Kabale und Hiebe

25. Oktober 2014 - Leave a Response

Liebe Leserleins!

Man könnte das Geschehen in Gmunden durchaus mit unserer heutigen Überschrift charakterisieren, einer leicht ironisch abgewandelten Anleihe bei Fritzl Schiller (“dicht, Dichter, am dichtesten” – was trifft zu? aus dem neuen Deutsch-Test zur Zentralmatura). Bei all den Machenschaften und Durchstechereien, die man mitunter unter voller Berücksichtigung der Unschuldsvermutung vermuten könnte. Tun wir natürlich nicht, klaro.

Der Gastkommentar von Michael Amon in der PRESSE hält sich jetzt schon den zweiten Tag unter den fünf meistgelesenen in der Online-Ausgabe. Freitag mittags erklomm er sogar Platz zwei. Da sage einer, Gmunden interessiert niemanden. Wenn die alle nach Gmunden fahren zwecks Besichtigung der Bau- und sonstigen Sünden, hey Murray, aufwachen!, aufpassen!, dann brauchen wir vielleicht doch noch ein Hotel. Und ein ausgebautes Strassenbahnnetz, um die Besucher zu allen Scheusslichkeiten zu kutschieren. Weil es aber so schnell kein Strassenbahn-Netz geben wird, muss vorläufig der Bus herhalten.

Hier übrigens nochmals der Link (anklicken!):

http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/4194637/Die-Spatenschwinger-von-Gmunden

Wir bringen also heute nochmals Beiträge aus der Online-Presse. Einerseits eine Diskussion zwischen Josef Aigner und Michael Amon. Dann noch die anderen Beiträge. Also viel Vergnügen! Dahinter dann einige Überlegungen unserers bewährten AndyB und zwei weitere Beiträge aus dem Kommentarteil. Da werden neben der Tram-Frage auch andere Fragen von allgemeiner Bedeutung gestellt. Auch dazu viel Vergnügen!


Diskussion zum Gastkommentar in der PRESSE von Michael Amon:

Josef Aigner
25.10.2014 00:15

Anmerkungen zur “Info”
Bei Ischl liegt Michael Amon mit seiner spitzen Bemerkung, auch dort müsste “dieser Logik folgend” ein Staßenbahnnetz geplant werden, ganz richtig. Ein in Salzburg beheimatetes Konsortium und der Club Salzkammergut-Lokalbahn plädierten schon im vergangenen Jahrzehnt mit Unterstützung der Bürgermeister für eine Wiedererrichtung der demontierten alten Lokalbahn zwischen Ischl und Salzburg. Ihnen schwebt ein in das Salzburger S-Bahnsystem integriertes, modernes Nahverkehrsmittel für die Region vor.
Amon meint, dass Bim und Ansiedlung Junger nichts miteinander zu tun hätten.
Eine Fehleinschätzung: Die neue Bim erschließt im kurzen Takt das boomende Siedlungsgebiet in den vorgelagerten Orten Gschwandt und Kirchham, ist für Junge also ein großer Anreiz sich leistbar in Seenähe, anzusiedeln. Hier gehts nicht nur um Gmunden, sondern um die Entwicklung einer Region.
Dass die Nachbargemeinde Altmünster nicht an Bim und Citybusse angeschlossen ist, ist ein Übel. Der Anschluss ein Gebot der Zukunft.
Zum Schluss ein Zitat von einem etwas berühmteren, aber ebenso kritischen Kollegen Michael Amons: Thomas Bernhard. Es stammt aus seinem letzten Leserbrief an die Salzkammergut-Zeitung kurz vor seinem Tod: „Diese Straßenbahn ist eines der Wahrzeichen der Stadt und ich benütze sie regelmäßig mit dem größten Vergnügen. (…) Mit der Erhaltung der Straßenbahn und ihrer Weiterführung wäre Gmunden nicht nur seiner Zeit gemäß, sondern dazu auch noch weit voraus.“ Wie wahr!
Antworten Antworten michaelamon


 

michaelamon
25.10.2014 01:03

Re: Anmerkungen zur “Info”
Lieber Josef Aigner!
Sie wissen so gut wie ich, daß die geplanten Zugsgarnituren aber schon gar nichts mit der alten Nostalgie-Bahn, dem Gmundner “Wahrzeichen”, auf das Bernhard Bezug nimmt, zu tun haben. Statt des Stephansdoms einen Wolkenkratzer-Dom … Lassen wir Thomas Bernhard aus dem Spiel, der kann sich nicht mehr wehren. Wie und ob der auf die neue Straßenbahn reagiert hätte, die von vielen als Eisenbahn mitten in der Stadt gesehen wird, wissen wir beide nicht.
Im übrigen zählt in einer funktionierenden Demokratie nicht der Grad der “Berühmtheit”, sondern die Qualität des Arguments. D’accord?
Ich bin sofort für ein flächendenkendes Straßenbahnnetz im Großraum Gmunden. Die Frage ist nur: wer soll das bezahlen?
Und wie in meiner Antwort auf einen anderen Poster schon steht: warum hat man sich nicht längst getraut, die Durchfahrt durch Gmunden, wie in Orten an den oberitalienischen Seen, tagsüber zu sperren?
Die Gmundner Stadthäuptlinge waren bis jetzt nicht einmal in der Lage, ein ganzjähriges Parkverbot am Rathausplatz durchzusetzen, einem der schönsten Plätze direkt am See. Von Oktober bis April ist dieser einmalige Platz mit Benzinkutschen zugestellt.
Ob ein Bevölkerungszuwachs in Gschwandt & Co. erfolgt, wissen wir nicht. Da müßte jede Menge landwirtschaftlich genutzter Boden dran glauben. Weiterer Landfraß wäre vorprogrammiert. Stattdessen hat man jahrelang Grundstücksspekulation mittels Luxuswohnsitzen ermöglicht. Und Gmunden städtebaulich verkommen lassen.


Erich Klinger

Re: Info
Herr Amon, Sie widersprechen sich, wie auch in Ihrem Artikel, in dem Sie schreiben: “Die Grundsatzfrage, ob dieses Projekt sinnvoll ist, klammere ich aus.” Obwohl Sie vorgeben, nur die politischen Usancen, die mit dem Projekt “Stadt-Regio-Tram” und dessen Finanzierung einher gingen, zu beschreiben, beziehen Sie sowohl in Ihrem Kommentar als auch in Ihrer Antwort an Josef Aigner klar Stellung gegen das Vorhaben, zitieren dabei Argumente von GegnerInnen und bezeichnen die künftig zum Einsatz gelangenden Garnituren als Verschandelung der Altstadt. Sie täuschen Unvoreingenommenheit vor, Ihre Wortwahl und Argumentationen besagen jedoch etwas Anderes. Daher erübrigt sich auch die naheliegende Frage, warum Sie in Ihrem Kommentar nicht auf einen der vielen durchaus kompetenten Befürworter des Projektes, beispielsweise einen Otfried Knoll, Bezug nehmen. Oder darauf, wie sehr die an sich schöne Stadt Gmunden vom Autoverkehr beeinträchtigt ist. Obwohl in den letzten Jahren und Jahrzehnten wesentlich größere Summen für Umfahrungen ausgegeben wurden, als nun für die naheliegende Verknüpfung zweier Schienenbahnen zum Tragen kommen, deren
Sinnhaftigkeit Sie letztlich eindeutig in Frage stellen. Die Stadt-Regio-Tram als Chance für die Region anzusehen, kommt Ihnen nicht in den Sinn. Regionalbahnen mit attraktivem Angebot werten die Regionen auf. Das hat sich allerdings in einem Land, wo man Straßenprojekte ungeachtet der Kosten als Zukunftsinvestion sieht, noch nicht herumgesprochen.


michaelamon
25.10.2014
Antwort an Erich Klinger
RegioTram: Vergeudung & Kosten der Feigheit
Sorry, mit schwarz-weiß kann und will ich in dieser Frage nicht dienen. Man kann das Konzept der RegioTram nicht auf einen so einfachen Ja/Nein-Nenner bringen. Daß die RegioTram die Altstadt verschandelt, ist kein Argument gegen die RegioTram, sondern ein Argument dagegen, wie ohne jede städtebauliche Phantasie unglaublich häßliche Haltestellen (großspurig Bahnhof genannt) errichtet werden sollen. Dem allzu früh verstorbenen Jörg Mauthe (ÖVP!), würden die wenigen Haare zu Berge stehen, wenn er das sehen würde. Wenn Ihnen dieser Name noch was sagt; ich hatte die Ehre, für dessen Wiener Journal viele Jahre schreiben zu dürfen. Er war der Erste, der gegen die Verschandelung von Land, Dorf und Stadt gekämpft hat.
Das war übrigens eines der besonders verhaltensorignellen Argumente für die RegioTram: die behindert den Straßenverkehr in der staugeplagten Stadtdurchfahrt so massiv, daß man die dann endlich sperren muß und eine Begegnunszone machen kann.
Man gibt, diesem “Argument” folgend, also 30 Mille für eine Tram aus, weil die verantwortlichen Politiker politisch zu feig sind, die Stadtdurchfahrt (trotz der von Ihnen erwähnten Umfahrungen) tagsüber einfach zu sperren. Dafür bin ich sofort. Wie soll aber dereinst eine Begegnungszone in der engen Innenstadtdurchfahrt funktionieren, wenn sich über 30 m lange Züge durchquetschen? Die Theatergasse ist nicht die Wiener Mariahilfer Straße. Nicht jeder differenziert-skeptische Blick auf ein Projekt ist gleich totale Gegnerschaft.


Trabi
25.10.2014

Re: Lokalbahnausbau ist klug und zukunftsweisend
In Gmunden gibt es den Verein “Pro Strassenbahn” mit ca 6000 Mitgliedern. Wer ist wohl Obmann des Vereins? Wer weiss es? Richtig geraten – Gmundens BGM, der sicher noch nie einen Fuss in die Bim setzte nach dem Motto: “Was soll ich da bei dem Pöbel. Ausser mich zu wählen, ist der für NICHTS gut”.
Günther Neumann fährt auch nicht mit Bim zB zum “Hofer” zum Shoppen – 2. Station nach seinem Domizil – sondern mit Auto, obwohl er seine Einkäufe locker öffi-mässig transportieren hätte können.
Nur aus Stärke der Vereinsmitglieder “Pro Bim” müssten die Fahrten vom “steilsten Stolz von Gmunden” – gnädig hochgerechnet – min 3,5 Millionen sein, ohne Schüler plus Bahnnutzer im Verkehrsverbund.
Nicht nur Nostalgiebahn GM-Strassenbahn, sondern auch Vorchdorferbahn transportieren öfter als oft nur Luft – ergo Null Personen – ausser Fahrer/in.
Wie dämlich sind oberösterreichische Politiker, so eine Wahnidee zu unterstützen oder will Hupf-Sepp seinem unfähigsten BGM zum Weiterüberleben helfen, während die Mühlkreisbahn vor sich hinvegetiert – 200.000 Arbeitsplätze in Linz – viele Einpendler aus Mühlviertel – bei ca 193.000 EW. Gmunden hat nichts mehr zu bieten, ausser dass dieTraun aus Traunsee hinausrinnt.


petlah
24.10.2014

Schilda… Lokalbahnausbau ist klug und zukunftsweisend
Dieser Lokalbahnplan ist so absurd, ja peinlich.. man wähnt sich in Schilda. Nein, nicht nur absurd, es ist ein schweres Vergehen gegen den Steuerzahler…
Peter Lahnsteiner


Der Architekt
24.10.2014
Wen wundert´s…
Über die Art der Investitionen in die Straßenbahn wundert sich nur, wer die Vorgänge um das mittlerweile wohl schon berüchtigte “lacus felix” – Hotel mit allen unerquicklichen Nebenschauplätzen nicht kennt.
Die Eingeweihten dagegen wissen schon, was sie am Gmunder Bürgermeister so haben….


Und hier aus dem Kommentarteil unseres Blogs:

AndyB
Gesendet am 24.10.2014 um 3:04 nachmittags

Ich habe mir die Postings der letzten Tage mal “durch den Kopf gehen lassen” …
jaja, ich habe auch einen Kopf …
Sollten sich Personen aus anderen Ländern in diesen Blog verirren, dann werden sie sicherlich schockiert sein, und ich kann es nachvollziehen.
Wir leben hier in einer Demokratie, und jeder hat das Recht auf freie Meinungsäußerung …… sollte man denken. Der ortsunkundige Leser wird aber den Eindruck haben : “naja, die leben ja eigentlich in einer Diktatur, wo man aus Angst vor Repressalien seine Meinung nicht schreiben darf.”
Ich wiederhole: Ich meine damit keinesfalls, wir würden in einer Diktatur leben.

Einige Schreiber posten, sie würden hier anonym (dass es anonym im Internet nicht gibt, habe ich ja schon ausführlich beschrieben) schreiben, aus Angst ihren Job zu verlieren oder andere gesellschaftliche Nachteile befürchten zu müssen etc.
Schreiber aus anderen Städten, Privilegierte oder Befürworter hingegen kritisieren diese “Anonymen” oder bezeichnen sie als feige etc. Die Konsequenzen, die es für die Betroffenen hätte, sehen sie nicht, oder wollen sie nicht sehen.
Das müsste einem schon arg zu denken geben.
In einer großen Stadt kann man seine Meinung frei äußern und auch den “Bürgermeister” und die Regierenden öffentlich kritisieren, selbst wenn man bei der Stadtverwaltung arbeitet. Evtl. bekommt man sogar eine Antwort von der Pressestelle oder vom Bürgermeister selbst. Hier prallt grundsätzliche jede Kritik ab und an eine Stellungnahme hier oder an anderer Stelle …. *laut lache* …. daran ist nicht mal im Traum zu denken.

Bei manchen “Zuständen” (Vetternwirtschaft/Ausschreibungen (???), erpressbar durch Unternehmen etc.) in dieser Stadt, hätte man den Bürgermeister – in anderen Ländern – schon lange aus der Amt gejagt, und in einigen Ländern wäre gar Schlimmeres passiert.
Da sollten sich einige Leser mal Gedanken machen und ihre Meinung mal überprüfen.

Kurz noch was zum Artikel :
Aigner ist eine Lachnummer und disqualifiziert sich schon selber durch seine lächerlichen Kommentare.
“Indem man sagt, die Bahn sei bislang weitgehend leer gefahren, ist doch mit Verlaub widersinnig. Wenn kaum einer Bahn fährt, schreit das doch nach einer Veränderung, oder?”

— sicher …. sicher … Herr Aigner … lol
Das würde bedeuten: würde ich ein Museum in Gmunden betreiben, das schlecht besucht ist, dann müsste ich noch ein zweites bauen. Oder wenn ich eine Gaststätte besitze, die schlecht läuft, dann müsste ich sie vergrößern oder gar eine zweite eröffnen …..
Hoffentlich bringe ich Aigner jetzt nicht auf den Gedanken, wir müssten 2 Bahnen bauen, und die würden dann so richtig bummvoll.
Seine Empörung über die “unzumutbaren” 700 m Fußweg für Schüler und andere Reisende ist schon als “putzig” zu bezeichnen.
Zitat Aigner: “Ich kenne eigentlich kein Beispiel dafür, dass man bei gut funktionierenden Lokalbahnen wie in der Schweiz oder den Salzburger Nebenbahen Passagiere zwischendurch 700 m zu Fuß gehen lässt, um sie vor Verfettung zu bewahren.”

Lassen wir die “Verfettung” mal außen vor, aber da ist der Herr Aigner aber nicht weit herum gekommen ……
Ich kenne eine Menge Städte, in denen man 700 m und mehr bis zum nächsten Verkehrsmittel gehen muss.
Ich nenne da mal als Beispiele: Düsseldorf und andere Städte im Ruhrgebiet, London (!!) (da gibt es zwar die U-Bahn, aber wenn man in eine andere Richtung muss …… waaaaah …. diese U-Bahn war jetzt keine neue Idee für Gmunden …. *schwitz*), Londoner Flughäfen (oft weit mehr als 700 m und dann noch mit Gepäck).

Ohjeeee, meine Mutter droht mir schon mit dem Nudelholz : “Geh jetzt endlich mal von dem Ding weg und mach Deine Hausaufgaben und iss deinen Teller leer!!!” …. “Aber Mutter, ich bin doch schon über 40 Jahre alt und bin Würgermeister *hilflos guck* …. “Mir doch egal, so lange du die Füße unter meinem Tisch …..” ….. “jaja, ich mach das Ding ja schon aus ….”

Zum Abschluss nach ein Zitat aus meiner Chat-Zitate-Sammlung :
“mich intresiren deine Agumete nich ich mache eh was ich will”


holgerson
Gesendet am 24.10.2014 um 11:13 vormittags

wenn wir schon dabei sind.
das architekturbüro des in diesem artikel

http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/Bauprojekt-in-Gmundner-Innenstadt-stoesst-auf-Widerstand;art71,1511293

erwähntem hauses auf stelzen, welches – wenn man nach der aussage eines verantwortlichen geht- nicht so gebaut werde hätte sollen (wer’s glaubt)
ZITAT
” “Wir ahnten nicht, dass das so aussehen würde”, sagt ein zerknirschter Gemeinderat. “Da wurden wir ausgetrickst, und das passiert uns kein zweites Mal.” ”
ZITAT ENDE
hat rein zufällig in dem ÖVP “magazin” “wir für gmunden” vom April 2014 eine werbung auf seite 14 geschaltet.
das magazin kann man auf

http://gmunden.ooevp.at/uploads/media/Wir_f%C3%BCr_Gmunden_April_2014.pdf

herunterladen.

schon komisch. wird ja nicht ein kleines dankeschön gewesen sein.


Hans Heidinger
Gesendet am 24.10.2014 um 8:21 vormittags

Jetzt habe ich mich über das Posting von Herrn Aigner so geärgert, dass ich glatt den 2. Teil seiner Suada übersehen habe, in der er ja wirklich die Lösung des Problems bereits anspricht und die richtigen Massnahmen empfiehlt: Einstellung der unrentablen und durch Millionen geförderten Vorchdorferbahn und Einstellung der unrentablen und durch Millionen geförderten Strassenbahn. Also genau die Vorgangsweise zu wählen, die die Stadtgemeinde bei nicht ausreichend frequentierten Citybuslinien bereits angewandt hat.
Die Strassenbahn verbleibt als Touristenattraktion – zB. wie die “Gisela” – der notwendige Verkehr zwischen den Stadtteilen wird mit einem gut durchdachten, kostengünstigen E-Busnetz abgewickelt.
Die Zerstörung der historischen Innenstadt unterbleibt!

Und:
Ceterum censeo, “RegionalZug durch Gmunden” esse delendam!


Hans Heidinger
Gesendet am 24.10.2014 um 8:10 vormittags

Wenn die bisherigen Fahrgastzahlen zB.der Strassenbahn so nebensächlich sind, dann frage ich mich schon, wieso von den Betreibern – Stadtgemeinde, Land OÖ und Stern & Hafferl – wissentlich falsche und manipulierte Fahrgastzahlen in der Potenzialanalyse und in den Jubelbroschüren verwendet werden.
Noch immer wird von momentanen Fahrgastzahlen von ca. 890 täglich gesprochen, die tatsächlich gezählte und jederzeit beweisbare Zahl liegt aber bei ca. 300. Warum wird hier wohl gelogen und die Notwendigkeit für einen Stadt-/Regionalzug bewußt falsch dargestellt?
Interessant in diesem Zusammenhang ist die Frage, wie wohl das Land OÖ in Kenntnis der falschen Zahlen gehandelt hätte.Es gilt hier sicher die “Unschuldsvermutung”, im normalen Geschäftsleben würde man so eine Vorgangsweise zumindest “sehr bedenklich” und vielleicht auch sogar – vorsichtig formuliert – betrügerisch(?) nennen. Oder wie kann man sonst eine Vorgangsweise bezeichnen, mit der durch wissentlich falsche Fakten Subventionen und Aufträge lukriert werden?

Und::
Ceterum censeo, “RegionalZUG durch Gmunden” esse delendam!


So, liebe Leute und Mitmenschen. Das war es für heute wieder. Wir versuchen gerade, Herrn Amon dazu zu überreden, noch einmal einen Kommentar hier für uns zu schreiben – über RegioTram, und wie er wirklich zu diesem Projekt steht. Daumen halten, dass es uns gelingt, gell! Weil was immer er dazu sagt – lt. Aigner, hehe, würde er auch gegen die Einstellung der Tram und der Vorchdorfer Linie schreiben. Was der Aigner nicht so alles weiss, gell, da staunen wir vom Team nur noch. ein echter Hellseher. Aber wie man weiss, lag schon Nostradamus gewaltig daneben. Warum also sollte es dem Nostradamus von Gmunden besser ergehen? Eben!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

 

Die Slapstick-ÖVP

24. Oktober 2014 - 5 Antworten

Lieber Leserleins!

Gestern war ein ziemlich wilder Tag. Der Kommentar des Gmundner Autors Michael Amon hat ziemlich viel Staub (oder sonst etwas …) aufgewirbelt. War in der österreichweiten Tageszeitung die PRESSE der an diesem Tage am zweithäufigsten online aufgerufene Kommentar. Es bewegt sich was, und sei es die der Finger auf der Maus beim Klicken auf den Kommentar.

Danke an den edlen Spender des edelen Weins aus seinem Weinkeller. Die Flasche wurde inzwischen an das Team weitergeleitet. Wir werden diese Flasche mit einem lauten Toast (neudeutsch für Trinkspruch) auf den grosszügigen Spender leeren. Sobald der Bruno gesund ist. Dann trinkt das Gmundl-Team auf Brunos Gesundheit und auf die des Spenders, dessen Namen wir hier nicht sagen, weil es sonst heisst, wir sind gegen die RegioTram. (Übersetzung für unseren lieben Freund Gottfried “The Internet” Schrabacher: breites Grinsen).
Die Botschaft des Spenders ist angekommen. Keine Sorge: wir werden uns nicht bessern und machen weiter wie bisher.

Jetzt sind wir so frei und bringen zwei Postings, die zu diesem Kommentar im Online-Forum der Presse erschienen sind. Josef Aigner postet, Michael Amon postet zurück. Mache jedes Leserlein sich sein eigenes Bild.

Hier nochmals der Link zum Kommentar:

diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/4194637/Die-Spatenschwinger-von-Gmunden

Und hier die Postings von diepresse.com:

Josef Aigner
23.10.2014 17:22
Lokalbahnausbau ist klug und zukunftsweisend
Kräftig in den öffentlichen Verkehr zu investieren, hier eine moderne Verkehrsader ins künftige Siedlungsgebiet im nördöstlichen Vorfeld der Stadt zu legen und dabei die Stadt zu modernisieren, das halte ich für klug und zukunftsweisend.
Einige wie Michael Amon mögen das verschandeln oder vergeuden nennen, für mich ist es das Gegenteil, weil ich keinen bloß touristischen, musealen Blick auf die Stadt habe, sondern ständig hier lebe und möchte, dass sich weiterhin Menschen hier ansiedeln.
Gegen eine Veränderung zu argumentieren, indem man sagt die Bahn sei bislang weitgehend leer gefahren, ist doch mit Verlaub widersinnig. Wenn kaum einer Bahn fährt, schreit das doch nach einer Veränderung, oder?
Ich kann mir gut vorstellen, dass Michael Amon mit der selben intellektuellen Verve gegen eine verantwortungslose Politik angeschrieben hätte, wenn die Traunsee-Lokalbahn und Straßenbahn eingestellt worden wären.

michaelamon
23.10.2014 20:54
Info
Was Josef Aigner nicht sagt: er ist Ex-Redakteur der Salzkammergut-Zeitung und wurde nach deren Einstellung von der Gemeinde “aufgefangen”. Mittels Sondervertrag als teuerster Gemeindemitarbeiter nach dem Stadtamtsdirektor – als “Jugendbeauftragter” und Macher eines als “Amtsblatt” getarnten, von den Steuerzahlern finanzierten Jubelorgans für den Bürgermeister, eines Blatts, dessen Einstellung von den anderen Ortsparteien bereits gefordert worden ist.
Ich habe bewußt zur Frage der Straßenbahn keine Stellung bezogen, sondern nur das System beschrieben, nach dem hier vorgegangen wird. Dieser Logik folgend müßten jetzt die Ischler, die Goiserer etc. damit beginnen, Straßenbahnnetze zu planen, um ebenfalls andere Infrastrukturkosten “eh vom Land” finanziert zu bekommen. Ob es die richtige Veränderung ist, eine – wie Aigner zugibt – leere Bahn dadurch besser zu füllen, daß man die Kapazitäten vervielfacht, wage ich nicht zu beurteilen. Dazu fehlt mir der objektive Blick von Aigner. Daß er sich aber vorstellen kann, was ich schreiben würde, wenn – da kann ich ihn beruhigen: meine Verve überschreitet mit Sicherheit sein Vorstellungsvermögen. Interessant auch, auf welche Punkte er gar nicht einzugehen versucht. Ironie am Rande: Aigner selbst ist längst in einen Nachbarort gezogen, der von der Straßenbahn nicht erreicht wird. Wohnraum in Gmunden ist nämlich teuer und wird wegen einer Bim nicht billiger. Da brauchts andere Maßnahmen, um wieder junge Menschen anzusiedeln.


 

Inzwischen ist ein heftiger Politstreit zwischen der Gmundner FPÖ einerseits und der hiesigen SP, den Grünen, Kammerhofer und Stadtliste ausgebrochen. Es geht um die Einberufung der Sondersitzung in Sachen Lacus Infelix. Hotel, Hotel, du kehrst stets wieder! Das Thema ist im Grund todernst.
Wir denken noch einen Tag darüber nach, wie wir das hier unseren Leserleins am besten zugänglich machen. Wir wollen keine parteipolitischen Raufereien hier im Blog. Wenn wir jedoch die Aussendungen beider Seiten so veröffentlichen, wie sie sind, läuft es genau darauf hinaus. Wir überlegen also noch, ob wir die Originaltexte kommentarlos veröffentlichen, oder eine Gegenüberstellung der Argumente veröffentlichen. In der Sache selbst glauben wir, dass die Gmundner FPÖ falsch liegt mit ihrer Kritik am Antrag für diese Sondersitzung.
Gleichzeitig ist diese Auseinandersetzung sehr symptomatisch für den Zustand, der durch die sture Vorgangsweise der ÖVP in vielen strittigen Fragen entstanden ist. Die Fronten laufen quer durch die Bevölkerung, und das auf vielfache Weise, je nach Thema. Die Hauptthemen Hotel und RegioTram zeigen das deutlich. Hotelgegner für die RegioTram, Hotelgegner auch gegen die RegioTram, RegioTramgegner für das Hotel, Hotelbefürworter gegen die RegioTram. Bund durcheinander. Die Politik der ÖVP, angeblich eine “Volks”partei hat dazu geführt, dass es keine Ansätze mehr für eine Politik gibt, die von möglichst vielen Wählerleins mitgetragen wird.

Ausserdem bringen wir einige wichtige Fragen in Richtung RegioTram, die bisher noch nicht die nötige Aufmerksamkeit gefunden haben.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

 

 

Pressekommentar zu Gmunden

23. Oktober 2014 - Leave a Response

Liebe Leserleins!

Vor kurzer Zeit hatten wir hier einen Exklusiv-Kommentar des zeitweise in Gmunden lebenden Schriftstellers Michael Amon, der nicht nur eine Unmenge von Zugriffen generierte, sondern auch viel Staub aufgewirbelt hat. Diesmal hat der Autor in der österreichweiten Tageszeitung DIE PRESSE zugeschlagen. Hier der Link zu diesem Artikel, der die Gmundner Verhältnisse zum Anlass nimmt, sich über die Frage der österreichweiten Geldvergeudung Gedanken zu machen (bitte auf die folgende Überschrift klicken!):

Die Spatenschwinger von Gmunden

Wünsche je nach Standpunkt und politischer Verquickung viel Vergnügen oder viel Ärger bei der Lektüre! Auf jeden Fall äusserst lesenswert! Da der Artikel unserer Meinung nach wirklich wichtig ist, gehen wir heute auch schon zwei Stunden früher online mit dem Blog. Uff, echt heavy, musste total zeitig raus aus dem Betterl. Brrr. Wie heisst es beim Snoopy: Was kann das schon für ein Tag werden, der morgens mit dem Aufstehen beginnt!

Hier jetzt noch ein paar der Postings vom Kommentarteil zur grossen Rechtschreibaffäre. Ist eine echt gspassige Diskussion. Und danke an alle, die mir mit ihren Postings helfend beigesprungen sind! Frau mag es sehr, wenn die Leserleins sie mögen. Die meisten zumindest. Allen kannst es eh nicht recht machen, gell!

Die Beiträge in umgekehrter Reihenfolge des Eintreffens!


peipino
Gesendet am 22.10.2014 um 4:10 nachmittags

Liebe Gmundl Redaktion !
Ich bin sehr froh daß es Euch gibt und glaube daß Ihr für Gmunden die ‘Rettung in letzter Minute ‘ wart .
Ich bin hier geboren und lebe nun bald 70 Jahre hier .
Was an bewußter und mutwilliger Zerstörung unter der Ägide Köppls jedoch passiert ist, wird für diese einstmals schöne Stadt und deren Umgebung noch dramatische Konsequenzen haben.
Bevor Ihr im Netz aufgetaucht seid, war es ja leider für kaum jemanden in Gmunden möglich, kritische Worte dazu zu äußern.
Ich habe dies manchmal Ansatzweise versucht und damit berufliche und private Nachteile zu spüren bekommen. Und der Geist dieser korrupten ‘Verbandelung ‘ der Politik mit gewissen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kreisen herrscht hier leider immer noch.
Man hört im kleinen Kreis offene und kritische Meinungen. Wenn dieselben Personen dann in der Öffentlichkeit ihre Meinung vertreten möchten, sind die drohenden Nachteile meist ein gravierendes Hindernis .
Einem großen Teil der Gmundner Bürger muss man jedoch den Vorwurf machen, daß sie sich die offizielle Meinung der Köppl-ÖVP unkritisch einreden ließen und weiterhin lassen.
Genau wie Ihr von Gmundl völlig richtig feststellt, daß Asamer von allem Anfang an gar nie an den Bau eines Hotels gedacht hat, sondern das Hotelprojekt nur als Aufhänger für den rein spekulativen Vertrieb von Luxuswohnungen vorgeschoben hat. geschieht dies nun mit der Verlängerung der Vorchdorferbahn durch Gmunden. Neben so gravierenden Irreführungen wie der geradezu absurden Bedarfserhebung ist die Bezeichnung ” TRAM ” eine Frechheit.
Es keine Straßenbahn geplant, sondern ein ZUG!!!!!

Die Bedarfserhebung kann jeder für sich mit ziemlicher Genauigkeit selber machen. Er braucht nur die derzeitigen Fahrgastzahlen an Ort und Stelle beobachten.
Traurig ist, daß sich die Landespolitiker, die dafür zuständig sind, von derartig kleinkarierten Argumenten der Betreiber überzeugen lassen und generös unser sauer verdientes Volksvermögen mit solchen Sinnlosigkeiten vergeuden.
Der Gipfelpunkt für mich ist ja die Werbung mit der ” Baustellenbesichtigung “.
Vielleicht hat diese Blödheit auch ihr Gutes, und die Gmunden Besucher kriegen ihren Schreck, wenn sie nach Fertigstellung des Klosterplatzes feststellen können, wie man das Ambiente dieses einstmals schönen Platzes zerstört hat.

Eine Chance dieses “Jahrhundertprojekts” zumindest ab dem Klosterplatz doch noch zu verhindern, wäre vielleicht eine Information an den neuen Finanzminister Schelling. Dieser scheint mir einer wenigen in der Politik zu sein, der nicht auf Parteienzuruf hört und ohnedies die Beendigung des Förderunwesens auf seine Fahnen geheftet hat.
Könntet ihr nicht eine ganz offizielle Information mit entsprechenden Unterlagen an das Finanzministerium schicken?
Jedenfalls vielen Dank für Eure intensive und hervorragende Arbeit!

Meinen Vorschlag euren Blog Nichtinternetnutzern nahe zu bringen, versuche ich umzusetzen, indem ich immer mehrere Ausdrucke mit habe und zur Verteilung bringe. Habe großes Interesse festgestellt.

Über den Vorschlag werden wir nachdenken. Problem: der Schelling ist nicht zuständig. In keiner Weise. Dazu kommt, dass der jetzt wahrscheinlich ganz andere Sorgen hat. Der muss nämlich ein von den Vorgängern verwüstetes und demoralisiertes Ministerium wieder auf die Reihe bekommen.
Babsy Blitzschnell f. d. TG


AndyB
Gesendet am 22.10.2014 um 3:48 nachmittags

Mit der zunehmenden Leserzahl des Blogs (so schön das auch ist) erhöht sich allerdings auch zwangsläufig die Zahl der Dumpfbacken und Dumpfbacken-Postings. Das ist eine allgemeine Feststellung, die sich auf alle möglichen Foren bezieht und keine Anspielung auf Postings in diesem Blog.

Das immer wieder über “anonyme” Poster diskutiert wird, kann ich nicht nachvollziehen.

Es gibt keine anonymen Poster im Internet. Jeder Poster ist nachvollziehbar, egal welchen Namen er benutzt. Besonders in diesem Blog, wo man sich mit einer “echten” E-Mail Adresse anmelden muss.
Wenn jemand bei sich selbst angestellt ist oder nicht von anderen abhängig ist, ist es ein leichtes, mit “echten Namen” zu posten.
Ist man bei sich selber angestellt und/oder vertritt die Meinung der regierenden Partei, dann ist es doch kein Problem seinen Namen zu benutzen und sich über die “anonymen” Poster abfällig zu äußern.
Bin ich bei der Gemeinde angestellt oder in einem der Partei zugehörigen Unternehmen, dann sieht die ganze Sache doch völlig anders aus.
Schreibe ich kritische Kommentare, dann muss ich mit empfindlichen Konsequenzen rechnen. Das müsste eigentlich jedem klar sein.

Ich könnte natürlich auch mit meinem richtigen Namen schreiben und damit kokettieren, bezahlt dann einer der Namenskritiker mein Gehalt, wenn ich dadurch meinen Job verliere?!
Außerdem halte ich es persönlich für sehr fragwürdig, mit “echten Namen” durch das Internet zu geistern. Ob nun bei Facebook, Google oder wo auch immer, das Internet vergisst nichts!
Schon viele haben ihren Job verloren und einige haben sich sogar umgebracht, weil sie mit ihrem Namen gepostet haben und nicht selten einen Shitstorm ausgelöst haben oder beschimpft/bedroht wurden.

In anderen Ländern ist es übrigens völlig normal, selbst in großen Zeitungen, anonym Leserbriefe zu schreiben. Dort steht dann unter dem Leserbrief : (Name und Anschrift der Redaktion bekannt). Eine völlig normale Sache also.
Wir sollten damit das “Anonym-Posten-Thema” für alle Zeiten abschließen.

Ich bin kein Rechtschreibfetischist und mache selber Fehler. Ebenfalls überprüfe ich keine Postings auf Rechtschreibfehler.
Obwohl ich mir es manchmal nicht verkneifen kann, wenn es wirklich schlimm wird.
Sätze wie : “dan komst tu zu mir un ich schenke dich ein Kafe” sind keine Seltenheit.

Ich war lange Jahre Admin in einem großen Chat und da bekommt man wirklich zu spüren, was wirkliche Rechtschreibfehler sind.
Die meisten Fehler in Chats und im Internet sind übrigens völlig banale Fehler. Die (größtenteils) Jugendlichen kennen anscheinend kein denn, wenn, dann, meinen, deinen, seinen mehr.
“Eyyyy alter, wen du große Töne spucken tust, dan kom ich ma vorbei, dan tue mein Bruder mitbringen un sein Hund und dan werden wir sehen tun” ist ein krasses Beispiel dafür.
Allerdings waren auch äußerst lustige Dinge dabei, die ich leidenschaftlich gesammelt habe. “Ich glaub ich hab ne Vatermogana” ist ein schönes Beispiel oder “Wieso heißt Du eigentlich Tina18, obwohl Du erst 15 bist, Kevin heißt und ein Kerl bist?”
Ich schweife schon wieder ab …. *seufz* …

Ok, im Falle Babsy kann ich es allerdings nachvollziehen. Wenn mich einer als blöde, dämlich, dumm etc. bezeichnet, dann auch noch ein verworrenes Posting folgt, dann muss man auch das Echo vertragen können.
Ist mir auch vor ein paar Tagen passiert, wo ich auch mit aller Härte zurück geschlagen habe, auch mit Hinweis auf mangelnde Rechtschreibung.
Ich habe fertig ……. eh schon wieder viel zu viel geschrieben …..

fiel Ehrfolg un ein schön Abent
PS:
Dieser Beitrag wurde von einem unbekannten Indianerstamm im brasilianischen Urwald auf Rechtschreibfehler überprüft und für gut befunden.


geotraunkirchen
Gesendet am 22.10.2014 um 11:49 vormittags

Warum regen sich die Geschlechtsgenossen über das “betonieren” eines Mannes auf, der in einem öffentlichen Medium eine Frau als “blitzdumm” bezeichnet hat. Haben sie auch keine Ahnung und kein Gefühl dafür, das solches absolut nicht geht. Da ist ja der Text über die Schreibfehler aus meiner Sicht als Antwort eine geradezu allerhöflichste und allerfeinste Reaktion. Ich könnte meine persönliche Reaktion hier gar nicht zum Besten geben, da würde ich geklagt werden.

Was nehmen sich diese Leute eigentlich heraus……..Das hat ja alles mit den Meinungen nichts zu tun, aber die Beschimpfung ist einfach unerträglich und unzulässig.
Peter Baumgartner

Danke!
Babsy


Aussensicht
Gesendet am 22.10.2014 um 9:41 vormittags

Liebes Gmundl Team,

es ist ja nicht so, dass es nicht von den engagierten Bürgerleins schon beim Grünberg Ideen gegeben hätte für einen “Tourismus” am und um den Grünberg. Welcher aber von Hrn. Murray abgelehnt wurde soviel ich weiss – gerne kann ich das Konzept zur Verfügung stellen falls interessant. Hier bitte ich aber um die Anonymität gell, weil von irgendwas müssen wir auch leben tun.

Ansonsten – nur weiter so. Ich tu euch lieben tun für diesen Blog !

Bitte schick uns ruhig die Ideen an gmundl1@yahoo.com! Wir werden das dann in geeigneter Form veröffentlichen. Danke & liebe Grüsse
Babsy Blitzschnell f. d. TG


Das war es wieder einmal für heute! Aber keine Sorge, wir haben schon die Themen für die nächsten Tage in der Pipeline. Nee, das hat nichts mit den Trinkgewohnheiten Ihrer Babsy (piperln) zu tun, gell! Weil eine trinkende Babsy schreibt nicht, und eine schreibende Babsy trinkt nicht.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

 

Sondersitzung des Gemeinderats wg. Hotel

22. Oktober 2014 - 3 Antworten

Liebe Leserleins!

Die Hotelsache ist nicht ausgestanden. Alles schreit nach einer Lösung. Gleichzeitig muss der Gemeinderat endlich wieder die Hoheit über das Verfahren erringen. Es scheint zwar ziemlich klar zu sein, dass die Behauptung, sobald ein Grundstück in der Vereins-KG ist, sei nurmehr eine einfache Mehrheit für alle Transaktionen nötig, verfassungsrechtlich falsch ist. Genau gesagt: der mit einfacher Mehrheit gefasste Bschluss ist mit hoher Sicherheit verfassungswidrig. Das Problem: da das Land hier der Stadt-ÖVP mit einer unseres Erachtens falschen Rechtsauskunft “die Mauer macht”, müsste das ausjudiziert werden, und das dauert verdammt lang. In der Zwischenzeit könnte die einfache ÖVP-Mehrheit mit dem Grundstück machen, was sie will, ohne sich um eine 2/3-Mehrheit zu bemühen. Daher ist die Forderung, die fraglichen Grundstücke von der Vereins-KG wieder zurück ins direkte Eigentum der Gemeinde zu überführen, grundvernünftig, genau genommen eine Grundvoraussetzung für weitere Überlegungen.

Daher haben die SP und Grüne eine Sondersitzung des Gemeinderats beantragt. Dazu die Aussendung von Vizebürgermeister Dickinger (SP). Inzwischen hat sich nach Bemühungen von VzBgm. Dickinger auch die Stadtliste diesem Antrag angeschlossen.

Danach bringen wir zwei Postings aus den Kommentaren hier im Blog. Meine sehr ironisch gemeinte Korrektur von Rechtsschreibfehlern in einem Posting, in dem ich als “blitzdumm” bezeichnet worden bin, hat eine heftige Debatte sowohl über meine Reaktion als auch über Fragen der RS ausgelöst. Ich finde es recht spassig, darum stelle ich es mitsamt meinen Kommentaren dazu hier vorn auch noch ein, damit es alle lesen können. Also wieder mal viel Lesestoff für heute.

Noch was: keine Sorge. Nicht jeder Kritiker wird hier “abgebürstelt”. Diskussionen und offen ausgesprochene kontroverse Meinungen sind der Sinn dieses Blogs. Aber wenn man so ganz falsch und ohne Argumente mit Handgranaten herumwirft, darf man sich nicht wundern, wenn man vom Echo getroffen wird. Alles andere, was aus meiner Sicht sonst noch zu diesem Thema zu sagen ist, steht in meinen diesbezüglichen Kommentaren zu den zwei Postings.

Was extrem erfreulich ist: die Anzahl jener, die unseren Blog “abonniert” haben, ist enorm angewachsen. Unsere treue tägliche Leserschaft ebenso. Da weiss man dann wenigstens, wofür und warum man sich die Hacke antut, gell!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Nach dem Rückkauf der „Seebahnhof-

Grundstücke“

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SPÖ-Vzbgm. Dickinger fordert „rasches Handeln“

Sozialdemokraten und Grüne erzwingen „Sondergemeinderat“

Gmunden. Die „Nachwehen“ der Hotel-Causa „Lacus Felix“ beginnen jetzt erst so richtig. Wie bekannt, gelang es der Asamer-Gruppe über einen sehr langen Zeitraum nicht, das versprochene Hotel-Projekt umzusetzen bzw. potente Investoren zu finden. Dass ÖVP-Bgm. Köppl den Umstand der Liquidation der Asamer-Hotel-Firmen, über die er seit August Bescheid gewusst hatte, verschwiegen hatte, brachte das Fass „zum Überlaufen“. Nach dem  – durch ÖVP und FPÖ allzu lange verzögerten – Rückkauf der Grundstücke durch den Gemeinderat stellen sich nun einige überaus wichtige Fragen, Probleme und Herausforderungen:

·         Was geschieht mit den Seebahnhof-Grundstücken? Die SPÖ will sie (ebenso wie die Grünen) dauerhaft „in den Schoss der Bevölkerung zurückführen“, als Bade- und Naherholungsfläche. Die ÖVP will die Grundstücke erneut verkaufen.

·         Was geschieht mit den so genannten Holzinger- (vormals Parkhotel), -Baschata, und -Putz-Gründen, auf welchen Wohnbebauung bzw. Chalets für „Reiche“ geplant waren? Dickinger: „Hier werden rasch Gespräche mit den Rechtsvertretern der Eigentümer stattfinden (müssen)!“

Die wertvollen Seebahnhofgrundstücke wurden seitens der Stadtgemeinde Gmunden von der  „Verein zur Förderung der Infrastruktur der Stadtgemeinde Gmunden und Co KG“, einer 100 %-igen Tochter der Stadt, verkauft und nun wieder zurückgekauft. SP-Chef Christian Dickinger: „Wir fordern diesen Sondergemeinderat, um die Seebahnhof-Grundstücke vom Verein direkt in den Besitz der Stadt zu überführen. Dies würde garantieren, dass eine 2/3-Mehrheit der 37 Gemeinderatsmitglieder dem erneuten Verkauf der Seebahnhof-Grundstücke zustimmen müsste, während es in der gegenwärtigen rechtlichen Situation einer einfachen Mehrheit (Köppl-ÖVP u. a.) möglich wäre, wieder zu verkaufen.“

Nach den Bestimmungen der Oö Gemeindeordnung ist ein Viertel der Gemeinderatsmitglieder berechtigt, einen solchen „Sondergemeinderat“ einzuberufen. Dazu reichen die Mandate von SPÖ und Grünen aus, Dickinger konnte aber auch die Stadtliste von dieser Initiative überzeugen. VP-Bgm. Köppl muss demzufolge binnen eines Monats einen Sitzungstermin anberaumen.

DER ANTRAG

Die Fraktionen der SPÖ und der Grünen im Gemeinderat der Stadt Gmunden
Gmunden, am 20. Oktober 2014

Betreff: Einberufung einer Sitzung des Gemeinderates

An Herrn Bgm. Heinz Joseph Köppl

Gemäß § 45 Abs. 2 Oö Gemeindeordnung verlangen die Fraktionen von SPÖ und Grünen die Einberufung einer Sitzung des Gemeinderats zu folgendem

Gegenstand
Rücküberführung der „Seebahnhof-Gründe“ (227/1, 227/2, 227/3 alle KG Traundorf) aus dem Besitz des  „Verein zur Förderung der Infrastruktur der Stadtgemeinde Gmunden und Co KG“ in den Besitz der Stadtgemeinde Gmunden und gibt für ihr Verlangen folgende

Begründung

Das Amt der Oö Landesregierung, Direktion Inneres und Kommunales, teilte der Stadtgemeinde Gmunden entgegen früherer Rechtsauffassungen vor dem Hintergrund der Veräußerung der „Seebahnhof-Gründe“ u. a. folgendes mit:

„Dem Umstand, dass der eine uns nur im Entwurf vorgelegene (undatierte) Kaufvertrag zwischen der Verein zur Förderung der Infrastruktur der Stadtgemeinde Gmunden und Co KG und der Lacus Felix Hotelerrichtungs- und Verwaltungs GmbH abgeschlossen wurde und es sich daher nicht um einen Grundstücksverkauf der Stadtgemeinde Gmunden handelte, wurde in Verbindung mit einer unklar gestellten Anfrage bedauerlicherweise zu wenig Beachtung geschenkt. Auf Grund der Rechtslage ist klar, dass es sich für die Stadtgemeinde nur um ein nach dem KG-Vertrag zustimmungspflichtiges Rechtsgeschäft handelt, wofür eine einfache Mehrheit im Gemeinderat ausreicht …“

Dies heißt, dass die besagten Gründe, die sich nunmehr wieder im Eigentum des Vereins zur Förderung der Infrastruktur der Stadtgemeinde Gmunden und Co KG befinden, mit einer einfachen Mehrheit des Gemeinderates verkauft werden könnten. „Im Normalfall“ sieht die Oö Gemeindeordnung für den Verkauf von Gemeindegrundstücken eine „Zwei-Drittel-Mehrheit“ vor.

Angesichts der Sensibilität der Causa und der höchst unterschiedlichen Interessenslagen wollen wir der Gefahr einer nur mit einfacher Mehrheit legitimierten Veräußerung der besagten Grundstücke entgegenwirken.


Die Postings

der Aushilfspedant
Gesendet am 21.10.2014 um 1:54 nachmittags

Liebe Babsy,
auch wenn ich Deine Artikel oft gerne lese (manchmal zustimmend, manchmal irritiert), glaube ich, dass Du Dich hier auf gefährliches Terrain begeben und Dich wohl auch selbst des schlechten Stils schuldig gemacht hast.

Zum schlechten Stil:
In diesem Blog hast Du nach meinem Wissen über den Inhalt ebenso die Entscheidungsgewalt wie über die Freigabe von Kommentaren, was doch ein gewaltiges Kräfteungleichgewicht zwischen Dir und dem einfachen Kommentarschreiber entstehen lässt. Dir da einen Kommentar herauszupicken und den Verfasser wegen Rechtschreibfehlern niederzumachen, ist meiner Meinung nach allzu billig. Keiner von uns ist seit der Rechtschreibreform vor dem einschlägigen Fehlerteufel hundertprozentig sicher. Et tu, Babsy, und ich sowieso.

Es soll doch hier auch eine offene Diskussion ermöglicht werden, wie sie in anderen Regionalmedien nicht (mehr) stattfindet, oder verstehe ich das falsch?

Dann sollte man sich als Leser und fallweiser Kommentarschreiber nicht davor fürchten müssen, vor die virtuelle Tafel geholt und vor versammelter Klasse lächerlich gemacht zu werden. Gerade für Meinungen, die sich nicht mit der des Blogschreibers decken, sollte dies umso mehr gelten.
Oder siehst Du das anders?

Zum gefährlichen Terrain:
Hmtja, meine Schulzeit war auch noch vor der sog. Rechtschreibreform. Aber auch damals war es – wenn ich mich nicht völlig falsch erinnere – nicht immer angebracht, vor einer Infinitivkonstruktion mit “zu” einen Beistrich zu setzen (über Details können wir uns gerne unterhalten).
Seit der RSR dürfte die Notwendigkeit von Beistrichen in den meisten Fällen überhaupt entfallen sein bzw. scheint weitgehende diesbezügliche Entscheidungsfreiheit zu herrschen.
Den Beistrich vor “mich zu deklarieren” hätte ich jedenfalls schon zu meiner Schulzeit nicht gesetzt, und den vor “alle anderen für dumm zu erklären” kann man zumindest heute nicht mehr verlangen.

Schlimmer noch: in Deiner Antwort auf den Höchtl’schen Kommentar kann ich nach erstem Überflugslesen auch einige rechtschreibtechnische Fragwürdigkeiten erkennen, sogar – wenn ich richtig gezählt habe – mehr als in dem inkriminierten Posting. Näheres gerne per mail.

Aber nochmal: soll es hier um Rechtschreibung gehen oder um den freien Meinungsaustausch? Soll man nicht auch im Affekt schreiben dürfen, ohne sich um die letzten Details der Formulierung Gedanken machen zu müssen? Lebt nicht gerade auch dieser Blog davon, dass die Verfasser auch mal in heiligem Zorn das herausblasen, was in ihrem Kopf Überdruck verursacht?

In diesem Sinne hoffe ich auf jede Menge vergnüglichen Lesestoff und abweichende Gedanken aller Art

Dein Aushilfspedant

Ehrlich: ich finds ganz lustig, wenn hier mal Rechtsschreibfragen diskutieren. Zeigt nämlich, dass staatliche Bevormundung, nichts anderes (R66 alte RS, daher klein geschrieben) war die RS-Reform, mitunter wirklich höchst fragwürdige Resultate hervorbringt. Grundsätzlich gilt – das habe ich auch geschrieben – dass es mit der Einführung der neuen RS keine verbindliche RS mehr gibt. Vorher war der Duden allgemein verbindlich. Jetzt muss die neue RS zwar in Schulen unterrichtet und im Amtsverkehr und Gesetzen verwendet werden, ist aber im Grundsatz völlig freigestellt. Dazu kommt, dass sich selbst die beiden wichtigsten Nachschlagewerke (Duden und Bertelsmann-Lexikon) bei rund 7.000 Fällen (ich hab es nicht nachgezählt, entnehme ich den Zeitungen) unterscheiden. Klaro, da kennt sich niemand mehr aus.
Jawohl, die Beistrichregeln sind selbst im Regelwerk eigentlich völlig freigegeben. Aber in den Zeitungen und Buchverlagen werden fast ausschliesslich die Beistrichregeln der alten RS weiter verwendet, weil sie Texte recht gut strukturieren. Wir hier machen uns halt den Scherz, beim “ß” die Schweizer Regelung zu verwenden, also immer “ss”. Dazu kommt noch, weil es wirklich blöd aussieht (und weil wir die neue RS auch ein wenig verulken), dass wir die Extremregel dieser neuen RS für Fremdworte anwenden: Filosofie.
Die fragwürdigen Stellen in meiner Antwort, die würden mich schon interessieren. Ich habe mir nämlich in diesem Fall erlaubt, den Text von einer Profi-Lektorin gegenlesen zu lassen, damit alles ok ist. Frau will ja nicht selbst auf die Schnauze fallen, wenn sie einen Poster schuriegelt. Natürlich gibt es immer Randbereiche, die nicht ganz eindeutig zu klären sind. Sprache ist nämlich nicht immer streng logisch, das ist doch klar. Aber im von mir etwas harsch behandelten Posting war schon klar erkennbar, dass hier jemand echte Fehler begangen hat. Ob aus Flüchtigkeit oder Unwissenheit kann ich nicht beurteilen. Aber eigentlich habe ich meine Reaktion wegen der Logikfehler in der Argumentation so harsch abgefasst: man kann Dinge durchaus anders sehen als wir/ich. Ich werde nicht müde, das zu betonen und einzufordern. Aber wenn die Gegenargumentation unlogisch ist und Argumente widerlegen will, die hier so gar nicht geschrieben wurden (jedenfalls nicht von mir), dann sollte man sich nicht dazu verleiten lassen, mich gleichzeitig als “blitzdumm” zu bezeichnen, während man sich selbst inhaltliche und formale Blössen gibt. Darum meine saftige Antwort. Nichts geht mir mehr auf die Nerven, als Leute, die sich in der Übereinstimmung mit den Machthaberern sonnen. Das ist so billig. So einfach. Und so wirklich feig.
Heiliger Zorn ist schon ok, denn habe ich hier aber nicht erkennen können, dafür war zum Ausgleich die Argumentation intellektuell unehrlich, denn jeder hier in der Stadt weiss, dass öffentliche Kritik an bestimmten Leuten zu existenzieller Gefährdung führen kann. Dann mit dem Wort “Feigheit” herumzuwerfen, das ist schon ziemlich daneben. Denn die offene Diskussion hier im Blog ist letztlich nur deshalb möglich, weil viele Leute hier frei und offen ihre Meinung sagen können, ohne dass man sie rauschmeissen oder dumme Briefe schreiben kann, man möge diesen Leuten keine Aufträge mehr erteilen. So läuft nämlich der Hase angesichts der Jagdgesellschaft.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

harald&karl salfinger
Gesendet am 21.10.2014 um 10:35 vormittags

Liebe Schriftstellerleins und Kritikerleins,
es tut einem schon Wohl dem Geiste eurer Rubriken zu folgen. Es ist aber nicht nachvollziehbar warum ihr eure Leser als Leserleins und Bürgerleins bezeichnet, wo ihr diese als mündige Bürger betrachten solltet.

Mit Erstaunen nehmen wir nun zur Kenntnis, mit welch lehrerhaften Akribie man einer kritischen Stimme zu Leibe rückt. Schlechte Grammatik war doch ursprünglich eure Domäne.

Dies wird sich natürlich in der Zahl der Zusendungen auswirken, da jeder Beitrag zuerst von einem Germanisten geprüft werden muss, um nicht derartig bloßgestellt zu werden.
Da ich annehme, dass sehr viele Zusendungen nicht grammatikalisch richtig formuliert sind, sehe ich eine gewisse Animosität eurerseits gegenüber den kritischen Verfassern.

Wir möchten euch aber darauf hinweisen, dass der Tourismus in Gmunden bereits in den 70er und 80er Jahren durch die Politik zu Grabe getragen wurde, was man damals durch die Umwandlung von der Kurstadt zur Keramikstatt gekennzeichnet hat. Damals wurde eher auf die Industrialisierung gesetzt, da man in Gmunden nicht mehr an die Schönheit der Landschaft und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten geglaubt hat.

Niemand hat die neuen Touristenströme analysiert und es gab und gibt bis heute keinerlei Strategien für die zukünftige touristische Entwicklung der Stadt Gmunden.
Der Tourismusobmann der Ferienregion Traunsee hat die politische Verantwortung kurz-, mittel- und langfristige Konzepte einzufordern. Die Zeiten, daß Gmunden alleine von seiner schönen Aussicht leben konnte, sind leider schon lange Vergangenheit. Das Hotelsterben in Gmunden war eine Auswirkung dieser eklatanten Fehlpolitik.
Konzeptlosigkeit, Eigenbrötlerei, Unwissenheit und Verantwortungslosigkeit kennzeichnen den politischen Weg des Tourismus in Gmunden.
Es liegt an der Politik und nicht an den Mitarbeitern der Traunsee Touristik die Themen vorzugeben und Konzepte einzufordern. Da es jedoch in der Politik scheinbar keinerlei Fachleute für Tourismus gibt, werden hier immer wieder Einzelprojekte unkoordiniert und nicht in einer Gesamtkonzeption umgesetzt.
Wenn Sie, liebe Schreiberleins, sich schon diesem Thema widmen, sollten auch Sie Ihre Hausaufgaben machen und die touristischen Gegebenheiten in Gmunden analysieren und die Kompetenz der politischen Verantwortlichen – denn nur diese bestimmen den Weg – aufzeigen.
Insbesondere gehört auch die Bevölkerung von Gmunden über die Bedeutung eines florierenden Tourismus , der darin enthaltenen Umwegrentabilität und Möglichkeit der Schaffung von Arbeitsplätzen, aufgeklärt und in die Umsetzung der Konzepte mit eingebunden.

Wir leben an einem der schönsten Plätze der Welt, fielen über Jahrzehnte in einen Dornröschenschlaf, nur daß bei uns kein Prinz kommen wird.
Wir müssen die für den Tourismus verantwortlichen Politiker vehement darauf hinweisen endlich ihre Arbeit zu tun und nachhaltige Projekte nicht nur zu planen sondern sie auch zu kommunizieren und umzusetzen.

Kritik ist durchaus ein probates Mittel um Politikern den Weg in eine bessere Zukunft Gmundens zu zeigen, jedoch muss sie nicht immer destruktiv sondern kann durchaus positiv und konstruktiv erfolgen bzw. entgegengenommen werden.

Karl und Harald Salfinger

Liebe Leutln! Hausaufgaben habe ich schon in der Schule geschwänzt. Ehrlich: die Phrase mit den Hausaufgaben geht mir schwer auf den Zeiger. Ist nicht persönlich gemeint. Aber diesen Begriff haben unsere Politicker schon bis zum Exzess strapaziert. Ich verweigere jede Art von Hausaufgaben daher, gell! ;-)

Aber wir und ich stimmen mit dem, was Ihr hier über den Tourismus und seine Entwicklung schreibt, total überein. Das im Detail mal auszuarbeiten, wäre ein Teil der Grundsatzüberlegungen für ein neues Stadtkonzept. Dazu gehört ja auch, sich klarzumachen, was gescheitert ist und was nicht – und warum!
Was nun die “Leserleins”, also die Verwendung des Diminuitivs betrifft, das hat zwei ziemlich gute Gründe.

Die Idee als solche ist, wir geben es offen zu, gestohlen. Martin Blumenau (FM4) hat den Begriff der “Hörerleins” erfunden. Wir haben das übernommen, weil erstens mit “Leserleins”, “Bürgerleins” etc. die Problematik der geschlechtsspezifischen Ansprache wegfällt, das berühmt-berüchtigte Binnen-I. Die Verkleinerungsform ist immer sächlich, damit geschlechtsneutral. Aber (und das ist der eigentlich Gag, hat vielleicht nur noch niemand gemerkt) die Verkleinerung dieser Begriffe ist eine Art Schwejkscher Insubordination (wow, schon wieder so geschwollen formuliert, muss ich mir wieder abgewöhnen). Indem wir uns selbst bewusst klein machen, scheinbar ducken, verhöhnen wir die herrschenden Mächte. In Antwort auf Ihre Verhöhnung der Machtlosen. Ok, jetzt werde ich schon wieder geschwollen, weil ich auf Adorno hinweise. Uff. Adorno.
Ja, habe ich während des Studiums lesen müssen. Ist an sich ein echter Öd-Bär, aber ein schlauer. Ich verweise also auf Adornos Besprechung des Rolling Stones-Songs “Salt of the Earth”. Wobei, diesen Artikel kannte ich nicht, auf den hat mich einer unserer Mentoren hingewiesen, der was welcher Stones-Fan ist (hehe, schlechteste Grammatik, gell!). Der Adorno schreibt: wenn die Stones singen “Let’s drink to the hard working people, letÄs drink to the salt of the earth!”, dass sie dabei zwecks Kenntlichmachung die höhnisch-zynische Attitüde, ja, sehr gescheit, der Erniedrigung der arbeitenden Menschen nachahmen, welche die Herrschenden gern einnehmen. Indem wir uns selbst als Bürgerleins, Leserleins etc. bezeichnen unterlaufen wir das und drehen den Spiess um. Folgt logisch aus dem Adorno-Essay.
Uff, hoffe, ich habe das halbwegs verständlich rübergebracht.

Daher: durch den Selbst-Diminuitiv erheben sich die Bürgerleins über die Machthaberer und zeigen, dass sie sich nicht mehr alles gefallen lassen. Aber jetzt genug vom Seminarton, gell.

Natürlich lassen wir auch in Hinkunft die Beiträge nicht erst von Germanisten mit Gütesiegel versehen. Warum wir bzw. ich auf dieses spezielle Posting so heftig reagiert haben, kann man hier ohnedies nachlesen. Im übrigen will ich noch darauf hinweisen, dass die Korrekturen schon ein wenig ironisch gemeint waren, gell. Mir tun sogar kurz überlegen tun getan haben, ob mirs nicht in der alten gmundl-Sprache tun machen sollterten. Dann tätert die Ironie vielleicht klarer herauskommen machen tun. Aber ich tus nicht so gut tun können tun wie der Bruno, also tu ichs lieber lassen machen tun.
Babsy Blitzschnell f. d. TG

 

Vandalen, Bilder, neue Fragen

21. Oktober 2014 - Leave a Response

Liebe Leserleins!

Viele unserer Leserleins haben ziemlich empört darauf reagiert, dass ich als “blitzdumm” bezeichnet worden bin. Keine Sorge, ich bin ja nichts schuldig geblieben, gell! Oder? Na eben! Ihre Babsy kann sich wehren, bin ich von klein auf gewöhnt. Denn, wie singt James Brown: “It’s a man’s world”, da lernt frau beizeiten, sich zu wehren. Wobei: so ein richtiger “Gegner” war das nicht, einfach zu schwach, da bin bin ich andere Kaliber gewöhnt. Und danke an unseren bewährten AndyB, der sich dazu auch so seine Gedanken gemacht hat, die wir den Leserleins nicht vorenthalten wollen, gell. Also beginnen wir heute mit AndyB.


AndyB  über Clubmitglieder und Grundsätze

Ääääh …. ich finde eigentlich nur einen Anton Höchtl in der Umgebung, und der ist auch noch ein Mag.ier und Mitglied in vielen Vereinen und Clubs. Ist es Zufall, wenn ausgerechnet der Bürgermeister auch in einigen der Vereine und Clubs tätig ist?

Einer dieser Vereine hat folgende Grundsätze :
“•Die humanitären und geistigen Werte haben Vorrang vor den materiellen.
•Zwischenmenschliche Beziehungen sollen im Alltag nach der Goldenen Regel:
“Verhalte Dich so, wie Du es von anderen Dir gegenüber erwartest” praktiziert werden.
•Der Gedanke für soziale Verantwortung und ethische Berufsauffassung ist zu festigen und zu stärken.
•Mit beispielgebendem Verhalten soll der Gemeinsinn und das staatsbürgerliche Bewusstsein in der Gemeinschaft beeinflusst werden.”
Ist der gepostete Beitrag mit diesen Grundsätzen zu vereinbaren?

Ist ein Grundstück, das für einen lächerlichen Betrag den Besitzer gewechselt hat, auf dem ein Hotel entstehen sollte – unter dubiosen Bedingungen und zum Schaden des Steuerzahlers und der Bürger …. ist das mit den Grundsätzen vereinbar??
Es gilt natürlich die absolute Unschuldsvermutung!!

Ich bin nun auch nicht ohne Fehler und Tadel und mache auch Rechtschreibfehler, aaaaber ….. da wir grade beim Thema sind …. *hüstel* ….. heißt es nicht “zu viele” statt “zuviele”?
In diesem Sinne,
AndyB
(Ich bin ja nicht zu feige, mich nicht zu deklarieren!)


Nun, das mit “zuviel” oder “zu viel” ist gar nicht so einfach. In diesem Zusammenhang ist auch meiner Ansicht nach “zu viel” die richtige Schreibweise, aber ich habe es als “zuviel” stehen lassen, weil man hier im Programm das Leerzeichen nicht in Farbe darstellen kann. Wobei man das schon diskutieren kann. Es gibt eigentlich zwei Varianten – deutsches Spraches, schweres Spraches: es gilt “zu viele Drinks” aber auch “zuviel der Drinks”. Das ist alte Rechtschreibung (die ja nicht verboten ist, sie neue RS gilt nur in der Schule und für Ämter). Es ist mithin eine Frage der Satzkonstruktion und der RS-Variante, die man verwendet. Die neue RS erlaubt nur noch “zu viel”, aber damit es nicht allzu logisch wird, gibt es die substantivische Verwendung “das Zuviel”.
RS-Fehler sind durchaus verzeihlich, können auch Profis unterlaufen. Aber wenn man halt so dumm ist, jemanden als “blitzdumm” zu bezeichnen, sollte man sein Posting RS-mäßig halbwegs korrekt abfassen. Oder drunterschreiben, dass man Legastheniker ist, und darum … (aber blöd gelaufen: die Beistrichsetzung ist Unwissenheit und hat keinesfalls was mit Legasthenie zu tun).

Die ziemliche Nähe mancher Leute über diverse Vereine (manche nennen das Verhaberung) ist ein eigenes Problem – nicht nur in Gmunden. Oft sind das männerbündische Veranstaltungen, die unter dem Deckmantel karitativer Tätigkeit ihre lukrativen Geschäfte anbahnen, fördern und koordinieren. Ich weiss, da werden jetzt wieder ein paar protestieren und sich auf die Fusserln getreten fühlen. Aber so ist leider die Realverfassung. Egal ob Cartellverband oder Bund Sozialdemokratischer Akademiker, ob Jagdgesellschaften oder (ganz ohne Namensnennung) diverse angeblich gemeinnützige Vereine – dahinter tummeln sich häufig handfeste Eigeninteressen, die man halt auf diese Art zu tarnen und zu behübschen versucht. Ich sag das mal so, ohne das jetzt ganz konkret jemandem Bestimmten vorzuwerfen, mehr so “to whom it may concern”.

Ja, auch die Frage der Anonymität wurde wieder einmal auf ziemlich fiese Art gestellt. Denke, meine Antwort traf den Nagel ziemlich kräftig auf den Kopf. Aber auch dazu ein Leserlein-Schreiben, das wohl mehr als genug aussagt. In dieser Stadt kann man sich, wenn man nicht mit den Machthaberern im Chor singt, “einmagarieren” lassen.


 

Ini
Gesendet am 20.10.2014 um 9:19 vormittags

Liebes “gmundl Team”! Bin erst seit Kurzem begeisterte Leserin ihres Blogs und muss Euch einfach für die tollen Berichte und Wahrheiten danken! Ich lebe seit meiner Kindheit in Gmunden, und es macht mich traurig und auch wütend, was aus dieser Stadt tatsächlich geworden ist! Die Stadt: eine Baustelle, ganz zu schweigen von den hässlichen leerstehenden Auslagen, zugepickt mit Packpapier! Ich war immer begeisterte Leserin von salzi.at, leider fehlen mir dort die Kommentare, wie auch in letzter Zeit aktuelle Berichterstattung der momentanen Situation wie Lacus felix, Regio Tram usw. Wie mir zu Ohren kam, stehen auch die lokalen Medien unter Druck der Gemeinde! Bitte nachfragen im Salzi Team! Hat nicht der Medieninhaber aus diesen Gründen bereits das Handtuch geworfen? Sollte auch in der Öffentlichkeit bekannt sein! Willst du was bewegen in dieser Stadt und tanzt nicht nach des Bürgermeisters Pfeife, wirst du unter Druck gesetzt, so schauts aus in Gmunden! Ich bleibe euch eine treue Leserin!! Weiter so!!!!


Das zum Stand der Dinge in Gmunden. Wer nicht im Sinne der Machthaberer spurt, ist existenzgefährdet, wenn er oder sie von denen in irgend einer Weise abhängen. In diesem Zusammenhang übrigens ein kleiner Hinweis: der Gmundl auf salzi.tv pausiert derzeit – ganz aus eigenem. Wir hatten hier im Blog soviel zu tun, und der Bruno ist seit Wochen ausgefallen, wir schaffen es derzeit nicht, die richtigen Sprüche zu klopfen, die man fürs TV braucht. Aber, Bürgerleins und Leserleins, keine Sorge! Wir kommen wieder, keine Frage!

Die Kommentare auf salzi.at wurden unseres Wissens deshalb gesperrt, weil es der dortigen Redaktion zeitlich nicht möglich ist, alle Beiträge vor der Freigabe zu überprüfen. Wir haben es da leichter, da wir nur bestimmte Themen bearbeiten. Ausserdem kümmern sich um das Freischalten ein paar Leutln aus dem Team. Wir (also normalerweise Bruno und ich, derzeit ich alleine) müssen dann nur noch eventuelle Kommentare dazu schreiben. Ist auch noch genug Arbeit, gell!

Bezüglich Vandalen jetzt noch einmal der AndyB:

Mir ist noch “zufällig” eine andere Form des Vandalismus begegnet.
Im Toscana Park bot sich mir am Sonntag folgendes Bild :

toskana_vandalen
Sieht so ein Maturaball der Don Bosco Schulen Vöcklabruck aus, oder ist das Zufall?
Es gilt natürlich, wie immer, die Unschuldsvermutung ……


 

Leider, leider! So wie die Machthaberer sich ums öffentliche Gut nicht scheren, geben sie leider ein schlechtes Vorbild ab für den Umgang mit dem Eigentum der Steuerzahlerleins. Der Fisch stinkt vom Kopf. Aber wer weiss, vielleicht war es der Sturmwind am Freitag …

Dann haben wir ein weiteres Bild vom Klosterplatz bekommen, auf dem die Betonpanzersperrenbesser zur Geltung kommen, weil sie mittig im Bild platziert sind. (Wie schon erwähnt: Bilder anklicken, dann sieht man sie in Originalgrösse!)

Klosterplatz_3

Ja, und jetzt noch – wir werden ja eine richtige Illustrierte, gell, erzittere Buntes Österreich – ein Bild vom Grünberg, das uns ein Leserlein mit folgendem Kommentar zur Verfügung gestellt hat: “Kinderwagentauglicher Wanderweg zum Laudachsee”:

gruenberg_wanderweg_kl

So, liebe Leserleins. Das war es für heute. Morgen gibts dann neue Fragen rund um das Hotel. Interessante Fragen mit bedenkenswerten Antwortmöglichkeiten.

Babsy Blitzschnell f. das Team Gmundl

Blitzdumm

20. Oktober 2014 - 5 Antworten

Liebe Leserleins!

Ein der richtigen Schreibung nicht ganz fähiger Poster hat – er ist kein Feigling – mit Klarnamen gepostet und mich, Ihre liebe Babsy Blitzschnell, als “blitzdumm” bezeichnet. Nun, aus dem Mund/der Feder/der Tastatur mancher Leute betrachte ich das als Adelung. OK, auch wir haben manchmal Fehler im Text, aber bei unseren erkennt man: Flüchtigkeitsfehler. Die hier haben System: Unkenntnis. Da der liebe Poster auch nicht internett-affin genug war (vielleicht bei Gottfried “The Internet” Schrabacher einen Internetkurs besucht), hat er an einer Stelle gepostet, die nicht ganz so ideal ist, weil sie kaum gelesen wird. Unter “Über” nämlich, statt beim Blogbeitrag. Aber gut, wollen wir mal nicht so sein, vielleicht ist er bloss neu hier, also stelle ich die beiden Postings hier vorn im Blog noch einmal ein, damit alle Leserleins sich von der beeindruckenden Argumentationsfülle  und der Tiefe der Gedanken überzeugen können.

Da wir schon länger nicht mehr in der früheren “gmundl-Sprache” schreiben, viele Leserleins meinten, wir würden da einen Beitrag zur Verkümmerung von Rechtschreibung und Grammatik leisten, haben wir hier vorn aus Lehrzwecken natürlich die Fehler im Posting rot angezeichnet. D. h.: rote Farbe und Rufzeichen dahinter kennzeichnet die richtige Schreibung, gell! Die roten Beistriche sind die, die gefehlt haben. Wir tun das, damit junge, ungeübte Leserleins kein falsches Sprachbild bekommen, gell! Frau tut, was sie kann, auch wenn sie blitzdumm ist.

Nur der Ordnug halber: wenn mich jemand als “blitzdumm” bezeichnet, geht mir das an meinem wohlgeformten Hinterteil vorbei. Aber wer mich so nennt, muss halt damit rechnen, dass das Kompliment postwenden zurückkommt, gell! Da erlaube ich mir dann auch, entsprechende Formulierungen zu finden. Vor allem wenn man im Posting beweist, dass man nichts von dem verstanden hat, was hier geschrieben wird. Man kann durchaus anderer Meinung sein als wir, klaro, davon lebt Demokratie, aber gegen Argumente zu argumentieren, die wir gar nicht verwendet haben, naja, da sollte man vielleicht den ehemaligen Filosofie-Professor zu den Regeln der Logik befragen, vielleicht kann der weiterhelfen, weil man damals im Unterricht dummerweise geschnarcht statt zugehört hat.

Untenstehend bringen wir also die beiden Postings unseren geneigten (und auch den nicht so geneigten) Leserleins zur Kenntnis – mitsamt meinem Kommentar dazu und mit den bereits erwähnten Korrekturen in roter Farbe, damit mans ja recht gut sieht. Hätte ich in wenigen Sätzen so viele Fehler bei einer Deutscharbeit abgeliefert, ich hockerte heute noch in der Schule und müsste Beistrichsetzung und Grossschreibung üben, gell. Wir veröffentlichen die Postings diesmal sogar in der Reihenfolge des Eintreffens, weil sie da lustiger zu lesen sind, die beiden Postings.

Noch etwas fällt mir ein: es gibt eine Homepage der Initiative für ein zugfreies Gmunden. Da kann man sich deren Argumente noch einmal in Ruhe zu Gemüte führen und sich selbst ein Bild machen:

http://www.zugfreiesgmunden.at/

Babsy “blitzgscheit” Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Anton Höchtl
Gesendet am 19.10.2014 um 7:56 nachmittags

Babsy!i B!blitzschnell erscheint mir mittlerweile eher als blitzdumm. Wenn ich mir die letzten Beiträge ansehe, glaube ich doch, dass sie zwischendurch z!Zuviele!s Cocktails geschlürft hat.

Zu unserem demokratischen Selbstverständnis gehört es, auch blitzdumme Postings zu veröffentlichen. Das jämmerliche Deutsch vom zweiten Satz hamma halt mal so stehen lassen tun getan. Tut bei uns schliesslich eine Tradition haben, gell, weil wir hamma hier früher im gmundl-Sprech schreiben machen tun getan, gell! (Au weia, ich kann die gmundl-Sprache nicht so gut wie der Bruno, auf dass er bald wieder auf den Füssen ist!)
Babsy Blitzschnell f. d. TG

Anton Höchtl
Gesendet am 19.10.2014 um 8:07 nachmittags

Nochmals, da ich mich so geärgert habe:
Babsy!i Blitzschnell erscheint mir eigentlich b!Blitzdumm. Sie ist gegen das Hotel und gleichzeitig gegen den Tagestourismus. Mir muss man erklären, wie Nichttagestourismus ohne Hotel funktionieren soll.
Weiters verstehe ich nicht, was ein Brand vor mehr als 10 Jahren mit aktuell schlechtem Wasser zu tun hat.
Vielleicht hat sie einfach in letzter Zeit zuviele Cocktails getrunken.
Es ist sehr einfach, alle anderen für dumm zu erklären, ohne selbst etwas K!konstruktives zu tun.
Das Problem von Gmunden sind in Wahrheit Leute wie Babsy Blitzschnell. Alle, die etwas unternehmen, für dumm zu erklären, ohne selbst etwas aktiv zu machen.
Anton Höchtl
(Ich bin ja nicht zu feige, mich zu deklarieren!)

Dass man Ihnen das erklären muss, wäre uns auch so aufgefallen, gell!
Und: Mann muss nicht besonders tapfer sein, gell, wenn mann sich als Adorant der Machthaberer geriert. Kritiklos auf Seiten der Machthaberer zu stehen, das ist echte Feigheit! Und wenn Sie zu schneckendumm sind, zu schnallen, dass wir hier nicht gegen ein Hotel sind, bloss gegen DIESES Hotel und gegen Hotelbauten ohne vorheriges Stadtkonzept, dann ist das nicht unser Problem, gell. Daher in ganz einfachen Worten, damit auch Sie es verstehen: Tagestourismus jener Art, wie er in Gmunden derzeit üblich ist, kostet mehr als er bringt. Er ist umwegunrentabel. Was Gmunden braucht sind Überlegungen, ob und wie hier Qualitätstourismus möglich ist. Dann kann man die Hotelfrage sinnvoll diskutieren. Einfach bloss ein Hotel hinknallen, das geht daneben. Die Hotelschliessungen der letzten Jahrzehnte beweisen das mehr als deutlich. Aber wahrscheinlich bin ich zu dumm, und nur Hochintelligenzler wie Sie können aus dem Hotelsterben auf Massenansturm von Touristen schliessen, weshalb wir nicht nur eines, sondern gleich drei oder vier neue Hotels brauchen. Aber Sie haben sicher auch eine total schlaue Erklärung dafür, warum sich die Investoren um das Asamer-Hotelprojekt total gerissen haben. Die Wahrheit ist halt leider anders, gell, kein seriöser Investor wollte da was auf den Tisch legen. Und es ging nie um das Hotel, das war nur ein Hebel, um billig an die Seebahnhofgrundstücke und die Umwidmungen auf den Parkhotelgründen zu kommen. Aber das erkennt halt nur ein Dummerl wie ich, gell! Also erheben Sie Ihr Apfelsaftglas auf die Mächtigen, ich schlappere lieber meine bescheidenen Longdrinks aufs Wohl der kleinen Leute, die es sich nicht richten können.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Ach, fast hätt ichs vergessen: die Brandfrage und Grundwasserverseuchung. Vielleicht hätten Sie im Chemie-Unterricht besser aufpassen sollen (nachdem Sie schon die Filosofie-Stunde verschnarcht haben). Aber ein Umwelttechniker kann Ihnen mögliche Zusammenhänge erklären. Wir sagen ja nicht: es war so. Wir erzählen halt, was sich die Leute so erzählen und betonen die Unschuldsvermutung, gell. Klären müssen das die Fachleute, klaro. Aber dass man erst nach vielen Monaten auf die Idee kommt, sich auch mal im Bereich der Schotterer umzusehen, macht halt auf jeden Fall nachdenklich, gell. Da fragt man sich, wer angesäuselt ist: ich, die ich diese Frage stelle, oder jene, die sie monatelang nicht stellen. Und jetzt ist das Landeskriminalamt in Sachen Grundwasser unterwegs. Konklusio: Sie bestätigen den Pisa-Test – die Fähigkeit sinnentnehmenden Lesens ist diesem Test zufolge in Österreich nur beschränkt verbreitet.

 

Ohlsdorfer Wasserkrimi

19. Oktober 2014 - Leave a Response

Liebe Leserleins!

Ja, es geschehen merkwürdige Dinge hierzulande. Hierorts. Hierzudorfe.
Da riecht in Ohlsdorf Trinkwasser merkwürdig und schmeckt auch irritierend. Aber monatelang findet man seit Anfang Jänner 2014 nichts. Weiss nicht, warums stinkt und die Zunge verstört. Obwohl im Ort längst so manches geflüstert wird. Hinter vorgehaltener Hand. Offen sagt man nichts. Aber das Denken kann man den Leuten natürlich nicht verbieten. Ein paar Leute murren. Die Bürgermeisterin beruhigt.

Am 30. Jänner 2014 heisst es dann:
“Obwohl überall Trinkwasserqualität bescheinigt wurde, hat unser Wassermeister am 21. Jänner noch eine Komplettreinigung des Hochbehälters durchgeführt. Eine Ursache für Geruch und Geschmack des Wassers konnte bis Dato noch nicht festgestellt werden. Weil die Proben aus dem Brunnen Aupointen eindeutig geschmacks- und geruchslos sind, können wir davon ausgehen, dass die festgestellten Beeinträchtigungen bald der Vergangenheit angehören werden.”, beruhigt Bürgermeisterin Christine Eisner.

Mitte Juni dann die Meldung, dass Spezialisten der Technischen Universität Graz eine chemische Verbindung (1,4-Dichlor-2,3-dimehoxybenzo) ausfindig gemacht hätten, die unter anderem durch ein in Europa nicht zugelassenes Schädlingsbekämpfungsmittel ins Grundwasser gelangt sein könnte.
Wiederum rundum Beruhigungstabletten (nicht mit Ohlsdorfer Wasser einnehmen!): keine Gefahr für die Bevölkerung. Keine Gesundheitsgefährdung.

Mitte September Anzeige des Landes bei der Staatsanwaltschaft gegen unbekannt.
Inzwischen hatte man auch Herbizide und Fungizide im Grundwasser entdeckt,  hauptsächlichClopyralid. Die neu entdeckten Stoffe hätten zwar mit dem Geruch und Geschmack nichts zu tun, blöd aber, dass das Verbreitungsgebiet der Substanz im Ohlsdorfer Grundwasser sich mit der des Dichlors und des schlechten Geschmacks deckt.  Keine Gefahr für die Bevölkerung, weil im verwendeten Brunnen nichts ist. Aber wie ist das mit den angebauten Pflanzen, die sich aus diesem Grundwasser bedienen? Keine Antwort. Absurde Argumentation: alles liegt unter der “gesundheitlichen Gefährungsgrenze”. Bloss für die “übliche landwirtschaftliche Nutzung” sei ein bisschen viel davon im Wasser. Merkwürdige Unterscheidung. Das Gemüse futtert dann ja wer, gell! Aber immerhin: man hat angezeigt, weil eine durch entweder vorsätzliche oder fahrlässige Entsorgung entstandene Grundwasserverunreinigung vorliege. Und man werde auch nicht-landwirtschaftliche Verursacher prüfen. Ja, eh. Man munkelt ja bereits dies und das. Man überprüfe die gefundenen Substanzen normalerweise gar nicht erst auf ihr Vorhandensein, da sie im Grundwasser so selten vorkommen. Na, da sind wir aber echt total froh und überglücklich, gell.

Seit ein paar Tagen ermittelt das Landeskriminalamt. Man kann nur hoffen, besser als die Behörden bei mancher Merkwüdigkeit hier in Gmunden und auch besser als die Verantwortlichen bisher in Ohlsdorf.

Gemunkelt wird weiter. Von Beginn an hatten manche die Schottergrube der Asamers in Verdacht. Die liegt nächst des stillgelegten Brunnens. Man erinnert sich nur zu gut an den 8. Februar 2000. Die FFW Laakirchen meldet: Brand in der Altreifendeponie in Ohlsdorf. Dieser Brand beschäftigte den Abschnitt Gmunden fast das ganze Jahr (2. Brand am 22. Juli). Nur durch einen Millionenaufwand konnte dieser Brand entgültig gelöscht und die Deponie gesichert werden.
Die FFW Ohldorf spricht gar von “Inferno”.

Im Jahr 2005 kam es wieder zu einem Brand in der Altreifendeponie. Im Jahr 2012 dann eine Grossübung der Feuerwehren in der Reifendeponie als Vorbereitung auf die Räumung derselben, um auf eventuelle Probleme eingeübt zu sein. Dabei wurde auch eine Menge Wasser versprüht. Auf den eigentlich nötigen Löschschaum hat man aus Spargründen klarerweise verzichtet. Dafür trug man Schutzmasken, da bei einem echten Brand Atemgifte entstehen würden. Das ganze Szenario fand am nördlichen Ende der Schottergrube statt.

Natürlich fragen sich die Ortsbewohner, ob es da einen Zusammenhang gibt zwischen Schottergrube, Bränden auf der Reifendeponie, Löschübungen der Feuerwehr und dem Grundwasserproblem. Und warum eigentlich niemand von den “Offiziellen” auf diese Idee gekommen ist und danach gehandelt hat. Aber in Ohlsdorf gibt es seit der Abwahl des roten Bürgermeisters auch wieder eine Bürgermeisterin der ÖVP, und die ist, naja, auch nicht gerade Asamer-fern angesichts der Geschichte der Ohlsdorfer ÖVP und der Tatsache, dass die Asamers einst selbst dort den ÖVP-Bürgermeister gestellt haben. Der SP-Bürgermeister wurde schliesslich unter Mithilfe lokaler Medien so lange gemobbt, bis er die Nerven verlor und sich auch mit den eigenen Leuten überworfen hat, weil er glaubte, niemandem mehr trauen zu können. Dieser Mann wurde vom ersten Tag des Amtsantritts an von der Meute gejagt. Ein roter Bürgermeister in Asamer-City-klein (Asamer-City-gross ist bekanntermassen Gmunden), das ist ein totales No-Go, gell! Da hat sich die unabhängige, hehe, Lokalpresse, wieder austoben können. Aber das nur nebenbei.

Man fragt sich – bei aller Unschuldsvermutung – schon, warum man ein dreiviertel Jahr braucht, um die potentiellste Gefahrenquelle genauer unter die Lupe zu nehmen. Dass die Asamer-Firma versucht, mittels eigener Bohrungen ihre “Unschuld” zu beweisen, ist süss. Echt, gell! Die wollen nämlich ihre Schottergrube um rund 40 Hektar erweitern, und da haperts mit der Genehmigung, solange diese Sache nicht geklärt ist. Da nützt zum Glück auch eine ÖVP-Bürgermeisterin von Asamers Gnaden nicht viel. Reicht ja schon, dass man solange brauchte, um in dieser Richtung zu suchen.

Immer mehr wird klar: der völlige Rückzug der Asamers und deren totaler Machtverlust wären ein Segen für Land und Bevölkerung. Ganz egal, ob sie mit dieser Grundwassersache was zu tun haben oder nicht (wiegesagt: es gilt die Unschuldsvermutung). Aber ein derartiges Machtkonglomerat wird immer Anlass zu Fragen und zu Zweifeln geben. Das liegt in der Natur der Sache.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Diese riesige Schottergrube soll um weitere 40 ha vergrössert werden, mal sehen, ob die Bevölkerung mitspielt:

asamer_schotter

Hier im Vergleich der Ortskern von Ohlsdorf (links) und das obige Asamergelände:

ortskern_ohlsdorf_asamer

 

 

 

Bunt gemischter Frühschoppen

18. Oktober 2014 - Leave a Response

Liebe Leserleins!

Eigentlich hasst Ihre Babsy alle Arten von Frühschoppen. Nachdem ich gestern im SEP in sowas reingeraten bin, mehr denn je. Mir tun die Arbeitskräfte leid, die das einen ganzen, langen Arbeitstag hindurch ertragen müssen. Dazu depperte Schwiegermutterwitze, frauenfeindlich bis zum Exzess, naja, das Niveau von Ex-Bauern halt, die irrtümlich zu einem Einkaufszentrum gekommen sind. Frau wundert sich nur, dass auch Frauen über solch entwürdigende Witze lachen. Aber ich vergesse fast, wir sind ja in Gmunden. Retro, einfach retro.
Da schützt die EU die armen Kellnerinnen vor Sonnenbrand im Dirndlausschnitt, selten so gewiehert, aber diese akustische Umweltverschmutzung im SEP kümmert niemanden.

Aber darüber wollte ich gar nicht schreiben. Nein, ich wollte ein paar Sachen nachschiessen. Hier zum Beispiel ein wunderbares Bild, das uns ein Leserlein geschickt hat, und das die Lage der Balkons in der Kammerhofgasse zeigt. Wenn man sich auf diesem Bild die Enge der Gasse ansieht, fragt man sich wirklich, wie da zwei grosse Züge aussehen werden, und welche Probleme da auf uns zukommen. (Bei allen Bildern einfach raufklicken, dann sieht man sie in Originalgrösse!)

Balkon contra Fahrleitung

Soweit zu dieser Sache.

Jetzt zuerst wieder einmal AndyB, der ordentlich in die Tasten geklopft und auch seine Fotokamera bemüht hat.


 

AndyB, Stefani Zwerger und ein Outing

Ich, ich, ich ….. ich war der 150.000 Besucher!!
Es war wie in der Fernsehreklame, wo die Frau im Supermarkt zur Kasse geht.
Ich machte die Seite auf und es gab ein Blitzlichtgewitter, es schwebten Luftballons aus dem Monitor und laute Musik erklang.
Herr Gmundl streckte seine Hand aus dem Bildschirm, gratulierte mir und überreichte mir einen 1-Millionen-Euro Scheck.
Dazu eine Fahrkarte für die Regiobahn auf Lebenszeit, eine Besitzurkunde für das Seebahnhof Grundstück und einen Blumenstrauß.
Auch Herr Köppl winkte im Hintergrund mit seinem Spaten ….. ääääh … oder drohte er damit? …. Wer weiß, wer weiß ….
Jedenfalls habe ich mich sehr gefreut und dann …… ääääh ….. ja …..
dann bin ich aufgewacht, weil ich einen Wadenkrampf hatte …..
    
Da wir grade beim “versauen” sind ……
Seit einiger Zeit verfolgt mich ein Bild in der Stadt und eigentlich wollte ich es mir verkneifen ….. aber es juckt in meinen Fingern …. ich kann nicht anders …..

werger

Was sagt uns dieses Bild? Es zeigt eine Frau im besten Alter …… aaaaber,
sieht es so aus als würde diese grimmig aussehende Dame “ihre schönsten Liebeslieder” singen?
ääääh …. eher nicht …. sie sieht mehr wie die böse Schwiegermutter aus, die mit Nudelholz hinter der Türe wartet! Tschuldige, Babsy, ist nicht als Schwiegermutter-Witz gemeint.
Ich habe nichts gegen Frau Werger, aber wer immer dieses Plakat entworfen hat, hätte besser ein anderes Bild gewählt.
Das Bild verfolgt mich schon und ich traue mich kaum noch aus dem Haus ….. also bitte … so nicht …. bitte ….


Und hier wieder mal was von Leonardo DV:

Leonardo DVVandalen und Architektur
Nicht nur die Musikschule und andere “Bauwerke” werden Gmunden zu einer Pilgerstätte für zukunftsweisende Architektur aufblühen lassen. Der Klosterplatz ist der Anfang der Verschönerung durch den Lokalzugwahn. Es folgen der Stadtplatz und der Franz Josef Platz. Man wird Gmunden nicht wiedererkennen. Vielleicht kommt auch noch der Narrenturm im See?

Klosterplatz neu kl


Lassen wir uns überraschen, wie das aussehen wird, wenns fertig ist. Wir befürchten das Schlimmste. Zu den Bausünden am Klosterplatz kommt eine neue, adäquate dazu. Vielleicht versteht man das beim Gestaltungsbeirat unter Stadtbildgestaltung: bestehenden Hässlichkeiten weitere hinzufügen.

Ja, und dann haben wir noch einen sehr langen Leserbrief bekommen, der uns lobt, ok, ich erröte ein wenig, zumindest auf den Knien, gell, aber wir alle vom Team freuen uns klaro auch über jedes Lob und sind unbescheiden genug, es auch zu veröffentlichen, vor allem weil da einiges über unsere Stadt drinsteht, gell! Also Brief frei!


Liebes Gmundl-Team!
Ich wollte Euch schon immer eine Mail schicken – jetzt ist es so weit, da ich Eure E- Mail Adresse endlich habe.
Ich bin Jahrgang XXXX  und gleich vorweg – ich gratuliere Euch zu Eurem Blog!! Eure Kommentare  zum Geschehen in Gmunden sind an Wahrheit und Treffsicherheit nicht mehr zu überbieten!!
Ich habe lange bei salzi.at unter dem Nicknamen ZZZZZ  Kommentare geschrieben, einige haben schon geglaubt  Zivilcourage und ich seien ein und dieselbe Person!
Damals schon habe ich gegen das wahnsinnige  “Hotel Lacus Felix“ und unseren (aber sicher nicht meinen)   Herrn Bürgermeister geschrieben!
Ich habe aber dann aufgehört, Kommentare zu schreiben, da die Postings  schon das Niveau von Krone.at  erreicht hatten, und so weit nach unten wollte ich mich nicht begeben!
SALZI.at hat dann auch aus welchen Gründen immer das Forum eingestellt! ?
Aber nun  –  Babsy Blitzschnell und Bruno Beinhart  –  Bitte werdet nicht müde, gegen die Zustände in unserer schönen Gmundner-Stadt  zu schreiben!!
Gmunden ist über 700 Jahre Stadt – aber so einen  “Bürgermeister“ haben wir noch nie gehabt  – was bildet sich dieser Mensch denn ein?  Er kommt sich ja vor wie ein kleiner Herrgott – Sein Wille geschehe – und alle Anderen sind Deppen!! Das vorläufig  oberste Ziel von “Gmundl“ müsste sein, diese Stadt von seinem grössten Übel, Herrn Köppl, zu befreien!
Ihr habt doch so zuverlässige Informanten!! Der hat doch sicher irgendwo eine “Leiche“ vergraben!! Sucht und findet Sie, damit er endlich mit Schimpf und Schande verjagt wird !
Fragt auch bitte Herrn Schrabacher, warum sich seine Partei immer noch  “Volkspartei“ nennt, wo doch diese Leute so weit vom Volk weg sind  wie Rom vom Nordpol. Ich bin sicher, Ihr werdet von Mails überschwemmt  und das ist gut so – darum erwarte ich mir nicht wirklich eine Antwort!
Mit grösstem Respekt und Dankbarkeit zu Euren Kommentaren verbleibe ich
ein echter aber schon etwas älterer Gmundner 

Ja, liebe Leserleins, das war es für heute. Nächste Woche gibt es wieder einmal eine Überraschung. Es wird an manchen Orten Heulen und Zähneknirschen sein (hoffe, ich hab jetzt die Bibel richtig zitiert). Darauf werde ich an diesem Wochenende was Gutes drinken. Aber ich verrate diesmal nicht, was es ist, gell, damits nicht wieder heisst, die Babsy …
Ach ja, morgen schreibe ich dann über einen neuen Streich, mit dem womöglich auch die Asamers zu tun haben. Es besteht natürlich dringender Unschuldsverdacht.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

150.000

17. Oktober 2014 - Eine Antwort

Liebe Leserleins!

Es geschah schon am Montag dieer Woche: wir konnten das 150.000 Besucherlein dieses Blogs begrüssen.

Das ist ein beispielloser Erfolg für einen kleinen, regionalen Blog. Es ist nicht unser Verdienst. Es ist der Verdienst unserer Leserleins, Posterleins, der Bürgerleins – all jener, die sich hier informieren und eine rege Diskussion führen.

Wir müssen also danken. Und wir danken auch dafür, dass hier, in diesem Blog, der Beweis erbracht wird, dass Anonymität nicht automatisch zu tiefstem Niveau und zum Absacken auf die Ebene blosser Beschimpfungen führt. Der Ton ist oft ironisch, gar nicht selten auch spöttisch, insbesondere wir vom Team sind da recht frech. Aber der Meinungsaustausch ist kultiviert und auf hohem Niveau, wie zuletzt auch die Debatte über die RegioTram gezeigt hat.

Von wegen RegioTram: wussten unsere lieben Leserleins schon, dass da auch noch andere Probleme kommen, von denen bisher nicht die Rede war? Wir sprechen von den elektrischen Oberleitungen sowohl in der engen Theater- als auch der Kammerhofgasse. Wie man hört, müssen aus Sicherheitsgründen Balkone abgetragen werden, da sonst die Gefahr besteht, dass man vom Balkon mit einer Eisenstange einen Kontakt zur Oberleitung herstellen könnte, mit allen Folgen, die das hätte. Allerdings stellt sich dann die Frage: gilt das nicht grundsätzlich für alle Häuser? Man kann nämlich auch aus den Fenstern dann die Oberleitung erreichen.

Klingt natürlich zuerst einmal recht abstrus. Aber wir alle wissen, auf welch dumme Ideen nicht nur Kinder, sondern auch, sagen wir angeheiterte Erwachsene, so kommen könnten.
Wir wollten es jedenfalls gesagt haben, nachdem wir diesen Einwand gehört haben.

Leider können wir das 150.000ste Besucherlein nicht feiern. Wegen der Anonymität, gell. Weil, selbst wenn wir wissen, wer es war, gilt: keine Namen, voller Schutz. Also gratulieren wir ganz allgemein: unseren Leserleins, jedes möge sich als das 150.000ste fühlen, und uns selbst auch ein bisschen, gell, weil wir schuften schon ganz schön dafür, dass hier alles halbwegs klappt.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

 

Stadtbild versaut …

16. Oktober 2014 - Eine Antwort

Liebe Leserleins!

Wegen technischer Probleme sind wir heute etwas später als gewohnt online. Viel Neues gibt es ohnehin nicht.

Gestern in der Krone war wieder ein völlig sinnloser Hofbericht über die Neu”gestaltung” des Klosterplatzes. Eine Nicht-Neuigkeit sozusagen. Keine Ahnung, was die Krone neuderdings dazu treibt, jeden Unsinn der Gmundner Machthaberer kritiklos zu bringen. Jetzt rennt mal die Propagandawalze in Richtung Klosterplatz. Der Seilbahnschmäh vom Grünberg hat sich weitgehend abgenutzt. Die angeblich hohen Nutzerzahlen sind mit grosser Skepsis zu beäugen, gell, weil, klar, bei einem so merkwürdigen Sommer, hurteln die Leute ganz schnell raus, wenn ein wenig Sonne sich zeigt. Und was tun sie dann, wenn das Wasser nicht so richtig warm wird? Auf den Grünberg fahren, ist ja neu die Seilbahn. Ich liege sicher nicht falsch, wenn ich sage: wir werden erst Ende 2015 oder 2016 wissen, wie das wirklich läuft. Jetzt ist alles neu und ein Sommer, der selten zum Baden Anlass gab.

Jedenfalls war der Artikel in der Krone sowas von grenzwertig, das packt man schon nicht mehr. Da hätten sie gleich den Platz frei lassen können und gar nichts hindrucken. Unbedrucktes Zeitungspapier ist ja auch ganz nett. Besser als die Propaganda-Sprüche in jedem Fall.

Wenn ich mich hier bei den Leuten umhöre, wir Eingeborenen nutzen die Seilbahn kaum. Die meisten sagen, sie hätten sie nicht gebraucht, sie gehen lieber zu Fuss rauf. Aber gut, dafür kommen die Tagesausflügler. Das Problem: von dieser Art Tourismus hat die Stadt so gut wie gar nichts. Oder merken die Kaufleute in der Innenstadt, dass sich ihre Kassen schneller und besser füllen? Eher nicht, gell! Zumindest wenn ich denen glaube, die darüber offenherzig sprechen.

Jetzt rufen wir unsere Leserleins noch auf, uns Bilder (bitte in jpg und nicht grösser als 200 kb!!!) von Stadtverschandelungen zu schicken. Gibt es schliesslich genug. Also bitte Augen auf, Handy oder Fotoapparat zücken und uns mailen. Am besten mit Angabe, wo die Scheusslichkeit zu finden ist. Wir bringens dann innerhalb von ein paar Tagen.

Heute mal ein erstes Bild. Da hat man doch tatsächlich erlaubt, dass ein Haus hoch und nah hinter einem Einfamlienhaus hingeknallt wird. Ich frage mich zwei Sachen: wer ist so dumm, in den unteren Stockwerken eine Wohnung zu kaufen, wo man nur auf das Haus vor sich sieht? Und wie kommen die Leute im Einfamilienhaus dazu, dass ihnen die Nachbarn in den Magen schauen können? Wer genehmigt so etwas? Wo ist da der Gestaltungsbeirat? Hat irgendwer in der Gemeinde irgendeine Idee, wie diese Stadt gestaltet werden soll? Wie sie in 20 oder 30 Jahren aussehen soll? Wie eine Müllhalde für die realisierten Entwürfe von Betonklotz-Architekten? Ein buntes Sammelsurium von Bausünden? Ist das die Idee für den Tourismus?

Gmunden, die Stadt wo man alles bauen darf, Hauptsache, es schaut scheusslich aus?

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

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