Wenn da Köppl vazöijd …

Wenn der Köppl erzählt … (Mir tun auch Ned-Oberösterreicher ham tun, die was hier lesen machen tun!)

Jojojo, mir tun a bisserl zu spät dran sein tun. Das tut die spezinielle Gmundl-Zeit sein tun. Uns Glücklichen tut keine Stunde schlagen, gell! Aber mir san scho do. Weil mir ham die ÖVP-Zeitung bekommen tun, und tun sie als brave und folgsame Bürgerleins von Gmunden auch gleich brav glesen haben tun, damit mir wissen tun, was die Wahrheit ist, nix als die reine Wahrheit. So hat damals vor vielen, vielen Jahren schon die Zeitung von den Kummerln in Russland heissen haben tun: Wahrheit, russisch: Prawda. Jetzt tunma der ÖVP net unterstellen wollen tun, dass sie Kummerln sein tun. Na, wirklich net, gell. Weil das wärat arg. Weil Kummerln verteilen nix auf alle. Die ÖVP verteilt alles auf fast niemanden. So schauen mir nämlich aus, gell!

Aber mutig tuns schon sein tun, die ÖVPler. Weil wie die jetzt das Hotel von oben abbilderln tun, mit der Bucht von Gmunden und so. Na servas! Jedes Bürgerlein mit ein bisserl einer Fantasie kann sich jetzt vorstellen, wie hoch der Koloss von Asam in die Höhe ragen tätert, wenns ihn denn bauen würderten. Da siehst nix anderes mehr. Mitten in einen Stadtteil mit niedriger Bebauung tun die so einen Monsterkübel hinstellen tun. Man muss schon ordentlich scheissdrauf sein tun, um das den Bürgerleins als tolles Hotel verkaufen zu tun. Was wir echt klasse finden tun, is, dass jetzt auf dem Bild keine 15 sogenannten Chalets mehr drauf sein tun, sondern nurmehr 13. Echt gut tun wir das finden. Soviel Ironie täterten wir der ÖVP gar ned zugetraut haben. Weil 13 soll ja a echte Unglückszahl sein tun. Und mir vom Gmundl-Team tun das Hotel ja schon ewig lang Lacux infelix, das unglückliche Hotel, nennen tun. Offenbar tut die ÖVP das auch so sehen tun. Im nächsten Wahlkampf wird die ÖVP Hasenpfoten oder sowas verteilen tun werden, so als Abwehr gegen den bösen Zauber oder so, gell!

Echt fies ist es natürlich, wie die ÖVP immer zuerst die Gemeindezeitung, die was wir Bürgerleins finanzieren, herausbringen tut, und dann ein paar Tage danach, die ÖVP-Zeitung, die was auch wir Bürgerleins finanzieren, in Wahrheit nämlich, weil wegen der Parteienfinanzierung und weil die was da drin Inserate machen tun, die Firmen, die was schwarz sind oder sich von den Schwarzen was erhoffen tun, die nehmens ja auch nicht von irgendwo her. Nein, die müssen das in den Preisen, die sie uns Gmundner Bürgerleins verrechnen tun, einkalkulieren tun. Also tunma die ÖVP-Zeitung nämlich auch zahlen, auf Umwegen halt, gell, aber brennen tun am Schluss immer wir Bürgerleins, seis beim Bier oder beim Schitzel oder beim Hauerlbauen. Weil dass die, die was was mit Bauen und Wohnen zu tun haben tun, besonders viel in der ÖVP-Zeitung inserieren tun, gell, da tut nur ein Schelm sich was Böses denken tun. Weil bei der Auftragsvergabe der Stadt da tuts nix geben, alles in Ordnung. Tut alles der heimischen Wirtschaft zugute kommen tun, gell!

Aber es tut schon eine bodenlose Freichheit sein tun, wenn die ÖVP den Bürgerleins jetzt vorhalten tun tut, dass das Baden am Badeplatz, den was das Hotel wegnehmen tätert, auch a Geld kosten tut. Ja, die grosszügige ÖVP rechnet den Bürgerleins vor, dass man so grosszügig war, über eine Million Euro an Pacht für das Badegelände ausgeben haben zu tun. Für nur drei Monate im Jahr, weil die Bürgerleins zu deppert oder zu verweichlicht sein tun, auch im Rest vom Jahr sich im See zu verkühlen tun. Wenn die Schwarzen sich da bloss ned selber eine Verkphlung holen tun. Weil die ÖVP wirft also den Bürgerleins vor, dass sie, die ÖVP, gezwungen war, Steuergeld für die Bürgerleins und ihre Badelust ver(sch)wenden müssen zu tun. Ah geh schau! Liebe ÖVP! Das Geld, das ihr da für die badenden Bürgerleins ausgeben tun tut, das war nicht euer Geld, sondern das Steuergeld der Bürgerleins, sauer verdient, gell! Steurgeld ghört nämlich ned euch, gell! Das brauchts denen also ned vorhalten, sonst halten euch die Bürgerleins einmal vor, was sie, die Bürgerleins, im Monat für den Herrn Bürgermeister auf den Tisch legen müssen, damit der dann grosszügig mit dem Geld der Bürgerleins deren Badeplatz zahlen tut. Und noch was fällt uns ein: wenn das Gelände angeblich kontaminiert haben sein tut, wieso war dann die Gemeinde so heudumm und hat so viel Pacht bezahlt haben tun? Weil nach der Asamerschen Hotel-Preis-Reduktionsregel hätterte die Gemeinde dann nur einen Euro oder so im Jahr für den Badeplatz hinlegen tun dürfen, gell!

Fragen über Fragen! Man könntert echt verzweifelt verzwiefelt sein tun, vor lauter fehlende Antworten, weil a blöde Antwort tut auch eine fehlende Antwort sein tun. Und die Antworten der ÖVP in ihrem Kasblattl (Feinschmecker-Käse dieser Welt tuts uns diesen Ausdruck bitte verzeihen tun!) sind wirklich blöd. Sagen auch die Bürgerleins, weil wir tun unter denen schwimmen wie der Fisch im Wasser schwimmen tut, gell!

Tschüss!

Das Team Gmundel

PS.: Am Wochenende, hoffentlich, Gmundl-Zeit gell!, tut die grosse Sensation kommen tun: wir enthüllen und veröffentlichen den Letter of Intentd, der was uns aus dem innersten Wisserkreis zugespielt worden sein tut. Oder hat ihn uns gar die NAS aus ihrem unendlichen Datenwust rausgesucht und zugeschickt haben tun? Weil was der Obama ist, der hat uns ganz lieb, obwohl er ein Schwarzer ist. Aber wie es so sein tut im Leben: mir tun ned sagen, wo ma das her haben tun, weil das is Redaktionsgeheimnis.

Und nächste Woche, irgendwann in der Mitten, Gmundl-Time, gell: Die SPÖ ist aufgewacht … ist sie aufgewacht? Ein dramatischer Kurswechsel der SPÖ bahnt sich an, oder auch nicht? Schaunmer mal!

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Eine Antwort

  1. Warum wollen die gmeinen Politiker berichtigen die Gemeindepolitiker net die Bürger abstimmen lassen. Dann hätte man ein genaues Ergebnis. Man täte sich etwas härter mit dem Geld!
    Anfrage mit dem Denkmalschutz Seebahnhof, kann da des Gmundl Team eventuell uns etwas genauer informieren???

    Mit freundschaftlichen Grüßü!
    Gxxxx und Pxxx

    Der Denkmalschutz tut ein spezielles Problem sein tun. Wenn man schnell genug was wegreissen tun tut, ist der Denkmalschutz ziemlich machtlos. Weg is nämlich weg. Man kann den illegalen Abreissern ned anschaffen tun, den Seebahnhof wieder aufbauen zu tun, weil das hättert dann nicht mehr mit Denkmalschutz zu tun haben, weil es kein Original mehr sein tut. Und weil es auch rundummadum kein Ausaumbl geben tut, tut ned viel gehen. Das tut heissen: täterten rund um den Seebahnhof andere Häuser stehen, die was ebenfalls unter Schutz stehen, also eine Häuserzeile oder eine Anordnung von Häusern, eben ein Ausaumbl, dann könnterte man unter Umständen verlangen tun, den Seebahnhof wieder hinzustellen im alten Stil, damit das Gesamtbild net geschädigt sein tut. Oder wenn einer was in einem geschützten Haus ändern tut, dann kann der Denkmalschutz verlangen tun, dass das wieder zurück genommen wird. Wenn man aber gleich alles wegreissen tut wie beim Seebahnhof, kann der Denkmalschutz scheissen gehen, weil nix Schützenswertes mehr da ist. Darum tut Denkmalschutz auf einzelne Gebäude, die was isoliert da stehen tun, meist wirkungslos sein, wenn man schnell und gerissen genug sein tut, das bei Nacht und Nebel mal wegzureissen. So ein ähnliches Problem tuts auch beim Strandbad geben tun. Das tut zwar unter Denkmalschutz stehen, aber wenn die schnell mal mit drei Baggern das Niederreissen tun, ham die Bürgerleins kein Strandbad mehr. Und der Denkmalschutz kann ned verlangen tun, dass das Bad wieder hingestellt werden tut. Tut übrigens auch ein Problem beim Naturschutz sein tun. Das tun halt lauter Gesetze sein tun, die man macht, damit die Bürgerleins glauben, dass was geschützt werden tut. Ist aber oft nur ein Schmäh. Die vom Denkmalamt tun da oft zu spät kommen tun.

    Das Problem von die Hallstätter tut übrigens ein anderes sein. Dort gehts darum, wie normale Bürgerleins es schaffen sollen, die alten Häuser dort so zu renovieren, dass der Denkmalschutz ned aufschreien tut, aber die Bürgerleins einen modernen Wohnkomfort reinbekommen tun, ohne sich zu Tode zu blechen tun. Im Gegensatz zu einem tollen „Investor“ können die ja ihre Hütten ned einfach wegreissen tun. Auch hier tut man sehen: die Bürgerleins werden von den Gesetzen voll getroffen sein tun, aber die lieben Investoren können tun tun, was sie wollen möchten. Die Kleinen tun sich schikaniert fühlen tun, und die Grossen kommen mit den Abrissbaggern gefahren.

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