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Preisrätsel für Investoren
15. Februar 2014

Eine Bruno Beinhart-Rätselrallye mit nur einer Station

Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Investor (und nicht ein „Inwestohr“, wie meine liebe Kollegin Babsy Blitzschnell die Geldmogule von Gmunden neuerdings nennt)! Sie haben soviel Pinkepinke, dass Ihnen die Geldscheine aus allen Körperöffnungen herauswachsen, weshalb es Ihnen beinahe egal ist, womit Sie Geld verschwenden. Aber eben nur beinahe. Sie sind vor die Wahl gestellt:

1.) entweder ein „Chalet“ zu kaufen, auf dessen „grosszügiger“ Sonnenterrasse Sie sich vom johlenden Publikum bei Ihrem Millionärs-Dolce-Vita fotografieren lassen dürfen. Selbiges Publikum, das einfache Volk, zieht nämlich gröhlend an Ihnen vorbei, auf einer Brücke, die Ihre „Bucht“ überspannt (siehe Bild unten). Ausserdem garantieren die Hotel“errichter“, dass Sie aus den Chalets mit Sicherheit nicht auf den Traunstein sehen, sondern auf einen wunderhässlichen Betonkobel namens „Hotel Lacus Felix“. Für dieses Rundum-Sorglos-Paket für Bescheuerte legen Sie 1,3 Millionen Euro hin und dürfen Sie sich an den Verlusten des Hotels weiden, indem Sie für die Beteiligung an diesem Hotel noch einmal 1,3 Millionen auf den Tisch der „Inwestohren“ legen. Sie löhnen also 2,6 Millionen für das zweifelhafte Vergnügen, von Krethi und Plethi angegafft zu werden, auf eine triste Hotelfassade zu gucken und gleichzeitig 1,3 Mille beim Hotel zu verlieren. Kurzum: ein echter Millionärstraum kann hier verwirklicht werden.

oder

2.) eine kleine Yacht aus den Restbeständen der Hypo-Alpe-Adria zu kaufen. Diese Restbestände werden derzeit verschleudert, um den Schaden für die Steuerzahler zu verringern (anstatt die Bude pleite gehen zu lassen, aber das ist eine andere Baustelle, dagegen ist das hier in Gmunden eine Kleinigkeit). Die kleine Yacht: Aicon 85 (wird der Frauscher nie bauen, schon gar nicht, solange der Asamer an der Werft beteiligt ist): 26,5 Meter lang, 82 Tonnen, 2 Dieselmotoren, 5 Kabinen mit insgesamt 5 Badezhimmern und zehn Betten. Baujahr 2008, technisch spielt das Schiffchen alle Stückerln: Radar, SAT-System, Autopilot. Fürs leibliche Wohlbefinden Eismaschine, Ledersofas, Vollklimatisierung, Jacuzzy, Grill, Bar, hydraulisch hebbare Sonnenplattform und noch einiges mehr. Kostet vernachlässigbare 1.750.000 Euro. Über Spritverbrauch und sonstige Betriebskosten spricht man in Ihren Kreisen nicht.

motoryacht_Aicon_85Chalets1a

Wie würden Sie sich entscheiden, um ein wenig mit Ihrem im Übermass vorhandenen Geld herumzuschmeissen und anzugeben? Unter allen richtigen Einsendungen von Millionär(inn)en/Milliardär(inn)en/Billiardär(inn)en verlosen wir einen feuchtwarmen Händedruck des Gmundner Bürgermeisters. Den Händedruck müssen Sie sich aber selbst besorgen – da machen wir es so, wie die Inwestohren: das Geld haben die anderen, wir beschränken uns auf leere Versprechungen. Als Nachweis für Ihren Reichtumsstatus akzeptieren wir jeden wie auch immer gearteten Bestätigungswisch vom Sozialamt, der RAIKA Landesbank OÖ, der Asamers, der Gmundner Inwestohren-Community oder der Gmundner ÖVP.

Ihr Bruno Beinhart für das Team Gmundl

Yachtinteressenten klicken hier: Verramschung Hypa-Alpe-Adria-Vermögen

Hotelinteressenten (jeder kann ja mal eine Lebenskrise haben) bitte schnellstens hier klicken und retten, was noch zu retten ist: Wagner-Jauregg/Klinische Psychologie – Leistungsangebot
In völlig hoffnungslosen Fällen von Psychosis megalomania duplex (Doppelte Grossmannssucht) wenden Sie sich bitte direkt an den Gmundner Bürgermeister oder ans Stadtamt Gmunden. Dort werden Sie geholfen.

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