, also auf unsere eigenen Kosten, überschwemmt werden. Jetzt hat auch noch Stern & Hafferl seine in jeder Hinsicht öde Werbeschrift herausgebracht, in der wir als Draufgabe das x-te inhaltsleere “Interview” mit dem neuen Bürgermeister lesen dürfen. Dazu gibt es unten einen Gastkommentar von AndyB.
Was uns aufregt ist, dass hier mit Steuergeldern geurasst wird, dass einer Sau graust. Man hat es ja von den Steuerzahlerleins bekommen, oder eher von denen genommen. Im RegioTram-Projekt sind nämlich 160.000 Euronen (in öS: 2,2 Millionen !!!) unter dem Titel “Öffentlichkeitsarbeit” für Volksverdummung budgetiert. Die gilt es auszugeben.
Wir bekommen daher jetzt auf Hochglanz und zu nicht geringen Kosten – berappt eben alles das Steuerzahlerlein – den ganzen Käse erneut serviert, der schon in den Tips und der Rundschau sowie in den OÖN zu lesen war. Wir jedenfalls wollen den Kakao nicht auch noch saufen müssen, durch den man uns zieht (frei nach Erich Kästner). Immer dieselben, von S&H bezahlten Experten, die uns die immer gleichen Gschichten reindrücken. Auch wenn schon dutzende Male von den Tatsachen widerlegt, wird hier immer wieder das längst Widerlegte wiederholt.

Ihre Babsy, die, wie die Leserleins wissen, gerne HiHeels trägt, muss gegen die Berichterstattung protestieren. Die Behauptung in dieser Jubelschrift über die “High-Heels-freundlichen Granitsteine” (hat hier wer Ihre Babsy beruhigen wollen?) ist nur die halbe Wahrheit, damit letzten Endes doch wieder ein ganzer Schmäh. Denn Ihre Babsy hat festgestellt, dass es am Klosterplatz eine grosse Fläche gibt, wo nix ist mit HiHeels, gell! Wer nicht zum Klosterplatz fahren will, kann in der Jubelbroschüre auf Seite neun, rechts unten, das Bild einer Pflasterung sehen, die nicht gerade HiHeels-freundlich ist, gell. Aber das weiss der Neumann wahrscheinlich nicht, weil er keine solchen an den Fusserln hat. Und der Bürgermeister wird ja auch nicht nächtens als Wurst verkleidet durch Gmunden stöckeln.

Die Manipulation ist derart offensichtlich, dass ich mich frage, wie lange die Bürgerleins das wirklich schlucken. Zuerst hat man ihnen von der lieben, kleinen Tramway in Gmunden und deren Verlängerung vorgeschwärmt. Jetzt ist es ein Riesending geworden, scheinbar nach dem Chauvi-Motto: wer hat den längsten … äh, Zug, klar, was sonst!
Jetzt wird manipuliert auf Teufel komm raus. Den neuen Strassenbahnfahrplan ziert aussen die putzig-niedliche alte Bim. Klar, es gibt die Durchbindung noch nicht. Also fährt vom FJ-Platz zum Bahnhof und zurück die alte Nostalgie-Bim. Darum kann auch nur die vorn drauf abgebildet werden. Leuchtet doch ein, oder? Und dass man damit den Bürgerleins weiterhin vorspiegelt, da würde auch in Zukunft ein gemütliches Wägelchen durch die Stadt zuckeln, ist ein zufälliger Nebeneffekt. Wobei man anmerken muss: so gemütlich ist es schon derzeit auch wieder nicht, gell. Wegen Nebenwirkungen befragen Sie in diesem Fall nicht Arzt oder Apotheker, sondern die Anwohner in der Kuferzeile!

Noch was muss ich los werden. Uns hat man von völlig irrelevanter Seite gescholten, weil wir in einer satirischen Fotomontage ein Kind gezeigt haben. Mit unkenntlich gemachtem Gesicht, wohlgemerkt! Auf der Jubelpostille wird ein Kind für die Tram-Reklame eingesetzt. Mit voll erkennbarem Gesicht. Wo ist der Aufschrei? Oder gilt “quod licet Sterni, non licet gmundi”?
Wie steht es so schön in der Bibel (Luk. 13,15): “Da antwortete ihm der HERR und sprach: Du Heuchler, löst nicht ein jeglicher unter euch seinen Ochsen oder Esel von der Krippe am Sabbat und führt ihn zur Tränke?

Und jetzt “Freie Fahrt” für AndyB! Trillerpfeiftriller. Bitte treten Sie zurück, Zug fährt ab.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Propaganda-Lawine

Ein Gastkommentar von AndyB

Um Gottes willen, hat man vor dem Krampf …. ääääh … Krapf denn überhaupt keine Ruhe mehr? Der ist ja noch schlimmer als der Köppl!

Es vergeht ja kein Tag, an dem nicht irgendein Brief, Blatt, Zeitungsbericht ins Haus schneit. STOPP!!! Es ist genug!!!

Der Mann geht mir ja jetzt schon gehörig auf den Geist.

Zu Sachthemen kommt nixx, nur Geschwafel, aber dauernd wird von irgendwelchen Schülern gesprochen. Lage der Schüler … schwafel … schwafel.

Diesmal lässt er sich vor den S&H-Karren spannen und ist natürlich für die Bahn, in erster Linie natürlich wegen der Schüler ….

Was haben die Schüler denn vorher gemacht? War es ein so schlimme Belastung für sie, mal ein paar hundert Meter zu laufen? Man tut ja so, als hätte man das Rad neu erfunden, bzw. als hätte es vorher keine Bahn gegeben, und es musste jeder von Zuhause bis zur Schule laufen. Man … man … man …

Das ganze Krampf …. *grrrrr* … immer diese Verschreiber …. Krapf-Krampf-Interview ist im S&H-Werbeblättchen zu lesen.

Hier nur ein Auszug :
Krapf : “Jedes innerstädtische Schienenprojekt – und das weltweit – hat nachweislich eine Belebung der Stadtzentrums gebracht.”
Waaaaas? Nachweislich? Wo steht das? Wo kann man das nachverfolgen?

Gibt es überhaupt eine historische Innenstadt, mit einer Straßenbreite von 5 Metern, wo sich eine 32 Meter lange und 50 Tonnen schwere Bahn durch die Stadt zwängt? Ich denke eher nicht!

Dass es in Großstädten zu einer Belebung führt, will ich ja nicht abstreiten, aber man kann doch eine Ausnahmesituation wie in Gmunden nicht mit einer Großstadt vergleichen.

Die Bürger und Touristen mit klaustrophobischen Hintergrund werden sich bedanken, und wer nicht unter Klaustrophobie leidet, wird sich schnell ein Bild davon machen, was das bedeutet.

Das Regio Tram Projekt dann auch noch mit der Grünberg Seilbahn zu vergleichen, ist schon unerhört.

Zum Klosterplatz : “Die Haltestelle verleiht dem Platz nun einen sehr urbanen Charakter ….. denke ich, dass die Gestaltung sehr gelungen ist”
Naja …. *hüstel* …. interessant … ähm …. urban …. jeder wie er will halt ….

Aber lesen Sie das Interview selbst durch …..

Besonders gut hat mir in dem Werbeblättchen ein Satz gefallen : “Wir versorgen Sie mit Fakten – nicht mit Gerüchten!”

Da bin ich fast vom Stuhl gefallen ….. mit was versorgen? Wer hat hier wen denn mit Fakten versorgt? Hätte man die Bürger im Vorfeld mit Fakten versorgt, hätte es das Projekt nie gegeben! Die “geschönten” Fahrgastzahlen wahrscheinlich auch nicht …..

So kann einem auch der Tag versaut werden. Man sieht durch die Post und wird direkt von dem Krampf …. *äääh* … Krapf und S&H überfallen ….


 

 

 

Halali – Jagdgeheimnisse

18. Dezember 2014 - Eine Antwort

adventkerze_3Heute:
Über Jagdgeheimnisse
und Deponiendreck

Liebe Leserleins!

Wir wollen hier keineswegs eine Debatte über Sinn oder Unsinn der Jagd vom Zaun brechen. Sankt Hubertus bewahre! Aber wenn ein frisch gekürter Ex-Bürgermeister durch den dunklen Tann hirscht und sich einen “Schuss in den Fuss” zufügt, anstatt eine stattliche Wildsau zu erlegen, dann hat das kabarettistische Qualitäten. Ein Freund dieses Blogs kommentierte es sarkastisch: “Ein Schuss in den Fuss – aber was ist das gegen 18 Jahre ballern auf das Herz von Gmunden.”

Das alles hat natürlich auch eine unheimliche Seite. Wir haben dank eines anonymen Postings als erstes Medium darüber berichtet und wussten, siehe gestrigen Blog, nicht, was wir davon halten sollten. Es klang doch rechtschaffen ironisch. So, als würden die Ebenseer für den Fasching proben. Darum haben wir zwar das Posting freigeschaltet, aber die anderen Infos (Gerüchte?), die uns vorlagen, nicht veröffentlicht. Man fragt sich allerdings, warum da so ein Geheimnis gemacht wird. Von “lächerlicher Zehenverletzung” bis “zwei Zehen amputiert” reicht die Spannweite der Erzählungen im Gmundner Untergrund. Von “es gab keinen Schuss und keinen Mukser” bis “ordentlich geknallt hats, und gschrien hat er” reichen die Schilderungen. Wie gesagt: dass Köppl sich, wenn es wahr ist, in den Fuss schiesst, ist nichts Neues. Darin hat er politisch gesehen in den letzten Jahren rund um Lacus Infelix eine bemerkenswerte Meisterschaft entwickelt. Aber dass man jetzt so eine Heimlichtuerei betreibt, gibt Raum für die wildesten Spekulationen.

zehenDer Zeh des Manitu

Schon die Tatsache, dass Köppl nicht in jenen Revieren auf die Jagd geht, die seine Heimat sind und einst auch für den Kaiser gut genug waren, sondern sich in der Gegend von Budweis in Tschechien herumtreibt, sorgt hier in der Gegend für Stirnrunzeln und Naserümpfen. Aber in der Tschechei ist das Schiessen von Böcken preiswerter als im Salzkammergut und insgesamt für die Steuerzahlerleins deutlich billiger, als das Schiessen von Böcken in der Gmundner Kommunalpolitik.

Auch brodelt die Gerüchteküche, was Veranstalter und Teilnehmer an der illustren Jagd mit Selbstbeschuss betrifft. Da schwirren die irrsten Gerüchte herum. Namedropping erster Güte. Und dass das mit dem Hinfallen und sich selbst treffen gar nicht stimme. Er sei von einem guten Jagdfreund im wahren Wortsinn getroffen worden. Und mancher Scherzbold fügt noch hinzu: “Köppl wußte zuviel.” Das alles weisen wir natürlich ausdrücklich zurück. Hirngespinste nach zuviel Adventpunsch. Die uns vorliegende Liste der Jagdteilnehmer ist nicht uninteressant. Wir werden sie jedoch nicht veröffentlichen. Erstens wissen wir nicht, ob sie echt ist, und zweitens ist es das Privatvergnügen der Beteiligten, sich wechselseitig oder selbst die Hinterhufe weg zu ballern. Dass aber laut OÖN ein Teilnehmer jede Aussage über das Jagdgeschehen verweigert, wird nicht dafür sorgen, dass diverse Gerüchte verstummen. Wir raten zu einer etwas offeneren Informationspolitik. Müssen ja nicht gleich Zehenfotos vom Köppl sein, gell! Dem wir natürlich baldige Heilung von was auch immer, Wehwehchen oder Zehenlücken, wünschen.

Nachdenklich macht ihre Babsy allerdings die Frage, was eigentlich mit den sich in Pension verabschiedenden Schwarzen los ist. Kaum sind die in der Pensi, haben sie merkwürdige Jagdunfälle jenseits der österreichischen Grenzen, dort wo diverse Russen-, Ost- und sonstige Mafiosi sich herumtreiben. Es gilt die Unschuldsvermutung – sowohl für die Schwarzen als auch für die Mafia. Klaro. Selbstredend.

Was sich derweil in Ohlsdorf abspielt, ist der blanke Irrsinn. Die dort Beteiligten haben nur das unglaubliche Glück, dass die Bewohner eines kleinen Tals in Kärnten total und überdrüber in der chemischen Scheisse sitzen. Sonst wäre Ohlsdorf das Thema, nicht das Görtschitztal. Interessant in beiden Fällen: das Versagen eines grünen (!) Umweltlandesrates.
Aber eines wird immer klarer: die Asamer-Deponie war/ist genau das, was die örtliche Bevölkerung immer hinter vorgehaltener Hand geflüstert hat – ein Ort, an dem offenbar einige illegale Dinge geschehen sind. Wer immer daran die Schuld trägt. Unser Bruno ist eh dran, braucht aber noch ein bisserl, weil die vorliegenden Infos doch sehr umfangreich sind. Er ist ja da sehr ehrgeizig und will unbedingt eine lesbare Story daraus machen.

Den Gastkommentar zur Steuerreform haben wir ins neue Jahr verschoben, denn vor Mitte März gibt es von unserer hervorragenden Koalitionsregierung keine Entscheidung. Wie auch. Sind doch die bisher vorgelegten “Konzepte” völlig unausgegoren und – wie unser Gastkommentator zu uns meinte – “unernst”.

Was während der Feiertage (also vom 24. 12. bis 6. 1.) hier im Blog stattfinden oder nicht stattfinden soll, diskutieren wir noch. Am Sonntag werden wir unsere Erkenntnisse und Absichten den Leserleins mitteilen.

Nein, auf das alkoholfreie Punschrezept vergisst Ihre Babsy sicher nicht!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 

Runder Tisch ohne Ende

17. Dezember 2014 - Eine Antwort

adventkerze_3Heute:
Babsy zur Debatte “Runder Tisch”
Dickinger antwortet auf die Kritik an seiner Kritik
Die Postings von gestern

Lieber Leserleins!

Eigentlich gibt es in den Print-Medien eine merkwürdige Regel: auf einen Kommentar darf man einmal antworten. Dann ist meist Schluss. Weitere Repliken nur noch im Leserbriefteil. Völlig unsinnig ist das nicht. Man verhindert damit ein ausdauerndes Hickhack. Der grosse Nachteil: auf den Debattenseiten unserer Zeitungen, eh nur Standard und Presse, wird die Sau einmal durchs Dorf gejagt, und das war es. Denn die nächste Sau muss raus auf den Dorfanger. Die Leserleins wollen angeblich was Neues.
Wir verweigern uns dieser Haltung. Wir sind überzeugt, Diskussionen brauchen Zeit und Platz. Auch Rede und Gegenrede und Gegenrede zur Gegenrede. Wir halten das hier schon immer so. Demokratie und demokratischer Diskurs brauchen einen langen Atem. Darum gibt es heute hier die Antwort von Christian Dickinger auf die Kritiken an seiner Kritik.

Ich möchte mich ein wenig einmischen, denn ich habe den Verdacht, dass beide Seiten in der Kernfrage auf ihre Art recht haben. Der Kernpunkt der Auseinandersetzung ist: hat der Asamer beim “Runden Tisch” was zu suchen oder nicht. Die einen sagen: raus mit ihm. Dickinger dagegen: wir müssen mit ihm reden, ihm gehören die Grundstücke. Ich vermute, dieser Gegensatz beruht darauf, dass die beiden Seiten jeweils eine andere Vorstellung davon haben, was der “Runde Tisch” ist oder sein soll.

Wenn es darum geht, dass die Gemeindevertretung eine gemeinsame Position zur Hotelfrage findet, dann ist der Asamer dort fehl am Platz. Wenn man davon ausgeht, alle Beteiligten gemeinsam suchen eine Lösung, dann geht es nicht ohne Asamer. Allerdings auch nicht ohne RAIBA/RAIKA. Hier liegt aus meiner Sicht der “Irrtum” von Dickinger. Beim klassischen “Runden Tisch” kommen alle Beteiligten zusammen, legen ihre Argumente vor und man findet im Idealfall einen gemeinsamen Weg.

Der “Runde Tisch” zu Lacus Felix war jedoch in seiner Zielsetzung nicht definiert. Die traurige Wahrheit ist: er war als Beruhigungspille gedacht. Die ÖVP wusste, dass man Dickinger auf dem falschen Fuss erwischt: er kann nicht zurück, weil er selbst einen “Runden Tisch” verlangt hatte. Wenn er jetzt – aus welchem guten Grund immer – diesen Runden Tisch hätte platzen lassen, wäre er “vorgeführt” worden. Als einer, der Sachen verlangt, die er dann selbst in die Luft sprengt. Dickinger konnte nicht vom Tisch aufstehen und gehen – selbst wenn er gewollt hätte. Dass dem neuen Bürgermeister das klar war, glaube ich nicht. Da haben die alten ÖVP-Hasen Regie geführt.

Die Aufgabe des neuen Bürgermeisters wäre es ja gerade gewesen, ein Ziel zu definieren. Dazu ist er (siehe seine Antrittsrede und seinen Brief an die Bevölkerung) nicht in der Lage. Er ist mit der Situation offensichtlich überfordert. Er setzt reine Symbolhandlungen, um vom schlechten Image, das Köppl geschaffen hat, wegzukommen. Freundliches Lächeln statt politischem Gestalten, mehr ist da nicht. Darum konnte der Runde Tisch nicht funktionieren. Denn natürlich hätte man vorher versuchen müssen, innerhalb der Gemeindevertretung eine gemeinsame Haltung zu entwickeln. Erst dann hat es einen Sinn, mit den anderen Beteiligten, sprich mit den Eigentümern, zu sprechen. So konnte Asamer sich locker zurücklehnen und auf Zeit spielen. Dass die RAIKA – trotz vorheriger Ankündigung – nicht erschien, ist bezeichnend. Dort will man sich mit der Sache gar nicht ankleckern. Die Behauptung, Asamer allein treffe die Entscheidungen, ist natürlich blanker Unsinn. Asamer kann sich keinen Millimeter bewegen, ohne Zustimmung der RAIKA.

Tatsächlich müsste man seitens der Gemeindevertreter (oder eine Partei ergreift die Initiative) verlangen, dass RAIKA und Asamer endlich die Öffentlichkeit darüber informieren, welche Abmachungen im Rahmen der Sanierung der Defacto-Pleite der Asamers getroffen worden sind. Man müsste insbesondere wissen, was bezüglich der in Frage stehenden Grundstücke, die im Besitz von Asamer-Firmen sind (Putz, Holzinger) bzw. waren (Seebahnhof) für Vereinbarungen zwischen Bank und Asamer jetzt bestehen. Erst dann kann man sich ein Bild machen, wer hier wirklich das Sagen hat. Meine nicht sehr kühne These: die RAIKA und sonst niemand. Denn hier ein kleiner Ausschnitt zum Kauf der Holzinger-Gründe (Parkhotel):

holzinger_grundstueck

Die Asamers haben also um sechs Mille eingekauft, und jetzt liegen dort Belastungen in Höhe von dreizehn Millionen. Hier zu behaupten, Asamer habe Entscheidungsfreiheit, ist nicht ohne Charme. Oder drastischer gesagt: die Asamers haben dort genau null zu reden. Die RAIKA will nur nicht in die Sache hineingezogen werden und schiebt die Asamers vor. Die müssen für die Öffentlichkeit die selbst eingebrockte Suppe auslöffeln.

Nach diesem ersten “Runden Tisch”, ein reines Placebo, muss man einfach die Vorgangsweise ändern. Zuerst Offenlegung aller Vereinbarungen der Sanierungsvereinbarungen (angeblich über tausend Seiten), von denen die fraglichen Grundstücke betroffen sind. Wobei die Öffentlichkeit eigentlich ein Recht hätte, die gesamten Abmachungen kennen zu lernen, denn es sind die RAIKA-Kunden, welche die Rechnung zu bezahlen haben.
Wenn das offengelegt ist, kann man darüber nachdenken, welcher Spielraum überhaupt noch besteht. Dann könnte man versuchen, eine gemeinsame Linie für die Gemeinde zu finden. Und erst dann ist wieder der Moment, um mit den Verantwortlichen, seien es die Asamers oder die RAIKA, weiterzureden. Alles andere hat keinen Sinn.

Für eine solche Lösung müsste die ÖVP jedoch bereit sein, den alten Ballast über Bord zu werfen und neue Wege zu gehen. Dafür brauchte es einen entschlusskräftigen und kompetenten Bürgermeister, der die Dinge in neue Bahnen lenken kann, der eine Idee hat, in welche Richtung die angeblich “neuen Wege” führen sollen. Und dieser Bürgermeister müsste stark genug sein – oder genug Unterstützer in der ÖVP finden – um die alten Seilschaften auszuhebeln. Da kann ich nur sagen: die Jahreszeit stimmt. Das ist ein Brief ans Christkind, mehr nicht. Noch dazu, da auch die FP in der Hotelfrage eine merkwürdige Linie eingeschlagen hat. Es widerspricht den Grundsätzen dieser Partei, die immer danach ruft, man möge das Volk befragen, wenn sie gemeinsam mit der ÖVP verhindert, dass die Verfügungsgewalt über die Grundstücke wieder zurück an die Volksvertretung gegeben und an die in der Gemeindeordnung vorgesehene 2/3-Mehrheit gebunden wird. Die FP spielt mit bei der Ausschaltung der Volksvertreter. Volksnah ist etwas anderes.

Es besteht leider die grosse Gefahr, dass durch die Vorwahlängste der Parteien keine Bewegung mehr stattfindet. Keine der anderen Parteien traut sich, den neuen BM wirklich zu kritisieren. Man hat Angst, dass er mit seiner Freundlichkeit die Wählerschaft einlullt und sich zum armen Märtyrer stilisiert. Dass diese Wahlstrategie von der ÖVP gefahren wird, zeigt sich ja bereits. An einem ehrlichen Diskurs ist man dort nicht interessiert. Darum steht Dickinger politisch in gewisser Weise auf der Seife: attackiert er den BM wegen dessen praktischer Untätigkeit, fällt es auf ihn zurück. Fährt er einen sanften Kurs, wird ihm ein “Kuschelkurs” vorgeworfen. Angesichts der Tatsache, dass trotzdem mehr als zwei Drittel der Bevölkerung glauben, dass in Gmunden Korruption und Freunderlwirtschaft das Geschehen bestimmen, ist das eine schwierige Ausgangslage, in der man aus der Sicht Dickingers eigentlich fast nur Fehler machen kann.
Wir im Team glauben übrigens, dass in einer solch schwierigen Lage nur “Angriff” hilft. Die Risken der “Angriffigkeit” sind geringer als die des freundlichen Zuwartens. Man wird sehen ob und wie Dickinger diesen Drahtseilakt meistert.

Wir hier haben ja, die regelmässigen Leserleins wissen das, den Dickinger nie besonders geschont. Aber man sollte auch anerkennen, dass er derzeit der einzige wichtige Stadtpolitiker ist, der hier die offene Diskussion sucht und auch den offenen Schlagabtausch nicht scheut. Man sollte seine Äusserungen als ernst und ihn selbst beim Wort nehmen. Eine gute Vorübung für die kommende Wahlauseinandersetzung. Denn eines ist auch klar: derjenige, der es schafft, der Gmundner Wählerschaft ein klares Bild über seine politischen Zielsetzungen zu vermitteln, und zwar jenseits von persönlicher Freundlichkeit, hat eine gute Chance, bei der Wahl eine Überraschung zu schaffen. Denn diesmal ist, wie im Lotto, alles möglich.

Eine heute ziemlich ernste Babsy, aber diese Woche gibts noch einen Punsch-Tipp von mir, gell!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 Ein Beitrag zur „Abrüstung“ der Emotionen
und für mehr „Sachlichkeit“

in der politischen Diskussion

Ein Gastkommentar von SP-Vzbgm. Christian Dickinger

Der „gmundl“-BLOG hat sich zu einem „Organ“ der Zivilgesellschaft entwickelt, in welchem es von den „Machern“ ermöglicht wird, kritisch und kontroversiell zu „diskutieren“, Meinungen/Überzeugungen zu deponieren und ausführlich zu begründen. Dass dies seitens der Stadtpolitik vor allem von mir genützt wird, möge man mir zu Gute halten oder verübeln, ich nütze jedenfalls JEDE Möglichkeit, sei es das persönliche Gespräch, das jedenfalls am wichtigsten ist, oder eben diese Option, um aktuelle Themen der „Anonymität“ der einschlägigen Gremien zu „entreißen“ und in die Öffentlichkeit zu tragen. Dies erscheint mir demokratiepolitisch wichtig zu sein, dass eine engagierte „Haltung“ eine einschlägige „Gegenrede“ nach sich zieht, werte ich als positiv.

Wir sollten uns aber doch unbedingt über FAKTEN definieren, nicht über BEFINDLICHKEITEN, auch wenn dies nicht immer einfach ist (auch für mich nicht). Ich hatte mich in meinem Beitrag bemüht, die Ausgangslage zu schildern und Wege aufzuzeigen, wie in der leidigen Causa eine Lösung gefunden werden könnte. Da seitens der ÖVP gar nichts (!) kommt, habe ich mich bemüht, „das Heft“ in die Hand zu nehmen.

Sowohl Frau Enser also auch „Gstoan“ sind offensichtlich der Auffassung, die Stadt sollte mit dem Besitzer des Grundstückes (Holzinger-, Putz-gründe …) NICHT REDEN! Die Anwälte haben uns aber mitgeteilt, dass die Bank sich nicht (!) „einmischen“ wird. Zitat: „Bank wird sicherlich nicht aktiv mitwirken“! Es hat sich auch kein Vertreter der RLB beim „Runden Tisch“, obwohl ein solcher angekündigt war, eingefunden.

Unser alleiniger Ansprechpartner ist also Asamer. Die besagten Grundstücke sind dem Einvernehmen nach mit einem Pfandrecht von ca. € 13 Mio belastet. Sollte seitens (….?) ein Angebot an Asamer hinsichtlich der zukünftigen Verwertung der „Holzinger-Putz-Gründe“ herangetragen werden, muss Asamer sich mit seiner Bank ins Einvernehmen setzten. Dies sind die von allen Juristen bestätigten „Rahmenbedingungen“, die wir zur Kenntnis zu nehmen haben.

Herr/Frau „Gstoan“ fragt, wo ich „leben“ oder „stehen“ würde? Nun, auf dem harten Boden der Realität! Ich bin der einzige, der in einschlägigen Gesprächen und Verhandlungen mit Asamer und dessen Anwälten „Klartext“ redet (können wohl alle TeilnehmerInnen bestätigen), wenn sich hier jemand nicht „duckt“, dann bin ich das. Die meisten anderen hören zu und werfen einige Wortspenden ein. „Härter“ kann man wohl nicht mehr argumentieren, und „gehuldigt“ habe ich Zeit meines Lebens noch nie jemandem, schon gar keiner „Dynastie“.

Gesprächsverweigerung ist freilich die schlechteste Option, dann passiert GAR NICHTS! Wollen Sie das? Sie fordern mich auf, ich zitiere, „zu handeln“! Genau dies tue ich doch schon die ganze Zeit, aber ohne eine mehrheitsfähige „Allianz“ (die ÖVP hat die absolute Mehrheit) und die Wahrnehmung von Besitzverhältnissen und rechtlichen Voraussetzungen ist dies nicht möglich.

„Sozialdemokratisch“ zu sein, bedeutet für mich das „Leben“ und Propagieren von „Grundwerten“: Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität, demokratische Grundregeln und demokratischen Zusammenleben (inklusiver permanenter Gesprächsbereitschaft). Dazu: Ich habe nicht die bloße „Meinungsäußerung“ der Frau Enser-de Groot als „grenzwertig“ bezeichnet, sondern deren Argumentation (!), wonach mit Asamer nicht zu reden und die Presse zu einem internen Meinungsaustausch einzuladen sei. Dieser „Unterschied“ sollte doch augenfällig sein.

Die SPÖ hat ALLES unternommen, um die Seebahnhof-Grundstücke endlich von Asamer zurückzukaufen (ist geglückt), die SPÖ hat alles unternommen, um diese Grundstücke (wegen der 2/3-Mehrheit) von der KG in den Besitz der Stadt zu überführen (dies haben ÖVP und FPÖ nun schon zweimal verhindert), und die SPÖ wird ALLES unternehmen, um auch für die Holzinger-Putz-Gründe eine gute und machbare (!) Lösung für die Bevölkerung „herauszuverhandeln“. Dies geht aber nur mit jenen, die die politische Mehrheit haben und mit jenen, die das Verfügungsrecht über die besagten Grundstücke besitzen.

Ich ersuche diesbezüglich um Fairness und Augenmaß, für persönliche Gespräche stehe ich selbstverständlich zur Verfügung: christian.dickinger@spoe.at; 0664/3206788.


Die Postings von gestern.

Hans Heidinger
Gesendet am 16.12.2014 um 5:25 nachmittags

Hallo Babsy!
Ein paar kitzekleine Anmerkungen zu den gestrigen Beiträgen:

Die FPÖ empfindet sich nicht nur als Beiwagerl der ÖVP, sie ist das Beiwagerl.
Das Thema Regio-Bahn wird im Wahlkampf der FPÖ keine Rolle mehr spielen, die FPÖ hat ihre kritische Haltung zu diesem Wahnsinnsprojekt schon vor längerer Zeit zu Grabe getragen.
Oder hat jemand in den letzten 8 Monaten eine wirkliche Initiative der FPÖ erlebt um dieses Projekt zu bekämpfen und zu stoppen? Es kursieren ja auch Gerüchte um Aussagen der FPÖ – Politiker, die da so ungefähr lauten: “Nur nicht zu viel dagegen sein, wir müssen ja im neuen Gemeinderat auch wieder zusammenarbeiten….”.

Weil wir schon bei den Gerüchten sind: Vielleicht könnte uns Herr Dr. Dickinger als Vizebürgermeister und Stadtparteiobmann einmal den wunderbaren Wandel der SPÖ von einer, der Strassenbahn kritisch gegenüber stehenden Partei (SPÖ unter Führung von Vizebürgermeister Grabensteiner), zu einer Partei, deren Proponenten mit den Vertretern des Zugbetreibers Händchen halten, erklären.

Danke übrigens für die Veröffentlichung des Bildes aus der Kronenzeitung.
Wie wär´s mit diesem Titel für das Bild: “Puppets on a string”?

Wir danken für den Hinweis auf das Bild, diesmal hat nämlich niemand bei uns die Sonntags-Krone gelesen gehabt. Ja, “Puppets on a string” wäre auch keine schlechte Bildüberschrift. Wir beobachten die neuesten “Entwicklungen” der FPÖ auch sehr besorgt, denn Zusammenarbeit ist eine Sache, jemandem permanent die Räuberleiter zu machen eine andere.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Gmundens Totenglöckchen
Gesendet am 16.12.2014 um 11:39 nachmittags

Vor Genehmigung der Wahnbahn durch Gmundens Kommunalpolitiker, gefolgt von den Landespolitikern, wagte ich es, Status Quo kundzutun, was meine Beliebtheitswerte auf den Nullpunkt sinken ließ. Die Wahrheit ist eben nicht angenehm. Vor der Genehmigung der Wahnbahn hätte Gmundens Bevölkerung schon aufwachen und etwas dagegen unternehmen müssen – zB mit Bau eines maßstabgetreuen Modells – Gewicht außer Acht lassend – aus Material XY. Wäre dieses Modell – lustiger wäre es natürlich mit Menschenfuß bewegt, aber die Gmundner Hauptwohnsitzler gehen 1x/Jahr für 2 Minuten in den Keller lachen, ergo undurchführbar – durch Trauntor bewegt worden, wären Gmundens Dienstnehmer – ergo Kommunalpolitiker – nicht zu nichtdenkenden Handerlhebern mutiert und hätten dieses Wahnprojekt befürwortet.


Gmundens Totenglöckchen
Gesendet am 16.12.2014 um 11:17 nachmittags

Das ist doch toll in der Kuferzeile – vor allem, wenn meistens nur Luft als Fahrgäste von der Strassenbahn transportiert wird. Endlich wird Gmunden belebt – LOL!
Salzburg ist mit dem O-Bus-System Vorreiter weltweit, findet viele Nachahmer. Wäre doch etwas anstelle Wahnidee Stadt-Regio-Tram gewesen, da ökologisch auch sinnvoller.


Gmundens Totenglöckchen
Gesendet am 16.12.2014 um 10:39 nachmittags

BM Mag Krapf hat in seinem Brief recht – die bisherige, fast 18 Jahre währende Bankrotterklärung der köpplschen Politik, gestützt von der einfältigen Gmundner Bevölkerung – Zugezogene auf identem geistigen Unterniveau wie viele Urgmundner. Diese geistigen Minderleister geben leider seit Jahren den Ton an und ermöglichten 3x BM Köppl. Diese Gruppe begreift leider noch immer nicht, dass sie bei Wahl 2009 zum endgültigen Untergang von Gmunden beitrugen. Die Lethargie trug auch nicht dazu bei, endlich einmal ein Zeichen zu setzen und BM Köppl plus seine Handerlhebervasallen aus dem Amt zu entfernen. Selbst Neuwahlen wären möglich gewesen. Da wartete man lieber demutsvoll darauf, dass andere das auf Landes- bzw Bundesebene erledigten, wie offenbar geschehen.
Der arme, neue BM muss als erstes die Mistgabeln auspacken, um den fast 18 Jahre lang angehäuften Mist zu beseitigen und Gummistiefeln anziehen, um nicht gleich im Treibsand der Dummheit der Bevölkerung zu versinken.

@ enser de groot: die Bürger sind die Dienstgeber der Kommunalpolitiker und hätten schon längst die Reißleine ziehen müssen, als Köppl und seine Vasallen plus Gros der Gemeinderäte anderer Coleurs wie Marionetten vom “gelernten Kuhmelker” plus Clan behandelt wurden. Nur, was machte der typische Gmundner Hauptwohnsitzler – er versank in Dienstbotenmentalität gegenüber seinen Dienstnehmern und verkroch sich.

@ gstoan: Warum sich Dickinger als Schriftsteller überhaupt die Niederungen der Gmundner Kommunalpolitik antut, ist ohnehin nicht nachvollziehbar. Als eine der wenigen Personen, die seine Bücher las, ist das noch unverständlicher – nicht nur für mich.

Der arme Günther Neumann. Der muss ja dem österreichischen Steuerzahler auf der Tasche liegen, dass er die Zukunft seiner 5 Kinder sichert – kräftig unterstützt von “Hupf Sepp”, Hiesl und Entholzer. Günther Neumann hätte schon bei Entstehen der Idee ein Gegenpart meines Formats gegenübergestellt gehört. Dann wäre Gmunden nicht auf dem Status Quo, da Köppl und seine Vasallen leider Gottes wie Pudding in die Knie gingen und für dieses Wahnprojekt stimmten, dann erst die Landespolitiker. Ich hätte Günther Neumann als BM sogar geholfen, damit es schneller geht, neue Remise in Vorchdorf für seine Bahn zu errichten. Der Trabi-Fahrer – Chapeau vor diesem BM – Schimpl wäre sicher erfreut über diesen Neuzugang gewesen.
Kein Wunder, warum Wahnbahn erst nach Wahl 2015 in Gmunden weitergebaut wird. Beim “Land” hofft man offenbar auf Kurzzeitgedächtnis der Wähler – sonst würden sowohl ÖVP als auch SPÖ ihr Waterloo auf Landesebene dank dem Projekt bei Wahl 2015 erleben.
Die Gmundner Bevölkerung ist wie üblich in pluralistischer Ignoranz gefangen. Im September wäre Demo gegen Wahnbahn angesagt gewesen mit ohnehin schon blamablen, prophezeiten 20 Personen – nur keiner traute sich hin. Wie üblich ist Gmundens Wichtigtuergesellschaft im Untergrund verkrochen – Gmunden eben wie es leibt und lebt -> Gmunden daher bei DER Bevölkerung vom Untergangsstatus nicht mehr wegzubringen. Da könnte auch kein Wunderwuzzi an neuem GM-BM etwas ändern.


Off Topic
Gesendet am 16.12.2014 um 2:51 nachmittags

Meine besten Genesungswünsche an unseren BGM a.D. Heinz Köppl, der sich bei einem Jagdunfall schwer verletzt hat.

Wir haben das freigeschalten, obwohl wir nicht wissen: ist das ein Fake? satirisch? ernst gemeint?
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


borgare   
Gesendet am 16.12.2014 um 11:01 vormittags

Hallo Freunde!!! Die ÖVP wirft ihre VOLKSVERTROTTELUNGS- MASCHINEN an. Das kann sie gut. In ländlichen Bereichen fällt deren Produkt auf fruchtbareren Boden. In den grossen Städten ist´s mit der Wirkung nicht mehr weit her.

GMUNDL und Konsorten sind schlimmer, garstiger Sand im Getriebe der Maschinen.
Drum weiter so GMUNDL und Konsorten!!! Die ÖVP wird`s auch noch lernen. Aber dann wird sie anders heissen.


Lähmung

16. Dezember 2014 - 4 Antworten

adventkerze_3Heute:
Ein Bürgermeister verschickt einen Brief
Gastkommentar von M. Enser-de Groot
Gastkommentar von Gstoan
Nachtrag Bim-Eröffnung

Liebe Leserleins!

In Land und Stadt herrscht die Lähmung vor. Fortschreibung dessen, was sich schon in der Vergangenheit nicht bewährt hat. Als Bürgerlein kann man da nur noch staunend zusehen.

Oder noch staunender einen Brief des Bürgermeisters lesen, der an die Einwohnerleins von Gmunden versandt worden ist. Auffällig ist, dass es sich hier um eine konzertierte ÖVP-Marketingkampagne handelt. Zuerst die ÖVP-Gemeindezeitung “volldaneben vulgo mittendrin”, dann die ÖVP-ÖVP-Zeitung und jetzt auch noch ein Bürgermeisterbrief.
Ihre Babsy hätte vermutet, nach dieser massiven Zumüllung mit Papier wenigstens zu wissen, was der neue Bürgermeister will, und was er so vor hat. Schmecks! Schade um das viele Papier. Entweder hat dieser Mann uns nichts zu sagen, oder er darf es nicht sagen. Ihre Babsy tippt rein aus dem Bauch heraus auf erstes. Der Mann kennt sich nicht aus. Konnte man auch gestern im Gemeinderat beobachten, als es um das Budget 2015 ging. Dieser Bürgermeister hat keine Idee, kann keine Richtung vorgeben, weil er dem Anschein nach selbst keine hat.

Der Brief des neuen Bürgermeisters an die Bevölkerung ist völlig inhaltsleer. Man weiss nicht, wohin er die Gemeinde steuern will. Welche Projekte er umsetzen will. Er schreibt zwar am Beginn seines Briefes, er wolle, dass man “meine Einstellungen und meine Ziele” nicht nur aus den Zeitungen erfährt, weshalb er sich ganz persönlich an die Einwohnerleins wende. Mit diesem Brief. Blöderweise kommen dann keine Ziele. Ich habe das Schreiben mehrmals gelesen. Ziele konnte ich keine entdecken. Beim besten Willen nicht. Nur die langsam langweilige Masche von “neue Form des Miteinanders”, allen die Hand reichen, mit voller Kraft für Gmunden da sein, blablabla, der Brief fällt mir aus den Händen, ich nicke ein. Dann wache ich wieder auf und ärgere mich.
Denn wenn da steht “zu viele Blockaden und zu viel Parteipolitik”, dann wird mir übel. Der Widerstand gegen das Lacus Infelix war keine “Blockade”, sondern Gegenwehr. Hatte auch nichts mit “Parteipolitik” zu tun. Das war eine Sachfrage, bei der die ÖVP mit Brachialgewalt die Interessen eines Familienclans und nicht die Gmundens durchgesetzt hat. Mit Parteipolitik hatte das nichts zu tun, aber sehr viel mit Filz. Zur Tatsache, dass ein Grossteil der Bevölkerung die überbordende Freunderlwirtschaft heftig kritisiert; dass viele Bürgerleins Gmunden für ziemlich korrupt halten, dazu kein Wort. Da geht es nicht um Parteipolitik, sondern um die Grundsatzfrage, wie stark Politik und Wirtschaft miteinander verhabert sein dürfen.

Das allgemeine Beschwören eines “gemeinsamen Ringens um die beste Lösung” erwarte ich mir von einem Politiker ohnedies. Das braucht man mir nicht zu schreiben. Auf meine Kosten, nebenbei bemerkt, auf Kosten der Steuerzahlerleins. Das Selbstverständliche muss man mir nicht per Brief mitteilen, gell. Es gibt Sachen, die sind Mindestanforderungen an die Amtsausübung.

Aber was, Herr Bürgermeister, sind Ihre konkreten Vorhaben? Wo soll Gmunden in fünf oder zehn Jahren stehen? Das will die Bevölkerung wissen. Nicht, dass Sie einen freundlicheren Umgang anstreben. Das ist wiegesagt selbstverständlich. Zwischen den Zeilen gelesen ist Ihr Brief aber in Wahrheit eine Bankrotterklärung über die bisherige Politik der ÖVP unter Köppl. Das dauernde Beschwören des Neuanfangs, immer wieder das Wort “Neustart”. Wie wäre es mit ein paar ehrlichen Worten über die Vergangenheit? Darüber, was hier seitens der ÖVP alles falsch gemacht worden ist? Vielleicht ein Wort der Entschuldigung, dass man mit undemokratischen Tricks die Gemeindeordnung aushebelt? Wie wäre es mit dem Versprechen, diese Sauerei endlich zu beenden, die Grundstücke ins direkte Gemeindeeigentum rück zu überführen?
Solange keine Signale dieser Art kommen, sind Ihre Worte, so leid es uns tut, das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben stehen. Das Porto nicht wert, das zu ihrer Aussendung aufgewendet werden musste. Ich wiederhole mich: auf unsere Kosten. Wenn wir schon für diese Aussendungen zahlen, dann wollen wir wenigstens substantielle Informationen. Nicht allgemeinstes Wischiwaschi.

Wir Bürgerleins haben ein Recht darauf, zu erfahren, wohin die Fahrt gehen soll. Denn wenn das Budget “in Zahlen gegossene Politik ist”, dann kann man angesichts des gestrigen Gemeinderats nur sagen: es geht weiter, wie bisher. Und wir wundern uns, dass die FPÖ dieses Weiter-wie-bisher mitträgt. Wenn die FP sich nur noch als Beiwagerl der ÖVP empfindet, dann ist sie überflüssig. Nur mit dem Thema Regio-Bahn allein wird sie eher keinen erfolgreichen Wahlkampf führen können.

Die Lähmung bleibt Grundlage der Gmundner Stadtpolitik. Man kann nur hoffen, dass bei den kommeden Wahlen Einschneidendes geschieht. Sonst ändert sich hier nie etwas. Neue Gesichter sind nämlich noch keine Änderung zum Besseren und sind kein Ersatz für fehlende Zielsetzungen.

Heute zwei Gastkommentare zum Kommentar von Christian Dickinger bezüglich der Teilnahme der Asamers am Runden Tisch. Die Antwort von SP-Dickinger hat einigen Staub aufgewirbelt. Heute zwei recht harte Antworten hier im Blog zu lesen.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmunden


 Gedankenfreiheit

Ein Gastkommentar von Margareta Enser-de Groot
Antwort auf Christian Dickinger

Sie,  Herr Dr. Dickinger,
als Sozialdemokrat, sollten es doch mit der Meinungsfreiheit halten: Meinungsäusserungen, wie Sie  sagen, von einer eifrigen “Lesebriefschreiberin”, als “grenzwertig” zu bezeichnen, finde ich, besonders von einem Akademiker, sehr bedenklich.

Herr Dr. Löcker zitierte  feierlich bei der Kür des neuen BGM Don Carlos: “Sire, geben Sie Gedankenfreiheit”. Zitieren allein ist zu wenig, man muss sie  leben.
Dass wir Bürger die Politiker kritisch beobachten, nachdem sie allesamt, mit Ausnahme der Grünen, beim Lacus Felix Projekt, Mist gebaut haben, ist doch zulässig und normal.

Viele intelligente Bürger, mit denen ich spreche , sagen, dass die devote Haltung der Gemeindepolitiker gegenüber dem Asamer-Clan zumindest eine schiefe Optik erzeugt. Fortsetzung der Politik wie gehabt  Ich bin nach wie vor überzeugt, dass eine “Regierungsklausur” mit dem neuen BGM als erster Runder Tisch  (ohne Asamer ) angebracht gewesen wäre, nachdem der ehemalige BGM sogar dies verweigerte.

Herr Dr. Dickinger, bitte entwickeln Sie mehr Empathie gegenüber den Bürgern. Selbstherrliches Auftreten, kritische Bürger abzuqualifizieren, bringt keine Sympathien.


Sozialdemokratisch?

Ein Gastkommentar von Gstoan
bezüglich Gastkommentar VBmg Dickinger

Schön langsam frage ich mich wirklich: wo steht/lebt dieser Herr Dickinger, wenn er vermeint: …. Asamer… mit dem wir reden MÜSSEN….. ???

Was muß Herr Dickinger jetzt noch mit Asamer reden??? Was hat Asamer überhaupt noch zu reden?

Ein Grundstück wurde “rückgeführt” – der ehemalige Eigentümer/Asamer findet das nicht so toll – logisch!

Die VPSPler (und diese Bezeichnung entspricht der traurigen Realität hier in Gmunden) haben durch Jahre hindurch dieser “Dynastie” gehuldigt und sich geduckt. FP und Grüne hatten auch nicht viel mehr Rückgrat.
Nun fressen sie sich gegenseitig auf, und Herr Dickinger will gerade jetzt mehr “miteinander” unter den Fraktionen – komisch. Was soll ein “miteinander” bei so grundlegend unterschiedlichen politischen Ausgangspunkten – oder ist er jetzt nicht mehr Sozialdemokrat, sondern Rot-schwarz-blau-grüner? Will er damit einen Wahlkampf führen? Will er damit sein eigenes Gewissen (seine Haut) retten – oder zugespitzt formuliert: Wenn es morgen passt, ist dann auch der Krapf super?
Wo bleibt der Sozialist, der Rote, der Genosse, der linke Demokrat?

Herr Dickinger muß jetzt nicht mehr reden, sondern handeln! Und wenn sich die Herren Politiker qualifizierte Berater holen würden, dann wäre vielleicht auch endlich klar, ob wir uns in dieser “causa infelix” bereits im Strafrecht befinden oder eben nicht! Für Flyer und Soziale Medien ist ja anscheinend auch genügend Geld vorhanden.

Ich erwarte mir von Herrn Dickinger sofortiges, klares, sozialdemokratisches Handeln oder eben seinen Rücktritt!


 

Unser Leserlein Hans Heidinger hat vorgestern geschrieben: “Aber seit den ‘Eröffnungsfeierlichkeiten’ für den neuen Stadtzug weiß man ja ohnehin, wem sich die Gmundner Politiker wirklich verpflichtet fühlen. (In diesem Zusammenhang: siehe Foto in der Kronenzeitung vom Sonntag, 14.12.)”
Hier nun das dazugehörige Bild aus der Krone. Wer genau hinsieht: Herr Neumann (S&H) hält die Hände der Politiker in seiner Hand. Damit klar ist, wer das Sagen hat? Ein Bild mit tatsächlich hohem Symbolwert. Ich fürchte nur, die Politiker begreifen gar nicht, wie obszön (im Sinne von Marcuse) dieses Bild wirklich ist. Sie werden es nie begreifen, dass sie sich in die Geiselhaft von individuellen Wirtschaftsinteressen begeben haben.

politik_in_der_handFoto mit hohem Symbolwert (v. l.: SP-Sageder, S&H Neumann, VP-Krapf)


 

 

Keine Adventruhe

15. Dezember 2014 - Eine Antwort

adventkerze_3
Heute Themen rund um Regio und Seebahnhof:
Gastkommentar von SP-Dickinger zum Kommentar von Fr. Enser-de GrootGastkommentar von Leonardo DV zum Kommentar von AndyB

Liebe Leserleins!

Wir wollten diese Woche halblang machen und eine vorweihnachtliche Adventruhe einlegen. Wird aber nichts daraus.
Den Gastkommentar von Michael Amon haben wir verschieben müssen. Der ist nicht fertig geworden, wird aber an Aktualität nicht verlieren, keine Sorge.

Dafür gibt es heute zwei andere Gastkommentare. Damit zieht sich Ihre Babsy schon wieder zurück. Es ist ja totalüberdrüber unglaublich, dass sogar am dritten Adventsonntag unsere Leserleins uns in grosser Zahl besuchen und nachschauen, was hier zu lesen gibt. Das zeigt uns, wie sehr wir von den meisten doch geschätzt werden. Danke!

Don’t Punsch and drive!
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 

Harte Bretter bohren

Gastkommentar von Christian Dickinger

„Runder Tisch“ zum Thema Hotel/Seebahnhofgründe/künftige Entwicklungsoptionen
Antwort auf Frau Enser von SP-VBGM Christian Dickinger

Diese Zusammenkunft, die u. a. von der SPÖ aufgrund der anhaltenden „Hinhaltetaktik“ der ÖVP eingefordert wurde und höchst notwendig war, fand am 10. Dezember im Rathaus statt. Die Hintergründe setzte ich hier als bekannt voraus: Rückkauf der „Seebahnhofgründe“ durch die „Verein zur Förderung der Infrastruktur der Stadtgemeinde Gmunden & Co. KG“, Klage von Asamer, Forderung von SPÖ und Grünen, wonach nur eine „2/3-Mehrheit weiter verkaufen dürfe, kein Käufer, kein „Investor“, demzufolge „Stillstand“.

An diesem „runden Tisch“ haben nun Vertreter aller politischen Parteien, Kurt Asamer, dessen Rechtsvertreter, der Stadtamtsdirektor, der Rechtsvertreter der Gemeinde und ein Mitarbeiter unseres Bauamtes teilgenommen. Die „Raiffeisen Landesbank“ (ein Vertreter war „angekündigt“), war leider nicht vertreten.

Nun wird von Frau Enser-de Groot kritisiert, dass dieses Forum nicht nur von „Gemeinderäten“ besetzt gewesen sei und die Presse „ausgeschlossen“ worden sei. Man hätte Asamer und die Rechtsanwälte nicht einladen sollen, man hätte sich hier „kennen lernen“ sollen. Ich hätte „auch einmal NEIN sagen sollen“? Dies ist absurd. Ich sage „JA“ zu professionellen Gesprächen mit der Gegenseite, auf die ich so lange warte. Die Positionen der Parteien sind bekannt, und, ja, wir „kennen uns eh“. Ich wollte endlich wissen, WER ist unser Ansprechpartner, Asamer, Anwälte, Bank?! Ich will gangbare Wege beschreiten und konstruktive Möglichkeiten ausloten, dies kann nur im Gespräch mit der „Gegenseite“ geschehen.

Zu kritisieren, dass bei einem „Runden Tisch“ keine „Presse“ eingeladen wird, ist fast schon „grenzwertig“. Zu kritisieren, dass der Eigentümer jener Grundstücke, die brach liegen und eigentlich ein optischer „Schandfleck“ sind, jener, der Klage gegen die Stadt eingebracht hat, jener, mit dem wir reden MÜSSEN, um etwas auf die Reihe zu bekommen, eingeladen wird, ist vollends „grenzwertig“.

“Die Politik“, schrieb Max Weber, „bedeutet ein starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich.” Wenn freilich die „Leidenschaft“, missverstanden als in Permanenz gepflegtes Ressentiment, missverstanden als grundsätzliches Misstrauen, das „Augenmaß“ trübt, bleiben die Vernunft und das Verständnis für „Machbarkeiten“ auf der Strecke.

Die „Spielregeln“ haben nicht „die Asamers und ihre Anwälte“ bestimmt, sondern die Protagonisten ALLER Parteien, wir können nicht über ein Grundstück reden bzw. verfügen, das uns nicht gehört. „Politischer Dilettantismus“ wäre zu konstatieren, wenn wir einen ANDEREN Weg gewählt hätten. Und was „Intelligenz und Scharfsinn“ anlangt, nun, diese Eigenschaften hat niemand exklusiv „gepachtet“, auch nicht eine eifrige, von einem „Generalverdacht“ gegenüber politischen Verantwortungsträgern getragene Leserbriefschreiberin.

Eine Lösung im Zusammenhang mit dieser Causa ist nur dann herbeizuführen, wenn ALLE mit ALLEN reden; (vertrags-)rechtliche, politische und ökonomische Rahmenbedingungen sollte man/frau kennen und reflektieren.


Gmundner Grundstücksgeschichten

Ein Gastkommentar von Leonardo DV

Zur Frage von AndyB:
“Und wieso muss die Feuerwehr ein Übungsgelände in 1A See-Lage haben?”

Die Feuerwehrzentrale steht auf Klostergrund. Das Grundstück dafür wurde nach meinem Wissensstand auf 99 Jahre von der Feuerwehr (Gemeinde) gepachtet. Zur Zeit der Verpachtung um 1966 war ein Kapuzinerpater Feuerwehrgeneral – ob er nur geistlicher Beistand in hohem Rang oder tatsächlich aktiver Feuerwehrmann war, daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Ein treuer Helfer der Kapuziner – im wahrsten Sinne des Wortes – war zu dieser Zeit im Kommando der Freiwilligen Feuerwehr Gmunden. So kam der Deal mit den Kapuzinern zustande.
Zu dieser Zeit war die Verpachtung so einer großen Fläche wohl eine Ausnahme der Kapuziner für die Feuerwehr – verkaufen war keine Option für die Kapuziner. Auch für den Kindergarten im Klostergarten gab es eine ähnliche Vereinbarung der Gemeinde mit den Kapuzinern.

Wie das heute wäre – wo bei den Kapuzinern viele polnische Patres dienen, weiß ich nicht. Nicht nur weil viele Polen gute Kaufleute sind, sondern weil sie auch wenig bis keinen Bezug zu den lokalen Klöstern und deren Geschichte haben. Auch hat die Gemeinde mit der Pacht des Kloster schon mehr als einen Fuß in der Tür. Hoffentlich geht sie nicht ganz auf, sonst fürchte ich Schlimmes für den Klostergarten. Denn Stern & Hafferl wollten anfangs die Vorchdorfer Bahn durch den Klostergarten führen, um den engen Radius an der Weyer-Straße zu umgehen und so problemlos auf den – früheren   Klosterplatz, heute Bahnhofsplatz – zu kommen. Enteignen wollte man die Kapuziner für eine Eisenbahn dann auch nicht – wir sind ja im katholischen, ÖVP-regierten Oberösterreich. So kam es zur heutigen Trasse.
Dafür mussten Bäume im Klostergarten gefällt und der Spielbereich des Kindergartens verkleinert werden. Hinter der Feuerwehrzentrale im Klostergarten sind jetzt die neuen Ersatzparkplätze für die Feuerwehrmänner, da auf den vormaligen Parkplätzen vor der Feuerwehrzentrale jetzt die Züge fahren. Der Vorschlag eines Gemeindemandatars – die Feuerwehrleute sollten mit dem Rad zum Notfall-Einsatz kommen – um die Grünfläche hinter der Feuerwehr im Klostergarten zu erhalten, bedarf wohl keines Kommentars …


Ein treues Leserlein unseres Blogs hat uns das unten wiedergegebene Bild mit folgendem Kommentar geschickt:
“Lokalaugenschein am Lido der Gmundner am 12. 12. 2014, da staunen selbst die Möven und schreien ‘zurück mit dem Seebahnhof ins Eigentum der Bürger!'”
(Für Originalgrösse auf das Bild klicken!)

Moeven_nix


Postings vom Sonntag. Thema: Strassenbahn-Quietschen & Kuferzeile

Hans Heidinger
Gesendet am 14.12.2014

Lieber Andy B.!
Wenn´s nicht so traurig wäre, könnte man über Ihre Frage, ob die neue Stadtbahn immer in den Kurven so quietscht, fast lachen. Andererseits ist die Frage aber ein erschreckender Beweis für die Uninformiertheit der Bevölkerung, wie es in Gmunden zugeht.
Leider weiß ich nicht wo Sie wohnen, schließe aus Ihrer Frage aber auf ein gewisses Interesse an “quietschenden Zügen”. Es kann Ihnen leicht geholfen werden!
Besuchen Sie bitte die Kuferzeile; dort erleben und hören Sie, wie es sich mit 5 Kurven und der jetzigen Strassenbahn lärmmäßig verhält.
Ab 4 Uhr 58 erleben Sie bei über 70(!) täglichen Fahrten bis 21 Uhr ein tolles Quitschen und Schlagen, das auch Sie zufriedenstellen wird.
Hervorgerufen wird diese Lärmbelastung durch eine von Gemeinde, Land OÖ und Stern & Hafferl im Jahre 2004(!) verpfuschte “Sanierung” der Kuferzeile und des Gleiskörpers der Strassenbahn.
Bis heute war es trotz unzähliger Gespräche und Vorsprachen nicht möglich, eine wirksame Lösung zu finden; für eine Reparatur des Pfusches stehen bis heute natürlich keine Mittel zur Verfügung.
Aber seit den “Eröffnungsfeierlichkeiten” für den neuen Stadtzug weiß man ja ohnehin, wem sich die Gmundner Politiker wirklich verpflichtet fühlen. (In diesem Zusammenhang: siehe Foto in der Kronenzeitung vom Sonntag, 14.12.)
Das absolut Traurige an der ganzen Malaise ist, dass diese “Politiker” ab nächsten Herbst keine Rolle mehr spielen werden, der Schaden, den sie bis dorthin aber anrichten, wohl nicht mehr zu reparieren sein wird.

AndyB
Als Antwort auf Hans Heidinger.

Ich bezog mich alleine auf den “Werbefilm” von der Probefahrt der neuen Regio Bahn … äääh … Zug und dort “quietschte” die Bahn in der Kurve. Die Frage war also rein “hy­po­the­tisch”.

Ansonsten bin ich bestens über die Bahn informiert und habe selbst schon über die Sanierung und andere Untaten geschrieben …..

Wir sind bimbim!

14. Dezember 2014 - 4 Antworten

adventkerze_3Heute:
Babsy B. zu diesem undjenem
Gastkommentar von AndyB

Liebe Leserleins!

Es ist vollbracht. Wir sind bimbim. Ob das gleichbedeutend mit gaga ist, wird die Zukunft weisen. Aber gut, wenigstens einmal war die RegioBahnWahnBimZug schön voll. Zum ersten und zum letzten Mal ist wohl auch so mancher Politiker damit gefahren. Da ist sich Ihre Babsy sicher. Platz wird in Zukunft jedenfalls genug sein, in dieser endlos langen Bimbamzugsgarnitur. Da kann Ihre Babsy dann beim Grellinger ihre geliebten Indianerkrapfen kaufen und genüsslich im Zug verspeisen. Gerempelt werde ich da sicher nicht. Die durchschnittlich fünf Fahrgäste werden sich recht einsam fühlen. Ein wenig wie ein kleiner Satellit im weiten All. Aber soll sein. Die Zukunft wird es weisen, wie lange Ihre Babsy im Zug ihre Indianerkrapfen mangels berauschender Fahrgastzahlen unangerempelt futtern kann.
Schön, dass die Politiker so schön eröffnen tun. Um unser Geld ist denen nichts zu teuer.
(Bilder anklicken für Originalgrösse!)

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Was gibt es sonst im Dorf? Die FP-Obfrau Enzmann hat den “Runden Tisch” zum Dammbruch erklärt. Wir können das nicht ganz nachvollziehen. Ehrlich nicht. Da ist alles vom runden Tisch auf die lange Bank geschoben worden. Das Lacus Felix ist zwar mit ziemlicher Sicherheit tot, aber es gibt kein neues Modell. Da müsste eine Zielvorgabe von der Gemeinderatsmehrheit oder wenigstens von dem von ihre gestellten Bürgermeister kommen. Da kommt aber nichts.
Jetzt ist auch klar, warum die ÖVP sich dagegen stemmt, die Grundstücke ins direkte Gemeindeeigentum zurück zu überführen. Die wollen ihre sattsam bekannte undemokratische Nummer der Umgehung der Gemeindeordnung weiterhin durchziehen. Rechtswidrig, wie wir meinen und im neuen Jahr auch belegen werden. Die wollen weiterhin mit ihrer knappen Mehrheit jedem x-beliebigen “Investor” das Grundstück zuschieben. Kleines Problem: solange der von Asamer angestrengte Prozess zur Streichung des Rückkaufs läuft, geht nichts.

Wenn der neue Bürgermeister ein wenig Führungskraft und irgend eine Idee für die Zukunft hätte, wäre dieser aufgezwungene weitere Stillstand die einmalige Chance, ein neues Konzept erarbeiten zu lassen. Einen städtebaulichen Bewerb auszuschreiben, wie man das alles gestalten könnte. Wie man ein Umfeld schafft, in dem ein Hotel sich rechnen kann, und ob das überhaupt denkbar ist. Eine wirklich objektive Machbarkeitsstudie wäre als Ergänzung dazu an der Zeit. Dann kann man endlich Köpfe mit Nägeln machen. Dann kann man überlegen, wie und mit wem man das finanziert. Dann kann man auch über den FP-Vorschlag des Rückkaufs der anderen Grundstücke auf solider Basis diskutieren. Der Vorschlag ist ja nicht jenseitig, sondern hat durchaus eine Logik.
Aber wenn man so weiterwurschtelt wie bisher, dann dann ist der angebliche Dammbruch einer, in dem die Gemeinde absäuft. Macht nichts, auf den brachliegenden Geländen versickert eh alles.

Die Vanille-Kipferln von meinem Cousin sind endlich da. Schmatz. Die weltbesten. Ganz sicher! Geniessen Sie, liebe Leserleins, Ihre weltbesten Vanille-Kipferln!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 Fragen über Fragen

Ein Gastkommentar rund um RegioBimBam von AndyB

Babsy enttarnt!!
Ich habe sie gesehen, live und wahrhaftig …. bei der Neu-Eröffnung des Klosterplatzes!
Sie war leicht zu erkennen, denn sie beobachtete mit Argusaugen das Geschehen.
Man konnte deutlich ihre Verzweiflung sehen, wie sie ihre hart erarbeiteten Steuergelder in den Mündern von würschtelverschlingenden Zwangsbesuchern verschwinden sah.
Als die Würstl dann noch mit ihren Zwangsabgaben ….. ääääh … Freisteuern ….. hmmmm … jetzt hab ich’s … mit Freibier nachgespült wurden, sah ich eine klitzekleine Träne an ihrem linken Auge blitzen.
Da wusste ich, das ist Babsy, wie sie leibt und lebt und …. sie hatte mein Mitgefühl ….

Frierende Schulkinder weinten an der Schulter ihrer Mütter und schluchzten verzweifelt: Mama, mir ist kalt, wieso muss ich hier her kommen.

Jaja, es ist alles nicht einfach …… in diesen Zeiten.

Beim Werbefilmchen von S&H drängten sich mir noch einige Fragen auf, auf die Babsy bestimmt eine Antwort weiß:

1. quietscht die Bahn immer so in den Kurven?
2. ist die im Film gezeigte Geschwindigkeit des Zuges die “normale” Geschwindigkeit? (mir fiel da spontan ein alter Witz ein : “Ist ihr Fahrzeug schon einmal überholt worden? … sagte der Mann in der Werkstatt. “Ja”, meinte der Fahrer, “schon oft, sogar schon von Fußgängern …..”)
3. laufen diese Leute mit den leuchtenden Schutzwesten immer neben, vor und hinter dem Zug her? Auch später dann durch die Stadt?
Was braucht man da für eine Ausbildung und sind da noch Stellen frei?

Es ist schlimm, aber ich kann mein Schandmaul nicht halten ….

Wieso drängte sich mir beim Lesen vor Babsy`s Beitrag der Satz auf:
“Wer nichts wird, wird Wirt …. und wenn es selbst damit nicht klappt, dann geht man in den Gemeinderat und entwirft ein Projekt, wo man dann letztendlich doch wieder Wirt wird?”

Wieso kam mir das nur in den Sinn? Ich habe keine Ahnung. Irgendein Unsinn, der wahrscheinlich keinen Bezug zur Realität hat. Vielleicht sollte ich doch mal zum Doktor gehen …… oder so oder ganz anders …. ist ja auch egal.


Und zwei Postings von gestern. Umgekehrte Reihenfolge des Einlangens, gell!

AndyB
Gesendet am 14.12.2014 um 3:12 vormittags | Als Antwort auf nonicknofun .

Das bedeutet aber doch nicht, die Seezugänge wären nicht vorhanden, auch wenn sie im Parkchaos versinken!
Die ganze Innenstadt ist praktisch ein Seezugang, vom “Rathaus Platz” bis zur Kirche. Die “Bräuwiese” habe ich dabei nicht mal berücksichtigt.

Es ging mir alleine um die Größe des Seezuganges, gemessen an der Bevölkerung, nicht um den Tourismus.
Beim Tourismus ist wahrscheinlich der Schuss nach hinten los gegangen, mit der Ortsumfahrung ….. (meine persönliche Einschätzung), denn eigentlich hätte eine Ortsumfahrung genau das Gegenteil bewirken müssen.

Im übrigen fahre ich öfter mal nach Traunkirchen, in den Sommermonaten und habe eigentlich (fast) immer einen Parkplatz gefunden.

Sie wissen doch sicher wo man in Gmunden einen freien Zugang zum See hat? Zwischen Altmünster und der Innenstadt? Na? Einen einzigen : den Toscana Park und der nächste Zugang befindet sich auf der anderen See Seite.

Beide will man nun bebauen bzw. teilweise bebauen.

Wie ich schon einmal berichtet habe, haben mich schon öfter Touristen angesprochen : “Wie sie denn zum See kämen? Es wären ja fast alles nur Privatgrundstücke, Zäune und Mauern”.

Aber wie ein Politiker mal gesagt hat : “Der See würde der “Industrie” gehören und nicht dem Bürger.” ……


Traunseewiener
Gesendet am 13.12.2014 um 10:53 nachmittags

Der lange Wurm

Zu der Regio-Bim möchte ich einen weiteren Gedanken ins Spiel bringen: abgesehen von der Art wie das Projekt durchgepeitscht wurde, finde ich eigentlich nicht die durchgehende Regio-Bim an sich schlecht, sondern die Fahrzeuge! Die sind einfach zu globig für Gmunden.
In Wien lebend und in Gmunden aufgewachsen, fällt mir genau das ins Auge, wenn ich nach Gmunden zurückkome: Dieses lange Ding sieht nach Wien aus? Wozu bin ich denn jetzt die 265 km gefahren? Da kann ich gleich in Wien bleiben.
Wieso kann man da nicht mit zarteren Wagen fahren, etwa mit einem keinen Triebwagenund je nach Bedarf mit angehängten Wagen? Auch die Station am Klosterplatz könnte etwas dezenter sein.
Grundsätzlich scheint mir zumindest aus historischer Sicht nichts gegen Schienen durch Gmunden zu sprechen.Zur Zeit der Budweiser Pferdebahn liefen schin mal Schienen über die Traunbrücle (ich weiß, ist natürlich jetzt sehr lange her, , und auch das ursprüngliche Projekt von S&H sah das ja bereits vor 100 JAhren vor. Wäre interssant, ob es da noch alt Plöne und Skizzen gibt, wie das damals hätte aussehen sollen. Sicher nicht so globig. Vielleicht hätter man sich stilistisch daran orientieren können. Damit es nach Gmunden aussieht. Nicht nach Linz oder Wien!
Und offen gesagt sind Autos und Busse auch nicht so schön in der Innenstadt – nur haben wir uns längst daran gewöhnt. Also eine Verkehrswende tendenziell etwas weg vom Auto scheint mir da schon die Zukunft zu sein – auch wenn die Akzeptanz bei vielen Projekten erst später kommt (wie bei der Wiener Mariahilfer Strasse) -nur: es scheint mir in Gmunden nicht ausreichend durchdacht und nicht ausreichend demokratisch (Information und Befragung)!

regio_neu_3Auch wir halten die Grösse der Züge für den springenden Punkt. Das ist leider völlig aus dem Ruder gerannt. Der Grund ist einfach, und wir haben ihn hier auch deutlich ausgesprochen: es wurde kein Verkehrskonzept für Gmunden gemacht, sondern die “Gmundner” Lösung ist in Wahrheit eine, die nicht Gmunden, sondern S&H dient. Die wollen ihr RegioTram-Monpol aufbauen, und das möglichst mit einer einzige Art von Zügen. Egal, wie das dann in Gmunden aussieht.
Was die Busse betrifft, da kommt es darauf an, welche Busgrössen man einsetzt. Es gibt kleine City-Busse, die sind nicht viel grösser als der klassische VW-Transporter oder ein Mercedes-Vito. Die sind gleich viel dezenter als die jetzt verwendeten Grossbusse.
Dass der Individualverkehr weitgehend aus der Stadt verbannt gehört, ist für uns völlig klar und steht ausser Diskussion.
InGmunden wird leider vieles nicht gut durchdacht oder zu Ende gedacht. Auch wenn die Vorlaufzeit zehn Jahre ist …
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Wunschdenken

13. Dezember 2014 - 5 Antworten

Heute:
Gastkommentar von AndyB

Liebe Leserleins!

Wir sind ja eigentlich sehr zurückhaltend mit Jubelmeldungen. Besonders Ihre Babsy ist eine ganztotal Bescheidene, gell! Aber manchmal ist Jubeltrubelheiterkeit angesagt. Wir haben diese Woche die 200.000er-Marke überschritten. Ja, liebe Leserleins, Sie lesen richtigt: der 200.000ste Mensch, der/die/das sich auf unsere Seite verirrt hat. Natürlich nicht verirrt hat. Die Leute wissen nämlich, warum sie hier sind. Weil sie uns mögen. Weil sie uns hassen. Weil wir nicht gleichgültig lassen. Darum geht es im Leben und in der Politik: nicht gleichgültig sein. Sagt jedenfalls Ihre Babsy. Und trinkt heute nichts auf unsere neue Wahnsinnsrekordmarke.
Babsy, du musst nüchtern bleiben, sage ich mir. Morgen musst du zeitig raus dem dem Bett und dabei einen klaren Kopf haben. Dann muss ich mich unauffällig kleiden, also nix mit HiHeels, kein kurzes Rockerl oder sauenge Jeans, ist eh zu kalt trotz des Föhns. Werde mich in wärmendes Gewand hüllen. Details werden nicht verraten, sonst erkennt man mich gar. Eine warme Haube auf den Kopf, Haare schön drunter stopfen, vielleicht sollte ich eine mir verhasste Burka nehmen. Denn ich muss morgen Ausschau halten, ohne erkannt zu werden.
Werde mich nämlich unters Festpublikum mischen, wenn die Politiker auf unsere Kosten feiern, dass sie auf unsere Kosten Steuern verschwendet haben. Ich werde also am Klosterplatz stehen und keine Würstel essen und kein Freibier. Ich bereichere mich nämlich nicht am Geld der Steuerzahlerleins, was welches ohnedies auch meines ist.

Die Eröffnung des umgebauten Klosterplatzes wird gefeiert. Und ich will sehen, ob das Gerücht stimmt, dass man Schulklassen am schlufreien Samstag für die Belebung dieses drögen Festes abkommandiert oder mit sanftem Druck hinbefohlen hat. Ob es wirklich stimmt, weiss Ihre Babsy nicht. Aber wir haben einige Emails empörter Eltern bekommen, die sich beschwert haben, es gäbe da Druck. Ehrlich, ich kanns nicht glauben. Wäre irgend wie Nordkorea.
Ich werde nur kurz Ausschau halten und dann abhauen. Ich will nicht die Staffage für Politiker geben, die sich auf unsere Kosten selbst loben. Ich brauch deren Würstel nicht, die ohnehin die meinigen sind. Freibier habe ich schon immer gehasst.

Mögen sich möglichst viele Leute den Tatzlwurm am Klosterplatz anschauen. Damit sie endlich eine Ahnung davon bekommen, was man ernsthaft quer durch die Stadt rattern lassen will. Der pure Grössenwahn. Weil das mit dem Tunnel nichts geworden ist, verjankern wird das Geld jetzt halt anderswo, gell. Zum Trotz! Den Steuerzahlerleins werden wir es zeigen! Wir schaffen es immer, deren Geld sinnlos zu verplempern. Liebe Steuerzahlerleins, sagen die Politiker, ihr entgeht unseren Projekten nicht.

Ein riesigier Zug für zehn Insassen. Da hätte man glatt noch zwei Toiletten und eine Speiseabteilung einbauen können, ohne dass die Leute das Gefühl der Überfüllung bekommen. Aber wer isst schon zwischen Vorchdorf und Gmunden im Zugsrestaurant? Die Leute fahren nämlich angeblich von Vorchdorf nach Gmunden zum Grellinger oder zum Baumgartner oder zum Essen ganz allgemein. Armer Sigi John, für den kommt das zu spät. Der hat mit seinem Wirtshaus Pleite gemacht. Wahrscheinlich, weil die RegioTram noch keine Kunden in rauhen Massen von Vorchdorf herangekarrt hat. So ist das Leben, sagt Ihre Babsy. Dafür will er jetzt Hotel bauen, mit diesen Referenzen. In Gmunden, wo das Abenteuer zu Hause ist.

Wenn ich nur meine Mütze finden könnte. Damit ich mich morgen nicht verkühl.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Wunschdenken

Ein Gastkommentar von AndyB

Herr Kammerhofer hat natürlich Recht ….. ich habe allerdings nicht nur sein Posting überflogen, sondern versucht es zu verdrängen ….

Denn dieses Ergebnis ist noch schockierender für mich, denn das würde ein völliges “Aus” für den Toscana Park bedeuten.

Sollte dann auch noch das “Lacus Unerträglich” realisiert werden, hätte die Gmundner Bevölkerung überhaupt keinen Zugang mehr zum See.
Man vergleiche mal die Seezugänge in Traunkirchen mit der Einwohnerzahl und rechne das auf Gmunden um ….. Da werden sich viele Leute wundern.

Selbst wenn das Locus …. Lacus Dingsda nicht gebaut würde (wo mit Sicherheit von auszugehen ist), dann wird der ÖVP eine neue Sauerei einfallen, wie sie das Gelände verschandeln können. Vielleicht mit einer netten kleinen Plattenbausiedlung. Natürlich mit “geförderten” Wohnungen, für 400.000 Euro für 80qm.

Sollte das tatsächlich passieren, dann werde ich ernsthaft in Erwägung ziehen, Gmunden zu verlassen.

Die Innenstadt mit Regio ist für mich sowieso schon völlig tabu. Ich kann mir kaum etwas Schöneres vorstellen, als beim Baumgartner entspannt zu sitzen, und alle 15 Minuten kommt ein Zug vorbei.

Bewertungen der Touristen wie “Das Café Baumgartner befindet sich direkt am See in Gmunden, es hat eine schöne Terrasse mit einem wundervollen Ausblick auf den See und in die Berge.” werden dann der Vergangenheit angehören.

“Das Café Baumgartner befindet sich direkt am See in Gmunden, es hat eine schöne Terrasse mit einem wundervollen Ausblick auf einen Zug- und Busbahnhof, da vergisst man sogar den See und die Berge.” wird dann dort stehen …..

Die Umweltschützer werden mich dafür hassen und mich verfluchen …., aber wieso bleibt dieses riesige unzugängliche Gestrüpp da unangetastet? Wieso baut da niemand etwas hin?
Und wieso muss die Feuerwehr ein Übungsgelände in 1A See-Lage haben? Warum muss ein Hallenbad am See sein oder neben dem Freibad?
Und wieso sollte es unbedingt auf der Toscana Halbinsel stehen?
Es gibt kein mir bekanntes Hallenbad, das sich überhaupt finanziell rechnet!
Natürlich hätte ich auch gerne ein Hallenbad, aber nicht um diesen Preis!

Wenn das Kongress-Hotel sich nicht rentiert, dann werden da 1A-Wohnlagen errichtet, und dann fällt auch der Rest des Parks.

Mal einige Fragen zum Kongress :
– wie viele Kongresse finden denn im Jahr statt?
– wie viele Kongressbesucher übernachten in Gmunden?
– wie viele Geschäfte besuchen denn die Kongressbesucher noch, wenn das Hotel direkt neben der Kongresshalle steht?
– in welche Restaurants und Gaststätten gehen denn die Kongressbesucher?

Meine Erfahrungen :

Es finden sehr sehr wenig Kongresse statt und das nicht, weil es kein Hotel gibt. Es ist mir ein Rätsel, wieso angeblich so vielen Kongress-Interessenten abgesagt werden muss. Sicher nicht wegen der Überlastung durch die vielen Veranstaltungen.
Die meisten Kongressbesucher kommen relativ spät überhaupt aus den Veranstaltungen, da haben sie nicht noch Lust überhaupt in die Innenstadt zu gehen. Außerdem haben die meisten Geschäfte dann eh schon geschlossen.
Viele Kongressbesucher kommen aus der näheren Umgebung und fahren nachts nach Hause.

Alles andere ist Wunschdenken, wie man es gerne hätte, es aber niemals sein wird.
Kongressbesucher kommen wegen eines Kongresses, sie kommen nicht wegen der schönen Landschaft oder der See-Lage, nicht wegen dem guten Essen und auch nicht wegen des aufregenden Gmundner Nachtlebens.

Leider gibt es immer noch genug Leute, die auf irgendwelche Märchengeschichten herein fallen, man muss diese Schauermärchen nur oft genug wiederholen, und irgendwann glauben die Leute es.

Die Gmundner Bevölkerung ist so oft hinters Licht geführt oder unzureichend informiert oder vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Wie oft funktioniert das noch?


 

 

 

Was jetzt? Ein wackliger Tisch baut kein Hotel!

12. Dezember 2014 - Eine Antwort

adventkerze_2

Heute:
Babsy Blitzschnell zum Runden Tisch
Gastkommentar von Margareta Enser-de Groot
Umfrage-Kammerhofer-Nachlese

Liebe Leserleins!

Der gestrige Titel war für manche Leserleins ein wenig verwirrend. “Bierdeckel” – was hat das mit dem Runden Tisch zu tun. Ihre Babsy blieb die Antwort schuldig. Jawohl! Stimmt! Die Antwort kommt erst heute. Also bitte um Verzeihung, dass ich das was vorweggenommen habe. Wird sicher wieder passieren. Grins.

Was soll man zu dem wackligen Runden Tisch nun sagen? Nicht leicht. Zuerst die Auflösung des Bierdeckel-Rätsels. Im guten, alten Wirtshaus verwendet man Bierdeckeln zum unterlegen unter die Tischfüsse, damit der Tisch nicht wackelt. Kann mitunter eine recht kniffelige Arbeit sein. Der Runde Tisch wackelt auch ziemlich über Gebühr. Die Frage ist nur: welche politischen Bierdeckeln könnte man unterlegen, damit aus der Sache was Stabiles wird?

Die Kronenzeitung hat vermeldet, die Parteien hätten sich darauf geeinigt, bis zum Frühjahr Konzepte für das grundsätzlich willkommene Hotel vorzuelgen. Sitzungsteilnehmer haben das anders berichtet. Denn die grundsätzlichen Vorschläge der Parteien lägen auf dem Tisch. Die Konzepte von SPÖ, Grünen und FPÖ seien in hohem Mass kompatibel zueinander. Differenzen gibt es nur in Fragen Finanzierung. Während die FP (und teilweise die Grünen) einen Rückkauf auch der Holzinger-/Putz-Gründe wollen, hält die SPÖ das für keinen realistischen Weg, da die Schulden enorm ansteigen würden und die Bedarfszuweisungen des Landes ausbleiben könnten, wenn die Gemeinde so viel Geld für Grundstücksrückkaufe ausgibt. Der Einwand: man müsste das eben mit dem Land ausverhandeln.

Auch uns scheint der Vorschlag der FP nicht völlig aus der Welt. Es müsste aber sichergestellt werden, dass dann nicht die alte ÖVP-Kamarilla mit den gekauften Grundstücken ebenso herumdilettiert wie mit dem Seebahnhofgelände. Davon sollte man nach der schwachen Performance des neuen Bürgermeisters aber eher nicht ausgehen. Bei einem Rückkauf durch die Gemeinde besteht die Gefahr, die sich ähnliche Probleme wie beim Seebahnhof – nur noch ein wenig potenziert – einzuhandeln. Realistischer der SP-Vorschlag, sich auf dem Weg der Flächenwidmung neue Optionen für die Gemeinde zu schaffen. Die ÖVP aber beharrt auf dem alten, obskuren und längst obsoleten Modell der Seebahnhof-Verbauung mitsamt künstlicher Bucht und Chalets. Wann werden die endlich wach? Ist in der ÖVP wirklich niemand in der Lage, dieses Konzept als das einzustufen, was es ist: unwirtschaftlich! Mit der Wirtschaftskompetenz der ÖVP ist es nicht mehr weit her. Hauptsache, Internet-Schrabacher kämpft eifrig gegen amazon & Co. Das wird die Innenstadt retten. Mitsamt der Wahnsinns-Züge, die demnächst durch die Stadt rattern werden. Man schaue sich das Video in unserem gestrigen Blog an. Da sieht man endlich 1:1, was für ein Ungetüm sich da ab Samstag auf den Klosterplatz wälzt. Wenn man das sieht, fragt man sich tatsächlich: haben die jedes Augenmass verloren? Die lassen die Eisenbahn durchs Dorf fahren. Bin echt gespannt, ob die Bürgerleins das schnallen, was hier geschieht.

Aber zurück zum Runden Tisch. Unsere gestrige, erste Einschätzung kommt ziemlich genau hin. Das Stadtschiff schlingert führungslos vor sich hin. Inzwischen haben wir sowohl die ÖVP-Gemeindezeitung “volldaneben” (vulgo: mittendrin) als auch die ÖVP-ÖVP-Zeitung erhalten. Jetzt wissen wir also, dass der neue Bgm. drei Kinder hat, vier Jahre in einem bischöflichen Gym unterrichtet hat, sportlich ist, blablabla. Nur: was er politisch will, wissen wir nicht. Nett zu allen sein. Wunderbar. Freut uns. Aber nett sein ist kein politisches Konzept. Das ist eine Frage der guten Manieren. Politisch herrscht totale Flaute. Das Schiff kann keine Fahrt aufnehmen, weil der Kapitän nicht weiss, wohin die Fahrt gehen soll. Das ist das Problem. Derweil hält die alte Mannschaft fest das Steuerruder in der Hand und versucht, ohne Antrieb (=ohne Investoren und Konzepte) die alte Richtung beizubehalten. Prost! – kann da Ihre Babsy nur sagen.

Es wird so kommen, wie hier vorhergesagt: Stillstand bis zu den Wahlen. Freundliche Gestern, ein freundliches Gesicht. Aber keine p0litischen Ansagen und Aussagen. Keine Zielvorgaben. Sicherheitshalber hat sich der neue Bgm. nur bis Ende September 2015 vom Job karenzieren lassen. So ganz sicher, dass er die Wahlen wirklich gewinnt, ist er sich also nicht. Das sehen wir ähnlich. Es wird sich weisen, ob die Leute tatsächlich bereit sind, einen zwar freundlichen aber politisch unbedarften Frühstücksdirektor ernsthaft zum Bürgermeister zu wählen. Da stehen für ambitioniertere und profilierte Kommunalpolitiker doch ein paar Türen sperrangelweit offen. Mal sehen, ob es jemandem gelingt, durch sie hindurch zu gehen.

Ansonsten sollte die Bevölkerung sich bis Herbst auf weitere kuriose Investoren-Festspiele einstellen. Dass die RAIBA/RAIKA sich nicht offen einmischt, ist eigentlich auch kein Wunder. Die haben mit der Sanierung bzw. Verdauung des Asamer-Schuldenberges genug zu tun. Die haben keine Lust, auch noch mit all den Merkwürdigkeiten rund um den Seebahnhof angekleckert zu werden. Auch die Bankmenschen setzen vorerst einmal auf Zeitgewinn.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Für Montag hat uns Michael Amon einen Gastkommentar zur Steuerreform versprochen.


Erster Runder Tisch

Gastkommentar von Margareta Enser-de Groot
Ausschluss der Presse und der Öffentlichkeit, aber die Asamer-Anwälte waren bei der ersten Zusammenkunft des neuen Bürgermeisters mit allen Fraktionen dabei. Wie soll da je etwas Positives herauskommen, wenn von Anfang an der Asamer-Clan wieder  in die Gemeindepolitik hineinregiert?  Es war dies ein fundamentaler Regiefehler des neuen Bürgermeisters (der bereits seine Feuerprobe an politischer Unerfahrenheit unter Beweis stellte), aber auch der übrigen Fraktionen, besonders der Opposition, die dieses Spielchen mitmachten. Die Spielregeln bestimmen die Asamers u. ihre Anwälte u. unsere Lokalpolitiker machen brav und artig mit.  Anstatt  dass sich die Gemeinderäte intern unter Ausschluss jedes Fremdeinflusses versuchen, einander anzunähern und zu Lösungen zu kommen, ziehen sie schon wieder die Asamers heran. Ich frage mich warum, welchen Einfluss hat der Asamer immer noch auf die “Volksvertreter”?  Diese Vorgangsweise war politischer Dilettantismus zur Potenz, und zwar von allen Gemeindevertretern, die da mitgemacht haben. Wie soll man da je Hoffnung schöpfen, dass es einmal besser wird.
Es hatte einmal  einer eine gute Idee, er fragte  auf eigene Initiative und eigene Kosten die Bevölkerung.  Er brachte grossen Fleiss und Idealismus mit. Er heisst Karl Kammerhofer.  Ein bescheidener intelligenter Ex-Politiker.  Ihn liess man gehen, er war eben zu intelligent für die Politik.  Zu viel Intelligenz und Scharfsinn ist in der Politik auch nicht gefragt, das könnte für die anderen Politiker, die damit nicht so gesegnet sind, Konkurrenz bedeuten.


Fehlinterpretiert!

Eine Korrektur von Karl Kammerhofer

Ein paar liebe Leute haben die Auswertungen der Gmundner Bürger Befragung  zwar überflogen aber leider hinsichtlich des Strandbades nicht richtig interpretiert.

Die  ÖVP lacht zu früh. Ja, es stimmt: nur 24 %  der Gmundner(innen) wollen die Toskana Halbinsel mit dem Strandbad – alles, so wie es derzeit  ist.

Aber insgesamt:
81% der Gmundner(innen) wollen weiter das alte Strandbad

aber  davon:  57% 

auf der Toskana-Halbinsel auch noch eine Sauna mit angeschlossenen kleinen Hallenbad, plus 3/4Stern Hotel und ein erneuertes Konferenzzentrum.  Also, das bisherige Strandbad samt einer ordentliche touristische Infrastruktur auf der Toskana Halbinsel. So macht Tourismus und Kongresstourismus für Gmunden auch Sinn.

Diese Zahlen sollten sich manche ÖVPler  und die „Kurdirektion“ zu Sinnstiftung über das Betthaupt nageln.  Das alles will die Bevölkerung und im Einklang auch alle Oppositionsparteien in Gmunden.


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