Vandalen, Bilder, neue Fragen

21. Oktober 2014 - Leave a Response

Liebe Leserleins!

Viele unserer Leserleins haben ziemlich empört darauf reagiert, dass ich als “blitzdumm” bezeichnet worden bin. Keine Sorge, ich bin ja nichts schuldig geblieben, gell! Oder? Na eben! Ihre Babsy kann sich wehren, bin ich von klein auf gewöhnt. Denn, wie singt James Brown: “It’s a man’s world”, da lernt frau beizeiten, sich zu wehren. Wobei: so ein richtiger “Gegner” war das nicht, einfach zu schwach, da bin bin ich andere Kaliber gewöhnt. Und danke an unseren bewährten AndyB, der sich dazu auch so seine Gedanken gemacht hat, die wir den Leserleins nicht vorenthalten wollen, gell. Also beginnen wir heute mit AndyB.


AndyB  über Clubmitglieder und Grundsätze

Ääääh …. ich finde eigentlich nur einen Anton Höchtl in der Umgebung, und der ist auch noch ein Mag.ier und Mitglied in vielen Vereinen und Clubs. Ist es Zufall, wenn ausgerechnet der Bürgermeister auch in einigen der Vereine und Clubs tätig ist?

Einer dieser Vereine hat folgende Grundsätze :
“•Die humanitären und geistigen Werte haben Vorrang vor den materiellen.
•Zwischenmenschliche Beziehungen sollen im Alltag nach der Goldenen Regel:
“Verhalte Dich so, wie Du es von anderen Dir gegenüber erwartest” praktiziert werden.
•Der Gedanke für soziale Verantwortung und ethische Berufsauffassung ist zu festigen und zu stärken.
•Mit beispielgebendem Verhalten soll der Gemeinsinn und das staatsbürgerliche Bewusstsein in der Gemeinschaft beeinflusst werden.”
Ist der gepostete Beitrag mit diesen Grundsätzen zu vereinbaren?

Ist ein Grundstück, das für einen lächerlichen Betrag den Besitzer gewechselt hat, auf dem ein Hotel entstehen sollte – unter dubiosen Bedingungen und zum Schaden des Steuerzahlers und der Bürger …. ist das mit den Grundsätzen vereinbar??
Es gilt natürlich die absolute Unschuldsvermutung!!

Ich bin nun auch nicht ohne Fehler und Tadel und mache auch Rechtschreibfehler, aaaaber ….. da wir grade beim Thema sind …. *hüstel* ….. heißt es nicht “zu viele” statt “zuviele”?
In diesem Sinne,
AndyB
(Ich bin ja nicht zu feige, mich nicht zu deklarieren!)


Nun, das mit “zuviel” oder “zu viel” ist gar nicht so einfach. In diesem Zusammenhang ist auch meiner Ansicht nach “zu viel” die richtige Schreibweise, aber ich habe es als “zuviel” stehen lassen, weil man hier im Programm das Leerzeichen nicht in Farbe darstellen kann. Wobei man das schon diskutieren kann. Es gibt eigentlich zwei Varianten – deutsches Spraches, schweres Spraches: es gilt “zu viele Drinks” aber auch “zuviel der Drinks”. Das ist alte Rechtschreibung (die ja nicht verboten ist, sie neue RS gilt nur in der Schule und für Ämter). Es ist mithin eine Frage der Satzkonstruktion und der RS-Variante, die man verwendet. Die neue RS erlaubt nur noch “zu viel”, aber damit es nicht allzu logisch wird, gibt es die substantivische Verwendung “das Zuviel”.
RS-Fehler sind durchaus verzeihlich, können auch Profis unterlaufen. Aber wenn man halt so dumm ist, jemanden als “blitzdumm” zu bezeichnen, sollte man sein Posting RS-mäßig halbwegs korrekt abfassen. Oder drunterschreiben, dass man Legastheniker ist, und darum … (aber blöd gelaufen: die Beistrichsetzung ist Unwissenheit und hat keinesfalls was mit Legasthenie zu tun).

Die ziemliche Nähe mancher Leute über diverse Vereine (manche nennen das Verhaberung) ist ein eigenes Problem – nicht nur in Gmunden. Oft sind das männerbündische Veranstaltungen, die unter dem Deckmantel karitativer Tätigkeit ihre lukrativen Geschäfte anbahnen, fördern und koordinieren. Ich weiss, da werden jetzt wieder ein paar protestieren und sich auf die Fusserln getreten fühlen. Aber so ist leider die Realverfassung. Egal ob Cartellverband oder Bund Sozialdemokratischer Akademiker, ob Jagdgesellschaften oder (ganz ohne Namensnennung) diverse angeblich gemeinnützige Vereine – dahinter tummeln sich häufig handfeste Eigeninteressen, die man halt auf diese Art zu tarnen und zu behübschen versucht. Ich sag das mal so, ohne das jetzt ganz konkret jemandem Bestimmten vorzuwerfen, mehr so “to whom it may concern”.

Ja, auch die Frage der Anonymität wurde wieder einmal auf ziemlich fiese Art gestellt. Denke, meine Antwort traf den Nagel ziemlich kräftig auf den Kopf. Aber auch dazu ein Leserlein-Schreiben, das wohl mehr als genug aussagt. In dieser Stadt kann man sich, wenn man nicht mit den Machthaberern im Chor singt, “einmagarieren” lassen.


 

Ini
Gesendet am 20.10.2014 um 9:19 vormittags

Liebes “gmundl Team”! Bin erst seit Kurzem begeisterte Leserin ihres Blogs und muss Euch einfach für die tollen Berichte und Wahrheiten danken! Ich lebe seit meiner Kindheit in Gmunden, und es macht mich traurig und auch wütend, was aus dieser Stadt tatsächlich geworden ist! Die Stadt: eine Baustelle, ganz zu schweigen von den hässlichen leerstehenden Auslagen, zugepickt mit Packpapier! Ich war immer begeisterte Leserin von salzi.at, leider fehlen mir dort die Kommentare, wie auch in letzter Zeit aktuelle Berichterstattung der momentanen Situation wie Lacus felix, Regio Tram usw. Wie mir zu Ohren kam, stehen auch die lokalen Medien unter Druck der Gemeinde! Bitte nachfragen im Salzi Team! Hat nicht der Medieninhaber aus diesen Gründen bereits das Handtuch geworfen? Sollte auch in der Öffentlichkeit bekannt sein! Willst du was bewegen in dieser Stadt und tanzt nicht nach des Bürgermeisters Pfeife, wirst du unter Druck gesetzt, so schauts aus in Gmunden! Ich bleibe euch eine treue Leserin!! Weiter so!!!!


Das zum Stand der Dinge in Gmunden. Wer nicht im Sinne der Machthaberer spurt, ist existenzgefährdet, wenn er oder sie von denen in irgend einer Weise abhängen. In diesem Zusammenhang übrigens ein kleiner Hinweis: der Gmundl auf salzi.tv pausiert derzeit – ganz aus eigenem. Wir hatten hier im Blog soviel zu tun, und der Bruno ist seit Wochen ausgefallen, wir schaffen es derzeit nicht, die richtigen Sprüche zu klopfen, die man fürs TV braucht. Aber, Bürgerleins und Leserleins, keine Sorge! Wir kommen wieder, keine Frage!

Die Kommentare auf salzi.at wurden unseres Wissens deshalb gesperrt, weil es der dortigen Redaktion zeitlich nicht möglich ist, alle Beiträge vor der Freigabe zu überprüfen. Wir haben es da leichter, da wir nur bestimmte Themen bearbeiten. Ausserdem kümmern sich um das Freischalten ein paar Leutln aus dem Team. Wir (also normalerweise Bruno und ich, derzeit ich alleine) müssen dann nur noch eventuelle Kommentare dazu schreiben. Ist auch noch genug Arbeit, gell!

Bezüglich Vandalen jetzt noch einmal der AndyB:

Mir ist noch “zufällig” eine andere Form des Vandalismus begegnet.
Im Toscana Park bot sich mir am Sonntag folgendes Bild :

toskana_vandalen
Sieht so ein Maturaball der Don Bosco Schulen Vöcklabruck aus, oder ist das Zufall?
Es gilt natürlich, wie immer, die Unschuldsvermutung ……


 

Leider, leider! So wie die Machthaberer sich ums öffentliche Gut nicht scheren, geben sie leider ein schlechtes Vorbild ab für den Umgang mit dem Eigentum der Steuerzahlerleins. Der Fisch stinkt vom Kopf. Aber wer weiss, vielleicht war es der Sturmwind am Freitag …

Dann haben wir ein weiteres Bild vom Klosterplatz bekommen, auf dem die Betonpanzersperrenbesser zur Geltung kommen, weil sie mittig im Bild platziert sind. (Wie schon erwähnt: Bilder anklicken, dann sieht man sie in Originalgrösse!)

Klosterplatz_3

Ja, und jetzt noch – wir werden ja eine richtige Illustrierte, gell, erzittere Buntes Österreich – ein Bild vom Grünberg, das uns ein Leserlein mit folgendem Kommentar zur Verfügung gestellt hat: “Kinderwagentauglicher Wanderweg zum Laudachsee”:

gruenberg_wanderweg_kl

So, liebe Leserleins. Das war es für heute. Morgen gibts dann neue Fragen rund um das Hotel. Interessante Fragen mit bedenkenswerten Antwortmöglichkeiten.

Babsy Blitzschnell f. das Team Gmundl

Blitzdumm

20. Oktober 2014 - 3 Antworten

Liebe Leserleins!

Ein der richtigen Schreibung nicht ganz fähiger Poster hat – er ist kein Feigling – mit Klarnamen gepostet und mich, Ihre liebe Babsy Blitzschnell, als “blitzdumm” bezeichnet. Nun, aus dem Mund/der Feder/der Tastatur mancher Leute betrachte ich das als Adelung. OK, auch wir haben manchmal Fehler im Text, aber bei unseren erkennt man: Flüchtigkeitsfehler. Die hier haben System: Unkenntnis. Da der liebe Poster auch nicht internett-affin genug war (vielleicht bei Gottfried “The Internet” Schrabacher einen Internetkurs besucht), hat er an einer Stelle gepostet, die nicht ganz so ideal ist, weil sie kaum gelesen wird. Unter “Über” nämlich, statt beim Blogbeitrag. Aber gut, wollen wir mal nicht so sein, vielleicht ist er bloss neu hier, also stelle ich die beiden Postings hier vorn im Blog noch einmal ein, damit alle Leserleins sich von der beeindruckenden Argumentationsfülle  und der Tiefe der Gedanken überzeugen können.

Da wir schon länger nicht mehr in der früheren “gmundl-Sprache” schreiben, viele Leserleins meinten, wir würden da einen Beitrag zur Verkümmerung von Rechtschreibung und Grammatik leisten, haben wir hier vorn aus Lehrzwecken natürlich die Fehler im Posting rot angezeichnet. D. h.: rote Farbe und Rufzeichen dahinter kennzeichnet die richtige Schreibung, gell! Die roten Beistriche sind die, die gefehlt haben. Wir tun das, damit junge, ungeübte Leserleins kein falsches Sprachbild bekommen, gell! Frau tut, was sie kann, auch wenn sie blitzdumm ist.

Nur der Ordnug halber: wenn mich jemand als “blitzdumm” bezeichnet, geht mir das an meinem wohlgeformten Hinterteil vorbei. Aber wer mich so nennt, muss halt damit rechnen, dass das Kompliment postwenden zurückkommt, gell! Da erlaube ich mir dann auch, entsprechende Formulierungen zu finden. Vor allem wenn man im Posting beweist, dass man nichts von dem verstanden hat, was hier geschrieben wird. Man kann durchaus anderer Meinung sein als wir, klaro, davon lebt Demokratie, aber gegen Argumente zu argumentieren, die wir gar nicht verwendet haben, naja, da sollte man vielleicht den ehemaligen Filosofie-Professor zu den Regeln der Logik befragen, vielleicht kann der weiterhelfen, weil man damals im Unterricht dummerweise geschnarcht statt zugehört hat.

Untenstehend bringen wir also die beiden Postings unseren geneigten (und auch den nicht so geneigten) Leserleins zur Kenntnis – mitsamt meinem Kommentar dazu und mit den bereits erwähnten Korrekturen in roter Farbe, damit mans ja recht gut sieht. Hätte ich in wenigen Sätzen so viele Fehler bei einer Deutscharbeit abgeliefert, ich hockerte heute noch in der Schule und müsste Beistrichsetzung und Grossschreibung üben, gell. Wir veröffentlichen die Postings diesmal sogar in der Reihenfolge des Eintreffens, weil sie da lustiger zu lesen sind, die beiden Postings.

Noch etwas fällt mir ein: es gibt eine Homepage der Initiative für ein zugfreies Gmunden. Da kann man sich deren Argumente noch einmal in Ruhe zu Gemüte führen und sich selbst ein Bild machen:

http://www.zugfreiesgmunden.at/

Babsy “blitzgscheit” Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Anton Höchtl
Gesendet am 19.10.2014 um 7:56 nachmittags

Babsy!i B!blitzschnell erscheint mir mittlerweile eher als blitzdumm. Wenn ich mir die letzten Beiträge ansehe, glaube ich doch, dass sie zwischendurch z!Zuviele!s Cocktails geschlürft hat.

Zu unserem demokratischen Selbstverständnis gehört es, auch blitzdumme Postings zu veröffentlichen. Das jämmerliche Deutsch vom zweiten Satz hamma halt mal so stehen lassen tun getan. Tut bei uns schliesslich eine Tradition haben, gell, weil wir hamma hier früher im gmundl-Sprech schreiben machen tun getan, gell! (Au weia, ich kann die gmundl-Sprache nicht so gut wie der Bruno, auf dass er bald wieder auf den Füssen ist!)
Babsy Blitzschnell f. d. TG

Anton Höchtl
Gesendet am 19.10.2014 um 8:07 nachmittags

Nochmals, da ich mich so geärgert habe:
Babsy!i Blitzschnell erscheint mir eigentlich b!Blitzdumm. Sie ist gegen das Hotel und gleichzeitig gegen den Tagestourismus. Mir muss man erklären, wie Nichttagestourismus ohne Hotel funktionieren soll.
Weiters verstehe ich nicht, was ein Brand vor mehr als 10 Jahren mit aktuell schlechtem Wasser zu tun hat.
Vielleicht hat sie einfach in letzter Zeit zuviele Cocktails getrunken.
Es ist sehr einfach, alle anderen für dumm zu erklären, ohne selbst etwas K!konstruktives zu tun.
Das Problem von Gmunden sind in Wahrheit Leute wie Babsy Blitzschnell. Alle, die etwas unternehmen, für dumm zu erklären, ohne selbst etwas aktiv zu machen.
Anton Höchtl
(Ich bin ja nicht zu feige, mich zu deklarieren!)

Dass man Ihnen das erklären muss, wäre uns auch so aufgefallen, gell!
Und: Mann muss nicht besonders tapfer sein, gell, wenn mann sich als Adorant der Machthaberer geriert. Kritiklos auf Seiten der Machthaberer zu stehen, das ist echte Feigheit! Und wenn Sie zu schneckendumm sind, zu schnallen, dass wir hier nicht gegen ein Hotel sind, bloss gegen DIESES Hotel und gegen Hotelbauten ohne vorheriges Stadtkonzept, dann ist das nicht unser Problem, gell. Daher in ganz einfachen Worten, damit auch Sie es verstehen: Tagestourismus jener Art, wie er in Gmunden derzeit üblich ist, kostet mehr als er bringt. Er ist umwegunrentabel. Was Gmunden braucht sind Überlegungen, ob und wie hier Qualitätstourismus möglich ist. Dann kann man die Hotelfrage sinnvoll diskutieren. Einfach bloss ein Hotel hinknallen, das geht daneben. Die Hotelschliessungen der letzten Jahrzehnte beweisen das mehr als deutlich. Aber wahrscheinlich bin ich zu dumm, und nur Hochintelligenzler wie Sie können aus dem Hotelsterben auf Massenansturm von Touristen schliessen, weshalb wir nicht nur eines, sondern gleich drei oder vier neue Hotels brauchen. Aber Sie haben sicher auch eine total schlaue Erklärung dafür, warum sich die Investoren um das Asamer-Hotelprojekt total gerissen haben. Die Wahrheit ist halt leider anders, gell, kein seriöser Investor wollte da was auf den Tisch legen. Und es ging nie um das Hotel, das war nur ein Hebel, um billig an die Seebahnhofgrundstücke und die Umwidmungen auf den Parkhotelgründen zu kommen. Aber das erkennt halt nur ein Dummerl wie ich, gell! Also erheben Sie Ihr Apfelsaftglas auf die Mächtigen, ich schlappere lieber meine bescheidenen Longdrinks aufs Wohl der kleinen Leute, die es sich nicht richten können.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Ach, fast hätt ichs vergessen: die Brandfrage und Grundwasserverseuchung. Vielleicht hätten Sie im Chemie-Unterricht besser aufpassen sollen (nachdem Sie schon die Filosofie-Stunde verschnarcht haben). Aber ein Umwelttechniker kann Ihnen mögliche Zusammenhänge erklären. Wir sagen ja nicht: es war so. Wir erzählen halt, was sich die Leute so erzählen und betonen die Unschuldsvermutung, gell. Klären müssen das die Fachleute, klaro. Aber dass man erst nach vielen Monaten auf die Idee kommt, sich auch mal im Bereich der Schotterer umzusehen, macht halt auf jeden Fall nachdenklich, gell. Da fragt man sich, wer angesäuselt ist: ich, die ich diese Frage stelle, oder jene, die sie monatelang nicht stellen. Und jetzt ist das Landeskriminalamt in Sachen Grundwasser unterwegs. Konklusio: Sie bestätigen den Pisa-Test – die Fähigkeit sinnentnehmenden Lesens ist diesem Test zufolge in Österreich nur beschränkt verbreitet.

 

Ohlsdorfer Wasserkrimi

19. Oktober 2014 - Leave a Response

Liebe Leserleins!

Ja, es geschehen merkwürdige Dinge hierzulande. Hierorts. Hierzudorfe.
Da riecht in Ohlsdorf Trinkwasser merkwürdig und schmeckt auch irritierend. Aber monatelang findet man seit Anfang Jänner 2014 nichts. Weiss nicht, warums stinkt und die Zunge verstört. Obwohl im Ort längst so manches geflüstert wird. Hinter vorgehaltener Hand. Offen sagt man nichts. Aber das Denken kann man den Leuten natürlich nicht verbieten. Ein paar Leute murren. Die Bürgermeisterin beruhigt.

Am 30. Jänner 2014 heisst es dann:
“Obwohl überall Trinkwasserqualität bescheinigt wurde, hat unser Wassermeister am 21. Jänner noch eine Komplettreinigung des Hochbehälters durchgeführt. Eine Ursache für Geruch und Geschmack des Wassers konnte bis Dato noch nicht festgestellt werden. Weil die Proben aus dem Brunnen Aupointen eindeutig geschmacks- und geruchslos sind, können wir davon ausgehen, dass die festgestellten Beeinträchtigungen bald der Vergangenheit angehören werden.”, beruhigt Bürgermeisterin Christine Eisner.

Mitte Juni dann die Meldung, dass Spezialisten der Technischen Universität Graz eine chemische Verbindung (1,4-Dichlor-2,3-dimehoxybenzo) ausfindig gemacht hätten, die unter anderem durch ein in Europa nicht zugelassenes Schädlingsbekämpfungsmittel ins Grundwasser gelangt sein könnte.
Wiederum rundum Beruhigungstabletten (nicht mit Ohlsdorfer Wasser einnehmen!): keine Gefahr für die Bevölkerung. Keine Gesundheitsgefährdung.

Mitte September Anzeige des Landes bei der Staatsanwaltschaft gegen unbekannt.
Inzwischen hatte man auch Herbizide und Fungizide im Grundwasser entdeckt,  hauptsächlichClopyralid. Die neu entdeckten Stoffe hätten zwar mit dem Geruch und Geschmack nichts zu tun, blöd aber, dass das Verbreitungsgebiet der Substanz im Ohlsdorfer Grundwasser sich mit der des Dichlors und des schlechten Geschmacks deckt.  Keine Gefahr für die Bevölkerung, weil im verwendeten Brunnen nichts ist. Aber wie ist das mit den angebauten Pflanzen, die sich aus diesem Grundwasser bedienen? Keine Antwort. Absurde Argumentation: alles liegt unter der “gesundheitlichen Gefährungsgrenze”. Bloss für die “übliche landwirtschaftliche Nutzung” sei ein bisschen viel davon im Wasser. Merkwürdige Unterscheidung. Das Gemüse futtert dann ja wer, gell! Aber immerhin: man hat angezeigt, weil eine durch entweder vorsätzliche oder fahrlässige Entsorgung entstandene Grundwasserverunreinigung vorliege. Und man werde auch nicht-landwirtschaftliche Verursacher prüfen. Ja, eh. Man munkelt ja bereits dies und das. Man überprüfe die gefundenen Substanzen normalerweise gar nicht erst auf ihr Vorhandensein, da sie im Grundwasser so selten vorkommen. Na, da sind wir aber echt total froh und überglücklich, gell.

Seit ein paar Tagen ermittelt das Landeskriminalamt. Man kann nur hoffen, besser als die Behörden bei mancher Merkwüdigkeit hier in Gmunden und auch besser als die Verantwortlichen bisher in Ohlsdorf.

Gemunkelt wird weiter. Von Beginn an hatten manche die Schottergrube der Asamers in Verdacht. Die liegt nächst des stillgelegten Brunnens. Man erinnert sich nur zu gut an den 8. Februar 2000. Die FFW Laakirchen meldet: Brand in der Altreifendeponie in Ohlsdorf. Dieser Brand beschäftigte den Abschnitt Gmunden fast das ganze Jahr (2. Brand am 22. Juli). Nur durch einen Millionenaufwand konnte dieser Brand entgültig gelöscht und die Deponie gesichert werden.
Die FFW Ohldorf spricht gar von “Inferno”.

Im Jahr 2005 kam es wieder zu einem Brand in der Altreifendeponie. Im Jahr 2012 dann eine Grossübung der Feuerwehren in der Reifendeponie als Vorbereitung auf die Räumung derselben, um auf eventuelle Probleme eingeübt zu sein. Dabei wurde auch eine Menge Wasser versprüht. Auf den eigentlich nötigen Löschschaum hat man aus Spargründen klarerweise verzichtet. Dafür trug man Schutzmasken, da bei einem echten Brand Atemgifte entstehen würden. Das ganze Szenario fand am nördlichen Ende der Schottergrube statt.

Natürlich fragen sich die Ortsbewohner, ob es da einen Zusammenhang gibt zwischen Schottergrube, Bränden auf der Reifendeponie, Löschübungen der Feuerwehr und dem Grundwasserproblem. Und warum eigentlich niemand von den “Offiziellen” auf diese Idee gekommen ist und danach gehandelt hat. Aber in Ohlsdorf gibt es seit der Abwahl des roten Bürgermeisters auch wieder eine Bürgermeisterin der ÖVP, und die ist, naja, auch nicht gerade Asamer-fern angesichts der Geschichte der Ohlsdorfer ÖVP und der Tatsache, dass die Asamers einst selbst dort den ÖVP-Bürgermeister gestellt haben. Der SP-Bürgermeister wurde schliesslich unter Mithilfe lokaler Medien so lange gemobbt, bis er die Nerven verlor und sich auch mit den eigenen Leuten überworfen hat, weil er glaubte, niemandem mehr trauen zu können. Dieser Mann wurde vom ersten Tag des Amtsantritts an von der Meute gejagt. Ein roter Bürgermeister in Asamer-City-klein (Asamer-City-gross ist bekanntermassen Gmunden), das ist ein totales No-Go, gell! Da hat sich die unabhängige, hehe, Lokalpresse, wieder austoben können. Aber das nur nebenbei.

Man fragt sich – bei aller Unschuldsvermutung – schon, warum man ein dreiviertel Jahr braucht, um die potentiellste Gefahrenquelle genauer unter die Lupe zu nehmen. Dass die Asamer-Firma versucht, mittels eigener Bohrungen ihre “Unschuld” zu beweisen, ist süss. Echt, gell! Die wollen nämlich ihre Schottergrube um rund 40 Hektar erweitern, und da haperts mit der Genehmigung, solange diese Sache nicht geklärt ist. Da nützt zum Glück auch eine ÖVP-Bürgermeisterin von Asamers Gnaden nicht viel. Reicht ja schon, dass man solange brauchte, um in dieser Richtung zu suchen.

Immer mehr wird klar: der völlige Rückzug der Asamers und deren totaler Machtverlust wären ein Segen für Land und Bevölkerung. Ganz egal, ob sie mit dieser Grundwassersache was zu tun haben oder nicht (wiegesagt: es gilt die Unschuldsvermutung). Aber ein derartiges Machtkonglomerat wird immer Anlass zu Fragen und zu Zweifeln geben. Das liegt in der Natur der Sache.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Diese riesige Schottergrube soll um weitere 40 ha vergrössert werden, mal sehen, ob die Bevölkerung mitspielt:

asamer_schotter

Hier im Vergleich der Ortskern von Ohlsdorf (links) und das obige Asamergelände:

ortskern_ohlsdorf_asamer

 

 

 

Bunt gemischter Frühschoppen

18. Oktober 2014 - Leave a Response

Liebe Leserleins!

Eigentlich hasst Ihre Babsy alle Arten von Frühschoppen. Nachdem ich gestern im SEP in sowas reingeraten bin, mehr denn je. Mir tun die Arbeitskräfte leid, die das einen ganzen, langen Arbeitstag hindurch ertragen müssen. Dazu depperte Schwiegermutterwitze, frauenfeindlich bis zum Exzess, naja, das Niveau von Ex-Bauern halt, die irrtümlich zu einem Einkaufszentrum gekommen sind. Frau wundert sich nur, dass auch Frauen über solch entwürdigende Witze lachen. Aber ich vergesse fast, wir sind ja in Gmunden. Retro, einfach retro.
Da schützt die EU die armen Kellnerinnen vor Sonnenbrand im Dirndlausschnitt, selten so gewiehert, aber diese akustische Umweltverschmutzung im SEP kümmert niemanden.

Aber darüber wollte ich gar nicht schreiben. Nein, ich wollte ein paar Sachen nachschiessen. Hier zum Beispiel ein wunderbares Bild, das uns ein Leserlein geschickt hat, und das die Lage der Balkons in der Kammerhofgasse zeigt. Wenn man sich auf diesem Bild die Enge der Gasse ansieht, fragt man sich wirklich, wie da zwei grosse Züge aussehen werden, und welche Probleme da auf uns zukommen. (Bei allen Bildern einfach raufklicken, dann sieht man sie in Originalgrösse!)

Balkon contra Fahrleitung

Soweit zu dieser Sache.

Jetzt zuerst wieder einmal AndyB, der ordentlich in die Tasten geklopft und auch seine Fotokamera bemüht hat.


 

AndyB, Stefani Zwerger und ein Outing

Ich, ich, ich ….. ich war der 150.000 Besucher!!
Es war wie in der Fernsehreklame, wo die Frau im Supermarkt zur Kasse geht.
Ich machte die Seite auf und es gab ein Blitzlichtgewitter, es schwebten Luftballons aus dem Monitor und laute Musik erklang.
Herr Gmundl streckte seine Hand aus dem Bildschirm, gratulierte mir und überreichte mir einen 1-Millionen-Euro Scheck.
Dazu eine Fahrkarte für die Regiobahn auf Lebenszeit, eine Besitzurkunde für das Seebahnhof Grundstück und einen Blumenstrauß.
Auch Herr Köppl winkte im Hintergrund mit seinem Spaten ….. ääääh … oder drohte er damit? …. Wer weiß, wer weiß ….
Jedenfalls habe ich mich sehr gefreut und dann …… ääääh ….. ja …..
dann bin ich aufgewacht, weil ich einen Wadenkrampf hatte …..
    
Da wir grade beim “versauen” sind ……
Seit einiger Zeit verfolgt mich ein Bild in der Stadt und eigentlich wollte ich es mir verkneifen ….. aber es juckt in meinen Fingern …. ich kann nicht anders …..

werger

Was sagt uns dieses Bild? Es zeigt eine Frau im besten Alter …… aaaaber,
sieht es so aus als würde diese grimmig aussehende Dame “ihre schönsten Liebeslieder” singen?
ääääh …. eher nicht …. sie sieht mehr wie die böse Schwiegermutter aus, die mit Nudelholz hinter der Türe wartet! Tschuldige, Babsy, ist nicht als Schwiegermutter-Witz gemeint.
Ich habe nichts gegen Frau Werger, aber wer immer dieses Plakat entworfen hat, hätte besser ein anderes Bild gewählt.
Das Bild verfolgt mich schon und ich traue mich kaum noch aus dem Haus ….. also bitte … so nicht …. bitte ….


Und hier wieder mal was von Leonardo DV:

Leonardo DVVandalen und Architektur
Nicht nur die Musikschule und andere “Bauwerke” werden Gmunden zu einer Pilgerstätte für zukunftsweisende Architektur aufblühen lassen. Der Klosterplatz ist der Anfang der Verschönerung durch den Lokalzugwahn. Es folgen der Stadtplatz und der Franz Josef Platz. Man wird Gmunden nicht wiedererkennen. Vielleicht kommt auch noch der Narrenturm im See?

Klosterplatz neu kl


Lassen wir uns überraschen, wie das aussehen wird, wenns fertig ist. Wir befürchten das Schlimmste. Zu den Bausünden am Klosterplatz kommt eine neue, adäquate dazu. Vielleicht versteht man das beim Gestaltungsbeirat unter Stadtbildgestaltung: bestehenden Hässlichkeiten weitere hinzufügen.

Ja, und dann haben wir noch einen sehr langen Leserbrief bekommen, der uns lobt, ok, ich erröte ein wenig, zumindest auf den Knien, gell, aber wir alle vom Team freuen uns klaro auch über jedes Lob und sind unbescheiden genug, es auch zu veröffentlichen, vor allem weil da einiges über unsere Stadt drinsteht, gell! Also Brief frei!


Liebes Gmundl-Team!
Ich wollte Euch schon immer eine Mail schicken – jetzt ist es so weit, da ich Eure E- Mail Adresse endlich habe.
Ich bin Jahrgang XXXX  und gleich vorweg – ich gratuliere Euch zu Eurem Blog!! Eure Kommentare  zum Geschehen in Gmunden sind an Wahrheit und Treffsicherheit nicht mehr zu überbieten!!
Ich habe lange bei salzi.at unter dem Nicknamen ZZZZZ  Kommentare geschrieben, einige haben schon geglaubt  Zivilcourage und ich seien ein und dieselbe Person!
Damals schon habe ich gegen das wahnsinnige  “Hotel Lacus Felix“ und unseren (aber sicher nicht meinen)   Herrn Bürgermeister geschrieben!
Ich habe aber dann aufgehört, Kommentare zu schreiben, da die Postings  schon das Niveau von Krone.at  erreicht hatten, und so weit nach unten wollte ich mich nicht begeben!
SALZI.at hat dann auch aus welchen Gründen immer das Forum eingestellt! ?
Aber nun  –  Babsy Blitzschnell und Bruno Beinhart  –  Bitte werdet nicht müde, gegen die Zustände in unserer schönen Gmundner-Stadt  zu schreiben!!
Gmunden ist über 700 Jahre Stadt – aber so einen  “Bürgermeister“ haben wir noch nie gehabt  – was bildet sich dieser Mensch denn ein?  Er kommt sich ja vor wie ein kleiner Herrgott – Sein Wille geschehe – und alle Anderen sind Deppen!! Das vorläufig  oberste Ziel von “Gmundl“ müsste sein, diese Stadt von seinem grössten Übel, Herrn Köppl, zu befreien!
Ihr habt doch so zuverlässige Informanten!! Der hat doch sicher irgendwo eine “Leiche“ vergraben!! Sucht und findet Sie, damit er endlich mit Schimpf und Schande verjagt wird !
Fragt auch bitte Herrn Schrabacher, warum sich seine Partei immer noch  “Volkspartei“ nennt, wo doch diese Leute so weit vom Volk weg sind  wie Rom vom Nordpol. Ich bin sicher, Ihr werdet von Mails überschwemmt  und das ist gut so – darum erwarte ich mir nicht wirklich eine Antwort!
Mit grösstem Respekt und Dankbarkeit zu Euren Kommentaren verbleibe ich
ein echter aber schon etwas älterer Gmundner 

Ja, liebe Leserleins, das war es für heute. Nächste Woche gibt es wieder einmal eine Überraschung. Es wird an manchen Orten Heulen und Zähneknirschen sein (hoffe, ich hab jetzt die Bibel richtig zitiert). Darauf werde ich an diesem Wochenende was Gutes drinken. Aber ich verrate diesmal nicht, was es ist, gell, damits nicht wieder heisst, die Babsy …
Ach ja, morgen schreibe ich dann über einen neuen Streich, mit dem womöglich auch die Asamers zu tun haben. Es besteht natürlich dringender Unschuldsverdacht.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

150.000

17. Oktober 2014 - Eine Antwort

Liebe Leserleins!

Es geschah schon am Montag dieer Woche: wir konnten das 150.000 Besucherlein dieses Blogs begrüssen.

Das ist ein beispielloser Erfolg für einen kleinen, regionalen Blog. Es ist nicht unser Verdienst. Es ist der Verdienst unserer Leserleins, Posterleins, der Bürgerleins – all jener, die sich hier informieren und eine rege Diskussion führen.

Wir müssen also danken. Und wir danken auch dafür, dass hier, in diesem Blog, der Beweis erbracht wird, dass Anonymität nicht automatisch zu tiefstem Niveau und zum Absacken auf die Ebene blosser Beschimpfungen führt. Der Ton ist oft ironisch, gar nicht selten auch spöttisch, insbesondere wir vom Team sind da recht frech. Aber der Meinungsaustausch ist kultiviert und auf hohem Niveau, wie zuletzt auch die Debatte über die RegioTram gezeigt hat.

Von wegen RegioTram: wussten unsere lieben Leserleins schon, dass da auch noch andere Probleme kommen, von denen bisher nicht die Rede war? Wir sprechen von den elektrischen Oberleitungen sowohl in der engen Theater- als auch der Kammerhofgasse. Wie man hört, müssen aus Sicherheitsgründen Balkone abgetragen werden, da sonst die Gefahr besteht, dass man vom Balkon mit einer Eisenstange einen Kontakt zur Oberleitung herstellen könnte, mit allen Folgen, die das hätte. Allerdings stellt sich dann die Frage: gilt das nicht grundsätzlich für alle Häuser? Man kann nämlich auch aus den Fenstern dann die Oberleitung erreichen.

Klingt natürlich zuerst einmal recht abstrus. Aber wir alle wissen, auf welch dumme Ideen nicht nur Kinder, sondern auch, sagen wir angeheiterte Erwachsene, so kommen könnten.
Wir wollten es jedenfalls gesagt haben, nachdem wir diesen Einwand gehört haben.

Leider können wir das 150.000ste Besucherlein nicht feiern. Wegen der Anonymität, gell. Weil, selbst wenn wir wissen, wer es war, gilt: keine Namen, voller Schutz. Also gratulieren wir ganz allgemein: unseren Leserleins, jedes möge sich als das 150.000ste fühlen, und uns selbst auch ein bisschen, gell, weil wir schuften schon ganz schön dafür, dass hier alles halbwegs klappt.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

 

Stadtbild versaut …

16. Oktober 2014 - Eine Antwort

Liebe Leserleins!

Wegen technischer Probleme sind wir heute etwas später als gewohnt online. Viel Neues gibt es ohnehin nicht.

Gestern in der Krone war wieder ein völlig sinnloser Hofbericht über die Neu”gestaltung” des Klosterplatzes. Eine Nicht-Neuigkeit sozusagen. Keine Ahnung, was die Krone neuderdings dazu treibt, jeden Unsinn der Gmundner Machthaberer kritiklos zu bringen. Jetzt rennt mal die Propagandawalze in Richtung Klosterplatz. Der Seilbahnschmäh vom Grünberg hat sich weitgehend abgenutzt. Die angeblich hohen Nutzerzahlen sind mit grosser Skepsis zu beäugen, gell, weil, klar, bei einem so merkwürdigen Sommer, hurteln die Leute ganz schnell raus, wenn ein wenig Sonne sich zeigt. Und was tun sie dann, wenn das Wasser nicht so richtig warm wird? Auf den Grünberg fahren, ist ja neu die Seilbahn. Ich liege sicher nicht falsch, wenn ich sage: wir werden erst Ende 2015 oder 2016 wissen, wie das wirklich läuft. Jetzt ist alles neu und ein Sommer, der selten zum Baden Anlass gab.

Jedenfalls war der Artikel in der Krone sowas von grenzwertig, das packt man schon nicht mehr. Da hätten sie gleich den Platz frei lassen können und gar nichts hindrucken. Unbedrucktes Zeitungspapier ist ja auch ganz nett. Besser als die Propaganda-Sprüche in jedem Fall.

Wenn ich mich hier bei den Leuten umhöre, wir Eingeborenen nutzen die Seilbahn kaum. Die meisten sagen, sie hätten sie nicht gebraucht, sie gehen lieber zu Fuss rauf. Aber gut, dafür kommen die Tagesausflügler. Das Problem: von dieser Art Tourismus hat die Stadt so gut wie gar nichts. Oder merken die Kaufleute in der Innenstadt, dass sich ihre Kassen schneller und besser füllen? Eher nicht, gell! Zumindest wenn ich denen glaube, die darüber offenherzig sprechen.

Jetzt rufen wir unsere Leserleins noch auf, uns Bilder (bitte in jpg und nicht grösser als 200 kb!!!) von Stadtverschandelungen zu schicken. Gibt es schliesslich genug. Also bitte Augen auf, Handy oder Fotoapparat zücken und uns mailen. Am besten mit Angabe, wo die Scheusslichkeit zu finden ist. Wir bringens dann innerhalb von ein paar Tagen.

Heute mal ein erstes Bild. Da hat man doch tatsächlich erlaubt, dass ein Haus hoch und nah hinter einem Einfamlienhaus hingeknallt wird. Ich frage mich zwei Sachen: wer ist so dumm, in den unteren Stockwerken eine Wohnung zu kaufen, wo man nur auf das Haus vor sich sieht? Und wie kommen die Leute im Einfamilienhaus dazu, dass ihnen die Nachbarn in den Magen schauen können? Wer genehmigt so etwas? Wo ist da der Gestaltungsbeirat? Hat irgendwer in der Gemeinde irgendeine Idee, wie diese Stadt gestaltet werden soll? Wie sie in 20 oder 30 Jahren aussehen soll? Wie eine Müllhalde für die realisierten Entwürfe von Betonklotz-Architekten? Ein buntes Sammelsurium von Bausünden? Ist das die Idee für den Tourismus?

Gmunden, die Stadt wo man alles bauen darf, Hauptsache, es schaut scheusslich aus?

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

stadtbild_versaut_01a

 

Schweigen im Walde …

15. Oktober 2014 - Leave a Response

Liebe Leserleins!

Im Moment herrscht nach der Aufregung der letzten Tage so etwas wie Schweigen im Walde. Aber lassen wir uns nicht täuschen: unter der Tuchent brodelt es. Nicht, was Sie jetzt denken. Man sagt das so, gell! Aber ich bin sicher, die brüten wieder ein Überraschungsei für die Gmundner Bevölkerung aus. Aussen miese Schokolade, innen nicht einmal heisse Luft. Das ist das Wesen des Gmundner Überraschungseis: nichts ist drin ausser ein paar Schuldzetteln der Gemeinde.

Ja, das mit dem Zurückschicken des Amts-Kas-Blattls. Das ist zwar eine gute Idee, aber kaum umsetzbar. Hat zwei Gründe. Erstens sind wir schon spät dran, die meisten Haushalte haben das Blattl längst ohne es zu lesen entsorgt. Und wir wollen nicht, dass die Leute jetzt ihre Papiertonnen und Mühleimer durchwühlen, gell, das auch wieder nicht. Und zweiteins, viel bedeutender, den meisten Leuten fällt das Kasblattl gar nicht auf. Das kommt zwischen diversen Möbel- und Lebensmittelketten-Prospekten in einem dicken Stoss ins Haus. Die meisten fischen gerade noch mal die Reklame mit den Aktionen ihres bevorzugten Ladens (Billa, Lidl, Hofer, Merkur, Spar etc.)  heraus, der Rest wandert ungschaut ins Altpapier. Oder in den Ofen (pfui, CO2-Abdruck macht das Blattls auch noch!).

Nach Auskünften von Marktforschern wird das Kasblattl nur von ungefährt 5 % der Einwohnerschaft bemerkt und durchgeblättert. Ein Grund mehr, diese Steuergeldverschwendung zu beenden. Eigentlich müssten wir vom Team Gmundl einen Verdienstorden der Stadt bekommen, gell, weil dank uns haben diesmal doch ein paar Leutln mehr im Kasamtsblatt geblattelt. Weil bei 5 %, das wären nach Abhzug der Analphabeten maximal 400 Leute, die das Lesen. Aber allein im Gmundl haben jetzt ca. 3.000 Leute über “mittendlin” gehört. Wir sind für jeden Orden offen, gell, solang mir nicht für den Bürgermeister, den Asamer oder ähnliche Typen schreiben müssen, gell! Kleidsam sollte er halt sein, der Orden, damit ich, Ihre Babsy, ihn auch mal tragen kann. Nein, doch eher nicht. Weil dann erkennt man mich glatt auf der Strasse: Laufmaschen, Indianerkrapfen, HiHeels, ein Longdrink in der Hand & ein Orden vorn drauf, nee, nur das nicht. Ihre Babsy liebt es, unerkannt ihre Indianerkrapfen zu kaufen. Und das soll so bleiben. Die sollen sich also einen eventuellen Orden wohin hängen, gell!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Und hier von unserem neuesten Mitarbeier, Kunibert von Gamunden (wir haben es jetzt mit den abgesandelten Adeligen, gell!, gibts eigentlich noch Monarchisten in Gmunden?). Der Macht sich jetzt als Sonderreporter einen Namen und meldet sonder.


 

Kunibert von Gmundens Hohlspiegel

Neue Wendung in der Causa Lacus Felix!

Die ÖVP bestreitet auf das Heftigste, dass Heinz Köppl jemals Spitzenkandidat einer Gmundner christlichsozialen Partei war. Schon gar nicht der ÖVP.
Mit dieser infamen Unterstellung wollen politischen Mitbewerber offensichtlich die herausragende Stellung der Gesamt-ÖVP in Gmunden schädigen und unterminieren. Damit muss Schluss sein .

Daher ein neues Stadtprogramm: Mehr Schwanenbussis statt persönlicher Angriffe – so die unmissverständliche Forderung der angegriffenen Schwarzen. Sie sind so angegriffen, dass sie aus dem Röcheln gar nicht mehr raus kommen.
gapa/greuters
14. Okt. 2014
DIE Gmundner Nachrichtenagentur, die mehr weiss, als man wissen kann!


 

Ginko, Vandalen und Architektur

14. Oktober 2014 - Eine Antwort

Liebe Leserleins!

Für diejenigen, die es noch nicht erraten haben: die Bilder in unserem Blog “Vandalen” zeigten das Elend bei der Musikschule. Dort wurde für den Zubau in sinnloser Zerstörungswut alles platt gemacht, was dem neuen, superhässlichen Betonbau im Wege stehen könnte. Man hat nicht einmal versucht, den ca. 150 Jahre alten Ginko-Baum zu retten. Auf die Idee ist offensichtlich gar niemand gekommen. Ein paar Dutzend Meter weiter steht vor der Bezirksbauernkammer ein etwa gleich alter Ginko-Baum, der sogar als OÖ-Naturdenkmal geschützt ist. Den dürfte man nicht ohne behördliche Genehmigung umsägen. Warum der andere Ginko bei der Musikschule nicht diesen Schutzstatus erhalten hat, versteht kein Mensch. Das niemand versucht hat, diesen Baum zu retten, sagt alles über die Verantwortlichen in Gmunden – und lässt Schlimmers für die Ausgestaltung der Stadt rund um die RegioTram erwarten. Die Gegend wird durch einen neuen Betonbau verunstaltet, der keinerlei Bezug nimmt auf das bestehende Gebäude (die Villa Klusemann, die ihrerseits durch die Formensprache des Klassizismus und dessen Rückgriff auf antike Formen geprägt ist).

Weder kann man dem neuen Gebäude einen Bezug zur Villa Klusemann entnehmen noch einen zur Musik oder zum Salzkammergut. Es ist dies wiederum ein seelenloser Nutzbau, der überall auf der Welt stehen könnte. Da träumen die HERRschaften von Fremdenverkehr und überzuckern nicht, dass gelungene und spannende Architektur, die ein Bild von Land und Menschen vermittelt, sich vielleicht auch mal quer zu den Sehgewohnheiten stellt, ein wesentlicher Anziehungspunkt für Touristen ist. Aber das hier im Entstehen befindliche Gebäude reiht sich mühelos ein in die Betonklötze, mit denen dieses Architekturbüro schon halb Gmunden zugemüllt und verhässlicht hat.

Hier ein paar Bilder der Betonhütte (den Zubau haben wir jeweils hervorgehoben, Dank an Graf Bodo):

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Bei diesem Bild sieht man das Ausmass des Schreckens nicht, weil die Fassade der Villa auch glatt dargestellt wird:

musikschule_ost_2

Hier etwas realistischer mit eingezeichneter Fassade bei der Villa Klusemann:

musikschule_ansicht_sueden

Hier nun die Sicht von der Linzerstrasse, der Blick auf die Villa Klusemann ist völlig zugestellt, man guckt auf eine trostlose 08/15-Hütte:

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(Die Bilder und Modelle stammen von der Homepage des planenden Architekturbüros! Wir haben nur die Verdeutlichung des Zubaus vorgenommen!)

Ja, liebe Leserleins, da kommt echt Freude auf. So gesichts- und ideenlos wie die Gmundner Politik, so sind auch die Bauten, die trotz eines angeblich existierenden Gestaltungsbeirates unsere Stadt mit Hässlichkeit überschwemmen.

Da fällt Ihrer Babsy nur noch der Spruch ein: “Schönheit kommt von innen.” Was wohl auch für das Gegenteil der Schönheit gilt, gell!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Ach beinahe hätte ich es vergessen! Hier noch ein Beitrag eines Leserleins von der Kommentarseite. Die Aufforderung hat einen bestimmten Charme! Wenn wir alle das machen würden, vielleicht wär dann eine Ruh’ mit dem Kasblattl, und die ÖVP würde uns nicht mehr mit ihrer Propaganda am Steuerzahlerlein-Tascherl liegen oder gleich in selbiges greifen!


 

Gegenpropagandist
Gesendet am 13.10.2014 um 5:46 vormittags

Liebe Leser(leins),

ich habe einen Vorschlag. Bitte hauts das Kasblattl nicht weg! Steckt es statt dessen in ein Kuvert und schickt es zurück an unseren Bürgermeister (am besten gleich an die Privatadresse). Wenn genug mitmachen und er unter seiner eigenen Propaganda erstickt (im übertragenen Sinne natürlich), dann verschont er uns vielleicht in Zukunft davon. ;-)

 

Amtliche Geldvergeudung

13. Oktober 2014 - Leave a Response

Liebe Leserleins!

Wir haben uns zuletzt ausführlich mit der amtlich verordneten Geldvergeudung zwecks Verherrlichung des Gmundner Bürgermeisters und seiner grossartigen Leistungen beschäftigt.

Seit einiger Zeit schon beschäftigt auch die Gmundner Parteien dieses Thema. Mit Ausnahme der ÖVP natürlich, weil die lässt ja sich und ihren Bürgermeister belobhudeln. Daher für die interessierten Bürgerleins ein Auszug aus dem Protokoll der Gemeinderatssitzung vom 12. 12. 2013 zu diesem Thema.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


“Unverfrorenheit”

Aus dem Protokoll der Gemeinderatssitzung vom 12. 12. 2013

Beratung und Beschlussfassung über den eingebrachten Antrag der Gemeinde-ratsfraktionen von SPÖ, FPÖ, GRÜNE und STADTLISTE (“Allianz für Gmunden”) hin-sichtlich Einstellung der amtlichen Mitteilung “mittendrin.Nachrichten aus dem Gmundner Rathaus”;
Bgm. Köppl erteilt Vzbgm. Dr. Dickinger das Wort.
Vzbgm. Dr. Dickinger bringt die Eingabe und den Antrag der Gemeinderatsfraktionen SPÖ, FPÖ, GRÜNE und Liste STADT vollinhaltlich zur Kenntnis:
Antrag:
Einstellung der AMTLICHEN MITTEILUNG „mittendrin. Nachrichten aus dem Gmundner Rathaus“.
Begründung:
Insbesondere im „Vorwort“ des Bürgermeisters, aber zuletzt auch in einem namentlich nicht gezeichneten Beitrag im Zusammenhang mit dem Hotel-Projekt „Lacus Felix“, wurden bzw. werden der Gmundner Bevölkerung keine objektiven Informationen, sondern in dozierender Unverfrorenheit ausschließlich die politischen Positionen der ÖVP bzw. des Bürgermeisters zur Kenntnis gebracht.
Meinungsvielfalt, niveauvolle Diskussionen, Gegenüberstellungen unterschiedlicher Überzeugungen und Argumente, mithin demokratiepolitische Mindeststandards, finden in diesem graphisch und sprachlich hervorragend gestalteten Organ keinen gebührenden Platz. Die Verantwortung dafür trägt ausschließlich der Bürgermeister.
„Tiefpunkt“ dieser Entwicklung war die Weigerung des Bürgermeisterst, den Abdruck eines bereits gebuchten und zu bezahlenden Inserats, getragen von vier politischen Parteien, dessen Inhalt lediglich sachliche Informationen enthielt, in „mittendrin“ zu „gestatten“. Gegenüber den „OÖN“ äußerte sich der Bürgermeister wie folgt: „Kommt überhaupt nicht in Frage!“ Auf den Vorwurf, Bürgermeister Köppl würde politische Mitbewerber im offiziellen Gemeindeorgan unfair kritisieren, antwortete dieser: „Dieses Recht nehme ich mir als Bürgermeister heraus!“

Heute wissen wir, dass es eine gänzlich unangebrachte „Geste“ der „Allianz für Gmunden“ war, ein „Inserat“ zu buchen. Es kann und darf nicht sein, dass der ÖVP-Obmann die u. a. mit Steuergeldern aller Gmundnerinnen und Gmundner finanzierte Stadtzeitung als sein „privates Verlautbarungsorgan“ instrumentalisiert. Alle Parteien und alle inhaltlichen Positionen müssen in einer Stadtzeitung Platz haben und in fairer, ausgewogener Weise einander gegenüber gestellt werden.
In der letzten Ausgabe dieses Blattes, es wurde im ersten Absatz dieses Antrages bereits erwähnt, erschien ein höchst einseitiger Beitrag zur höchst kontroversiell diskutierten Causa prima „Lacus felix“, der zuvor bereits auf der Homepage der Stadtgemeinde zu lesen war und aufgrund der Intervention unserer „Allianz“ von dieser Seite genommen wurde. Mit diesem Artikel wurde der Rubikon überschritten, die SteuerzahlerInnen und BürgerInnen dieser Stadt können nicht weiter genötigt werden, ein Propaganda-Organ des ÖVP-Bürgermeisters zu finanzieren und zu lesen.
Vor diesem Hintergrund stellen wir den Antrag, die AMTLICHE MITTEILUNG „mittendrin“ ab Beginn des Jahres 2014 – in dieser Form – einzustellen.
Alternativvorschlag:
Als Alternative wird vorgeschlagen, den zweimonatlich erscheinenden Veranstaltungskalender mit amtlichen Mitteilungen (ohne Politikerfotos und Politikerbeiträgen) zu ergänzen. Vor Drucklegung ist die amtliche Mitteilung den Fraktionsvorsitzenden und den StadträtInnen zu Kenntnis zu bringen.

Bgm. Köppl lässt über den Antrag abstimmen.
Beschluss: mehrheitlich abgelehnt
17 JA-Stimmen: SPÖ (8), FPÖ (5), GRÜNE (4)
19 Gegenstimmen: ÖVP (19)
Nicht mehr anwesend: GR DI Dr. Löcker


 

Köppls Propaganda-Kasblatt und nichts gelernt

12. Oktober 2014 - 2 Antworten

Liebe Leserleins!

Schon erholt vom “North Corean Blitz” den Ihre Babsy Ihnen gestern serviert hat … zumindet als Rezept?
Hat ja niemand vergessen, die Kinderleins wegzuhalten?! Und das Köppl-Kasblattls nicht aufs Klo hängen, gell, weil ein feinsinniger Hintern (v)erträgt das nicht! Papier zu hart, Inhalt kasweich und stinkert wie ein überständiger Camembert. Weil nämlich Eigenlob dieser Art wirklich zum Himmel und durch ganz Gmunden stinkt.

Wer geglaubt hat, hier in der Stadt gäbe es so etwas Ähnliches wie Lernfähigkeit, der kann nach der Lektüre der Samstags-Krone aufatmen: gibt es nicht. Über die Pisa-Testergebnisse, die der Köppl liefern tätert, will Ihre Babsy lieber nicht nachdenken. Wann wird dieser Mann endlich gestoppt?
Ich mein, bei dem helferten auch die berühmten leichten Schläge auf den Hinterkopf wahrscheinlich nichts mehr (abgesehen davon, dass Ihre Babsy gegen solche Handgreiflichkeiten, und seien sie noch so sanft, allergisch ist). Kopf schiefhalten tut er ohnedies schon die ganze Zeit, der Köppl. Ohne merkbaren Effekt. Denn jetzt entnehmen wir entsetzten Bürgerleins der Krone, dass schon wieder irgendein Investor sich gemeldet hat und demnächst den Inhalt seiner leeren Taschen grosszügig über Gmunden entleeren würde, wenn man nur so lieb sei, ihm das Seebahnhofgründstück rüberzuschieben.
Und was sagt der Köppl? Jo, wenns denn sein tun muss, dann tun mirs halt wieder verkaufen tun, das Grundstück. weil, so fragt sich Ihre Babsy, was täterten den wir als Gemeinde denn damit? Na eben! Und was täterte denn die Bürgerleins mit so einem leeren Grundstück, weil der famose Tourismusdirektor schwadroniert noch immer von der Notwendigkeit eines Hotels, weil, klar, wenn in den letzten zwanzig Jahren eine Unzahl alter und alle neuen Hotels mangels Nächtigungen zugesperrt haben, dann schreit das ja lauthals nach einem neuen Hotel, weil das wird dann sicher gestürmt werden.
An dieser Stelle des Tagtraums ist der Murray dann aufgewacht, leider nicht ausreichend schweissgebadet und fluchtbereit, um Gmunden endlich von seiner Expertise zu befreien. Bei all dem brauch ich schon am Morgen einen doppelten Cognac in meinem Mokka.
Der Köppl will allen Ernstes dem nächstbesten Inwestohr wieder die Seebahnhofgrundstücke nachschleudern. Wobei Ihre Babsy nicht sicher ist, ob das nicht schon wieder ein neuer Schmäh der Asamers ist, um sich die Grundstücke doch noch zu sichern. Beim Köppl fragt man sich langsam, aber sicher immer schneller und häufiger: wessen Interessen vertritt der eigentlich? Die Interessen der Einwohnerleins von Gmunden können es nicht sein.

Aber was erwartet man von einem Bürgermeister, der soeben schon wieder ein die Bürgerleins viel Geld kostendes Kasblattl zwecks Köppl-Verherrlichung auf die zahlenden Bürgerleins losgelassen hat. Ich mein, wie lange noch sollen wir uns eigentlich auf eigene Kosten verarschen lassen? Ich träum davon, dass bei der nächsten Wahl alle Bürgerleins einen richtig geilen Wahlslogan im Kopf haben und auch so wählen:

“Zwanzig Jahre sind genug. Weg mit Köppl. Freiheit für Gmunden!”

Das wäre mal eine wirklich sinnvolle Tat. Dass der Herr Bürgermeister augenscheinlich in einem Paralleluniversum lebt, beweist auf jeder Seite die neue ÖVP-Gemeindezeitung, die sich, damit wir den ganzen Schmarrn zahlen müssen, als “Amtliche Mitteilung der Stadtgemeinde” tarnt. Der Mann hat echt die Chuzpe (oder ist er wirklich so eingeschränkt in seiner Wahrnehmung?), davon zu fantasieren, dass dieser Herbst in Gmunden “eigentlich ein Frühling ist, so kräftig sind eine Aufwärtsentwicklung” der Stadt zu spüren. Wenn die Kräne der Immospekulanten in den Himmel wachsen, ist das noch keine Aufwärtsentwicklung, gell! Ein bisserl zu viel nach Nordkorea geschielt, der Herr Bürgermeister, in diesem Reich des Realsozialismus wird auch die Wirklichkeit im Sinne der Herrschenden uminterpretiert. Wir haben hier in Gmunden den Real-Köppelismus. Um ein Sprichwort abzuwandeln: wenn die Wirklichkeit nicht mit Köppls Sicht übereinstimmt, umso schlimmer für die Wirklichkeit.
Er entblödet sich nicht, von sozialem Wohnbau zu schreiben, wenn eine 59 m2-Wohnung um wohlfeile 168.000 Euronen zu haben ist. In Schilling sind das lächerliche 2,3 Mille. So stellt man sich sozialen Wohnbau vor, wenn man als überbezahlter Bürgermeister in einer Villa residiert. Gleich 194 Wohnungen überschwemmen als “sozialer Wohnbau” die Stadt. Bei tausenden Zweitwohnsitzen. Bei ca. 5.500 bestehenden Haushalten sind das 3,5 %. Bezogen auf die bestehende Einwohnerschaft (gehen wir mal von paarweiser Besiedlung aus) haben also nicht einmal 3 % der Einwohnerleins Chancen auf eine Sozialwohnung.
So schauts nämlich aus, Herr Köppl! Also sparen Sie sich diese saublöde Wahlpropaganda auf Steuergeldkosten.

Dann “jubilieren wir im Rathaus” (Originalton Köppl!) darüber, dass sich “Geschäfte und Gastlokale, die leer standen, wieder füllen”. Das Künstlerviertel wächst und blüht. Ja eh, und mit ihm die Zwangsselbständigen im Prekariat. Vielleicht erkundigen Sie, Herr Bürgermeister, sich einmal, wie die Leute über die Runden kommen angesichts des grossartigen Aufschwungs. Und zählen Sie mal nach, wieviele Geschäfte leerstehen. Was hier neu belegt wird, ist nicht einmal ein Tropfen auf den heissen Stein.
Da wird so getan, als ob in der Innenstadt ein Treiben wie auf einem Ameisenhaufen herrschen würde. Dabei sieht es eher nach einem Bienenstock im Winter aus. Sie sehen Signale für das Ende der Krisenjahre? Fein, die Wirtschaftsforscher erzählen uns nämlich gerade das Gegenteil. Aber in Gamunden, in Gamunden,  da ist ja alles ganz anders, gell, da läuft die Konjunktur, dass es nur so eine köpplsche Freude ist. Das wird in die moderne Volkswirtschaftstheorie eingehen als “köpplgetriebener Konjunkturaufschwung bei Minswachstum”. Wo ein Wille, da auch ein Propagandaschmäh.

Der Gmundner Bürgermeister muss wirklich in einem der angeblich unendlich vielen Nebenuniversen leben. Multiversen-Theorie heisst das. Die Physiker suchen seit Jahren verzweifelt einen Beweise für diese Theorie, die ihrerseits eine Folge der Urknalltheorie ist. Blöd, dass für heuer der Physik-Nobelpreis schon verben ist, aber vielleicht nächstes Jahr. Der Köppl hat in seiner Person nämlich endlich den schlüssigen und praktischen Beweis erbracht, dass es zumindest ein Paralleluniversum geben muss, jenes, in dem er sich aufhält und seine Wahrnehmungen macht. Der Trick bei dieser Theorie ist ja der, ich habe mir das von einem Physiker erklären lassen, dass bei der Multiversentheorie unendlich viele Universen nebeneinander existieren. Jeder denkbare Zustand einer Welt, also unendlich viele, wird durch jeweils ein solches Paralleluniversum repräsentiert. Ein möglicher Zustand ist eben, dass wir mitten im Aufschwung leben. Zum Glück hat wenigstens der Bürgermeister exakt dieses Universum erwischt, während wir dummen, gewöhnlichen Einwohnerleins weiterhin in diesem depperten Wirtschaftsflaute-Universum dahinleben müssen, wo man nix sieht vom Aufschwung, vom wirtschaftlichen Frühling, wo man nur die Benzinkutsche vom Bürgermeister sieht, die vor dem Rathaus steht. Begegnungszone neu.

Obwohl, ein kleines Problem gibt es schon. Der Wechsel von einem Universum ins andere ist laut Standardmodell der Physik nicht möglich. Da stellt sich echt die Frage: Sag, wie macht das der Köppl? Der hat einen Trick gefunden, wie er sich rüberbeamen kann. Blöd, gell, weil toll wär das schon, wenn man den nicht erst abwählen müsste, sondern wenn er in sein Lieblingsuniversum “Aufgehnder Frühling” mangels Wiederkehrmöglichkeit auf Nimmerwiedersehen verschwinden tätert. Ehrlich, auch ein paar ÖVPler wären heilfroh, wenn das Problem Köppl sich so physikalisch elegang lösen liese.

Aus seinem Köppl-Spezialuniversum verkündet Herr Bürgermeister auch, dass wir von einer “Gründer-Welle”, die dank Mietzuschüssen der Gemeinde “verstärkt” wird, geradezu überrollt werden. Äh, Gründerwelle? Muss ich glatt übersehen haben. Oder ist das so wie mit den Burgenländern, die bis zu den Knöcheln im Neusiedler See stehen und auf die Sexwelle warten? Also, liebe Leute, wenn Ihr demnächst den Köppl mit hochgekrempelter Hose durchs seichte Uferwasser des Traunsees stapfen seht, wisst ihr, was er dort tut: auf die Gründerwelle warten. Zehn Meter hinter ihm wahrscheinlich Gottfried-“The Internet”-Schrabacher. Das nennt man: sich kalte Füsse holen.

Liebe Leute! Hauts des Kablattls weg, möglichst ungelesen, auch wenns Euer Geld ist, gell, weil eigentlich müsste aussen drauf stehen: “Das Lesen dieses Machwerks kann ihre geistige Gesundheit gefährden.” Weil man hält sich leicht für schizo, wenn man was anderes liest, als man in der Stadt mit eigenen Augen zu sehen glaubt. Man fragt sich ohnedies schon, wie die Leute, die diesen Topfen verzapfen, sprich: formulieren und in eine Zeitung pressen müssen, das ohne Krise überstehen, ohne selbst rot zu werden im Gsichterl.
Es ist wirklich schade um die Bäume, die wegen solcher Machwerke gefällt werden müssen. Man will sich gar nicht vorstellen, dass womöglich sogar ein Holzfäller, tragischer Arbeitsunfall, dabei ins Gras gebissen haben könnte.

Aber all das schert einen nicht, der durch ein Wurmloch, was sonst, ins übernächste Universum gekrochen ist. Was hier in unserem Universum als Gmundner Bürgermeister auftritt, ist nicht der Köppl, sondern ein zeitreisender Klon. Gut, ich gestehe, Ihre Babsy hat als Kind zuviel Raumschiff Enterprise gesehen. Aber ein paar Klingonen, die im Rathaus Ordnung machen, die wünsche ich mir manchmal schon, gell, kindliche Fantasien halt. Besser als die Allmachtsfantasien der Gmundner Selbstbedienungs-Cliquen ist das trotzdem.
nuvpu’, jIHvaD yap! (Klingonisch für: Leute, mir reichts!)

Quapla’ (Auf Wiedersehen!)
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Illustrativer Anhang:
Unser Künstler Graf Bodo von und zu Graffiti hat sich so seine Gedanken gemacht, wie das ÖVP-Amtsblatt-Zur-Köppl-Huldigung besser gestaltet werden könnte, sodass die Gmundner Bürgerleins auch am Titelblatt gleich sehen, wo es lang geht im Real-Köppelismus. Darunter findet man das grosse Vorbild für diese Gestaltung – einen Buchtitel des Grossvaters des jetzigen Volkslieblings von Nordkorea, der war scheinbar nicht nur für Köppls Propaganda, sondern auch für Graf Bodo sehr inspirierend.

 

kim_gmund

 

Das grosse methodische Vorbild:

kim_vorbild

 

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