Tramway oder Bahn? Die Diskussion geht weiter …

Liebe Leserleins!

Die Debatte rund um die Regio-Bahn-Wahn-Zug-Sache bringt alle unsere redaktionellen Planungen durcheinander. Wir haben derzeit enorme Zugriffszahlen, das Thema ist brennend heiss. Niemand soll sich der Illusion hingeben, dass sei halt von der FPÖ „hochgezogen“. Wer so denkt, geht in die Irre. Ja, der „Front“verlauf ist ein anderer als bei der Hotelgeschichte. Das ist eben so. Aber die Gegnerschaft ist ebenso gross. Teilweise überschneiden sich diese beiden Gruppen allerdings. Und auch hier gehen die Meinungen wieder quer durchs Parteienspektrum.
Derzeit sind wir vom Team noch im Stadium des Beobachtens und warten ab, wie die Dinge und die Diskussion sich entwickeln. Es zeichnet sich aber immer mehr ab, dass  die Argumente der Gegner substanziell und ernsthaft sind.

Bevor wir noch detailliert werden, möchte ich was vorausschicken. Alle Parteien haben so ihre Reizwörter, auf die sie konditioniert sind. Erklingt so ein Reizwort, dann wird das Denken ab- und das freudige Schwanzwedeln eingeschaltet. Bei den Roten ist es das Wort „Millionärssteuer“, bei den Blauen „Ausländer“, bei den Schwarzen „Traditionelle Familie“ und bei den Grünen „Öffi“. Womit ich beim Thema bin. Der Vorsitzende der Gmundner Grünen hat hier im Blog in den Kommentaren eine Stellungnahme abgegeben. Als offizieller sozusagen. Obwohl er gar nicht gemeint war. Aber uns soll es recht sein.

Allerdings sind wir mit seinem Beitrag mehr als nur unglücklich. Hier im Team gibt es nämlich ein paar grün eingefärbte Mitarbeiterleins, und die sind jetzt total frustriert, weil irgendwie hat der sonst sehr geschätzte Langwiesner das jetzt einen Bauchfleck hingelegt. Sagt Ihre Babsy, die ist ja Spezialistin für die Behandlung von politischen Bauchfleck-Absolventen. Kürzlich kam der Dickinger (SP) auf den Behandlungstisch. Dazu weiter unten. Aber diesmal der Langwiesner. Lieber Herr Langwiesner! Sie haben in Ihrem Schreiben zwei Sachen drin, die stossen mir echt schwer auf (und wohl auch einem Teil ihrer Anhängerschaft, von der gar nicht so wenige das RegioTram-Projekt in Gmunden sehr kritisch sehen).
Da muss ich eine „Grüne Mamba“ trinken (auf die Gefahr, dass mir der Dickinger, kicher, wieder überhöhten Alkoholgenuss vorwirft). Zu behaupten, das Tram-Ding sei „demokratisch abgesegnet“, ist ein starkes Stück. Das gilt für das Hotelprojekt dann aber auch, gell! Und da wird Ihnen das eher nicht so gefallen. Da leisten Sie zu recht Widerstand. Also, wie hätten wirs denn gern? Mal so, mal so? Sie als Grüner wissen sehr genau, dass hier in der Stadt formaldemokratisch entschieden wird, nicht demokratisch. Das Tramprojekt war weit weg davon, bürgernah vorbereitet und abgewickelt zu werden. Wir haben es hier schon oft gesagt: statt Geld in die ÖVP-Gemeinde-Propaganda zu stecken, hätte man Geld in die Bürgerbeteiligung investieren müssen. Dann hätten wir jetzt nicht diese Situation. Wenn also gerade Sie als Grüner mit „demokratisch abgesegnet“ argumentieren, dann finde ich das ziemlich kühn und verwegen. Da sollten Sie nochmals nachdenken. Nur weil es ein „Öffi“-Projekt ist, muss man nicht vorbehaltslos jeden Unsinn mitmachen. Schwanzwedelnd.
Und der zweite Punkt: Sie sprechen von einer „Holschuld“. Mit Verlaub: da greife ich zum harschen Wort „grenzdeppert“. Verzeiehn Sie mir das bitte, aber solange die Politik das Geld der Bürgerleins ver(sch)wendet, haben die Bürgerleins genau null Holschuld, weil es nämlich ihr Geld ist, über das hier entschieden wird. Und die Politik hat eine 100%ige Bringschuld, weil sie nämlich unser Geld mit beiden Händen ausgibt. Egal ob es grüne, rote, schwarze, blaue oder gagerlgelbe Politik ist. Die Bürgerleins müssen gar nichts holen. Die müssen gewonnen und überzeugt werden. Die haben nämlich meist gar nicht die Zeit, sich im Detail und dauernd zu informieren. Dafür wählen sie ja Volks“vertreter“. Oder „Volks“vertreter. Oder gar „Volksvertreter“. Es ist doch schon geradezu ein Wunder, dass soviele Leute hier den Blog lesen. Aber von der Billa-Verkäuferin, die sich tagsüber abrackert, oder vom Hackler am Bau, der auch hundsmüde heimkommt, dann noch zu verlangen, die mögen sich die Infos holen, sich selbst einbringen, das geht ein bisserl gar zu weit, gell. Das ist jenseits der Lebensrealität der „kleinen“ Frau und des „kleinen“ Mannes. Die haben nämlich andere Sorgen. Es ist die verdammte Pflicht und Schuldigkeit der Politik, hier mehr Infos zu geben, so aufzuklären, dass auch Leute, die nicht dauern die Kommunalpolitik verfolgen, wissen, worum es geht.
Für Meinungsumfragen und Wahlplakate wird schließlich auch mehr als genug Geld der Bürgerleins ausgegeben. Sie sollten da Ihre Position noch einmal überdenken. Denn bürgernah ist das nicht. Die Grünen sollten nicht in den Verdacht kommen, bei jenen Themen, die ihnen selbst wichtig erscheinen, in genau jene Politikmuster zu verfallen, wie man sie von den anderen Parteien gewöhnt ist. Im übrigen machen mich Aufrufe des Inhalts, man möge endlich einmal an einem Strang ziehen, immer ziemlich misstrauisch, vor allem dann, wenn sie mitten in einer sehr kontroversen Diskussion ergehen. Das steckt meist der Versuch dahinter, sich über bestehende, massive Auffassungsunterschiede hinwegzuschwindeln zugunsten irgenwelcher faulen Kompromisse, wo sich dann im nachhinein herausstellt, dass es stille Profiteure gab. In diesem Fall möglicherweise das Wirtschaftskonlomerat der Neumännerschaft. Auf Kosten der Bürgerleins.

Ja, noch ein paar Worte zum Dickinger. Der fühlt sich zu Unrecht kritisiert. Ich zitiere aus seinem Schreiben an uns: „Bilanzieren wir doch kurz: Die SPÖ hat seit Frühjahr 2013 in Gemeinderatssitzungen immer wieder und mit Nachdruck den Rückkauf der Seebahnhof-Gründe gefordert! Wäre dies geschehen, würden wir diese „Konversation“ nicht führen müssen. Die ÖVP hat dem Asamer stets die Mauer gemacht – und am Ende hat auch noch die FPÖ den Beton der Verweigerung und Verzögerung (mit-)gerührt! An diesem Befund wird die – leider nicht immer faire, von Animositäten gesättigte – Befindlichkeitspflege von Babsi, Bruno sowie Freundinnen und Freunden nicht zu rütteln vermögen.“ Nun, in dieser Frage werden wir natürlich trotzdem weiter rütteln, weil wir der Ansicht sind, dass Herr Dickinger sich hier ein Mäntelchen umhängt, das nicht recht passen will. Denn bilanzieren wir doch kurz: Er selbst sagt, seit dem Frühjahr 2013 (!) ist die SP für Rückkauf. Die vielen Jahre davor hat auch sie dem Asamer die Mauer gemacht, und die HERRschaften waren fast schon Dauergäste in SP-Sitzungen. Vor zwei Jahre hat Dickinger noch die Chalets bejubelt. Wir sind auch nicht von Animositäten gesättigt, sondern strotzen nur so vor Recherche-Ergebnissen. Und die sprechen halt eine andere Sprache. Aber um es kurz zu machen: die Bürgerleins sollen sich ihre eigene Meinung dazu bilden. Die Fakten und Erklärungen liegen auf dem Tisch, sind hier im Blog nachzulesen. Jede und jeder kann also selbst entscheiden, ob er die Rolle der SP so sieht, wie Dickinger sie darstellt, oder zu einem anderen Schluss kommt. Es ist ohnehin sehr einfach: schafft die SP in Zukunft eine konstistente Linie, und schafft sie es endlich wieder, mit der Bevölkerung zu kommunizieren, dann gewinnt sie auch wieder Glaubwürdigkeit, und wir ersparen uns solche Diskussionen. Einverstanden, Herr Dickinger?

Im folgenden bringen wir noch ein paar Postings zur RegioTramBahn von der Kommentarseite hier vorn im Blog, damit sie nicht untergehen. Und eine kleine Anmerkung vom Bruno. Die versprochenen Beiträge zum Hotel sind fertig und kommen demnächst. Jetzt hat aber die Bahn-Sache Vorrang. Das Hotel läuft uns mit Gewissheit nicht davon. Weils weder Hand noch Fuß hat 😉
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl
(Hätt ich doch beinahe noch auf das Rezept für die „Green Mamba“ vergessen: 4 cl Lillet, 2 cl Chartreuse, Limonensaft, Soda nach Wunsch, kurz mit einer Zündkerze umrühren und in einer Begegnungszone servieren, Achtung: Alkohol kann Ihre Begegnungsfreude mit der RegioTram beeinträchtigen!)


Wenn ich eine der Zahlen in den Postings richtig interpretiere, komme ich zu einem erstaunlichen Ergebnis. Die RegioTram wird angeblich eine tägliche Fahrgastkapazität von 5.856 Personen (8 Stunden, alle 15 Minuten ein Zug, 183 Plätze) je Richtung, insgesamt also von 11.712 Personen aufweisen – das ist beinahe so viel, wie Gmunden derzeit Einwohner hat (13.014 lt. Statistik Austria f. d. Finanzjahr 2014). Selbst für eine Auslastung von 30 % müssten also ca. 3.500 Personen täglich die Bahn nützen. Das sind 27 % der Bevölkerung vom Kleinstkind bis zur Ururoma. Da kommt man ins Grübeln.
Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl


 

Hier nun die Postings.

find-out2
Gesendet am 08.09.2014 um 6:46 nachmittags

Lieber Bruno Beinhart!
Pardon, nichts lag mir ferner, wie die Urheberschaft für die Zahlenspielereien mit ÖVP/SPÖ Stimmen zu beanspruchen. Tut mir leid, war keine Absicht, hab´ das Argument wo gelesen.
Selbstverständlich wissen wir alle nicht, was einmal sein wird und wie sich in den nächsten 30 Jahren(!) alles entwickeln wird. Aber wenn diese Weitsicht von Gmundner Politikern beansprucht wird, dann hab` ich so meine Bedenken.
Was wir aber wissen, ist, dass falsche Zahlen bei Entscheidungsfindung für die Durchführung die B(W)ahnsinns im Spiel waren und noch immer sind. Gezählte(!) 3,4 Personen benützen die heutige Strassenbahn pro Fahrt durchschnittlich bei ihrer Fahrt vom Franz Josefsplatz Richtung Hauptbahnhof und retour. Diese Zahl ist “gezählt” und nicht geschätzt.
Gehen wir von einer Verdoppelung der Fahrgastzahlen aus: 6,8 Personen fahren dann in 32 m langen Zügen durch die Stadt zum Hauptbahnhof. Die neuen Garnituren haben laut Betreiber eine rechnerische Kapazität von 183 (!) Plätzen und sind auf jeden Fall mit mindestens 76 (!) Sitzplätzen ausgestattet.
Diese Zahlen “wissen” wir, darüber kann man nicht anderer Meinung sein.
Das lustigste Argument für die Durchbindung wurde auch von Dir erwähnt und bedarf einer Betrachtung: Der Regionalzug wird durchgebunden, dass Gmunden billiger zu neuen Kanälen und Gasleitung kommt? Das heißt übersetzt: Will eine Kommune jetzt billigere Kanäle – zB. Bad Ischl – dann machen wir halt einen Regionalzug durch das Stadtzentrum. Eine wahrhaft zukunftsweisende Vorgangsweise.
Übrigens: Die Strecke vom “Schleißhaus bis zur “Haupttrafik” ist wirklich so lang wie der neue Zug. DAS wissen wir auch!


klaus
Gesendet am 08.09.2014 um 8:07 vormittags | Als Antwort auf E.J.Langwiesner .

laut wikipedia waren sie in oldenburg und osnabrück beide mit ca 150.000 einwohnern, mainz mit 200.000 und aachen mit 240.000.
wollen sie allen ernstes gmunden + betroffenes umland mit bestenfalls 25.000 einwohnern damit vergleichen?

sehen die nicht das der vergleich hinkt. die investitionskosten sind für 15.000 einwohner und 150.000 die selben nur die möglichen fahrgastzahlen sind es nicht.


AndyB
Gesendet am 08.09.2014 um 12:30 vormittags | Als Antwort auf E.J.Langwiesner .

Demokratisch abgesegnetes Konzept???! Aber über die Hotel Konzepte diskutieren?

War der Verkauf an Asamer und der Hotelbau nicht auch “demokratisch abgesegnet”?!

Das ist schon ein sehr seltsames Demokratieverständnis, was Sie da an den Tag legen. Projekte, die Sie befürworten, da ist alles ok. Bei Projekten die Sie nicht befürworten, ist das dann anders? Obwohl sie “demokratisch abgesegnet” waren? Seltsam.

Die Bürger wurden ja nicht einmal hinreichend informiert und aus der “Straßenbahn” wurde ein 50-Tonnen-Monster. Das viele Bürger für eine Straßenbahn waren, will ich ja nicht bestreiten, aber wäre den Bürgern reiner Wein eingeschenkt worden, wäre der Zuspruch der Bürger gewaltig geschrumpft.

Wenn Sie lange Zeit in Deutschland gelebt haben, dann werden Sie sicherlich auch gemerkt haben :

solche Bahnen fahren normalerweise auf gesonderten Strecken oder in der Mitte der Fahrbahn (von der Fahrbahn abgegrenzt durch Rasen, Blumen etc.) aber nicht durch eine historische Innenstadt, wo die Breite der Straßenbahn die Hälfte der gesamten Fahrbahn einnimmt.

Gmunden mit Städten wie Linz zu vergleichen … naja … mehr als grenzwertig ….

Einen “Erlebensfaktor” sehe ich da auch nicht, denn Sie verbannen ja nicht den Motorengestank aus der Stadt, sondern Sie verstärken ihn noch. Durch die Länge der Bahn und die (unsinnig) vielen Fahrten, sind Staus doch vorprogrammiert. Selbst wenn weniger Fahrzeuge durch die Stadt fahren (sollten!!!!), ist die Verweildauer doch länger.

Das Leute mit Auto nun auf die Bahn umsteigen, halte ich für reines Wunschdenken. Wer schleppt denn seine Einkäufe durch die Gegend, wenn er sie direkt in sein Auto laden kann? Zumal die Bahn ja nur einen kleinen Teil der Stadt abdeckt.

Ein “Erlebensfaktor” und eine Belebung der Innenstadt wäre es gewesen, wenn man die Innenstadt – von Brücke bis Kino – völlig zur Fußgängerzone gemacht hätte.

Eine Bahn, die zu 90% leer durch die Innenstadt fährt, den Leuten nun als “Erlebensfaktor” und “Bereicherung” zu verkaufen, das finde ich schon ziemlich dreist. Ebenso eine “Informations-Holschuld” zu einzufordern, wo der Bürger bei anderen Projekten bewusst belogen wurde oder erst gar nicht informiert wurde, halte ich ebenfalls für ungeheuerlich.

Da wird mir, um es höflich auszudrücken, kotz übel.

3000 Unterschriften gibt es inzwischen gegen die Bahn. 3000 Stimmen bei einer Wahl werden Sie wohl nie erreichen ……


E.J.Langwiesner
Gesendet am 07.09.2014 um 6:12 nachmittags

Liebe Regio-Bahndiskutanten,

entweder mir ist etwas entgangen, oder mein Demokratieverständnis spielt etwas verrückt:

Die offizielle GRÜN-Haltung zur Regio-Bahn ist insofern ein P O S I T I V E,
weil dies ein Teil einer anzustrebenden Gesamt- Verkehrskonzeptlösung ist, die sowohl innerparteilich lange disikutiert und kommuniztiert worden ist, auch eine Informations- Holschuld wäre mal angesagt,- zur Sache aber, ist mir die populistisch aufgebauschte Aufregung darüber, daß ein demokratisch ab-
gesegnetes Projekt in schlechtest gmundnerischer Manier zu Tode geredet werden soll, mit allen erlaubten und manchmal auch unerlaubten Mitteln
zu Fall gebracht werden soll, um es höflich auszudrücken, kotzzuwider.
Wer heute noch nicht kapiert hat, daß in Verkehrslösungen der Ausbau
von Öffis, die Entschleunigung und Beruhigung der Innenstädte als Erlebens-
faktoren so wichtig sind wie ein Stückl Brot (und nicht wie der Gestank von Mo-
toren) dem muß man wirklich Herz und Lunge von 1902 wünschen, oder von noch früher. Persönlich gefragt habe ich, vornehmlich in deutschen Städten gelebt, die sich heute, nach der Entsorgung ihrer Strassenbahnen, händeringend nach der Wiedereinführung ihres Traumverkehrsmittels sehnen.
Intelligente Verkehrsplaner bauen ihr Strassenbahnnetz aus, siehe Landeshauptstadt Linz, wo auch nicht jede Verkehrslösung gerade genial ist.
Im Sinne einer umweltbewussten, menschenfreundlichen – und das muss sich in keinster Weise mit geschäftschädigenden Auswirkungen verbinden, ganz im Gegenteil (so viele kleinere Städte in unseren Nachbarländern haben verkehrs
FREIE Innenstädte) kann es nur eine BEFÜRWORTUNG dieser einmaligen Chance für Gmunden geben. Diskutieren wir über Hotel-Konzepte lange nach Freundschlag und Asamer, reden wir uns den Mund fusselig über die Demokratie-Kultur in Gmunden, erfinden wir die Stadtregierung neu, aber
ziehen wir EINMAL an einem Strang einer grossen Verkehrslösung für Gmunden.
Dies einmal als offizieller Kommentar ans liebe GMUNDL eines klar deklarierten Regio-Bahn-Befürworters nämlich des Parteivorsitzenden der GRÜNEN Gmundens

Erich Josef Langwiesner


Der Diskurs geht weiter. Die Zugriffe sind enorm. Hier baut sich angesichts der kommenden Wahlen ein massives Problem auf, das ungeahnte Auswirkungen auf das Wahlergebnis haben kann. Es addieren sich unzufriedene RegioTram-Gegner und unzufriedene Hotelgegner. Da sind Wählermassen (bezogen auf Gmunden halt) in Bewegung, was zu völlig unerwarteten Ergebnissen führen kann. Es wird spannend im Dorf, liebe Leserleins!
Babsy Blitzschnell

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6 Antworten

  1. Geldbeschaffungsaktion des Bahnbetreibers durch öffentliche Mittel:
    Wer wird die wesentlichen Baumaßnahmen/Aufträge für diese Straßenbahn beauftragt bekommen – wohl nur jene Firma, die die Straßenbahn/ den Zug betreibt…. und die Grünen sind in der Landesregierung natürlich dabei, da hilft man dem Landespepi. dem Köpplheinzi und der Stern$Hafferl Bahn/Bau/Elektro-Gruppe mitsamt Energieaward-Subventionsmitteilhabern – einfach eine klassische Steuerzahlergeldabkassierei mitsamt späteren Steuerzahlersubventionsbeiträgen, da nicht lebens/gelderhaltungsfähig!

  2. Servus,

    weils irgendwie zum Thema passt hab ich mir gedacht ich teil den folgenden Link mit euch…

    http://ooe.orf.at/news/stories/2667518/

    Schönen Abend noch,
    frids

  3. Werter Parteivorsitzender Erich Josef Langwieser!

    Ja, es ist Ihnen offensichtlich etwas entgangen und was Ihr Demokratieverständnis anbelangt lasse ich die Unschuldsvermutung gelten. Auch die GRÜNEN, mit Ihnen als Parteivorsitzenden können sich einmal irren. Ich hoffe für Sie, dass Sie vom Betreiber dieses Projektes ebenfalls, so wie die Öffentlichkeit, mit falschen Zahlen gefüttert und getäuscht wurden, damit Sie sich zu gegebener Zeit auf diese Irreführung ausreden können. Denn die alles entscheidenden und ausschlaggebenden Fahrgastzahlen beruhen auf einer nachweisbaren LÜGE. Sollte aber aus Ihrer Sicht es gestattet sein für so ein (wie von den Befürwortern bezeichnet) Jahrhundertprojekt lügen zu dürfen, wäre dies für mich einmal mehr der Beweis, dass viele Politiker an Unseriosität und Unfähigkeit kaum zu überbieten sind, zumal teilweise, in diesem konkreten Fall jedoch zur Gänze, mit öffentlichen Geldern unverantwortlich großzügig herumjongliert wird – und das ist mir kotzzuwider. Kann man darüber hinaus von einer seriösen, unabhängigen politischen Entscheidung für dieses Projekt sprechen, wenn maßgebende politische Entscheidungsträger im Aufsichtsrat der Betreiberfirma sitzen?

    Wenn Sie betonen, dass es in unseren Nachbarländern so viele verkehrsfreie Innenstädte gibt und Ihnen daran liegt auch in Gmunden eine solche zu realisieren, bin ich ganz und gar bei Ihnen. Aber es kann doch nicht Ihr ernst sein, dass die Wunderwuzzi-Lösung für Gmunden in einem 32 Meter langen und 50 Tonnen schweren Regionalzug durch die Gmundner Altstadtgassen liegt. Da würde man doch den Teufel mit dem Toifel vertauschen. Und wenn Sie Linz mit Gmunden vergleichen, dann glaube ich dass zwischen der über 20 Meter breiten Landstraße und noch breiteren Wienerstraße zur knapp über 5 Meter schmalen Kammerhofgasse und Theatergasse mit den morbiden Bausubstanzen schon ein beträchtlicher Unterschied besteht. Dass theoretisch am Reißbrett vieles möglich ist, bestreite ich nicht. Aber so ein Projekt muss man doch zu Ende denken und da ist vor allem ein sensibler Weitblick gefordert.

    Die Plattform „Gegen eine Durchbindung mit einem Regionalzug durch die Gmundner Altstadt“ (Kammerhofgasse, Rathausplatz, Theatergasse) ist absolut für eine Verkehrsberuhigung in diesem Bereich und für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs, jedoch auf eine weitaus günstigere, effizientere und vor allem für das Stadtbild schonendere Art und Weise. Elektrisch betriebene Citybusse die von der Firma Siemens je nach Bedarf in den verschiedensten Größen und den unterschiedlichsten Ausstattungen angeboten werden, wurden bis jetzt von keinem Politiker in Gmunden als viel geeignetere Alternative erkannt oder zumindest in Erwägung gezogen. Vielmehr hat man den Eindruck, dass dieses Verkehrsmittel die Politiker meiden, wie der Teufel das Weihwasser – warum eigentlich? Es wird doch keine Gehirnwäsche durch Lobbyisten stattgefunden haben?

    Diese elektrisch betriebenen Busse haben sich in Wien seit einigen Jahren bestens bewährt – für Reichweite, Steigfähigkeit und Aufladedauer, bestehen nicht die geringsten Probleme. Nicht böse gemeint – auch Sie, sehr verehrter Herr Parteivorsitzender, könnten mit so einem öffentlichen Verkehrsmittel Ihr schlecht gewartetes Moped im Eck stehen lassen und von der Au bequem in die Stadt schnurren. Sämtliche Stadtteile Gmundens könnten mit diesem Verkehrsmittel abgedeckt werden und kein Bürger dieser Stadt wäre benachteiligt, weil er nicht direkt an der starren Eisenbahnlinie wohnt.

    Und bitte nicht immer verniedlichend von einer Straßenbahn, Tramway oder Bim reden. Eine Bim (Abkürzung von Bimmelbahn) macht sich durch ein klingel- oder glockenähnliches Geläute bemerkbar. Die Vorchdorferbahn jedoch, wie es sich für einen Zug gehört, durch ein lautes Pfeifsignal – jeden Tag mehrmals hörbar zwischen Gröberleiten und Schloss Weyer.

  4. Mir schwillt so langsam der Kam an ….. hab ich jetzt erst gelesen : Wir bekommen also die Straßenbahn, damit die Brücke, Straße und Leitungen saniert werden und das ist dann Teil einer „Gesamt-Verkehrskonzeptlösung“.

    Ich hätte noch einen Vorschlag für eine „Gesamt-Verkehrskonzeptlösung“.

    Vielleicht findet sich noch ein Bordellbetreiber, der die Straßenbeleuchtung erneuert, als Gegenleistung für die Erlaubnis dieses Bordell zu eröffnen. Ein Bordell würde auch für mehr Fahrgäste sorgen und wäre auch ein „Erlebensfaktor“ und eine „Belebung“ der Innenstadt.^^

    „Schatz, ich fahre mal eben mit der Straßenbahn ins Bordell.
    Prima, bring auf dem Rückweg bitte Brot und Zwiebeln mit ….“

    Mir fallen da bestimmt noch mehr Beispiele ein. Ich werde sie dann posten *droh* ….

  5. Betrifft: Kommentar Langwiesner

    Liebe Gmundl Redaktion !
    Euer Kommentar über die „Zug “ Diskussion ( und die einiger Blogger) ist völlig richtig !
    Die Grün Gruppierung hat sicherlich einen ganz wesentlichen Beitrag geleistet um das schwachsinnige ( vielleicht eher betrügerische !? ) Projekt des „Hotels“
    zu Fall zu brińgen .
    Eigentlich waren die Grünen die einzigen , die sich in dieser brisanten Angelegenheit persönlich engagiert und wirklich effektive Resultate erzielt haben . Mit ganz entscheidender Hilfe von Gmundl natürlich !!!!

    Was da aber deren „Chef “ von sich gibt , entbehrt nicht nur jeglicher Logik und Vernunft ,sondern ist politisch mehr als ungeschickt !!!
    Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren ,dass er dabei stehende Redewendungen der „Grün-Philosophie “ nachplappert , ohne sich über die dahinter stehenden Sachverhalte in irgendeiner Form Gedanken zu machen!

    Die Grünen wären gut beraten sich einen Chef zu suchen der überlegte Argumente , gut formuliert von sich gibt .
    Auch wenn dem Herrn Langwieser dabei weiterhin „kotzübel“ ist , wird dies die politische Landschaft in und um Gmunden verschmerzen können.
    Und für die politischen Interessen der Grünen wird es sich mit Sicherheit positiv auswirken . Und damit auch für die Interessen und Angelegenheiten der Gmundner Stadt und deren Bürger .
    Bei der Einstellung der derzeitig maßgebenden Parteien und deren
    Proponenten und den Ergebnissen ihrer Politik wird mir nämlich kotzübel !!!!!

  6. Hat irgend jemand über begleitende verkehrsberuhigende Maßnahmen nachgedacht wie kostenlose Park-and Ride Anlagen beim Bahnhof oder in der Gschwandt? Zusammen mit einem temporären Fahrverbot in der Innenstadt? Nein??? Ja warumerl denn nicht?

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