Von der 2. Bim für Gmunden und 20.000 Chinesen

19. August 2018 - Leave a Response

Susi kommentiert ein weiteres Mal das Zeitgeschehen.

 

Nächste Woche wieder hier beim Gmundl!

Gute Kühlung wünschen

Babsy Blitzschnell und das Team Gmundl



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Personalfragen

16. August 2018 - Leave a Response

Unser langjähriger Gastkommentator Michael Amon, der seine Zelte schon seit einiger Zeit in Gmunden aufgestellt hat, hat einen Gastkommentar für den Freitag-STANDARD dieser Woche verfasst. Es geht um das Personal der Parteien, vornehmlich jenes der FPÖ. Man muss sich beim Lesen keineswegs das Grinsen verkneifen!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

https://derstandard.at/2000085479857/Jeder-blaue-Kopf-steckt-hinter-einem-blauen-Brett

 

Chinesen, Kletterwand und Baumwipfelpfad

7. August 2018 - Leave a Response

 

Hier ein paar Leserlein-Anmerkungen.

Wilhelm Krausshar über Susi über gefallenen Apfelstrudel und Hotels im Salzkammergut u. a.
„Tschuldigung, aber lesn woa ma liaba!“

Richard Lämrhofemer
über Die Susi ist da!

Grüß dich Susi – wäre es vielleicht möglich, die Videobotschaften zu untertiteln?
Ich bin nämlich gehörlos und habe früher immer gerne deine Beiträge gelesen.
lg. Richard
Ing. Friedrich E. Gerl
Ing. Friedrich E. Gerl

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Markazero über
„Große Freude, da Gmundl erforderlich !“

Bsp.1) „Bewegung + Heilsbringer“ … meine Großeltern sowie Eltern fielen darauf herein und verloren ihre Heimat einschließlich Hab´ und Gut; was haben wir daraus gelernt?
Bsp.2) „Petrinum + Alosianum + Nazi-Sympathisanten = wesentlicher Teil der OÖ-Landesregierung?“
Nach m. E. dringend Nachhilfe in demokratischer, sozialer Bewußtseinsbildung notwendig.
Markazero

 

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Welcome back, freue mich auf die Sondernummer! BimBim!
https://peterrusamblog.wordpress.com/2018/04/27/mein-fuffzigster/
https://peterrusamblog.wordpress.com/2018/05/22/laudachsee-im-regen/

 

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Da wir so großen Erfolgt mit der Susi haben, wird sie sich trotz ihrer Schüchternheit jetzt weiterhin zu Wort melden.

Ja,zu lesen gibt die die Susi derzeit nicht. Da gibt es noch ein paar technnische Hindernisse. Auch das mit den Untertiteln verstehn wir gut. Ist uns ein Herzensanliegen, aber schwer umzusetzen für uns. Wir suchen einen Lösung, versrpochen. Können aber nicht versprechen, eine zu finden.

Eine Wunderschöne Woche wünschen Susi, Babsi Blitzschnell und das ganze Team Gmundl.




 

Susi über gefallenen Apfelstrudel und Hotels im Salzkammergut u. a.

26. Juli 2018 - Leave a Response

Hier der neue Susi-Wochenkommentar:

Die Susi ist da!

16. Juli 2018 - Leave a Response
Der Gmundl ist wieder aktiv. Seine liiiiebe Freundin Susi hat sich entschlossen, regelmässig einen Videokommentar abzugeben. Zu Gmunden und zur grossen Welt. Sie ist natürlich auch eine gute Freundin vom Peter Pilz und vom Stefan Krapf und so.
Unsere Beiträge erscheinen ab sofort als Video auf der Facebook-Seite vom Gmundl!

Liebe Grüsse

von Babsy Blitzschnell und vom Team Gmundl
https://youtu.be/ciTsjb7RiYU

Wir sind wieder zu lesen – unser Archiv!

30. Juni 2018 - Leave a Response

Und wenn  wir es schaffen, gibt es im August eine Sondernummer, gell. Weil die Eröffung der BimBim muß gefeiert werden. Weil es sich so gehört, gell!

So, jetzt stöckelt Ihre Babsy wieder dahin und sucht die alten Kujmpels zusammen für die Sondernummer. Wer sich beteiligen will, soll seine/ihre Beiträge als Kommentar senden. Wäre fein.

Einen schönen trumpelpfad-armen Sommer!

Im Namen des sich wiederfindenden Teams Gmundl

Das wars … 

15. Oktober 2017 - Leave a Response

Heute:
GK von Michael Amon 

Liebe Leserschaft,

erschöpft vom Wahlkampf und noch erschöpfter von den Freudenfeiern und Trostbesäufnissen danach, hängen Wähler, Politiker und Wahlhelfer in den Seilen. In einigen Jahren wird man sich dieses Wahlkampfs mit nostalgischer Rührung erinnern, als einen aus Zeiten, die man dann die „guten alten“ nennen wird.

Wie es zu diesem Ergebnis kam, wird uns wohl noch eine Weile beschäftigen. Heute aber hier bei uns ein erster Kommentar zu den Ergebnissen, geschrieben vom Gmundner Autor Michael Amon. Ihm wollen wir an dieser Stelle danken für seine täglichen Beiträge der vergangenen Woche. Er ist viel beschäftigt und stark nachgefragt (zuletzt von einem Zusammenschluss von 60 deutschen Regionalzeitungen, die von ihm [er]klärende Worte zur politischen Lage in Österreich haben wollten).

Wir wünschen Ihnen einen ordentlichen Erkenntnissgewinn, wenn er auch nach dem Wahltag vielleicht zu spät einsetzt.

Charlie Chip f. d. Team Gmundl


Das wars …

Gastkommentar von Michael Amon

Kurz hat es tatsächlich geschafft, mit seinem Marketing-Schmäh von der neuen ÖVP durchzukommen. Dafür gibt es natürlich eine Reihe von Gründen. Ein besonders wichtiger Grund wurde in den bisherigen Diskussion (vor allem am Wahlabend) nicht erwähnt: Die einstigen Wähler von Team Stronach und dem BZÖ mußten irgendwo hin. Es war nicht das Erneuerungsversprechen, das Kurz den Wahlsieg einbrachte, sondern der deutliche Rechtsruck, den er vornahm. Sein Wahlkampf war in Wahrheit völlig auf die Ausländer-/Flüchtlingsproblematik fokussiert. Egal welches Thema angesprochen wurde, Kurz landete immer bei den Flüchtlingen. Es ist ihm gelungen, daß dieses Thema auch in diesem Wahlkampf alle anderen Probleme (und deren gibt es jede Menge) überdeckte. Damit machte er der FPÖ deutliche Schwierigkeiten (die sonst wohl Stronach- und BZÖ-Wähler voll einkassiert hätte) und konnte im Teich der freigewordenen rechten Wähler ordentlich mitfischen.

Ebenso gelang es ihm offensichtlich, Teile der Nichtwähler zu aktivieren. Interessant daran ist, daß Kurz zwar dauernd von „Erneuerung“ sprach, aber nie erklärte, was er dadrunter konkret versteht. So konnte jeder sich sein eigenes Bild von „Erneuerung“ machen. In Kurz konnten alle diesbezüglichen Wünsche hinein projiziert werden.

Straches FPÖ hätte wahrscheinlich den ersten Platz geschafft (und die VP wäre Dritte geworden), wenn Kurz nicht diesen scharfen Rechtskurs eingeschlagen hätte. Um es offen zu sagen: wenn nun wirklich schwarz-blau kommen sollte, wäre mir der Strache als Kanzler wesentlich lieber. Dann würden nämlich die Karten offen auf dem Tisch liegen, und nicht Kurz mit einer unklaren (geheimen) Agenda regieren können. Denn es ist unübersehbar, daß die Kurzschen Pläne, soweit man sie erahnen kann (Genaues weiß man ja nicht), in Richtung Kahlschlag im Sozialsystem gehen. Anders werden seine Phantasien über mehr als ein Dutzend Milliarden Steuersenkung nicht funktionieren. So gut und vernünftig eine Zusammenlegung von SV-Einrichtungen ist – das große Geld liegt da nicht herum. Und daß die ÖVP extreme Einschnitte bei ihrer eigenen Klientel – den Beamten – vornehmen wird, ist auch nicht anzunehmen.

Die Kleinverdiener, die Prekären und der mittlere Mittelstand werden sich jedenfalls warm anziehen müssen, wenn Kurz tatsächlich die Agenda der Großindustrie verfolgen wird. (So wie schwarz-blau unter Schüssel die Agenda der politisch blauen Papierindustriellen verfolgte.)

Die SPÖ wird in Opposition gehen. Alle Ideen von rot-blau haben sich angesichts des Desasters von Niessl im Burgenland erledigt. Die Koalition von SP und FP im Burgenland hat ausschließlich der FP genutzt. Dafür hat die Wiener Partei der Bundespartei wenigstens den zweiten Platz gerettet. Und man irre sich nicht: das, was in den Medien als „rechter“ Flügel verkauft wird, ist nicht rechts. Die Leute um Ludwig haben nur erkannt, daß man mit naiver Willkommenspolitik die anstehenden Probleme nicht lösen kann.

Dafür hat sich mit der Liste Pilz erstmals in der Zweiten Republik der Nukleus einer neuen linken Partei etabliert: links, undogmatisch, bürgernah. Das war auch an der Zeit. So wie das rechte Lager mittels zweier Rechtsparteien sein Potential vergrößert, muß das auch auf der linken Seite des politischen Spektrums geschehen. Die Grünen waren nie eine wirklich linke Partei.

Daß sie jetzt wahrscheinlich aus dem NR fliegen, ist traurig und bedauernswert. Einer Demokratie ohne eine klar positionierte Umweltpartei fehlt etwas. Leider ist das die Schuld der Grünen. Wer sich nur noch auf Themen wie Genderismus, politische Korrektheit und Feminismus konzentriert, darf sich nicht wundern. Die Grünen haben sich immer mehr zu einer Verbotspartei entwickelt. Und dort, wo sie in den Ländern mitregieren können, haben sie nun wirklich kein Profil gezeigt. Die grüne Politik von Anschober war nicht erkennbar. In Tirol haben die Grünen (unter ihrer neuen Parteichefin, übrigens eine glatte Fehlbesetzung) jeden umweltpolitischen Unsinn mitgemacht.

Welche Koalition jetzt kommen wird? Der Papierform nach schwarz-blau. Ich persönlich halte aber auch eine Minderheitsregierung von Kurz für denkbar. Bei wechselnden Mehrheiten könnte er klar darstellen, warum diese und jene Erneuerung parlamentarisch nicht realisierbar ist, während in einer Koalition die Grenzen verschwimmen und oft nicht klar ist, wer eigentlich bei bestimmten Themen der Verhinderer ist.

Ob Kurz als Kanzler den Herausforderungen der nächsten Jahre wirklich gewachsen ist, kann man mit gutem Grund bezweifeln. Und ob die noch immer existierenden ÖVP-Granden ihn wirklich frei werken lassen, darf noch mehr bezweifelt werden. Das Interview mit dem steirischen Landeshauptmann Schützenhofer am Wahlabend sprach da Bände. Viel zu lachen wird Kurz nicht haben. Aber Mitleid ist nicht angebracht. Das gilt eher jener großen Mehrheit der Österreicher, die Kurz nicht gewählt haben. Und jener sehr großen Minderheit, die gegen schwarz-blau gestimmt hat, und jetzt womöglich genau das bekommt, was sie nicht wollte. So wird es übrigens auch den „Modernisierungsverlieren“ gehen, die meinten, die FPÖ (oder auch Kurz) werde sie vor den Folgen der Globalisierung retten.

Immerhin gibt es nun im österreichischen Parlament eine klare politische Lagerbildung zwischen Mitte links/links und rechts/rechtsaußen. Das nennt man in Demokratien Normalität. Für einschneidende Änderungen der Verfassung in Richtung Ungarn oder Polen fehlt der rechten Mehrheit zum Glück die Zweidrittelmehrheit. Der Weg in die „dritte Republik“ konnte immerhin noch einmal verhindert werden. Jetzt wird es an der Sozialdemokratie liegen, sich zu regenerieren und Österreich in ein paar Jahren wieder in eine wirklich gute Richtung zu reformieren. So wie es einst Kreisky nach den lähmenden Jahren der ÖVP-Alleinregierung gelang. Kern dürfte dafür der richtige Mann sein.

Und noch etwas: die ÖVP ist inzwischen länger als die SPÖ ununterbrochen an der Regierung beteiligt. Wenn das System erneuert gehört, dann müßte auch die ÖVP in der Opposition landen. Irgendwie haben bei dieser Wahl Teile der Wählerschaft eins und eins nicht zusammenzählen können.


 

Koalitionsaussagen

15. Oktober 2017 - Leave a Response

Heute:
GK Michael Amon zu Koaltionsaussagen
GK Max Robes über Täter und Opfer
GK Norbert Hausherr über Dirty Campaigning von links

Liebe Leserschaft!

Der Zieleinlauf ist in Sicht. Durch die etwas skurrile Gesetzgebung in Österreich, die durch ein skurriles Urteil des VfGH noch einzementiert wurde, werden wir am kommenden Wahlsonntag einiges NICHT erleben. So werden wir keine Spitzenpolitiker sehen, die ihr Wahlkuvert eigenhändig in die Wahlurne werfen und sich dabei ablichten lassen. Die Stimmzettel dürfen nämlich nur vom Wahlleiter oder seiner Vertretung eingeworfen werden. Aber nicht von den Wählenden selbst. Steht so im Gesetz und wurde nie gehandhabt.
Ärgerlicher ist es schon, daß das Innenministerium aufgrund des HBP-Urteils erst punkt 17 Uhr Daten an den ORF zur Hochrechnung weitergeben darf. Die erste Hochrechnung am Sonntag, nicht wie bisher eine Sekunde nach 17 Uhr, sondern erst einige Minuten später, wird also sehr fehleranfällig sein, da es weder Plausibilitätsprüfungen geben wird noch Probehochrechnungen.
Auch, daß die Wahlbaren erst am Montag und in besonderen Fällen sogar erst am Donnerstag ausgezählt werden dürfen, ist ärgerlich und bürokratischer Unsinn, der vom VfGH auch noch bestätigt wurde (für eine Änderung des Wahlgesetzes war keine Zeit mehr, da Herr Kurz ja kein Interesse hatte, mit dieser Regierung weiterzuarbeiten und deshalb vorzeitige Neuwahlen erzwang). Die Folge: wenn es sehr dumm läuft, wissen wir erst am Donnerstagabend das endgültige Ergebnis. Wenn es also sehr knapp um einzelne Parteien oder Koalitionsvarianten steht, kann es u. U. heissen: warten, warten, warten & zittern, zittern, zittern.

Komisch, daß wir im Wahlkampf kein Wort zu diesen Fragen gehört haben. Wer von den wahlwerbenden Parteien ist eigentlich für eine Verkürzung der Legislaturperiode auf vier Jahre?

Also, wer noch kein Wahlkuvert abgeschickt hat: es gilt heute in ein Wahllokal zu gehen und die Stimme abzugeben. Es geht um unser Wahlrecht, das in blutigen Kämpfen erzwungen worden ist. Nicht wählen zu gehen, ist ein schwerer Verstoss gegen demokratisches Verhalten.

Charlie Chip f. d. Team Gmundl


Koalitionsaussagen

Gastkommentar von Michael Amon

Auch wenn das Thema nicht ganz neu ist: wir Wähler werden von den Parteien im Unklaren gelassen. Wir wissen nicht, welche Parteien gedenken, sich nach den Wahlen auf ein Packl zu hauen, Entschuldigung, miteinander eine Koalition zu bilden. Zuerst haben angeblich die Wähler das Wort. Mit diesem Schmäh werden wir seit Jahrzehnten an der Nase herumgeführt.

Gerade in einem Parlament, in dem es keine allein dominierende Partei mehr gibt, will man wissen, wer mit wem zu koalieren gedenkt. Denn das könnte Einfluß auf das Wahlverhalten haben. Genau deshalb hält man uns lieber für Narren. Denn rein programmatisch ist die Sache klar: die Übereinstimmungen zwischen ÖVP und FPÖ übersieht nicht einmal ein Blinder. Die beiden Parteien haben sich offensichtlich die Kosten für den Schreiber/die Schreiberin des Programms geteilt. Hier müßte eigentlich zusammenfinden, was zusammengehört.

Links der Mitte ist es etwas komplizierter. Aber daß die Programme von SPÖ und Grünen eine große Überschneidung und viele Einigungsmöglichkeiten aufweisen, ist ebenso unübersehbar. Auch die Pilz-Truppe paßt inhaltlich ganz gut dazu. Nur bei den Neos ist es etwas schwieriger. Wirtschaftspolitisch gehören sie eindeutig zu blau-schwarz, gesellschaftspolitisch eher zur linken Mitte.

Daß Koalitionen zwischen Links- und Rechtsparteien nur schlecht funktionieren, hat nicht nur Österreich die letzten Jahrzehnte bewiesen, sondern auch die GroKo in Deutschland. Wir Wähler haben ein Recht darauf zu wissen, mit wem die Parteien gedenken, ihre Ideen umzusetzen. Stattdessen werden wir mit Allgemeinplätzen abgespeist. Ehrlicher wäre es, wenn miteinander kompatible Parteien, das auch laut sagen und für die Präferenz auch im Wahlkampf laut eintreten würden. Die derzeitigen taktischen Spielchen sind unwürdig, undemokratisch und verlogen.

Nebenbemerkung: Der zuletzt (interessanterweise recht klein) gedruckte Slogan der ach so neuen Volkspartei hat mich ein wenig irritiert. Da heißt es nämlich: „Altes System oder neuer Stil?“. Will mir die ÖVP, ach so, die neue ÖVP tatsächlich mitteilen, daß sie zwar in einem neuen Stil agieren werde, aber durchaus im alten System. Denn sie stellt in diesem Slogan eindeutig einen Gegensatz her, der da eben lautet, man könne sich zwischen altem System und neuem Stil entscheiden. Von einem neuen System ist nicht die Rede. Damit bestätigt sich mein auch hier geäußerte Verdacht: man hat die alte ÖVP ein wenig umgefärbelt, aber was Neues ist nicht drin. Wenn man am türkisen Lack kratzt, dann kommt das alte Schwarz mit seinen Bonzen, Betonierern und Sesselklebern hervor.

Und noch etwas: bestünde die SPÖ nur aus dem Kanzler Kern, dann wäre sie für mich als alten Sozialdemokraten durchaus wählbar. Leider gibt es da aber auch jede Menge Leute, die sich hinter ihm verstecken. Und das sind Leute, die ich nicht für wählbar halte. Aufrechte Sozialdemokraten schwanken in diesen Tagen ebenso zwischen Ratlosigkeit und Verzweiflung wie überzeugte Christdemokraten.

 


Doch noch Dirty Campaigning von links?

Gastkommentar von Norbert Hausherr

Wie ich geschrieben habe, gibt es zahlreiche Hürden, die Kurz erst überwinden muss, um echte Reformen durchzubringen. Ich bin zwar WK Funktionär, bilde mir aber immer eine eigenen Meinung zu einzelnen Themen. Daher habe ich beim Thema Straßenbahn auch die B.I.G. unterstützt und nicht die ÖVP Linie der SRT Durchbindung.

Mir jetzt zu unterstellen, dass ich für meinPosting Geld erhalten habe, ist einerseits lächlich und andererseits genau die Art von Dirty Campaigning, die ich zutiefst verachte.

Ich poste mit meinem Namen, weil ich zu meiner Meinung stehe. Gegenstrom hingegen verwendet die Anonymität, um andere anzupatzen. Vielleicht hat Silberstein noch einen Job, den Eignungstest hat Gegenstrom schon abgelegt.


Opfer und Täter

Gastkommentar von Max Robes

Irgendwer in der SPÖ hat augenzwinkernd Tal Silberstein beauftragt. Ich nehme an, es war bekannt, was Silberstein macht.
Silberstein hat nun die schmutzigen Websites unter das Facebook- Volk gebracht. Ok, ist halt so. Hr. Kern schreit „Verräter“, dass das publik wurde und impliziert dabei, dass das die eigentliche Sauerei sei, „der größte Skandal in der 2. Republik“. Nein: Täter ist die SPÖ. Punkt.
Nun postuliert der ehrenwerte Herr Charlie Chip dieselbe Chuzpe. Die Verräter sind die eigentlichen Gauner und wahrscheinlich sind diese auch noch vom politische Wettbewerb bezahlt.
Man kann das Programm der SPÖ toll finden. Sicher nicht die beauftragte Dirty Campaign. Hier Opfer und Täter zu tauschen ist einfach nur mies.
Es gibt bei der Wahl aber einen Ausweg: Einfach NEOS wählen.

Lieber Max Robes,
ich habe nichts postuliert, sondern nur eine Reihe von Fragen aufgezählt, die tatsächlich im Raum stehen. Keine Frage: die SPÖ war so dumm, Silberstein zu engagieren und so unanständig, ihn lange Zeit werken zu lassen. Trotzdem riechen in diesem Wahlkampf noch einige andere Vorkommnisse sehr komisch. Inzwischen ist z. B. klar, dass es Leute gab, die von anderen Parteien/einer anderen Partei als Spitzel bei der SP und im Team von Silberstein eingeschleust worden sind.
Die offenen Fragen erneut zu stellen, ist keine Täter-Opfer-Umkehr, sondern ein legitimes Anliegen. Wir vom Team Gmundl würden gern wissen, wer aller an diesem ungeniessbaren Eintopf mitgekocht und wer aller seinen Kochlöffel mitgeschwungen hat. Viele Köche verderben bekannterweise den Brei.
Mit besten Grüssen Ihr Charlie Chip


 

Gleich blöd

14. Oktober 2017 - Leave a Response

Heute:
GK von Michael Amon „Gleich blöd“

Lieber Leserschaft!

Es ist müssig, herausfinden zu wollen, wer die mieseren Tricks angwendet hat, solange man nicht weiss, was wirklich gelaufen ist. Darum habeich mir erlaubt ein paar Fragen zu stellen, deren Beantwortung es ermöglichen würde, vielleicht ein kleines Zipferl über dem Geheimnis zu lüften. Ich traue mir nicht zu, zu berurteilen, wer da mehr Mist gebaut hat. Insbesondere angsichts der Geschichte mistiger Wahlkampfe in den letzten Jahrzehnten. Nur durch Facebook ist das aber sichtbar geworden, was früher Mundpropaganda auf dem selbem miesen Niveau waren. Offenbar war nur drei Parteien da im Leo: Pilz, Grüne und Neos. Die FPÖ ist zwar offensichtlich nicht aufgefallen, aber alle paar Tage hat irgendein Provinzpolitiker skurill-verrücktes zur Nazizeit durchschimmern lassen. Außerdem hat die FPÖ seit Jahrzehnten immer den schmutzigsten Wahlkampf geführt.

Waschen wir uns also die Hände und gehen wir sonntags wählen. Unbeeidruckt davon, wer welchen Mist in Umlauf brachte. Entscheiden wir nach dem, was wir von den jeweiligen Parteien zu erwarten haben. Wir müssen damit nämlich fünf Jahre leben während Herr Silbersein und all die anderen Helden der Kleckerkampagnen am Montag vergessen und bedeutungslos sind.

Charlie Chip f. d. Team Gmundl


Gleich blöd

Gastkommentar von Michael Amon

In diesem Wahlkampf haben sich, ich lasse mir das nicht nehmen, ÖVP und SPÖ ziemlich gleich blöd verhalten. Ein bisserl tricky wollten es alle haben, das ist unübersehbar. Das Auffliegen von Silberstein war nicht Blödheit, sondern gezielte Indiskretion. Blöd war allerdings die Reaktion der SPÖ.

Wir haben also die Wahl zwischen mehreren Ausformungen von Blödheit. Und bei den drei Kleinparteien immerhin die zwischen erkennbaren Programmen. Sie werden leider nicht die Möglichkeit haben, viel davon umzusetzen. Die Parteiprogramme der „Großen“ sind dafür das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben sind.

Man wird ja sehen, ob die Österreicher, sonst eher dem Senioritätprinzi huldigend, einen doch recht jungen Mann ohne ernsthafte Erfahrung in der Leitung großer Apparate zur einer relativen Mehrheit verhelfen werden (das Außenministerium mußte sich unter Kurz selbst leiten, er hatte wenig Schimmer davon, und außerdem ist die Ministerium in Zeiten der EU eher weniger wichtig geworden). Mit 31 einen solchen Job anzustreben, verrät eine gewisse Hybris.

Die SPÖ – was soll man sagen? Wenn die Krone vom „Machtkampf “ der SP und Kerns spricht, muß man milde lächeln. Es handelt sich wohl eher um einen Ohnmachtskampf.

Eines kann man heute schnon sagen: die Österreicher werden in keinem Fall jene Regierung bekommen, die sie mehrheitlich wollen. Der Frust wird noch größer werden. Ein Aufbruch ist nicht zu sehen. Nur die Behauptung eines solchen. Blöd glaffn, wird am Sonntagabend eine große Zahl der Österreicher murmeln und erkennen: Die Summe aller Blödheiten ist immer gleich.


 

Endspurt

13. Oktober 2017 - Leave a Response

Heute:
GK von Gegenstrom erwidert Hausherr
GK von Michael Amon „Spekulationen“

Liebe Leserschaft!

Langsam geht allen Akteuren die Luft aus. Den Wahlwerbern ebenso wie der ermüdeten Leserschaft. Dafür nehmen die Absonderlichkeiten kein Ende. Jener „Berater“, der ÖVP, Neos und dann auch noch Silberstein beglückte und zuletzt erklärte (und mit SMS angeblich belegte), dass er seitens der ÖVP bestochen werden sollte, hat nun als Wahrheitsbeweis den Lügendetektor-Test absolviert. Zur vollsten Wahrheit. Ja, der Detektor hat nicht mit der Wimper gezuckt bei den Aussagen von Herrn Puller. Selbiger wahrscheinlich auch nicht.

Was das wert ist? Naja, es darf gerätselt werden. So wie es wohl für immer und ewig rätselhaft bleiben wird, wer wen wo eingeschleust hat. Vor allem aber werden wir wohl nie erfahren, wer PRESSE und profil mit lückenlosem Material, einem ganzem Kompendium des Innenlebens der SPÖ und des Silbersteinteams versorgt hat. Das Redaktionsgeheimnis schützt den Verräter oder die Verräterin. Zurecht, auch wenn die Vorgangsweise der Plauderantin/des Plauderanten mindestens so fies war, wie die von Silberstein. Interessant wäre natürlich zu erfahren, ob und wieviel Geld hier geflossen ist. Ob sich jemand rächen wollte, oder ob es sich – wie man in Politkreisen munkelt – um eine eingeschleuste Person handelt.

Die Frage, was uns Österreicher nach der Wahl erwartet, wird leider nicht diskutiert. Das wäre nämlich wirklich interessant. Wünschen wird man es sich ja noch dürfen!

Charlie Chip f. d. Team Gmundl


Eine Erwiderung

Gastkommentar von Gegenstrom

an Herrn Hausherr möchte ich die Frage stellen, wieviel er für den einseitigen Wahlaufruf für Kurz bekommen hat?
Natürlich ist es als WK-Funktionär erlaubt für seine Ideale einzustehen, aber doch nicht so einseitig indem man mache Tatsachen einfach nicht sehen will – z.B. dass der Sekretär vom Kurz sehr wohl dokumentiert über Geld geschrieben hat.
Ich würde empfehlen sich selber ein Bild zu machen, welche Partei seine persönlichen Vorstellungen eines Zusammenlebens am besten vertritt.

Bitte machen Sie sich die Mühe den Test zu machen – da komme ich persönlich sicher nicht zu einer Wahlempfehlung für die neue VP mit alten Ansichten.

https://wahlkabine.at/nationalratswahl-2017/wahlkabine/1


Spekulationen

Gastkommentar von Michael Amon

Eigentlich wollte ich das allgemeine Spiel der Journalisten nicht mitspielen. Nämlich statt über Inhalte zu berichten, dauernd über Koalitionen zu spekulieren. Aber man kommt diesmal kaum daran vorbei, da Kurz und seine unneue ÖVP eher wenig Inhaltliches diskutieren, wenn es nicht mit „Flücht“ beginnt und mit „lingen“ endet. Das aber, was man weiß, läßt einen eher erschauern: Umverteilung von unten nach oben (da hilft kein Dementi von Kurz), Annäherung an Osterweiterungsstaaten statt Allianzen mit den westlichen Staaten der EU; der konservative Mief in der Familienpolitik der ÖVP bleibt uns erhalten (da hilft kein Haargel und auch nicht die späte Geburt); und europapolitisch ist nicht erkennbar, wo die ÖVP hinwill. Die Reduzierung des Sozialstaates über das Einfallstor „weniger Sozialleistungen für Ausländer“ (was dann bald auch die Inländer treffen wird) zeichnet sich ab. Auch wenn Kurz seine Herkunft aus „kleinen“ Verhältnissen beschwört, ändert das nichts daran, daß er Politik für die Großen des Geldes machen wird.

Wenn wir also über Regierungsformen nach der Wahl spekulieren, gibt es in Wahrheit nicht viele Möglichkeiten. Rot-Schwarz wird es kaum spielen. Außer Kern gewinnt und Kurz verschwindet aus der Politik (wie er das für den Fall seiner Niederlage angekündigt hat – übrigens ziemlich hochnäsig für einen 31er, alles unter dem Kanzleramt seiner nicht würdig zu finden. Wie wäre es, wenn er auch bei einer Niederlage in der Politik bliebe, und tatsächlich die bisher nur behauptete Erneuerung der ÖVP angehen würde? Kanzler kann man auch mit 40 oder 50 noch werden. Also Rot-Schwarz wird wohl kaum kommen, so wie Kern und Kurz einander in inniger Abneigung verfallen sind und angesichts der Differenzen.

Rot-Blau? Da sind die Differenzen mindestens so groß wie zwischen Roten und Schwarzen. Allerdings ist Strache in jeder Hinsicht der zugänglichere und – man glaubt es kaum – bescheidenere Typ. Trotzdem wird es Rot-Blau nicht spielen, auch wenn die deutschnationalen Schlagenden Burschenschaften lieber mit den Roten gehen als mit klerikalen Schwarzen. Aber das Klerikale in Form des Christlich-Sozialen ist bei Kurz nur mehr eine einzeilige Phrase im Wahlprogramm. Diese soziale Verwurzelung der ÖVP wurde entsorgt – ganz im Sinne derer mit der großen Kohle.

Dann bleibt eigentlich nur noch Blau-Schwarz. Die Programme sind fast deckungsgleich, als ob sie aus der selben Werkstatt stammen würden. Es würde also passen.

Alle anderen Varianten aus Rot, Grün, Blau, Pilzweiß, Pink oder Türkisschwarz kann man vergessen. Zu exotisch und jenseits von Mehrheiten.

Ein großer Schwindel, der in Österreich schon seit Jahrzehnten betrieben wird, feierte natürlich auch heuer wieder fröhliche Urständ: die Behauptung, die Österreicher könnten ihren Kanzler wählen. Nichts dergleichen können sie. Sie wählen einen Nationalrat, und die darin vertretenen Parteien schnapsen sich dann – je nach Mehrheitsverhältnissen aus – wer Kanzler wird. Darum gibt es die vielen Spekulationen, denn in Österreich ist keine Partei bereit, vorab zu sagen, welche Regierungspartnerschaften sie anstrebt. Da dürfen die Österreicher sich überraschen lassen. Aber mitzureden haben sie dabei nicht wirklich was.

Es wäre eine der großen demokratischen Fortschritte, wenn auch hierzulande – wie in den meisten Demokratien üblich – die Parteien vorher bekannt geben, welche Koalitionen sie gerne bilden würden. So aber heißt es immer: Zuerst haben die Wähler das Wort. Leider ist es dann für fünf Jahre das letzte Mal gewesen.


 

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