Fahrscheinkontrolle …

17. September 2014 - Leave a Response

Liebe Leserleins!

Hoffe, alle haben einen gültigen Fahrausweis! ;-)

Es geht weiter mit der Debatte um die Wahnbahnzugtram in Gmunden. Hier die letzten Postings zum Nachlesen.


Kalliope
Gesendet am 16.09.2014 um 9:35 nachmittags

Ich packs nicht mehr. Das ist schon fast wie im Kabarett. Nur schlechter. Wer ist auf die Wahnsinnsidee mit den Sammeltaxis gekommen?
Was ist ein echter Schildbürgerstreich?
Das da! Man baut um einen riesigen Haufen Steuergeld eine Bahnverbindung, die von Hasegutenacht nach Füchseschlafennoch führt. Die Investitionen der Steuergelder in Züge werden zu Privateigentum der Neumanns. Das Verkehrsmittel fährt die wesentlichen Teile der Stadt nicht an. Also erfindet man, wieder ums Geld der steuerzahlenden Bevölkerung, Sammeltaxis, mit denen die Leute zu den Stationen kommen. Muss das eine kleine Bürgerin wie ich verstehen?

Stellen wir uns vor, das geschieht in einer großen Stadt, München, Wien, Berlin oder so. Man plant eine U-Bahn, bei der man genau weiß, dass sie nicht dort entlang fährt, wo die Leute wohnen und arbeiten. Man gräbt trotzdem um sehr viel Geld die Löcher, stellt Stationshäuser hin und so halt. Weil aber kein Mensch zu den Stationen kommt, engagiert man einen privaten von den Steuerzahlern bezahlten Zubringerdienst.

Ja hallo! Die Idee von Sammeltaxis zwecks Herankarrung der Fahrgäste zu den Stationen ist ein Offenbarungseid. Damit sagt man laut und vernehmlich, dass die RegioTram an den Bedürfnissen und Notwendigkeiten vorbei konzipiert worden ist. Ist auch sonnenklar. Denn weder Strandbad, Spital oder gar das Ostufer werden angefahren. Das ist beinahe schon eine Parodie auf einen Schildbürgerstreich.

Die Menschheit baut U-Bahnen, Bims und Strassenbahnen, damit wir dann Sammeltaxis brauchen, um zu den Stationen kommen? Echt? Das ist Gmunden wie es leibt und lebt.


A Oida Weyrer
Gesendet am 16.09.2014 um 6:41 nachmittags

In erster Linie ergeht mein folgender Post an die Herren Kammerhofer und Zivilcourage.

Ich hatte heute das Vergnügen mit einem Insider der Gmundner Kommunalpolitik zu sprechen. Nach knapp 2 Minuten musste ich kurz unterbrechen und (mit seiner/ihrer Erlaubnis) mein Diktiergerät abwerfen, damit ich das Gesagte hier auch korrekt wiedergeben kann:

Bei der aktuellen Diskussion wird immer wieder, gebetsmühlenartig, das Argument gebracht die Stadt Gmunden würde dadurch zu einer neuen Infrastruktur im Bereich des Zugsverlaufes kommen (resp. neue Brücke, neue Wasserleitung, neuer Kanal, neue Gasleitung, neue Stromleitung, neue Telefonleitungen uvm.).

1) Die dafür entstehenden Kosten werden zu 100 % aus Steuergeld bezahlt!

2) Die Traunbrücke wurde erst kürzlich generalsaniert und hat laut Auskunft des Landes OÖ, welche derzeit Straßen- und Brückenerhalter ist, eine Restlaufzeit bis zur nächsten Sanierung, von 25 Jahren. Bei geschätzten Brücken-Neubaukosten von 10 Mio Euro und einer Lebensdauer von 50 Jahren, wird durch den Abbruch der bestehenden Traunbrücke Volksvermögen von zumindest 5 Mio Euro vernichtet.

3) Wasser-, Gas-, Strom- und Telefonleitungen wurden Anfang der 2000’er Jahre in der Kammerhof- und Theatergasse neu verlegt. Durch die geplante 2-gleisige Schienenführung sind diese Einbauten zu entfernen, da unter den Geleisen diesbezügliche Anlagen nicht gestattet sind. Diese Einbauten sind in die Straßenmitte zu verlegen. Für Wasser-, Gas-, Strom- und Telefonleitungen rechnet man eine Lebensdauer von zumindest 50 Jahren. Damit wird neuerlich Volksvermögen in Millionenhöhe vernichtet.

4) Kanal – einzig der Kanal in der Kammerhof- und Theatergasse ist alt, über 100 Jahre. Man muss jedoch wissen, dass dieser Kanal aus Ziegel gemauert ist, sowie das auch z.B. in Wien der Fall ist. Dadurch ist dieser Kanalabschnitt nach wie vor in tadellosem Zustand. Man hätte ihn sonst bei der Neuverlegung der Wasserleitung ebenfalls erneuert.


Dieter Wellmann
Gesendet am 16.09.2014 um 5:53 nachmittags

Sitze gerade in der Fuzo der Neuen Mariahilferstrasse: Wie zurückgeblieben muss man sein sich sowas nicht schleunigst nach Gmunden zu wünschen? Bezaubernde Jeannie, wo bist Du?

Wirklich, die ist schon recht gut gelungen. Man muss aber auch dazu sagen, dass der Unfug mit den durchfahrenden Autobussen zum Glück im nachhinein und unter Zähneknirschen der Grünen korrigiert worden ist. Ausserdem hat man sich ernsthafte Gedanken über die Gestaltung gemacht. Dazu kommt, dass dieser Teil der Mariahilfer Strasse (Mahü) an das Museumsquartier (MuQua) anschliesst. Damit entsteht beinahe autoamtisch eine sehr attraktive Flaniermeile. In diesem Teil ist die Mahü so breit, dass sie mehr Platz- als Strassencharakter hat. Das hat schon vor vielen Jahren, so hat man mir erzählt, bestens funktioniert. Nämlich während der Adventzeit. Da wurde in der unteren Mahü der Autoverkehr rausgehalten, nur die Strassenbahn fuhr. Aber das war wegen der enormen Breite der Strasse überhaupt kein Problem. Wenn man dieses Modell auf die Gmundner Verhältnisse umlegt, ist die Lösung auch klar. FuZo, Autoverkehr tagsüber völlig raussperren, keine Bahn in diesen Dimensionen durch die Stadt führen – die zerstört nämlich die FuZo. Wir bleiben dabei, dass die sofortige oder sehr schnelle Einführung eines Fahrverbots mitsamt Errichtung einer FuZo der Lackmustest dafür ist, wer welches Anliegen wie ernst nimmt.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 

Das also ist der Stand der Dinge. Wir bekommen derzeit soviele Email-Zuschriften, dass wir es nicht schaffen, die während der Woche alle zu bearbeiten und online zu bringen. Geht erst am Wochenende, wenn wir der Mühsal der Tagesarbeit, des Geldverdienens, kurz entkommen. Daher bitte ein wenig Geduld. Der Bruno ackert alles durch. Dann sehen wir weiter.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

In den Zug geraten …

16. September 2014 - 3 Antworten

Lieber Leserleins!

Die Wogen gehen weiterhin hoch. In Sachen Regio-was-auch-immer-Tram-Zug. Wir vom Team sind bis auf weiteres typisch österreichisch: neutral. Im Gegensatz zum Land Österreich. Das ist längst nicht mehr neutral. Schon seit dem EU-Beitritt nicht mehr. Die Neutralität ist nur noch ein Feigenblatt, eine Lüge für die Bürgerleins. Ein Schmäh, wie so vieles hierzulande. Man sieht es jetzt bei den Russland-Sanktionen: die wurden nicht von einer übergeordneten Instanz wie der UNO verhängt, sondern von der EU, die nicht nur ein Wirtschafts-, sondern auch ein Militärbündnis ist. Abgesehen davon: kann man neutral sein, wenn ein Land, mals fiktiv angedacht, angegriffen wird, dass die selbe Währung hat wie wir? Wohl kaum.
Leider hat die FP wieder einmal teilweise recht. Die Ausfälle gegen die Homo-Szene sind zwar reichlich deppert, hat nur noch der Hinweis auf die Ostküste gefehlt, aber was FP-Gudenus zur Neutralität sagt, ist halt leider wahr. Warum sind die Regierungsparteien nicht in der Lage, ihre Politik so zu gestalten, dass sie der FP keine Gelegenheit geben, mit Halbwahrheiten zu agitieren? Diese Leute an der Macht lernen es nicht mehr. Ist kein österreichisches Phänomen, gell. Schauen wir nur nach Schweden oder auf die zwei deutschen Bundesländer, die gerade gewählt haben. Überall machen die Machthaber eine Politik, mit der sie diesen neuen Alt-Parteien den roten Teppich hinlegen zum bequemen Einmarsch in die Parlamente. Da brauch Ihre Babsy jetzt doch ein Schluckerl Blue Curacao.

Auch hier die Debatte um die RegioTram ist dafür typisch. Wenn diese Diskussion, wie behauptet, von der FP als Wahlschlager für 2015 gekapert worden ist, wessen Schuld ist das? Die Schuld derjenigen, denen bis heute keine wirklich brauchbaren Argumente einfallen. Warum nicht FuZo jetzt? Warum erst 2017 oder gar 2020? Und dann erst recht nur eine “verkehrsberuhigte Zone”? Mit einer Riesen-Tram mitten drin? Auch das Argument, würde das Geld nicht hier ausgegeben, würde es eben woanders geschehen, ist nicht sehr überzeugend. Dieses Arguemnt zeigt nur sehr deutlich, welche Gelder man einsparen könnte, wenn endlich eine Verwaltungsreform und eine Reform der Verteilung der Mittel (Finanzausgleich) durchgeführt würden.
Man glaubt den herrschenden Politikern nichts mehr. Dabei ist die Regio-Tram-Initiative bei weitem keine FP-Aktion. Für die Wahl 2015 wäre die jetztige Auseinandesetzung zu früh, viel zu früh. Das wäre ein glatter Fehlstart. Trotzdem führt diese Debatte, gepaart mit den Unstimmigkeiten und Merkwürdigkeiten rund ums Hotel dazu, dass die Gmundner Lokalpolitik ordentlich durcheinander gerüttelt wird. Wenn uns vom Team nicht alles täuscht, bleibt da politisch kein Stein auf dem anderen.

Und jetzt wieder ein paar direkte Mails sowie Postings von der Kommentarseite hier im Blog auf der Hauptseite.


 Hans Heidinger
Gesendet am 15.09.2014 um 7:30 nachmittags

Vielleicht kann man dem unabhängigen ( von was oder wem wird er wohl unabhängig sein) Gemeinderat, Herrn Kammerhofer, einmal erklären, dass Zuschüsse und Subventionen auch von uns Steuerzahlern kommen und nicht vom Christkind!
Und wir werden – wie er ankündigt – im Herbst 2015 ein Zeichen setzen: “Gemeinderat” Kammerhofer wird dann nur mehr eine Fußnote – vielleicht nicht einmal mehr das – in der Geschichte der Stadt Gmunden sein!


Zivilcourage
Gesendet am 15.09.2014 um 12:22 nachmittags

Welch ein intelligenter Kommentar von Leonardo DV
Leonardo, Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen!.

1. Fahrradfahrer und Fussgänger werden nicht von der Strassenbahn niedergefahren, sondern immer nur von Autos. Fast täglich liest man von angefahrenen Fussgängern und Radfahrern, oft noch mit Fahrerflucht.
2. Verbraten wird das Geld sowieso fürs Bauen, ganz wurscht wo . Das Steuergeld bekommt der Steuerzahler eh nicht mehr zurück. Es wird sich immer jemand von den Einflussnehmern und Politikern finden, der tüchtig zulangt.
3. Was den Titel des Beitrages von Babsy Blitzschnell anlangt, finde ich den Titel schon ein starkes Stück: “Ein Zug nach nirgendwo”. Wohnen in Gschwandt, in Kirchham oder Vorchdorf keine Leute? Ich weiss, die Leute haben nicht den selben Status wie die typischen Gmundner von altem Stand und Adel. Aber vor allem in Vorchdorf gibt es einige florierende Betriebe, dort zu arbeiten und vielleicht zu pendeln sich manche grosskopferte Gmundner herablassen müssen. Sind die Vorchdorfer, die Kirchhamer, die Gschwandtner Menschen, die im Nirgendwo wohnen? Wenn es ein gutes Verkehrsmittel gibt, werden sich im Nirgendwo noch mehr Menschen ansiedeln. Denn in Gmunden kann man ja kein Geld mehr verdienen, es eher ausgeben. Big Spenders sind immer willkommen in Gmunden,

Geschätzte Zivilcourage! Bitte genau lesen, gell! Die Überschrift ist mit einem Fragezeichen versehen, gell! Ich behaupte also nichts, sondern stelle eine Frage. Die kann jede und jeder dann nach eigener Einschätzung der Lage beantworten. Noch was: ich und wir alle im Team teilen nicht die etwas überhebliche Selbsteinschätzung manchner Einwohnerleins von Gmunden. Ja, ich bremse auch für Ebenseer, Vorchdorfer, Kirchhamer, Geschwandtner und grundsätzlich für Menschleins aller Art, aller Geschlechter, Hautfarben und jeder sexueller Ausrichtung (die was man auf der Strasse normalerweise eh nicht gleich erkennt). Und ich vermeide, so gut es geht, mit dem Töfftöff (kein SUV, die müssten nämlich SAUF heissen) in die Stadt zu fahren. Was ich da schreibe, gilt für alle im Team!
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


AndyB
Gesendet am 15.09.2014 um 11:35 vormittags

Sehr geehrter Herr Kammerhofer

Zu 1) Sicherheit Infrastruktur :
es geht also viel mehr um die Infrastruktur. Wir brauchen also eine … äääh …. Straßenbahn, da die Stadt Gmunden nicht die finanziellen Mittel hat, die notwendigen Reparaturen und Erneuerungen durchzuführen.

Zu 4) Innenstadtverkehr:
Die Innenstadt ab 2020 zur Fußgängerzone zu machen? Bedeutet das dann, die Schienen werden wieder herausgerissen?
Eine Fußgängerzone ist eine Fußgängerzone und da fährt auch keine Bahn durch und da liegen auch keine Schienen! Eine Fußgängerzone könnte man sogar kurzfristig errichten und nicht erst 2020.
Das es Ausnahmen gibt, wo Züge durch die Innenstadt fahren, bezweifle ich nicht, aber sind und bleiben Ausnahmen.

Sie preisen hier die Vorzüge von schönen kleinen romantischen Städten – ohne Verkehr – plädieren aber im Grunde genau für das Gegenteil. Eine Innenstadt, durch die 50 Tonnen Züge fahren, ist alles andere als romantisch.

Zu 5) Eine Bahn, ein Lockführer (wen oder was lockt der Lockführer denn? 200 Arbeitnehmer in die Bahn?) und rund 200 Arbeitnehmer und Schüler kommen sicher und rasch nach Gmunden
Sind die vorher nicht nach Gmunden gekommen? Es wird immer so getan als würde ein Jahrhundertprojekt Vorchdorf – Gmunden entstehen. Dieses Projekt gibt es schon!!
Lokführer, Arbeitnehmer, Schüler etc. kommen auch jetzt schon nach Gmunden. Es sind nur knapp 500 m die sie gehen müssen, um in die Innenstadt zu kommen. 700 m bis zum nächsten Verkehrsmittel!
Es geht also um ganze 700 Meter!!! 700 Meter die die Innenstadt verschandeln, unwiederbringlich!
Das Jahrhundertprojekt Vorchdorf – Gmunden ist eine Illusion!. Das Projekt müsste heißen : “Gmunden – Gmunden oder wie ich meine Stadt saniere ohne Geld zu haben”.

6) Gmunden: Die Alternative zu 300 Tonnen, 700 Meter Stau und riesige Abgasmengen mehrmals am Tag
Wie ich bereits mehrfach geschrieben habe, werden die Abgasmengen nicht weniger, sondern eher mehr. Durch die Staus, die diese …. äääh … Straßenbahnen verursachen, bleiben die Autos länger in der Stadt. Also gibt mehr Abgase, statt weniger.
Die einzige Alternative wäre eine reine Fußgängerzone, das wäre völlig abgasfrei.

“das zweite Zeichen haben WIR ALLE anlässlich der GR – Wahl im Herbst 2015 zu setzen”
Welche Wahl?? Was können die Bürger denn wählen?
Die Bürger können wählen zwischen Not oder Elend!
Die ÖVP. die den ganze Schlamassel verursacht haben? Die SPÖ und die FPÖ, die den meisten Unfug mit getragen oder sogar unterstützt haben?
Die Grünen, die sich durch das Posting im Blog praktisch selbst disqualifiziert haben? Die Grünen haben wenigstens Versuche unternommen, diverse unsinnige Projekt zu verhindern, aber ansonsten ist mit denen auch nichts los.
Was wählt man also? Die Verursacher, die Unterstützer? Not oder Elend?!

Die FDP in Deutschland hat mit dem Wahlplakat “Niemand braucht die FDP!” geworben. Die Quittung : die Wähler haben gesagt : “stimmt” und sie sind praktisch in die Bedeutungslosigkeit gekickt worden, aus der sie nicht mehr heraus kommen.
“Die Spielzeugschaufelschwinger” schwingen inzwischen ihre Schaufeln schon unter Polizeischutz. Was müssen die für ein schlechtes Gewissen haben und was für ein Bild vom Gmundner Bürger. Hier sieht man, wie weit sich die Politik schon vom Bürger entfernt hat, wenn man meint, man brauche inzwischen schon Polizeischutz, um sich vor den “militanten” Bürgern zu schützen …..
Wie heißt es so schön in der PDF, die Leonardo DV gepostet hat :
“Traditionell der Zeit voraus” ……..

Das mit Fussgängerzone ist auch uns neu. Wir haben bisher immer nur von einer “verkehrsberuhigten Zone” von der Grabenkreuzung bis zum Klosterplatz gehört. Was immer das sein soll, wenn eine 50-Tonnen-Miniaturbim durch die Stadt zuckelt.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Karl Kammerhofer

Ihr Lieben,

Um Missverständnisse zu vermeiden, ich hab seit 50 Jahren einen Führerschein (A+B) und hab sogar den ordentlichen Beruf des Autoelektriker in Linz erlernt, bin Ingenieur und hatte vor 10 Jahren einen SUV (Landrover/Defender). Zuletzt bin ich vor ein paar Monaten im Ausland mit einem neuen PKW in einer mir fremden Stadt gefahren. Mein Vater hatte vor seinem Tod eine Mechaniker Werkstätte bevor ihn ein besoffener LKW Fahrer in seinem VW tötete. Fahre aber am liebsten – auch im Ausland – mit dem Fahrrad und mit Öffentlichen Verkehrsmittel. Darüber halte ich sehr viel von Taxis und Car-Sharing und bin sicher, dass man den motorisierten Individualverkehr in 10 Jahren auch in Gmunden anders sehen wird ( auch ohne mein Zutun). Bis dahin freue ich mich schon auf ein auferstandenes Gmunden, eine neue Infrastruktur in der Innenstadt, viel erspartes Geld für Gmunden und eine surrende, saubere Stadt Regio Tram mit 32 Meter Länge, 50 Tonnen schwer in Knallrot möglichst alle 20 Minuten.

LG Karl

Soeben habe ich etwas Großartiges erfahren:
Als einer der Gründe, warum diese Bahn abgelehnt wird, wird als Tatsache angeführt, dass die SRT  zwar sehr häufig,  aber eben schienengebunden nur auf einer bestimmten Route fährt  und wendige Kleinbusse hier in Gmunden viel besser seien. Wird jetzt auch gemacht. Ganz flexibel. Wenn ich Verkehrs-StR. Wolfgang Sageder richtig verstanden habe, wurde im Verkehrsausschuss der Beschluss gefasst, an den wichtigsten Haltestellen Sammeltaxis zu platzieren, die ganz wendig und zeitlich individuell die diagonalen Querzonen unserer Stadt so gut wie bis zur Haustüre erschließen können. Parkplatzsuchen und vom Parkplatz zur Wohnung gehen, dauert da länger. Die Sammeltaxiangelegenheit wird jetzt öffemtlich ausgeschrieben.


Soweit die neuesten Kommentare und Stellungnahmen.
In den nächsten Tagen hoffen wir, einige Zahlen veröffentlichen zu können, welche geeignet sind, die Diskussion weiter zu intensivieren. Die Hotelsache verlieren wir nicht aus den Augen, da liegt der Blogbeitrag schon fertig vor. Werden wir rechtzeitig vor der nächsten Gemeinderatssitzung veröffentlichen, und das wird auch für heftige Diskussionen sorgen.

Danke an jenes Leserlein, das angeboten hat, mir einen Jahresvorrat an laufmaschenfreien Strumpfhosen zu spendieren. Das ist sehr, sehr lieb. Aber erstens verwende ich halterlose Strümpfe, gell, dann haben meine Nylons, zweitens, eine schwarze Rücknaht, passt besser zu den HiHeels. Und drittens muss ich aus zwei weiteren Gründen ablehnen: ich will incognito bleiben, kann also eine solche Sendung auch nicht “postlagernd” annehmen, weil dann könnten die auf der Post erraten, wer es ist, der blitzschnell sein Strumpfpackerl abholt und noch blitzschneller wieder verschwindet. Noch viel schwerer aber wiegt Grund Numero due: das könnte der Beginn nicht einer grossen Freundschaft, sondern einer lästigen Stalkerei sein. Also nochmals ein schönes Neindanke, ich kann mir meine Strumpferln noch selbst leisten, gell! Auch wenn ich nicht mit Asamers (naja, ob da noch ein ganzes Paar drin wäre, weiss frau nicht so genau) oder Neumanns (gut, die gelten finanziell als solide, kein Wunder, bei den Steuergeldern, die sie dafür kassieren, die Aufgaben der öffentlichen Hand um unser Geld noch teurer durchzuführen als die in Misskredit geratene öffentliche Hand, uff, der Satz ist zu lang geworden, da wird mich unser Mentorchen wieder rügen).

Jetzt bin ich aber sehr trocken in der Kehle. Ob da ein Martini extra dry helfen würde? Aber nein, ich lass es sein, denn über mir schwebt drohend der Dickinger, der was jetzt auch noch der Vorsitzende des Arbeitsabstinenzlervereins werden soll. Wie? Ach ja, das heisst seit einiger Zeit “Aktion 0,0 Promille” oder so ähnlich. Der rote Grossvater vom Gmundl, der eigentlich der rote Grossvater vom Bruno Beinhart ist, dreht sich im Grab um, genau gesagt, seine Asche rotiert. Weil die SP, so siehts aus, mit Arbeitern nichts mehr zu tun haben will. Aber das ist wirklich eine andere Baustelle, gell!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

 

 

Es fährt ein Zug nach Nirgendwo?

15. September 2014 - 3 Antworten

Lieber Leserleins!

Die Gmundner Tram-Zug-Wahn-Traum-oder-so-Bahn spaltet Gmunden. Die Kontroverse ist heftiger als beim auch schon ziemlich umstrittenen Asamer-Hotel-Bau-zu-Babel. Da wird aus einer Schluckspechtin eine überarbeitete Abstinenzlerin. Echt! Unser Mail-Postkastl quillt über. Wir kommen nicht nach mit dem Beantworten. Und sehen selbst noch immer nicht klar. Das gross Problem ist: die Zukunft ist immer ungewiss. Wir könnten jetzt etwa vorhersagen: in 30 Jahren wird plötzlich dank neuer Technik eine irre Menge an Energie zur Verfügung stehen, man wird die Wärme/HItze des Erdkerns nutzen können. Die Städte werden untergehen im Individualverkehr mit E-Autos, weil der Strom fast nichts mehr kosten wird. Tolle Prognose, und wer will uns HEUTE das Gegenteil beweisen? Man lese sich die Voraussagen der Zukunftsforscher mal durch. Da würden wir heute längst in überdachten Städten mit geregeltem Klima leben, in Hänge- und Schwebebahnen herumsausen, weite Reisen per Pipelines (Rohrpost) unternehmen. Alles nicht wahr geworden. Wenn Ihre Babsy noch einmal auf die Welt kommt, wird sie auch Zukunftsforscherin und Prognostikerin. Oder beides Zusammen plus einem Gewerbeschein für Astrolologie.

Habe am Sonntag ein Interview mit dem Messner gelesen. Ja, der mit den vielen 8000ern. Der hat gesagt, jetzt mit 70 geht er nicht noch einmal in die Politik (er sass für die Grünen im EU-Parlament), denn Politiker, die Entscheidungen treffen, sollen auch selbst noch die Folgen zu spüren bekommen. Keine schlehcte Idee!

Wir führen hier nun mal die Diskussion zur Bim-Monster-Lieblich-Schrecklich-Tram weiter. Wir haben im Team das Thema beplappert, von allen Seiten betrachtet. Wir wissen noch immer nicht recht, wessen Argumente die besseren sind. Aber eines hat sich herauskristallisiert: wenn es wirklich darum geht, die Innenstadt vom Verkehr zu entlasten, und wenn es beiden “Streit”parteien damit ernst ist, dann gäbe es eine sehr einfache, relativ schnell zu realisierende Möglichkeit: man einigt sich darauf, die Stadtdurchfahrt so schnell als nur möglich tagsüber zu sperren. Zum Beispiel als Probebetrieb im Advent. Dann müssen beide Seiten Farbe bekennen: die Tram-Gegner, in dem sie durch Zustimmung beweisen, dass es ihnen nicht darum geht, wie ihnen von manchen vorgeworfen wird, dass sie nur mit ihren SUV-Säuferautos weiter durch die Stadt gurken wollen (wobei viele der Tram-Gegner, die wir kennen, gar kein SUV haben, gell!). Und die Kommunalpolitiker könnten damit beweisen, dass es auch ihnen ernst ist mit dem Vorrang der Lebensqualität vor Verkehrsströmen durch die Stadt. Und dass sie den Mut haben, eine solche Massnahme zu beschliessen und umzusetzen. Da würden wir uns gern überraschen lassen!

Hier nun wieder einige interessante Beiträge. Davor jedoch eine neue Fotomontage jenes Gmundner Bürgerleins, find-out2, das uns schon einmal mit einer Montage beglückt hat. Hier sieht man mal, wie sich zwei Trams ausmachen, wenn sie sich in den engen Strassen der Innenstadt treffen.

regiozug_3a

Und noch ein Bild, dazu schreibt find-out2: “Der Zug reicht vom Trauntor bis ins Schedenig-Haus hinein!”

regiozug_2

Und jetzt noch ein paar schriftliche Äusserungen.


Leonardo DV
Lieber Gmundl!
Jetzt wissen wir es! Schienen erhöhen die Sicherheit für Radfahrer in der Enge der Altstadt!
“Ist die Straßenbahn im Zentrum gefährlich für Radfahrer und Fußgänger?
Sowohl die Erfahrung mit Straßenbahnlinien in Fußgänger- und verkehrsberuhigten Zonen als auch
die Verkehrsunfallstatistik lassen diesen Schluss nicht zu. Dass schon das bloße Vorhandensein von
Schienen für eine gewisse Grund-Achtsamkeit dieser Verkehrsteilnehmer sorgt, stellt sogar einen
Sicherheitsaspekt dar.”
Und verbraten wird das Geld auch, der Schuldenberg der öffentlichen Hand wächst für die Baumafia!
Würden die Gelder, wenn nicht in Gmunden, dann anderswo eingesetzt?
Die Förderungen sind alle projektbezogen und kein Geldgeschenk. Das bedeutet, dass die Gelder im
Falle des Verzichts Gmundens anderswo investiert werden würden. Projekte, die begehrlich auf die
für Gmunden reservierten Mittel blicken gibt es zwischen Bad Ischl und Linz zuhauf. “
Quelle:
Ja, wenn man etwas will, gibt es nur mehr eine Wahrheit! Macht weiter mit dem Versuch Hintergründe aufzuzeigen. Die Fragen sind sachlich nicht einfach zu klären. Demokratiepolitisch ist die Vorgangsweise zu diesem Thema das nächste Waterloo für die handelnde Politik.

Karl Kammerhofer
am 9:01 Donnerstag, 11.September 2014:

Lieber Freundin, lieber Freund und liebe Schienengegner,

Ihr habt völlig Recht. Ich versuche aus dem Ballawatsch das Beste für Gmunden zu machen. Und so meine ich es auch.

1)  Sicherheit Infrastruktur
Keiner findet es unnormal nach zwei Jahren sein perfekt funktionierendes I-Phone  und nach 5 max. 7 Jahren seinen 1,0 bis 1,5 Tonnen PKW gegen einen neuen auszutauschen. Dir muss ich ja nicht sagen, dass hier beim Auto de facto immer ein Jahresnettoeinkommen eine kleinen Angestellten draufgeht  ( 70 % Wertverlust). Genau die selben Leute finden eine 100 jährige Infrastruktur (Gas, Wasser Kanal, Elektro, Telekommunikation und die Fundamente einer Brücke) nicht beachtenswert. Es geht da erst einmal um die Sicherheit der Infrastruktur darum sollte man ein durchgerostetes Auto nach 20 Jahren ja auch nicht mehr nutzen. Bei der Infrastruktur sieht man nicht sofort die Schäden. Wenn dann was passiert , dann gibt es Geschrei und Gezeter aber niemals die richtigen Konsequenzen.
2)  Erhaltungskosten Infrastruktur und Nationalökonomie
Die Kosten von 40 Jahren verschlampter Infrastruktur, die ständigen Reparaturen, Stillstandskosten und schließlich doch die unkoordinierte Erneuerung ( einmal ist das Gas undicht, ein Jahr später der Kanal etc) und letztlich die Generalerneuerung kosten samt Aufzinsung (oder ist es doch Abzinsung?) mehr als eine sofortige Erneuerung. Die Erneuerung ist nationalökonomisch, regionalökonomisch und vor alle lokal wirtschaftlich die kostengünstigste Lösung. JETZT im Wirtschaftsabschwung eine mehr als 100 Jahre alte Infrastruktur zu erneuern, macht ökonomisch, technisch und in Sachen Betriebssicherheit  100% Sinn. Kostenbeispiel: Alleine die Sanierung des Holzsteges zum Seeschloss hat uns rund € 200.000 gekostet. Nur Sanierungen sind wie Fässer ohne Böden. Das war aber nur die Reparatur der Holzbrücke ohne Fundamente.
3)  Die Kosten für Gmunden : € 14.419 monatlich sogar bei 4% Zinsen. Alles zusammen: für neue Brücke, neue Infrastruktur und SRT
Ich habe bisher rein von den nationalökonomischen Aspekten des Nutzens gesprochen. Auch wenn ich die Bahn völlig ausklammere, macht die Erneuerung der Infrastruktur (wahrscheinlich 90% der Kosten, je nach Blickwinkel, da bei den Bahngarnituren auch der Bund mitmischt) nationalökonomisch Sinn. Erst jetzt will ich zum Nutzen von Gmunden kommen. Gmunden zahlt tutti completo weder € 30 noch € 6 Mio. Durch Zuschüsse verringert sich der Kostenfaktor für Gmunden € 3 bis max €4 Mio in den nächsten Jahren. Wie gesagt tutti completo. Infrastruktur und die Bahn .Aber nur wenn wir auch Bahn wollen. Das kostet Gmunden monatlich € 14.419.- (30 Jahre und sogar 4% Zinsen bei drei Mio). Da soll mir doch bitte jemand sagen, wie er für € 14.419 monatlich auch nur die Brücke und die Infrastruktur auf 700 Meter Innenstadt erhalten will (Erneuerung gar nicht gerechnet). Dieses Chance vorbeigehen zu lassen, wäre mehr als bescheuert.
4)  Innenstadtverkehr:
Alles so lassen wie es ist, Begegnungszone oder gar Fußgängerzone? Wir sind uns einig. In Gmunden kann es mit diesem Durchzugsverkehr nicht so bleiben wie er ist. Bleibt über Begegnungszone oder Fußgängerzone. Ich meine, derzeit sowohl als auch. Langfristig (ab 2020 ) muss es heißen: die Innenstadt ist Fußgängerzone von 10 bis 18Uhr und vorher und danach Begegnungszone. Ich kenne die Wohnstraßen in mittelgroßen Städten in Deutschland da funktioniert das klaglos. Auch in kleinen. In Lindau (nur doppelt so gr0ß wie Gmunden) am Bodensee fährt der richtige Zug sogar DIREKT in die Innenstadt. Mehr Innenstadt geht da nicht. Die haben in diese Straßen Grüninsel und Schanigärten eingebaut, dass es gar nicht möglich ist viel schneller als 10 -15 km/h zu fahren. Das gleiche habe ich in GRADO und im Elsass erlebt. Kein Problem. Die Franzosen verschärften die Situation für die Autofahrer in den kleinen romantischen Städten auch noch durch Kopfsteinpflaster und abenteuerliche Einbahnregelungen. Da vergeht einem das Autofahren. Aber man kommt mit dem Auto überall hin. Aber halt sehr mühsam. Der Durchzugsverkehr wird echt behindert..Die Parkplätze am Stadtrand sind groß und billig. Der Weg vom Parkplatz in die Stadt war immer schön und romantisch. Es geht wenn man will und man das Glück hat eine mittelalterliche Stadt zu leben. In Gmunden sogar an einem See den man in das Verkehrsgeschehen einbinden könnte.
5)  Eine Bahn, ein Lockführer und rund 200 Arbeitnehmer und Schüler kommen sicher und rasch nach Gmunden
Bleibt die 32 Meter Straßenbahn. Die Eltern aus Vorchdorf, Kirchham, Gschwandt und aus den Vororte Siedlungen Gmundens hatten bisher die Möglichkeit selbst mit dem PKW zu fahren oder ihre Kinder in Busse zu stecken, mehrfach umsteigen zu lassen und das zumindest zwei mal am Tag. Künftig geht das ganz einfach: nicht mehrere Busse sind unterwegs, mit mehrmaligen Umsteigen, sondern eine Bahn mit rund  200 erwachsenen Fahrgästen, Schülern und einem Lokführer ( jetzt sind wir auch bei den Betriebskosten). Von der Bahnstation zu Hause fast bis zur Schule und zum Arbeitsplatz. Und wenn die Kinder am Nachmittag Musikschule oder Förderunterricht haben, geht das auch ganz einfach: einsteigen alle  20 Minuten/halbe Stunde und sicher hin und her fahren. Und das ist gut so.
6)  Gmunden: Die Alternative zu 300 Tonnen, 700 Meter Stau und riesige Abgasmengen mehrmals am Tag
Bleibt zuletzt mein Lieblingsthema warum ich mich so intensiv engagiere. Ohne diesen Umbau gibt es keine Stadterneuerung: weder materiell noch geistig. So unlogisch das klingen mag.  Dieser Umbau der Stadt ist das Symbol der Erneuerung. Nicht mehr oder weniger. Aus meiner Sicht. Die rote 32 Meter Garnitur für 2 Minuten alle halb Stunde ist mir allemal lieber als der grau/beige/schwarze  stinkende 700 Meter Stau  (300 Tonnen in beide Richtungen) mehrmals am Tag. Diese Logik ist nicht meine Logik, sondern die Logik des IST Zustandes. Wenn wir den IST Zustand ändern wollen, dann müssen wir mehrere Zeichen setzen. Das eine Zeichen kostet Gmunden weniger als € 15.000 im Monat und wir sparen damit viel, viel Geld und Unannehmlichkeiten und das zweite Zeichen haben WIR ALLE anlässlich der GR – Wahl im Herbst 2015 zu setzen.

Das Ganze ist mehr als die Summe der Teile – das gilt gerade jetzt für die Neugestaltung Gmundens
Das Problem ist: keiner stellt griffige Berechnungen an und kommt mit Fakten. Die einen die es besser wissen müssten, schwingen lieber ihre Spielzeugschaufeln, die anderen polemisieren mit  Zahlen um die es nicht geht. Wir haben Gmunden in seiner Gesamtheit und Zukunft zu sehen und nicht in noch so logischen Teilaspekten  Die Spielzeugschaufelschwinger merken gar nicht wie die Leute wegen dieser nutzlosen Shows verärgert sind und sich von einer solchen Politik abwenden..

LG Karl Kammerhofer (unabhängiger Gemeinderat)


So, lieber Leserleins, das wäre es für heute wieder einmal. Viel Spass beim Lesen, oder viel Ärger, je nach Geschmack.
Wir kommen wieder, keine Frage!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl
PS: Danke der Nachfrage. Ich habe nicht aufgehört mit meinen Longdrinks, aber der Dickinger hat mir in einer Email vorgeworfen, dass ich zu tief ins Glas schaue. Ich will ihm aber als gutes Beispiel vorangehen, daher trink ich ein paar Tage nur ganz wenig (was ich immer schon getan habe) und (was ich nicht getan habe) schweige ein paar Tage darüber. Keine Sorge: die nächsten Rezepte kommen bestimmt. So wahr mir gerade wieder eine Laufmasche … (ich habs mit allem versucht: billig, mittel, teuer – alles Mist! Die wollen uns Frauen ausnehmen, sch…. Industrie!).

Und hier noch ein kleines Erbauungsliedchen (mit deutlichem Bezug zur Gmundner RegioTram???):

http://youtu.be/OIb_Ttsa47s

Eine Woche Bahn …

13. September 2014 - Eine Antwort

Liebe Leserleins!

Wir können mit Fug und Recht sagen: diese Woche wurden die Verantwortlichen von einem Zug geradezu überrollt. Dies war die bisher stärkste Woche, was die Besuche auf unserem Blog betrifft. Sagt wohl alles.

Inzwischen stellen sich viele, viele neue Fragen im Zusammenhang mit der Bahnzugsanbindungssache. Wir werden uns damit in der nächsten Woche beschäftigen. Denn inzwischen sind Fragen aufgetaucht, wie weit über die unmittelbare Sinnhaftigkeit des konkreten Projekts hinausgehen. Liebe Leserleins und Bürgerleins: lasst euch überraschen.

Hier noch ein Beitrag unseres bewährten AndyB.


AndyB
Gesendet am 12.09.2014 um 1:24 nachmittags

Ich habe es ja schon vor ein paar Tagen geschrieben : als nächstes kommt wieder die Therme ins Spiel. Bitte gebt mir den Namen : Hellseher.

Vielleicht kommt ja auch jetzt ein Angebot von einem “Astro Sender” und ich kann auch so Sätze wie : “Ich bin jetzt auch schon in Dir drin” von mir geben und Steine für 100 Euro verkaufen. Bitte entsprechende und seriöse Angebote hier posten …….

Ich frage mich, wie groß ist eigentlich die Geduld der Bevölkerung und was noch alles geschehen muss, bis sie Köppl und Konsorten endlich mal zum Teufel jagen.

Nahezu alle Projekte sind wirr, nicht durchdacht, Verschwendung von Steuergeldern, unsinnig, beruhen auf Fantasie und Wunschdenken oder schlicht auf Lügen. Die Verquickung von Politik und Wirtschaft kommt noch dazu.

Bei “Verkehr-Gesamtkonzept” kommt mir immer wieder in den Sinn : Wieso fährt eigentlich kein Bus mehr auf den Gmundner Berg? Immerhin ist es ein beliebter Ausflugsort! Dazu kommen noch Bewohner, die Gäste von Urz`n, Naturfreundehaus, Mitarbeiter der Reha Klinik und die Patienten der Klinik und derer Besucher und Angehörige.

Lohnt sich nicht? Aaaaach stellt euch nicht so an, das kann man doch hochrechnen und schönrechnen. Damit kennt ihr euch doch aus!

Vielleicht ist ja das nächste Projekt eine Verlängerung der Bahn bis zum Gmundner Berg? Ich halte hier inzwischen nichts mehr für ausgeschlossen.

Bei “Bahn” fällt mir noch ein : solche langen Bahnen verbinden im Ruhrgebiet, Düsseldorf, Dortmund etc. Großstädte und verkehren alle 30 Minuten und selbst die sind nicht mal ausgelastet, außer zu den Hauptverkehrszeiten. Außerdem fahren die auf Schienen der DB und nicht auf Straßen.

Hier wird nicht eher Ruhe sein, bis auch der letzte Seezugang und das letzte freie Grundstück asphaltiert und bebaut ist.


Das wärs für heute. Wochenendruhe. Naja, vielleicht am Sonntag, wenn wir es zeitlich schaffen, die neuen Fragen zur Bahn und dem Drumherum.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

 

Und ewig fährt die Eisenbahn … drüber

12. September 2014 - 3 Antworten

Liebe Leserleins!

Die Tram-Bahn-Wahn-Diskussion trifft den Nerv der Leute hier im Dorf. Das kann man ohne Umschweife sagen. Da ist sogar Ihre Babsy, die sonst nur wenig vom Barhocker schmeisst, ziemlich baff. Mehr als 2.000 Besuche auf unserem Blog in wenigen Tagen, das sagt alles. Die Diskussion geht natürlich weiter. Wir müssen nur achtgeben, dass die Hotelsache darob nicht absäuft und vergessen wird. Aber dafür sind wir da, gell, wir werden dafür sorgen, dass auch in dieser Sache nichts anbrennt. Das angekündigte Gespräch mit einem grossen Immobilieninvestor kommt, keine Sorge. Und es wird für Aufsehen sorgen. Aber jetzt müssen wir mal ein paar Runden mit dem niedlichen 32-m-viele-Tonnen-Strassenbahnzüglichen drehen.
Hier wieder die Beiträge der Kommentarseite vom gestrigen Tag hier vorn im Blog.

Da übrigens immer wieder gefragt wird: Informationen, Nachrichten und Anfragen ans Team kann man direkt über die Mail-Adresse gmundl1@yahoo.com an uns richten. Kann nur sein, dass wir ein oder zwei Tage benötigen, bis wir antworten. Wir müssen nämlich auch arbeiten und unser Brötlein verdienen.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


horst von dort
Gesendet am 12.09.2014 um 4:46 vormittags

Weil es zum Thema Kosten passt. Hier ein Artikelchen aus dem Salzkammergut-Teil der der OÖNachrichten Zeitung vom 11. Sep 2014. Der ist Online nämlich untergegangen.

” “Wir geben die Traunsee-Therme nicht auf.” Diese Ankündigung macht VP-Landeshauptmann Josef Püringer gestern (10. Sep) bei seinem Bezirkstag in Gmunden. “Vermutlich wird sich der Projektstart in dieser Legislaturperiode nicht mehr ausgehen”, so Püringer. “Aber wir schaffen es in der nächsten.” Grund für die Verzögerung seien Komplikationen mit dem Denkmalschutz und dem Naturschutz – sowie die kontroversiellen Diskussionen in Gmunden über das Projekt. Püringer hatte den Bau der Therme im Wahlkampf 2009 versprochen.”

-Zitat Ende

Wenn man betrachetet was beim Projekt Hotel Lakus F. alles gegangen ist (Abriss des Bahnhofgebäudes (wo war da der Denkmalschutz?) und gehen würde (Aufschütten und Bucht graben (Naturschutz)) kann man ja wohl nur davon ausgehen, dass das Ausreden dafür sind, dass kein Geld mehr vorhanden ist. Dafür hat man es scheinbar noch immer für andere “wichtigere” Dinge.

Soll sich bitte jeder/jede selber seinen/ihren Reim draus machen.


VILOSOFIO
Gesendet am 11.09.2014 um 3:51 nachmittags

Für alle Bürger, die das noch nicht wissen eine interessante Information zum Thema „Baukosten-Überschreitungen” beim Gmundner ZUG-PROJEKT:

Ergänzend zu Babys Blitzschnells Beitrag und dem tatsächlich mehr als nebulosen Interview eines „pro-Zug-Projekt“ engagierten Statikers in den TIPS, möchte ich den Gmundner Bürgern und dem OÖ Steuerzahler folgende Information nicht mehr länger vorenthalten:

Beim dem im Verhältnis zu der politisch-taktisch erst für das Jahr 2016 angedachten Riesenbaugrube quer durch die Stadt sehr kleinen Bauabschnitt „Seebahnhof zum Klosterplatz“, gibt es bereits jetzt schon, eine Woche nach des Bürgermeisters Spatenstich Mehrkosten von 2.200.000 Euro …. JA – SIE HABEN RICHTIG GELESEN….. 2,2 MIO EURO!!!!

2,2 MIO Euro, die an Baumaßnahmen zusätzlich gemacht werden müssen und die NICHT in den ursprünglich durch kalkulierten Baukosten für diese relativ kleine Baustelle enthalten waren.

Eine simple Hochrechnung:
Die geplante Länge der doppelgleisigen ZUG-Trasse quer durch Gmunden ist ungefähr 15 x so lang, wie der Bauabschnitt Seebahnhof zum Klosterplatz – und da haben wir jetzt schon 2,2 MIO Baukostenüberschreitung!!!!

Gute Nacht Gmunden, sollten 2016 tatsächlich die Bagger in die Stadt rollen.

Ich möchte ALLE BÜRGER daran erinnern, dass mit ihrer Unterschrift FÜR EIN ZUG FREIES GMUNDEN und FÜR EIN WEITAUS GÜNSTIGERES, flexibleres und das Stadtbild schonendes E-BUS NETZ, die drohende ZUG-KATASTROPHE quer durch Gmunden, samt der damit noch viel, viel höher zu erwartenden Baukostenüberschreitungen, VERHINDERT WERDEN KANN!

NOTBREMSE ZIEHEN!

FÜR UNSERE STADT.
Für ein lebenswertes Gmunden mit einem vernünftigen E-BUS NETZ!

JETZT!
Und nicht erst dann, wenn es zu spät ist!

Mit ZUG FREIEN GRÜSSEN
und der Hoffnung auf EURE ZIVILCOURAGE und ENGAGEMENT:

Vilosofio


Erni der Seehund
Gesendet am 11.09.2014 um 2:39 nachmittags

Sehr geschätzter AndyB!

Zu Deinem Kommentar vom 5. September 2014, bezüglich „Proteste der Bürger gab es dabei auch nicht“, ist das WARUM sehr interessant:

Kurz vor Beginn dieser Spatenstichfeier gab ein nachdenklicher Beamter die Information, dass mit einem unverhältnismäßig großen Polizeiaufgebot bei dieser Veranstaltung aufmarschiert wird – schlussendlich waren 8 Polizisten in Uniform und 8 Polizisten in Zivil vor Ort. Das war neben dem schlechten Wetter und dem für arbeitende Menschen ungünstigen Termin der Hauptgrund, dass von der „Plattform gegen eine Durchbindung des Regionalzuges“ von einem Protest abgesehen wurde.

Was war der Grund für diese massive Absicherung der Spatenstichfeier? Hatte man Angst, dass sich rechtschaffene Gmundner Bürger mit dem „Black Bloc“ oder den letzten Mohikanern vom Objekt 21 verbündet haben und Gefahr für Leib und Leben der Feiernden bestand? Oder wollte man die Protestierer vor den Schauferl schwingenden Politikern schützen? Auf alle Fälle waren beiden Varianten den Mitgliedern der Plattform zu blöd.


Zivilcourage
Gesendet am 11.09.2014 um 1:16 nachmittags

Antwort auf GR Günther Colli`s offenen Brief

Warum legt sich Herr GR Colli von der FPÖ erst jetzt, nachdem alles entschieden ist und schon mit dem Bau der Regio-Tram begonnen wurde, so ins Zeug und klärt LR Entholzer, der anscheinend bis jetzt ahnungslos war, umfassend mit Argumenten auf. Die Debatte und Aufklärung und vor allem Einbindung der Bevölkerung hätte lange vorher beginnen müssen. Aber Einbindung, Ernstnehmen der Bevölkerung hat die Lokalpolitiker aller Couleurs sowieso noch nie interessiert. Aber nächstes Jahr sind Landtag- und GR Wahlen, da braucht man wieder das Stimmvolk.

Hoffentlich setzt Herr GR Colli bei der nächsten GR Sitzung, wo es um die Wahrung der Interessen der Öffentlichkeit geht, d.h. das Rückkaufsrecht des Seebahnhofareals realisiert werden soll, seinen Idealismus für die Gmundner Bürgerlelns auch so ein. Denn diese Causa Lacus Felix stinkt nach Korruption.
Wir Bürgerleins werden uns merken, was die Politiker bis jetzt für uns geleistet oder eher nicht geleistet haben, auch wenn viele Bürgerleins ein kurzes Gedächtnis haben. Wir werden die Sache nicht einschlafen lassen. Auch wenn die FPÖ in der Causa Lacus Felix mit der ÖVP packelt. Da die ÖVP bestimmt die absolute Mehrheit aufgrund ihrer jämmerlichen Performance verlieren wird, lacht sie sich schon ,einen Koalitionspartner an, die FPÖ ist mehr als willig, nachdem sie ihren Obmann abgeschossen hat. Danke, Schwarz-Blau hatten wir schon einmal in Österreich, an dem hinterlassenen Scherbenhaufen leiden wir heute noch. So ein Erbe wie die Hyposchulden(an die 27 Milliarden Euro) hat noch keine Regierung hinterlassen.

gxxx und pxxxx
Gesendet am 11.09.2014 um 8:11 vormittags

Man müsste für die Hausbesitzer auch die ein Stück entfernt sind schützen.
Eine Haftungsverpflichtung seitens der Gemeine müsste sichergestellt sein. Sobald ein Riss während der Bauarbeiten oder nachher entsteht soll eine Sanierungsverpflichtung der Gemeinde bestehen. Diese könnte sich bei ihren
Beratern schadlos halten.
Wenn sie eine Straßenbahn bauen wo sicher wenig Leute fahren werden, dann kann man auch die Hausbesitzer schadlos halten.
Nur weil sich ein paar Politiker ein Denkmal setzen wollen. (Nach Vorbild von großen Ländern.) Müssen alle österreichischen Steuerzahler diesen Wahn finanzieren.
gxx und pxxx


Dieter Wellmann
Gesendet am 11.09.2014 um 7:35 vormittags

„Eine Studie aus dem Jahr 2005 nahm Eisenbahn-Neustrecken weltweit zwischen 1969 und 1998 unter die Lupe. In über 90 Prozent der Fälle wurde die Anzahl der Passagiere, die die Strecke nützen würden, zu hoch veranschlagt. Obgleich diese überhöhten Prognosen weiterhin öffentlich kritisiert wurden, sind die Vorhersagen im Lauf dieser dreißig Jahre nicht genauer geworden; im Schnitt überschätzten die Planer die Passagierzahlen bei Neubauprojekten um 106 Prozent, während die die Durchschnittskosten um 45 Prozent über den vorhergesagten Kosten lagen.“ Zitat von Daniel Kahneman, Nobelpreisträger Wirtschaft 2002, gefunden in “Thinking Fast and Slow”, 2011

Als Motorradfahrer plädiere ich im Zweifel für öffentliche Verkehrsmittel statt Dosenverkehr und E-Busse statt rutschige Geleise.


Aussensicht
Gesendet am 11.09.2014 um 7:00 vormittags

Ich für meinen Teil bin ein Gegner der “Eisenbahn” (Strassenbahn ist für mich immer noch die derzeit existierende). Warum?
Für mich wirkt – wie hier von Vorrednern schon oft erwähnt – dieser Bau als Steuergeldverschwendung, bzw. Gschäfterlmacherei zwischen
den Clans und dem Ortschef. Fahrgastzahlen, die mehr als unrealistisch scheinen sowie ein unausgereiftes Nahverkehrskonzept dahinter.

Meine Vorschläge: Die Innenstadt wird zur Fuzo, befahrbar bis 09:00 für Lieferanten. Ausarbeitung eines Linienbusnetzes, dass
JEDEN Stadtteil abdeckt und mit Elektrobussen betrieben wird. Vor allem eine leistungsfähige Linienführung in Richtung
unterm Stein bzw. Kirtagberg aah Entschuldigung – Grünberg. Das ganze abgestimmt auf die regionalen Anbindungen (Laakirchen … )

Mit dieser Umwegrentabilität sollte sich auch die Brückensanierung ausgehen, ohne dass wir dem Stern folgen müssen ins Tramwayland.
Von einer Positionierung als (Vorsicht Unwort!) nachhaltiger Verkehrsstadt ganz zu schweigen.


 

Und damit es nicht ganz so trocken hier bliebt, wieder ein kleiner Link zu einem passenden Musikstück:

Big Bill Broonzy: I wonder why that Southbound Train don’t run

 

 

Offener Brief & offene Fragen

11. September 2014 - 6 Antworten

Liebe Leserleins!

Die Zugsfahrt geht weiter. Holterdipolter. Die Reaktion des offiziellen Gmunden? So wies aussieht das Interview mit einem Statiker in den Tips, die sich damit wieder ein weiteres Mal als Sendbote der “Mächtigen” betätigen. Was der Statiker sagt, sind Binsenweisheiten und sollen, hat frau den Eindruck, der Beruhigung der dummen Menschleins dienen. Dabei ist das, was in diesem Gespräch gesagt wird, banal und ohne Neuigkeitswert. Natürlich ist technisch vieles machbar, die alten Häuser können so präpariert werden, dass nach Menschenermessen (!) nichts geschieht. Das ist keine Frage der Machbarkeit, sondern eine der Kosten. Der Statiker geht davon aus, dass diese Kosten in den Gesamtkosten schon eingerechnet sind. Kann sein, kann nicht sein. Wissen wir nicht. Er sagt dann allerdings noch so nebenbei, dass natürlich bei solchen Projekten die wahren Kosten erst dann zutage treten, wenn man wirklich die Substanz genau angeschaut und überprüft hat. Da könnte sich dann herausstellen, dass die Sache teurer wird als erwartet. Wir dürfen sorglos davon ausgehen, dass dieser Fall eintreten wird. Das ist bei solchen Baustellen beinahe der Normalfall. Dass der Statiker dann noch am Ende des Gesprächs sagt, dass letztlich bei aller Vorsicht trotzdem Schäden auftreten könnten, wissen wir aus Erfahrungen in anderen Städten ebenfalls. Dann würden halt die Eigentümer entschädigt werden müssen. Ja eh. Aber: wenn so ein Haus wegbricht, dann nützt dem Stadtbild keine Entschädigung der Welt, gell. Was im Dauerbetrieb wirklich geschieht, kann in Wahrheit niemand vorhersagen oder vorherberechnen. Es sei nur auf die Probleme beim Bau der U3 in Wien verwiesen.
Bemerkenswert auch, dass der Statiker davon spricht, dass für die neuen Geleise nur einen Mieter tief geschaufelt wird. Was wiederum darauf hindeutet, dass auch die Dämmung entsprechend geringer ausfällt. Was das technisch bedeutet, können wir nicht beurteilen. Aber rein logisch: wenn ich in ein Paket statt 10 cm Dämmung nur 2 cm reintue, dann ist die Gefahr, dass etwas zu Bruch geht deutlich höher. Aber vielleicht haben wir technischen Laien da was missverstanden. Vielleicht weiss jemand von den Leserleins dazu mehr!

In der Diskussio selbst habe ich den Eindruck, dass teilweise gegen Positionen argumentiert wird, die niemand vertritt. Die Frontstellung ist, soweit ich das lese, nicht die von Individualverkehr gegen Massenverkehrsmittel, Auto gegen Öffi. Die Debatte geht um die Frage, welches Öffi die richtige Wahl ist, als Bahn versus E-Bus. Denn die Bahn vertreibt ja keineswegs den Autoverkehr aus der Stadt. Die Alternative ist nicht, wie manche argumentieren, tausend stinkende Autos oder RegioTram. Nach dem derzeitigen Projektstand bleiben uns die stinkenden Autos erhalten und werden durch ein Bahnmonster ergänzt. Die Theorie, die Autofahrer würden dann der Stadt schon fernbleiben, ist naiv. Die werden fluchend weiterhin durch die Stadt stauen, die Bahn wird mitten drin stecken, und die Fussgeher können schauen, wo sie bleiben.

Die Entfernung des Autoverkehrs aus der Stadt ist und bleibt von politischen Entscheidungen abhängig. Bisher war die Gmundner Politik zu feig, die Innenstadt autofrei zu machen und die Durchfahrt zu sperren. Wer glaubt, die Politik würde sich das trauen, sobald Bahn und Autos sich gegenseitig zu blockieren beginnen, der irrt. Ein Irrtum, der viele Millionen kosten wird, sollte dieses Verkehrskonzept nicht aufgehen – also weder die Fahrgastzahlen deutlich ansteigen noch der Autoverkehr abgesperrt werden.

Wenn ich mir die Diskussion hier durchlese, komme ich eigentlich zu dem Schluss: liebe Politiker, traut euch endlich, die Stadt für den Autoverkehr zu sperren. Die Mehrheit steht wohl hinter einer solchen Lösung. Die Autofahrer würden eine zeitlang murren, und sich daran gewöhnen. Leider verdient Stern & Hafferl an einer solchen Lösung nichts. Leider muss man fürchten, dass die jetzige Lösung mit der Bahnverlängerung in Wahrheit sogar eine Sperre der Stadt verhindert. Man verbuddelt viel Geld, und genau dieses Geld fehlt dann bei einer Sperre. Denn auch die verursacht Kosten. So müssten z. B. Parkgelegenheiten auf beiden Seiten der Stadtdurchfahrt errichtet werden. Da wird dann kein Geld mehr da sein.

Da wäre dann noch eine interessante Frage: wieviel Aufsichtsratstantiemen und -entschädigungen kassiert Bürgermeister Köppl als Aufsichtsratsvorsitzender der Lokalbahn AG? Auf die offenkundige Unvereinbarkeit dieser Funktion mit der des Bürgermeisters haben wir ohnedies bereits hingewiesen. Der in Österreich übliche Sumpf, der hier in Gmunden besonders beachtenswerte Blüten hervorbringt.

Nun also der versprochene offene Brief von FP-Gemeinderat Colli. Danach die neuesten Kommentare nochmal hier vorn im Blog zwecks leichterer Auffindbarkeit.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 

Offener Brief an LH-Stv. Ing. Entholzer

 

Sehr geehrter Herr LH -Stv. Ing. Entholzer!

Alle meine Schreiben haben Sie nicht dazu bewegen können sich selbst ein objektives Bild der Situation in Gmunden zu machen. Alle Versuche Ihnen klar zu machen, dass sich da auch ein rechtliche und ein juristisches Problem verstecken könnte, haben Sie in den Wind geschlagen. Überlegen wir noch einmal gemeinsam.

Die Fahrgastzahlen, die als Basis für die Machbarkeitsstudie herangezogen wurden, sind erwiesener Maßen falsch. Wer auch immer sie zur Verfügung gestellt hat. Wenn also die Ausgangsdaten falsch sind, muss zwangsläufig auch das Endergebnis und die daraus gezogenen Schlüsse falsch sein. Und wenn man nun überlegt, dass der bisherige Betreiber auch der Planer ist, der Generalunternehmer der auch sämtlich Aufträge vergibt und auch in Zukunft wieder der Betreiber sein wird, dann dürfen einem schon einige Bedenken kommen ob da alles sauber und mit rechten Dingen zugegangen ist. Für mich ist es ein bisschen viel Stern & Hafferl, der sich auch noch mit den Freunden der Straßenbahn darüber freut, auch unter Mitwirkung einer Ihrer Leute, die Potentialanalyse „politikertauglich aufbereitet“ zu haben.

Prüfen wir auch die Glaubwürdigkeit und Richtigkeit der Potentialanalyse.  Ein Auszug aus  den Feststellungen des Rechnungshofes, der im Rahmen einer Gebarungsprüfung  festgehalten hat, unter welchen Rahmenbedingungen die Systemvorteile der Bahn zum Tragen kommen.

„Die klaren Systemvorteile der  Bahn, liegen in ihrer hohen Kapazität, also bei hohem Fahrgastaufkommen und bei der Verbindung von Ballungszentren und der Beförderung entlang von Hauptverkehrsachsen. Für die Erschließung von schwach besiedelten Räumen, d.h. bei geringem Fahrgastpotential ist der Bus der Bahn sowohl aus Kostengesichtspunkten aber auch bei umweltbezogener  Betrachtung vorzuziehen“.

Meine Fragen sind nun: Wo sind bei der Traunseebahn die Massen??? (Noch dazu bei den falschen Fahrgastzahlen!) Das hohe Fahrgastaufkommen bei 2,600 EW in Gschwandt und 2,000 EW in Kirchham??? Wo das Ballungszentrum oder die Hauptverkehrsader??? Wo ein dichtbesiedeltes Gebiet???

Und weiter: Prüfen wir den Kostengesichtspunkt. Verkehrsstadtrat Sageder behauptet immer wieder, dass es keine geeignete Alternative gäbe, weil Elektrobusse unsere Steigungen nicht bewältigen könnten.

Leider auch falsch und unwahr.
Bei den Wiener Verkehrsbetrieben sind seit einem Jahr Elektrobusse im Einsatz die 160 km mit einer Aufladung fahren  können. Ladezeit liegt zwischen 2 und 8 Minuten. Steigungen von 16% werden bewältigt. Kostenpunkt eines Busses rund 400,000 € und er benötigt keinerlei Infrastrukturmaßnahmen, die alleine rund 60 bis 70 Mio. betragen werden, wenn man alle Kosten dieses Projektes, von Anfang an, zusammenzählt. Sie Herr Landehauptmannstellvertreter weigern sich konsequent, die Gesamtsumme aller Aufwendungen für die beiden Bahnen, ab 2002, zu nennen. Die von Ihnen genannten 30 Millionen für Infrastrukturmaßnahmen sind halt nur die halbe Wahrheit, wie so oft bei Politiker. Sie müssen schon auch alle Planungskosten, die Förderungen und die mittelfristigen Investitionsprogramme ( 6,7 und 8), den Anschluss an die ÖBB und den Neubau des Bahnhof Engelhof. dazuzählen, und dann kommen Sie leicht auf das Doppelte.

Eine Eisenbahngarnitur kostet rund 3 Millionen. Acht Garnituren sind geplant. Das sind weitere 24 Millionen. Für diesen Betrag könnte man 60 Elektrobusse kaufen.

Überlegen wir weiter. Busse können variabel eingesetzt werden und fahren dorthin, wo man gerade die Menschen  hinbringen will. Zum Sportzentrum, im Winter zur Eishalle, im Sommer ins Strandbad, zum Krankenhaus, zu den Seniorenheimen usw. Da fallen mir noch viele Möglichkeiten ein!!

Ein weiterer Punkt ist noch völlig offen. Die Häuser entlang der Durchbindungsstrecke haben zum Teil keine Fundament oder keine ausreichenden. Wer übernimmt die Kosten für eine korrekte Beweissicherung? Wer bezahlt die dazu notwendigen Sachverständigen für Gutachten die sicherstellen, dass die Hausbesitzer bei allfälligen Schäden in der Bauzeit oder dann später auch beim Betrieb der Bahn, problemlos zu ihrem Recht kommen? Wie hoch sind die Versicherungen der beschäftigten Unternehmen um alle möglichen Schäden auch wirklich abzudecken? Ich weiß schon, dass das erst die zweite Bauetappe betrifft, aber  2015 kommt schneller als Mancher denkt.

Mit dem vielen Geld, könnte man viel sinnvollere Dinge für Gmunden und seine Bürger tun, als für 600 Meter Bahn, die niemand braucht und nur wenige nützen, bald

100 Millionen Euro (oder 1,4 Milliarden ÖS) auszugeben. Jede Alternative mit Elektrobussen würde nur einen Bruchteil kosten.

Prüfen Sie noch einmal meine Argumente, sie sind ehrlich und richtig. Ich für meine Person werde an dem Projekt dran bleiben, schon im Interesse von Gmunden und seiner Bürger und letztlich auch der Steuerzahler.

Sie wollen Menschen bewegen, ich möchte Sie zum Umdenken bewegen.
Erwarte mit Interesse Ihre Antwort.

Hochachtungsvoll

Ihr Günther Colli
Freiheitlicher Gemeinderat in Gmunden.


 A Oida Weyrer
Gesendet am 10.09.2014 um 9:34 nachmittags

Leute habt ihr es noch immer nicht begriffen? Diese kleine Tram/Bim ist unsere Zukunft, unsere einzige Chance auf wirtschaftliches Überleben! Nur so haben wir alle ein besseres Leben und leben im Land wo Milch und Honig fließen (eh schon wissen)…

Ohne diese, dringend notwendige, Anbindung an die Zivilisation werden die Leute aus Falkenohren, und anderen Metropolen, ihre Toten daheim beerdigen, nicht bei unserem Downtown Pompfüneberer im Austria! Ja wollen wir das denn??

Dieser 32 Meter lange Heilsbringer wird alles gut machen, die Lösung all unserer Probleme sein! Ganz klar Oida! Voi geil! Ja glaubt ihr da B…. aus der Sauwoad lügt uns an???

Da die meisten dem gesunden Sarkasmus in unserem Land negativ gegenüberstehen, noch mal für die Verblendeten:

Gmunden ist eine von ganz wenigen, erlesenen Städten in Europa die mit einem Hauptplatz am See gesegnet sind. Wollt ihr denn wirklich, dass dieses fast einzigartige Stadtbild so verschandelt wird? Ja seid’s es wahnsinnig?!?!?

Ja natürlich, es brechen goldene Zeiten an durch die Tram – Leute seid doch nicht so naiv!

Die Mehrheit der Gmundner war schon immer, und ist nach wie vor, GEGEN diesen Wahnsinn! Freunde das ist keine Kronenzeitung-Rhetorik und auch keine Brandl Zitation, sondern FAKT!

Ich möchte endlich einmal hören (Zivilcourage hoach zua): WAS BRINGT UNS GMUNDNERN DIESE DURCHBINDUNG??? Noch dazu in Relation zu den Kosten??? Was haben beispielsweise wir Bewohner im Cumberland davon und, GANZ BESONDERS, welchen Nutzen haben die Geschäfte in der Stadt davon? Was erhofft ihr euch?

Haben wir nicht ganz andere Baustellen? Beispielsweise die Erarbeitung eines touristischen Angebotes, welches eventuell sogar (jetzt kommt mein lieblings Unwort) nachhaltig ist :-D

Und NEIN!!! die Stadt-Regio-Tram bringt KEINE TOURISTEN (schon gar nicht aus Falkenohren)


    
find-out2
Gesendet am 10.09.2014 um 4:07 nachmittags

Lieber Herr Krausshar!
Die ÖBB hat sich Gedanken gemacht und baut am neuen Hauptbahnhof 164 Park&Ride Plätze, das sind 3 x soviel, wie im Moment zur Verfügung stehen.
Damit bieten die ÖBB einen tollen Service für die potentiellen Fahrgäste – die künftigen Fahrgäste des B(W)ahnsinns – aus der Gegend Gschwandt und Kirchham, die über die neue Umfahrung in 5 Minuten den neuen Bahnhof erreichen und sicher einen Parkplatz vorfinden.
Außer es handelt sich um Masochisten, die lieber mit einem 32m Zug in geschätzt 35 Minuten eine Sightseeing-Tour durch das Weyer und die Innenstadt in Gmunden, mit erhebenden Erlebnissen beim Steilstück entlang des Gmundner Villenviertels, unternehmen wollen. Nicht zu vergessen der Anmarsch zu den verkehrstechnisch und benutzerfreundlich angelegten Bahnstationen entlang der Vorchdorfer Bahn.
Man sieht, alles genau überlegt und durchdacht! (Zumindest von den ÖBB)



Vilosofio
Gesendet am 10.09.2014 um 3:41 nachmittags

Einfach zum Nachdenken …
————————————
Haben die HAUSEIGENTÜMER entlang der pfiffig 2-gleisig geplanten Tatzelwurm-Trasse schon mal überlegt, was ihnen passiert, WENN DER ZUG DURCH GMUNDEN REALITÄT WERDEN SOLLTE?

Wenn sie z.B. notwendige Fassadensanierungsarbeiten, Dachdeckungen, Hausmauernfärbelungen etc. an ihren Häusern durchführen müssen?

Ein Gerüst zum Beispiel am Kammerhof oder sonst einem der Häuser in der Theatergasse oder auch in der Kuferzeile aufgestellt, wird den polit-trickreich an der Bevölkerung vorbei geplanten ZUG DURCH GMUNDEN dann stoppen.

Die feine Lösung dieses Problems:
Ein Schienen-Ersatzverkehr muss her.

Damit die 3 oder 4 Hanseln, die mit dem 32 Meter Zug-Monster wegen der Gerüste nicht mehr weiterfahren können, ihre Fahrkarten nicht umsonst gekauft haben.

Das kostet garantiert eine Lawine.
DEN HAUSEIGENTÜMERN!

Die Rechnungen dazu werden dann in einer buchhalterischen „Stern-Stunde” mit Freude vom Zugbetreiber an die Hausbesitzer verschickt.

Das wird kosten – je nach Dauer der Arbeiten an den Häusern – zig-zig Zehntausende Euro und mehr!

Ist bemerkenswert, dass ein Nahverkehrsunternehmen, das den Steuerzahler mit handfester Unterstützung der Politik als Cash-Cow für den Ausgleich der Defizite seiner Linien andauernd am Melken hat, auch dann noch Kohle machen wird, wenn der Zug still steht ….

Mit ZUG freien Grüßen verbleibt
bis bald:

Ein sehr, sehr nachdenklicher
Vilosofio


  
horst von dort
Gesendet am 10.09.2014 um 11:06 vormittags

Noch schöner wirds wenn die wagen mit werbung zugekleistert sind. ein notwendiges übel um dem sprudelnden fahrkartenverkauf -und damit den einnahmen- einen kick zu geben.
dann fährt eine plakatwand mit zig metern länge durch gmunden.
wird zu wahlzeiten lustig. wenn riesige konterfeis unser politiker und innen durch
gmunden ziehen.

hosianna in der höhe.


Zivilcourage
Gesendet am 10.09.2014 um 9:19 vormittags

Jetzt melden sich die wirklichen Amateure zu Wort!!

Wenn ich mir die Aufregung um die Strassenbahn so überlege, warum plötzlich dieses Engagement von Verkehrsamateuren?? Jede Bahn ist besser als dieser Durchzugs-Autoverkehr. Neulich donnerte sogar ein Asamer Laster mitten in der Stadt an mir vorbei, sodass mich die Druckwelle fast erfasste. Ich getraue mir kein fachliches Urteil abzugeben über die Strassenbahn, ich bin kein Verkehrsexperte, die anderen Gmundner Bürgerleins aber auch nicht. Jetzt schreien sie auf, vor allem die FPÖ (Wahlkampf??). Was wäre die Alternative zu keiner Stassenbahn? Wieder Autodurchzugsverkehr u. Förderung des Individualverkehrs durch die Stadt. Mich kotzt es an, immer von einer Tourismusstadt zu sprechen, wo man ausser Lärm und Verkehr nichts mehr in Gmunden antrifft.

Strassenbahn hin oder her, im Vergleich zur Verschacherung des Seebahnhof-Grundstückes an Asamer ist diese Angelegenheit ein Lercherl u. vor allem juristisch nicht so fadenscheinig. Dass in Gmunden Politik und Wirtschaft aufs engste verquickt sind, möchte ich nicht in Abrede stellen. Aber , das hängt mit unserem einbetonierten Parteiensystem u. Interessenbünden zusammen, welche kaum eine Diskussion auf sachlicher Basis und Kompromissbereitschaft zulassen. . Dies ist ein österreichweites Phänomen, welches zu bekämpfen schon Gescheitere gescheitert sind. Es müssen sich halt die Bürgerleins sachkundig engagieren, wenn es die Politik nicht schafft. Aber wie die Erfahrung gezeigt hat, reagieren die meisten aus dem Bauch heraus und massen sich enorme Sachkenntnis an.
Ich erlaube mir zu urteilen, dass der öffentliche Verkehr die Zukunft ist und der Individualverkehr aus der Stadt weg muss, wenn man sowohl als Einwohner als auch als Besucher noch einigermassen Lebensqualität haben will.

Liebe Bürgerleins, macht Euch einmal schlau, was geschieht, wenn das vertraglich abgesicherte Rückkaufsrecht durch die Stadt bei der nächsten Gemeinderatssitzung am 25. September durch ÖVP u. FPÖ wieder verbockt wird? Das ist ein Verkehrswert von 60-70 Millionen Euro, welcher an Asamer an öfffentlichen Steuergeldern verschenkt werden soll. Da fallen die öffentlichen Steuergelder für die Strassenbahn, die jeder nützen kann, relativ gering ins Gewicht… ;

Ich erlaube mir sogar zu mutmassen, dass die Strassenbahndiskussion seitens der FPÖ von dem schwelenden Problem des nach Korruption stinkenden Deals des Rückkaufsrechtes der Stadt des Seebahnhofareals ablenken soll. Heimlich still und leise soll das Rückkaufsrecht der Stadt durch die ÖVP und FPÖ verbockt werden. Aber wir wachsamen Bürgerleins passen auf. Darauf kann sich die Babsi noch einen Schluck von der Grünen Mamba vergönnen.!!!  


Erni der Seehund
Gesendet am 10.09.2014 um 9:17 vormittags

Antwort auf Zivilcourage
Jetzt ham ma den Salat – jetzt sind Sie beleidigt und beleidigen mich, nur weil ich Ihre Fragen schlüssig beantwortet habe. Fakten die einen nicht in den Kram passen tun besonders Menschen weh die glauben, dass sie schon alles wissen und nichts mehr dazulernen brauchen.
Das Leben ist ein ständiger Lernprozess – ich für meinen Teil lerne gerne dazu. Ihnen würde diese Einstellung auch nicht schaden.


Ja, liebe Leserleins. So weit die derzeitige Gefechtslage.
Lassen wir uns überraschen, was noch an Argumenten kommt.
Und nie vergessen: die Hotelsache ist noch nicht gegessen. Wir werden auch dieses Thema nicht aus den Augen lassen.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Tramway-Eisenbahn auf Kollisionskurs?

10. September 2014 - 7 Antworten

Liebe Leserleins!

Im Moment schwappt die Bahn-Zug-Tram-Wahn-Diskussion echt über die Ufer des Traunsees. Aber richtig echt. Die Zugriffe schwappen auch über. Montag und Dienstag allein weiter über 1.000 Zugriffe. Wir können es selbst nicht glauben.

Mehr Information als hier bekommt man nirgendwo!

Unsere Leserleins hauen sich dafür echt ins Zeug. Da vergisst sogar eure Babsy ein Schluckerl von was Gutem hinunterzuschlucken. Ausserdem will frau nicht den Alkoholkonsum verharmlosen, gell, sondern mehr dem Genuss huldigen. Der liegt aber nicht in der Menge, sondern in der Zeit – schön langsam trinken, nicht zuviel. Sonst gehts auf Leber und Gemüt. Aber der “Sicilian Railroad” würde so schön zum Thema passen. Ist alles drin: Sizilien (Mafia!) und Bahn. Ist einfacher zu mixen als das Gmundner Bahn/Tram/Wahn/Oderso-Konzept: 4 cl Benedictine, 2 cl frischer Blutorangensaft. Aber Achtung: ab dem fünften Glaserl entgleist sogar der Gmundner Monster-Train.

Ein Stammposter hat sich viel Arbeit gemacht und das neue Strassenbahnzugerlchen in eine Stadtaufnahme montiert (die Montage kommt diesmal also nicht aus unserer Werkstatt!). Was dabei herauskommt, schaut eher erschreckend aus. Stadtbildadäquat, wie man das auf ganz gescheit nennt, ist das wohl nicht, was da durch die Stadt rattern soll, oder? Also eurer Babsy wird da ziemlich schwummerlich, und nein, lieber Herr Dickinger, bei mir ist es sicher nicht der Alkohol. Aber hier nun das Bild, das uns unser liebes Leserlein find-out2 zur Verfügung gestellt hat (Danke für die Bastelarbeit!):

regiozug_1

Niedliches kleines Fahrzeug, gell! Ein echter Tatzelwurm. Ein Traum für jeden Steuergeldinkassanten. Fehlt nur noch, dass das Ding Feuer speit. Aber kommt vielleicht noch zwecks Tourismus und so. Weil eine Nostalgie-Tram für die Touristen ist das jedenfalls nicht mehr. Mit der guten alten Bim hat das auch nicht mehr viel zu tun. Da hat man der Bevölkerung eher keinen reinen Wein eingeschenkt, gell, weil unter Verlängerung der Gmundner Strassenbahn haben die Leute sich was anderes vorgestellt. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum die Wogen jetzt so hoch gehen.

Wie schon gesagt: wir im Team gehen es gemütlich an. Wir schauen mal, wohin die Diskusssion läuft, dann werden wir irgendwannwiewo unseren Senf dazu geben. Aber eines halten wir jetzt schon fest: es ist untragbar, dass der Bürgermeister der Stadt gleichzeitig Aufsichtsrats-Chef (Chef!!!!) der privaten (!!!) Strassenbahngesellschaft ist, die mit Sstadt und Land Geschäfte macht und Steuergelder lukriert. Mehr Unvereinbarkeit geht nicht! Als Aufsichtsrats-Chef hat Köppl für möglichst grosse Gewinne einzutreten (= möglichst viel Geld von Stadt und Land einkassieren, denn das Fahrgeld bringt es nicht). Als Bürgermeister hat er dafür zu sorgen, dass die Gemeinde und auch das Land möglichst sparsam mit Steuergeldern umgehen. Was da auf der Strecke bleibt ist offensichtlich: die Steuerzahlerleins. Langsam aber sicher wird es zum Ärgernis: Köppl ist der Laufbursche der örtlichen Familienclans. Den Asamers ein Grundstückerl, den Neumanns eine Eisenbahn. Neidisch könnt man werden. Ich hätt mir als kleines Mädl echt den Köppl zum Papa gewünscht, aus heutiger Sicht, dann hätt ich vielleicht meinen Lieblingswunsch erfüllt bekommen: eine Eisenbahn. Manko: ich heiss nicht Neumann. Aber so hats immer geheissen: ist ein Madel, bekommt Puppen. Was ich immer enttäuscht war, echt! Sage also niemand, ich sei kein Eisenbahnfan. Ganz im Gegenteil. Es muss nur die richtige am richtigen Ort sein.
Wo man hingreift in dieser Stadt: immer diese Verquickung von Geschäft und Politik. Ein ewiges Ärgernis.

Wir stellen also hiermit wieder die geposteten Kommentare hier vorn in den Blog ein, das macht es leichter, sie zu lesen. Morgen bringen wir dann im Sinne unseres umfassenden Informationsverständnisses einen längeren, sehr interessanten und informativen offenen Brief von Gemeinderat Colli (FP) an den zuständigen Verkehrslandesrat Entholzer (SP). Leserleins, für Spannung ist gesorgt!

Prost, Mahlzeit, Sizilien!
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


leonardo dv
Gesendet am 09.09.2014 um 9:58 vormittags
Servus Bruno!
Selbst in Eisenbahnforen werden die “Luftkapazitäten”, die in Gmunden geplant sind kritisch diskutiert.

http://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?5,6741102

Für den Fall, dass es wieder einmal heißt nur die FPÖ sehe das so ….

Der “Mehrwert” der historischen Tram bleibt auch aus, da aus Eisenbahnerkreisen verlautet, dass die alten Triebwagen die engsten Radien des Neubaus nicht schaffen. Wenn nun die Remise in Gmunden wegkommt und alle Triebfahrzeuge in der Riesenhalle/-werkstätte in Vorchdorf eingestellt sind, wie sollen dann die historischen Fahrzeuge weiter durch Gmunden verkehren??


exgmundner
Gesendet am 09.09.2014 um 8:17 nachmittags

Geldbeschaffungsaktion des Bahnbetreibers durch öffentliche Mittel:
Wer wird die wesentlichen Baumaßnahmen/Aufträge für diese Straßenbahn beauftragt bekommen – wohl nur jene Firma, die die Straßenbahn/ den Zug betreibt…. und die Grünen sind in der Landesregierung natürlich dabei, da hilft man dem Landespepi. dem Köpplheinzi und der Stern$Hafferl Bahn/Bau/Elektro-Gruppe mitsamt Energieaward-Subventionsmitteilhabern – einfach eine klassische Steuerzahlergeldabkassierei mitsamt späteren Steuerzahlersubventionsbeiträgen, da nicht lebens/gelderhaltungsfähig!


frids
Gesendet am 09.09.2014 um 7:10 nachmittags

Servus,
weils irgendwie zum Thema passt hab ich mir gedacht ich teil den folgenden Link mit euch…
http://ooe.orf.at/news/stories/2667518/

Schönen Abend noch,
frids


Erni der Seehund
Gesendet am 09.09.2014 um 2:57 nachmittags

Werter Parteivorsitzender Erich Josef Langwieser!

Ja, es ist Ihnen offensichtlich etwas entgangen und was Ihr Demokratieverständnis anbelangt lasse ich die Unschuldsvermutung gelten. Auch die GRÜNEN, mit Ihnen als Parteivorsitzenden können sich einmal irren. Ich hoffe für Sie, dass Sie vom Betreiber dieses Projektes ebenfalls, so wie die Öffentlichkeit, mit falschen Zahlen gefüttert und getäuscht wurden, damit Sie sich zu gegebener Zeit auf diese Irreführung ausreden können. Denn die alles entscheidenden und ausschlaggebenden Fahrgastzahlen beruhen auf einer nachweisbaren LÜGE. Sollte aber aus Ihrer Sicht es gestattet sein für so ein (wie von den Befürwortern bezeichnet) Jahrhundertprojekt lügen zu dürfen, wäre dies für mich einmal mehr der Beweis, dass viele Politiker an Unseriosität und Unfähigkeit kaum zu überbieten sind, zumal teilweise, in diesem konkreten Fall jedoch zur Gänze, mit öffentlichen Geldern unverantwortlich großzügig herumjongliert wird – und das ist mir kotzzuwider. Kann man darüber hinaus von einer seriösen, unabhängigen politischen Entscheidung für dieses Projekt sprechen, wenn maßgebende politische Entscheidungsträger im Aufsichtsrat der Betreiberfirma sitzen?

Wenn Sie betonen, dass es in unseren Nachbarländern so viele verkehrsfreie Innenstädte gibt und Ihnen daran liegt auch in Gmunden eine solche zu realisieren, bin ich ganz und gar bei Ihnen. Aber es kann doch nicht Ihr ernst sein, dass die Wunderwuzzi-Lösung für Gmunden in einem 32 Meter langen und 50 Tonnen schweren Regionalzug durch die Gmundner Altstadtgassen liegt. Da würde man doch den Teufel mit dem Toifel vertauschen. Und wenn Sie Linz mit Gmunden vergleichen, dann glaube ich dass zwischen der über 20 Meter breiten Landstraße und noch breiteren Wienerstraße zur knapp über 5 Meter schmalen Kammerhofgasse und Theatergasse mit den morbiden Bausubstanzen schon ein beträchtlicher Unterschied besteht. Dass theoretisch am Reißbrett vieles möglich ist, bestreite ich nicht. Aber so ein Projekt muss man doch zu Ende denken und da ist vor allem ein sensibler Weitblick gefordert.

Die Plattform „Gegen eine Durchbindung mit einem Regionalzug durch die Gmundner Altstadt“ (Kammerhofgasse, Rathausplatz, Theatergasse) ist absolut für eine Verkehrsberuhigung in diesem Bereich und für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs, jedoch auf eine weitaus günstigere, effizientere und vor allem für das Stadtbild schonendere Art und Weise. Elektrisch betriebene Citybusse die von der Firma Siemens je nach Bedarf in den verschiedensten Größen und den unterschiedlichsten Ausstattungen angeboten werden, wurden bis jetzt von keinem Politiker in Gmunden als viel geeignetere Alternative erkannt oder zumindest in Erwägung gezogen. Vielmehr hat man den Eindruck, dass dieses Verkehrsmittel die Politiker meiden, wie der Teufel das Weihwasser – warum eigentlich? Es wird doch keine Gehirnwäsche durch Lobbyisten stattgefunden haben?

Diese elektrisch betriebenen Busse haben sich in Wien seit einigen Jahren bestens bewährt – für Reichweite, Steigfähigkeit und Aufladedauer, bestehen nicht die geringsten Probleme. Nicht böse gemeint – auch Sie, sehr verehrter Herr Parteivorsitzender, könnten mit so einem öffentlichen Verkehrsmittel Ihr schlecht gewartetes Moped im Eck stehen lassen und von der Au bequem in die Stadt schnurren. Sämtliche Stadtteile Gmundens könnten mit diesem Verkehrsmittel abgedeckt werden und kein Bürger dieser Stadt wäre benachteiligt, weil er nicht direkt an der starren Eisenbahnlinie wohnt.

Und bitte nicht immer verniedlichend von einer Straßenbahn, Tramway oder Bim reden. Eine Bim (Abkürzung von Bimmelbahn) macht sich durch ein klingel- oder glockenähnliches Geläute bemerkbar. Die Vorchdorferbahn jedoch, wie es sich für einen Zug gehört, durch ein lautes Pfeifsignal – jeden Tag mehrmals hörbar zwischen Gröberleiten und Schloss Weyer.


AndyB
Gesendet am 09.09.2014 um 2:32 nachmittags

Mir schwillt so langsam der Kam an ….. hab ich jetzt erst gelesen : Wir bekommen also die Straßenbahn, damit die Brücke, Straße und Leitungen saniert werden und das ist dann Teil einer “Gesamt-Verkehrskonzeptlösung”.

Ich hätte noch einen Vorschlag für eine “Gesamt-Verkehrskonzeptlösung”.

Vielleicht findet sich noch ein Bordellbetreiber, der die Straßenbeleuchtung erneuert, als Gegenleistung für die Erlaubnis dieses Bordell zu eröffnen. Ein Bordell würde auch für mehr Fahrgäste sorgen und wäre auch ein “Erlebensfaktor” und eine “Belebung” der Innenstadt.

“Schatz, ich fahre mal eben mit der Straßenbahn ins Bordell.
Prima, bring auf dem Rückweg bitte Brot und Zwiebeln mit ….”

Mir fallen da bestimmt noch mehr Beispiele ein. Ich werde sie dann posten *droh* ….


peipino
Gesendet am 09.09.2014 um 1:30 nachmittags

Betrifft: Kommentar Langwiesner

Liebe Gmundl Redaktion !
Euer Kommentar über die “Zug ” Diskussion ( und die einiger Blogger) ist völlig richtig !
Die Grün Gruppierung hat sicherlich einen ganz wesentlichen Beitrag geleistet um das schwachsinnige ( vielleicht eher betrügerische !? ) Projekt des “Hotels”
zu Fall zu brińgen .
Eigentlich waren die Grünen die einzigen , die sich in dieser brisanten Angelegenheit persönlich engagiert und wirklich effektive Resultate erzielt haben . Mit ganz entscheidender Hilfe von Gmundl natürlich !!!!

Was da aber deren “Chef ” von sich gibt , entbehrt nicht nur jeglicher Logik und Vernunft ,sondern ist politisch mehr als ungeschickt !!!
Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren ,dass er dabei stehende Redewendungen der “Grün-Philosophie ” nachplappert , ohne sich über die dahinter stehenden Sachverhalte in irgendeiner Form Gedanken zu machen!

Die Grünen wären gut beraten sich einen Chef zu suchen der überlegte Argumente , gut formuliert von sich gibt .
Auch wenn dem Herrn Langwieser dabei weiterhin “kotzübel” ist , wird dies die politische Landschaft in und um Gmunden verschmerzen können.
Und für die politischen Interessen der Grünen wird es sich mit Sicherheit positiv auswirken . Und damit auch für die Interessen und Angelegenheiten der Gmundner Stadt und deren Bürger .
Bei der Einstellung der derzeitig maßgebenden Parteien und deren
Proponenten und den Ergebnissen ihrer Politik wird mir nämlich kotzübel !!!!!


Wilhelm Krausshar
Gesendet am 09.09.2014 um 8:23 vormittags

Hat irgend jemand über begleitende verkehrsberuhigende Maßnahmen nachgedacht wie kostenlose Park-and Ride Anlagen beim Bahnhof oder in der Gschwandt? Zusammen mit einem temporären Fahrverbot in der Innenstadt? Nein??? Ja warumerl denn nicht?


find-out2
Gesendet am 09.09.2014 um 7:33 vormittags

Lieber Bruno Beinhart!
Ja, die Zahlen stimmen, sie stammen direkt vom Betreiber und sind von Gemeindevertretern bestätigt.


Zivilcourage
Gesendet am 09.09.2014 um 7:16 vormittags

Antwort auf Erni der Seehund

Danke, dass Sie Obergscheit mich, Ihrer Ansicht nach mit Unwissenheit befafteten Bürgerlein so umfassend aufgeklärt haben. Jetzt warte ich noch auf die Erleuchtung unter dem Bodhi-Baum (Buddha`). So Gscheite, wie Sie sollten wir mehr davon haben, dann ersparen wir andere, “unwissentliche” Bürgerleins uns das Nachdenken.


Soweit die Leserleins. Und danke für die in zivilisiertem Tonfall verfassten Beiträge! So haben wirs gern.

Einigen Unmut hat die Wortmeldung des Vorsitzenden der Gmundner Grünen hervorgerufen. Ist hier im Blog nachzulesen. Einige Leserleins haben uns darüber hinaus per Mail gefragt, warum die Grünen sich nicht zu dem Wahnsinn vom vergangenen Wochenende zu Wort gemeldet haben. Von Freitag nachmittag bis Sonntag nachmittag tagsüber permanenter Hubschrauber-Lärm, Abgase en masse und dann am Sonntag morgen noch zwischen sieben und acht Uhr (!!!) Böllerschüsse oder Prangerschützen-Lärm, der einem durch Mark und Bein gefahren ist. Wenn man weiss, dass laut allen Umfragen und Studien der Lärm einer der grössten Stressfaktoren der Gegenwart ist, dann fragt man sich wirklich, was in die Verantwortlichen gefahren ist, die sowas genehmigen.
Glaubt der Tourismusdirektor wirklich, dass so ein Dauerlärm zum beworbenen stillen Alpensee passt? Und wie ist das mit der Luftverschmutzung durch sinnloses Hubschraubern? Und was sagen die Grünen zu einem solch umweltschädlichen, die Menschen in ihrer Erholung schwer störenden Unsinn? Diese Art von motorisiertem Spektakel ist sowas von aus der Zeit gefallen. Wer das Gedröhne braucht, kann sich ja alle vierzehn Tage ein Formel 1-Rennen im Fernsehen reinziehen, Kopfhörer drüber und rummmmms bis das Trommelfell platzt. Aber nicht die Mitmenschen belästigen, gell!

Gibt es hier im Ort eigentlich etwas, was nicht im Argen liegt?
Babsy Blitzschnell auf dem Weg nach Sizilien zum Studium der dortigen Clan-Gewohnheiten

Und hier was für die Ohren zum Erholen, passt auch zum Thema – Honky Tonk Train Blues. Die Angabe der Interpreten ist auf You Tube nicht ganz korrekt. Links spielt die Ende der 1960er wichtigste Progressive-Rock-Band “The Nice” (mit Organist Keith Emerson, hier am Klavier) und rechts das Oscar Peterson-Trio (vermutlich im HIntergrund erweitert um das Modern Jazz Quartett für Trumpet & Co.).

Tramway oder Bahn? Die Diskussion geht weiter …

9. September 2014 - 6 Antworten

Liebe Leserleins!

Die Debatte rund um die Regio-Bahn-Wahn-Zug-Sache bringt alle unsere redaktionellen Planungen durcheinander. Wir haben derzeit enorme Zugriffszahlen, das Thema ist brennend heiss. Niemand soll sich der Illusion hingeben, dass sei halt von der FPÖ “hochgezogen”. Wer so denkt, geht in die Irre. Ja, der “Front”verlauf ist ein anderer als bei der Hotelgeschichte. Das ist eben so. Aber die Gegnerschaft ist ebenso gross. Teilweise überschneiden sich diese beiden Gruppen allerdings. Und auch hier gehen die Meinungen wieder quer durchs Parteienspektrum.
Derzeit sind wir vom Team noch im Stadium des Beobachtens und warten ab, wie die Dinge und die Diskussion sich entwickeln. Es zeichnet sich aber immer mehr ab, dass  die Argumente der Gegner substanziell und ernsthaft sind.

Bevor wir noch detailliert werden, möchte ich was vorausschicken. Alle Parteien haben so ihre Reizwörter, auf die sie konditioniert sind. Erklingt so ein Reizwort, dann wird das Denken ab- und das freudige Schwanzwedeln eingeschaltet. Bei den Roten ist es das Wort “Millionärssteuer”, bei den Blauen “Ausländer”, bei den Schwarzen “Traditionelle Familie” und bei den Grünen “Öffi”. Womit ich beim Thema bin. Der Vorsitzende der Gmundner Grünen hat hier im Blog in den Kommentaren eine Stellungnahme abgegeben. Als offizieller sozusagen. Obwohl er gar nicht gemeint war. Aber uns soll es recht sein.

Allerdings sind wir mit seinem Beitrag mehr als nur unglücklich. Hier im Team gibt es nämlich ein paar grün eingefärbte Mitarbeiterleins, und die sind jetzt total frustriert, weil irgendwie hat der sonst sehr geschätzte Langwiesner das jetzt einen Bauchfleck hingelegt. Sagt Ihre Babsy, die ist ja Spezialistin für die Behandlung von politischen Bauchfleck-Absolventen. Kürzlich kam der Dickinger (SP) auf den Behandlungstisch. Dazu weiter unten. Aber diesmal der Langwiesner. Lieber Herr Langwiesner! Sie haben in Ihrem Schreiben zwei Sachen drin, die stossen mir echt schwer auf (und wohl auch einem Teil ihrer Anhängerschaft, von der gar nicht so wenige das RegioTram-Projekt in Gmunden sehr kritisch sehen).
Da muss ich eine “Grüne Mamba” trinken (auf die Gefahr, dass mir der Dickinger, kicher, wieder überhöhten Alkoholgenuss vorwirft). Zu behaupten, das Tram-Ding sei “demokratisch abgesegnet”, ist ein starkes Stück. Das gilt für das Hotelprojekt dann aber auch, gell! Und da wird Ihnen das eher nicht so gefallen. Da leisten Sie zu recht Widerstand. Also, wie hätten wirs denn gern? Mal so, mal so? Sie als Grüner wissen sehr genau, dass hier in der Stadt formaldemokratisch entschieden wird, nicht demokratisch. Das Tramprojekt war weit weg davon, bürgernah vorbereitet und abgewickelt zu werden. Wir haben es hier schon oft gesagt: statt Geld in die ÖVP-Gemeinde-Propaganda zu stecken, hätte man Geld in die Bürgerbeteiligung investieren müssen. Dann hätten wir jetzt nicht diese Situation. Wenn also gerade Sie als Grüner mit “demokratisch abgesegnet” argumentieren, dann finde ich das ziemlich kühn und verwegen. Da sollten Sie nochmals nachdenken. Nur weil es ein “Öffi”-Projekt ist, muss man nicht vorbehaltslos jeden Unsinn mitmachen. Schwanzwedelnd.
Und der zweite Punkt: Sie sprechen von einer “Holschuld”. Mit Verlaub: da greife ich zum harschen Wort “grenzdeppert”. Verzeiehn Sie mir das bitte, aber solange die Politik das Geld der Bürgerleins ver(sch)wendet, haben die Bürgerleins genau null Holschuld, weil es nämlich ihr Geld ist, über das hier entschieden wird. Und die Politik hat eine 100%ige Bringschuld, weil sie nämlich unser Geld mit beiden Händen ausgibt. Egal ob es grüne, rote, schwarze, blaue oder gagerlgelbe Politik ist. Die Bürgerleins müssen gar nichts holen. Die müssen gewonnen und überzeugt werden. Die haben nämlich meist gar nicht die Zeit, sich im Detail und dauernd zu informieren. Dafür wählen sie ja Volks”vertreter”. Oder “Volks”vertreter. Oder gar “Volksvertreter”. Es ist doch schon geradezu ein Wunder, dass soviele Leute hier den Blog lesen. Aber von der Billa-Verkäuferin, die sich tagsüber abrackert, oder vom Hackler am Bau, der auch hundsmüde heimkommt, dann noch zu verlangen, die mögen sich die Infos holen, sich selbst einbringen, das geht ein bisserl gar zu weit, gell. Das ist jenseits der Lebensrealität der “kleinen” Frau und des “kleinen” Mannes. Die haben nämlich andere Sorgen. Es ist die verdammte Pflicht und Schuldigkeit der Politik, hier mehr Infos zu geben, so aufzuklären, dass auch Leute, die nicht dauern die Kommunalpolitik verfolgen, wissen, worum es geht.
Für Meinungsumfragen und Wahlplakate wird schließlich auch mehr als genug Geld der Bürgerleins ausgegeben. Sie sollten da Ihre Position noch einmal überdenken. Denn bürgernah ist das nicht. Die Grünen sollten nicht in den Verdacht kommen, bei jenen Themen, die ihnen selbst wichtig erscheinen, in genau jene Politikmuster zu verfallen, wie man sie von den anderen Parteien gewöhnt ist. Im übrigen machen mich Aufrufe des Inhalts, man möge endlich einmal an einem Strang ziehen, immer ziemlich misstrauisch, vor allem dann, wenn sie mitten in einer sehr kontroversen Diskussion ergehen. Das steckt meist der Versuch dahinter, sich über bestehende, massive Auffassungsunterschiede hinwegzuschwindeln zugunsten irgenwelcher faulen Kompromisse, wo sich dann im nachhinein herausstellt, dass es stille Profiteure gab. In diesem Fall möglicherweise das Wirtschaftskonlomerat der Neumännerschaft. Auf Kosten der Bürgerleins.

Ja, noch ein paar Worte zum Dickinger. Der fühlt sich zu Unrecht kritisiert. Ich zitiere aus seinem Schreiben an uns: “Bilanzieren wir doch kurz: Die SPÖ hat seit Frühjahr 2013 in Gemeinderatssitzungen immer wieder und mit Nachdruck den Rückkauf der Seebahnhof-Gründe gefordert! Wäre dies geschehen, würden wir diese „Konversation“ nicht führen müssen. Die ÖVP hat dem Asamer stets die Mauer gemacht – und am Ende hat auch noch die FPÖ den Beton der Verweigerung und Verzögerung (mit-)gerührt! An diesem Befund wird die – leider nicht immer faire, von Animositäten gesättigte – Befindlichkeitspflege von Babsi, Bruno sowie Freundinnen und Freunden nicht zu rütteln vermögen.” Nun, in dieser Frage werden wir natürlich trotzdem weiter rütteln, weil wir der Ansicht sind, dass Herr Dickinger sich hier ein Mäntelchen umhängt, das nicht recht passen will. Denn bilanzieren wir doch kurz: Er selbst sagt, seit dem Frühjahr 2013 (!) ist die SP für Rückkauf. Die vielen Jahre davor hat auch sie dem Asamer die Mauer gemacht, und die HERRschaften waren fast schon Dauergäste in SP-Sitzungen. Vor zwei Jahre hat Dickinger noch die Chalets bejubelt. Wir sind auch nicht von Animositäten gesättigt, sondern strotzen nur so vor Recherche-Ergebnissen. Und die sprechen halt eine andere Sprache. Aber um es kurz zu machen: die Bürgerleins sollen sich ihre eigene Meinung dazu bilden. Die Fakten und Erklärungen liegen auf dem Tisch, sind hier im Blog nachzulesen. Jede und jeder kann also selbst entscheiden, ob er die Rolle der SP so sieht, wie Dickinger sie darstellt, oder zu einem anderen Schluss kommt. Es ist ohnehin sehr einfach: schafft die SP in Zukunft eine konstistente Linie, und schafft sie es endlich wieder, mit der Bevölkerung zu kommunizieren, dann gewinnt sie auch wieder Glaubwürdigkeit, und wir ersparen uns solche Diskussionen. Einverstanden, Herr Dickinger?

Im folgenden bringen wir noch ein paar Postings zur RegioTramBahn von der Kommentarseite hier vorn im Blog, damit sie nicht untergehen. Und eine kleine Anmerkung vom Bruno. Die versprochenen Beiträge zum Hotel sind fertig und kommen demnächst. Jetzt hat aber die Bahn-Sache Vorrang. Das Hotel läuft uns mit Gewissheit nicht davon. Weils weder Hand noch Fuß hat ;-)
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl
(Hätt ich doch beinahe noch auf das Rezept für die “Green Mamba” vergessen: 4 cl Lillet, 2 cl Chartreuse, Limonensaft, Soda nach Wunsch, kurz mit einer Zündkerze umrühren und in einer Begegnungszone servieren, Achtung: Alkohol kann Ihre Begegnungsfreude mit der RegioTram beeinträchtigen!)


Wenn ich eine der Zahlen in den Postings richtig interpretiere, komme ich zu einem erstaunlichen Ergebnis. Die RegioTram wird angeblich eine tägliche Fahrgastkapazität von 5.856 Personen (8 Stunden, alle 15 Minuten ein Zug, 183 Plätze) je Richtung, insgesamt also von 11.712 Personen aufweisen – das ist beinahe so viel, wie Gmunden derzeit Einwohner hat (13.014 lt. Statistik Austria f. d. Finanzjahr 2014). Selbst für eine Auslastung von 30 % müssten also ca. 3.500 Personen täglich die Bahn nützen. Das sind 27 % der Bevölkerung vom Kleinstkind bis zur Ururoma. Da kommt man ins Grübeln.
Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl


 

Hier nun die Postings.

find-out2
Gesendet am 08.09.2014 um 6:46 nachmittags

Lieber Bruno Beinhart!
Pardon, nichts lag mir ferner, wie die Urheberschaft für die Zahlenspielereien mit ÖVP/SPÖ Stimmen zu beanspruchen. Tut mir leid, war keine Absicht, hab´ das Argument wo gelesen.
Selbstverständlich wissen wir alle nicht, was einmal sein wird und wie sich in den nächsten 30 Jahren(!) alles entwickeln wird. Aber wenn diese Weitsicht von Gmundner Politikern beansprucht wird, dann hab` ich so meine Bedenken.
Was wir aber wissen, ist, dass falsche Zahlen bei Entscheidungsfindung für die Durchführung die B(W)ahnsinns im Spiel waren und noch immer sind. Gezählte(!) 3,4 Personen benützen die heutige Strassenbahn pro Fahrt durchschnittlich bei ihrer Fahrt vom Franz Josefsplatz Richtung Hauptbahnhof und retour. Diese Zahl ist “gezählt” und nicht geschätzt.
Gehen wir von einer Verdoppelung der Fahrgastzahlen aus: 6,8 Personen fahren dann in 32 m langen Zügen durch die Stadt zum Hauptbahnhof. Die neuen Garnituren haben laut Betreiber eine rechnerische Kapazität von 183 (!) Plätzen und sind auf jeden Fall mit mindestens 76 (!) Sitzplätzen ausgestattet.
Diese Zahlen “wissen” wir, darüber kann man nicht anderer Meinung sein.
Das lustigste Argument für die Durchbindung wurde auch von Dir erwähnt und bedarf einer Betrachtung: Der Regionalzug wird durchgebunden, dass Gmunden billiger zu neuen Kanälen und Gasleitung kommt? Das heißt übersetzt: Will eine Kommune jetzt billigere Kanäle – zB. Bad Ischl – dann machen wir halt einen Regionalzug durch das Stadtzentrum. Eine wahrhaft zukunftsweisende Vorgangsweise.
Übrigens: Die Strecke vom “Schleißhaus bis zur “Haupttrafik” ist wirklich so lang wie der neue Zug. DAS wissen wir auch!


klaus
Gesendet am 08.09.2014 um 8:07 vormittags | Als Antwort auf E.J.Langwiesner .

laut wikipedia waren sie in oldenburg und osnabrück beide mit ca 150.000 einwohnern, mainz mit 200.000 und aachen mit 240.000.
wollen sie allen ernstes gmunden + betroffenes umland mit bestenfalls 25.000 einwohnern damit vergleichen?

sehen die nicht das der vergleich hinkt. die investitionskosten sind für 15.000 einwohner und 150.000 die selben nur die möglichen fahrgastzahlen sind es nicht.


AndyB
Gesendet am 08.09.2014 um 12:30 vormittags | Als Antwort auf E.J.Langwiesner .

Demokratisch abgesegnetes Konzept???! Aber über die Hotel Konzepte diskutieren?

War der Verkauf an Asamer und der Hotelbau nicht auch “demokratisch abgesegnet”?!

Das ist schon ein sehr seltsames Demokratieverständnis, was Sie da an den Tag legen. Projekte, die Sie befürworten, da ist alles ok. Bei Projekten die Sie nicht befürworten, ist das dann anders? Obwohl sie “demokratisch abgesegnet” waren? Seltsam.

Die Bürger wurden ja nicht einmal hinreichend informiert und aus der “Straßenbahn” wurde ein 50-Tonnen-Monster. Das viele Bürger für eine Straßenbahn waren, will ich ja nicht bestreiten, aber wäre den Bürgern reiner Wein eingeschenkt worden, wäre der Zuspruch der Bürger gewaltig geschrumpft.

Wenn Sie lange Zeit in Deutschland gelebt haben, dann werden Sie sicherlich auch gemerkt haben :

solche Bahnen fahren normalerweise auf gesonderten Strecken oder in der Mitte der Fahrbahn (von der Fahrbahn abgegrenzt durch Rasen, Blumen etc.) aber nicht durch eine historische Innenstadt, wo die Breite der Straßenbahn die Hälfte der gesamten Fahrbahn einnimmt.

Gmunden mit Städten wie Linz zu vergleichen … naja … mehr als grenzwertig ….

Einen “Erlebensfaktor” sehe ich da auch nicht, denn Sie verbannen ja nicht den Motorengestank aus der Stadt, sondern Sie verstärken ihn noch. Durch die Länge der Bahn und die (unsinnig) vielen Fahrten, sind Staus doch vorprogrammiert. Selbst wenn weniger Fahrzeuge durch die Stadt fahren (sollten!!!!), ist die Verweildauer doch länger.

Das Leute mit Auto nun auf die Bahn umsteigen, halte ich für reines Wunschdenken. Wer schleppt denn seine Einkäufe durch die Gegend, wenn er sie direkt in sein Auto laden kann? Zumal die Bahn ja nur einen kleinen Teil der Stadt abdeckt.

Ein “Erlebensfaktor” und eine Belebung der Innenstadt wäre es gewesen, wenn man die Innenstadt – von Brücke bis Kino – völlig zur Fußgängerzone gemacht hätte.

Eine Bahn, die zu 90% leer durch die Innenstadt fährt, den Leuten nun als “Erlebensfaktor” und “Bereicherung” zu verkaufen, das finde ich schon ziemlich dreist. Ebenso eine “Informations-Holschuld” zu einzufordern, wo der Bürger bei anderen Projekten bewusst belogen wurde oder erst gar nicht informiert wurde, halte ich ebenfalls für ungeheuerlich.

Da wird mir, um es höflich auszudrücken, kotz übel.

3000 Unterschriften gibt es inzwischen gegen die Bahn. 3000 Stimmen bei einer Wahl werden Sie wohl nie erreichen ……


E.J.Langwiesner
Gesendet am 07.09.2014 um 6:12 nachmittags

Liebe Regio-Bahndiskutanten,

entweder mir ist etwas entgangen, oder mein Demokratieverständnis spielt etwas verrückt:

Die offizielle GRÜN-Haltung zur Regio-Bahn ist insofern ein P O S I T I V E,
weil dies ein Teil einer anzustrebenden Gesamt- Verkehrskonzeptlösung ist, die sowohl innerparteilich lange disikutiert und kommuniztiert worden ist, auch eine Informations- Holschuld wäre mal angesagt,- zur Sache aber, ist mir die populistisch aufgebauschte Aufregung darüber, daß ein demokratisch ab-
gesegnetes Projekt in schlechtest gmundnerischer Manier zu Tode geredet werden soll, mit allen erlaubten und manchmal auch unerlaubten Mitteln
zu Fall gebracht werden soll, um es höflich auszudrücken, kotzzuwider.
Wer heute noch nicht kapiert hat, daß in Verkehrslösungen der Ausbau
von Öffis, die Entschleunigung und Beruhigung der Innenstädte als Erlebens-
faktoren so wichtig sind wie ein Stückl Brot (und nicht wie der Gestank von Mo-
toren) dem muß man wirklich Herz und Lunge von 1902 wünschen, oder von noch früher. Persönlich gefragt habe ich, vornehmlich in deutschen Städten gelebt, die sich heute, nach der Entsorgung ihrer Strassenbahnen, händeringend nach der Wiedereinführung ihres Traumverkehrsmittels sehnen.
Intelligente Verkehrsplaner bauen ihr Strassenbahnnetz aus, siehe Landeshauptstadt Linz, wo auch nicht jede Verkehrslösung gerade genial ist.
Im Sinne einer umweltbewussten, menschenfreundlichen – und das muss sich in keinster Weise mit geschäftschädigenden Auswirkungen verbinden, ganz im Gegenteil (so viele kleinere Städte in unseren Nachbarländern haben verkehrs
FREIE Innenstädte) kann es nur eine BEFÜRWORTUNG dieser einmaligen Chance für Gmunden geben. Diskutieren wir über Hotel-Konzepte lange nach Freundschlag und Asamer, reden wir uns den Mund fusselig über die Demokratie-Kultur in Gmunden, erfinden wir die Stadtregierung neu, aber
ziehen wir EINMAL an einem Strang einer grossen Verkehrslösung für Gmunden.
Dies einmal als offizieller Kommentar ans liebe GMUNDL eines klar deklarierten Regio-Bahn-Befürworters nämlich des Parteivorsitzenden der GRÜNEN Gmundens

Erich Josef Langwiesner


Der Diskurs geht weiter. Die Zugriffe sind enorm. Hier baut sich angesichts der kommenden Wahlen ein massives Problem auf, das ungeahnte Auswirkungen auf das Wahlergebnis haben kann. Es addieren sich unzufriedene RegioTram-Gegner und unzufriedene Hotelgegner. Da sind Wählermassen (bezogen auf Gmunden halt) in Bewegung, was zu völlig unerwarteten Ergebnissen führen kann. Es wird spannend im Dorf, liebe Leserleins!
Babsy Blitzschnell

RegioTram: Bahn oder Wahn?

6. September 2014 - 4 Antworten

Liebe Leserleins!

Auf den kurzen Nenner der heutigen Überschrift könnte man die Diskussion, die diese Woche hier im Blog voll und heftigst eingesetzt hat, bringen. Zu unserem Bedauern fehlen mit zwei Ausnahmen die Stimmen der Befürworter. Insbesondere von offizieller Seite hätte wir erwartet, das da etwas kommt. Aber vielleicht war das Hantieren mit den Schauferln beim ersten Spatenstich so ermüdend. Dabei scheint diese Diskussion die Gemüter wirklich zu erregen. Wir hatten seit Montag über 5.000 Zugriffe und am Mittwoch die zweitmeisten Zugriffe seit bestehen des Blogs. Dadurch haben wir auch innerhalb kürzester Zeit wiederum eine “runde” Zahl überschritten: wir stehen nun bei mehr als 130.000 Zugriffen.

Inzwischen wurden Rufe laut, wir würden hier ein Wahlkampfthema der FPÖ hochjazzen. Liebe Leute! Nicht wir jazzen hier etwas hoch, sondern jene, die wie üblich über die Bürgerleins drüberfahren – das ist der springende Punkt! Dass das Team Gmundl politisch keine besondere Nähe zur FPÖ hat, sollte eigentlich auch bekannt sein. Ehrlicherweise muss man aber auch sagen: die FP war von Anbeginn gegen die Strassenbahnverlängerung, schon als keine Rede davon war, dass da in Wahrheit eher ein Zug/eine Bahn als eine Strassenbahn durch die Stadt rattern würde. Zu einem Zeitpunkt, als man auch noch nicht ahnen konnte, dass die gesamte Stadt verschandelt wird, dass ganz Gmunden mit Bauten à la neue Seilbahngebäude verhüttelt und verschlimmschönert werden soll. Es ist also das gute Recht der FPÖ, an einer Sache, in der sie immer klar Flagge zeigte, dran zu bleiben. Warum sollte sie auf ein solches Wahlkampfthema, ein Thema, das die Bürgerleins bewegt, verzichten? Es liegt an den anderen Parteien, in dieser Sache ebenfalls Flagge zu zeigen und bessere Argumente vorzulegen, damit die Bürgerleins zu überzeugen. Angesichts des Dilettantismus rund um das Unglückshotel ist das leider eher nicht zu erwarten. Die Lernfähigkeit der Gmundner Politik ist begrenzt, die Lernkurze ziemlich flach, eher eine Linie in Nähe der Null-Achse …

Es steht jeder Partei frei, für welche Angelegenheiten sie sich engagiert und für welche nicht. Die FP wäre schön blöd, dieses Thema zu ignorieren, wenn sie von Beginn an die einzigen waren, die vor diesem Projekt gewarnt haben. Sie waren da konsequent und haben diese Linie immer vertreten.

Wie sich inzwischen zeigt, mag es zwar so sein, dass einige zentrale Oranisatoren der Bürgerinitiative der FP zumindest nahestehen. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Längst gehen die Meinungsunterschiede quer durch alle politischen Lager. Bei inzwischen über 3.000 Unterschriften kann man auch nicht mehr davon ausgehen, dass das eine FP-Geschichte ist (so wie die Hotel-Agenda keine Grün-Geschichte war und ist). Es sind Teile der Bevölkerung, die sich hier wehren. Aus und mit unterschiedlichen Interessen, aber auch das ist nicht verboten. Eine demokratische Gesellschaft lebt davon, dass Interessen formuliert, gegeneinander abgewogen und zu Lösungen gefunden wird.
Schon deshalb sind wir nicht bereit, die Diskusssion zu diesem Thema einzuschränken oder gar einzustellen.
Wir wiederholen uns: es steht jeder Partei, jeder Strömung, jedem Meinuingsträger frei, sich auch hier im Blog zu Wort zu melden. Leider setzen die offiziellen Befürworter des Projekts scheinbar weniger auf Argumente als auf die Macht des Faktischen: sie schaffen Tatsachen. Wie immer in Gmunden wurden die Bürgerleins aussen vor gelassen, ignoriert. Um auch das zu wiederholen: hätte man ein wenig mehr Geld in die Bürgerbeteiligung als in die Propagandaschriften der ÖVP (und der ÖVP-gesteuerten Gemeindezeitung) investiert, stünde das Projekt heute besser da.

Auch wenn wir vom Team noch keine klare Meinung zur Tram-Thematik haben, einer Sache sind wir uns sicher (und das ist mit ein Grund, diese Diskussion hier zu intensivieren): man hat dieses Projekt an den Menschen vorbeigeschwindelt. Wie üblich in Gmunden. Es gibt enge Verquickungen personeller Art zwischen Politik und Wirtschaft. Die sind auch hier wieder am Werken. Diese Vermanschung von Interessen und Aufgaben gehört aufgezeigt, immer wieder, und beseitigt.

Wir vom Team Gmundl werden auch in Zukunft dafür stehen, dass wir solche Diskussionen hier im Blog abführen und zulassen, ja mehr noch: oft erst ermöglichen. Wir sind nicht die Herolde einer Partei oder einer Organisation, sondern versuchen, das Versagen der Lokalmedien auszugleichen und den Bürgerleins eine Plattform zur Diskussion und Meinungsfindung zu bieten.
Wie immer man zur RegioTram steht: 3.000 Unterschriften sind jetzt einmal zur Kenntnis zu nehmen. ÖVP und SPÖ haben es bei der letzten Nationalratswahl 2013 in Gmunden gemeinsam auf gerade einmal auf 2.855 Stimmen gebracht.

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl

 

Es geht rund …

4. September 2014 - 9 Antworten

Liebe Leute, liebe Mitmenschheit, allerliebste Leserleins!

Es geht echt rund hier im Dorf. Aber richtig rund, weil die Dinge unrund laufen. Wir wissen gar nicht, was wir zuerst bringen sollen. Echt nicht. Was schlecht für die Bürgerleins ist, ist saugut für uns Bloggerleins, weil damit haben wir hier keinen Mangel an Themen.

Wir verschieben den Bericht über Möglichkeiten des Hotels  noch einmal aus Aktualitätsgründen. Zu diesem Thema ein paar Worte zu einem möglichen neuen Investor. Und vor allem: ein Interview mit einem Grossinvestor und Immobilienentwickler, der wirklich weiss, was Sache ist, und sich in der Branche echt auskennt. Was der sagt, ist eigentlich eine Bombe. Wie immer: auch der bleibt lieber in Deckung, da man nie weiss, mit wem man morgen bei einem neuen Projekt zu tun bekommt. Österreich ist klein, gell, da kennt jeder jeden, jede jede, jede jeden usw. usf. Noch ärger ist das in einer Kleinstadt wie Gmunden.

Wir haben auch einen Brief von Vizebürgermeister Dickinger bekommen. Da wollen wir den wesentlichen, für alle interessanten Teil unseren Leserleins auch nicht vorenthalten: Dickinger erklärt noch einmal, warum er schon lange ein Skeptiker des konkreten Projekts ist, was viele Leserleins und Bürgerleins noch immer bezweifeln. Auch ich, Ihre Babsy, habe hier ja meine Zweifel ziemlich laut kund getan. Dickinger fühlt sich da ungerecht behandelt. Wie gesagt: das, was von öffentlichem Interesse ist, werden wir in den nächsten Tagen hier bringen.

Heute aber stellen wir die Kommentare, die gestern gepostet worden sind, nochmals hier vorn in den Blog ein, damit sie niemand übersehen kann. Denn gestern war der grosse Bahn-Tram-Spatenstich. Wie immer feiern die Politiker, dass sie unser Geld ausgeben. Ehrlich gesagt: mir ist total vollegal, ob ein Projekt sinnvoll oder sinnlos ist, diese Kerle sollen sich nicht um unser Steuergeld selbst abfeiern, sondern ihre Arbeit machen (übrigens: hat wer im Reigen der stolzen Kurzzeit-Schaufler eine Frau erblicken können?). Würden die HERRschaften einmal ein halbes Jahr lang statt Kurzschauflerei zu betreiben, wirklich am Bau, Strassenbau, Fabrik, Billa etc. ihr Geld mit harter Arbeit verdienen müssen, dann würden sie vielleicht weniger Eröffnungen feiern, sondern lieber weniger aber dafür sinnvollere Projekte auf den Weg bringen. Was jetzt kein Statement zur RegioTramBahn war, sondern ganz allgemein gemeint ist.

Hier, liebe Leserleins, die heftigen Debattenbeiträge rund um RegioBahn oder RegioWahn. Wir bedauern ungemein, dass die expliziten Befürworter, vor allem die “offiziellen”, sich hier praktisch nicht beteiligen. Die glauben wohl, die Sache ist gegessen und der Zug fährt drüber. Aber da kann man sich gewaltig irren, gell, denn wir haben uns ein wenig umgehört. Auch bei den Grünen gibt es offenbar ein Umdenken und sehr, sehr kritische Stimmen: Öffi, ja natürlich, aber entlang der Interessen der Menschen, nicht entlang der Interessen von Gmundner Wirtschaftsclans.

Bahn frei für die Beiträge.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Nochmals: Wir sind derzeit selbst im Diskussionsstadium. Aber eine ergebnisoffene Disksussion ist unglaublich notwendig.

Und noch eine Bitte: wir schalten das diesmal zwar frei, aber bitte keine persönlichen Angriffe der Art, jemand sei als Kommentator nicht geeignet. Nehmt die Argumente auseinander, nicht die Leute, die sie vertreten. Das ist aus unserer Sicht nur gegenüber Politikern legitim. Die kann man auch mal persönlich attackieren und auch deftigere Worte verwenden, denn für die gilt der Spruch: Bleib aus der Küche, wenn du die Hitze nicht aushältst. Aber überlasst das Deftige lieber uns, wir wissen, wo die presserechtliche Grenze ist. Ironie ist natürlich immer erlaubt.


Stimmen CONTRA RegioBahn

peipino
Gesendet am 03.09.2014 um 9:19 nachmittags | Als Antwort auf zivilcourage .

Ihr Tellerrand kann aber auch nicht sehr breit sein ?!
Wenn sie meinen, dass man mit einem Rollstuhl, einem Fahrrad oder mit Schiern nicht in einen Bus einsteigen kann, dann kann man davon ausgehen ,dass sie mit einem solchen noch nie gefahren sind .
Und wenn sie dann noch glauben, dass das geplante Monster von einem Zug für die (noch wenigen übrig gebliebenen Touristen ) als “Attraktion” ein Anreiz ist, um Gmunden zu besuchen, dann erhalte ihnen Gott ihren kindlichen Glauben.
Als Kommentator (für leider sehr ernste, vielleicht sogar in diesem Fall ein dramatisches Thema), sind sie jedoch völlig ungeeignet!
 —————————  
Vilosofio
Gesendet am 03.09.2014 um 6:12 nachmittags
Klosterplatz | 2. September 2014 | 10 Uhr
Ein Ort – ein Tag – zum Innehalten …

Haben doch dort gestern honorige Amts- & Würdenträger in einer konzertierten Gemeinschaftsaktion ihre Schauferln zu einem Spatenstich für ein weiteres Millionengrab in Gmunden geschwungen.
Beschützt und behütet von einer strammen Schar fescher Uniformträger, die als Geleitschutz am neuen Millionengrab „Wache“ standen…
Die üblichen, regionalmedial vorauseilend-gehorsamen „Zugbegleiter“ waren natürlich auch anwesend.
Um einen weiteren Jubelbericht – auf Steuerzahlers Kosten von den Zug-Projekt Betreibern bestellt – gleich hinterher als „Beitrag” getarnt, einem um ergriffene Fassung ob der Trauerzeremonie ringenden TV-Publikum lauwarm zu servieren.
Vor lauter Freude über das neue Loch, in dem weitere Millionen verschwinden werden (und für das die Zug-Projekt Betreiber bitte sehr noch gar keine rechtsgültigen Bescheide haben … ! … ABER DAS WIRD NOCH THEMA EINER GANZ ANDEREN GESCHICHTE WERDEN …. :-)
….. vor lauter Freude wurde EINE INTERESSANTE FRAGE in diesem TV Bericht nicht gestellt:
In welcher Funktion wohl Herr Bürgermeister Köppl sein Schauferl da am Klosterplatz TV-gerecht geschwungen haben mag?

War er als trauernder, um den – mit dem geplanten Zug-Projekt – sich dramatisch verschlechternden Schuldenstand Gmundens besorgter Bürgermeister anwesend?
Oder war er als Aufsichtsrat-Vorsitzender der Lokalbahn Gmunden – Vorchdorf AG am Schaufeln? Wenn ja, warum gibt es denn da keinen Interessenskonflikt?
Oder vielleicht gar in einer dritten, ganz anderen Funktion … die wir nur erahnen können?
Fragen über Fragen…. die sich ein um Gmunden mehr als besorgter Bürger stellt.

Soll von mir aus der Zug seine letzte Ruhestätte am Klosterplatz finden.
Das Grab dazu wurde gestern schon „ausgehoben”!

Abschließend etwas, was mir der Hausverstand heute geflüstert hat:
Es gibt ein wesentlich günstigeres und flexibleres öffentliche Verkehrsmittel für Gmunden: Mit dem E-Bus fahren.
Ja! Mit dem E-Bus fahren, sehr geehrter Herr Bürgermeister – äh … Herr Aufsichtsrat-Vorsitzender … oder was auch immer Sie da gestern waren – so könn(t)en Sie den Bürgern viele, viele Millionen Euro sparen!

Bis bald!
Auf ein Zug freies Gmunden!

Vilosofio
——————————————
    
gibtnetRU
Gesendet am 03.09.2014 um 11:23 vormittags

Ganz hübsch hässlich haben’s wir da in Gmunden – und es wird noch hässlicher werden. Gute touristische Ideen werden durch Gigantomanie, Gier und Unvermögen eingesessener Lobbyisten pervertiert. So geschehen mit der Hotelmisere, der Grünbergseilbahn, dem Dampfersteg, einem Hallenbad, einer Hostel-Idee, einem Musiksaal, einem vollautomatischen Bahnhof mit überdachtem Umstieg zur Regiotram/bahn und und und, um nur einige aufzuzählen.
Der Verein Gmundner Straßenbahn mit Bürgermeister Köppl als Obmann wurde gegründet, um den “steilsten Stolz Gmundens” vor dem Untergang zu bewahren. Eine Verlängerung bis zum Stadtplatz war angedacht. Viele Befragungen, Verkehrszählungen, Berechnungen und Gutachten dazu liegen in den Schubladen. Historische Haltestellentafeln wurden errichtet, historische Wägen, wie die der Linzer Pöstlingbergbahn, wurden angeschafft, und wurde so die Straßenbahn eine Attraktion für TouristInnen und Touristen. Verlängerung bis zum (möglicherweise widerrechtlich abgerissenen) Seebahnhof, eine Verlängerung zum Strandbad waren auch im Gespräch – gelebte Nostalgie war Sinn und Zweck des Vereines. Und nun – die € 100.000,- des Vereinsvermögens sollen in die Errichtung einer Haltestelle der Regiotram/bahn auf dem Stadtplatz fließen. Und wenn auch noch ab und zu ein nostalgischer Wagen bis zum Stadtplatz vielleicht fahren wird – die Straßenbahn, der “steilste Stolz Gmundens” wird tot sein!
Und sterben wird auch die Bahnverbindung Engelhof – Oberweis der ehemalige Strecke Gmunden -Lambach. Im Zuge der Ostumfahrung ist zur Zeit an keine Bahnbrücke oder Unterführung, wie sie für jede kleine Straße an der Ostumfahrung errichtet werden, gedacht. Die ÖSPAG wird also wohl oder übel von der Schiene auf die Straße umsteigen müssen. Und wäre nicht eine Bahnverbindung zur aufstrebenden Stadt Laakirchen gewinnbringender als eine Reise nach Vorchdorf an die Autobahn? Allerdings ist der Betreiber der Engelhoflinie die ÖBB und nicht Stern&Hafferl/Neumann, um zu meinen Einleitungssätzen zurückzukehren.
Wenn ich an 2015 denke, sehe ich eine Vorchdorferbahn bis zum Klosterplatz, einen Hatschek-Verschubbahnhof mit Park and Ride Gebäude mit überdachtem automatisierten “EinstiegsHüttl” für Fahrgäste, und sonst bleibt alles beim Alten.
Es lebe die alte Gmundner Straßenbahn!
———————————————–

A Oida Weyrer
Gesendet am 03.09.2014 um 8:02 vormittags

http://www.salzi.at/2014/09/spatenstich-fuer-die-stadtregiotram-gmunden-vorchdorf-angekuendigte-gegendemo-blieb-aus/

Sehr einseitiger und vor Polemik strotzender Artikel. Steht denn die Crew von Salzi.at auf der Lohnliste vom “Gwamperten aus der Sauwoad”?
“…Ausbau des öffentlichen Verkehrs in ländlichen Ballungszentren…” – Ballunsraum Falkenohren oder was ist da gemeint?
Der Artikel ist ein journalistischer Witz! Hier sieht man wieder, wie mit uns Bürgern umgegangen wird und für wie dumm man uns hält!

Stimmen PRO RegioTram

GR Karl Kammerhofer (unabhängiger Gemeinderat)

Ausgezeichneter Kommentar in den OÖN Herr Brandner!
Sie haben völlig recht: Es ist eine großartige Chance für Gmunden, eine neue Brücke- zu einem Bruchteil der Kosten – zu bekommen. Die Vorteile:
xxx breiter
xxx windgeschützt
xxx wahrscheinlich verbesserter Strömungschutz bei Hochwasser
xxx auf sicherem Fundament, da plötzlicher erhöhter Strömungsdruck durch Hochwässer immer häufiger werden (wer könnte einen Einsturz wie damals bei der Reichsbrücke verantworten ?)
xxx sicher auch für Radfahrer
xxx wir haben dann wieder 70 Jahre Ruhe von Reparaturen

Die Regiobahn ist nicht nur ein Verkehrsmittel  – nach den Worten Otto Kienesberger-  sondern auch eine Chance für die Neugestaltung unserer Innenstadt.
Wer würde sonst unsere 100 Jahre alte Kanalisation, Wasser- Gas und Stromversorgung auf einen ganzen Kilometer – auch hier wieder zu einem Bruchteil der Kosten – erneuern? Unsere Stadt würde weiter heruntersandeln, wenn ich mir jetzt die Rathausplatzpflasterung anschaue.
Nochmals danke für Ihren Kommentar

Karl Kammerhofer
unabh. Gemeinderat

und noch ein paar Zeilen:
Sorry, liebe Gegner der Erneuerung Gmundens, aber gerade der wirtschaftliche/finanzielle Aspekt dieser Neugestaltung  wird für Gmunden  immer außer acht gelassen. Nie wieder können wir in Gmunden für uns so kostengünstig die kaputte 100 jährige Infrastruktur auf mehr als 700 Meter und eine Brücke erneuern. Erkundigen Sie sich am Bauamt was die Erneuerung eines einzigen Meters der Kanalisation in der Kammerhofgasse kosten würde. Aber dazu kommt noch Wasser, Strom und die Telekommunikation. Und erst die Kosten der Brücke die ja auch fällig wird und all die Reparaturen in den nächsten 20-30 Jahren die dazukommen. Es ist wirklich absurd die paar Millionen die Gmunden für die ganze Erneuerung zu zahlen hat. Ohne Erneuerung würden die Kosten in den nächsten 30 Jahren viel, viel höher sein. Die technische Erneuerung Gmundens  jetzt,ist best angelegtes Geld für die Zukunft. Da rede ich immer noch nicht über den Nutzen der Stadtbahn.

Die Gegner der Stadtbahn sprechen nur vom 32 Meter langen Trum, dass sich durch die Innenstadt wälzt. Der stinkende 1000 Meter Stau zu den Stoßzeiten der verschafft den Gegnern der Neugestaltung Gmundens offensichtlich weniger Kopfzerbrechen. Es wird völlig vergessen, dass man künftig im Rahmen der Stadterneuerung 80% des Individual Verkehrs aus der Innenstadt hinausekeln will.
Der Umbau in die Tiefe ( mit aller Achtsamkeit und technischen Tiefbaukönnen) der Innenstadt wird auch eine Änderung in den Köpfen bewirken. Gmunden wird sich schon  in fünf Jahren neu positionieren müssen. Ich sehe als meine politische  Aufgabe, dass dieser Umbau technisch, wirtschaftlich und architektonisch in einer Weise geschieht, dass Gmunden künftig besser und geeinter dasteht als heute.


Soweit die Leserleins und Bürgerleins, die sich zu Wort gemeldet haben. Jetzt hätten wir gern noch die Stimmen/Stellungsnahmen der “offiziellen” Befürworter. Auf dass die besseren Argumente obsiegen mögen.
Bis morgen!

Babsy Blitzschnell f. d. TG

 

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