Archive for the ‘Gmunden/Salzkammergut’ Category

Ahnungslos oder …?
22. Dezember 2014

adventkerze_4Heute:
Ewig grüsst das Seehotel
Gastkommentar von Damostzipf

Liebe Leserleins!

Habe mich seit Samstag erholen müssen. Von den Aussagen unseres neuen Bürgermeisters in der Krone vom Samstag.
Mir fiel zu seinem Statement sofort ein leicht abgewandeltes Gedichterl ein:
Immer wenn man glaubt, es geht nicht mehr,
kommt noch was Blöderes daher.

Weil die ÖVP im letzten Wahlkampf den Rand nicht vollbekommen hat, weiss sie jetzt nicht, wie sie den Bürgerleins die ganzen gebrochenen Wahlversprechen verklickern soll. Die haben uns ja das Blaue vom Himmel herunter versprochen, eh alles um unser eigenes Geld, gell, aber nicht einmal das haben sie hinbekommen. Ausser der Grünbergseilbahn und ein paar Mille neuer Schulden ist nichts zu sehen. Da kann man schon ins Rudern kommen.

Also tritt der neue Bürgermeister an und erklärt: „Keine Therme ohne neue Gästebetten.“
Gehts noch? Hat der Herr Bürgermeister nicht kapiert, dass er zuerst einmal der Bürgermeister der Gmundnerleins ist und nicht der Bürgermeister der Touristengemeinschaft? Gmunden ist eine reiche Stadt, hat Millionenschulden angehäuft und war nicht einmal in der Lage, ein ordentliches Hallenbad für die Bürgerleins zu bauen. Ein wichtiges Vorhaben übrigens auch unter dem Aspekt der Gesundheit, gell! Vom Schwimmunterricht über Reha-Schwimmen bis Senioren-Schwimmen – eine wichtige kommunale Aufgabe. Wichtiger als Tunnelbauten und Stadtverhässlichung.

Dass ein Hallenbad vielleicht (vielleicht!!!) auch Nebenwirkungen in Richtung Tourismus hat, ist gut und auch anzustreben. Aber zuerst geht es um die Bürgerleins der Stadt, gell! Dazu kommt, dass der BM noch immer nicht überzuckert hat, dass es in Gmunden keine Therme gibt. Das Geschwafel von der Therme ist Unsinn. Wir reden von einem Hallenbad. Das kann man dann verkaufen, wie man will: als Wellness, Sport, Kur, Kultur – was auch immer, ist ziemlich egal. Nur nicht als „Therme“. Was übrigens überhaupt nicht geht: zehn Mille dazuzulegen und gleichzeitig das alte Strandbad zu zerstören.

Besonders dummdreist ist aber die Verknüpfung des Hallenbads mit einem Hotel auf den Seebahnhofgründen. Also wirklich, mir fehlen die Worte, wenn der BM in der Krone verlautbart: „Derzeit gibt es zur Therme keine Gespräche. Und ohne ein neues Hotel am Seebahnhofareal würde diese auch keinen Sinn machen.“
Zuerst ein sprachlicher Einwand, der gute Mann ist immerhin auch Deutschlehrer: verpönter Anglizimus, gell: „Sinn machen“ (eine wortwörtliche Übersetzung kommend vom englischen „it makes sense“). Bei uns heisst das korrekt „es ergibt keinen Sinn“ oder „ist sinnlos“. Sollte man wissen, wenn es eine der wichtigsten Aufgaben des eigenen Berufs ist, den jungen Menschen gutes Deutsch beizubringen. Das macht man aber mit solchen Sätzen in „keinster“ Weise (um ein anderes Monstrum des täglichen Quacksprechs zu bemühen). Verlottern kann man die Sprache später, nach der Schule, immer noch lassen, wie der Herr BM im Interview und wir hier im Blog täglich beweisen 😉 Aber gut, soll sein, der Mann hat halt schnell von Schulsprache auf Politiker-Quack-Unsinns-Sprech umgestellt. Ist ja nicht schwer. Eine Art Pidgin-Deutsch eben. Wir vom Blog bemühen uns wenigstens um originelle Falschsprache, gell, eine, die was sinnerhellend sein tun tut. (Uff, danke Bruno, für die Hilfe, auch wenn Du schon wieder Fieber hast, echt Scheisse, Dein Rückfall!).

Was aber das Hotel auf den Seebahnhofgründen mit einem falsch als „Therme“ bezeichneten Hallenbad zu tun haben soll, kann der Herr BM uns sicher nicht erklären. Oder glaubt er im Ernst, dass Leute nach Gmunden kommen, in ein Hallenbad auf der Toskana gehen, und dann quer durch die Stadt zum Lacus Infelix-Hotel fahren würden? Nicht einmal, wenn es dereinst die Regio-Durchbindung gibt, denn das Bad würde nicht an der Strecke liegen.
Wenn ein Hotel nicht innerhalb von 2-Minuten Gehweite vom Bad ist, am besten neben, über oder unter dem Bad mit Durchgang, dann kann man es touristische vergessen, in einer Zeit, da jedes bessere Hotel eine hauseigene und meist grosszügig ausgestattete Wellness-Landschaft hat. Natürlich nicht in Gmunden, da ist man froh, wenn es Fliesswasser im Zimmer gibt. Darum kommen die Forellen auch so gern zu uns, gell!

Also nochmals für den BM, zum Studieren während des weihnachtlichen Nachsitzens. Ihre Babsy hat es ja nicht so mit dem Auswendiglernen, aber vielleicht hilft es dem BM in diesem Fall auf die Sprünge, wenn er das solange memoriert, bis es auswendig sitzt:
1.) Es gibt keine Therme in Gmunden!
2.) Das Hallenbad ist zu allererst für die Bevölkerung notwendig. Für die ist das Bad, und die muss es auslasten. Touristische Effekte entstehen nebenbei, sind aber nicht ausschlaggebend.
3.) Ein Hotel kann von einem Bad nur profitieren, wenn die beiden unmittelbar nebeneinander stehen (wie es etwa beim Modell von John der Fall sein könnte).
4.) Die Verquickung der Hallenbadfrage mit dem Problem Seebahnhofgründe ist politisch unehrlich, ein Taschenspielertrick, um sich aus der Verantwortung für gebrochene Wahlversprechen zu ziehen. Demnächst sind dann die Gegner des Seehotels schuld, dass es kein Hallenbad gibt. Die Grünen auch. Und die IS sowieso. Den Putin nicht zu vergessen. Und überhaupt die ganze Welt mit Ausnahme der ÖVP.

Herr Bürgermeister, mit dieser Aussage sind Sie schon bei der Aufnahmsprüfung als BM-Lehrling durchgefallen. Sorry. Da heisst es über Weihnachten nachsitzen und büffeln. Vielleicht verstehen Sie es dann: Hallenbad hat nix mit Seebahnhof zu tun. Therme gibts net in Gmunden. Und keine Anglizismen verwenden als Deutschlehrer!
Am 24. 12. dürfen Sie sich frei nehmen vom Üben. Sie sollen ja nicht vorzeitig ein Burn-Out bekommen. Ein politisches Black-Out haben Sie eh schon!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl
PS: Nein, es gibt keine Schonfrist. Erstens hat der Herr BM erklärt, keine zu brauchen. Und zweitens: warum spricht nie jemand von einer Schonfrist für uns Bürgerleins???


 

Ein Tag in Gmunden

Ein Gastkommentar von Damostzipf

Ich fahre von wien aus mit dem ICE direkt nach gmunden, da die gleise ausgebaut wurden ist das jetzt wirklich möglich.
Als mein zug in den neuen gmundner bahnhof einfährt, staune ich nicht schlecht.
Ein eigener stadtteil ist der bahnhof jetzt, wo sich ein hochhaus an das andere reiht… geschäfte firmen… hier ist was los…

Zur begrüssung bekommt jeder reisende einen Korb voller Geschenke.
Darin eine kleine krapf-statue … gmunder keramik… gutscheine für die therme ein… fahrplan der regio tram und der neue stadtplan… mit den neuen 31 Stadtteilen.

Ich steige aus, und auf mich wartet schon die regio tram … geräumig wie in einem flugzeug und mit bordservice… luxus pur…

So fahre ich zum neuen seebahnhof… als ich ankomme, staune ich nicht schlecht… der neue seebahnhof schaut aus wie das schloss schönbrunn… nur grösser und schöner.

So wandere ich zum seehotel… und kann es nicht glauben: das seehotel schaut aus wie das Kolosseum in rom, nur schöner und viel grösser… da ist was los hunderte urlauber aus der ganzen welt stehen schlange um ein zimmer zu bekommen.

Ich beschliesse in die gmundner therme zu fahren mit der regio tram… unterwegs sehe ich die innenstadt: hier steppt der bär! Win geschäft nach dem anderen sperrt auf, und mit einer glasbrücke ist die innenstadt mit dem einkaufspark verbunden.

Als ich in der therme ankomme, bewundere ich das riesengebäude, das halb am ufer und halb im traunsee steht als pfahlbau. Leider sind bereits 500 gäste in der therme, und ich will nicht warten, also auf zum grünberg.

Auf der fahrt dorthin mit der regio tram komme ich am neuen parkhaus von gmunden vorbei. 51 stockwerke, platz für tausende autos und alles voll… wahnsinn!

Schliesslich fahre ich mit der luxus seilbahn auf den grünberg… dort eine riesenüberraschung… auf dem grünberg wurde disneyland nachgebaut… hunderte urlauber geniessen einen Tag voller Attraktionen …

Gerade wil ich in den Park gehen da… läutet mein wecker!!!

Nur ein Traum!!!!! Ach wie schade… ach wie traurig… zum glück wird der traum mit herrn krapf 2040 wirklichkeit… zufrieden schlafe ich wieder ein…


Die Postings von gestern, umgkehrt polnische Notation.

AndyB
Gesendet am 22.12.2014 um 4:59 vormittags

Diesen € 23.203.000,– stehen immerhin ein Seegrundstück im Werte von ca.
€ 70.000.000, was man für ein Trinkgeld verkauft hat.

Würde einen Überschuss von € 50.000.000 bedeuten würde.

Damit könnte man die ganze Innenstadt restaurieren und diverse andere Projekte realisieren und hätte immer noch mehr als genug übrig.

“Nicht das Erfüllen von diversen Vereins- und Interessengruppenwünschen wird im Vordergrund stehen …..^^”

Ist nicht die Regio Bahn genau das? ……


Dietrun
Gesendet am 21.12.2014 um 9:14 vormittags

Immerhin schreibt der neue Finanzreferent (Thomas Höpoltseder) in “Wir für Gmunden Dez. 2014″ Klartext. Einige Zitate:

“Ich mache auch keinen Hehl daraus,
dass wir uns – nicht zuletzt auch
aufgrund der laufenden Großprojekte – künftig jede zusätzliche
Ausgabe sehr genau überlegen müssen. Wir wissen
nicht, wie sich die Steuereinnahmen entwickeln werden,
gleichzeitig können wir nur sehr schwer abschätzen, wie
sich die geplante Steuerreform auf unser Gemeindebudget
auswirkt.”

“Der Schuldenstand
beträgt demnach am 31.12.2015 € 23.203.000,–.”

“Für 2015 liegt ein Schwerpunkt der angeführten Investitionen
in der Bildung und Förderung unserer Kinder und Jugendlichen.
Die Erweiterung der Musikschule ist schon im
Laufen. Im nächsten Jahr soll dann auch endlich mit den
lange geplanten Schulsanierungen begonnen werden. Die
Gesamtkosten belaufen sich auf knapp 5 Mio. Euro, wobei
2/3 vom Land getragen werden.”

“Die Kosten für die Stadt-Regio-Tram werden uns erst 2016
belasten. Daher ist die Entwicklung der Steuereinnahmen im
nächsten Jahr sehr genau zu verfolgen, um allenfalls ausgabenseitig
rechtzeitig reagieren zu können.”

Das kann wohl als Wink mit dem Zaunpfahl angesehen werden, worauf es in den nächsten Jahren ankommt.
Nicht das Erfüllen von diversen Vereins- und Interessengruppenwünschen wird im Vordergrund stehen, sonder das Haushalten mit zusammengekniffenen Pobacken.

Schließlich hat man sich auf EU-Ebene vor zwei Jahren auf eine Schuldenbremse geeinigt.

Mit wenig Geld etwas positiv zu bewegen bedarf großer Kreativität.
Ich wünsche allen Beteiligten für das neue Jahr -und die folgenden- eben diese Kreativität.

Frohe Weihnachten und ein gesunden neues Jahr.


Geisterbahn
Gesendet am 21.12.2014 um 6:53 vormittags | Als Antwort auf Geisterbahn .

Stimmt liebe babsy das versenken der urne im traunsee ist nicht möglich da wir weiter im traunsee baden müssen

Den herr krapf war in der kronenzeitung und hat gesagt mit der therme wird es nichts da das seehotel nicht gebaut wird.

Schade man hätte das thermalwasser mit tankwagen aus geinberg holen können und in gmunden in der innenstadt zwischenlagern können in den ganzen geschäften die leerstehen wäre genug platz für thermenwasser!

Man hätte das Wasser auch mit der regio tram befördern können…

Schade drum


 

 

 

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Vierter Advent
21. Dezember 2014

adventkerze_4Heute:
Besinnliche Neudichtung von Babsy B.
Vermischtes

Liebe Leserleins!

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, wir legen schalten einen Gang zurück. In Gmunden gibt es heuer ja ein neues Adventgedicht:

Advent, Advent,
Ein Lichtlein brennt.
Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier –
schon rumpelt ’ne Regio vor der Tür.
Und wenn das fünfte Lichtlein brennt,
dann hast den Bürgerwillen Du verpennt!

Unser Programm für Montag und Dienstag steht noch nicht fest. Über die Ohlsdorfer Deponie-Misere werden wir jetzt doch erst nach den Feiertagen weiter berichten. Bruno ist nicht fertig geworden. Es feigelt ihn noch ein wenig, kleine Fieberschübe, die ihn ins Bett werfen. Aber die Ärzte versichern, dass das vorbeigeht.

Was auffällig ist: die ÖVP spitzt jetzt öfter mal ihre Federn und versucht scheinbar (sicher kann man das natürlich nicht sagen), die Stimmung unter den Postings zu ihren Gunsten zu ändern. Was fürchterlich schief geht. Wenn man sogar den unsäglichen Tunnel wieder ans Tageslicht holt und beteuert, gäbe es denn, dann hätte man kein Regio-Problem, ehrlich, da zieh ich freiwillig die HiHeels aus, bevors mir die Schucherln auszieht.
Aber vielleicht sollte man die Regio zu den Akten legen, und Gmunden mit einem U-Bahn-Netz überziehen (eigentlich: unterbuddeln). Vielleicht hätte ich das jetzt doch nicht hier herschreiben sollen. Womöglich läuft heute noch die Planung an … mit Stationen beim neuen Wirtschaftshof, beim nicht existenten Asamer-Hotel, unterirdische Querung der Asamer-Deponie – na, unseren Leserleins werden sicher noch eine Menge total toller Stationen einfallen. Und oben stellen wir als Haltestelle überall eine Zille auf als Symbol für eh schon wissen. Und legen noch einen riesigen Hut drauf, als Symbol für die Steuerzahlerleins, die langsam den Hut draufhauen. Der Hundertwasser hat vorgezeigt, wie das geht, gell! Das Kapperl vom Hunderwasser hat allerdings auch das Steuerzahlerlein brennen dürfen.hut_100wasserMal schauen, welchen Tschako sie über die Asamer-Deponie in Ohlsdorf werfen werden. Und ob es vielleicht für die RegioTram sogar ein Tarnkapperl geben wird, damit man sie nicht hört und sieht.

Wir wünschen noch einen ruhigen vierten Adventsonntag. Und, liebe Leserleins, bleibt ruhig, werft euch nicht in die Schlacht. Nicht der Gabentisch ist entscheidend, sondern dass wir unsere ein bisserl eingerosteten und übers Jahr verstaubten Herzerln putzen und öffnen, gell! Schenken wir denen, die wir lieben, ein wenig von dem, was wirklich teuer ist: Zeit.

Hier ein erstes Weihnachtslied für unsere Leserleins:

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Postings von gestern (umgekehrte Reihenfolge des Einlangens).

Geisterbahn
Als Antwort auf Geisterbahn .

Stimmt liebe babsy das versenken der urne im traunsee ist nicht möglich da wir weiter im traunsee baden müssen

Den herr krapf war in der kronenzeitung und hat gesagt mit der therme wird es nichts da das seehotel nicht gebaut wird.

Schade man hätte das thermalwasser mit tankwagen aus geinberg holen können und in gmunden in der innenstadt zwischenlagern können in den ganzen geschäften die leerstehen wäre genug platz für thermenwasser!

Man hätte das Wasser auch mit der regio tram befördern können…

Schade drum


borgare
Gesendet am 20.12.2014 um 3:48 nachmittags

Ich weiss wirklich nicht ob Herr Doktor Pühringer oder der Onkel Erwin der grössere Machtmensch ist.
Aber warum wissen Sie es liebe Frau Blitzschnell? Was steckt da wieder dahinter?
Wenn Sie dazu mein nagendes Unwissen erhellen könnten erhalten Sie umgehend den Ehrennamen

BABSY POTZBLITZ

Vorerst belasse ich es also dabei, dem Gmundl aufrichtig ein schönes und geruhsames Weihnachtsfest zu wünschen. Das hat sich der Gmundl wirklich verdient.

Natürlich ist alles im Leben relativ. Ich sehe es so: der Pröll gilt ganz offiziell als Prototyp des Machtmenschen, tritt so auf, sehr barock, und spielt auch öffentlich immer wieder mit seinem Machtbewusstsein. Der Pühringer dagegen: eher bescheiden im Auftritt, spielt nicht ostentativ den Landesfürsten, macht eben ganz auf harmlosen Religionslehrer. Ist aber in Wahrheit in Machtfragen beinhart. Insofern halte ich ihn für den “grösseren” Machtmenschen, weil er es nach aussen besser tarnt.
Aber ganz klar, das ist meine sehr persönliche Einschätzung. Kann man anders sehen.
Das Team und Babsy grüssen zurück und wünschen ebenfalls hektikfreie und sinnerfüllte Feiertage!
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Otto Kegele
Gesendet am 20.12.2014 um 1:42 nachmittags | Als Antwort auf Otto Kegele .

Danke für den prompten und vor allem “blitzschnellen” Kommentar.
Diesen wiederum zu zerpflücken und zu kommentieren erscheint mir allerdings nicht der Mühe wert.
– Sie scheinen wenig bis gar kein Interesse an einem konstruktiven Dialog zu haben.
– Sie stellen die Gmundner Gesellschaft als Kunst- und Architekturbanausen hin.
– Kurzum sie können und sie wissen alles besser.
Na dann, werden sie einmal konkreter und zeigen sie uns was sie alles besser können.

Ich bzw. wir können und wissen keinesfalls alles besser. Das ist ein typisches Totschlagargument gegen Kritiker. Ich kann sehr wohl erkennen, dass jemand schwer verletzt ist, ohne wissen zu müssen, wie man ihn heilt.
Was die Gmundner Gesellschaft betrifft haben wir im Team uns eine ziemlich gemeinsame Meinung gebildet: die Gmundner Oberschicht ist in weiten Teilen verrottet, denkfaul, in der Vormoderne (sehr vornehm formuliert) stecken geblieben, Mehr Lederhose als Bauhaus. Ja, in der Gmundner Oberschicht wimmelt es nur so von Kultur-, Kunst- und Architrkturbanausen. Die Beweise dafür stehen in ganz Gmunden herum. Einige positive Ausnahmen bestätigen die Regel.
Bis zum Beweis des Gegenteils werden wir diese Meinung (!) vertreten.
Wenn der Gmundner Kunstsachverstand darin besteht, den Leuten zu erklären, die Schuhsohle als Dach der Station Klosterplatz sei ein Verweis auf die “Zillen”, dann kann man eine solche nur unter Drogeneinfluss erkennen. Da diskutiere ich tatsächlich nicht mehr über Kunstverständnis. Dass der Klosterplatz schon vorher durch einige Zweckbauten verschandelt wurde und recht abgesandelt war, ist eine andere Sache. Es wundert mich aber nicht, dass viele Leute das, was jetzt ist, für schöner halten, als den vorherigen, vergammelten Zustand. Man hätte es halt noch besser lösen können. Wenn dieser “Geschmack” und dieses “Verständnis” sich auch am Rathausplatz durchsetzen, wird es allerdings schlimm. Hoffentlich versinkt dann der Traunstein nicht vor Gram und Scham im Traunsee …
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Lios mit der Zipfelmütze beim Punsch
Gesendet am 20.12.2014 um 1:41 nachmittags

Immer Mediendarstellung auf Kosten der Steuerzahler. Keine Rücksicht auf das Wohl der Allgemeinheit. Hauptsache der Freund von der Werbefirma wird gut bezahlt. Ist ja mein Freund und nicht der des Steuerzahlers.
So sind sie halt die Oö und die Lokalpolitiker. Lokal ist das Einzige was stimmt.
Verlässigkeitsprüfung nach an Schuß wird auch nicht gemacht. Weil ma Freunde sind. Braucht man nicht.
Die Freund von an Freund müssen verdienen!
Da Neue will sich auch aufs Bier gehen spezialisieren, hat er zumindest angekündigt. Mit Leuten von den anderen Parteien. Die leben von der Partei verdienen zusätzlich ein Körberlgeld. Da wird er Gmunden nicht hochbringen, wenn er seine Einstellung beibehält.


karlheinz könig
Gesendet am 20.12.2014 um 11:11 vormittags

zum kommentar des herrn kegele …

…ein paar gedanken.

zum einen ist die einbindung der jugend (die noch zu definieren wäre) ein charmanter ansatz. nicht, dass ich an die umsetzbarkeit und den willen eine solche zu zeigen nur eine sekunde glauben würde, denn unsere politiker (die sogenannten verantwortlichen, denen das “un” vorzustellen mir die chuzpe- wie das israelische volke es nennen würde- fehlt) sind eine der jugend im alter diametral entgegengesetzte gesellschaft alter, zumeist männlicher menschen die leider offenkundig der von ihnen hinterlassen werdenden schuldenlast offenkundig gleichgültig gegenüberstehen. über die gründe hierfür mag der gelernte österreicher mehr oder weniger gut bescheid wissen oder zumindest zu wissen glauben, die auftritte vormaliger hoffnungsträger in eigenen und fremden korruptionsprozessen sind der meinungsbildung hier als durchaus erleuchtend einzustufen.
btw, solche massnahmen als etwas anderes als propaganda oder vademecum zu sehen fällt mir sehr schwer.

ihre einschätzung bezüglich dessen was künftig ein hit werden wird, ist zumindest strittig, die zeit wird es weisen. da selbst die fahrgasteinschätzung der offiziellen- freundlich formuliert- als konservativ anzusehen, und so die zu erwartenden kosten im sinne wirtschaftlicher gesichtspunkte unangemessen sind, muss sich hier tatsächlich ein hit etablieren. quasi ein radetzkimarsch über viele jahre um den beschworenen effekt aus verkehrsentlastung, innenstadtbelebung und (hier erlaube ich mir einen traum) kostenneutralität für den steuerzahler zu erreichen.

doch der eigentliche grund aus dem ich hier eine antwort gebe, ist ein anderer, nämlich der von ihnen verwendete terminus des “vernaderers”. da schon unsere altvorderen gereimt feststellten, dass der grösste lump im ganzen land der denunziant sei (und bekanntermassen ist, was in reime geschmiedet wird, immer wahr, schon gar doppelt, wenn die ahnen es dichteten) so muss man hier zwischen gekennzeichneter unterstellung und recherchierter kolportage unterscheiden. denn das aufgreifen, aufspüren und auch nur als solches definierte andeuten von (aufgreifenswerten, aufgespürten oder zu vermutenden) zusammenhängen ist die aufgabe eines noch nicht zur journaille verkommenen journalismus. wieweit investigation gehen darf unterliegt subjektiverer kriterien und ist nach meiner meinung, je nach möglichem schaden, von fall zu fall unterschiedlich zu werten.

und selbst wenn es nur um einen dieser landläufig vernaderer und weltläufig insider oder whistleblower genannten ginge: das aufdecken von leistungsinadäquaten geldflüssen zur positiven meinungsbeeinflussung, frag- und hinterfragenswürdigen hintergründen, im sinne des gesetzes relevanten handlungen oder letzlich auf die verantwortungsgemeinschaft abgewälzten schäden zum vorteil einzelner ist von allgemeinem interesse. und so muss ich diesen vernaderern meinen respekt aussprechen. umso mehr, als diese gravierende wirtschaftliche und persönliche nachteile zumindest ebenso in kauf nehmen wie den ihnen vorauseilenden (und undifferenzierten) ruf, ein vernaderer zu sein.

das ist allerdings auch nur meine eigene, und somit subjektive wahrnehmung und meinem empfinden geschuldet, dass nur umfassende information auch die passende reaktion gewährleisten kann.


Geisterbahn
Gesendet am 20.12.2014 um 10:48 vormittags

Weihnachtsfrieden in Gmunden?

Der Bürgermeister tritt zurück alles wird gut?
Selbst diese Hoffnung haben die geschundenen Gmundner nicht mehr…

Und tatsächlich trotz Rücktritt wird die Lage in Gmunden immer schlimmer.

Die övp schlägt blind um sich wie ein boxer in der ecke.
Die spö weiss mittlerweile selbst nicht mehr für was sie steht und wer sie ist.
Die Fpö hat mittlerweile die möglichkeit gerochen bei der nächsten wahl mitzuregieren und kriecht vor der övp ganz demütig
Die grünen gut das weiss niemand was die tun.

Doch die verzweifelten bürger von gmunden nehmen ihr schicksal selbst in die hand.

Die Stadtpolitik dachte sie kann die regio tram einfach durchpeitschen wie die anderen wahnsinns projekte lactus pleitus und altersheim seilbahn .

Doch denkste die bürger wehren sich ..unglaublich was da für geschütze aufgefahren werden mit geld aus der eigenen tasche und mit aufopferung der freizeit stürzen sie sich in den kampf.

Riesen plakate gegen den regio tram wahnsinn hängen in der stadt
Eine eigene facebook seite zeigt jedes irrsinns detail des projekts auf …in die zeitung ins fernsehen wird es gebracht…unglaublich

Irgendwie kommt es einen vor wie im mittelalter als das volk gegen den könig aufgestanden ist

Ich kann es schon sehen nächstes jahr wenn die stadtpolitiker zuflucht suchen im schloss ort …davor das wütende volk mit fackeln und mistgabeln…

Es ist soweit das volk hat genug von der politik farbe egal es reicht den gmundnern zu recht
Ich hoffe bei der nächsten wahl streichen die gmundner alle parteien am stimmzettel durch und versenken die wahlurne im traunsee…

Ich glaube, das Versenken der Wahlurne im Traunsee ist strafbar. Ausser es ist, wie wir annehmen, metaphorisch gemeint, gell! So im Sinne von: dank der vielen Streichungen versinkt die Wahlurne allegorisch im See.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 

 

 

 

 

Der Bürgermeister
4. Dezember 2014

adventkerzeHeute mit
Antrittsrede des neuen Bürgermeisters
SP-Dickinger zu denKosten des Bauhofs

Liebe Mitmenschen!

Man soll nichts ankündigen. Das Leben hält sich nämlich meist nicht dran. Daher noch einmal ein Programmwechsel. Heute hier und jetzt bringen wir den vollen Wortlaut der Rede des neuen Gmundner Bürgermeisters Krapf. So wie die Ansprache im Protokoll der Sitzung zu finden ist. Wir haben uns gedacht, dass die Leute das kennen sollen. Damit sie sich selbst ein Bild über die Antrittsrede machen können. Die Worte von SP-VizeBM Dickinger haben wir hier schon veröffentlicht. Wir werden die Rede von Krapf ebensowenig kommentieren, wie wir die von Dickinger kommentiert haben. Unsere Leserschaft ist mündig genug, um sich selbst einen Reim zu machen.
Neben vielen anderen Problemen rückt jetzt auch die Kostenfrage rund um den Neubau des Bauhofs wieder in den Blickpunkt. Dazu eine Erklärung von SP-Dickinger. Einmal mehr kann man sehen, dass hier in Gmunden eine ziemlich ziellose Hand des leichten Geldes am Werken war.
Und keine Sorge. Das hier wird und ist nicht dickinger.com, wie ein Posting befürchtet. So ein Unsinn. Wer glaubt denn das? Wir haben Dickinger hier immer kritisiert, sogar recht heftig, wenn es etwas zu kritisieren gab. Wir loben ihn, wenn er zu loben ist. Wir geben ihm Platz, wenn der was zu sagen hat. Derzeit schweigen die Grünen. Mit Ausnahme von GRin Rumpf, die wir hier auch sofort gebracht haben. Von der FP hören momentan wir nicht viel. Von der VP auch nicht. Nur jetzt die Rede des neuen Bürgermeisters, die wir sofort hier eingestellt haben, als sie verfügbar war. Es liegt an den Parteien und der Politik, mit interessanten Themen auf sich aufmerksam zu machen. Sowas bringen wir immer gerne. Egal von wem. Was wir nicht machen wollen? Kleinliches Hickhack zwischen den Parteien zu apportieren wie ein Hunderl. Und demnächst Neuerungen im Blog. Wir werden berichten. Morgen oder Samstag. Die Zukunft ist ungewiss. Dafür können wir ja nichts!

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl


 

Erklärung des Bürgermeisters im GR

Bürgermeister Stefan Krapf

Hoher Gemeinderat, werte Ehrengäste, geschätzte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtge-meinde Gmunden, liebe Freunde, liebe Familie!
Dieser Tag heute ist ein ganz einschneidender und besonderer in meinem Leben. Zum Bürgermeister meiner geliebten Heimatstadt Gmunden gewählt worden zu sein, ist eine unermessliche Ehre und diese Tatsache erfüllt mich mit großer Freude.
Ich möchte mich aufrichtig und herzlich für das mir geschenkte Vertrauen bedanken. Es ist mir Kraft, Motivation und positive Energie für die bevorstehende Aufgabe, die mit Verantwortung, Demut und höchstem Respekt verbunden ist.
Ich möchte mich auf diesem Wege bei meinem geschätzten Vorgänger Heinz Köppl für über 35 Jahre aufopferungsvolle Arbeit im Dienste der Stadt Gmunden bedanken, 17 Jahre davon als Bürgermeister. Höchsten Respekt zolle ich ihm für die Art der Amtsübergabe, die von Wertschätzung und Wohlwollen geprägt war, was mir diesen Schritt in einen neuen Lebensabschnitt erheblich erleichtert hat.
Doch Bürgermeister in dieser Zeit zu werden heißt auch, in Zukunft einen anderen Weg einzuschla-gen. Jeder Mensch geht an politische Herausforderungen und Aufgaben anders heran, jeder hat sei-nen eignen persönlichen Stil, seinen eigenen Arbeitsstil.
Ich habe in letzter Zeit den Eindruck gewonnen, dass in der Gmundner Stadtpolitik persönliche Befind-lichkeiten und Ressentiments bei vielen den Blick auf das Wesentliche massiv trübten: das wunder-schöne Gmunden zu gestalten, weiterzuentwickeln und zum Wohle der hier lebenden Menschen zu arbeiten. Streit und Missgunst sind keine Basis für eine förderliche und gedeihliche Zusammenarbeit.
Alle 37 Gemeinderäte sollten sich zugunsten Gmundens wieder auf die ureigensten idealistischen Werte berufen, nämlich überfraktionell und mit einer breiten Basis für die Stadt und deren Bevölkerung zu arbeiten. Die Energien sollen für das gemeinsame Suchen nach den besten Lösungen, das ge-meinsame Ziehen an einem Strang, nicht für das gegenseitige Ausspielen aufgewendet werden.
Daher will ich einen Neustart und dafür reiche in ehrlich und aufrichtig allen Fraktionen die Hand. Ge-hen wir gemeinsam in die Zukunft.
Die Herausforderungen sind enorm, Themen wie die Schulsanierungen, das Hotelprojekt, die stadt.regio.tram. und die Belebung der Innenstadt werden auch in Zukunft unseren politischen Alltag bestimmen.
Ich will und brauche keine Schonzeit. So wird es bereits am 10. Dezember den von allen Parteien geforderten und meines Erachtens auch unbedingt notwendigen runden Tisch zu Causa „Lacus felix“ geben, an welchem alle beteiligten und handelnden Personen teilnehmen werden. Es gilt, gemeinsam und sachlich abzuwägen, welche Lösung für Gmunden die beste ist.
Auch bezüglich der unumgänglichen Sanierung von 3 Gmundner Pflichtschulen, welche mir als Lehrer besonders am Herzen liegen, gilt es gemeinsam und konstruktiv zu einer raschen und für alle Parteien vertretbaren Entscheidung zum Wohle der Kinder und Jugendlichen zu kommen. Systematisch möch-te ich dieses gemeinsame, konsensorientierte Agieren auch auf andere Projekte übertragen.
Zudem möchte ich am Samstag, 13.12., gemeinsam mit Ihnen allen als Zeichen des Aufbruchs in eine neue politische Zeit, am Weihnachtsmarkt in der Innenstadt an einem Stand Punsch und Glühwein verkaufen, wobei der Reinerlös einer vom Sozialamt bereits auserwählten bedürftigen Familie zugute kommen wird.
Doch, liebe Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat, trotz des rasanten politischen Tempos und des Verzichts auf eine selbst auferlegte Schonfrist, gestatten Sie mir in den ersten Arbeitswochen doch, aus Höflichkeit der Belegschaft gegenüber, alle Ämter zu besuchen, mir ausführlich Zeit für Gesprä-che mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu nehmen und mich gegebenenfalls auch vorzustellen. Diese Zeit ist für mich wertvoll und wichtig.
Ich gebe auch offen und ehrlich zu, mich in manche Projekte noch intensiv einarbeiten zu müssen und wünsche mir dabei eine faire und gerechte Behandlung.
Besonders am Herzen liegen mir die Menschen. Deren Wünsche, Bitten, Vorschläge, Ideen, Ängste und Sorgen sind das Fundament für unsre politische Tätigkeit, auf dem wir dann aufbauen können, um das tragfähige Gebäude, ein schönes und lebenswertes Gmunden, weiterzuentwickeln. 1056

Ich will nichts leichtfertig versprechen, aber ich kann Ihnen allen ernsthaft versichern: Ich werde mit voller Kraft und mit ganzem Herzen für Gmunden da sein.
Daher habe ich nach reiflicher Überlegung und in Abstimmungen mit meinem Direktor an der HAK Gmunden, Mag. Franz Gebesmair, und den verantwortlichen Kräften des Landesschulrates für ÖO entschlossen, mich ab 1. Dezember karenzieren zu lassen, um meine Konzentration, mein Engage-ment und meine Leidenschaft ganz in dieses ehren- und verantwortungsvolle Amt zu legen.
Mein besonderer Dank gilt meiner Frau Julia und meinen Kindern sowie meinen Eltern.


 

Baukostenüberschreitungen
„in exorbitanter Höhe“

Neuer Bauhof hat € 5, 2 Millionen gekostet
Kritik von SP-Vizebgm. Dickinger 

Ursprünglich hätte der neue Gmundner Bauhof (auch „Dienstleistungszentrum“ genannt) € 4, 2 Millionen kosten sollen. Die SPÖ hatte sich bereits damals (2008) für eine wesentlich kostengünstigere Renovierung und Adaptierung des alten Bauhofes ausgesprochen, damit, so Vizebürgermeister Dickinger, „unsere fleißigen Bauhofmitarbeiter endlich ordentliche Arbeitsverhältnisse haben, ein Neubau übersteigt aber unsere finanziellen Möglichkeiten, außerdem glaube ich nicht, dass es bei den € 4, 2 Millionen bleiben wird, es wird noch viel auf uns zukommen, von der Baupreissteigerung einmal ganz abgesehen“. Diese Prognose sollte sich als richtig erweisen.

Bereits 2009 wurde der Kostenrahmen mit über € 5 Millionen festgesetzt, nach einer Reduzierung war von € 4, 7 Millionen die Rede. Dickinger merkte in den Gremien einmal mehr mit Nachdruck an, dass dies „noch nicht das Ende der Decke“ sei, während die ÖVP von „Synergieeffekten“ sprach, ohne diese begründen zu können.

Nun ist es nach drei weiteren – von ÖVP und Grünen befürworteten – Kostenüberschreitungen so, dass der neue Bauhof mit beinahe € 5, 2 Millionen zu Buche schlägt, da jüngst der Kostenrahmen erneut um ca. € 300.000,– erhöht wurde. SP-Chef Dickinger: „Die ÖVP-Finanzpolitik muss von der ‚Glaskugel‘ weg und zum Sparstift hingeführt werden. ‚Kernaufgaben“ der Gemeinde haben Vorrang, ich denke insbesondere an die Sanierung der Gemeindestraßen“!
(Presseaussendung der SP-Gmunden)


Die Postings von gestern.

Hugo von Wald und See
Gesendet am 03.12.2014 um 10:01 nachmittags

Mit dem Rücktritt hat der GR Mag. Karl Kammerhofer der Bevölkerung einen schlechten Dienst erwiesen. Hätte ja noch ein paar Monate kleine Beiträge für Recht und Ordnung leisten können. Man ist enttäuscht von ihm, dass er die Gmundner nicht mehr vertritt. Ganz anders ist es beim Altbürgermeister beso….Heinz. Da ist ganz Gmunden froh eine friedliche Adventzeit ohne ihn zu haben. Wo doch die Roten in Gmunden untauglich sind. Wenigsten wäre er ein Exroter mit Format gewesen.
Freundschaftliche Grüße vom Hugo von Wald und See

Das mit “einen schlechten Dienst erwiesen” ist schon recht hart. Finde ich als einer, der “Beinhart” im Namen trägt. Natürlich ist es enttäuschend, dass er sich zurückzieht. Aber man muss jemandem, der mit so viel Verve und Esprit an der Arbeit war, auch zugestehen, die Reissleine zu ziehen. Insbesondere wenn er glaubt, nicht mehr sinnreich und wirkungsvoll agieren zu können. So interpretieren wir seinen Rücktritt. Aber wir haben die Hoffnung nicht aufgegeben, dass uns der politische Mensch Kammerhofer noch eine Weile begleiten und den “traditionellen” Politikern auf die Nerven gehen wird.
Bruno Beinhart f. d. TG


 

Gmunden bleibt Gmunden …
27. November 2014

oder

Eine Schwalbe …

Eine Rundschau von
Bruno Beinhart
anlässlich der Bgm-Wahl

Liebe Mitmenschen!

Ich melde mich wieder zurück. Hoffe in alter Frische und Schärfe. Dank an alle Leute, die sich nach mir erkundigt und Genesungswünsche geschickt haben. Hilft! Danke auch an Babsy, die hier als Frau an der Front die Last getragen hat. Auch wenn hinter ihr das Team sich um die Technik gekümmert hat, um Recherchen, mit ihr die Diskussion geführt hat. Sie war jetzt viele Wochen jeden Tag vorn. Nimmt jetzt daher ein paar Tage Auszeit.
Unser Wochenmotto hier: auch wenn ein Hund kläfft, die Karawane zieht weiter.

Man wundert sich schon verdammt viel, wenn man nach einiger Abwesenheit wieder hier ist. Wenn man dann feststellt, dass alles so ist, wie immer. Die Stadtverhässlichung ist weitergegangen. Der neue Streitpunkt RegioTram, die alte Hotelsache flackert dahin. Wenn die ÖVP nicht dauernd herumwacheln würde, wäre diese Brandstelle längst erloschen. Sie werden jetzt wieder ein paar neue Hotel-Investoren aus der Tasche mit dem doppelten Boden ziehen. Aus dem Sparschwein. Keine Idee woher noch. Damit der neue Bürgermeister so weitermachen kann. Was zwar ein Fehler ist, aber die logische Weiterführung der bisherigen Katastrophe.

Damit bin ich schon beim Thema. Heute wird der neue Bürgermeister gewählt. Ich habe mich sowas von gewundert. Wen hat die ÖVP denn da aus dem Schulranzen geholt? Der ist bestenfalls ein Leerbub, pardon pour l’expression, ein Lehrbub. Lehrbub ist nicht von mir, hat der SP-Dickinger so ähnlich gesagt. Wo er recht hat, hat er recht, der Dickinger. Ich mein, das kann doch von der ÖVP nicht ernst gemeint sein. Learning on the job? In diesem Fall noch viel ärger. Nämlich „learning by not doing“. Der neue Bürgermeister bleibt nämlich noch ein Weilchen im Lehrerjob. Wegen Betreuung seiner Maturaklassen. Ist in Ordnung, wie kommen die Schüler dazu. Aber wie kommt Gmunden dazu? Ich glaube der Lehrergewerkschaft nämlich, was sie immer sagt. Dass die Lehrertätigkeit nicht mit den Unterrichtsstunden erledigt ist. Wir bekommen folglich einen Halbzeitbürgermeister. Wahrscheinlich sogar nur einen Viertelzeitbürgermeister. Das kann echt lustig werden. Kennt sich hinten und vorn in der Kommunalpolitik nicht aus. Hastet nach dem Unterricht ins Rathaus und büffelt Kommunalpolitik. Wie stellt sich das die ÖVP vor?
Der Stadtamtsdirektor: „So Herr Bürgermeister. Heute nachmittag nehmen wir die Gemeindeordnung von OÖ durch. Wir beginnen mit § 1 …“. Die ÖVP hat es eingebrockt, wir alle müssen es auslöffeln.

Ich weiss, die haben nicht anders können. Der Köppl hatte keine Nachfolger aufgebaut. Gehen wollte er auch nicht. Das ist jetzt ziemlich plötzlich unter dem Druck der Landespartei geschehen. Wahltechnisch in letzter Sekunde die Leine gezogen. Die Gmundner ÖVP war nicht darauf eingestellt. Ist unübersehbar. Der Schrabacher wäre es gern geworden. Ach, der heisst hier ja jetzt Internet-Schrabacher. Der Ortner auch. Der John sowieso. Der rennt jetzt schon vor der Wahl mit dem Fuchsschwanz unterm Hemd herum. Er weiss nur noch nicht, wo er mit dem Sägen beginnen soll. Er will nämlich Finanzreferent werden. Da sägt man nicht offen. Da futtert man Kreide und ist brav. Schauen wir mal, ob sie ihn lassen. Beworben hätten sich viele. Da ist jetzt viel Zwist in der ÖVP. Einer beäugt misstrauisch den anderen. Auch wenn sie heute brav abstimmen werden. Alles andere wäre Selbstmord ohne Anlauf. Die Wahl von Herrn Krapf kann sich dafür als Selbstmord mit Anlauf herausstellen.

Denn wer sagt, dass der die Wahl gewinnt? Eines scheint jetzt schon ziemlich sicher. Die ÖVP verliert die abolute Mehrheit im Gemeinderat. Da fährt die RegioBim drüber. Ich kann mich natürlich irren. Aber es sieht nicht so aus. Die Umfragen sollen grausliche Ergebnisse gezeigt haben. Die Europawahlen waren ein deutliches Warnzeichen. Die ÖVP hat genug Platz nach unten. Wenn ich ehrlich bin, ich hoffe wie viele Menschen hier, dass die ÖVP diesen Spielraum nach unten voll ausnützen kann. Dank der Wählerschaft Gmundens. Weil die Misswirtschaft der letzten 18 Jahre zum Himmel stinkt. Die Vetternwirtschaft. Die Verklumpung von Politik und Wirtschaft, über die wir hier immer schreiben. Die ist so offensichtlich. Vielleicht wankt auch das Amt des Bürgermeisters. Vielleicht kann die ÖVP es bei den Wahlen nicht halten. Ganz aus der Welt ist diese Idee nicht. Man sollte die Gmundner Bevölkerung an diese Idee und diesen Gedanken gewöhnen. Davor braucht man sich nicht fürchten. Wenn man nicht zu den Seilschaften und Cliquen zählt. Die meisten Leute hier gehören nicht dazu. Wenn die Idee erst in den Köpfen ist, kann am Wahltag alles geschehen. Wechsel ist möglich. Das muss in die Gehirne. Dann die Erkenntnis: Wechsel ist notwendig. Bringen wir Gmunden zum Tanzen! Beginnen wir heute damit!

Denn der neue Bürgermeister wird nichts Wesentliches ändern. Weder wollen noch können. Er ist zu schwach. Ohne Hausmacht. Im ersten Lehrjahr. Mit leeren Hosen kann man nicht …
Was nützt es, wenn die ÖVPler sich hinter einem neuen Gesicht verschanzen. Hinter einem unverbrauchten Gesicht. Die Altherrenriege der ÖVP. Die alten Mauschler. Die alten, erstarrten Politiker. Sie alle lugen hinter dem Neuen hervor. Ideenlos, farblos.
Der neue Bürgermeister selbst hat in den letzten Jahren als Gemeinderat keinerlei Profil gezeigt. Sportausschuss. Soll sein. Freundlich bei den Vereinen herumgekrebst. Gut. Aber sonst? Im Gemeinderat alles brav mit abgenickt. Ein braver Diener seines bisherigen Herrls. Da sind keine Überraschungen zu erwarten. Wie sollte er eine Wende in der Hotelgeschichte herbeiführen? Er hat bisher selbst den grössten Unfug mitgetragen. Brav das Handerl gehoben. Eine Kehrtwende könnte er kaum argumentieren. Dazu eine ÖVP, in der die beharrenden Kräfte weiter beharren. Verharren. Einbetoniert sind.

Darum wäre es auch unverzeihlich, wenn die Vertreter der anderen Parteien diesem Mann ihre Stimme geben würden. Er hat die Tricksereien rund um die 2/3-Mehrheit mitgemacht. Köppls Pudel. Aus einem Pudel wird nicht über Nacht ein Bürgermeister. Er ist unerfahren,  soll aber stehenden Fusses ganz plötzlich ein ziemlich grosses Unternehmen leiten. Die Gemeinde Gmunden mit einer erklecklichen Anzahl von Mitarbeitern.
Davon hat der neue Mann keine Ahnung.
Nichts vom Budget und von Budgetpolitik.
Nichts von Organisation und Führung einer so grossen Verwaltung.
Nichts von Politik oder gar Kommunalpolitik.

Einem solchen Mann gibt man seine Stimme nicht. Schon gar nicht mitten im bereits angelaufenen Wahlkampf. Wie erklärt man denn dann im Herbst 2015 der Wählerschaft, sie solle nicht den sondern einen selbst wählen? Beim Löcker von der Stadtliste ist es egal. Der kandidiert wahrscheinlich nicht mehr. Trotzdem ist es falsch, der ÖVP hier einen Freibrief zu geben. Damit wird das Bürgermeisteramt entwertet. So getan, als ob es ein Klacks wäre, das zu führen. Der Köppl hat vor seinem Amtsantritt schon viele Jahre trainiert. Trotzdem ist er gescheitert, hat den Karren in den Dreck gefahren. Auch die FPÖ sollte sich gut überlegen, ob eine Stimmenthaltung ausreicht. Sowohl wahltaktisch als auch prinzipiell. Auch die Grünen sollten da genau nachdenken, welche Stimmabgabe hier als Signal sinnvoll ist.

Zustimmung heisst, den Köppl-Stil noch im nachhinein zu legitimieren. Stimmenthaltung ist nicht viel besser. Die heisst, dem Neuen nichts in den Weg zu legen. Es sagt alles über den wahrscheinlich neuen Bürgermeister aus, dass er sich bis Mittwoch nicht politisch geäussert hat. Kein Wort darüber, was er vor hat. Kein Wort, zur künftigen Linie. Auf welcher Basis soll man den wählen? Nur weil die ÖVP ihn kandidiert? Auch eine Stimmenthaltung ist da wirklich nicht angemessen. Stimmenthaltung heisst, er soll mal machen. Aber was? Es ist eine demokratiepolitische Schande, dass die Volksvertretung und die Bevölkerung nicht ein paar Tage vorher informiert werden. Vom Programm, von den Ideen, von den Neuerungen. Wahrscheinlich gibt es nichts dergleichen. Aber auf welcher Basis soll die Gemeindevertretung dann abstimmen? Dass die ÖVP für demokratiepolitische Überlegungen nichts über hat, das hat sie in Gmunden bewiesen.

Es ist ein Akt demokratischer Selbstachtung, einem Bürgermeisterkandidaten keine Stimme zu geben, nicht einmal eine Stimmenthaltung, wenn er nichts vorlegt. Nichts zeitgerecht vorlegt. Das gilt auch dann, wenn er schnell noch eine Rede im Gemeinderat hält. Volksvertreter müssen nämlich die Möglichkeit haben, über Person UND Programm zu diskutieren, mit ihrer Wählerschaft zu sprechen. Wer immer für mehr Einbeziehung der Bevölkerung in die politischen Prozesse der Gemeinde eintritt, müsste schon aus diesem Grund gegen den Kandidaten stimmen.

Für einen Lehrbuben kann es keinen Vertrauensvorschuss geben, wenn er gleich den Meister spielen will. Wenn er nicht zeitgerecht ein Programm vorlegt. Wenn hinter ihm die alten Seilschaften weiter am Werk sind. Das sollte sich jede Mandatarin und jeder Mandatar klar machen. Die ÖVP soll allein die Verantwortung übernehmen. Der neue Bürgermeister ist dann bei jedem einzelnen Vorhaben zu bewerten. Nur daran kann man messen, ob es neue Wege gibt oder ob auf den alten Trampelpfaden weiter dahin gewackelt wird. Von den alten Seilschaften. Den alten Cliquen. Den alten Machthaberern. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer! Wir wissen nicht einmal noch, ob es sich überhaupt um eine Schwalbe handelt. Oder bloss um ein Sumpfhuhn.

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl

Gmunden statistisch gesehen
26. November 2014

Liebe Leserleins!

Ihre Babsy Blitzschnell muss heute doch noch einmal schnell einspringen, Bruno ist noch nicht ganz so schnell beim Schreiben des Blogs.
Ausserdem ziehen wir aus aktuellem Anlass jetzt die eben veröffentlichen Ergebnisse der Fragebogenaktion von Gemeinderat Karl Kammerhofer vor. Was uns sehr freut: die Rücklaufquote war bezogen auf die Anzahl der Haushalte ausgezeichnet. Was uns noch mehr freut: die Antwortfreudigkeit war in der Leserschaft des Gmundl-Blogs besonders hoch.
Die Wassersache mitsamt neuerster ÖVP-Chuzpe sollte dann morgen gemeinsam mit Brunos Auferstehung von den Kranken kommen, und Ihre Babsy wird sich zur Erholung ein paar Tage zurückziehen. Am Donnerstag gibt es zeitgerecht zur Wahl des neuen Bürgermeisters, Wahl, hahaha, die ÖVPler haben keine Wahl, einen Gastkommentar zum Thema „Was kann ein neuer Bürgermeister?“.
Was Ihre Babsy auch noch sagen will, in Ergänzung zu meinen gestrigen Ausführungen über Erkennbarkeiten und so, und weil ein paar Leserleins nachgefragt haben, wer oder was mit den kryptischen Äusserungen denn gemeint sei. Kryptisch bleibt es. Wir sind doch nicht deppert und machen Reklame für einen Troll.
Aber nochmals: Wir kennen uns nicht in allen Fachgebieten, die wir hier beackern, gut aus. Kann nicht sein. Aber schlau wie wir sind, befragen wir dann Leute, die sich wirklich gut auskennen. Die sind teils im Team, teils ausserhalb. Unser Job ist es dann, diese Fachmeinungen in verständliches Deutsch zu übersetzen und so aufzubereiten, dass sie auch Laien verstehen. Das geschieht in jeder guten Zeitung auch nicht anders. Das ist das Wesen des Journalismus. Rückschlüsse auf Personen lassen sich da nur ziehen, wenn man ein ausgeprägtes Talent für Verschwörungstheorien hat und ein wenig von Paranoia angehaucht ist.
Dass wir uns hier um einen gemeinsamen Schreibstil bemühen, sollte sich auch schon herumgesprochen haben. Wer wie ein Dieb um das Haus eines Gastkommentators herumschleicht, in dessen privates Refugium hineinspechtelt und sich dann Dummheiten zusammenreimt, darf seine Schlüsse unter „Kurzschluss“ einsortieren und sich selbst unter „Stalker“, gell. Wie feig ist denn eigentlich so eine Herumschleicherei! Vor allem sollte man dann nicht den grossen Kämpfer für Fairness spielen, wenn man diesbezüglich selbst eher in der Abteilung Clown logiert. Gehören tut sich so ein Stalkertum schon gar nicht. Machen nur Leute ohne Kinderstube. Und nur so, damit auch das klar ist: mit Trappistenbier kann man keinen Grog brauen. Mit Moscato d’Asti auch nicht.

Hier jetzt also die ersten Erkenntnisse aus der Umfrage von Gemeinderat Karl Kammerhofer.

Bis bald!
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Auswertung
Gmundner Bürgerbefragung
durch Gemeinderat Karl Kammerhofer
im September 2014-11-2014

Teil 1

Verbundenheit mit Gmunden, Wird eine Nutzung der nicht oder gering genutzten Gebäuden zur Belebung in unserer Stadt überhaupt gewünscht? Kennen die Befragten Städte wo diese Belebung geglückt ist? Wenn JA, welche Städte sind dies?

Gemeinderat Karl Kammerhofer hatte am 20. September dieses Jahres den rund 5.000 Gmundner Haushalten mit 16 Fragen um ihre Meinung gebeten. Über 470 übersandten ihm den ausgefüllte Fragebogen retour. 466 Fragebögen (9,3%) wurden ausgewertet. Beachtenswert war, dass die Anzahl der „Trolle“ ( die mit destuktiven Antworten) unter 1% blieben. Rund ein Drittel die geantwortet hatten, unterbreiteten Gemeinderat Kammerhofer auch handschriftliche Anregungen und Vorschläge (Details siehe unten).

Hinweis: Im letzen Jahrzehnt war Herr Kammerhofer für das Land Oberösterreich und für das Technologie- und Innovationsministerium (bmvit) wissenschaftlich als Marktforscher tätig. Er verfügt aber auch über die entsprechende Gewerbeberechtigung als Marktforscher

Nun zu den Antworten selbst. Gemeinderat Kammerhofer meint dazu:

„Im Jahre 2011 richtete die Stadtgemeinde – im Rahmen der Vision Gmunden – an über 10.000 Wohnungs- und Hausbesitzer 19 Fragen wie ein Erneueungsprozess für Gmunden aussehen könnte. Als Mitglied des Innovations- Kultur- und Wirtschaftsausschusses wurde ich als Hauptautor für den Fragebogen eingesetzt. Die Befragung wurde 2011 durchgeführt, vom Steuergeld bezahlt – aber nie veröffentlicht. Um die Ergebnisse auch meiner Befragung überprüfen zu können habe ich vier der sechs ersten Fragen habe ich fast identisch übernommen.“

Herr Kammerhofer hat die Ergebnisse beider Befragungen verglichen, und kommt zu folgenden Ergebnissen:

Frage 1:
Hier geht es um die Verbundenheit der Bewohnerinnen und Bewohner zu Gmunden.
Die echte Verbundenheit ist bei der Herbst 2014 mit 76% erstaunlich hoch, aber deutlich geringen als bei den Haus- und Wohnungsbesitzern aus dem Jahre 2011,wo fast alle Befragten – mit wenien Ausnahmen- mit Gmunden stark verbunden fühlten.

Frage 2:
Wie bewerten die Befragten die Auswirkung auf Gmunden, wenn in nicht oder kaum genutzen Gebäuden durch Sanierung und wirtschaftliche Nutzung wieder Leben einziehen würde?
Im Gegensatz zu den Hausbesitzern welche dies zu 52% im Jahre 2011 positiv bewerteten, kam die Gesamtbevölkerung heuer zu einen anderen Schluss. Die Gesamtbevölkerung steht solchen Plänen 2014 sogar mit 89% positiv gegenüber

Frage 3:
Bei beiden Befragungen (2011 und 2014) wurde die identische Frage gestellt:
Kennen Sie Erfolge von Städten, die durch Neugestaltung und Wiederbelebung neuen Schwung in eine Stadt gebracht haben?
Hier ist sind die Ergebnisse aus beiden Befragungen nahzu identisch: 53% (2011) und 51% (2014) sagen JA..

Frage 4:
Zweimal mit einem sensationellen Ergebnis:
Die spannende Frage lautete hier:
Wenn JA, welche Stätte sind das ?

Die große Siegerin in beiden Befragungen war

Bad Ischl

 

Weit abgeschlagen aber an zweiter Stelle landete in beiden Befragungen

Linz

Erst dann folgten in beiden Befragungen : Vöcklabruck, Wien, St. Wolfgang(!), Wels, Krems und Graz um einige Städte zu nennen die als Vorbild für Gmunden dienen könnten.

Gmunden wurde in diesem Zusammenhang 2014 nur einmal genannt. Von 2011 liegen mir betreffend Gmunden keine Daten vor. Gmunden scheint zumindest in den ersten 20 Nennungen nicht auf.

Sehr geehrte Damen und Herren : nun verstehen wir alle warum die Verantwortlichen der Stadtgemeinde dieses grottenschlechte Ergebnis von 2011 nicht veröffentlichen wollten. Jetzt 2014 wurde dieses Ergebnis fast identisch bestätigt.

Es zeigt sich Folgendes:

  • Die Gmundner Bevolkerung liebt im großen Ausmaß unsere Stadt die Stadt Gmunden
  • Den Erfolg für Neugestaltung und Wiederbelebung einer Stadt sehen die Gmundnerinnen und Gmundner eindeutig in anderen Städten unseres Bundeslandes realisiert.

Schlussfolgerung: Es hat sich hinsichtlich Neugestaltung und Wiederbelebung vor 2011 nichts getan aber auch nicht in den letzten 3 Jahren nachdem dieses Ergebnis 2011 bekannt war. Andere Städte in Oberösterreich – kleine und große – ohne ÖVP Mehrheit , wurden von den Gmundnerinnen und Gmundnern als Vorbild genannt.

Es wäre natürlich interessant zu wissen, wie sich der designierte Bürgermeister zu de desastriösen Meinung der Gmundnerinnen und Gmundner steht – vor allem, dass sich in den letzten 3 Jahren an der Meinung der Bevölkerung zur Innovationsfähigkeit der Verantwortlichen in Gmunden nicht geändert hat“. Abschließend meinte Gemeinderat Kammerhofer ironisch:

Meine Damen und Herrn, was meinen Sie, soll diese Gmundner Bevölkerung – die solche Meinungen seit drei Jahren noch immer vertritt – nicht doch rasch vor den Wahlen ausgetauscht werden?“

Karl Kammerhofer
(unabhängiger Gemeinderat in Gmunden)

Gmunden, 25.11.2014


 

 

Hotelnachwehen
16. November 2014

Liebe Leute!

Heute gibts keinen Beitrag hier im Blog, der vom Team ist. Wir waren damit beschäftigt, den Rückstau bei den Emails aufzuarbeiten. Ich würde selbst nicht glauben, wieviel da so reinkommt, wenn ich es nicht selbst sehen würde. Ich habe mich bemüht, möglichst alles zu benantworten. Ein paar Beantwortungen kommen noch in den nächsten Tagen. Also bitte nicht ungeduldig werden, gell! Bei uns geht auch nichts verloren. Eine Reihe von Infos werden wir in den nächsten ein, zwei Wochen hier im Blog verwursten.

Eine Bitte: die Mail-Anhänge möglichst klein halten. Wenn geht nicht mehr als 5 MB. Wenn es mehr wird, bitte auf mehrere Mails aufteilen, sonst brennt unsere Mailbox durch.

Heute bringen wir hier zwei Briefe von GRin Enzmann (FPÖ) in Beantwortung von Postings einer Bürgerin von Gmunden. Es geht da um das Hotel und die Linie der FPÖ. Dazu einige Gedanken der grünen GRin Rumpf, in denen auch wichtige allgemeine Überlegungen über Politik und Demokratie angestellt werden. Dazu die Antwort der Bürgerin.
Dann noch ein Stammposterlein, das ein paar gewichtige Fragen rund ums Hotel stellt. Gewichtig deshalb, weil ein paar Leute in der VP scheinbar davon träumen, das alte Asamer-Projekt mit Chalets und all dem Unsinn umzusetzen.
Alles nicht aus dem Kommentarteil. Diese Texte haben wir per Email erhalten und machen sie hier öffentlich.

Nicht zu vergessen: ganz am Ende der Beiträge ein kleines Bilderrätsel. Wer errät, was das ist, bekommt die Ehrennadel der Gmundner Profi-Designer vom Rathausplatz. Diese wunderhübsche Ehrennadel in Gussstahl sieht genauso aus wie der zu erratenden Gegenstand, gell!

Schönen Sonntag noch!
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Was habt ihr denn erwartet?
Bemerkungen zum Sondergemeinderat der Stadtgemeinde Gmunden
von Elisabeth Rumpf

Meine Aufforderung, parteipolitisches, wahltaktisches Agieren aus der Gemeindestube zu verbannen, weil dies dort nichts zu suchen hätte, hat nicht nur die Gemüter mancher Parteipolitiker erregt, sondern gezeigt, welcher Art unsere Demokratie, unser politisches System, unsere Kultur im Gemeinderat ist.
Parteipolitische Mehrheiten entscheiden. Die Lobbykratur findet nicht nur in Brüssel statt, sondern auch in der Gemeindestube.
Dies war auch ein Grund, warum ich in die Politik gegangen bin und immer noch für ein direktes, unbestechliches, rechtlich unumstrittenes, demokratisches System kämpfe. Im Laufe der langen Jahre habe ich immer wieder erlebt, dass Parteiraison diesem Bemühen immer wieder entgegensteht.
Wer sind diese vom Volk gewählten MandatarInnen und FunktionärInnen einer Partei? Warum sind sie in die Politik gegangen ? Warum wurden sie von ihrer Partei auf die Wahlliste gesetzt?
Ich vermute, bzw. erlebe es so, dass die  regierenden Parteien ihre KandidatInnen zur „Mehrheitsbeschaffung“, zum Durchbringen von Parteianliegen rekrutieren. Die Parteibuchwirtschaft blüht und gedeiht. Leider unterstützen die Wählerinnen und Wähler dies nach wie vor, weil sie diese Parteien immer wieder wählen und sogar mit absoluten Mehrheiten ausstatten.
Darüber hinaus befinden sich nicht wenige der Mandatare und Mandatarinnen „im Sold“ der Gemeinde, d.h. sie erhalten Aufträge von ihr, oder sind sogar Angestellte, weisungsgebundene Beamte derselben. Sie dienen vor allem ihrer Partei, garantieren für Mehrheitsverhältnisse bei Abstimmungen.. Nicht nur ein Fraktionszwang wird hier schlagend, sondern auch die Angst vor Bestrafung durch die Partei, vor Arbeitsplatz- und Existenzverlust. Das kann dazu führen, dass die einzelne Mandatarin, der einzelne Mandatar gar nicht in Erwägung zieht, ihr/sein freies Mandat auszuüben.
Die Gmundner Verhältnisse kennend, verwundert mich daher der Ausgang des Sondergemeinderates am 10.11. 2014 nicht.
Und ganz krass erscheint mir eine Unvereinbarkeit zwischen Amt und gewählter Funktion bei der VFI&COKG, der Besitzerin der Seebahnhofgründe.
Der  Verein VFI, der die Geschäfte der KG führt, hat einen Vorstand, der sich nur aus Angestellten der Finanz-, Bau- und Gebäudeverwaltung unter Leitung des Stadtamtsdirektors zusammensetzt., Diese Dienstnehmer sind mehrfach weisungsgebunden. Sie sind dem Bürgermeister unterstellt, und da dieser der Vertreter der 100% Eigentümerin der KG, der Stadtgemeinde Gmunden ist, auch hier weisungsgebunden. Ein wirklich praktisches Konstrukt, eine tolle Firma. Und eine einfache Mehrheit im Gemeinderat macht’s noch leichter, Geschäfte im Sinne der Mehrheitspartei über die Bühne zu bringen.
Ich finde, da sollten sich nicht nur Parteien, sondern Gemeinden, Land und Bund Gedanken über Unvereinbarkeiten bei Kandidaturen und Funktionsvergaben machen!
Und vor allem, liebe BürgerInnen und Bürger
Bei der nächsten Wahl nicht nur überlegen, welcher Partei gebe ich mein Vertrauen, sondern genau hinschauen, welche Personen stehen auf deren Wahlliste?


GRin Beate Enzmann über die Haltung der FPÖ

Sehr geehrte Damen und Herren! (gemeint sind wir vom Team, Anm. d. Red.)
 
Sollten Sie den untergriffigen Beitrag von Frau Enser De Groot bringen, ersuche ich um folgende Richtigstellung:

Mein Antrag lautete, dass alle Fraktionen des Gemeinderats beschließen mögen, eine Vereinbarung zu unterzeichnen, in der sie sich verpflichten, der „Verein zur Förderungder Infrastruktur der Stadtgemeinde Gmunden & Co KG“ nur dann die Weisung zur Veräußerung ihrer Grundstücke zu erteilen, wenn dies im Gemeinderat mit 2/3-Mehrheit beschlossen wurde.
Ich habe anschließend meiner Überzeugung Ausdruck verliehen, dass wir das Gremium Gemeinderat an sich in Frage stellen müssen, wenn wir nicht darauf vertrauen, dass eine demokratische Partei sich einem einstimmig gefällten GR-Beschluss und einer von allen Fraktionen unterschriebene Vereinbarung verpflichtet fühlt.
 
Mit freundlichen Grüßen
Beate Enzmann


Sehr geehrte Frau Enser de Groot,
zu Ihrer Information:
Herr Grampelhuber war nie Obmann der FPÖ.
Er wurde von der FPÖ-Fraktion als Stadtrat nominiert.
Dieses Amt hat er mit Ende Juni 2014 selbst zurückgelegt.
Niemand hat ihn vertrieben.
 
Die „Allianz für Gmunden“ wurde nicht von der FPÖ mitgegründet, sondern von Stadtrat Grampelhuber.
Die FPÖ-Fraktion hat die Zusammenarbeit mit der Allianz bezüglich des Widerstandes gegen das Thermenprojekt mitgetragen.
Eine fixe Parteien-Allianz wurde von der FPÖ-Fraktion und der FPÖ-Stadtpartei immer abgelehnt.
 
Die FPÖ hat die „Allianz“ nie verlassen, da sie von Anfang an nur zur Zusammenarbeit in einzelnen Sachbereichen bereit war.
Dieses Angebot besteht unsererseits auch weiterhin.
Die FPÖ hält sich an die von ihr getroffenen Vereinbarungen.
 
Ich ersuche Sie, sich künftig genau zu informieren, bevor Sie Ihre Beiträge schreiben.
 
Mit freundlichen Grüßen
Beate Enzmann


Sehr geehrte Frau Enzmann,
vielen Dank für Ihre Stellungnahme. Das ist ja schon etwas, dass man als Normalbürger überhaupt eine Antwort von einer Politikerin bekommt.
Was die Position von Herrn Grampelhuber betrifft,  war ich vielleicht nicht so genau informiert, denn Parteien-interne Angelegenheit interessieren mich nicht so sehr. Ich kann nur sagen, welcher Eindruck in der Bevölkerung vor einem Jahr entstand.  Ich würde mir nur wünschen, dass nur 1 ÖVPler den Mut hätte anders als der Bürgermeister zu stimmen, geschweige denn dass  mehrere ÖVPler bei der Abstimmung ihren Verstand – vom Gewissen will ich gar nicht reden –  sprechen lassen würden.  Der Köppl hat sie eben alle im Griff.
 
Was den Rückkauf des Seebahnhof-Areals betrifft, bin ich für klare Verhältnisse, d.h. eindeutige Verträge u. klare gesetzliche Bestimmungen.  Wir Bürger haben so schlechte Erfahrungen gemacht mit der Gemeindepolitik bezüglich dem Projekt Lacus Felix, so dass wir allen Entscheidungen des Gemeinderates sehr misstrauisch gegenüber stehen. Sie können doch auch nicht behaupten, daß sich die Mehrheit der Gemeindepolitiker, und damit meine ich diejenigen, die die Asamer-Verträge mitunterschrieben haben, mit Ruhm bekleckert haben.
 
Mit freundlichen Grüssen
Margareta Enser-de Groot


Liebes Gmundl-Team!

Soeben habe ich mein Foto-Archiv wieder einmal durchgeforstet und bin dabei auf ein interessantes Bild gestoßen. Es wurde von mir am 3. Juni 2013 geschossen, also während jener Tage, an denen der Traunsee Hochwasser führte. Es zeigt haargenau jene Stelle an der Gmundner Schiffslände bzw. am Parkhotel-Areal, an der die sogenannten Luxus-Chalets errichtet werden sollen. Bei dem Fahrzeug (Bildmitte) handelt es sich um ein Amphibien-Fahrzeug. Eigentlich unfassbar, dass in solchen Hochwasserproblemzonen Baugenehmigungen erteilt werden. Hier zeigt es sich in frappierender Weise, wie Behörden in ihren Entscheidungen mit zweierlei Maß messen: An der Donau beispielsweise plant das Land Oberösterreich aufgrund einer Hochwassergefährdung ganze Ortschaften, bestehend meist aus kleinen  Häuslbauern und Landwirten, abzusiedeln.

Viele Grüße sendet der
„Schwarze Student“

Auf Bild klicken zwecks Vergrösserung!

 

Hochwasser_2013a


 RÄTSEL DER WOCHE:

Was ist das?

a) Ein Bohrturm
b) elegant
c) wird demnächst abgeholt
d) steht bald in der ganzen Innenstadt
e) modern
f) ein Phallus-Symbol
g) die Zukunft Gmundens
h) ein schlechter Scherz
i) ein guter Witz
j) die Ebenseer waren es!
k) Aufstiegshilfe auf den Traunstein
l) Schneestange für Gmunden (copyright Beate Enzmann/FPÖ)

bim_mast

(unter Verwendung eines Fotos von Beate Enzmann)

Was ist eine Kostenüberschreitung?
2. November 2014

Liebe Leserleins!

Wir haben es gestern schon geschrieben: Stern & Hafferls Neumann hat die Herausgeber einer Broschüre der Strassenbahngegner beschuldigt, „bewusst die Unwahrheit zu sagen“ und mit rechtlichen Schritten gedroht. So wie ich, Ihre Babsy, das sehe, können die ziemlich ruhig einer eventuellen Klage entgegensehen. Ganz im Gegenteil, sie haben ganz gute Chancen, ihre Behauptungen beweisen zu können. Dann stünde Neumann als jemand da, der einen selektiven Zugang zu den Fakten hat. Wir würden ihm natürlich nie vorwerfen, „bewusst die Unwahrheit zu verbreiten“, wir gehen vielmehr davon aus, dass sein Dasein als Eigentümer und Manager eines hochgradig von den Steuerzahlerleins finanzierten privaten Verkehrsunternehmens seinen Blick trübt und zu einer sehr subjektiven Wahrnehmung der Wirklichkeit führt.

Es gibt ein sogenanntes „Kontrollgremium StadtRegioTram“ (kurz: K-SRT), das jährlich vier Quartalsberichte über den Projektstand und die Errichtungskosten der RegioTram abliefert. Dieses Gremium wird vom Direktor des Gmundner Stadtamts, Heimo Pseiner, geleitet. Man darf also davon ausgehen, dass diese Quartalsberichte ein ungeschminktes Bild der Lage zeichnen. Uns liegt der Quartalsbericht mit Stand Ende des 2. Quartals 2014 vor.

Tatsache ist: der Quartalsbericht weist zusätzliche Kosten für sogenannte „flankierende Massnahmen“ in Höhe von rund 2,231.750 Euro aus, also in etwa jene 2,2 Millionen, von denen als Kostenüberschreitung die Rede ist. Dem stehen bei den“Baukosten ohne Brückenbau“ Einsparungen in Höhe von rund 570.000 Euro gegenüber. In Summe ist somit derzeit eine Kostenüberschreitung von 1,66 Millionen gegeben. Wie kommt nun S&H-Neumann auf die Idee, es gäbe keine Kostenüberschreitung?

Aus einem einfachen Grund. Man hat einst zu den zu erwartenden Gesamtkosten von 25 Millionen eine Reserve von 5 Mille (!!!) hinzugerechnet. Spricht: man ging von realen Kosten in Höhe von 25 Millionen aus und hat grosszügigst gleich eine 20%ige Kostenüberschreitung gegenüber den geschätzten Baukosten eingerechnet und sich genehmigen lassen. Der kluge Mann baut vor.
Halten wir also fest: eine einkalkulierte Kostenüberschreitung gegenüber geschätzten Baukosten ist in diesem System keine Kostenüberschreitung. Im Bericht liest sich das dann so: „Es wurden bereits 2,2 Mio flankierende Massnahmen identifiziert, welche eine Überschreitung der aktuellen Gesamtkostenschätzung gegenüber dem Landtagsbeschluss von rund 1,5 Millionen Euro verursachen und entsprechend die ursprüngliche Projektreserve schmälern.“
Das nennt man NLP im besten Sinne: aus einer Baukostenüberschreitung wird die „Schmälerung einer ursprünglichen Projektreserve“. Würde ein Manager in der Privatwirtschaft in ein wahrheitsgetreu kalkuliertes Projekt von Haus aus eine Kostenüberschreitung von 20 % einkalkulieren, wäre er am nächsten Tag seinen Job los. Aber die Lokalbahn ist keine echte Privatfirma, sondern ein von den Steuerzahlerleins finanziertes Verkehrsunternehmen, das sich nur als Privatunternehmen tarnt.

Man fragt sich in der Tat, ob das denn wahr sein darf! Ein vollkommen von der öffentlichen Hand finanziertes Projekt wird mit 25 Mille Kosten geschätzt (was so auch wieder nicht stimmt, siehe unten, es sind eigentlich nur 23 Mille), und man schlägt von Haus aus gleich einmal 5 Mille Reserve drauf, eine Art Freibrief, die Steuerzahlerleins auszusackeln. So sieht der Umgang der öffentlichen Hand mit Steuergeldern aus: anstatt S&H für die Einhaltung der – wie wir annehmen realistisch und wahrheitsgetreu – geschätzten Baukosten haftbar zu machen, legt man gleich eine Baukostenüberschreitungs-Genehmigung in Form einer Reserve bei. Zusätzlich sind in den Baukosten von 25 Millionen ausserdem noch ungefährt 2 Millionen Preissteigerungen als Polster einkalkuliert, da man von einer Preissteigerung von jährlich 3 % ausgegangen ist. Ein völlig unrealistischer Wert, wie jeder weiss, der sich mit den Finanzmärkten beschäftigt. Österreich liegt derzeit bei 1,6 %, Tendenz fallend. Wir stehen – zumindest für den Zeitraum bis 2017, also die Zeit des RegioTram-Baus – vor einer Deflation.

Auch hier sei festgehalten: die Realkostenschätzung Basis 2013 liegt bei 23 Millionen. Plus 2 Millionen Valorisierung plus 5 Millionen Reserve. Oder anders gesagt: bei geschätzten Baukosten von 23 Millionen hat man sich eine Reserve von 7 Millionen geschaffen, das sind fast ein Drittel der eigentlich geschätzten Baukosten. Das nennt man wirklich sorgsamen und sparsamen Umgang mit Steuergeldern. Ich nenne das eine Verschwendungsorgie, die von der öffentlichen Hand nicht nur geduldet, sondern exzessiv gefördert wird.

Was im Betrag von 30 Millionen noch nicht aufgetaucht ist: dazu kommen noch die Finanzierungskosten bis 2030. Inklusive Finanzierung und bereits angefallener Kosten für den Seebahnhof ergeben sich laut Landtagsbeschluss Gesamtkosten in Höhe von 57 Millionen Euro. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: aus geschätzten Kosten von 23 Millionen (Preisbasis 2013) werden so Gesamtkosten von 57 Millionen. Wundert sich wer, dass dieser Staat trotz einer der höchsten europäischen Staatsquoten kein Geld für Bildung, Renten oder Bundesheer hat? Zu den geschätzten Grundkosten von 23 Millionen addieren sich Kosten in Höhe von 148 % (!!!!) und ergeben so eine Gesamtsumme von 57 Millionen!

Das nennt sich dann sparsamer Umgang mit Steuergeldern. Jeder Kommentar überflüssig! Und jede Diskussion darüber, ob es hier eine Kostenüberschreitung gibt ebenfalls, wenn man eine Gesamtreserve von 7 Millionen still und heimlich ins Projekt hineinschreibt und den offensichtlich ahnungslosen Landtag beschliessen lässt (denn die einkalkulierten Reserven werden im Landtagsbeschluss nicht genannt, dort wurden nur Gesamtkosten in Höhe von 30 ohne bzw. 57 Millionen mit Finanzierung beschlossen).

Um unser Geld ist denen nichts zu teuer. Ende der Durchsage.
Jetzt hilft mir nicht einmal ein HOLE IN THE POCKET (2 cl Vodka, 2 cl Cointreau, 2 cl Gin, 0,2 Orangensaft, 15 Tropfen Tabasco)  mehr über die Runden. Aber die Politiker dürften dem ziemlich ausgiebig zugesprochen haben. Von ein oder zwei Bieren kann es jedenfalls nicht sein.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

 

Das war der Klosterplatz
1. November 2014

Liebe Leserleins!

Selbst engagierte Befürworter der RegioTram sind über die architektonische Gestaltung des Klosterplatzes irgendwas zwischen not amused und entsetzt. Sie fürchten, dass diese Orgie des schlechten Geschmacks und der Gedankenlosigkeit sich auf Rathaus- und Franz Josefs-Platz nicht nur fortsetzen, sondern neue Höhepunkte erklimmen könnte. Dass man bei der Aussengestaltung und Farbgebung der Züge selbst auch nicht sehr viel Einfallsreichtum hatte, ist bekannt. Da hätte man sich farblich tatsächlich mehr einfallen lassen können. Stattdessen muss man befürchten, dass die Züge gar im Stil der Milchpackerln von Gmundner Milch durch die Stadt pfeilen werden. Wummstibumms!

Gemeinderat Karl Kammerhofer, ein vehementer Befürworter der RegioTram, hat sich über die ästhetische Wirkung der Stationshäusln (eine in diesem Fall von uns mit grosser Berechtigung gewählte Bezeichnung, Häusl treffe es noch besser) Gedanken gemacht, die wir den Leserleins nicht vorenthalten wollen. Aber Achtungs: das ist keine ganz ironiefreie Zone, gell.

Den für Sonntag geplanten Gastkommentar des Gmundner Autors Michael Amon haben wir auf Montag verschieben müssen. Er hat noch nicht geliefert, weil er, wie er uns mitteilte, noch ein paar Unterlagen studieren muss, die er erst am Freitag erhalten hat. Also wappnen wir uns mit Geduld. Der Typ ist fast so fleissig wie Ihre Babsy Blitzschnell, die hier seit Wochen allein die Stellung hält, zumindest was das Schreiben betrifft. Das Technische und die Diskussion wird natürlich vom Team gemeinsam gemacht. Ich muss nur in die Tasten klopfen. Bruno, wir vermissen Dich! Ich experimentiere schon mit einem ultra-super-gesunden Bruno-Willkommens-Drink, total gesund, minus(!) 5 % Alkohol, gesünder gehts echt nicht, gell! Also schau, dass Du bald das Krankenhaus (das ja merkwürdig, aber wahr, eben nicht Gesundenhaus heisst) verlassen kannst. Wir vermissen auch Deine Abschweifungen, gell. Wir werden uns darüber auch nie wieder beschweren, Ehrenwort! Heiliges Hexenehrenwort von Deiner Babsy und double crossed fingers vom Rest des Teams!

Und jetzt auf zum neuen Schuhplattl-Platz!
Vamos!
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Zusatzbemerkung:
Wir werden uns sonntags mit der Frage der Kostenüberschreitungen bei den bisherigen Arbeiten (vor allem am Klosterplatz) rund um die RegioTram befassen. Seitens Stern & Hafferl wurde behauptet, das sei nicht belegbar, im Gegenteil, man habe sogar Einsparungen erzielt und überlege, so melden die Tips, eine Klage gegen die Verbreiter dieser angeblich „unbelegten Behauptung“. Interne Papiere sprechen eine andere Sprache. Wir werden am Sonntag berichten und verraten schon jetzt: S & H muss die Anwälte nicht losschicken – warum, das erläutern wir am Sonntag. Nur soviel: auch das ein neues Beispiel für die selektive Wahrnehmung und Information, wie sie in derzeit Gmunden üblich sind. Ob es die Gegner der RegioTram schwächt, wenn man mit ausgewiesenen Halbwahrheiten gegen sie agitiert, wird sich weisen.

kosten_stern_hafferl_tips

(Auszug aus den Tips)

Ja, was das bewusste Verbreiten von Unwahrheiten betrifft, da können wir Herrn Neumann nur zustimmen. Er verbreitet mit Sicherheit nicht bewusst die Unwahrheit, er hat wahrscheinlich bloss die entsprechenden Unterlagen nicht gelesen oder nur sehr selektiv „überflogen“. Oder hat sie ihm das Rathaus gar vorenthalten? Ei der Daus! Wie konnten die nur!
Ist es übrigens im Sinn einer „sachlicheren Gesprächskultur“, die Einstellung der Gmundner Strassenbahn und die Verlängerung des Vordorfer Zugs quer durch die Stadt als „Durchbindung der Strassenbahn“ zu verkaufen? Auch wenn man von einem Projekt überzeugt ist, sollte man nicht mit Marketing-Wischiwaschi-Begriffen den wahren Sachverhalt zu vernebeln. Zu einer sachlichen Diskussion gehört auch, nicht mit NLP-Wortscheisse herumzuwerfen und nicht mit Orwellschem Quacksprech die Zivilgesellschaft anzuflunkern. Man hat ja schliesslich nichts zu verbergen, gell! Und ausserdem funktioniert eine demokratische Diskussion nur mittels ehrlicher Information, aber nicht mit verschleiernder Propaganda. Und schon gar nicht mit der Androhung rechtlicher Schritte …


Statt einer PA (Presseaussendung)

Liebe Freundinnen und Freunde Gmundens,
Es tut sich seit 1. November 2014 viel im Gmundner Stadtteil Weyer.

1) Die neue Platzbezeichnung
Am 11.November um 11:11 wird der Klosterplatz nun offiziell und bürgernah umbenannt:  Entsprechend den Wünschen der Anwohner  in „ Schuhsohlenplatz“ ( volkstümlich: „Schuahplattlploz“) .  Diese Bezeichnung entspricht  der anmutigen Haltestelle viel besser als die bisherige Namensbezeichnung. Gleichzeitig mit der feierlichen Umbenennung werden die alten  Klosterplatz Hausnummern versteigert. Wir ersuchen um rege Teilnahme bei der Versteigerung.  Die Stadtgemeinde braucht jeden Euro, denn die  vielen tollen Verträge rund um den ovalen Hotelscherzsilo – samt den wassergekühlten Chalets –  haben schließlich zum Nachteil Gmundens zehnhausende Euros gekostet.

2) Die Minarette
Das Geld ist aber noch nicht ganz verloren. Die neuen Betreiber der Stadtbahn arbeiten seit geraumer Zeit an der Zweitnutzung der Leitungsmaste im Stadtteil Weyer.  Sie fanden die muslimische Gesellschaft Weyer/Gmunden als begeisterten Kooperationspartner. An Stelle von schlanken (Stahl)lösungen für die Tragemaste bei anderen Stadtbahnen (siehe untenstehende Beispiele aus anderen Städten) werden eine Vielzahl von fetten Minaretten entlang der Stadtbahntrasse in Weyer geführt. Nicht schlank, den die vielen Minarette müssen optisch auch was hergeben. Die Minarette werden daher super schön, dick und fett aus Beton gefertigt. Kommt auch billiger. Als Verkleidung hat man sich graffitifeindliche Mosaike aus eloxierten Aluminium ausgedacht (was die künstlerische Weiterentwicklung der Gmundner Jugend empfindlich hemmt!, Anm. d. Red.). Der weiteren Zusammenarbeit mit der Muslimischen Gesellschaft Gmunden/Mitte steht bei Fortführung dieser Art von Stadtbahntrasse nichts im Wege.

3) „Stadtneugestaltung“
Ist es daher nicht völlig unangebracht, das weitere Stadtbahn Bauvorhaben (Stationen, Platz/Straßengestaltungen, Brücke, Haltemasten, Verankerungen bei den Häusern etc. ), einem Gestaltungswettbewerb von Architekten (Antrag  GRÜNE plus GR Kammerhofer) auszusetzen? Es wird eine touristische Attraktion werden, die ständig erweiterten  verhaltensoriginellen dreidimensionalen architektonischen Strukturen  Gmundens bestaunen zu können: Beginnend von der anmutigen Hochofenfilteranlagenarchitektur (Seilbahnbodenstation), hin zu den fetten Minaretten, unförmig gedrungen/gelungenen Mehrfamilienhäusern (merhstöckig inmitten von einstöckigen Einfamlienhäusern!, Anm. d. Red.), Stadtbahnhaltestationen usw. Ohne architektonischen Gestaltungswettbewerb könnten wir diese geschmacksbefreiten Baulichkeiten bis zu K.F.J.Platz fortführen.  Nun, wir werden sehen, ob die GRÜNEN Spaßverderber (Was heisst Spassverderber? Spassbremsen sind das! Anm. d. Red.) nicht doch noch diesen originellen architektonischen Leistungen ein Hindernis entgegensetzen.

In diesem Sinne richten wir doch auch heuer wieder unsere Wünsche an das liebe Christkind.
Liebe Grüße

Karl Kammerhofer
(Gemeinderat zu Gmunden)

Hotel & Seebahnhofgelände
29. Oktober 2014

Liebe Leserleins!

Ganz kann man den Streit rund um den Sondergemeinderat, den SP, Grüne, Stadtliste und GR Kammerhofer verlangt haben, und den nun der Bürgermeister einberufen muss, nicht verstehen. Die FPÖ wirft den Antragsstellern „Populismus“ vor. Nun, gerade die FPÖ hat uns immer erklärt, warum auch Populismus was Gutes habe. Mag sein, dass diese Einberufung „populistisch“ ist, ziemlich sicher sogar. Denn sie macht die Bevölkerung darauf aufmerksam, dass hier keineswegs schon alles gelaufen ist. Die Antwort von SP-Chef Dickinger, es sei Gefahr in Verzug, ausserdem sei das Thema von so grosser Bedeutung, dass man es nicht unter dutzenden anderen Punkten der Tagesordnung verschwinden lassen wolle. Natürlich wird bei einer Sondersitung, die nur ein Thema hat, die Rückübertragung des Seebahnhofs-Grundstücks in das Eigentum der Gemeinde, dieses Thema im Fokus stehen. Und das ist gut so. Die ÖVP soll nicht wieder die heissen Themen ans Ende einer schier endlosen Tagesordnung schieben können. Diese Frage gehört ausführtlich und mit genügend Zeit diskutiert.

Nachdem die ÖVP mittels einer sehr fragwürdigen neuen „Erkenntnis“ der Landesbehörden behauptet, für Verkäufe von Grundstücken im Vereinsvermögen (der wiederum der Gemeinde gehört, simpel gesagt) sei keine 2/3-Mehrheit nötig, ist es eine Existenzfrage, die Grundstücke wieder zurück an die Gemeinde zu geben. Nur dann ist gesichert, dass die ÖVP nicht mit ihrer kleinen Mehrheit mit den Grundstücken macht, was sie will. Auch ein paar FP-Stimmen reichen dann nicht mehr für den Verkauf mit 2/3-Mehrheit. Ist es das, was die FPÖ will? Der ÖVP die Mauer machen? Kann doch nicht ernst gemeint sein, oder?

Die LInie der FP ist in dieser Frage ohnedies nicht völlig klar und ein wenig undurchschaubar. Auf Landesebene wird verlangt, das Hotel solle ins Landschloss kommen. Gleichzeitig fordert sie das aber auch für die nun in Frage stehenden Seebahnhof-Grundstücke plus Holzinger- und Putzgründe. Hier die entscheidenden Passagen eines Schreibens von Stadträtin Enzmann und der FP-Gemeinderatsriege an den Bürgermeister:

„Die FPÖ Gmunden hat ein Konzept für die weitere Vorgangsweise nach dem Kauf der Seebahnhofgründe erarbeitet. Wir fordern Sie auf,
Ø    endlich den von uns schon lange verlangten „runden Tisch“ mit
– den derzeit über die Holzinger- und Putzgründe verfügungs-
  berechtigten Personen oder Gesellschaften,
– den Geldgebern, also der Raiffeisen Landesbank,
– und Vertretern aller politischen Entscheidungsträger einzuberufen,
Ø    ernsthafte Verhandlungen über den Kauf der Holzinger- und Putzgründe durch die Stadt Gmunden oder den Verein zu führen – Die Gemeinde könnte dann völlig frei und unbelastet von den alten Verträgen neue Überlegungen in alle Richtungen anstellen und die Bank hätte einen verlässlichen und berechenbaren Partner.-,
Ø    anschließend eine internationale Ausschreibung für ein Freizeitprojekt mit Hotel, öffentlichem SPA und Badegrund auf dem gesamten Areal, also den Holzinger-, Putz- und Seebahnhof-Grundstücken zu machen
Ø    und dann die Projekte von der Gmundner Bevölkerung durch eine Bürgerbefragung bewerten zu lassen.
Wir alle sollten uns gemeinsam um die beste, auch von den Gmundnerinnen und Gmundnern akzeptierte Verwertung eines der schönsten und wertvollsten Bauplätze Gmundens bemühen.“

Alle diese Forderungen sind, soweit wir das sehen, weitgehend deckungsgleich mit den Vorstellungen der SPÖ und der Grünen. Warum also der Streit? Bloss weil der Wahlkampf naht?

Hier die wesentlichen Teile der Antwort von SP-Dickinger auf die FP-Kritik:
Den Vorwurf des populistischen Aktionismus weise ich mit Nachdruck zurück. Die Einberufung eines Sondergemeinderats ist notwendig, weil die Köppl-ÖVP den Kopf in den Sand steckt und keine Schritte setzt. …
Der Einwand von Stadträtin Enzmann, es würde im Dezember ohnehin einen regulären Gemeinderat geben, geht ins Leere. Dieses Thema kann nicht ein Tagesordnungspunkt unter 50 anderen sein, sondern Schwerpunktthema. …
Hätte sich die FPÖ nicht seinerzeit auf die Seite der ÖVP geschlagen und dem Rückkaufswunsch der SPÖ Rechnung getragen, müssten wir diese Diskussion jetzt nicht führen. … Was einen möglichen, von der FPÖ ventilierten Ankauf der Holzinger-/Putz-Gründe durch die Stadt anlangt, gebe ich zu bedenken, dass ein wahrscheinlicher Kaufpreis vermutlich mehr als ein Viertel des Jahresbudgets der Stadtgemeinde in Anspruch nehmen würde, also eine gewaltige Neuverschuldung bedeuten würde. Rücklagen sind nicht vorhanden. …
Der von mir eingeforderte „Sondergemeinderat“ hat den alleinigen Zweck, so rasch als möglich die Seebahnhofgründe vom „Verein“ direkt an die Stadt zu übertragen, nur so kann der Gefahr vorgebeugt werden, dass eine „einfache Mehrheit“ im Gemeinderat eben diese Gründe erneut an einen „Investor“ verkauft. Die FPÖ nimmt in ihrem Schreiben „Hausverstand“ und „Überblick“ in Anspruch, Eigenschaften, die in den letzten Monaten von dieser Partei nicht eben dokumentiert wurden. Allzulange haben die Freiheitlichen der ÖVP, Asamer und „Investor“ Freunschlag „die Mauer gemacht“.

Wie oben geschrieben: inhaltlich ist man nicht sehr weit auseinander. Jetzt ist aber kein Vorwahlgeplänkel zu führen, sondern es sind die Seebahnhof-Gründe abzusichern. Dass dieses Thema nicht untergeht, müsste auch im Interesse der FP sein, auch wenn deren Abstimmverhalten in der Hotelfrage zuletzt zwischen unergründlich und hintergründig einzuordnen war.

Also, Leutln, einigts euch und zieht an einem Strang in dieser Sache. Wie sagt Gemeinderat Karl Kammerhofer so schön in Richtung FPÖ: „Ich ersuche daher diese geschätzte Kollegin und  die Kollegen der FPÖ ihre ursprünglichen, exzellenten Auffassungen wieder in Erinnerung zu rufen.“
Dem ist nichts hinzuzufügen.

Untenstehend dann noch einmal die diensttägliche Diskussion in den Kommentaren rund um RegioTram und Stilfragen 😉  Wir wissen, dass viele Leserleins es mögen, wenn wir das hier vorn im Blog noch einmal reinstellen. In umgekehrter Reihenfolge des Eintreffens!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


VILOSOFIO
Gesendet am 28.10.2014 um 10:24 nachmittags | Als Antwort auf Zivilcourage .

An ZIVILCOURAGE …. betreffend Literatur versus Technokratismus….

OKOK … Der Beitrag ist vielleicht (für manche Leser des Gmundl Blogs event. zu literarisch … ABER …. TROTZDEM – und gerade wegen Ihrer Kritik, …..offensichtlich AM PUNKT gewesen…. Alles kein Problem. Werde für Sie in Zukunft, wenn es mir passt, einfach einfacher schreiben.
Ist im Sinne der Sache – danke für den Hinweis.

Nur das nicht! Unsere Leserleins verstehen das schon, keine Sorge. Wir haben durchwegs positive Reaktionen auf die sehr unterschiedlichen Stile, in denen hier gepostet wird. Also lieber Vilosofio, keine Hemmungen, weiter so! Die Leute verstehen mehr als man ihnen zutraut. Immerhin lesen hier derzeit täglich zwischen 800 und 1000 Personen mitunter recht lange und ausführliche Texte. Bei uns hat sich bisher noch niemand beschwert. Auch an den “Abo”-Zahlen erkennen wir, dass der Blog so angenommen wird, wie er ist. Die sind in den letzten Monaten steil angestiegen.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


VILOSOFIO
 
Gesendet am 28.10.2014 um 10:14 nachmittags |

Nur der Ordnung halber …. wertgeschätztes Team Gmundl: Ich habe weder „vertrottelt” … noch… „Schwachsinniger Bürgermeister, …. noch dumme Person …. geschrieben …
ICH HABE DIESE WORTE NIE GEPOSTET! LG Vilosofo

Nein, natürlich nicht! Dieser Eindruck sollte auf keinen Fall entstehen. Es waren keine Verbalinjurien, aber eine doch sehr persönliche Attacke. Da uns die Person hinter “Zivilcourage” bekannt ist, halten wir den erhobenen Vorwurf bezüglich des Charakters der dahinter stehenden Person für unzutreffend. Da es sich um keine/n Politiker/in handelt, wäre diese Aussage noch dazu vor einem Gericht klagsfähig. Wir achten natürlich darauf, dass das Presserecht in diesen Fragen eingehalten wird. Auch zum Schutz unserer Schreiberleins, obwohl sie praktisch nicht ausforschbar wären. OK, über den NSA, aber der wird wegen einer Gmundner Ehrenbeleidigung eher nicht seine Archive für das mehr oder weniger Heitere Bezirksgericht öffnen.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Hans Heidinger
Gesendet am 28.10.2014 um 4:44 nachmittags

Herr Stadtrat Sageder hat bereits am Donnerstag, 18. September 2014, in den OÖN/Salzkammergut Nachrichten seine Stellungnahme abgegeben:
Frage des Interviewers: “Wäre das nicht auch ohne Strassenbahn gegangen?”
Antwort Stadtrat Sageder: “Grundsätzlich schon”, aber durch den Bau der Strassenbahn werden auch die Baumaßnahmen für die Begegnungszone finanziert und ermöglicht.”
Anmerkung: Im Artikel ging es natürlich um die Durchbindung der Vorchdorfer Bahn und nicht um die bestehende Strassenbahn.
Übersetzung für die Politiker des Landes OÖ: Gmunden baut eine Verbindung – die gar nicht notwendig wäre – mit der Vordorfer Bahn und der bestehenden Strassenbahn durch die historische Altstadt von Gmunden;aber im Zuge der Baumaßnahmen können dafür ein paar Gasleitungen erneuert und der zerstörte Klosterplatz neu gepflastert werden.
Übrigens: Wie die Durchbindung durch die Innenstadt aussehen wird, davon kann man sich schon ein gutes Bild am Klosterplatz machen.
Eigentlich stellt sich nach der Diskussion der letzten Tage nur noch die Frage, wie weit der Realitätsverlust unserer Gmundner Politiker schon fortgeschritten ist und welche Antwort sie sich im Wahljahr 2015 noch erwarten.

Und:
Ceterum censeo, “RegionalZUG durch Gmunden” esse delendam!

Danke für den Hinweis! Diese Äusserung des von uns – für seine ruhige und normalerwesie unaufgeregte Art – eigentlich sehr geschätzten Stadtrats Sageder beweist allerdings deutlich, dass die Systemkritik von Michael Amon in der PRESSE mehr als nur zutreffend und berechtigt war. Er hat genau damit argumentiert: man baut eine(n) Bahn/Tram/Zug, um andere Sachen finanziert zu bekommen. So kann es wohl nicht gehen. Da ist ein Wurm im Gesamtsystem, wenn ein kluger Politiker wie Sageder offenbar gezwungen ist, so zu agieren. Da ist eine Systemänderung dringend nötig.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


VILOSOFIO
Gesendet am 28.10.2014 um 3:37 nachmittags

Vilosofio sieht sich angeregt, auf den „merk-würdigen“ Beitrag von Zivilcourage = Zivilcourage Gesendet am 27.10.2014 um 8:53 vormittags
eine Replik zu schreiben.

Hatte mit Kopfschütteln den Beitrag 3 x gelesen und konnte es irgendwie nicht fassen.
Zivilcourage meint- wenn ich ihn (oder sie) richtig verstand – dass es bei allem Wahnwitz an fahrlässiger Vernichtung von Volksvermögen durch Finanzkonzerne und deren kriminelle Machenschaften es eh schon wurscht ist, ob in Gmunden 30 oder mehr Millionen Euro Steuergeld für ein rettungslos überdimensioniertes, garantiert nachhaltigst dauerdefiztitäres Zugprojekt ausgegeben werden?

Habe ich da Zivilcourage richtig verstanden?
Wenn ja, dann möchte ich den werten Beitragschreiber in eine Reihe mit jenen verantwortungslosen Politikern stellen, denen es ebenfalls völlig wurscht ist, wenn sie jedes Jahr ihrer Amtszeit zig zig Millionen Steuergelder in zahlreichen, sinnlosen Projekte versenken (siehe dazu die Rechnungshofberichte der letzten 10 Jahre ….. ).
Das kleine Übel – meint Zivilcourage – soll also – sozusagen mit dem Hinweis auf die viel, viel größeren Verschwendungsprojekte – also eh nicht so schlimm sein?
Verehrte(r) Zivilcourage: Wenn das Ihr Anspruch an die Politik ist, dann verstehe ich, wenn wir genau diese, zu unser aller Schaden leider haben.

… (Absatz redaktionell gestrichen)

Leider haben die Politker ihren Sach- und Hausverstand an Gutachter und Wirtschaftslobbyisten abgegeben.
Da wird gepackelt, abgetauscht – „gibst Du mir – geb ich Dir“.
Die Roten wollen Gmunden um jeden Preis dem Zug opfern.
Schieben Umweltschutz und Nachhaltigkeit als perfide Argumente für ein Projekt, das Gmunden nachhaltig ruinieren wird, vor.
Die schwarze Reichshälfte hat sich in Zugsgeiselhaft nehmen lassen – dafür wird es schon gute Gründe geben…

Ein Trauerspiel.
Und Sie, verehrte(r) ZIVILCOURAGE sind mit Ihrer postulierten Einstellung wohl ein gut funktionierender Teil dieses Systems.

2015 wird ein Wahltag sein.
Das macht Mut, genau gegen solche Einstellungen und Meinungen wie die Ihren auf- und anzutreten!

Mit Zug freien Grüßen:
VILOSOFIO
P.S.: Zum von Zivilcourage angezogenen Thema eines Neidgefühls gegen eine Gmundner Unternehmerfamilie sei noch etwas nachgereicht:

Wirtschaftlicher Erfolg sei jedem Unternehmer mehr als vergönnt.

Wenn jedoch wie im gegenständlichen Falle ZIG ZIG MILLIONEN AN STEUERGELDERN für ein HOCHFRISIERTES GEISTERBAHN-PROJEKT ausgegeben werden sollen und dann hinterher dem Steuerzahler auf die nächsten Jahrzehnte auch noch der Ausgleich des Defizites aus dem jährlichen Betrieb der Geisterbahn zwangsverordnet wird, da kommt – ich versichere es Ihnen – garantiert kein Neid auf.

Wenn die von Ihnen zitierte Unternehmerfamilie Ihren Teil an laufend schönen Gewinnen auf Kosten der Steuerzahler lukriert … dann kommt nicht Neid – sondern eher grosser Ärger auf.

Verärgerung über jene Fahrlässigkeit, die hier von der Politik im Zusammenspiel mit einem Unternehmen, das – verständlicherweise – auf 3 unterschiedlichen Ebenen (am Bau der Zugtrasse, beim Betreiben des Zuges und beim Betreiben der ergänzenden Buslinien zum Zug) am GEISTERBAHN-PROJEKT schön verdienen will, an den Tag gelegt wird.

Das Unternehmen könnte sich tatsächlich in die Gmundner Stadtchronik einmeisseln… mit einer Kehrtwende im Zugprojekt und einem sinnvollen Hybrid-Bus-System in der Traunseestadt.

Da lässt sich ja doch auch was verdienen.

Und als Ersatz für den Verdienstentgang beim Zugtrassenbau gäbe es sicher noch ein schönes Denkmal am Franz Josef Platz.

Mit vielen Sternderln und einer schönen, goldenen Schrift:

Mit großem Dank sei dieses Denkmal gewidmet ….
…. einer mehr als bemerkenswerten Unternehmerfamilie, die mit Herz und verständnisvollem Weitblick – und einem großen Sprung über den eigenen Schatten – der Stadt Gmunden ihre besondere Lebensqualität und architektonische Einzigartigkeit nachhaltig bewahrt hat.

Die Bürger Gmundens, im Jahr 2015
… und alle ihnen nachfolgenden Generationen.

Ja – dieses Denkmal könnte am Franz Josef Platz stehen …….

Lieber Vilosofio!
Wir schätzen die Beiträge ausserordentlich. Aber ein paar Zeilen einer doch sehr persönlich geratenen Attacke auf Zivilcourage haben wir herausgenommen. Wir hoffen auf Verständnis. Bitte das nicht als Zensur verstehen! IM Eifer des Gefechts kommt es manchmal zu gar zu heftigen Formulierungen – ist uns angeblich auch schon unterlaufen 😉 AndyB ist da ohnedies ziemlich an die Grenze gegangen mit seinem letzten Satz im Kommentar; der war gerade noch soso-lala. Die Kritik an den Äusserungen von Zivilcourage haben wir klarerweise voll stehen lassen, es ging nur um die extrem persönliche Attacke. Also: heftige Diskussion und deftige Qualifizierung von Argumenten ist ok.
Aber bitte nicht auf die Person.
Beispiele: dummes Argument=ok, dumme Person=nicht OK. Unfähiger Politiker=ok, vertrottelter Politiker=nicht ok. Vertrottelte Politik=ok. Schwachsinnige Idee=ok. Schwachsinniger Bürgermeister=nicht ok.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


AndyB
Gesendet am 28.10.2014 um 12:20 nachmittags | Als Antwort auf Zivilcourage .

Ich muss mich doch schon sehr sehr wundern und mehr als das ….
Wie man doch seine Meinung ändern und drehen kann, wie es einem in den Kram passt.
Als eiserner Verfechter gegen das Lacus Felix, inklusive aller damit verbundenen Verquickungen von Privatinteressen eines Unternehmers und der Politik, haben Sie endlose Postings geschrieben.
Plötzlich schreiben Sie ganz andere Dinge, wie:
“Es scheint ein Neidgefühl aufzukommen gegen eine Unternehmerfamilie, die seit über 100 Jahren Pionierarbeit geleistet hat.”
Aha …. das ist ja interessant. Wieso haben Sie das nicht bei Asamer geschrieben?

Dass keine öffentlichen Ausschreibungen stattgefunden haben, dass der Verein “Pro Gmundner Straßenbahn” praktisch eine Werbeplattform der Firma ist, und auch noch der Bürgermeister im Vorstand sitzt, das nehmen wir dann billigend in Kauf.
Dass man gedroht hat, den Firmensitz zu verlegen, falls das Projekt platzen würde – wie es zu lesen war – das ist dann auch völlig in Ordnung.
Das wäre so, als würde die Zigarettenmarke X einen Verein “Pro Rauchen” gründen, wo der Gesundheitsminister im Vorstand sitzt.

Wir brauchen also nur das Wort “Hotel” gegen das Wort “Straßenbahn” auszutauschen und schon sind Sie völlig anderer Meinung.

Merkwürdig ……

Besser “altmodisch” denken, als sein Fähnlein in den Wind hängen …..

Lieber AndyB!
Wir würden Zivilcourage nicht unterstellen, ihr Mäntlein in den Wind zu hängen. Sie ist halt Strassenbahnfan und blendet alles andere aus. So unser Eindruck. Ihre Argumentation mit Neid bzw. eh schon wurscht, wenn noch weiter Mille verschwendet werden, können aber auch wir allerdings beim besten Willen nicht nachvollziehen. Es ist aber natürlich ihr gutes Recht, das so zu sehen.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Zivilcourage
Gesendet am 28.10.2014 um 7:19 vormittags

Antwort auf Vilosofio

Ich hätte nicht gedacht, dass die Diskussion über die Strassenbahn eine solche literarische Orgie auslösen kann. Mit diesem Talent sollte sich Vilosofio nächstes Jahr bei den Kulturvermerken bei Jutta Skokan anmelden.

Nichtsdestotrotz, ist das Thema Strassenbahn eher profan u. sollte kürzer und einfacher kommentiert werden. Ansonsten versteht das einfache Gmundner Bürgerlein am Ende nicht mehr worum es geht. Für literarische Auswüchse, gäbe es andere Plattformen als den gmundl.

Der gmundl, ursprünglich für die einfach gestrickten Leute – schon von der gmundl Sprache her – gedacht, sollte kein Forum für literarische Selbstdarstellung werden, auch wenn man sich vilosofio nennt.

Liebe Zivilcourage!
Wir schätzen Sie sehr für Ihr Engagement, wenn es um Gmunden geht. In einem Punkt aber irren Sie: dieser Blog war keineswegs “ursprünglich für die einfach gestrickten Leute gedacht”. Wir würden uns nie erlauben, in “einfach” und “mehrfach” oder “kompliziert” gestrickte Menschen zu unterscheiden. Wir wollten für alle Platz sein, die etwas zu sagen haben. Ob einfach oder gescheit oder obergescheit. Das mit der Sprache hat es sogar eher schwieriger gemacht, den Blog zu lesen. Leseungeübte taten sich schwer. Die Wahl der Sprache hatte einen von uns lang diskutierten Grund/Zweck: wir wollten, dass unterschiedliche Verfasserleins sprachlich möglichst immer “gleich” klingen, so als ob die Kunstfigur “gmundl” alle Beiträge verfassen würde. Die Idee war gut, aber auf Dauer nicht umsetzbar. Wir werden aber auch in Hinkunft in speziellen Fällen wieder auf die “gmundl-Sprache” zurückgreifen. Wir schätzen es sehr, wenn Poster versuchen, sich in verschiedenen literarischen Formen auszudrücken. Immerhin ist dieser Blog (siehe “Über”) auch als künstlerische Aktion gedacht.
Ja, und noch etwas: bitte hier im Blog keine Kriege gegen Personen führen. Verbeisst euch in die Argumente, aber nicht in die Leute, wenn es halt irgend wie geht. Gilt auch für vilosofio.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Im Auge des Orkans
5. Oktober 2014

Liebe Leserleins!

Wir werden zugeschüttet mit Mails. Danke! Wir können sie nicht alle beantworten, schaffen wir zeitlich nicht. Leider. Täten wir gern, aber geht wirklich nicht. Gestern hatten wir noch die dritthöchsten Besucherzahlen seit Beginn. Eine irre Woche.

Vor einem möchten wir warnen: zu glauben, die Sache sei jetzt schon ausgestanden. Davon kann keine Rede sein. Noch immer hängen die Klagsdrohungen der Asamers in der Luft, die nicht einsehen wollen, dass demokratische Entschscheidungen auch für sie gelten. Sie sollen jetzt lieber nicht all zu viel mit Verträgen herumwacheln. Damit bringen sie nämlich Köppl ganz schön in Probleme, dessen „väterlicher Freund“ der KR Asamer ist, was immer Herr Brandner damit in den OÖN uns sagen will. Denn im letzten Vertrag steht immerhin zu lesen, dass der Vertrag von den Anwälten der Asamers und in Vertretung deren Interessen aufgesetzt worden ist. Da stellen sich bei einer eventuellen Klage eine ganze Menge anderer Fragen. Wie ist das mit einem Bürgermeister, der so eine Vorgangsweise billigt. Die Anwälte der Asamers werden ja doch gewusst haben, warum sie diesen Passus reinschreiben. Auch das SP Vize-Bgm. Dickinger jetzt ankündigt, den Vorsitz im Rechtsausschuss zurückzulegen, ist ein wenig seltsam. Den hätte er lieber erst gar nicht annehmen sollen. Während die rechtskundigen VPler im Gemeinderat sich gemütlich zurückgelehnt haben, hat der Dickinger den nützlichen Idioten spielen dürfen, und als rechtsunkundiger Laie, ein paar Semester Jus-Studium ändern da nichts, seiner Eitelkeit fröhnen dürfen. Ich sehe geradezu vor mir, die die VP-Anwaltsriege leise vor sich hin gekichert hat. Spätestens als ersichtlich wurde, dass die Verträge für Laien nicht mehr durchschaubar sind, hätte der Dickinger das Hangerl werfen müssen. Auf jeden Fall sollten wir uns darauf einstellen, dass hier noch einige juristische Gefechte folgen könnten, wenn wir vermuten, dass es hier vor allem darum geht, Druck gegen Gemeinde und die Gemeindevertretung aufzubauen, damit die den Asamers bei der Bebauung der Hotelgründe & Co nicht in ihre Geschäftsinteressen pfuscht. Sie wollen verhindern, dass die Gemeinde mittels Rückwidmung doch noch einen sinnvollen Stadtteil gestaltet, was gegen die privaten Gewinninteressen der Asamers wäre.

Ausserdem wird man sehen, ob Köppl schon aus dem Schneider ist. Der Unmut in der ÖVP ist riesig. Was einem, auch prominente ÖVPler, hinter vorgehaltener Hand zuflüstern, ist nicht vom Feinsten. Das Problem der ÖVP ist allerdings, dass sie keinen Ersatz für Köppl haben. Der Sigi John wollte zwar gern, aber den wollen in Wahrheit die ÖVPler nicht. Ausserdem hat ein Poster in den OÖN zurecht die Frage gestellt, ob der eigentlich schon selbst unterschreiben darf, oder ob er zum Masseverwalter gehen muss.

Unser angekündigter Gastkommentator hat uns ersucht, ihm noch einen Tag Zeit zu lassen. Er ist mit seinem Kommentar noch nicht so richtig zufrieden und will daran noch herumfeilen. Schnellschüsse, wie sie hier im Blog üblich sind, liegen ihm nicht so. Daher verschieben wir nochmals um einen Tag auf Montag, und bringen heute die Beiträge in den Kommentaren der letzten zwei Tage nochmals hier vorn im Blog (wie immer die jüngsten Beiträge zuoberst). Viele Leserleins schätzen das, weil sie dadurch nicht hintern herum surfen müssen, bis sie etwas finden.

Angeblich flössen sie dem Köppl jetzt einen von Ihrer Babsy erfundenen Longdrink ein, den Hotel Shock Special. Im Grunde ein einfaches Rezept: 2 cl polnischen Vodka vom Hofer, 4 cl 98 %igen Weingeist, ungerührt und ex-trinken. Nachahmung – wie in allen Gmundner Hotelangelegenheiten – nicht empfohlen.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


AndyB
Gesendet am 05.10.2014 um 2:07 vormittags | Als Antwort auf Wilhelm Krausshar .

Naja …. man sollte die Kirche doch im Dorf lassen.
Der alte Herr Asamer hat in den letzten Monaten doch hart einstecken müssen und sein Lebenswerk zerfallen sehen. Für einen Mann in seinem Alter ist das mit Sicherheit nur schwer zu verkraften und er wird bestimmt nicht fröhlich in seiner Villa sitzen und sich die Hände reiben.

Bei allen “Schandtaten”, die ihm so angelastet werden und angelastet werden können, sollte man nicht vergessen, auch die guten Seiten zu sehen. Er hat über Jahrzehnte sehr viele Arbeitsplätze geschaffen und wie man mir berichtete, war er immer für seine Arbeitnehmer da, sogar nachts hatte er Zeit, wenn jemand Probleme hatte. Privat soll er ein sehr netter, völlig normaler und umgänglicher Mensch sein. Das wurde mir von unterschiedlichsten Quellen und Menschen berichtet, die ihn schon lange Jahre/Jahrzehnte kennen.

Ich will damit nichts beschönigen und auch nichts entschuldigen. Aber ihn nur noch generell als “Buhmann” darzustellen, finde ich nicht in Ordnung.

Und bei allem Respekt, die “Badehütte” ist ja nun wirklich das geringste Übel, im Vergleich zu den Vorgängen rund um das “Lacus Felix” und anderen Dingen.

Machen wir uns nichts vor: dass jetzt der “alte” KR Asamer herhalten muss, um den Karren, den seine Söhne in den Dreck gefahren haben, endgütig absaufen und dann abwracken zu lassen, ist bemerkenswert. Oder glaubt irgendwer ernsthaft, dass dieser alte Herr tatsächlich der Liquidator ist? Der muss mit seinem Namen herhalten, und wenn bei der Liquidation was schiefgeht, wars, mit Verlaub, “der alte Depp”. Tatsache ist halt auch, dass die Mitteln, mit denen der alte Asamer sein österreichisches Kleinreich aufgebaut hat, in den 1950er-Jahren vielleicht noch praktikabel waren. Und, ja, unter Schüssels blau-schwarz gab es noch einmal einen Tiefpunkt der Freunderlwirtschaft.
Aber der alte Asamer ist aus einer anderen Zeit, der ist einfach aus der Zeit herausgefallen und hat nicht bemerkt, dass die Zeiten sich geändert haben. Heutzutage reicht Bauernschläue allein nicht mehr aus. Als seine Söhne den Fehler begannen, ins Ausland zu expandieren, war es um die Asamer-Gruppe geschehen. Da hat ihnen das Format gefehlt – und diese spezielle Nähe zu den Entscheidungsträgern, wie es sie in Gmunden oder OÖ gibt. Da waren sie nicht mehr die HERRschaften, sondern kleine Würstchen, die halt auch mitmischen wollten. Die Neumanns (Stern und Hafferl) machen das eben klüger: bleiben im überschaubaren Gebiet, wo sie ihre Polit-Pappenheimer kennen und wissen, wie die ticken.
Babsy Blitzschnell f. d. TG


AndyB
Gesendet am 05.10.2014 um 1:33 vormittags | Als Antwort auf Zivilcourage .

Luxuslage?? Es entstehen ja bereits “Luxuswohnanlagen” in der Bahnhofstraße und da frage ich mich doch, wo da der Luxus sein soll?!

Wo sollte denn dann der “soziale Wohnungsbau” beginnen? Am Stadtrand, zwischen SEP, Tankstellen, Autohäusern? Neben dem Zementwerk oder Gmundner Milch? Ist das die Lage die jemand bei “geförderten Wohnungen” noch grade erwarten darf?!

Im übrigen …. geförderte Wohnungen …. da kosten ja manche noch immer 250.000 Euro …. das waren mal ca. 3.500.000 Schilling!!!

Für 3,5 Millionen Schilling hätte man einen Luxuslandsitz bekommen …. heute oft nicht mal mehr eine Wohnung. Das ist schon extrem krank.

Immerhin bekommt man, wenige Kilometer entfernt von Gmunden, für 250.000 Euro ein großes Haus mit Pool und Grundstück. Noch weiter entfernt schon 2 normale Häuser.

Da würde ich mir doch überlegen, ob ich wirklich in einer Eigentumswohnung, mit evtl. nervenden Nachbarn, die man auch nicht wieder los wird, wohnen möchte. Oder nicht doch lieber ein wenig außerhalb wohnen will.

Ich verstehe im übrigen eigentlich etwas anderes unter “sozialem Wohnungsbau”, nämlich leistbare Miet-/Mietkaufwohnungen für Familien/Familiengründer und nicht 250.000 Euro Wohnungen.

PS. Ich habe vorhin einen Beitrag über “entartetes Wohnen” gelesen.

Sind das die “Sozialwohnungen” der Zukunft? Oder kosten die dann auch 250.000 Euro?

http://img.s-msn.com/tenant/amp/entityid/BB7rjVs.img?h=0&w=1417&m=6&q=60&o=f&l=f

© Bereitgestellt von DIE WELT
Filip Dujardin


 

Schwarzer Student
Gesendet am 04.10.2014 um 3:11 nachmittags

Liebes Gmundl-Team!
Diese beiden Fotos hat der “Schwarze Student” aufgenommen, als die Firma Asamer daran ging, den denkmalgeschützten Seebahnhof zu zerstören. Die Bildunterschrift könnte lauten: Wo Asamer drauf steht, ist Zerstörung drin.

Hallo! Da ist bei den Links was schiefgelaufen. Die verweisen auf ein Verzeichnis auf Deinem Computer, das noch dazu Deinen Namen trägt. Darum haben wir die Links gelöscht, wir wollen Dich ja nicht outen. Also bitte die Bilder eventuell direkt an uns schicken: gmundl1@yahoo.com
Babsy


Elke e.
Gesendet am 04.10.2014 um 3:05 nachmittags

Herzlichen Glückwunsch zu eurem großartigen Erfolg und vielen Dank für eure Beharrlichkeit in der Causa Lacus infelix. Nicht nur uns fällt ein Stein vom Herzen, sondern auch zukünftige Generationen werden euch dafür loben und preisen, dass dieses Wahnsinnsprojekt, das unsere Stadt für allezeit verschandelt hätte, dank eures Einsatzes verhindert worden ist. Unseren schönen Seebahnhof, mit dem mich viele Kindheitserinnerungen verbinden, kann uns natürlich keiner mehr zurückgeben. Aber bitte macht so weiter wie bisher und lasst euch von niemandem der Gottoberen in die Suppe spucken! Schließlich seid ihr das einzige regionale Forum, wo normale Bürgerleins ihre Meinung kundtun dürfen, nachdem salzi.at wohlweislich (freiwillig?) seine Kommentarfunktion geschlossen hat.
Leider könnt ihr euch jetzt nicht allzu lange auf euren Lorbeeren ausruhen, denn es ist ja höchste Zeit, das nächste Wahnsinnsprojekt (Narrenzug) zu verhindern und zu retten, was noch zu retten ist. Viel Erfolg und alles Gute!


gstoan
Gesendet am 04.10.2014 um 1:53 nachmittags

Sehr geehrtes GMUNDL Team,
Jetzt ist eingetreten, wovor der Herrn Bürgermeister bereits am 21. Juli 2014 schriftlich gewarnt wurde.
Nunmehr ist der Rücktritt des Herrn Bürgermeister unumgänglich!
Das Verheimlichen der Informationen rund um die Veränderung in den Asamer Gesellschaften ist nicht entschuldbar.
Der wirtschaftliche Schaden für die Region, für die Gmundner BürgerInnen und Kaufleute ist noch nicht ansatzweise absehbar. Wer übernimmt nun die Haftung für diesen Schaden?
Anbei ein Schreiben vom 20. Juli 2014 an den Herrn Bürgermeister.
Er kann somit nie mehr behaupten, er hätte von nichts gewusst.

Schreiben an Herrn Bürgermeister Köppl vom 20. Juli 2014, abgegeben und gestempelt am 21. Juli 2014 in der Einlaufstelle Rathaus/Gmunden, hier unter Löschung von Absender und Namen:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, lieber Heinz!
Aufgrund unserer langen Bekanntschaft muß ich Dir leider diese Zeile schreiben.
Niemand von uns versteht mehr, was hier in Gmunden, vor allem aber in der ÖVP Gmunden abläuft!
Wir waren längere Zeit verreist und haben zurück in Gmunden nichts Erfreuliches gehört.
Wenn Du Dich als Bürgermeister durch all die Jahre bezüglich Lacus Felix „an der Nase herumführen hast lassen“, so ist dies traurig aber noch entschuldbar. Wohin die ursprünglichen Initiatoren finanziell gekommen sind, wissen wir beide! In meinen Augen und den Augen bestimmter Personen, die ich Dir in einem persönlichen Gespräch sehr gerne namentlich nenne, ist es jedoch nicht mehr entschuldbar, daß Du weiter mit angeblichen Betreibern verhandelst, die sich durch das stetige Vorgeben des Vorhandenseins angeblicher Investoren „ im Spiel halten wollen“ und sich damit vermutlich schon längst in den Bereich des Strafrechts begeben haben!
Glaubst Du wirklich, daß Dr. Schaller das Projekt noch finanziert?

Das Volk sieht darin mittlerweile berechtigter Weise einen Diebstahl an Volkseigentum und die Wut ist so groß, daß viele bereits wieder die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes fordern! Die rechtliche Durchführbarkeit ist nach Prüfung absolut denkbar – nur dann ist Gmunden bankrott.
Daß dies angeblich auch die Staatsanwaltschaft interessiert, wird Dir bekannt sein.
Seit geraumer Zeit, schon lange vor öffentlichem Bekanntwerden, verfolge ich das Projekt Hotel Toskana, wie auch schon von Alt-LH Ratzenböck damals gewünscht. Wie sich die ÖVP Gmunden diesbezüglich öffentlich uneinig bis negativ geäußert hat, ist eine Schande! Damit ist die ÖVP Gmunden dem Herrn Landeshauptmann und vor allem Dr. Michael Strugl meines Erachtens in den Rücken gefallen. Strugl war es schließlich auch, der sich die Planung gewünscht hatte! Keine andere Partei hat sich gegen dieses vernünftig gewachsene Projekt gestellt. Zu VBgm. Dickinger kann man stehen, wie man will, aber anscheinend sind mit ihm Projekte noch eher zu realisieren.
In Gmunden vermuten viele Bürgerinnen und Bürger, daß die ÖVP Gmunden und deren Funktionäre bei einer tatsächlichen Realisierung des Projekts Lacus Felix „die Hand aufhalten würden“ und anscheinend sehen kurzsichtige ÖVP Funktionäre im Projekt Toskana eine Konkurrenz für das Projekt Lacus Felix! Kannst Du Dich noch von diesen Vorwürfen öffentlich distanzieren?
Kannst Du Dich ebenso öffentlich davon distanzieren, daß angeblich aus dem Umfeld eines ehemals wichtigen Gmundner Unternehmers Dein PKW bezahlt worden sein soll? Dies ist mittlerweile Stadtgespräch!

Soll unsere ÖVP zerstört und der potentielle Wähler zu den anderen Parteien vertrieben werden?
Ich empfehle Dir, so schnell als möglich, alleine schon aus Selbstschutz, ein klares Statement in der Öffentlichkeit abzugeben, in dem Du Dich von den Vorgängen rund um Lacus Felix ganz klar distanzierst, oder eben zurückzutreten.
In Juristenkreisen werden auch Festnahmen rund um Lacus Felix nicht mehr ausgeschlossen!
Ohne eine rasche und saubere Klärung dieser Angelegenheit wird die ÖVP hier in Gmunden massiv abstürzen!
So verbleibe ich mit freundlichen Grüßen und ersuche Dich um rasches Handeln. 


AndyB
Gesendet am 04.10.2014 um 10:59 vormittags

lol jetzt wird die Toscana wieder ausgegraben und wieder wird das Spiel von vorne beginnen und es werden neue Investoren gesucht werden ….

Ruf doch mal einer den Schlagdings … äh Schaumschlag … an, der wird sicher Interesse zeigen …

Meine Begeisterung hält sich in Grenzen, bei einem Toscana Projekt. Es wird sich ebenso wenig rechnen, wie das “Lacus Geht-garnixxx-mehr”.

Mit dem Forstschulen Projekt könnte ich mich evtl. anfreunden. Wenigstens wird hier keine Natur zerstört oder irgendein Betonmonster gebaut werden. Da dort nicht mit 130 Zimmern gerechnet werden muss, kann man dann erst einmal beweisen, ob sich wenigstens das kleinere Ding rechnet.

Jaja, der Murray braucht ja 500 “Qualitäts-Betten” … *hmm* das wären dann *hüstel* fast 4 “Lacus-ich-kann-nicht-mehr-hören” gewesen. Wobei die Fachleute ja meinen, nicht mal eins würde sich rechnen.

Warten wir mal ab, es kann nur noch schlimmer kommen ….


Wilhelm Krausshar
Gesendet am 04.10.2014 um 10:27 vormittags

Hat eigentlich schon jemand einmal versucht, den Asamers mit Klage zu drohen wegen Verletzung des Natur- und Landschaftsschutzes und der Bauverbote am Seeufer? Bezieht sich auf die Badehütte in der Traunsteinstrasse!


FS2
Gesendet am 04.10.2014 um 9:39 vormittags

Noch am 28. August hat der Herr Bürgermeister so getan als sei alles paletti. Glauben sie nicht? Laden sie sich den Audiomitschnitt einer Oberösterreich-HEUTE Sendung des ORF dieses Datums hier herunter.

http://uploaded.net/file/4htlp88i

Da kann man nur staunen.


Susanne Walcher
Gesendet am 04.10.2014 um 9:30 vormittags

Gott sei Dank kann ich es mir leisten, unter meinem Klarnamen zu posten, ich bin jobmäßig nicht abhängig von dieser Brut, und die Gmoa kann mir nichts mehr antun, was sie mir nicht schon angetan hat. Wurde schon von vorn (Asamer-Betonbunker) und hinten zugebaut, mehr geht nicht, bei aller psychopathischen Kreativität unserer Baubehörde…

Zum Seebahnhof: ein schönes Café bzw. Restaurant/Gasthof hätte man in das historische Gebäude integrieren können, gemeinsam mit einem Pferdeeisenbahn-Museum. (Habe das Pendant im Mühlviertel besucht, ein schönes Ausflugsziel für Familien – und LEISTBAR!)
Dazu noch ein schöner Gastgarten bei den alten Bäumen… man wird ja wohl noch träumen dürfen…
Übrigens, wo ist der Dampfersteg geblieben? Noch ein Opfer auf dem Altar des Narrenturms.


Borgare
Gesendet am 04.10.2014 um 8:54 vormittags

Viel wird geschrieben. Darf ich mich etwas kürzer fassen?
Es geht ums Bauen, und nur ums Bauen. Egal ob man einen Seetunnel plant,
ein verpfuschtes Hotelprojekt hochziehen will oder einen Zug durch die Innenstadt von Gmunden quietschen lassen möchte.
Um an die Bauaufträge zu kommen hält man sich dazu Politiker, die es gut meinen oder die Zusammenhänge halt nicht besser verstehen wollen.
Schwups und schon kommt man an die Förderungstöpfe. Wenn man dann noch an den richtigen Bürgermeister gerät, oder besser gesagt, sich ein geeignetes Stadtoberhaupt selbst züchtet, ist alles paletti.
Schnell hochziehen und weiter zum nächsten Projekt ist die Maxime. Behutsam sanieren, renovieren und planen schafft zwar mehr und nachhaltigere Arbeitsplätze, aber vom Cash her ist es nicht so ideal. Da verschandeln wir lieber die Stadt.


Zivilcourage
Gesendet am 04.10.2014 um 7:57 vormittags

Antwort auf Nachbemerkung
Liebe Babsy,
wenn Gmunden Tourismusstadt Typ A bleiben will, kann man auf den Gründen niemals sozialen Wohnbau mit der üblichen Architektur hinstellen. Dies ist eine Luxuslage, dort gehört, wenn schon ein Hotel, das wir angeblich so dringend brauchen, gehört es dorthin. Zuerst gehört einmal ein Hallenbad u. Sauna für das häufige schlechte Wetter in Gmunden errichtet. Man könnte dort eine wunderschöne Freizeitanlage errichten, wenn man einen Investor findet, der in ein mit großer Wahrscheinlichkeit Verlustprojekt investiert.
Sozialer Wohnbau:
Ich habe auch eine soziale Gerechtigkeitsader, aber bei allem Respekt, nirgends in der Welt werden Luxuslagen gefördert. Das ist nun einmal eine Tatsache. Ich kann mir vorstellen, wer der Autor dieses Vorschlages ist, denn er sucht selbst eine Wohnung in Stadtlage, eben, und gefördert. Das spielen sie eben nicht, schon gar nicht in Gmunden mit dem großkopferten Bürgertum. Ich musste auch meine Ersparnisse, für die ich ein Leben lang hart gearbeitet habe, zusammenkratzen um mir hier eine Eigentumswohnung zu kaufen. Für Familien ist es sowieso besser, sich ein Haus in der Umgebung von Gmunden zu bauen, denn so viel ich in Erfahrung bringen konnte, arbeiten die meisten eh nicht in Gmunden, sondern pendeln aus. In Gmunden gibt es keine Arbeitsplätze außer Beamte, Lehrer u. im Tourismus. Junge Leute gehören sowieso hinaus in die große Welt um Erfahrungen in der globalisierten Welt zu sammeln. In Gmunden kann man sein Geld ausgeben, aber nicht (viel) verdienen, das war schon immer so.
So gesehen, ist Ihre Nachbemerkung u. Vorschlag, einen sozialen Wohnbau auf den ehemaligen Parkhotel-Gründen zu errichten tüchtig danebengegangen, da völlig unrealistisch u. schmälert den politischen Erfolg des Rückkaufs-Beschlusses..
Wer geförderte Wohnungen u. dafür Steuergelder in Anspruch nehmen will, kann nicht auf einer Luxuslage bestehen. Dieses Areal müßte rückgewidmet werden in Tourismusgebiet. Aber dadurch würde eine Abwertung der Parkhotel-Gründe entstehen, die sich die Asamer-Gläubiger Bank (Raiffeisen) sicher nicht gefallen lassen wird. Meiner Meinung nach, war der Rückkauf des Seebahnhof-Grundstückes sicher ein Kompromiß zwischen der Stadt Gmunden u. den Rechtsanwälten der OÖ Raiffeisen-Landesbank: “Wenn Ihr Ruhe gebt u. nicht rückwidmet, dann legen wir Euch juristisch beim Rückkauf keine Steine in den Weg. Der RA Mizelli hat die Grünen Gemeinderäte eben vor einer unmittelbaren Rückwidmung gewarnt: “das könnte gefährlich werden!”. Das kam einer Drohung gleich, wovor sich die meisten Gemeinderäte sowieso sofort fürchten u. den Retourgang einlegen.

Was den Bürgermeister Köppl anlangt, ist er rücktrittsreif, schon allein wegen der Vorenthaltung der Information von der Liquidation der Lacus Felix Firmen. Dies ist ein Skandal ohnegleichen. Kann sich die ÖVP diesen Bürgermeister noch erlauben, will sie sich mit diesem Bürgermeister in de Untergang manövrieren? Naja, ist nicht meine Sache, wenn der Köppl bleibt, verliert die ÖVP immer mehr an Terrain, dann kann es nur besser werden…..

Dazu müsste ich jetzt viel schreiben. Aber zuerst die Richtigstellung eines Irrtums. Vielleicht habe ich mich nicht genau genug ausgedrückt, es geht um verschiedene Teile des Areals, nicht überall soll sozialer Wohnbau hin. Es waren ja nur ein paar schnelle Zeilen, die zeigen sollten, dass eine weitere Diskussion notwendig ist. Ich und wir im Team sehen das mit dem sozialen Wohnbau insgesamt etwas anders als Sie. Es stimmt auch nicht, dass nirgendwo auf der Welt in “Luxus”lagen sozialer Wohnbau gemacht wird (in Wien gibt es das sehr wohl). Dass die jungen Leute in die Welt hinaus gehen sollen, klingt gut, aber Familiengründung macht man halt doch lieber daheim, in der Heimat, um dieses altmodische Wort zu strapazieren. Gmunden soll ja kein Altersheim werden. Ausserdem: wenn alle Jungen auf Dauer weggehen, dann haben wir das, was man Brain-Drain nennt, die besten wandern ab, und der Rest geht in die Politik (Achtung: ironisch gemeint!).
Auf der Klosterplatzseite kann aber von Luxuslage ohnehin keine Rede sein. Also warum dort keinen sozialen Wohnbau? Am Parkhotel-Grund ein kleines feines Hotel, Platz für ein Bad wäre auch noch und den Rest zu einer grosszügigen Parkanlage machen. Klar: da brauchts einen Architektenbewerb zur Neugestaltung dieses Viertels. Wir müssten keine neuerliche Diskussion über die Verbauung der Toskana führen und sogar die RegioTram würde dann einen Zusatznutzen bekommen (wenn man mal realistischerweise davon ausgeht, dass die Projekt in jeder Hinsicht bereits auf Schienen ist). Aber das ist im Moment ein Vorschlag, eine Idee. Ist zu diskutieren. Mögen noch viele Vorschläge und Ideen kommen, aus denen man schöpfen und zu einem guten Ergebnis kommen kann. Das ist halt eine Idee unter vielen. Wir werden sicher auch vom Team noch einige neue Ideen beitragen. Wir stehen erst am Anfang einer neuen Diskussion. Da sollten wir uns die Freiheit des ergebnisoffenen Denkens nehmen. Sonst landen wir wieder in Sackgassen.
Babsy f. d. Team Gmundl


 

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