Da capo: Regio-Tram – eine Debatte

Es sieht so aus, als ob nach dem Thema Nr. 1 (Lacus Infelix) sich in Gmunden eine neue „Baustelle“ inhaltlicher Diskussion ergeben hat: das Regio-Tram-Thema, bisher eher im kleinen Zirkel abgehandelt, brennt unseren Leserleins und wohl auch den Bewohnerleins von Gmunden nicht nur unter den Nägeln, sondern auch auf der Tastatur (äh, ja, vielleicht kein ganz gelungenes Bild, aber bei der Hitze!). Ach ja, von wegen Hitze: da muss Ihre Babsy Ihnen einen richtig tollen Longdrink, ganz ohne Alkohol, verraten, einen Red Women (ja, Mehrzahl von woman!): 1/8 Arionia-Saft, 1/8 Schweppes Wild Russian Berry, 1 Zuckerwürfel, ein Spritzer Limonensaft. Vorsichtig umrühren (damit die Kohlensäure schön drin bleibt). Die Zutaten sollten direkt auf dem Kühlschrank kommen (der Zuckerwürfel natürlich nicht). Kühlt wunderbar, schmeckt herrlich (leicte Bitternote, als ob Campari drin wäre) und ist – oh all ihr Göttinnen – auch noch urgesund. Fast schon zu gesund! Aber hier, liebe Leserleins, könnt ihr erkennen: eure Babsy pieperlt nicht nur Alk, schon gar nicht, wenn es sauheiss ist.

Jetzt aber wieder zum Thema (jajaja, ich mäandere, muss eben den Bruno ersetzen, der auf Urlaub weilt, im kühlen Norden, irgendwo auf Grönland studiert er die neue dänische Küche, mal sehen, was er erzählt, wenn er wieder da ist!). Und ich schieb hier Dienst, immer für unsere Leserleins auf dem Posten sein! Frau tuts ja gerne. Kann eh nicht ins Strandbad, finde meinen Bikini nicht. Und ohne zeig ich mich nur im Weissenbachtal. Und auch nur, wenn dort keine Spechtler (ohne Binnen-I und so, weil Spechtlerinnen sind mir noch nie untergekommen!) herumlaufen. Also wer mich sehen will, muss selbst nackert kommen, aber ich hab kein Namensschild um! Bin also eigentlich so richtig anonym dort unterwegs und allein, weil derzeit sind die anderen vom Team ja alle auf Urlaub irgendwo weit weg.

Thema Regio-Tram. Unsere Leserleins diskutierten heftig. Zwei Beiträge aus den Kommentaren bringen wir hier nochmals im „offiziellen“ Blog. Es lebe die Kontroverse. Wir im Team diskutieren natürlich auch, langsam zeichnet sich doch eine gemeinsame Grundhaltung ab. Aber jetzt lassen wir mal die Diskussion laufen, dann geben wir unseren Senf dazu. Wirklich schlimm ist halt, dass wir – ich habe es schon erwähnt – wieder einmal etwas diskutieren, das im wahren Wortsinn schon auf Schienen ist. Wann lernt die Politik endlich, die Bürgerleins ernsthaft einzubeziehen? Ja, ich weiss, es gab Info-Abende oder so, aber da geht niemand hin, solange man den Leuten nicht die Bedeutung des Themas klar vor Augen hält. Vielleicht sollte die Gemeinde lieber dafür Geld ausgeben, als für die bescheuerte ÖVP-Gemeindezeitung „mittendrin aber voll daneben“. Aber es ist ja total egal, weil auf die Schnauze fällt dann vor allem der rote Mobilitätsstadtrat. Ist sein Problem und nicht das der ÖVP. So schauts nämlich aus hierzustadts! Also wieder einmal: Bahn frei der Diskussion (wir hoffen, dass auch unser Mobilitätsstadtrat sich zu Wort meldet, und vielleicht auch eine umfassende Darstellung der Bürgerinitiative gegen die Durchbindung der Tram eintrudelt).

Zuerst unser schon bewährter AndyB Gabt, dann „Ein denkender Gmundner“.

AndyB GABT
Gesendet am 18.07.2014 um 1:07 vormittags

Das ist ein Widerspruch in sich:
Eine “autofreie Zone” macht nur Sinn, wenn es eine Fußgängerzone wird, wo man draußen sitzen kann, shoppen und bummeln kann.
Eine Fußgängerzone, wo eine Tram/Regionalbahn/50-Tonnen-Monster etc. fährt, ist keine Fußgängerzone mehr.

Wie soll man sich das vorstellen?
“Essen sie bitte ein wenig schneller. In 5 Minuten kommt die Tram, da müssen wir die Tische räumen?!
Kann ich noch zum Zahnarzt oder in ein Geschäft gehen, wenn die Tram fährt? Oder muss ich Angst haben, die Häuser würden über mir zusammen fallen?
City-Busse, P&R …. wunderbare Sache. Vielleicht noch eine U-Bahn?!

Welche “Begleitmaßnahmen” und welche “Entwicklung” soll und wird es denn geben?
Gmunden : ca. 13.000 Einwohner
Linz : ca. 200.000 Einwohner
Wien : ca. 1.800.000 Einwohner
Fällt jemandem da zufällig etwas auf? Nein? Gut!
Man kann halt von einer Kleinstadt wie Gmunden kein Verkehrsnetz wie in einer Großstadt erwarten. Und nur weil man den Fahrplan nicht lesen kann, soll es eine Tram sein? Vielleicht hilft auch eine neue Brille, die ist weitaus kostengünstiger als eine Bahnlinie.

Im Internet habe ich folgendes gefunden :
“Gmunden ist bestimmt keine Großstadt, aber auch kein verschlafenes Dorf in den Bergen.
Gmunden ist einfach mehr: Eine Stadt mit Kultur und Flair, romantisch und lebendig zugleich. Ein Ort mit Charme und Gegensätzen, ein Platz für ausgelassene Stunden und stille Momente.

Traunseestadt Gmunden

Direkt am Nordufer des glasklaren Traunsees liegt die elegante Keramikstadt Gmunden, eingebettet in die herrliche Bergkulisse des Alpenvorlandes und der Nördlichen Kalkalpen. Aufgrund der landschaftlichen Vielfalt wartet ein riesiges Sportangebot mit unzähligen Wanderungen und Radtouren darauf entdeckt zu werden und lädt ein, die Seele baumeln zu lassen.

Auch der Kulturliebhaber kommt in Gmunden speziell in der warmen Jahreshälfte voll auf seine Kosten. Von Juli bis September spielen rund um den See die Salzkammergut Festwochen Gmunden und verzaubern das Publikum mit internationalen Topstars. Zahlreiche Festivals, Musikkonzerte und Seefeste mit Livemusik, Feuerwerken und vielem mehr, bezaubern die Menschen aller Altersklassen.

Viele kulturelle Schätze und Ausstellungen, die zum Staunen einladen, warten darauf entdeckt zu werden. Der, für die Landesausstellung umgebaute und modernisierte K-Hof (Kammerhof Museen Gmunden), präsentiert auf modernstem Standard viele Facetten aus der Geschichte Gmundens bis hin zur zeitgenössischen Kunst. Auch die beliebte und spektakuläre Ausstellung „Klo und So“ präsentiert ihre historischen und wertvollen Sanitärartikel – vor allem Toiletten – nun unter dem Dach des K-Hof…..

Die Gmundner Altstadt bezaubert ihre Besucher mit dem Themenweg „Geschichten von der Geschichte“, der die vielen kulturellen Sehenswürdigkeiten und eindrucksvollen Gebäuden mit deren geschichtlicher Entwicklung präsentiert.

‚Eine große Auswahlmöglichkeit an kleinen, aber feinen Geschäften jeglicher Art schafft in Gmunden ein Einkaufserlebnis der besonderen Art.‘ (!!!!!!!!!!!!)

Herzliche Gastgeber & kulinarisches Verwöhnprogramm
Was wäre ein Urlaub ohne gutes Essen, einer komfortablen, gemütlichen Unterkunft und echter Gastfreundschaft. Die Gastronomie reicht vom Almgasthof bis zum Haubenlokal, vom Fischrestaurant bis zum gepflegten Wirtshaus. Die Betonung liegt zwar auf regionaler Küche mit feinsten Zutaten aber auch Freunde von internationalen Gerichten kommen ganz sicher auf ihre Kosten.”

Quelle : Copyright © 2014 Romantikstraße

Dies sind nur Auszüge, den vollen Text gibt es hier :
http://www.romantikstrasse.at/gmunden/

Sind in diesem Text nicht einige Teile sehr verbesserungswürdig?
Vielleicht : “”Eine große Auswahlmöglichkeit an leerstehenden Geschäften jeglicher Art schafft in Gmunden ein Einkaufserlebnis der besonderen Art.” ??
oder
“Viele kulturelle Schätze und Ausstellungen, die zum Staunen einladen, warten darauf entdeckt zu werden. Die beliebte und spektakuläre Ausstellung „Klo und So“ präsentiert ihre historischen und wertvollen Sanitärartikel …..”(Ohne Worte)

Zum “kulinarischen Verwöhnprogramm” gibt es ja schon einige Artikel, da brauche ich ja nichts hinzufügen.
Und:
“Die Gmundner Altstadt bezaubert ihre Besucher mit renovierungsbedürftigen Ruinen.”

Jaja, ich weiß, ich male wieder arg schwarz und neige zu Untertreibung….. ääääh … oder waren es Übertreibungen?!

Aber … rechtfertigen die Bedürfnisse einiger weniger “Gmundner” und “Nachbargemeindler” die Verschandlung einer Stadt, eines Stadtkerns, zu Ungunsten des Tourismus und der Anwohner?
Ich möchte mal die Gesichter einiger “Nachbargemeindler” sehen, wenn eine Bahnlinie an ihrem Haus geplant wäre.

Nachbemerkung: Fällt es eigentlich niemandem auf? Nahezu bei jedem neuen Großprojekt sind die Nutznießer immer bestimmte Unternehmen, während der Nutzen für die Allgemeinheit eher fraglich ist? Berechnungen zur Wirtschaftlichkeit sind entweder nicht vorhanden oder beruhen auf dubiosen Schätzungen und nicht nachweislichen zukünftigen Entwicklungen.

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Ein denkender Gmundner
Gesendet am 18.07.2014 um 7:30 nachmittags

Man müsste Babsy Blitzschnell mit ihrer Kamera auch auf die Vorchdorfer Bahn auf Fotopirsch schicken. Die Architektur der dort erbauten Haltestellen wird ihre Linsen zerfließen lassen. Aber diese Betonhütterl kommen wahrscheinlich aus einem Tochterbetrieb von Stern und Asamer, einer Beton-Fertigteil-Unternehmung in Ohlsdorf. Na da bleiben die Förderungen doch wenigsten im Haus … Ästhetik ist eine ganz andere Sache!
Zu befürchten ist, dass diese 100 % charmefreien Haltestellen auch am Klosterplatz, am Stadtplatz und am Franz Josef Platz montiert werden. Das Salzkammergutflair von Gmunden wird sicher gewinnen … Dass dafür auch noch Bäume am Franz Josef Platz gefällt werden müssen – wo gehobelt wird, da fallen eben Späne. Auch eine ganze Reihe von Bäumen im Klostergarten der Kapuziner und ein Teil der Klostermauer mussten schon dem Projekt weichen.

Weiters ist anzumerken, dass durch die bereits bestehenden Haltestellen in Richtung Vorchdorf man natürlich auf einer Einstiegshöhe für eine Überlandbahn planen muss. Diese Höhe wird dann auch am Stadtplatz Maßstab sein (dort abzüglich der Schienenhöhe). Im urbanen Bereich fahren heute in den Großstädten so genannte ULF (Ultra Low Floor) Trams, die einen barrierefreien Einstieg von einer normalen Gehsteigkante ermöglichen. Das wird sich in Gmunden nicht ausgehen. Da wird eine ca. 27 cm hohe Betonwand links und rechts Stadtplatz und Altstadt trennen. Warum man nicht an ULF Triebfahrzeuge mit niedrigeren Einstiegshöhen gedacht hat? Wahrscheinlich sind dieselben Experten und Berater am Werk gewesen, die die Flüsterstraßenbahn in der Kuferzeile geplant und ausgeschrieben haben.
Außerdem werden – weil man die Abgänge deckeln will – zwei Teillinien der Stadtbusse wegfallen. Dem Vernehmen nach die Linie zum Krankenhaus und die Linie nach Schörihub. Aber wie sagte einer der PR Leute von Stern, dafür können die Kirchhamer mit der Tram auf einen Kaffee zum Grellinger fahren ….
Wann wird sich in Österreich die Einsicht durchsetzen Projekte erst nach einer strengen Kosten-Nutzen Abwägung zu starten? Wird man weiter auf Pump einfach auf Zuruf gewisser Leute Projekte durchziehen? So fahren wir unser System gegen die Wand ….

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Tja, soweit unsere Leserleins. Die Debatte geht sicher weiter. Morgen bringen wir wieder mal etwas über eine Presseaussendung des SP-Vzbgm. Dickinger. Und Ihre Babsy wird es nicht ganz lassen können, die eine oder andere sarkastische Bemerkung zu machen. Es soll ja nicht heissen, hier im Blog bekommt nur die ÖVP etwas ab. Obwohl: na lassen wir das, Sie werden es am Sonntag lesen können. Ich bin eh ganz sanft zum Dickinger, aber ein paar Fragen stellen sich schon … Und jetzt noch eine coole Red Women, vielleicht sollte ich den Dickinger mal auf  solchige einladen. Zwegen der Rotfärbung. Äh ja, also, wegen dem roten Urgrossvater vom Herrn Gmundl, gell! Auf bald!
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

PS: Sowas von heiss, der Bikini ist wirklcih unauffindbar. Vielleicht sollte ich doch ins Weissenbachtal … (der FKK-Strand am Hallstätter See ist mir zu weit zum Fahren, bei dem Verkehr, jetzt sind ja neben dem Normalpublikum auch noch alle Sommertrotteln unterwegs.)

 

 

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3 Antworten

  1. Sehr erfreulich! Viele der Gmundner Kleingeistgesellschaft, deren Horizont am Traunstein endet – mittlerweile eher Talstation Grübergseilbahn neu, unterschrieben offenbar schon gegen Wahnidee „Stadt-Regio-Tram“, wie ich feststellte.
    Wachten die endlich auf gegen das nächste Schnapsideenprojekt der Gmundner nach Seetunnel, Privatuni Sir-Karl-Popper/SAM für Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen, Locus Felix etcetc?
    „SEP“ mit dem Charme einer Aufbahrungshalle gesegnet, das Kunden abschreckt und Ortskern auf Niveau eines letztklassigen Provinzdorfes.
    Gmundens Ortskern ist so abgesandelt, dass sich bald auch kein Tourist mehr nach Gmunden verirrt, denn die Greise können Kirchengasse am Weg zur Bushaltestelle Habertstrasse nicht mehr bewältigen.
    Besucher der Gmundner Festwochen sind auf erschreckend tiefem Niveau nach Motto – „seht her, ich gehe dahin, habe aber Null Ahnung von Materie“

  2. Ich habe noch einiges sehr Interessantes entdeckt:

    Aufbruchstimmung. Mit dem “Ja” zur Durchbindung der Straßenbahn bleibt in der Gmundner Innenstadt kein Stein auf dem anderen.
    Zitat : EXTRA-Report des Weekend-Magazins vom März 2013. Autorin: Sonja Raus

    Ist schon heftig was uns da alles geboten wird:

    Die Adresse des Vereins „Pro Gmundner Straßenbahn“ ist die gleiche wie die der Firma Stern & Hafferl …. eine Farce …. http://www.gmundner-strassenbahn.at/

    Der Obmann : Dipl.-Ing. Otfried Knoll – KNOLL TRAFFIC & TOURISTIC SOLUTIONS Unternehmensberatung

    Obmann-Stellvertreter: Dipl.-Ing. Helmut Koch Ingenieure und Planungsbüros Gmunden

    Organisationsreferent: Torsten VEIT 4810 Gmunden Kuferzeile 32 – ein Angestellter der Firma Stern & Hafferl , dem Betreiber der Bahn

    Verschiedene Inhalte sind direkt mit Stern & Hafferl verlinkt und das „Werbeblättchen“ ist teilweise von Stern & Hafferl finanziert.

    Die Stern & Hafferl Holding enthält mehrere Firmen, darunter auch ein Unternehmen was alte Häuser saniert und eine Firma, die für gruselige Neubauten in der Stadt verantwortlich ist.

    Sollten also Schäden an den historischen Gmundner Gebäuden entstehen, Stern & Hafferl wird es schon richten …..

    Wie man überhaupt auf die Idee kommt, eine 32 m lange, 2,40m breite und 50 Tonnen Bahn durch die schmalen Straßen der historischen Stadt fahren zu lassen, ist mir ein absolutes Rätsel.

    32 m sind ca. 8 normale Autos. Man reihe 8 Autos hintereinander oder schaue sich 8 Autos an, die an einer Ampel stehen, dann hat man eine Vorstellung was da durch die Innenstadt rollt.

    Von den Gefahren durch Schienen habe ich ja bereits geschrieben.

    Noch etwas: die Internet Seite http://www.stern.at/ funktioniert nicht und müsste in http://www.stern.at/sternverkehr/ geändert werden.

  3. waaaaah … soll das jetzt bedeuten, ich wäre kein denkender Gmundner? *künstlich aufreg und mit den Armen fuchtel*

    Wenn man so im Internet sucht, dann findet man ja die seltsamsten Sachen.

    Ich habe grade mal den Begriff „Regionalbahn Gmunden“ eingegeben und was finde ich?

    Regionalbahn Gmunden-Vorchdorf in Gmunden – Veranstaltungen & Konzerte Übersicht

    Regionalbahn Gmunden-Vorchdorf
    Abfahrt Seebahnhof
    4810 Gmunden
    unbekannt

    Alle Veranstaltungen in Gmunden

    Veranstaltungen im August / Regionalbahn Gmunden-Vorchdorf
    Quelle : http://www.deutschland-tickets.de

    Auf der Seite http://www.stern.at habe ich folgenden Artikel gefunden :

    Für die Sanierung des Streckenabschnittes Bezirkshauptmannschaft – Franz-Josef-Platz wurden umfangreiche Lärm- und Erschütterungsmessungen in den Häusern entlang der Esplanade von einem technischen Büro für Schalltechnik durchgeführt. Die Ergebnisse waren Basis für Expertenstudien namhafter Fachleute des Eisenbahnwesens, mit deren Unterstützung eine optimale Oberbaukonstruktion (Masse-Feder-System) entwickelt wurde. Mit diesen Erkenntnissen wurde die Planungsleistung für die Sanierung ausgeschrieben und bereits vergeben. Die Auftragsvergabe für die Bauarbeiten erfolgt noch im September, die Bauarbeiten sollen noch 2007 abgeschlossen sein.

    Für die eingehende Prüfung des Zusammenschlusses der Straßenbahn mit der Lokalbahn Gmunden – Vorchdorf zu einer Stadt-Regionalbahn wurde für die Errichtung der Verbindungsstrecke Franz-Josef-Platz – Seebahnhof eine vertiefende Machbarkeitsstudie bei einem technischen Büro mit entsprechenden Referenzen in Auftrag gegeben. Unter anderem werden darin die Streckenführung durch das Trauntor und über die Traunbrücke zum Klosterplatz und Seebahnhof genauestens geprüft. Für die zweigleisige Durchfahrt durch das Trauntor liegt bereits ein positives Ergebnis vor.

    Die Endstation Seebahnhof der Lokalbahn Gmunden – Vorchdorf wird für das Hotelprojekt verändert und bereits im Hinblick auf die Verlängerung der Strecke Richtung Traunbrücke ausgeführt. Eine Benützung des Klostergartens ist auf Basis der nun vorliegenden Variante nicht nötig.

    Als Highlight im Zusammenhang mit der oberösterreichischen Landesausstellung 2008 ist beabsichtigt, einen Niederflur-Straßenbahnwagen einzusetzen. Derzeit laufen Verhandlungen über die Miete einer fabrikneuen Niederflur-Straßenbahn. Vor dem Einsatz sind noch die Haltestellen umzugestalten. Im Zuge dessen wird auch die Ausweiche Tennisplatz umgebaut und mit neuen, längeren Bahnsteigen ausgeführt. Weiters wird Anfang 2008 ein Teil der Fahrleitung erneuert und am Tennisplatz ein neues Unterwerk gebaut, um die Stromversorgung nach dem Stand der Technik sicherzustellen.

    Mit dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie wurden auf höchster Beamtenebene vertiefende Gespräche über die Mitfinanzierung der Ausbaupläne geführt.

    Mit der Erneuerung der Gleise in der Kuferzeile wurde der früher störende Körperschall stark reduziert, jedoch war danach der Luftschall teilweise höher. Ein schalltechnisches Spezialgutachten analysierte die Thematik und empfahl, mehrere Maßnahmen nacheinander umzusetzen. Das Schleifen der Schienen und die Quertrennung der Betonplatte in mehrere Segmente erbrachten eine spürbare Reduzierung. Als weitere Maßnahme erhielten die Drehgestelle des Triebwagens 10 Anfang September 2007 eine Lärmschutzverkleidung, dies brachte eine Lärmreduzierung von 4 dB(A).

    Was man nicht alles so findet …..

    Noch etwas :

    Nachteile Straßenbahn

    Störung des Stadtbildes

    Durch ihre Oberleitung und die Schienen kann es passieren, dass eine Straßenbahn an (historisch) interessanten Orten als störend empfunden wird. Dieses Phänomen wird durch Kettenfahrleitungen und überdimensionierte Haltestellenmasten verstärkt. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, dank einer zusätzlichen Stromschiene zwischen den Fahrschienen auf die Oberleitung zu verzichten, wie es 2004 im Zentrum von Bordeaux realisiert wurde. Oder die Bahnen werden mit Energiespeichern, etwa auf Kondensatorbasis, ausgerüstet, mit denen sie kurze Strecken ohne Fahrleitung befahren können. Ein Einsatz einer derartigen Technologie ist auf einer Strecke in Heidelberg geplant, um Störungen empfindlicher Gerätschaften in Universitätsgebäuden entlang der Strecke durch elektromagnetische Felder zu vermeiden. Die entsprechenden Variobahnen sind bereits ausgeliefert und befinden sich auf anderen Strecken im Einsatz.

    Erschütterungen

    Vor allem in Städten, die noch über alte Straßenbahntrassen verfügen, fehlt eine Schwingungsdämpfung beispielsweise durch eine Neopren-Lagerung der Gleise. Durch sich im Untergrund ausbreitenden Körperschall können Erschütterungsschäden an Gebäuden entstehen. Bei einer Gleisbettung nach dem heutigen Stand der Technik wird eine solche Gefährdung ausgeschlossen. Ein zusätzliches Problem kann Schienenverkehrslärm darstellen.

    Fahrzeit

    Im Vergleich zu S- und U-Bahnen sind Straßenbahnen in der reinen Fahrzeit deutlich langsamer, was zum einen an der dichteren Haltestellenfolge liegt, zusätzlich kommen oft Wartezeiten an Ampelkreuzungen dazu, die bei Schnellbahnen ohne niveaugleiche Kreuzungen entfallen. Muss sich die Straßenbahn die Strecke mit dem Individualverkehr teilen, so kann es hier zu weiteren Verzögerungen durch ein- und ausparkende Fahrzeuge, Stauungen, usw. kommen. Diese Tatsache steht scheinbar im Widerspruch zu ihren Vorteilen hinsichtlich der Reisegeschwindigkeit, tatsächlich kann der objektive Nachteil längerer Fahrzeit (teilweise oder vollständig) kompensiert werden, und dadurch ist die Reisezeit mit der Straßenbahn durch den Fortfall von Zu- und Abgangswegen auf kurzen und mittleren Strecken geringer (z.T. erheblich geringer) als die von in gleichen Distanzen verkehrenden S- und U-Bahnen.

    Sicherheit

    Straßenbahnen stellen aufgrund ihres hohen Fahrzeuggewichtes eine höhere Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer als Busse dar. Zudem ist es an Straßenbahnhaltestellen im Gegensatz zu Schnellbahnstationen in der Regel erlaubt, die Gleise zu überschreiten. Hier besteht insbesondere an großen Umsteigehaltestellen eine große Gefahr für die Fahrgäste, die die leisen Bahnen häufig nicht rechtzeitig wahrnehmen. Diese Art der Gefährdung kann bei Schnellbahnen ausgeschlossen werden. Bei winterlichen Extremsituationen (Regenfälle nach vorheriger Frostperiode) kann es durch stärkere Eisbildung an den Fahrleitungen zu deren Reißen kommen, außerdem ist der Stromabgriff sehr behindert.

    Um das Be- und Überfahren des Gleiskörpers durch nicht schienengebundene Fahrzeuge zu unterbinden, kann dieser durch eine Schwelle von der Fahrbahn getrennt werden.

    Die Straßenbahnschienen bedeuten für einspurige Fahrzeuge wie Motorräder oder Fahrräder eine Sturzgefahr, wenn diese längs beziehungsweise schräg überquert werden. Bei mehrspurigen Fahrzeugen besteht die Gefahr des plötzlichen Verlusts beziehungsweise der starken Minderung der Bodenhaftung beim Wechsel von Asphalt zu Stahl. Dies kann besonders bei Regen zu Unfällen führen.

    @Quelle Wikipedia

    Danke lieber AndyB für diesen wie immer sehr erhellenden Beitrag. Und keine Sorge: es gibt natürlich viele denkende Gmunderinnen und Gmundner. Der Poster oder die Posterin nennt sich ja „EIN denkender Gmundner“, und meint damit die unbestimmte Menge, also müssen es mehrere sein. Sonst stünde ja „Der einzige denkende Gmundner“. Also kein Sorge, und bitte nicht viel mit den Armen fuchteln bei der Hitze, sonst droht Überanstrengung und Hitzestau mit allen schädlichen Folgen. Oder anders ausgedrückt: mit den Armen nur fuchteln, um sich einen kühlenden Luftzug zuzuwedeln.
    Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl auf dem Posten

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