Kösslmühle

29. September 2016 - Leave a Response

Heute:
GK Stadtrat Kassmannhuber zu Kösslmühle
und Gestaltungsbeirat
EK Wilhelm Krausshar zur Kösslmühle

Liebe Leserleins!

Heute sind wir nicht selbst am Werk, sondern bringen zwei Gastkommentare. Unsere Sicht auf den letzten Gemeinderat folgt demnächst. Und wir studieren noch immer den Fragebogen zur Esplanade. Also, Geduld, unser Senf kommt noch, gell!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Kösslmühle und so

Gastkommentar von Reinhold Kassmannhuber

Liebe Babsy,

beim Thema Kösslmühle stimme ich Ihnen in einigen Punkten zu. Es handelt sich um eine Liegenschaft, die im Privateigentum ist und trotz seiner exponierten Lage nicht unter Denkmalschutz steht. Den Eigentümern steht es, sowie jedem anderen Liegenschaftseigentümer auch, frei ein baufälliges Gebäude ab zu reißen und ein neues Haus an dessen Stelle zu setzen. Die Pläne, die nun der Öffentlichkeit vorgestellt wurden, sehen ca. 20 Wohnungen an diesem Platz vor, samt Bootshäusern. Die Umsetzbarkeit eines solchen Projektes im Hinblick auf Naturschutz etc. ist noch offen. Betreffend die architektonische Gestaltung ist der Prozess (Gestaltungsbeirat, Entscheidung über Bebauungsplan etc.) noch nicht eingeleitet. Es wurde seitens der Projektanten lediglich darauf hingewiesen, dass es zu keiner wesentlichen Änderung im Hinblick auf die Größe des Gebäudes kommen soll. Das ist der derzeitige Stand. Die Tatsache, dass das Gebäude nicht ungenutzt bleibt und somit dem Verfall Preis gegeben ist, sehe ich positiv, ebenso den Plan, ein Gebäude zu errichten, dessen Umfang im Wesentlichen dem jetzigen Bestand entsprechen soll. Dies ist meine grundsätzliche Meinung zu dem vorgestellten Projekt. Der Titel der OÖN, mit dem Zitat von mir „Es ist ein gutes Projekt“ ist eine zu kurz gefasste und irreführende Meldung zu meiner Aussage.

Zum Thema „Gestaltungsbeirat“ ein kurzer „Fakten-Check“ meinerseits: Der Gestaltungsbeirat setzt sich keineswegs aus den Architekten dieser Stadt zusammen. Alle Mitglieder werden von der Architektenkammer bestimmt und dürfen innerhalb einer Sperrfrist in Gmunden auch keine eigenen Bauprojekte betreiben. Die Qualitätskontrolle erfolgt sehr wohl mit Hilfe des Gestaltungsbeirates. Ob allerdings die Politik den Empfehlungen dieses Gremiums folgt, ist eine andere Frage. Als weitere problematische Schnittstelle sehe ich die tatsächliche bauliche Umsetzung durch die Bauherren. Auch hier kommt es immer wieder zu entscheidenden Qualitätsverlusten. Dass die Mitglieder des Beirates Architekten sind und Architekten prinzipiell bauen wollen, ist klar.
Um „Bauspekulationsspiele“ zu verhindern, bedarf es keinesfalls der Abschaffung des Gestaltungsbeirates. Im Gegenteil. Nur die völlige Transparenz der Abläufe kann diese negativen Tendenzen verhindern. Die Öffentlichkeit des Gestaltungsbeirates hat hier einen entscheidenden Beitrag geleistet. Einen weiteren Schritt in diese Richtung sehe ich durch die Öffnung des Bauausschusses für alle Gemeinderatsmandatare. Diese habe ich als Vertreter der B.I.G. und als Baustadtrat bereits angeregt und hoffe auf die baldige Umsetzung.

Dipl.-Ing. Reinhold Kassmannhuber


Kleine Anmerkung zu den Bootsgaragen an der Kösslmühle

Einserkasterl von Wilhelm Krausshar

Bis dato war die Durchfahrt unter der Traunbrücke verboten. Haben sich nicht alle daran gehalten, weiß ich ja, aber immerhin, weil es ja doch gefährlich zu sein scheint. Die neue Brücke hat nun, wie auf den veröffentlichten Bildern zu sehen ist, einen geringeren Abstand zum Normalwasser (von Hochwasser will ich nicht reden).
Gibt die Gemeinde dann Sonderbewilligungen für die Kösslmühlner aus, oder ist das wieder ein Immobilienverkaufsschmäh, wie so vieles in Gmunden?


 

Gmundner Themen

26. September 2016 - Leave a Response

Heute:
Babsy Blitzschnell über aktuelle Gmundner Themen
GK von Gerupfter Gebührenzahler
über Musikparkgebühren

GK von Rheuma am Wasser über
die Kösslmühle als Fata Morgana

Liebe Leserleins!

Wir haben uns bisher an den Diskussionen rund um die Kösslmühle und das „neue Konzept“ nicht beteiligt. Mit gutem Grund. Die Informationslage ist ziemlich mau. Ob es sich hier (wie viele Leserleins meinen) um eine neue, gmundentypische Fata Morgana handelt, wissen wir nicht. Natürlich würde sich auch bei diesem höchst neuralgischen Bauplatz eine Befragung der Bürgerleins anbieten. Das Problem: das ist privater Baugrund. Allzu viel kann man den Eigentümern nicht dreinreden, denn die haben ja „gedroht“, zur Not dort eine Flüchtlingsunterkunft einzurichten.

Leider ist es so, dass der Gmundner Gestaltungsbeirat nicht einmal zum Krenreiben taugt. Wer sich in Gmunden umsieht und angesichts der unzähligen Bausünden blass im Gesicht wird, weiss, dass man diesen Beirat ungeschaut abschaffen könnte. Die Lücke, die er hinterlassen würde, würde ihn perfekt ersetzen. Kein Wunder. Man schont sich gegenseitig, weil jeder will ja mal was bauen. Ein sinnvoller Gestaltungsbeirat müsste aus internationalen Experten bestehen, die keine wirtschaftlichen Interessen in Gmunden haben, und die ein wenig über den Gmundner Tellerrand hinausblicken können. Deren Vorstellung von architektonischer Qualität sich nicht in Bauten à la Musikschule oder den immer gleichen „Luxus“bauten mit Dachterrasse und mieser Gestaltung ohne Rücksicht auf das Ortsbild erschöpft. Aber so ein Beirat kostet Geld – und würde ausserdem die Gmundner Bauspekulationsspiele deutlich erschweren. Das Gemauschel hinter den Kulissen, wie es jetzt üblich ist, wäre auch nicht mehr so einfach, wenn es eine wirksame Qualitätskontrolle gäbe. Ja, liebe Leserleins, man wird doch noch träumen dürfen. Und nicht immer nur durch eine Stadt hatschen müssen, die inzwischen ein einziger architektonischer Alptraum ist.

Die grosse Frage, die Ihre Babsy sich stellt: was soll oder könnte auf dem Gelände der Kösslmühle sinnvoll gemacht werden? Die baufällige Hütte weiter verfallen lassen? Denkmalschutz gibt es keinen. Ob sich wirklich Leute dort an einem eher dunklen, feuchten Platz wirklich Luxuswohnungen kaufen werden (unabhängig davon, dass Gmunden inzwischen mit solchen Objekten jenseits jeder stadtplanerischen Idee zugemüllt ist)? Als Anreiz gilt offenbar die Zufahrt zu Bootshäusern. Ein Schmäh, den wir schon von den unglückseligen „Chalets“ auf den Parkhotelgründen kennen. Hat da wer von wem abgekupfert? Und was ist das dann für ein Omen? Die Aussicht auf die stark befahrene Traunbrücke ist auch nicht gerade ein Asset des Geländes. Die Verschandelung des Traunufers mit einem einstöckigen Parkhaus ist zudem nicht gerade das Gelbe vom Ei.

Heftige Attacken in den Online-Foren gehen Richtung BIG bzw. deren Baustadtrat Kassmannhuber, der sich positiv zu dem Projekt geäussert hat. Der Vorwurf, der ihm gemacht wird: sein einziges Programm sei es, gegen die Regio zu sein, aber sonst sei er ein Handlanger der Baulobby. Nun, da sollte man mal abwarten, wie das Projekt wirklich läuft. Wir sind uns – wie so oft in Gmunden – nicht sicher, ob der „Investor“ überhaupt genug Kohle hat, um das Projekt umzusetzen.

Wir finden, dass das Gelände ideal für ein Spa mitsamt Saunalandschaft wäre. Aber das ist für private Investoren uninteressant, da sich damit kein Geschäft machen lässt. Das wäre eine Nutzung, bei der das Mikroklima vor Ort kein Problem wäre. Denn wer will wirklich mehrere Monate in feuchter Dunkelheit leben? (Schon deshalb stellt sich die Frage, ob Wohnbau dort sinnvoll ist!) Nur: da müsste wohl die Gemeinde den Grund kaufen und das Gelände selbst erschliessen. Angesichts der leeren Kassen besteht da keine Hoffnung. Wie gesagt: optimales Gelände für Sauna/Spa. Während auf der Toskana ein Hallenbad mit allem Drum und Dran hingehört – das zu propagieren werden wir nicht müde werden! Statt einer Klein-Klein-Lösung mit Spa.

Ja, die Befragung zur Esplanade. Da werden vorzeitig Jubelmeldung von ein paar Hundert Fragebögen, die eingetrudelt sind, lanciert. Wir erinnern daran, dass vor der letzten Wahl Gemeinderat Kammerhofer auf eigene Kosten und Initiative eine Umfrage gemacht hat, und er dabei fast 500 Rückmeldungen bei 5.000 ausgesandten Fragebögen erhalten hat. Die Gemeinde hat 14.000 ausgesendet – mal sehen, wie viel da wirklich zurückkommt. Alles unter 1.500 wäre schon ziemlich schwach.

Wir diskutieren intern noch immer, wie man mit diesem Fragebogen umgehen soll. Wir werden sicher rechtzeitig Stellung nehmen und unsere Sicht der Dinge mitsamt Empfehlungen bekannt geben. Aber bitte, liebe Leserleins, lasst uns noch ein, zwei Wochen Zeit, gell! Auch Rom wurde nicht an einem Tag verschandelt. Sogar in Gmunden hat es viele Jahre gedauert, bis der perfekte Zustand der Stadtzerstörung erreicht war. Und hierorts war man diesbezüglich wirklich sehr wacker am Werken.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

PS.: Ob die Gmundner SP-Gemeinderäte bei der heutigen Gemeinderatssitzung einander glücklich in die Arme fallen werden? Und warum findet man eigentlich auf der Gemeinde-Homepage keine Tagesordnungen und Protokolle mehr? Ist das die neue, offene Informationspolitik? Oder haben wir was übersehen auf der doch recht unübersichtlichen Homepage der Stadtgemeinde? Wie wäre es da übrigens mit einer Neugestaltung durch jemanden, der weiss, wie man sowas übersichtlich strukturiert?


Parkgebühr und Musikschule

Gastkommentar von Gerupfter Gebührenzahler

Wer ab diesem Semester sein/e Kind/er in der Musikschule angemeldet hat, hat es auch nicht leicht. Selbst hier greift rigoros die Gmundner Abkassiererei / Abkrapfiererei /Parkraumbewirtschaftung …
Seit einigen Tagen ist nun auch dieser Parkplatz „bewirtschaftet“ und alle, die Ihr Kind zum Unterricht bringen, dürfen zahlen.

Einmal beim Hinbringen und einmal beim Abholen….
Bei zwei Kindern kommt da gleich mal ein bisschen was zusammen.
Mir ist wohl bewusst, dass man ein Ausweichen von den Michelgründen auf diesen Parkplatz verhindern möchte, aber so …

Sinnvollerweise sollte hier eine MSEUKPM (Musikschulelternultrakurzparkmöglichkeit) geschaffen werden für 15 Minuten, die mittels Parkuhr leicht zu kontrollieren wäre.

Noch besser wäre vermutlich eine Parkzeit von einer Stunde, sodass auch SchülerInnen, die bereits selbst mit dem Auto kommen (oder wenn die Eltern gleich dort warten), inkludiert werden können (=MSKPM – Musikschulkurzparkmöglichkeit)


Kösslmühle als Fata Morgana?

Gastkommentar von Rheuma am Wasser

Hier ein Kommentar, den ich in den OÖN-Online gefunden habe zu dem Projekt der Erleuchtung: Luxuswohnungen Kösslmühle! Wieder eine Fata Morgana für Investoren ohne Geld, mit Hintermännern mit Schwarzgeld und in Steuerparadiesen der EU gewaschenem Geld? Wo bleibt eigentlich die Kritik der BIG? Herr Kassmannhuber war ja nur gegen die Strassenbahn, sonst ist er ein Verfechter der Baulobby.. Über kurz oder lang verlieren erfahrungsgemäß die Oppositionsparteien ihre Konturen und heulen mit den Wölfen mit …

Hier der Onlinekommentar aus den OÖN:
von roithergatte
BIG an die Front
Das neue „Rheuma-Nestlein“ für betuchte Zweitwohnungsbesitzer die feuchtes Klima nicht fürchten, schaut genau so aus, wie man sich die Gestaltung durch einen hiesigen Architekten, vorstellt.
Auch die kritiklose Zustimmung durch die neue Lichtgestalt Gmundens , Herrn Mag. Krapf, entreisst mir kein „da schau her“!
Aber eine Sorge habe ich, packen E-Motorboote die starke Gegenströmung bei relativem Hochwasser eben so super, wie solche mit Verbrennungsmotoren und kann ich dann damit am See genau so schnell und weit fahren? Und vor allem, wird man E-Motorboote zu einem günstigen Preis erhalten?
Natürlich stellt sich auch die Frage wie man mit dem SUV zu den Garagen kommt.
Alles wird sich klären und dann hat der Investor vielleicht kein Geld mehr.
Aber das kann auch nicht passieren, denn damit haben unsere Stadtverantwortlichen ja reiche Erfahrung


 

Überraschung, Überraschung: Kein Misstrauen gegen Sageder!

21. September 2016 - Leave a Response

Heute:
Babsy Blitzschnell über eine SP-Kehrtwende
und über das beschissene Jahr 2016
GK von Eichhörnchen über die Stadtpolizei

Liebe Leserleins!

Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Wie unseren Leserleins bekannt ist, gab es heftigen Zoff in der Gmundner SPÖ. Mittels Misstrauensantrag eines Teils der Geimeinderats-Fraktion sollte der rote Verkehrsstadtrat Sageder aus dem Amt gekippt und die Putschisten Kalif anstelle des Kalifen werden. Das ganze als Nacht- und Nebelaktion vorbei an anderen Fraktionsmitgliedern und entgegen die Statuten der SPÖ. Im kommenden Gemeinderat vom 26. 9. hätte der demokratiepolitisch extrem fragwürdige Machtwechsel stattfinden sollen. Jetzt scheint alles abgeblasen, denn in der Tagesordnung des Gemeinderats ist kein entsprechender Tagesordnungspunkt zu finden. Angesagt Revolten finden, wir wissen es seit langem, meist nicht statt.

Aber, liebe Leserleins, eines muss Ihre Babsy aber sagen: kein Misstrauensantrag heisst halt keineswegs, dass jetzt innerhalb der SP-Riege kuscheliges Vertrauen ausgebrochen ist. Ihr Babsylein würde lieber in einer Löwengrube übernachten, als im Kreise bestimmter SP-Funktionäre, gell!

Was die Verschwörer dazu bewogen hat, ihr zwischen dreist und zweifelhaft schwankendes Vorhaben letzten Endes ab zu blasen, weiss niemand ganz genau. Aus der SPÖ kommt nur Schweigen. Die Möchte-Gern-Aufständler, davor nicht fad bei der Veröffentlichung von Parteistellungnahmen, ohne vorher die Partei befragt zu haben, sind jetzt recht mundfaul. Keine öffentliche Erklärung. Nichts. Nur Schweigen im roten Wald. Irgendwann wird man sich aber aufraffen müssen, den eigenen Wählern und Mitgliedern zu erklären, was da eigentlich vor gegangen ist.

Man könnte natürlich hoffen, dass die Putschisten zur Vernunft gekommen sind, ihre Ämter niederlegen und neue Kräfte ans Ruder lassen. Ob dem so ist, wird sich weisen. Wir bezweifeln es. Zweifelhaft ist auch, ob damit die Querelen innerhalb der Gmundner SPÖ wirklich beseitigt sind. Man wird sehen, ob Vernunft und Erneurung nun endlich in die Stadt-SP einziehen. Die weitere Zusammenarbeit innerhalb der Fraktion ist jedenfalls durch die Vorgänge nicht leichter geworden. Wenn hier nicht schnell eine umfassende personelle Erneuerung erfolgt, muss man davon ausgehen, dass die SPÖ in den nächsten Jahren als gestaltende, innovative Kraft in der Gemeindepolitik ausfällt. Nicht, dass sie das in den letzten Jahren gewesen wäre, aber man hätte sich das als Folge einer Rundum-Erneuerung gewünscht, gell! So aber kann ÖVP-Bürgermeister Krapf mit grosser Ruhe und Gelassenheit auf seine Wiederwahl in fünf Jahren hin arbeiten. Die SPÖ in ihrer derzeitigen Form wird kein ernst zu nehmender Gegner sein.

Ja, liebe Leserleins, es steht schlecht um das Jahr 2016. Haben wir schon erwähnt, dass es ein Scheissjahr ist? Das am besten schon jetzt im September seine Koffer packen und gehen könnte? Wir haben David Bowie verloren, Ihre Majestät Prince und viele, viele andere. Politisch ist es auch ein Graus. Wir sagen nur Klebstoff, HBP und überhaupt. Aber jetzt auch noch das: Brangelina wird uns weggenommen! Doch keine Sorge: der Boulevard wird uns noch lange Zeit mit Scheidungsgeschichten beglücken, etwa mit den Auswirkungen des Besuchsrechts, dass die doch recht durchgeknallte Angelina Jolie dem Weichei Brad Pitt angeblich zugestehen will. Am Geld wird es nicht scheitern. Kohle haben die beiden mehr als genug gescheffelt.

Auch wer die über die Welt verstreuten Schlösser bekommt, sollte selbst bei längerem Streit zu keinem Wohnungsproblem führen. Brangelina ungewollt wieder vereint als Clochard-Pärchen unter einer Pariser Seine-Brücke. Nein, keine Sorge. Wohnungsprobleme haben nur jene schlecht betuchten armen Schlucker, die sich die Gschichterln über das Traumpaar hinein ziehen – aus gerade noch leistbaren, billigen Boulevard-Schundblättern. Angeblich hat der arme Herr Pitt für Frau Jolies Geschmack zu viel Gras inhaliert, zuviel Alk gegurgelt und die unübersichtlichte Kinderschar nicht nach den Wünschen seiner derzeitnoch Gattin erzogen. So ein Böser aber, gell! Die kleinen Rangen werden doch nicht mit ihm inhaliert und gegurgelt haben? Liebe Leserleins, was bin ich froh, dass ich keine Promi bin. Ehrlich. Ich kann gurgeln, pieperln, inhalieren was immer ich will, und in keiner Zeitung stehts. Und wenn ich einen Lover abserviere, steht es nicht einmal im Gmundl. Aber klar, der ist ja sowas von seriös, dagegen ist die Pfarrzeitung ein schreiendes Revolverblattl.

Obwohl, liebe Leserleins, eine Warnung am Schluss: ja nicht am Uhu schnüffeln, wie wir als Kinder das einst getan haben. Es kann nicht nur die Gesundheit gefährden, sondern auch Wahltermine, gell, wenns dann am klebenden Klebstoff mangelt.

Auf Wiederpicken!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Die Stadtpolizei

Gastkommentar von Eichhörnchen

Liebe Babsy, Se fragen, wo ist eigentlich die Stadtpolizei, vor allem wenn sie gebraucht wird? Einen kleinen Hinweis kann ich Ihnen schon geben: z. B. am Wochenmarkt, konnte ich beobachten, unterhalten sich die Stadtwächter zu zweit oder zu dritt mit Bekannten von ihnen. Die Stadtpolizei sollte eigentlich patrouillieren, wo möglich zu Fuß, so dass sich die Bürger sicherer fühlen. Ausserdem beschäftigt die Stadtgemeinde Parkwächterinnen. Personal gibt es genug, aber zum Tratschen soll es nicht bezahlt werden, so wie bei anderen Berufen auch nicht.
Warum hat man eigentlich einen Bundespolizisten als zusätzlichen Stadtpolizisten eingestellt? Denke, bei der Stadtwache ist es gemütlicher.


 

Behinderte & Parkraumbewirtschaftung

18. September 2016 - Leave a Response

Heute:
Babsy Blitzschnell über besondere Parkplätze
EK Wilhelm Krausshar „Schon oft hingewiesen“

Liebe Leserleins!

Ich halte mich wirklich kurz heute. Wir bringen Bilder, die für sich selbst sprechen. Nach der originellen privaten Parkraumbewirtschaftung durch den Gmunder VP-Fraktionsführer Sigi John zeigen wir heute, wie es jenen geht, die aufgrund ihrer Behinderung jene Parkplätze brauchen, die für sie reserviert sind. Kommentare zu den Bildern erübrigen sich. Wo ist hier eigentlich die Stadtpolizei?

Wir wünschen trotzdem einen schönen, ersten richtigen Herbstsonntag.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


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Schon oft darauf  hingewiesen!

Einserkasterl von Wilhelm Krausshar

Liebe Gmundler_innen, auf die Misere mit den Behindertenparkplätzen hab ich euch schon mehrfach hingewiesen. Und dass das Rathaus noch immer nicht (und vermutlich noch lange Zeit) den EU-Normen der Barrierefreiheit entspricht, wird sich vermutlich erst ändern, wenn jemand Klage dagegen einreicht!


 

Abkassierer, Parkraum und Sonstiges

15. September 2016 - Leave a Response

Heute:
Babsy Blitzschnell blickt sich um
GK von Verständnislos über Sigi und die Parkplätze
GK von Ein Abkassierter über Parkgebühren

Liebe Leserleins!

Jetzt ist also klar: wer geglaubt hat, der Wahlkampf wird in drei Wochen vorbei sein, lag falsch. Wir geduldigen Bürgerleins werden jetzt also noch mehr als zwei Monate mit Wahlbotschaften überschwemmt werden. Wir haben die Wahl zwischen einem deutschnationalen Rechtsradikalen, der uns vorschwindelt, ein Politiker der Mitte zu sein. Und einem, der als Stadthengst den heimatverbundenen Naturburschen gibt. Wahlkämpfe sind nicht nur Zeiten der fokusierten Unintelligenz, wie Wiens Bürgermeister Häupl mal formulierte, sie sind auch Zeiten fokusierter Un- bzw. Halbwahrheiten. Wenn er’s nur aushalt, der Zgonccccccccc …

Und ein wenig zum Schmunzeln: wie die Deutschen mit Klebeproblemen umgehen (dabei gelten die ja also so verdammt gründlich, und wir Älpler als schlampig – ja, bei uns hat irgendein gesetzschreibender und dabei gänzlich unschlampiger Bürokrat ein Wahlrecht formuliert, das nicht umsetzbar ist):
http://www.tagesspiegel.de/berlin/briefwahl-was-wenn-der-klebestreifen-nicht-haelt-die-berliner-wahlbehoerde-raet-zum-uhu-stift/14547390.html

Leute, wir können jubeln: seit gestern ist Ex-Innenminister Strasser wieder ein richtig freier Mann. Der Mann ist zu ordentlich viel Fett verdonnert worden, wenn man bedenkt, dass er keinen Cent kassiert hat, sondern nur recht patschert in verhatschtem Englisch („A lobbyist is a lobbyist. And a lobbyist has some special smell.“) Möglichkeiten ausgelotet hat (oder, seine Version, den kleinen Detektiv James Strasser Bondchen gespielt hat). Wenn man bedenkt, was andere kassiert haben, wir nennen jetzt keine Namen, eh schon wissen, die noch immer frei herumlaufen, kann man aus Sicht Strassers nur sagen: blöd gelaufen. Ja, liebe Leserleins, einer muss der Teschek sein. In diesem Fall hat man – aus welchen Gründen immer – den Strasser über die Klinge springen lassen. Die grossen Nehmer aber dürfen noch immer ungesiebte Luft atmen – und werden wohl nie verurteilt werden.

Der Fragebogen zur Neugestaltung der Gmundner Esplanade ist eingetrudelt. Juchei juchheissassa! Wir studieren diesen Bogen jetzt mal. Dann werden wir beizeiten unsere Meinung kundtun. Nee, liebe Stadtpolitiker, ihr müsst jetzt nicht gleich vor Schreck in die Tragstarre verfallen. Wir werden das gewohnt objektiv angehen. Denn wir sind – im Gegensatz zu einem Poster bei den OÖN, der sich die Leserleins verhöhnend „Objektiv“ nennt, wirklich objektiv. Wir sind nicht Kampfposter irgend einer Partei. Wir kümmern uns um die Bürgerleins in all ihrer Vielfalt.

Bei Vielfalt fällt mir Einfalt ein. Wir haben wegen unserer Berichterstattung über den Flugwahn über Gmunden ein (ja, genau ein) kritisches Posting bekommen. Es sei hier wieder gegeben:  „Ihr braucht´s tatsächlich immer was, um Euch aufzuregen. Zu mehr reicht´s leider nicht.“ (Den Namen des Schreiberleins nennen wir in christlicher Milde nicht, obwohl es uns bekannt ist, da es kein Pseudonym verwendet hat.)
Ja, also, wie sollen wir sagen? Wie wäre es mit einem Argument anstatt dieses doch eher nicht sehr intelligenztriefenden Kommentars? Da hat jemand nicht begriffen, was das Wesen kritischer Berichterstattung ausmacht. Wir denken, es hat bei uns schon zu ziemlich viel mehr gereicht (was immer mit „mehr“ gemeint sein sollte), als dieses Posterlein glaubt. Also, vor dem Schreiben ein paar brauchbare Argumente überlegen und uns mitteilen. Dann kann man unterschiedliche Positionen diskutieren. Aber mit einem solchen Ramsch-Posting können wir echt nichts anfangen. Vielleicht reichts beim Schreiberlein beim nächsten Mal für mehr, gell!

So, liebe Leserleins, jetzt gibt Ihre Babsy schon den Platz frei für die Kommentare der Bürgerleins.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Sigi und die Privat-Parkplätze
 – Die kreative Parkraumbewirtschaftung des Sigi J.

Gastkommentar von Verständnislos

Nun, dass die Lösung der Verkehrs- und damit Parkplatzproblematik im Bereich Weyer und Traunsteinstraße nur geringfügig weniger schwierig ist als die des berühmten Gordischen Knotens, ist mir durchaus klar.

Das erkannte offensichtlich aber auch die Gmundner ÖVP und setzte deshalb auch gleich ihren besten Mann auf die energische Zerschlagung des Selbigen an. Was täte unsere Stadt bloß ohne diese charismatische Lichtgestalt, diesen wortgewaltigen Experten in eh fast Allem, besonders aber in Verkehrssachen (siehe Kreisverkehr- Bahnhof-Pinsdorf)?

Nahtlos knüpft hier die Erfolgstory des vormals grün, dann schwarz Wechselgewählten in (verkehrs)politischen Dingen an die Erfolge seiner unternehmerischen Karriere in der Gastronomie an. Soviel Engagement und Erfolg müssen natürlich erstens belohnt werden, zweitens einen gewissen Spielraum in Selbstzugestehen von Privilegien bieten und drittens natürlich auch das Verständnis der Bevölkerung dafür zur Folge haben.

Deshalb wurden jetzt auch die weiß markierten und damit öffentlich benutzbaren Parkplätze vor dem Haus der Familie des besagten Gemeinderates mit Schildern versehen, die auf ein gewisses Vorrecht hinweisen. Legal ist das zwar nicht, aber hier kommt die alte römische Regel zum Tragen: „Quod licet Johni, non licet bovi“ (oder so ähnlich).


Gmunden – die Stadt der Abkassieret und Kassierer!

Gastkommentar von Ein Abkassierter

Ist schon richtig pfiffig, wie in der Traunseemetropole die Bürgerchens abkassiert werden.
Die von der Mehrheits-ÖVP seit 1997 defacto in die Pleite regierte Stadt kassiert wo’s geht die Bürger ab.
Beispiel:
Selbst leidgeprüften Besuchern von Angehörigen und Freunden, die im Gmundner Spital liegen, werden mittels der sogenannten Parkraumbewirtschaftung die Euros aus der Tasche gezogen. Im Gegenzug gibt’s hier beim Spital keine Besucherparkplätze (geschweige denn womöglich kostenlose … lach…)
Aber der gelernte Bürger hat hier am Traunseeufer sich allerorten an die geschickte Taschlzieherei dank kreativer Abkassierermethoden der Gmundner Politikerchens leider schon zu sehr gewöhnt, statt endlich mal was anderes als die schwarze Zukunft mit roten Zahlen zu wählen…
Nun gut – zugegeben: Gegen die zigzigzigzig Millionen Euros, die der ach so allseits geachtete Sternderl-Steuergeld-Kassierer-Clan hier vor Ort , dank willfähriger ÖVPSPÖGRÜNEN und BLAUEN Politiker (…. Was die wohl davon haben, dass dem Sternen-Haufen auch noch jede Haftung abgenommen wurde…nochmals lach… – oder besser angemerkt „weinen vor Zorn“ ist da angesagt…), na ja – gegen dieses Kassieren von Millionen Euros für ein von Anfang an auf getürkten Fahrgastzahlen basierendes „Steuergeld in die private Tasche schaufeln“-Projekt, sind die Abkassierer-Euros in den blauen Spitals-Zonen der berühmte Lärcherlschas im Wald.
Die Vogerln pfeifens eh schon von den Dächern, dass sich doch die Korruptionsstaatsanwaltschaft mit dieser wohl größten und leider auch nachhaltigsten, betriebswirtschaftlichen Steuergeldleiche Oberösterreichs jetzt doch zu beschäftigen beginnt …
Vielleicht bringt die bereits laufende Anzeige Licht ins Dunkel dieser wohl findigsten und gleichzeitig obskursten Nahverkehrs-Posse, die im weitverzweigten Steuergeldlassierer-sternen-Reich zu finden ist.


Wir vom Team Gmundl haben uns den Kopf zerbrochen. Über die enormen Kosten der Wahlverschiebung. Wir plädieren für eine Plakatlösung, die Synergien freisetzt. Hier unser Vorschlag für ein einheitliches Wahlplakat von Hofer und VdB. Ein Plakat – zwei Köpfe. Österreicherleins, jetzt müsst ihr euch entscheiden!

hbp_dritter_wahlgang_einheitsplakat


 

Gmunden an der Einflugsschneise

12. September 2016 - Leave a Response

LATEST NEWS:
DIE HBP-WAHL wird verschoben – auf den 4. 12. 2016

Heute:
Babsy Blitzschnell über einen skandalösen Event

Liebe Leserleins!

Es war ein Wochenende des Skandals. Zweieinhalb Tage regierte tagsüber dröhnender Lärm die Stadt. Und die Stadt hat auch noch 5.000 Eurönchen dazugelegt, um die Marterung der Bürgerleins finanziell zu unterstützen. Jetzt wird das auch noch als grösstes (gemeint ist wohl: grossartigstes) Ereignis der Gmundner Geschichte abgefeiert. Ja, gross, was den Irrsinn solcher Veranstaltungen betrifft. Wahrlich, der Wahnsinn hat Methode. Ja, der Sigi John hat diese Verrücktheit total gelobt. War der nicht mal ein Grüner? Jetzt ist er ein Schwarzer – wahrscheinlich wurde er von den Abgasen der Flieger so geschwärzt, dass ja nix Grünes mehr durch schimmert.

Ja, Ihre Babsy hat den Grünen ein bißerl unrecht getan. Die haben im Gemeinderat gegen die Förderung dieses Plemplem-Spektakels gestimmt. Liebe Grüne! Da mangelt es an der Kommunikation. Warum kein Wort über diesen Lärm-Unfug und euer Stimmverhalten in der letzten Brennnessel, die ja ziemlich kurz vor dem Krach erschienen ist?! Tue Gutes und sprich darüber, gell!

Hat sonst noch wer im Gemeinderat gegen diese Dumm-Förderung gestimmt? Bitte melden und laut kundtun.

Ja, liebe Leute. Solle noch jemand sagen, in Österreich gäbe es zu wenig Mitbestimmung und Wahlmöglichkeiten für die Bürgerleins! Denn, so wie es aussieht, dürfen wir jetzt ein drittes Mal üben, wie man einen HBP wählt. Bis zum dritten Wahlversuch werden ungefährt 60.000 Wahlberechtigte des ersten Wahlgangs in die ewigen Jagdgründe abgewandert sein. Dafür werden etwa genau so viele Junwählerleins nicht wählen dürfen. Soviel zur Fiktion des VfGH, man könne die Wahl unter gleichen Bedingungen wiederholen.

Wir wünschen eine schöne, ruhige Woche ohne Fluglärm. Jetzt heisst es, sich beim Büroschlaf erholen. Arm sind halt all jene, die nicht im Büro ihrer Arbeit nachschlafen können, gell, sondern die in Fabrikshallen, im Handel etc. ihrer Arbeit nachgehen müssen. Die können nur hoffen, den Schlaf am nächsten Wochenende in Ruhe nach holen zu können. So die Stadtgemeinde mitsamt Touristik nicht schon den nächsten Schlag gegen die körperliche und mentale Gesundheit der Bürgerleins geplant haben.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Brot und Spiele und Krawall

Gastkommentar von Lärmgeplagter Innenstadtbewohner

Ja, liebe Babsy, die Kritik dieses Flug-Lärmterrors gestern über Gmunden teile ich hundertprozentig. Nachmittags ging ich am Traunsee-Ostufer baden. Ich wollte mich erholen und entspannen, aber von dem Fluglärm, dem Smog und Abgasausstoß der Flugzeuge bekam ich Kopfschmerzen. Die Leute am Badeplatz fanden die Show super, wiederum ein Beweis, dass die Dummheit wie Sie sagen, grenzenlos ist.

Da ich in der Innenstadt wohne, fand ich auch zuhause keine Ruhe, in der Nacht mußte ich die Fenster schliessen, denn mein Organismus hatte die Grenzen der Leidensfähigkeit erreicht.
Zu dem kommt noch, dass diese Wahnsinnsveranstaltung noch mit 5000 Euro von der sich ohnehin in starker Geldnot befindlichen Stadtgemeinde gesponsert wird. Ihr Angriff auf die Grünen, liebe Babsy, ist ungerechtfertigt. Denn bei der letzten Gemeinderatssitzung stimmten die Grünen gegen diese Flugveranstaltung, die im wahrsten Sinn des Wortes eine Terrorisierung der heimischen Innenstadtbevölkerung bedeutet. Allerdings wurden die Grünen von den anderen Parteien – wie immer bei Umweltfragen – überstimmt.

Ich frage mich, welche Gedanken machen sich der Bürgermeister und der Vize-Bürgermeister, der als Berufspilot federführend bei dieser Veranstaltung war, über die Umwelt, die sie ihren Kindern – beide Herren sind Familienväter – hinterlassen? Die politisch Verantwortlichen agieren, als ob es kein Morgen gäbe. Nur weiter so, nobel geht die Welt zugrund, sagt ein Sprichwort.

Im alten Rom, als die Zeiten schlechter wurden, gab man dem Volk Brot und Spiele, damit es nicht begreift, wie elendig arm es eigentlich ist. Wir befinden uns heute in einer ähnlichen Situation, die Zeiten werden prekärer, da muss man das Volk mit Lärm und oberflächlicher Unterhaltung betäuben und verblöden. Die Devise lautet: die Menschen müssen am Nachdenken gehindert werden!! Zudem kommt noch, dass die meisten sowieso zu feig sind, um dagegen aufzutreten. Wenn man sich gegen so eine Wahnsinnsveranstaltung äussert, wird man reflexartig angeschnauzt:: ….“es muss ja was los sein in Gmunden, sonst ist es eine tote Stadt“… Das ist leider das geistige Niveau der Mehrheitsbevölkerung, verursacht auch durch unser leidiges Bildungssystem und die Manipulation durch die Massenmedien.

Danke für den Hinweis auf das Stimmverhalten der Grünen! Wir können nicht alle Gemeinderatsprotokolle lesen. Ausserdem sind wir gar nicht auf die Idee gekommen, dass dieser Schwachsinn auch noch nach dem seit Köppl üblichen Giesskannenprinzip mit Steuergeldern begossen wird.
Und ja: es ist leider nicht nur das geistige Niveau der Mehrheitsbevölkerung, sondern auch mancher Politiker, wenn man heute in den OÖN diesbezügliche Aussagen der Stadtpolitik liest.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl



 

Stukas über Gmunden?

11. September 2016 - Leave a Response

Heute:
Babsy Blitzschnell über
Gmunden im Tourismus-Blitzkrieg u. a.

Liebe Leserleins!

War das gestern nicht ein herrlicher Tag? So richtig zum Erholen? Denkste! Ein alter Freund meines Grossvaters, beide haben als Kinder noch die letzten Kriegstage 1945 erleben „dürfen“, der sagte: Gestern hatte er das Gefühl, die Stukas fliegen wieder. Diesmal halt über Gmunden und ohne Bombenabwurf. Aber er hatte ein total mulmiges Gefühl. Die alten Bilder aus der Kindheit sind wieder aufgetaucht. Er kommentierte das Geschehen mit „absolut rücksichtslos“.

Da hat er recht, der alte Herr. Auch wir junge Menschen, wenn wir nicht völlig vertrottelt sind, gell, finden das Lärmspektakel unerträglich. Da ahnt frau, wie es Bewohnern in Flughafennähe den ganzen Tag und die ganze Nacht geht. Pausenloser Fluglärm über Gmunden. Nichts als Dreck und Lärm, damit sich ein paar völlig geistig Desorientierte „vergnügen“ können. Die CO2-Bilanz dieses Events wäre mal eine Veröffentlichung wert. Ihre Babsy fragt sich bloss, wo all die Fahrradfans und Grünen sind, die uns erklären, die Abgase gehören aus der Innenstadt (und dafür werde die Regio sorgen). Dann wird an einem Tag soviel Dreck rausgehaut wie in einem Quartal Aufofahren. Wo sind da die wackeren Kämpfer gegen CO2 und Autofahrer?

Solche Veranstaltungen sind ein totaler Anachronismus in Zeiten der sich nahenden (oder schon stattfindenden) Klimakatastrofe. Sie sind ein Verbrechen, anders lässt sich das nicht sagen. Eine bescheuerte Minderheit terrorisiert die leidende Mehrheit. Das geht so seit Freitag. Interessiert sich denn überhaupt niemand in der Politik für die Menschen, die sich am Wochenende für eine harte Arbeitswoche regenerieren müssen, und die das bei diesem Lärm nicht können? Wie gesagt: dass ein paar tausend Leute zu diesem Schwachsinns-Ereignis kommen, beweist gar nichts, ausser dass die Dummheit grenzenlos ist. Manchmal beschleicht Ihre Babsy das Gefühl: die Menschheit ist nicht mehr zu retten.

Von wegen retten. Natürlich ist es traurig, wenn Leute bei ihrer Arbeit verunglücken. Wie jetzt der Kunstflieger Arch beim Beliefern einer Berghütte. Aber der Mann hat, man muss auch das erwähnen, bei Flugveranstaltungen stets Kopf und Kragen riskiert. Vielleicht geht da das Gefühl für die Gefahr verloren. Aber was Ihre Babsy eigentlich mitteilen will: der Mann war einer von vielen, die von Red Bull gesponsert werden. Einer von vielen Extremsportlern. Wobei „Extremsportler“ eine sanfte Umschreibung für potentielle Selbstmordkandidaten ist.

Ihre Babsy würde gern mal eine Liste all jener sehen, die zur Red Bull-„Familie“ gehörten, und bei Ausübung ihrer im Red Bull-Magazin abgefeierten Selbstmordsportarten schon ums Leben gekommen sind. Darüber schweigt Red Bull, weil man mit diesen Todessportarten Werbung für ein grausliches Gesöff macht. Die Gefahr zu beschreiben ist ja wahnsinnig schick, aber über den Tod schweigt man lieber. Der könnte den Leuten die Lust aufs Getränk vermiesen. Ach ja: wenn von Red Bull-„Familie“ die Rede ist, ist das auch so ein moderner Verschleierungs-Sprachunfug. Denn natürlich ist das keine Familie, sondern beinhartes Business. Siehe Spieler-Politik bei der ehemaligen Austria-Salzburg, jetzt Red Bull-Salzburg.

So, liebe Leserleins, morgen werden wir erfahren, ob wir am 2. Oktober wählen dürfen, ob wir dazu vielleicht vom Innenministerium doch einen Uhu geschenkt bekommen, oder ob wir uns gedulden müssen. Bis wann auch immer. Inzwischen gehts offensichtlich auch ohne Präsidenterl. Das wirft Fragen auf …

Was ich noch erwähnen will: wir haben uns bisher nicht so richtig zur Befragung der Bürgerleins in Sachen Neugestaltung der Gmundner Esplanade geäussert. In den diversen Foren tobt schon ein wilder Kampf, ob das nur eine Ablenkung der Bürgerleins sein soll, und ob es nicht wichtigere Themen gibt, die den Bürgerleins vorgelegt werden sollen. Wir warten mit unserer Stellungnahme, bis wir den Fragebogen studieren haben können. Dann werden wir, Wort drauf, unseren Senf dazu geben und vielleicht sogar ein paar Tipps geben, wie verantwortungsvolle Bürgerleins mit dieser Aktion umgehen könnten.

So, liebe Leserleins, mal sehen, ob wir heute aus der Deckung kommen können, oder uns weiterhin im Tarnbikini vor den angreifenden Stukas ins Gebüsch werfen müssen.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Demnächst Erlebnisurlaub mit Feuerwerk in Gmunden?


Uhu, Berufsunfähigkeit und Dumm-Events

10. September 2016 - Leave a Response

Heute:
Babsy Blitzschnell über den Irrsinn
in der österreichischen Innenpolitik u. a.
GK Alex Zugaus über Steuerzahlers Huckepack

Liebe Leserleins!

Es geht ziemlich zu im Lande. Da sind zuerst die Wirren in der Gmundner SPÖ, die von einem kleinen Rudel verantwortungsloser Putischsten ausgelöst worden sind. Wir sind mit Kommentaren frustrierter SPlerleins überschüttet worden. Frustriert von der Stadtpartei im allgemeinen und angefressen auf die Putschisten im Besonderen. Aber wir schliessen diese Diskussion vorerst einmal. Die wesentlichen Argumente wurden vorgebracht. Jetzt warten wir mal ab, wie die SP das lösen wird. Das Gespräch auf Landesebene hat offenbar wenig gebracht. Wer Hochegger und Co. kennt, ist darüber nicht verwundert. Die sind so einsichtig, wie das Enklave in Rom für Nichtkardinäle. Und so entgegenkommend wie eine Sackgasse. Wir sehen die einzige Lösung in einer Auflösung der Ortspartei mit nachfolgender Neugründung. Das Land und die Stadt brauchen eine Sozialdemokratie, die ihre Aufgaben erfüllt. Nicht – wie in den letzten Jahren – in eitler Selbstüberschätzung gepaart mit borniertem Eigensinn ihre Wähler und Mitglieder vertreibt. Für das politische Gleichgewicht in Stadt, Land und Staat ist eine funktionierende Sozialdemokratie unerlässlich.

Ja, liebe Leserleins, schön langsam werden wir zur Lachnummer. Stichwort HBP-Wahl. Zuerst der fragwürdige Entscheid des Verfassungsgerichtshofes. Der uns jetzt jede Menge weiteres Ungemach einbringt. Die Verschiebung der Wahlwiederholung steht im Raum. Weil die Wahlkarten keine echten Kuverts sind (die sind nämlich gefaltet), sondern zwei Papierln, die zusammengeklebt werden. Verlangt angeblich das Gesetz so. Wer schreibt solche Gesetze? Und wer beschliesst die dann auch noch? Nur weil ein Wahlkuvert schon unterschrieben ist, wird die Stimme ungültig, wenn das Kuvert aufplatzt ist. Und wenn das Wählerlein deshalb die Wahlkarte deshalb gegen eine intakte umtauschen will, geht das dann nicht mehr. Wer denkt sich solchen Schwachsinn aus? Durchgeknallte Beamte, die im stillen Kämmerchen mit bürokratischer Akribie ein Wahlgesetz schreiben, das in der Praxis nicht umsetzbar ist. Das in der Praxis nach Improvisation und Umgehung der Vorschriften schreit, weil sonst gar nichts mehr geht.

Dass die FPÖ und Norbert Gerwald Hofer jetzt verlangen, man möge die Wahlwiederholung einfach mal ohne Wahlkarten durchführen, zeigt zweierlei. Erstens: Die Herrschaften sind dummdreist, jeder weiss, warum sie keine Wahlkarten wollen. Versteht irgendwer, warum es noch immer Wählerleins gibt, die solche Dummdreistheit mit ihrer Stimme belohnen? Zweitens: ein solches Vorgehen wäre gesetzwidrig. Aber Gesetze gelten für die FPÖ nur dann, wenn sie ihr nützen.

Zuerst hat das Umfeld der FPÖ die Gerüchte um eine Krebserkrankung von VdB geschürt. Solange, bis der aus Verzweiflung zum Arzt lief und seine Befunde offenlegen liess. Da ist nix. Der Kerl ist beneidenswert munter und gesund. Ein Role-Model für die Tabakindustrie. Kein so ein Weichei wie der Marlboro-Mann, der dummerwiese und ohne Genehmigung der Tabakfirmen an Lungenkrebs verstarb. Was die vielen verschwörungsgläubigen FP-Anhänger nicht davon abhalten wird, weiterhin an eine Krebserkrankung von VdB zu glauben. So unerschütterlich Gläubige findet man nicht einmal mehr in der katholischen Kirche.

Jetzt aber liegt ein Bescheid vor, der Norbert Gerwald Hofer bescheinigt, arbeitsunfähig zu sein. Auch irgendwie merkwürdig. Wie erledigt der Mann, wenn er als Ingenieur nicht arbeitsfähig ist, seine Arbeit als Dritter Parlamentspräsident? Ah so, da gibt es eh noch zwei andere. Und wie will er die Arbeit als HBP mitsamt den vielen Reisen stemmen, wenn es für den erlernten Zivilberuf als Techniker nicht reicht? Entweder sind die Bescheide der PVA ein Unsinn, oder Hofer lügt seine Wählerleins an, was seine Arbeitsfähigkeit als HBP betrifft. Beides macht keinen schlanken Schuh für einen HBP-Kandidaten.

Also, liebe Leute, wie es aussieht, werden wir erst im Advent wählen. Oder angetschechert am zweiten Jänner. Kann man nur hoffen, dass bis dahin möglichst vielen Wählerleins ein Lichtlein aufgeht.

Und, liebe Leute, wenn Ihr die Wahlzelle betretet (langsam wirds wirklich zur Zelle, aus der frau/man nicht mehr herauskommt), dann lasst bitte den Uhu zu Hause. Den Klebstoff natürlich, nicht das possierliche Nachttierchen. Weil wenn die FPler den Uhu erschnuppern, setzt es gleich wieder Neuwahlen. Damit wir Wählerleins nicht aus der Übung kommen, gell! Und das Wahlkuvert bitte nicht selbst einwerfen. Oder gar den Wahlvorsitzenden fragen, wo frau/man denn bittschön das Kreuzerl machen soll. Auch das ist ein Wahlanfechtungsgrund, gell!

Leute, dank FPÖ und eines genialen Beamtenapparats mitsamt doofer VfGH-Rechts- äh, Rechtsprechung  wird ganz Österreich zum Burgenländerwitz. Oder wir Ösis werden der gesamteuropäische Ostfriesen-Witz. Wenigstens irgendetwas, worüber Europa (bei einer Stimmenthaltung) Einigkeit erzielen kann. Alles nicht sehr erbaulich, gell! Aber sagen wir so: Österreich hat sogar 600 Jahre Habsburger überlebt, da werden wir das auch noch schaffen!

So, liebe Leserleins, jetzt geniesst dieses Wochenende. So Ihr es schafft. Denn unter all den schwachsinnigen Events, die es hierzulande gibt, findet an diesem Wochenende der schwachsinnigste statt: das grosse Helikopter-Treffen beim Franzl-im-Holz. Da konnte Gmunden nicht nachstehen: die Dinger fliegen zu nicht geringem Teil über Gmundner Stadtgebiet ein. Dazu vor Ort Wasserflugzeuge mit Flugshow über dem Traunsee. Mitsamt Musikkrach am Rathausplatz. Und schon wieder einmal ein Feuerwerk. Ohne das gehts nicht in Gmunden.

Das ganze Wochenende über Fluglärm und enorme Umweltverschmutzung. Schwachsinniger geht es nicht. Da werden irgendwelche Klimaabkommen unter grossem Jubel unterzeichnet, nur um dann umweltschädigende Grossveranstaltungen durchzuführen, deren Sinn nicht erkennbar ist. Diese Art von Veranstaltungen ist in Zeiten des Klimawandels nur noch als Umweltverbrechen zu bezeichnen. Vergesst den Klimaschutz, den Umweltschutz, den Lärmschutz. No Lärm & Dreck – no Fun! Solange die Menschheit sich nicht von dieser selbstverschuldeten Dummheit verabschiedet, steht es schlecht um unsere Zukunft auf diesem Planeten. Nur weil zehntausend Leute kommen, heisst das nicht, dass solche Events nicht längst abgeschafft gehören. Oder gilt hier in Gmunden das Motto: „Fresst Scheisse, denn Milliarden von Fliegen können nicht irren!“???

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Huckepack beim Steuerzahler

Gastkommentar von Alex Zugaus

Die Controlling Experten von Stern & Co. beschweren sich mittlerweile, dass einige der empfindlichen Züge im Freien stehen werden müssen. Warum? Das Land hat anscheinend die nächsten 10 Millionen Euro des „mittelfristigen Investitionsprogramms“ noch nicht freigegeben! Eine Frechheit, da müsste doch glatt S &H die geplante Remise in Englhof selbst finanzieren.
Selbstverständlich ist der Transportwaggon, der die Züge zum Attersee transportiert, eine Gabe der Steuerzahler. Nachzulesen im Landtagsbeschluss.

Für diese Abzocke hat Hr. Knoll, das Mastermind der Lobbying- Partie zusammen mit den Beamten des ÖV in Linz, einen fragwürdigen Mobilitäts-Preis bekommen. Der wurde in einer Publikumswahl bestimmt. Na, da haben sich die Schienenfans wieder einmal gefunden.
Der Laudator, Herr Landesrat Anschober, hat ja auch noch nie etwas von einer sorgfältigen Verwendung von Steuermitteln gehört.


 

Huckepack

8. September 2016 - Leave a Response

Heute:
Bruno Beinhart ärgert sich Huckepack
GK Roter Pfadfinder zur
SP-Gmunden-Krise: Neugründung!

Geschätzte Leserschaft!

Man ärgert sich. Man ärgert sich enorm. Und das seit der ersten Triebwagenanlieferung für die SRT von Spanien nach Vorchdorf. Es ist eine Chuzpe, wie das vor sich geht. Die Lieferung erfolgt über die Strasse per Diesel-LKW in einem wochenlangen Transport. Obwohl es einen vollwertigen, normalspurigen Bahnanschluß in Vorchdorf gibt.

Lt. DI Knoll, in Eisenbahn Österreich 9/2016, wurden der erste Triebwagen per Strasse von Valencia nach Santander, von dort am Seeweg nach Rotterdem und dann wieder per Straßentransport nach Vorchdorf gebracht. Die letzte Anlieferung im August erfolgte mit einem spanischen LKW. Man darf vermuten, der gesamte Weg erfolgte per LKW. Siehe diese Bilder:

regio_transport-aus-valencia

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Wo bleibt der Aufschrei der roten und grünen Traumtänzer und CO2-Weltverbesserer? Dass die Schwarzen jedem neoliberalen Billigtransport ohne Rücksicht auf CO2-Belastung frönen – und sei er nur  um einen Euro billiger –  ist klar. Aber in Gmunden die CO2-freie „Nachhaltigkeit“ der SRT mit über 100 Mio. Euro Ausgaben in Hochglanz beklatschen? Um dann die Anlieferung der immerhin elf Triebwägen per Strassentransport zu verschweigen – das ist einfach heuchlerisch. Noch dazu wo offenbar jeweils eine Leerfahrt der LKWs erfolgte. Ergibt somit immerhin 22 Fahrten mit jeweils ca. 2000 km!

Dabei steht ein spezieller Transportwaggon für den Eisenbahntransport zur Verfügung (siehe untenstehendes Foto). Der wurde sicher ebenfalls durch das Land bzw. die Gemeinde Gmunden bezahlt. Der Transport der Triebwägen zur Attergau-Bahn erfolgt nämlich von Vorchdorf  (=gemeinsame Werkstätte) aus zur Attergaubahn und vive versa per Bahn.

regio_transportwaggon

Eine zweite Sache, die gerne verschwiegen wird, ist der Umstand, dass die Remise beim OKA-Turm erhalten bleibt. Aber nur für die Nostalgiefahrzeuge. Weil die Tramlink-Triebwägen ein wenig zu lang für die Remise sind. Es stimmt um ungefähr zwei Meter nicht zusammen. Da die Remise denkmalgeschützt ist, ist eine Verlängerung wahrscheinlich nicht möglich.

Dabei hätte es durchaus ein kürzeres Modell der Tramlink gegeben. Wenn man wenigstens zwei Garnituren in kürzerer Ausführung  bestellt hätte, hätte man diese zwei Fahrzeuge in Gmunden unterbringen können.

Knoll schreibt im selben Artikel in der Eisenbahnzeitung, dass in Vorchdorf nur drei Triebwägen untergebracht werden können. Für fünf (!) Triebwagen sucht man noch eine Bleibe! „Diedbezügliche Standortüberlegungen befinden sich noch in Abklärung“. Im Gespräch ist dabei der ehemalige ÖBB-Bahnhof Engelhof. Der älteste Bahnhof in Österreich! Möge der Denkmalschutz eine Verschandelung des Areals mit einer Halle für fünf Triebwägen verhindern!
Man kann nur hoffen, es möge bald das Geld ausgehen für solchen Unfug auf Kosten der Steuerzahler …

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl


Neugründung der Gmundner SP!

Gastkommentar von Roter Pfadfinder

Ich wundere mich nur noch und stelle mir die Frage, wann ich meine SP-Mitgliedschaft endgültig hinwerfe.
Ist dieser Herr Hochegger, der in Gmunden bisher politisch nicht aufgefallen ist, von allen guten Geistern verlassen? Schon die Art, wie er seine peinliche Palastrevolte angezettelt hat, disqualifiziert ihn und seine Mitmacher für politische Ämter. Disqualifiziert sie als Sozialdemokraten. Die Sozialdemokratie hat nämlich was mit Demokratie zu tun. Nicht mit der Demokratur einiger sich selbst schwer überschätzender Polit-Minderleister.

Jetzt so zu tun, als sei Sageder an allem schuld, ist Wähler- und Mitgliedertäuschung. Man kann über Sageders Wirken als Verkehrsstadtrat unglücklich sein. Aber er hat sich bei all seinem Tun an Beschlüsse der Stadt- und Landespartei gehalten. Diese Beschlüsse sind bis heute aufrecht.

Das segensreiche Wirken von Hochegger & Co. ist mir bisher entgangen. Es sei erinnert, wie Herr Hochegger vor vielen, vielen Jahren bei seinem ersten Versuch, Fraktionsobmann zu werden, kläglich gescheitert ist. Er bekam genau eine Stimme. Der Rest der Stadtpartei hat gegen ihn gestimmt. Man hatte damals den richtigen Riecher. Mangels Alternativen wurde dann Christian Dickinger gewählt. Im Rückblick auch eine Fehlentscheidung. Aber im Vergleich zu Hochegger … man wählte halt den erkennbar höheren IQ. Ob der Polit-IQ Dickingers höher war, wäre angesichts seiner Performance in der Stadtpolitik natürlich zu diskutieren. Denn auch bei Dickinger wusste man in Wahrheit: eine Fehlbesetzung. Als er sich, auch vor vielen Jahren, als einziger Bewerber um den Job als Bezirkssekretär bemühte, schrieb die Landes-SP den Posten lieber ein zweites Mal aus. Blöd gelaufen: er war wiederum der einzige Bewerber. Also ist er es geworden. Das sind die Rekrutierungsprinzipien der SPÖ gewesen. Kein Wunder, wenn das Parteischiff abgesoffen ist.

Wer in der Gmundner SPÖ glaubt, mit den Erfolglosen der letzten Jahrzehnte zu neuen Ufern aufbrechen zu können? Der Gaul, den man satteln will, ist tot. Diejenigen, die sich jetzt als Retter präsentieren, können ein Pferd nicht von einem Esel unterscheiden. Das Schiff, mit dem man zu neuen Ufern aufbrechen will, liegt als abgesoffenes Wrack unter Wasser. Herr Hochegger hat in den letzen Jahrzehnten bewiesen, dass er es nicht kann. Dazu kommt, dass er unfähig ist, zwischen den Parteiflügeln zu vermitteln. Er war einer der Haupteinpeitscher bei der Vertreibung origineller Köpfe und von Mitgliedern, die sich mehr Konturen wünschten. Dass ausgerechnet Hochegger nun ein geschärftes Profil der Stadtpartei verspricht, ist eine Verhöhnung der Mitglieder. Dafür hätte er in den letzten Jahren mehr als genug Zeit gehabt.

Glaubt wirklich wer, dass es genügt, einen neuen Bundeskanzler zu etablieren? Wenn der Fisch am anderen Ende, also bei der Schwanzflosse, weiter vor sich hin modert und stinkt? Ja, man ist nach den Faymann-Jahren echt froh, dass im Kanzleramt wieder jemand sitzt, der gerade Sätze sprechen kann und scheinbar auch über einen Plan verfügt. Aber wenn die SPÖ sich nicht von unten erneuert, dann geht das alles schief. Auch die unfähigen Privilegienritter auf Ortsebene müssen endlich gehen. Sonst wird das nichts mehr. Die Gmundner Stadtpartei gehört aufgelöst und neu gegründet.


 

Leserleins zuerst

5. September 2016 - Leave a Response

Heute:
Babsy Blitzschnell ganz schnell
Gastkommentare quer durchs Gemüsebeet

Liebe Lesereleins!

Ihre Babsy fasst sich heute kurz. Richtig blitzschnell. Gut, halbwegs blitzschnell!

DAS Thema dieser Tage ist der Putschversuch einiger Politspekulanten in der Gmundner SPÖ. Das schlägt Wellen. Ihre Babsy hofft, es ist uns gelungen zu vermitteln, dass die Aktivitäten von Stadtrat Sageder ein anderes Paar Schuhe sind als der Versuch, ihn mittels unbemokratischer Hinterzimmerverschwörung aus dem Amt zu hebeln. Das ist unsauber und verwerflich. Und das, was da nachkommen will, ist von höchst trauriger „Qualität“:

  • ein Fraktionsobmann, der seit über einem Jahrzehnt dilettantisch vor sich hin werkt, den trotzdem (oder deshalb?) keiner kennt, der dem Amt schon jetzt nicht gewachsen ist, und es als Stadtrat noch weniger wäre. Ein Politzwerg, der sich irrtümlich für Goliath hält. Merke: Auch Selbstüberschätzung ist ein guter Gradmesser für Mangel an Intelligenz. Einer, der für die Spaltung der SPÖ steht, nicht für Gemeinsamkeit und offenes Aufeinanderzugehen.
  • Eine Parteiangestellte, bei der sich die Frage stellt, was sie den ganzen Tag allein im Bezirkssekretariat eigentlich tut (auf der Homepage der Stadtpartei prangt noch immer die Wahlnummer mit Dickinger am Titelblatt).
  • Und dazu der Göttergatte (wird die SP jetzt ein Familienbetrieb???), der schon ewig in der Frühpension ist, aber jede Menge Kraft für folgende Aktivitäten hat (ohne Anspruch auf vollständige Aufzählung): Kinderfreundevorstand, Gmundner-SP-Vorstand, Gemeinderat, Leitung des Ausschusses für Gesundheits- und Integrationsangelegenheiten, Vorstandsmitglieder des OÖ Landesverbandes der Elternvereine, Präsidium der Gmundner Naturfreunde. Tja, Frührente macht aktiv, gell! Mancher Hackler würde sich wohl wünschen, noch zu solchen Aktivitäten imstande zu sein. Auch so kann man wichtige soziale Einrichtungen, die von der Sozialdemokratie erkämpft worden sind, in Verruf bringen.

So, das war es auch schon. Jetzt kommt ein bunter Bilderbogen an Gastkommentaren. Möge es für alle, die guten Willens sind, eine erquickliche Woche werden!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Szenario

Gastkommentar von Alter Roter

Stellen wir uns nur mal kurz das folgende Szenario vor:
Der Gmundner ÖVP-Bürgermeister Krapf würde vor die Presse treten und erklären, Gemeinderatssitzungen seien überflüssig, da die ÖVP die Mehrheit habe und damit ohnehin klar sei, wie Abstimmungen ausgehen würden. Deshalb würde er in Hinkunft keinen Gemeinderat mehr einberufen, sondern die anliegenden Fragen im Kreise der ÖVP-Mandatare aushandeln.

Der Aufschrei wäre zurecht enorm. Ignorierung demokratischer Regeln, Putsch, Diktatur – das wären noch die harmlosesten Kommentare. Natürlich würde BM Krapf sowas nie tun. Aber es gibt andere, die agieren genau so.

Ich meine damit jene durchgeknallten SP-Mandatare, die sich zu dritt zusammengerottet haben (und sich dabei absurderweise als Parteimehrheit ausgeben) und die anderen beiden Mandatare erst gar nicht zur Fraktionssitzung eingeladen haben. Das sei schon in Ordnung so, hat Hochegger, das mehr als nur unfähige Oberhaupt dieses Politmobs, verkündet. Es sei nicht nötig, die beiden anderen Mandatare einzuladen, denn man habe ja die Mehrheit. Es sei ohnehin klar, wie die Abstimmung ausgehe: 3:2 für den Putsch. Darum müsse man die beiden anderen gar nicht einladen.

Herr Hochegger und seine Kumpanen haben damit bewiesen, wes Ungeistes Kind sie sind. Solche Leute haben in der Sozialdemokratie nichts zu suchen, denn wenn das Sozialdemokratie ist, dann muss ich was falsch verstanden haben. Die SD stand immer für Demokratie, Diskussion und Offenheit. Aber warum wundere ich mich nicht über das Vorgehen dieser Leute? Weil Herr Hochegger schon seit ewigen Zeiten so agiert: er verweigert beharrlich das innerparteiliche Gespräch. Er ist nicht bereit, sich mit Andersdenkenden oder Andersmeinenden in der Partei auseinanderzusetzen. Ausgestreckte Hände ignoriert er. Er hat lieber die Leute aus den Gremien verjagt, hinweg gemobbt, oder sie schlicht – und statutenwidrig – einfach nicht mehr zu Besprechungen eingeladen. Das ist sein Stil.

Er ist nämlich nicht in der Lage, eine Diskussion über inhaltliche Standpunkte zu führen. Dazu ist er geistig viel zu eng geführt. Sein politischer Horizont reicht nicht einmal bis zum Tellerrand. Es ist eine der vielen dramatischen Fehlentscheidungen von Christian Dickinger als Parteichef gewesen, solche inkompetenten Leute in verantwortungsvolle Positionen zu hieven. Das Motiv war klar: Dickinger wollte keine Leute um sich haben, die ihn vielleicht in den Schatten stellen könnten. Eine verhängnisvolle Schwäche, die bei vielen Führungskräften zu beobachten ist.

Noch ein Fehler von Dickinger: er hätte neben den anderen Funktionen auch die Parteiobmannschaft sofort nach der Wahl zurücklegen sollen. Es hätte bereits unmittelbar nach der GR-Wahl eine Mitgliederversammlung mit Neuwahlen und Austausch der gesamten alten Parteispitze stattfinden müssen. Jetzt ist Dickinger noch immer Parteichef und lame duck in Personalunion.  Die Ebenseer SPÖ hat nach der schweren Wahlniederlage 2009 beispielhaft vorgeführt, wie man sich erneuert. Mit dem Ergebnis, dass sie 2015 wieder unumstrittene Nummer eins geworden ist.

Liebe Gmundner SPÖ, auch wenn es schwerfällt, aber das Motto der Stunde ist: von den Ebenseern lernen. Es wird auch den sich für etwas Besseres haltenden Gmundnern kein Stein aus der Krone fallen. Die Installierung von Hochegger als Stadtrat und Parteiobmann wäre jedenfalls keine Erneuerung, sondern die Musealisierung der schlechtesten Teile der Gmundner SPÖ. Eine Dauerausstellung, auf die man gerne verzichten würde.


Aus dem Land der Radfahrer

Gastkommentar von Radfahrer

Ich bin gerade im Land der Radfahrer. Hier wird fleissig von Jugendlichen beim Radfahren telefoniert und ich verspuere jedes Mal ein mulmiges Gefuehl, wenn so ein Handyfonierer/in auf mich zugesteuert kommt und den Blick nicht vom Handy nimmt. Als letzte rettende Moeglichkeit: ich schreie „“Achtung“, obwohl man hier nicht deutsch spricht, aber offensichtlich wird das verstanden. . Ein geringschaetziger Blick, eine geniale Kurve, und schon vertieft man sich wieder ins Handy. Beim Essen Handyspielen, lieber Andy, ist nicht lebensgefaerhlich, hoechstens dass sich der Handyversessene verschluckt.

Wohin soll das noch fuehren? Ist dies nur eine voruebergehende Modeerscheinung und ich bin nur altmodisch? Naja, man soll ja optimistisch in die Zukunft blicken und nicht noergeln. Mittlerweile schreie ich fleissig „Achtung“ und hoffe dass ich heil ohne Kollision wieder zurueckkomme.

Apropos Strassenbahnschienen und Radfahrer: ich haette eine Idee: kann man den Radweg nicht einfach entlang des Seeufers bis zur Traunbruecke fuehren, dann muessten die Radfahrer kaum die Strassenbahnschienen queren?. Ueberall in touristischen Orten fuehren die Radwege an schoenen Aussichtspunkten vorbei, warum muss man in der engen Theatergasse und Kammerhofgasse Rad fahren?


@ Steinlaus

Einserkasterl von AndyB

Auf die Gefahren durch die Schienen habe ich schon vor langer Zeit hingewiesen.

Allerdings sollte man auch nicht die Gefahren für Autofahrer vergessen. Die Rutsch- und Schleudergefahr ist nicht zu unterschätzen. Ist mir selbst erst letzten Freitag wieder passiert.
Wie das bei Regen oder Schnee werden wird, das kann man nur erahnen.


FP-Propaganda in „mittendrin“?

Gastkommentar von Naja

Wenn Frau Enzmann im aktuellen Gemeindedruckwerk „mittendrin“ auf Seite 17 die Gelegenheit gegeben wird eine (wahrscheinlich gratis) Wahlwerbung für den Spitzenkandidaten zur Präsidentenwahl der FPÖ zu veröffentlichen (was hat das eigentlich mit Gemeindepolitik zu tun?), dann erlaube ich mir hier ein Zitat aus der „Süddeutschen Zeitung“ vom 31.08.2016 Nr.201 Seite 6 zum besten zu geben.

„Zur Spenden-Veranstaltung bei Philip Steinbeck auf Schloss Jessenitz reiste auch ein Hamburger mit Neonazi-Hintergrund an. Björn Neumann, ehemaliger Hamburger NPD-Spitzenkandidat, der bei Facebook über „Flüchtlingsgesocks“ schimpft und den Grünen-Politiker Volker Beck „Viech“ nannte.Neumann hat mit der Neonazi-Szene nicht gebrochen. Aber er umgibt sich gerne mit den Größenrechtspopulistischer Parteien wie Gauland oder dem
Österreichischen Präsidentschaftskandidaten Norbert Hofer (FPÖ).“

Bald wird über das kleine Österreich kurz aber heftig weltweit berichtet werden. Und dann sind wir wieder einmal wer.
Was für Aussichten.

PS: Der Redakteur von „mittendrin“ sollte bei der Auswahl der Beiträge etwas kritischer sein. Sonst ist er sein Geld nicht wert.


Parteiloser Linksflügel meldet sich zu Wort!

Gastkommentar von Unzufriedenen mit demokratischer Gesinnung

Wir sind ein paar Sozialdemokraten, parteilos wegen der Zustände in der Gmundner SPÖ! Wegen der Persönlichkeiten der Gmundner SPÖ Gemeinderate, haben wir eine Persönlichkeitsveränderung vorgenommen und uns zum Parteilosen Linksflügel als Stammtischgesellschaft erklärt. Wo auch regelmäßig Sitzungen im Wirtshaus und Trauerzeremonien wegen der Gmundner Sozialdemokratie stattfinden.
Sollte der rote Genosse Wolfi die Partei verlassen, wäre gut für Gmunden!
Bitte weitermachen als Parteiloser Verekhrstadtrat. Gmunden braucht den
roten Wolfi! Der Beste Rote von Gmunden. Diplomat usw.

Falls ihn die SPÖ nicht mehr braucht, als Verkehrstadtrat wird er unmbedingt benötigt. Wir könnten ihm dann als parteiloser Linksflügel zur Seite stehen.
Wir sind sehr viele mit sozialer demokratischer Gesinnung und könnten eine Bürgerliste mit ca. 90 Mitgliedern, die allesamt soziale Politik möchten, gründen.
Ein Verehrstadtrat in unserer Mitte wäre natürlich sehr schön und entspräche unserem Wunsch, bei der Gemeinde mitwirken zu können.
Unzufriedene Persönlichkeiten mit sozialer demokratischer Gesinnung.


 

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