Von allen guten Geistern verlassen …

… ist man hier in Gmunden

oder

Jede Stadt hat die Investoren, die sie verdient!

Bruno Beinhart ist auf dem Posten und kommentiert und stellt Fragen

Nachdem die inferiorste Regieung seit blau-schwarz demnächst darangeht, die ersten Polizei-Postenschliessungen durchzuführen, müssen zumindest wir vom Team Gmundl auf dem Posten bleiben. Dieses ohnedies verregnete Wochenende hat es Ihren Bruno Beinhart erwischt. Ach Babsy, möge dich die Kaltfront nicht auch im Süden erwischen!

Nur so am Rande: wo sind die Landes- und Kommunalpolitiker und protestieren lauthals gegen die Polizeipostenschliessungen? Hat hier noch niemand überzuckert, dass wir seit einigen Jahren dabei sein, eine seit der Monarchie gewachsene, vielfach bewährte und weitgehend sinnvolle Infrastruktur des öffentlichen Raums systematisch zu zerstören: Postämter (der Schmäh mit den Postpartnern ist an Lächerlichkeit nicht zu unterbieten). Polizeidienststellen, Gerichte, Spitalsabteilungen, Bahnhöfe/Bahnlinien – und das in einem Land mit einer Steuerquote von bald 50 %!

Bruno Beinhart ist also auf dem Posten, wenn es um die Rechte der Bürgerleins geht, und wenn neue Informationen vorliegen oder neue Gefahren auftauchen.

Man kann nur nochmals alle Bürgerleins ersuchen, sich die 10 Fragen an den Inwestohr Freunschlag auf www. salzi.tv anzusehen. Achten Sie dabei übrigens auf Gesichtsausdruck, Augen, Mund, Körpersprache – und machen Sie sich ihr eigenes Bild, bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil!

Ich habe mir jetzt einmal ein Wort gemacht, oder mehrere. Für ein klares Bild reicht es noch nicht ganz. Zurück hzu diesem Interview. Herr Freunschlag trifft in darin zwei Aussagen, auf die ich besonders hinweisen möchte: er versucht, den erhofften Chaletkäufern den Kauf dieser Millionärs-Hundehüten mit zwei Argumenten schmackhaft zu machen. Einmal (wörtliches Zitat) mit „… wir haben einen beheizten See dort …“ und ein weiteres Mal mit „… wir werden einen weissen Sandstrand machen …“

Ich habe mir schon im letzten Blog erlaubt auf den Unsinn bis Irrsinn dieser Aussagen hinzuweisen. Aber man muss es nochmals und klar wiederholen: hier handelt es sich bestenfalls um Geschwafel. Betrachten Sie, liebe Leserleins, das untenstehende Bild eines Modells der Chalets:

film_chalets_01_klBeurteilen Sie selbst die Aussage des Herrn Investors: wo soll hier ein Sandstrand hin? Auf Wasserhöhe, von wo weg der Strand ja „bergauf“ situiert sein müsste, befinden sich die Bootshäuser. Die Aussage des Herrn Investors entpuppt sich solchermassen als … nun, beurteilen Sie, lieber Leserleins das bitte selbst.

Was nun die angebliche Beheizung des Tümpels betrifft: hier geht es um eine ganze Menge Wasser. Im Winter etwa hat der See oft deutlich unter zehn Grad (und kann natürlich an der Oberfläche auf null Grad sinken und gefrieren, aber gehen wir davon aus, dass auch die nächsten Jahre der See, ähnlich wie die letzten Jahrzehnte, nicht zufriert).

Um den Tümpel vor den Hundehütten um ein Grad Celsius zu erwärmen benötigt man ungefähr 20.000 KWh (je nach Berechnungsmethode). Die Erwärmung um 1 Grad erfordert bereits deutlich mehr Energie als ein ganzjähriger Betrieb der Chalets mit Vollklimatisierung und Heizung mit Strom.

Wenn man von einer nur einmaligen Aufheizung (der Einfachheit halber, ist natürlich unrealistisch) um 15 Grad (stufenweise) ausgeht, ist man schon bei 300.000 KWh Strombedarf (Kosten über 50.000 Euro).

Der eigentlich Kostenhammer kommt aber erst: die Erhaltungsenergie. Einen Grossteil des Jahres geht Wasserwärme in die Luft ab (verstärkt noch bei Wind). Man muss von einer fast ganzjähirgen Erhaltungsleistung ausgehen, da ja ein beständiger Abkühlungsprozess im Gange ist (von ein paar heissen Wochen im Sommer abgesehen). Um diese Erhaltungsenergie zu berechnen, wäre ein kompliziertes Ganzjahresmodell notwendig. Schätzungweise muss bei der gegebenen Grösse der Wasserfläche und des Volumens selbst bei extrem optimistischen (unrealistischen) Annahmen mit nochmals ca. 30.000 bis 50.000 KWh Stromverbrauch je Tag (!) für die Warmhaltung gerechnet werden (entspricht etwa 1,3 bis 2,5 Grad Wärmeverlust pro Tag im Jahresschnitt). Mit dem so täglich (!) vergeudeten Strom könnte man bis zu fünf der Chalets ein Jahr lang vollklimatisieren, heizen etc. Wer sich also mit dem Projekt eines beheizten Tümpels vor die Fernsehkamera traut, kann entweder nicht rechnen, hat keine Ahnung, ist ein Schmähführer oder verspricht das Blaue vom Himmel herab. Seriös ist es jedenfalls nicht. Denn allein die Erhaltungsenergie verursacht jährliche Kosten von locker an die zwei Millionen (!!!) Euro. Die Chaletseigentümer hätten also allein an Stromkosten pro Hundehütte ungefähr 135.000 Euro pro Jahr aufzubringen. Viel Spass beim Verkauf dieser wunderbaren Vision. Wie sagte Herr Freunschlag so richtig im Interview: Einmalig in Österreich. Das werde es kein zweites Mal geben. Hier dürfte sich ausnahmsweise einmal die Wirklichkeit mit den Versprechungen decken. Denn in der Tat: ein solches Projekt wird es nie wieder irgendwo im Land geben. Nochmals: hier wird fröhlich drauf los geschmettert, denn es wird keinen „beheizten See“ geben, weil das nicht finanzhierbar ist. Vielleicht leert man das Abwasser der Geschirrspüler des Hotels in den Tümpel. Aber die dadurch erzielte Erwärmung wäre nur direkt beim Abflussrohr messbar. Dort werden aber die Chaleteigentümter eher nicht sehr gern herumgrundeln.

Es stellt sich dringender denn je die Frage, wie lange man seitens der Politik hier wirklich noch mitspielen will. Im besten Fall vertraut man das Geld der Öffentlichkeit sowie ein für die Bürgerleins wertvolles Grundstück einem Fantasten an. Für alle anderen theoretischen Denkmöglichkeiten gilt natürlich die Unschuldsvermutung.

Unsere Aufforderung: es muss doch in der ÖVP noch irgendeinen verantwortungsvollen Politiker geben, der seine Sinne noch halbwegs beisammen hat! Der möge aufstehen und diesem gespenstischen Treiben ein Ende setzen.

Unsere Forderung: Keine Landesförderung für diesen Unfug!

Zum Abschluss noch zwei Preisfragen, bei denen es nichts zu gewinnen gibt, als eine realistische Perspektive: 1.) Welcher der vier unten abgebildeten Personen würden Sie einen Gebrauchtwagen abkaufen? 2.) Wenn Sie Bürgermeister wären, welcher der vier unten abgebildeten Personen würden sie ein wichtiges Infrastrukturprojekt, wie es ein Hotel nun einmal ist, anvertrauen?

Viel Vergnügen beim Antworten, liebe Bürgerleins!

Bruno Beinhart für das Team Gmundl

freun_tv_kl

 

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4 Antworten

  1. im „profil“ war vor einigen Wochen ein interessanter Artikel über die Asamers. da kann man sehen, wie die arbeiten. wird hierzulande nicht anders sein…

    http://www.profil.at/articles/1417/981/374524/asamer-schmiergeldzahlungen-managementfehler-sotschi

  2. Es geht nur um die komplette Aneignung des wertvollen Seebahnhofareals durch die OÖ Raiffeisenlandesbank, einem Hauptgläubiger von Asamer:
    Lieber Bruno Beinhart, wie ich schon in meinem letzten Kommentar „Hütchenspiel“ angeführt habe, es handelt bei diesem feschen Yuppie um einen Strohmann. Man könnte es auch Pyramidenspiel nennen. Die unten an der Pyramide stehen, sprich die naiven Bürgerlein, sind die Gefoppten. Je weiter die Pyramide nach oben sich verjüngt, desto mehr wird abgezockt. Der ganz oben sitzt, wahrscheinlich bleibt er weiterhin der grosse Unbekannte, kassiert den grössten Brocken. Aber dazwischen bleibt bei diesem Pyramidenspiel für alle die sich da emsig beteiligen (besonders die Provinzpolitiker), ein Happen hängen. Darum, lieber Bruno Beinhart, habe ich wenig Hoffnung, dass nur ein einziger ÖVP Politiker das Rückgrat hat, diesem Unsinn entgegenzutreten. Auf die SPÖ u. Teile der FPÖ kann man auch nicht mehr vertrauen, die sind mitverantwortlich, dass diese Situation für die Bevölkerung von Gmunden so verfahren ist. Die Provinzpolitiker haben sehenden Auges, trotz vieler Warnungen, den Karren an die Wand gefahren. Es muss die gesamte Abwicklung dieser Grundstücksspekulation rückgängig gemacht werden, Rückwidmung in Tourismusgebiet u. wenn Hotel (aber Hotel ist ja kein Geschäft), dann auf dem ehemaligen Parkhotel-Areal.
    Der Freunschlag schwafelt im salzi.tv dahin. Aus diesem Geschwafel kann man sehen, für wie dumm er die einheimische Bevölkerung hält (ganz unrecht hat er ja nicht, denn wenn man sich umhört, muss man sagen: „der Dummheit sind keine Grenzen gesetzt). Diesen Blödsinn, den er da verzapft, glaubt er doch selbst nicht. Einziges Ziel: Die Bank will das Grundstück für sich (als Pfand für die hohen Schulden von Asamer) u. wenn Gras darüber gewachsen ist, wird es am gewinnträchtigsten verwertet.

    P.S.: Schon gewusst, ein Investohr braucht kein Geld, die russischen Oligarchen unter Jelzin hatten auch null Kapital. Man kauft doch nur am Papier u. schwups, schon istman Milliardär. Nur die dummen braven Sparer u. Steuerzahler werden nie reich-

  3. Bei der Polizei kann doch die Bevölkerung froh sein, wenns weniger Posten gibt. Müssen die Beamten doch 7 Strafen zusammenbringen laut Ministerium. Ein Beamter hat ausgeblaudert wurde gleich vom ‚Dienst entfernt, weil er die Wahrheit gesagt hat. Wahrheit sagen dürfen auch Beamte nicht.
    Das ist doch nicht sinnvoll wenn künstlich lauter 30 gemacht werden, daß die überschüssigen Beamten ihre 7 Strafen susammenbringen. In diesem Punkt können wir den Artikel nicht nachvollziehen. Werden doch die kleinen Leute von der Obrigkeit (Beamte und Politiker) nur seggiert. Sonst hat der Staat nichts mehr zu bieten. Außer große Arbeitslosigkeit und Schuldemachereei, Raubrittertum zum Geld organisieren, daß die Politiker weiter in saus und braus leben in der Welt auf Staatkosten (Urlaub) umherreisen.

    Adam und Eva im Paradies wars besser

    Die Polizei soll sich um die Sicherheit kümmern, nicht in schikanöser Art ebenso schikanöse Geschwindigkeitsbeschränkungen „überwachen“. Jetzt steigert man diesen „Profit“ noch, indem Posten gesperrt werden, und die Polizei weiterhin Jagd auf Verkehrssünder macht, die sie mit unsinnigen Verboten selbst erst produziet. Bruno Beinhard für das Team Gmundl

  4. Sandstrand und Heizung sind sicher für den öffentlichen Badeplatz vorgesehen. Das hat Heinz der Große dem Investor in nächtlichen Geheimgesprächen abgerungen. Wird erst kurz vor der Wahl veröffentlicht!

    Ja, klar. Ausserdem hat man in überirdischen Geheimgesprächen auf Anraten des Tourismusdirektors beschlossen, dass die Erde doch eine Scheibe ist, weil damit hat Gmunden ein Alleinstellungsmerkmal 😉 Bruno Beinhart für das Team Gmundl

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