Archive for Mai 2014

Neues Hotelprojekt? Lug und Trug – Irrungen und Wirrungen
30. Mai 2014

Deus ex machina – Ein neues Hotelprojekt?

Neues aus dem Schmierenkomödienstadel von Bruno Beinhart

1. Teil: Lug und Trug

Nun beginnt es auch der Gmundner Bürgermeister endlich zu begreifen, zumindest zeigt er Ansätze dazu: im Salzi.tv spricht er erstmals von Rückkauf des Seebahnhof-Grundstücks. Mit vielen Wenns und Abers gespickt, dafür „beinhart“ betonend, aber das ist er nicht, das bin nämlich ich.

Man kann es drehen und wenden wie man will: der Bürgermeister muss schon im Jänner bei der merkwürdigen Abstimmung im Gemeinderat über den Verlängerungsvertrag gewusst haben, dass längst nicht alle Unterlagen vorliegen. Er hat aber so getan, als ob im Mai mit dem Bau begonnen würde und gleichzeitig zugelassen, dass im Verlängerungsvertrag Klauseln drin stehen, die es erlauben, den Baubeginn bis zum Sankt Nimmerleinstag zu verzögern. Wir haben an dieser Stelle schon damals auf diesen Umstand mehrmals und mehrfach hingewiesen. Die Abstimmung im Gemeinderat erfolgte unter Vorspiegelung falscher Tatsachen, zumindest unter Erweckung eines falschen Eindrucks. Das ist eines Bürgermeisters nicht würdig. Dass der famose Inwestohr Freunschlag den angeblich echten Investor noch immer nicht nennt, obwohl er dies mehrmals für jeweils „die kommende Woche“ oder „schon demnächst“ angekündigt hat, ist mehr als nur typisch für die ganze Hotelgeschichte.

Ob der Rückkauf des Grundstücks so einfach sein wird, wie sich der Herr Bürgermeister das vorstellt, wird sich zeigen müssen. Die Vertragslage ist höchst unklar und schwierig, da eine allgemeine Klausel über „höhere Gewalt“ enthalten ist, deren Bedeutung wohl erst in langen Gerichtsverfahren geklärt werden müsste, wenn die Vertragspartner (wer ist das jetzt eigentlich: die Asamers, Freunschlag, der reiche Onkel aus Amerika??? – ist ja im Vertrag völlig offen gelassen!) auf stur schalten. Unser Szenario ist noch immer eines, in dem die schwarze GR-Mehrheit beschliesst, die 2 Mille Pönale zu kassieren und das Grundstück den Inwestohren, welchen auch immer, zu überlassen. Immer mit dem Argument des ungewissen Ausgangs von Prozessen. Denn der ÖVP-Gemeinderat Schneditz-Bolfras kämpfte ja als Anwalt lieber für die Ex-Finanzministerin Fekter bis zum OGH gegen einen Gmundner (!) Fleischhauer, der in Attnang einen kleinen Schlachtbetrieb jenseits der Grossschlachthöfe führen wollte. Vielleicht schnallen jetzt die Gmundner Gewerbetreibenden endlich, auf wessen Seite die ÖVP wirklich steht! Aber das nur am Rande! (Ja, Babsy, ich weiss, auch in den Redaktionskonferenzen schweife ich manchmal ab. Aber es passt immer zum Thema!)

Auch SP-Vize-Bgm. Dickinger hat nun klar gemacht, dass er sich nicht länger „pflanzen“ lasse. Er werde beim nächsten GR im Juli einen Antrag auf sofortigen Rückkauf der Grundstücke einbringen. Das ist in Ordnung. Dass Dickinger jetzt sagt, er habe Freunschlag nie für einen Investor gehalten, lässt ihren Bruno Beinhart inwendig lächeln. Wir haben hier schon auf diese Tatsache hingewiesen, als Dickinger den Unsinn mit den Chalets noch als „genialen Durchbruch“ abgefeiert hat. Das sei nur um der historischen Wahrheit willen angemerkt. Traurig macht allerdings der Umstand, dass es in der Gmundner SPÖ schon vor langer Zeit genug warnende Stimmen gegeben hat, auf die nicht gehört worden ist. Man hätte also ohne grossen Flurschaden zu dieser Haltung kommen können, und es bleibt die Frage im Raum stehen, warum man wirklich solange bei diesem närrischen Treiben mitgemacht hat. Noch trauriger ist die Tatsache, dass man einen der Kritiker – wie sich nun zeigt, war er im Recht – auf nicht sehr noble Art hinausgemobbt hat. Es wird sich zeigen, ob die Äusserungen Dickingers nur eine neue Volte oder doch eine ernsthafte Kursänderung sind. Denn in Fragen Hotel war die Linie der Gmundner SP eher eine Slalomstrecke als eine geradelinige Abfahrt. Aber einem alten Sprichwort folgend: wir wollen niemanden daran hindern, klüger zu werden. Allerdings werden wir die Nachhaltigkeit der Positionierung im Auge behalten.

 

2. Teil: Irrungen und Wirrungen

In der Frage des Hotelbaus gibt es eine völlig neue Entwicklung. Wenn das, was derzeit in gut informierten Gmundner Kreisen nur gemunkelt wird, wirklich stimmt, dann ist das Pseudo-Projekt „Lacus Infelix“ gestorben, bevor es noch trotzt jahrelanger Trächtigkeit das Licht der Welt erblicken konnte.

Der ehemalige grüne Baustadtrat und nunmehrige ÖVP-Gemeinderat Sigi John hat angeblich ein fertiges Projekt für einen Hotelbau auf den entsprechend gewidmeten Gründen der Toskana auf dem Tisch liegen. Es wird sich erst weisen müssen, wie zuverlässig ein Wanderer durch die Parteienlandschaft ist, der auch im gastronomischen Bereich eher durch Unbeständigkeit als durch neue Ideen und innovative Höhenflüge aufgefallen ist (zuletzt Übernahme und relativ baldige Schliessung des Hacklwirts nach einem Insolvenzantrag).

Bei dem Hotel handelt es sich um ein „Smart Hotel“-Konzept (=sehr günstige Übernachtungstarife) im 3-Sterne-Bereich mit Spa. Durch die Nähe zur Kongresshalle soll eine gute Auslastung erzielt und gleichzeitig die Wohnsituation für Kongressteilnehmer verbessert werden. Dazu ist ausserdem eine starke Orientierung auf Sporttreibende vorgesehen.

Wie man hört, sind gewisse Kreise in der ÖVP über diese Aktion des ÖVP-Mandatars John eher nicht „amused“, da sie doch die Linie der Stadt-ÖVP in der Hotelsache nicht nur in Frage stellt, sondern dieser Linie wohl den Todesstoss versetzen würde, wenn die Sache tatsächlich Hand und Fuss haben sollte, und nicht nur eine weitere Irrung und Wirrung rund um Gmundner Hotel-Angelegenheiten sein sollte. Ein ÖVP-Funktionär hat ihrem Bruno Beinhart geflüstert, dass der John innerhalb der ÖVP recht ordentlich unter Druck geraten sein soll. Aber bitte, das ist natürlich nur ein Gerücht.

An sich wäre dieses Hotel-Projekt dazu geeignet, einen Ausweg aus dem Gmundner Hotel-Wirrwarr zu bieten. Das grosse Problem: auch John nennt den Investor derzeit nicht. Es ist also schwer zu beurteilen, ob es sich hier wieder um eines der typischen Gmundner Fantasiegebilde oder um ein realsierbares Projekt handelt. Angeblich wurde von der Landesseite (ÖVP-Strugl) grosses Wohlwollen signalisiert. John habe angeblich versichert, ohne Landesförderungen auszukommen. Dass das Land keine grosse Lust hat, vier Millionen für eine fragwürdige Gmundner Hotellösung auf den Tisch zu legen, ist seit einiger Zeit unübersehbar.

Gleichzeitig mit dem John’schen Hotelprojekt – die Realisierung einmal vorausgesetzt – wäre auch die Sache mit dem „Thermen“bad endgültig gestorben. Die Gemeinde würde sich und den Bürgerleins zehn Millionen und das Verschenken eines wertvollen Grundstückes ersparen. Wie man hört, ist auch die Thermenholding nicht mit grossem Eifer in der Hallenbadangelegenheit unterwegs. Dort konzentriert man sich lieber auf Investitionen im eingeführten und bewährten Bad Ischl, anstatt sich selbst in Gmunden eine kaum rentable Konkurrenz aufzubauen. Immer mit der Gefahr, sich wechselseitig an beiden Standorten zu kannibalisieren.

Zu befürchten steht allerdings, dass angesichts des geplanten Billigkonzepts die alteingesessenen Hotelbetriebe starke Einbussen erleiden. Denn nichts deutet darauf hin, dass es durch ein neues Hotel zu einem merklichen Anstieg in den Nächtigungen kommen wird. Immerhin benötigt auch dieses Hotel ungefährt 70.000 – 80.000 Nächtigungen pro Jahr. Wintersaison in Gmunden gibt es nicht, die Sommersaison ist verdammt kurz. Der nicht genannte Investor erwartet angeblich 6 % Rendite. Das wird kaum zu realisieren sein (ist aber in diesem Fall tatsächlich das Problem des Investors). Angesichts der Tatsache, dass in ganz Österreich der Sommertourismus zurückgeht, und nur der Wintertourismus noch Wachstumspotentiale hat (zumindest solange, als der Klimawandel nicht endgültig die Lagen unter 1.000 m aus dem Geschäft katapultiert), ist die Idee, Gmunden auf den Tourismus zu konzentrieren, mit hoher Sicherheit zum Scheitern verurteilt. Bester Beweis: wer in Prospekten die Gmundner „Erlebnismuseen“ als Asset anpreist, hat nicht kapiert, wie lächerlich das ist.

Dass SP-VzBgm. Dickinger seine Forderung, man möge sich jetzt „auf die Toskana konzentrieren“ im Wissen um diese Gerüchte erhoben hat, ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Besser als solche taktischen Spielereien wäre es, der Gmundner Bevölkerung solche Neuheiten, so sie Hand und Fuss haben, schleunigst vorzulegen und zu erläutern. Nach den schlechten Erfahrungen rund um Lacus Infelix muss man auch verlangen, dass der Investor genannt wird. Nur dann kann man einschätzen, ob der Zug wirklich Fahrt aufnimmt, und wohin die Reise geht. Über Investoren wurde genug geschwiegen, wir wollen endlich Pinke sehen …

Bruno Beinhart für das Team Gmundl

 

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Ewig schwindelt das Murmeltier
21. Mai 2014

Einige Beobachtungen von Bruno Beinhart

Liebe Leserleins, vorab: natürlich hatte Ihr Bruno keinen echten Bournout. Ich heisse ja nicht Rudi und schreibe auch keine komischen Kochbücher. Nur komische Kommentare. Grins. Die Babsy hat sich halt Sorgen gemacht, weil sie macht sich immer Sorgen um uns alle hier im Team. Und, liebe Leserleins, ihr werdet es nicht glauben: sie hat für alle von uns immer ein heilendes Getränk zur Hand, das ganz alkoholfrei ist. Alle möglichen Tees und so, vor denen Ihr Bruno immer flüchtet. Angeblich heilende Tees, aber meine Bruno-Zunge sagt immer freundlich danke, man muss nicht alles schlabbern. Wenn man dann um einen ordentliche Longdrink bittet, der einen so richtig durchschüttelt, sagt die Babsy glatt „nein“ und süffelt selbst genüsslich an einem alkoholischen Muntermacher, während sie unsereinem eine Tasse Kümmeltee hinhält. Aber lassen wir diese Insiderstorys aus dem Team Gmundl. Kommen wir zur Sache. Ich mache es halbwegs kurz und bündig, versprochen!

Vorige Woche war Bauverhandlung rund um das Hotel, das niemals kommt. Es wird mehr und mehr zur Gmundner Fassung des „Fliegenden Holländers“. (Für diejenigen, die diese Sage nicht kennen, die kurze Inhaltsangabe: Durch einen Fluch ist ein Schiffskapitän dazu verdammt, bis zum Tag des Jüngsten Gerichts in seinem Geisterschiff über die Weltmeere zu irren ohne je einen Hafen zu erreichen oder wenigstens sterben zu können.) So ähnlich scheint es mit Lacus Infelix zu sein, dem Unglückshotel (wie wir hier es schon lange nennen): Weil sie die Öffentlichkeit hinten und vorn beschwindelt haben, den Bürgerleins ihr öffentliches Eigentum auf schofle Art und Weise unter tatkräftiger Mithilfe unfähiger Politiker aller möglichen Farben abgeluchst haben, sind die angeblichen Inwestohren nun dazu verdammt, mit den Plänen für ihr Unglückshotel durch die Weltgeschichte zu taumeln, ohne jemals den Bau wirklich zu errichten.

Intensive Recherchen haben ergeben, dass keine Rede davon sein kann, dass die Bauplanung überhaupt bereits in einem genehmigungsfähigen Stadium ist. Es ist eine riesige Sauerei, dass man die Öffentlichkeit nicht offen und wahrheitsgemäss über den tatsächlichen Stand der Dinge informiert. Eine ganze Reihe von Rahmenbedingungen sind derzeit rechtlich weder abgeschlossen noch geklärt. Die Verhandlungen mit Naturschutz und über das Wasserrecht finden überhaupt erst irgendwann im Juni statt. Von Insidern wird das derzeitige Projekt hinter vorgehaltener Hand als dilettantischer Murks bezeichnet, unprofessionell vorbereitet und weit davon entfernt, genehmigt werden zu können.

Das sollte jene Gemeindemandataren endlich zum Innehalten und Nachdenken motivieren, die unter ohnehin fragwürdigen Rahmenbedingungen für die Vertragsverlängerung bei den Errichtungsfristen gestimmt haben. Insbesondere auch in Anbetracht der Tatsache, dass inzwischen eines selbst dem Dümmsten gedämmert sein muss: der lange Zeit als Investor vorgeschobene Herr Freunschlag ist KEIN Investor, war nie einer! Hier hat man uns über Jahre hinweg gezielt belogen. Erst als es galt, endlich die Karten und die Finanzierung auf den Tisch zu legen, bekannte er im Salzi-TV ganz offen, selbst keine bares Geld in dieses Projekt zu investieren. Wozu ihm wohl auch – wie hier von Anfang an konstatiert wurde – die Mittel und die Finanzkraft fehlen. Leider hat niemand von den verantwortlichen Politikern auf die warnenden Stimmen gehört. Hochmut kommt vor dem Fall, wie es so schön heisst. Wollen wir hoffen, dass das stimmt.

Nun hat aber Herr Freunschlag in seinem Gespräch mit dem salzi.tv vor eineinhalb Wochen erklärt, er werde in der Folgewoche den Investor nennen. Ätsch! Nix war! Wir haben vorige Woche gewartet, aber schon bei der Bauverhandlung hat Herr Freunschlag sich wieder einmal herausgedreht: Er werde den Investor vor Baubeginn nennen. Also nie! Wer vertraut diesem Herrn noch? Wie bescheuert ist eine Gemeindepolitik, wie blind muss man sein, um diesen Herrn weiterhin werken zu lassen, seinen Worten Glauben zu schenken? Aus rechtlichen Gründen müssen wir von himmelschreiender Dummheit ausgehen. Vielfach geäusserte Vermutungen, die in Richtung strafrechtlicher Vorwürfe gehen, müssen natürlich aufgrund der gesetzlich gebotenen Unschuldsvermutung ins Reich der Märchen verwiesen werden. Das Einzige, was allerdings mit hoher Sicherheit angenommen werden darf, ist, dass Herr Freunschlag allem Anschein nach nur eine Marionette ist. Die Fäden ziehen im Hintergrund noch immer die Asamers.

Halten wir also nochmals fest: Das bei der Bauverhandlung vorgelegte Projekt ist weit davon entfernt, genehmigungsfähig zu sein. Auf dieser Basis kann die Gemeinde keine Baubenehmigung erteilen, ohne selbst zu riskieren, in grosse Probleme zu kommen. Es wird also sehr, sehr lange dauern. Damit verschiebt sich der Hotelbau dank der Vertragsverlängerung bis zum Sankt Nimmerleins-Tag. Dazu kommt: Herr Freunschlag nennt nach wie vor keinen Investor – schlichtweg, weil es diesen geheimnisvollen Onkel aus dem Finanz-Schlaraffenland nicht gibt. Nie geben wird. Weil das Projekt sich nur in den Fantasien einiger Gmundner Politiker und des Herrn Fremdenverkehrsdirektors rechnet. Da hilft auch keine grenzwertige Bewerbung um Conchitawürstchens. Es rechnet sich nicht, obwohl man das zugehörige Grundstück verschleudert hat und noch immer eine Landesförderung von vier Millionen im Raum steht. Wobei man hoffen muss, dass wenigstens auf Landesebene endlich alle Alarmglocken läuten und die Förderung nicht gewährt wird. Ob diese Hoffnung angesicht des voll angelaufenen Wahlkampfes für die Landtags- und GR-Wahlen im Herbst nächsten Jahres eine Chance hat, Realität zu werden, ist schwer zu beurteilen. Den vielen Versprechungen vor der letzten Wahl folgte bisher so gut wie nichts Realisiertes, das herzeigbar wäre. Die Ausnahme: die neue Grünberg-Seilbahn. Bei der werden uns dafür täglich neue, immer absurdere Jubelmeldungen um die Ohren gehauen. Demnächst werden wir wahrscheinlich die zehnte Probefahrt mit einem Riesenfeuerwerk feiern …

Wo Herr Freunschlag ernsthaft Käufer für seine absurd-komischen Chalets hernehmen will, ist ebenso schleierhaft. Aus dem weissen Sandstrand à la Karibik wurden inzwischen kleine Freiflächen von ca. 2 Metern Länge zwischen den Chalets, die man mit weissem Sand anzuckern will. Dafür sollen Leute 2,6 Millionen Euro auf den Tisch legen? Absurder geht es nicht. Wir sprechen da von rund 36 Millionen Schilling je Hundehütte!!! 36 Mille für nicht artgerechte Käfighaltung von reichen Primaten an einer blauen Warmwasser-Lagune, die in Wahrheit ein brackiges Schmutzwasser hinter Schleusentoren ist. Von Beheizung ohnehin keine Rede, es erfolgt lediglich eine Ableitung der Abwärme in den See. Auch die Tümpelbeheizung war also – wir haben es hier anhand von Zahlen vorgerechnet – einer der vielen Schmähs, mit denen wir rund um die ganze Hotelsache reichlich versorgt werden. Bloss am Kleingeld für den Bau, da fehlt es offensichtlich!

Wir können nur erneut fordern: Ende mit der Bürgerverarschung! Klarstellung, dass der Gemeinderatsbeschluss über die Verlagsverlängerung ungültig ist (da rechtswidrig zustande gekommen). Sofortiger Rückkauf des Grundstücks. Und insbesondere verlangen wir schon heute: sobald klar ist, dass der Hotelbau nicht kommt, darf keineswegs von der Möglichkeit Gebrauch gemacht werden, dass die „Inwestohren“ die lächerlich geringe Pönale von 2  Mille auf den Tisch legen und sich damit das Grundstück endgültig unter den Nagel reissen. Die Gemeinde hat das Grundstück gefälligst zurückzukaufen, und nicht dem Investor zu einem Pappenstiel zu überlassen.

Herr Bürgermeister, das Mass ist voll! Beenden Sie den Spuk! Erlösen Sie Gmunden vom Hotel „Fliegender Holländer“! Die Zukunft Gmundens liegt anderswo!

Bruno Beinhart für das Team Gmundl

PS.: Bitte auf salzi.tv das gmundl-special zur EU-Wahl beachten. Diese Woche wird täglich von Montag bis Freitag der Slogan einer wahlwerbenden Partei auf seinen Sinngehalt überprüft.

 

Hinweis
20. Mai 2014

Kleiner Hinweis für unsere Leserleins!

Diese Woche tunmir jeden Tag im salzi.tv sein tun, gell! Weil mir tun dort die Wahlplakate kommentieren machen tun. Mehr tunmir hier nicht verraten tun. Also jeden Tag salzi.tv-Nachrichten schauen machen tun, liebe Leserleins (und werdet damit auch TV-Guckerleins).

Am Mittwoch tut der Bruno dann was liefern tun, gell. Er tut ein bissl Zeit gebraucht haben tun, aber gut Bruno tut Weile brauchen tun.

Team Gmundl

http://www.salzi.tv

Zwischen Heuchelei und Dummheit
16. Mai 2014

Babsy Blitzschnell ist das nicht mehr Wurst – Ein aufgeregter Kommentar

Wer bis jetzt nicht gewusst hat, dass der Gmundner Fremdeverkehrsdirektor eine Fehlbesetzung ist, der sollte es jetzt wissen: da gewinnt jemand den Song-Contest, hat das Pech, in Gmunden geboren zu sein, und wird prompt von Leuten vereinnahmt, die genau solchen Menschen das Leben schwer machen (ich erinnere an die Politik der ÖVP in Fragen Verehelichung von Nicht-Heteros).

Da braucht Ihre Babsy echt eine Wurschtigkeitsspritze, so regt sie sich auf. Da hilft nicht einmal mehr ein Schicksalsschlag ( 1.5 cl Tequila silver, 1.5 cl Rum weisser Bacardi, 1.5 cl Blue Curaçao, 15 cl Orangensaft). Haben doch der Herr Bürgermeister (auch so eine Fehlbesetzung) und der Fremdenverkehrsdirektor eine Bewerbung Gmundens für den Song Contest abgegeben. Jetzt weiss man endgültig, warum der Tourismus in Gmunden am Arsch ist. Das ist nicht einmal mehr eine Lachnummer, diese Stadt derart der Lächerlichkeit preiszugeben. (Die Tatsache, dass auch die Tourismusvereinigung Mühlviertler Kernland sich beworben hat, zeigt nur, dass erstens der Grössenwahn grenzenlos ist, und zweitens der Marketingwahn bereits flächendeckend die Gehirne lahmlegt!) Da kriegt man die Laufmaschen nicht mehr nur auf den Strümpfen … aber gegen die hilft wenigstens Uhu.

Gäbe es einen Verein für touristische Vollkoffer, Herr Murray hätte sich jetzt endgültig für die Ehrenpräsidentschaft qualifiziert. Ein Tourismusdirektor, der nicht einmal schnallt, dass eine Songcontest-Veranstaltung zwei- bis dreitausend Journalistinnen und Journalisten anzieht, die per Flugzeug einschweben wollen, ist mit seinem Job offenkundig überfordert, ist dafür völlig ungeeignet und fehl am Platz. Was den Bürgermeister betrifft, da kann man ohnehin nurmehr in sprachloses Staunen verfallen. Und jetzt möge keiner sagen, wegen des fehlenden Hotels fallen wir um das Grossereignis um … nichteinmal Bad Ischl mit seiner gewachsenen Infrastruktur könnte das bewältigen. Dazu: in welcher Halle will man denn auftreten lassen? In der Hipp-Halle? Oder gleich im Gemeinderats-Saal? Oder ganz hoch hinaus am Hernlersteig in luftigen Höhen? Wir könnten natürlich auch schnell eine Seebühne bauen, im Geldverschwenden mittels grossmannssüchtiger Projekte können wir dem verblichenen Haider noch immer das Wasser reichen. Eh conchitawurscht, dass man eine solche Veranstaltung unmöglich im Freien veranstalten kann. Soweit zur Dummheit. Würde die wehtun, die höchstzulässige Lärmbelastung in Gmunden wäre dank der Schmerzensschreie dauerhaft überschritten.

Als Zuckerguss über alles drüber die Heuchelei: der Gmundner ÖVP-Bürgermeister täte besser daran, sich in seiner Partei für etwas mehr Liberalität in Fragen von Partnerbeziehungen und nicht ÖVP-konformen Lebenformen einzusetzen, als jetzt grossmütig eine Einladung auzusprechen (gilt übrigens auch für den Pühringer). Immerhin gibt es bis heute ungefähr 40 – 50 (!) gesetzlich festgeschriebene Diskriminierungen von Menschen mit anderer sexueller Ausrichtung, und die ÖVP arbeitet bis heute heftig daran, dass es nicht allzu schnell deren weniger werden. Angesichts von soviel Heuchelei, braucht Ihre Babsy nichteinmal einen über den Durst zu trinken, damit ihr das Speiben kommt. Sie steigt erst gar nicht in die HiHeels, weil es sie ohnehin gleich raushauen würde. Ihre Babsy ist sonst ja total cool, aber bei sowas packt sie die kalte Wut. Da brauchts dann auch keine Eiswürferln mehr im Drink.

Aber wenn die Herrschaften etwas für die Weiterentwicklung des Tourismus und die Weltoffenheit von Gmunden machen wollen, bitte sehr, da hätte ich einen tollen Vorschlag. Gratis übrigens, obwohl mir dafür locker die Gage vom Tourismusdirektor zustehen würde. Und lebenslang täglich ein Freidrink nach Wahl. Aber bitte nicht in Gmunden, da könnens nämlich nix ordentliches mixen.

Ihr Babsy fragt ja nicht nach Geschlecht und Ausrichtung, also habe ich eine liebe lesbische Freundin (OK, sie hat mich angebaggert, eh auf die nette Art, und wir haben das unter uns Mädels amikal geklärt, irgendwie müssen ja auch Lesben auf Brautschau gehen, oder sollen die ihr Leben lang einsam bleiben?). Von der weiss ich, dass es noch immer ein spezifisches Problem gibt was die Urlaubsplanung betrifft. Ihre Babsy ist ja eine stinknormale Hetero, aber ich hab es trotzdem kapiert: wenn Pärchen, die nicht der Familienplanungsideologie der ÖVP und auch ihr fernstehender Spiesser entsprechen, wo anreisen und gemeinsam nächtigen wollen, gibt es noch immer Probleme mit Vorurteilen. Wie wäre es also damit: machen wir Gmunden zur Queer-City (Bürgermeister und Tourismus-Direktor können sich am Life-Ball im total versauten Wien informieren, was das ist!). Geben wir der Queer Community eine Heimatstadt! Ganz Gmunden schillert in den Regenbogenfarben! Statt grenzdoofer Angebote im neuesten Werbeprospekt für das Salzkammergut (da soll man um 222,– Euro pro Person ein Drei-Tagespauschale buchen, enthalten ein Besuch im Klomuseum und ein Heferl aus Gmundner Keramik, Hiiiilfeeee! Ich will die Gage vom Fremdenverkehrsdirektor, weil so viel wie dem fällt mir allemal ein!), statt also grenzwertige Angebote auf der Basis Sommerfrische 1950 sollte man der Queer Community gute Angebote machen: keine Probleme mit gemeinsamem Zimmer, ordentliche Trauungsfeiern im Schloss Ort, Schmuserecht auf der Promenade, Kongresse gegen Vorurteile. Das Lichterlfest ummodeln zur Regenbogenparade plus Ganz-Gmunden-ist-schwul-Festivals! Slogan: Gmunden, wo einem warm ums Herz wird. Das wäre mal wirklich eine neue Idee und würde auf eine grosse Marktlücke stossen. Hinterseer kann jeder, aber die Kälte in den Herzen wärmen, das können nur wenige!

Wusch, da hauterts die kleinen Spiesserleins mit ihren Spiesserleinfantasien voll aus den Goiserern, und die Krachledernen würden krachen vor Schreck. Da würde sich sehr schnell zeigen, welcher (Un)geist wirklich herrscht, und was manche Leute, die jetzt jubeln und gratulieren, wirklich denken. Da würde offenbar, wo die kleinen, engstirnigen Spiesserchens überall hocken und sabbern. Da heisst es dann Farbe bekennen, rosa, gell Herr Bürgermeister, gell Herr Murray! Wenn der Wind der Vorurteile über die Promenade weht … und wenn die Babsy sich aus purem Spass bei der Gmundner Loveparade in den Lesben-Block einreiht, davor die Schwulen, dahinter die Dragqueens. Ui, da werden sich aber die Lobhudler aufeinmal schrecken, wenn es mal wirklich richtig warm wird auf der Promenade. Wenn man die Hitze nicht aushält, sollte man sich eben nicht auf Profit hoffend in die Küche schleichen! Da besteht die Gefahr, beim Heucheln ertappt zu werden.

Guter Rat von Babsy an bestimmte Leute: zuerst denken, dann Haltung ändern, dann reden und einladen.

Jetzt kipp ich trotzdem noch einen Schicksalsschlag (und, liebe Leserleins, macht euch keine Sorgen, hat nur 8% Alkohol und danke für die Anteilnahme und Besorgnis!), man kann nie wissen, was das Leben noch bringt ausser diesen verdammten Laufmaschen. Die sind nämlich echt krass. Krasser sind nurmehr Dick & Doof von Gmunden (to whom it may concern, wie die alten Römer zu sagen pflegten).

Babsy Blitzschnell für das Team Gmundl

Am Sonntag oder Montag, je nachdem wann er Lust und Laune hat, liefert der Bruno Beinhart dann den neuesten Irrsinn rund um Lacus Infelix und die fröhlichen Nichtinvestoren. Hallo Bruno! An die Arbeit! Artikel abliefern! OK, muss man verstehen: Burnout angesichts der Gmundner Zustände. Aber die Leserleins richten dich wieder auf. Und wir alle vom Team Gmundl sowieso!

Unzüchtige Kastanienbäume …
13. Mai 2014

Liebe Leserleins!

Man hat uns das untenstehende Rundschreiben des fraktionslosen Gmundner Gemeindesrates Karl Kammerhofer (ex-SP) zugespielt, das wir hiermit einer breiteren Öffentlichkeit zur Kenntnis bringen wollen.

Bruno Beinhart für das Team Gmundl

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Liebe Leserin, lieber Leser,

wieder hat der  Gemeinderat Kammerhofer in Gmunden am Klosterplatz gleich mehrere unzüchtig blühende und „unbeschnittene“ Kastanienbäume entdeckt. Wir alle kennen diese Unsitte aus dem Prater zu Wien und von Grazer Hauptstraßen, wo man diese Bäume unbeschnitten sogar ganz groß werden hat lassen. Die Gefahren kennen wir ja: Verliebte lieben diese blühenden Bäume, Kinder (und manche Erwachsene) erfreuen sich dieser Früchte, aber Autofahrer und die traditionsbewusste Mehrheitspartei in Gmunden haben mir im zuständigen Ausschuss 2012 klar gemacht, dass alle Argumente FÜR blühende Kastanienbäume in GMUNDEN einfach falsch sind.  Inzwischen irritieren mich daher die paar blühenden Kastanienbäume in Gmunden. Allerdings manchmal regt sich von Zeit zu Zeit auch bei anderen Parteien  Widerstand gegen die „Beschneidung“ – aber Kusch ist Kusch und Mehrheit ist Mehrheit.

Die Kastanienbäume an den schönsten Uferpromenaden Gmundens werden daher jedes  Jahr mit großem Aufwand  „beschnitten“. Traditionsbewusste Juden und Muslime werden uns jederzeit viele Gründe nennen können warum auch Knaben „beschnitten“ werden müssen. Vor allem religiöse Gründe und mögen sie auch noch so irrational sein.  Andere Kulturen können dies Gründe nicht nachvollziehen und lehnen es daher ab, gesunde Knaben zu verstümmeln/beschneiden. Genau so wie andere Städte Bäume  nur dann beschneiden wenn es wirklich notwendig ist und das sicher nicht jedes Jahr.

In Gmunden ist es – offensichtlich seit Kaisers Zeiten – üblich, die Kastanienbäume Jahr für Jahr zu beschneiden. Vielleicht hat das auch solche religiöse Ursachen. Und wenn dieses Argument nicht zutrifft, werden sie uns sagen wir Beschneidungsgegner sind halt keine echten Gmundner und wir sollen uns gefälligst nach Graz oder Wien verziehen wenn unbedingt blühende Kastanienbäume sehen wollen. Es ist wie es ist.  So ragen eben im Winter nur die gichtigen/knolligen Kastanienäste in den Himmel. Und daher gibt es im Frühjahr in Gmunden kaum Kastanienbaumblüte und im Herbst auch keine Kastanien auf der Straße oder Autodächern. Tradition und religiöse Verblendung  sind offensichtlich wichtiger als Schönheit, Unbeschwertheit und Freude an einer  unverstümmelten Natur.

Daher mein Aufruf an alle Gmundnerinnen und Gmundner, kommt – auch wenn ihr nicht verliebt seid – auf den Klosterpatz/Georgstrasse.

Schöne Grüße aus dem Ortsteil Weyer

Karl Kammerhofer (GR)

www.report.arte77.at

kastanien

Foto: Kammerhofer

 

Lügen haben kurze Beine …
9. Mai 2014

… und die Babsy hat ein langes Gedächtnis

Wer räumt schon gern zusammen! Ihre Babsy hat den Osterputz ausgelassen und ist in den Süden gesaust, was keine so gute Idee war, denn Regen hätte ich hier auch haben können. Dafür waren die Drinks grosse Klasse, bekommst du hier in Gmunden einfach nicht. Ein Kaff halt, nur die Honoratioren (kommt von Honrar, welches wir Bürgerleins blechen müssen) schnallen das nicht, dass der Hansi Hinterseer und zwanzig Busse noch keinen Qualitätstourismus machen (und ob das überhaupt ein Tourismus ist, müssten die Volkskundler auch erst mal wissenschaftlich erforschen). Ich war bei Drinks. Gut, den Italian Cooler (Vermouth bianco, Soda, Grenadine, Orangenscheibe) hätte ich nicht gebraucht. Es war auch so cool, nicht lässig-cool, sondern saukalt-cool.

Also Osterputz ausgelassen, jetzt nachgeholt. Nicht so richtig, oben drüberwischen, unten wegsaugen, wem es nicht taugt, ist herzlich eingeladen, einen Säuberungstrupp zusammenzustellen. Aber bitte keine Chemie. Wir verdrecken die Welt, damit die Hauserln schön sauber sind. Echt pervers. Aber das wollte eure Babsy euch gar nicht erzählen. Ich schweif schon ab, wie sonst der Bruno in den Redaktionskonferenzen. Aber ist es gut, wenn er abschweift, diese blöde Gesellschaft ersäuft ja schon in ihrer unglaublichen Effizienz, die nur die Effizienz von Totengräbern ist, vor lauter endgültigen Löchern, die da gebudelt werden, aus denen wir nie wieder rauskommen. Aber auch das wollte euch die Babsy nicht erzählen.

Nein. Kurz vor dem Wochenende packt mich ein Riesenrappel. Eben wischwisch, saugsaug. Nur an der Oberfläche, klaro, bin ja nicht lebensmüde, dass ich richtig putze wie das Putzregiment, und ich heisse auch nicht Miss Proper. Während ich so wische, da was wegwerf, dort was in eine Lade stopfe, fällt mir die ÖVP-Zeitung vom Dezember 2012 in die unmanikürten Handerln (Maniküre kann man sich als Prekäre nicht leisten, das Bisserl Luxus rinnt durch dicke Strohhalme in meine Kehle und von dort weiter in meinen Luxuskörper). Wollte sie schon wegwerfen, weil für was anderes ist die nicht gut. OK, die bringen immerhin eine Zeitung zusammen. Es ist zwar ein Kasblattl, nix Biokasblatt, eher gentechnikverseuchtes Gummikasblattl, aber gut, nein: schlecht. Nein: doch gut. Weil ich schlag das Köppl-Bejubel-Organ auf, und find einen total tollen Bericht: ÖAAB FREUT SICH AUF DEN BAUBEGINN DES HOTELS „LACUS FELIX“,

Blöd, blöd, blöd, dass gerade ihre Babsy das gefunden hat. Weil die veröffentlicht jetzt die wichtigsten Teile dieses voll bescheuerten Jubelartikels (wiegesagt: Dezember 2012!).

Da jubelt also der Obmann der OAAB-Stadtgruppe Gmunden (was es nicht alles gibt!): „Alle Genehmigungen liegen vor, der Baubescheid wurde zugestellt. In den nächsten Wochen werden die Bagger mit dem Aushub beginnen. … Wenn endlich die Bagger anrollen und zur Umsetzung schreiten (hat jemand von den herzallerliebsten Leserleins schon mal einen Bagger „schreiten“ gesehen? Fünfer in Deutsch bei der neuen Zentralmatura!) – dann sind das schöne Weihnachten für unsere Stadt.“

Ja, so steht es geschrieben. Das war dann eine schöne Bescherung, als die Bescherung ausgefallen ist. Weil im Jänner 2013 ist nix angerollt, nix geschritten (auch keine Investoren mit gemessenem Schritt und genügden Kohle im Sackerl, das Sackerl war leider nur fürs Gackerl!).

Man soll auch in Jubelschriften den Jubel erst dann ausstossen, wenn der Bär erlegt ist, dessen Fell man unter sich und unter Ausschaltung der Bevölkerung aufteilen will.

Und es ist ein schönes Beispiel für den Wahrheitsgehalt diverser Aussagen rund um den Hotelbau. Lügen haben kurze Beine. Ihre Babsy aber lügt nie. Also, lieber Leserleins, stellt auch meine langen Beine vor, wenn dann noch die HiHeels … Nee, bin ein ganz normales Mädel vom Land. Man wird ja noch träumen dürfen, dass die Beinchen nicht fotogeschopped sind, wie in der Werbung bei den ganzen Hungermodels. Und anbaggern braucht mich auch niemand. Bin ja kein Hotelneubau.

So wie es aussieht, ist auch das kommende Wochenende eher nicht so geeignet für einen Italian Cooler. Eher einen Burning Light (Rum, Southern Comfort, Preiselbeeren, Ananassaft). Der wärmt das Herzerl von der Babsy. Und sie hat Zeit über das Verhältnis zwischen Lüge und Wahrheit in Gmunden nachzudenken, wenn manche Leute hierzustadt den Mund weit aufreissen.

Man muss sich die Leute mal vorstellen: oben die Nase vom Pinocchio, unten die kurzen Beinchen. (Über das Dazwischen wollen wir schweigen. Ihre Babsy ist nämlich eine Dame.) Wer soll diese Typinnen und Typen eigentlich wirklich wählen? Selbst wenn man nicht wählerisch ist …

Babsy Blitzschnell für das Team Gmundl

Märchenstunde
7. Mai 2014

Wie mir alle wissen machen tun, tun die Araber grosse Erzähler sein tun, gell. Dem Team Gmundl tut es gelungen sein tun, einen der renommiertesten arabischen Erzähler zu augaschieren machen zu tun, der was  hin und wieder hier ein Märchen aus fernen Landen erzählen machen tun wird. Vorhang frei für Harun al-Gmundl, der uns was aus dem sagenhaften fernen Morgenlande berichten tun machen wird.

Ein Märchen über El Effendi,
seine sagenhaften Reichtümer
und wie er zu ihnen kam

von Harun al-Gmundl

Es geschah einmal vor langer, langer Zeit in einem fernen, fernen Land. Mitten in den Bergen lag ein lieblicher See, der trotzdem sehr gefährlich war. Nicht nur, weil in diesem See manchmal Leute ertrunken sind, sondern vor allem deshalb, weil an seinen Ufern Menschen wohnten, denen ihr Reichtum nicht genügte, und die immer mehr Reichtum anhäufen wollten. Natürlich waren nicht alle Leute rund um den See reich, sondern nur einige wenige. Die aber wollten immer reicher und reicher werden. Die Reichtümer der Landschaft genügten ihnen nicht, und was noch schlimmer war: sie waren bereit die Reichtümer der Landschaft, die allen zur Verfügung standen, gegen Reichtümer einzutauschen, die nur ihnen zugute kommen sollten. Sie wollten keine leistbaren Zelte für die einfachen Leute, die nur zwei oder drei Ziegen besassen, bauen, sondern riesige, sündhaft teure Luxuszelte errichten für diejenigen, die viele, viele Kamele ihr Eigen nannten.

Leider gab es in dieser kleinen Stadt eine unheilige Allianz. Der Clan derer von Ibn Hadsch Assamm war dem Clan derer von Ben Saudi-Schwarz, der seit Menschengedenken das Dorfoberhaupt bestimmte, eng verbunden. Zu hohen Feiertagen beschenkten die Clans einander reich. Und nicht nur zu hohen Feiertagen. Leider war es aber so, dass sie dabei nicht ihre eigenes Geld hin und her schoben. Es war das wenige Geld der kleinen Ziegenbesitzer, das diese entweder als Steuer ablieferten oder den Herren der Goldbarren anvertraut hatten. Die Clans jedoch waren der Ansicht, dass es ihnen zustand, sich dieser Gelder zu bemächtigen und sie zur Mehrung ihres eigenen Reichtums einzusetzen.

Doch sie trieben es zu bunt. Obwohl sie also die kleinen Ziegenbesitzer schröpften bis zum Gehtnichtmehr, der Prophet sei ihnen nicht gnädig, waren sie eines Tages pleite. Die Geldtruhen der Stadt waren leer, und in den Schubläden des Dorfoberhaupts stapelten sich die Schuldscheine. Selbst der angeblich so reiche Clan derer von Ibn Hadsch Assamm war unter Oberaufsicht der Herren der Goldbarren. Trotzdem wollten sie einen neuen Turm zu Babel, diesmal allerdings an ihrem malerischen See, errichten. Sie hatten kein Geld und hofften beim Barte des Propheten, dass dieser ihnen einen Investor vorbeischicke, der mittels seiner riesigen Kamel-Karawane die benötigten Goldbarren herbeischaffen würde, da die örtlichen Herren der Goldbarren nicht bereit waren, ihre eigenen Barren bei einem neuerlichen Turmbau zu Babel, der nun Turmbau zu Assamm hiess, zu riskieren.

Eines Tages, der Prophet musste schlecht zugehört haben, tauchte ein Investor in der Stadt auf: Hassan al Pleide, genannt El Effendi. Alle jubelten über seine sagenhaften Reichtümer, doch weder hatte er Kamele noch eine Karawane oder gar Goldbarren. Er war ein nackter Investor, nur mühsam verhüllt von seinem schon ein wenig abgetragenen Kaftan. Nun jubelten die Clans trotzdem aus vollem Halse: ein Investor ward uns vom Propheten geschickt. Doch alle wussten, das war geschwindelt. Trotzdem wurde den einfachen Ziegenbesitzern vorgegaukelt, die Stadttruhen würden sich wieder mit Geld füllen, die Schuldscheine aus der Schublade es Oberhaupts verschwinden, sobald nur der Turmbau fertiggestellt sei. Es würde Reichtum auch bei den Ziegenbesitzern ausbrechen, und jeder schon bald eine Ziege mehr haben. Die Stadt würde übergehen von Kamelen.

Der Investor versprach das Blaue vom Himmel des Propheten herab und sammelte bei den Leuten viel Geld ein für den Turmbau. Er versprach ihnen reiche Belohnung und dereinst das Paradies. Viele Gläubige glaubten ihm bereitwillig und wurden von Glaubenden zu Gläubigern, und die beiden Clans spielten erst recht freudig mit, schliesslich hatten sie El Effendi erfunden, und hofften, damit ihre Herrschaft zu sichern und neuen Reichtum erwerben zu können.

Fröhlich sammelte El Effendi das Geld gutgläubiger Gläubiger, die gerne gaben, schwor er doch beim Barte des Propheten. Doch es kam, wie es kommen musste: El Effendi, in fernen Landen immer schon mit seinem wahren Namen Hassan al Pleide tituliert, erzählte zwar jeden Tag ein neues, schönes Märchen über den Turmbau, doch niemand konnte den Turm sehen, nur diejenigen, die ihn sehen wollten. Das Dorfoberhaupt und sein Clan beteten jeden Tag nicht nur fünfmal in Richtung Mekka, sondern auch noch einmal in Richtung Effendi-Stein (sie hatten bereitwillig den höchsten Berg am See umbenannt) und ein weiteres Mal in Richtung Turmbau-Gelände.

Eines Morgens jedoch musste man feststellen, dass Hassan al Pleide sich aus dem Wüstenstaub gemacht hatte, irgendwo im fernen Abendlande untergetaucht sein musste. Es stellte sich heraus, dass der Mann in Wirklichkeit dem Clan derer von Hoch-al-Stappl angehörte, einem Clan, vor dem in jeder Oase eindringlich gewarnt wurde, und die Bewohner der kleinen Stadt betrogen hatte. Er hatte ihr Geld und das anderer von Blindheit geschlagener Leute einkassiert und hatte nie die Absicht gehabt, den Turm zu bauen.

Nun sassen die Bewohner der Stadt und blickten verzweifelt hinaus auf den See. Doch es kam kein rettendes Segelschiff, dass ihr Geld zurückgebracht hätte. Sie hatten keinen Turm, von dem sie sich soviel erhofft hatten, obwohl man bereits aus dem Altertum wusste, dass Turmbauten in der Regel nicht funktionierten. Sie hatten nur noch die schönen Geschichten, die ihnen Hassan al Pleide erzählt hatte. Die aber wollte niemand mehr hören. Nichteinmal der Tourismusdirektor konnte sie in der Märchennacht erzählen, ohne sein Leben zu riskieren. Und sie hatten den Spott der anderen Leute, die nicht ganz so nah am See wohnten, denn die hatten es immer schon geahnt, dass die am See mit Blindheit geschlagen und vom Geiste des Propheten verlassen waren.

Wie man hört, ist El Effendi inzwischen tatsächlich mit Reichtum und Kamelen und Goldbarren gesegnet. Kein Wunder, hatten er doch die dummen Geldgeber ausgenommen wie lahme Kamele, die man notgeschlachtet hatte. Die dummen Seeanwohner waren nun reich an Märchern, er aber war reich an Kamelen und Goldbarren.

Die Herren der Goldbarren aber hatten nun nicht nur Goldbarren, sondern waren auch die Herren jenes wertvollen Grundes, den man den Einwohnern so billig abgeluchst hatte. Es wurden ein paar sehr teure Luxuswohnzelte aufgestellt, die sich aber nur andere Kamelbesitzer aus fernen, reichen Städten leisten konnten.

Und wenn sie nicht gestorben sind, sackeln sie noch immer die kleinen Ziegenbesitzer aus. Und wenn sie nicht abgewählt werden, werden auch die vom Clan derer von Ben Saudi-Schwarz noch in vielen Jahren die kleinen Ziegenbesitzer an der Nase herumführen.

Das hatte ich, Harun al-Gmundl, euch zu berichten aus fernen Zeiten in einem fernen Lande. Denn bei uns, hier in Bagdad, könnte soetwas nie geschehen. Beim Barte des Propheten!

 

 

Von allen guten Geistern verlassen …
3. Mai 2014

… ist man hier in Gmunden

oder

Jede Stadt hat die Investoren, die sie verdient!

Bruno Beinhart ist auf dem Posten und kommentiert und stellt Fragen

Nachdem die inferiorste Regieung seit blau-schwarz demnächst darangeht, die ersten Polizei-Postenschliessungen durchzuführen, müssen zumindest wir vom Team Gmundl auf dem Posten bleiben. Dieses ohnedies verregnete Wochenende hat es Ihren Bruno Beinhart erwischt. Ach Babsy, möge dich die Kaltfront nicht auch im Süden erwischen!

Nur so am Rande: wo sind die Landes- und Kommunalpolitiker und protestieren lauthals gegen die Polizeipostenschliessungen? Hat hier noch niemand überzuckert, dass wir seit einigen Jahren dabei sein, eine seit der Monarchie gewachsene, vielfach bewährte und weitgehend sinnvolle Infrastruktur des öffentlichen Raums systematisch zu zerstören: Postämter (der Schmäh mit den Postpartnern ist an Lächerlichkeit nicht zu unterbieten). Polizeidienststellen, Gerichte, Spitalsabteilungen, Bahnhöfe/Bahnlinien – und das in einem Land mit einer Steuerquote von bald 50 %!

Bruno Beinhart ist also auf dem Posten, wenn es um die Rechte der Bürgerleins geht, und wenn neue Informationen vorliegen oder neue Gefahren auftauchen.

Man kann nur nochmals alle Bürgerleins ersuchen, sich die 10 Fragen an den Inwestohr Freunschlag auf www. salzi.tv anzusehen. Achten Sie dabei übrigens auf Gesichtsausdruck, Augen, Mund, Körpersprache – und machen Sie sich ihr eigenes Bild, bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil!

Ich habe mir jetzt einmal ein Wort gemacht, oder mehrere. Für ein klares Bild reicht es noch nicht ganz. Zurück hzu diesem Interview. Herr Freunschlag trifft in darin zwei Aussagen, auf die ich besonders hinweisen möchte: er versucht, den erhofften Chaletkäufern den Kauf dieser Millionärs-Hundehüten mit zwei Argumenten schmackhaft zu machen. Einmal (wörtliches Zitat) mit „… wir haben einen beheizten See dort …“ und ein weiteres Mal mit „… wir werden einen weissen Sandstrand machen …“

Ich habe mir schon im letzten Blog erlaubt auf den Unsinn bis Irrsinn dieser Aussagen hinzuweisen. Aber man muss es nochmals und klar wiederholen: hier handelt es sich bestenfalls um Geschwafel. Betrachten Sie, liebe Leserleins, das untenstehende Bild eines Modells der Chalets:

film_chalets_01_klBeurteilen Sie selbst die Aussage des Herrn Investors: wo soll hier ein Sandstrand hin? Auf Wasserhöhe, von wo weg der Strand ja „bergauf“ situiert sein müsste, befinden sich die Bootshäuser. Die Aussage des Herrn Investors entpuppt sich solchermassen als … nun, beurteilen Sie, lieber Leserleins das bitte selbst.

Was nun die angebliche Beheizung des Tümpels betrifft: hier geht es um eine ganze Menge Wasser. Im Winter etwa hat der See oft deutlich unter zehn Grad (und kann natürlich an der Oberfläche auf null Grad sinken und gefrieren, aber gehen wir davon aus, dass auch die nächsten Jahre der See, ähnlich wie die letzten Jahrzehnte, nicht zufriert).

Um den Tümpel vor den Hundehütten um ein Grad Celsius zu erwärmen benötigt man ungefähr 20.000 KWh (je nach Berechnungsmethode). Die Erwärmung um 1 Grad erfordert bereits deutlich mehr Energie als ein ganzjähriger Betrieb der Chalets mit Vollklimatisierung und Heizung mit Strom.

Wenn man von einer nur einmaligen Aufheizung (der Einfachheit halber, ist natürlich unrealistisch) um 15 Grad (stufenweise) ausgeht, ist man schon bei 300.000 KWh Strombedarf (Kosten über 50.000 Euro).

Der eigentlich Kostenhammer kommt aber erst: die Erhaltungsenergie. Einen Grossteil des Jahres geht Wasserwärme in die Luft ab (verstärkt noch bei Wind). Man muss von einer fast ganzjähirgen Erhaltungsleistung ausgehen, da ja ein beständiger Abkühlungsprozess im Gange ist (von ein paar heissen Wochen im Sommer abgesehen). Um diese Erhaltungsenergie zu berechnen, wäre ein kompliziertes Ganzjahresmodell notwendig. Schätzungweise muss bei der gegebenen Grösse der Wasserfläche und des Volumens selbst bei extrem optimistischen (unrealistischen) Annahmen mit nochmals ca. 30.000 bis 50.000 KWh Stromverbrauch je Tag (!) für die Warmhaltung gerechnet werden (entspricht etwa 1,3 bis 2,5 Grad Wärmeverlust pro Tag im Jahresschnitt). Mit dem so täglich (!) vergeudeten Strom könnte man bis zu fünf der Chalets ein Jahr lang vollklimatisieren, heizen etc. Wer sich also mit dem Projekt eines beheizten Tümpels vor die Fernsehkamera traut, kann entweder nicht rechnen, hat keine Ahnung, ist ein Schmähführer oder verspricht das Blaue vom Himmel herab. Seriös ist es jedenfalls nicht. Denn allein die Erhaltungsenergie verursacht jährliche Kosten von locker an die zwei Millionen (!!!) Euro. Die Chaletseigentümer hätten also allein an Stromkosten pro Hundehütte ungefähr 135.000 Euro pro Jahr aufzubringen. Viel Spass beim Verkauf dieser wunderbaren Vision. Wie sagte Herr Freunschlag so richtig im Interview: Einmalig in Österreich. Das werde es kein zweites Mal geben. Hier dürfte sich ausnahmsweise einmal die Wirklichkeit mit den Versprechungen decken. Denn in der Tat: ein solches Projekt wird es nie wieder irgendwo im Land geben. Nochmals: hier wird fröhlich drauf los geschmettert, denn es wird keinen „beheizten See“ geben, weil das nicht finanzhierbar ist. Vielleicht leert man das Abwasser der Geschirrspüler des Hotels in den Tümpel. Aber die dadurch erzielte Erwärmung wäre nur direkt beim Abflussrohr messbar. Dort werden aber die Chaleteigentümter eher nicht sehr gern herumgrundeln.

Es stellt sich dringender denn je die Frage, wie lange man seitens der Politik hier wirklich noch mitspielen will. Im besten Fall vertraut man das Geld der Öffentlichkeit sowie ein für die Bürgerleins wertvolles Grundstück einem Fantasten an. Für alle anderen theoretischen Denkmöglichkeiten gilt natürlich die Unschuldsvermutung.

Unsere Aufforderung: es muss doch in der ÖVP noch irgendeinen verantwortungsvollen Politiker geben, der seine Sinne noch halbwegs beisammen hat! Der möge aufstehen und diesem gespenstischen Treiben ein Ende setzen.

Unsere Forderung: Keine Landesförderung für diesen Unfug!

Zum Abschluss noch zwei Preisfragen, bei denen es nichts zu gewinnen gibt, als eine realistische Perspektive: 1.) Welcher der vier unten abgebildeten Personen würden Sie einen Gebrauchtwagen abkaufen? 2.) Wenn Sie Bürgermeister wären, welcher der vier unten abgebildeten Personen würden sie ein wichtiges Infrastrukturprojekt, wie es ein Hotel nun einmal ist, anvertrauen?

Viel Vergnügen beim Antworten, liebe Bürgerleins!

Bruno Beinhart für das Team Gmundl

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