Offener Brief & offene Fragen

Liebe Leserleins!

Die Zugsfahrt geht weiter. Holterdipolter. Die Reaktion des offiziellen Gmunden? So wies aussieht das Interview mit einem Statiker in den Tips, die sich damit wieder ein weiteres Mal als Sendbote der „Mächtigen“ betätigen. Was der Statiker sagt, sind Binsenweisheiten und sollen, hat frau den Eindruck, der Beruhigung der dummen Menschleins dienen. Dabei ist das, was in diesem Gespräch gesagt wird, banal und ohne Neuigkeitswert. Natürlich ist technisch vieles machbar, die alten Häuser können so präpariert werden, dass nach Menschenermessen (!) nichts geschieht. Das ist keine Frage der Machbarkeit, sondern eine der Kosten. Der Statiker geht davon aus, dass diese Kosten in den Gesamtkosten schon eingerechnet sind. Kann sein, kann nicht sein. Wissen wir nicht. Er sagt dann allerdings noch so nebenbei, dass natürlich bei solchen Projekten die wahren Kosten erst dann zutage treten, wenn man wirklich die Substanz genau angeschaut und überprüft hat. Da könnte sich dann herausstellen, dass die Sache teurer wird als erwartet. Wir dürfen sorglos davon ausgehen, dass dieser Fall eintreten wird. Das ist bei solchen Baustellen beinahe der Normalfall. Dass der Statiker dann noch am Ende des Gesprächs sagt, dass letztlich bei aller Vorsicht trotzdem Schäden auftreten könnten, wissen wir aus Erfahrungen in anderen Städten ebenfalls. Dann würden halt die Eigentümer entschädigt werden müssen. Ja eh. Aber: wenn so ein Haus wegbricht, dann nützt dem Stadtbild keine Entschädigung der Welt, gell. Was im Dauerbetrieb wirklich geschieht, kann in Wahrheit niemand vorhersagen oder vorherberechnen. Es sei nur auf die Probleme beim Bau der U3 in Wien verwiesen.
Bemerkenswert auch, dass der Statiker davon spricht, dass für die neuen Geleise nur einen Mieter tief geschaufelt wird. Was wiederum darauf hindeutet, dass auch die Dämmung entsprechend geringer ausfällt. Was das technisch bedeutet, können wir nicht beurteilen. Aber rein logisch: wenn ich in ein Paket statt 10 cm Dämmung nur 2 cm reintue, dann ist die Gefahr, dass etwas zu Bruch geht deutlich höher. Aber vielleicht haben wir technischen Laien da was missverstanden. Vielleicht weiss jemand von den Leserleins dazu mehr!

In der Diskussio selbst habe ich den Eindruck, dass teilweise gegen Positionen argumentiert wird, die niemand vertritt. Die Frontstellung ist, soweit ich das lese, nicht die von Individualverkehr gegen Massenverkehrsmittel, Auto gegen Öffi. Die Debatte geht um die Frage, welches Öffi die richtige Wahl ist, als Bahn versus E-Bus. Denn die Bahn vertreibt ja keineswegs den Autoverkehr aus der Stadt. Die Alternative ist nicht, wie manche argumentieren, tausend stinkende Autos oder RegioTram. Nach dem derzeitigen Projektstand bleiben uns die stinkenden Autos erhalten und werden durch ein Bahnmonster ergänzt. Die Theorie, die Autofahrer würden dann der Stadt schon fernbleiben, ist naiv. Die werden fluchend weiterhin durch die Stadt stauen, die Bahn wird mitten drin stecken, und die Fussgeher können schauen, wo sie bleiben.

Die Entfernung des Autoverkehrs aus der Stadt ist und bleibt von politischen Entscheidungen abhängig. Bisher war die Gmundner Politik zu feig, die Innenstadt autofrei zu machen und die Durchfahrt zu sperren. Wer glaubt, die Politik würde sich das trauen, sobald Bahn und Autos sich gegenseitig zu blockieren beginnen, der irrt. Ein Irrtum, der viele Millionen kosten wird, sollte dieses Verkehrskonzept nicht aufgehen – also weder die Fahrgastzahlen deutlich ansteigen noch der Autoverkehr abgesperrt werden.

Wenn ich mir die Diskussion hier durchlese, komme ich eigentlich zu dem Schluss: liebe Politiker, traut euch endlich, die Stadt für den Autoverkehr zu sperren. Die Mehrheit steht wohl hinter einer solchen Lösung. Die Autofahrer würden eine zeitlang murren, und sich daran gewöhnen. Leider verdient Stern & Hafferl an einer solchen Lösung nichts. Leider muss man fürchten, dass die jetzige Lösung mit der Bahnverlängerung in Wahrheit sogar eine Sperre der Stadt verhindert. Man verbuddelt viel Geld, und genau dieses Geld fehlt dann bei einer Sperre. Denn auch die verursacht Kosten. So müssten z. B. Parkgelegenheiten auf beiden Seiten der Stadtdurchfahrt errichtet werden. Da wird dann kein Geld mehr da sein.

Da wäre dann noch eine interessante Frage: wieviel Aufsichtsratstantiemen und -entschädigungen kassiert Bürgermeister Köppl als Aufsichtsratsvorsitzender der Lokalbahn AG? Auf die offenkundige Unvereinbarkeit dieser Funktion mit der des Bürgermeisters haben wir ohnedies bereits hingewiesen. Der in Österreich übliche Sumpf, der hier in Gmunden besonders beachtenswerte Blüten hervorbringt.

Nun also der versprochene offene Brief von FP-Gemeinderat Colli. Danach die neuesten Kommentare nochmal hier vorn im Blog zwecks leichterer Auffindbarkeit.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 

Offener Brief an LH-Stv. Ing. Entholzer

 

Sehr geehrter Herr LH -Stv. Ing. Entholzer!

Alle meine Schreiben haben Sie nicht dazu bewegen können sich selbst ein objektives Bild der Situation in Gmunden zu machen. Alle Versuche Ihnen klar zu machen, dass sich da auch ein rechtliche und ein juristisches Problem verstecken könnte, haben Sie in den Wind geschlagen. Überlegen wir noch einmal gemeinsam.

Die Fahrgastzahlen, die als Basis für die Machbarkeitsstudie herangezogen wurden, sind erwiesener Maßen falsch. Wer auch immer sie zur Verfügung gestellt hat. Wenn also die Ausgangsdaten falsch sind, muss zwangsläufig auch das Endergebnis und die daraus gezogenen Schlüsse falsch sein. Und wenn man nun überlegt, dass der bisherige Betreiber auch der Planer ist, der Generalunternehmer der auch sämtlich Aufträge vergibt und auch in Zukunft wieder der Betreiber sein wird, dann dürfen einem schon einige Bedenken kommen ob da alles sauber und mit rechten Dingen zugegangen ist. Für mich ist es ein bisschen viel Stern & Hafferl, der sich auch noch mit den Freunden der Straßenbahn darüber freut, auch unter Mitwirkung einer Ihrer Leute, die Potentialanalyse „politikertauglich aufbereitet“ zu haben.

Prüfen wir auch die Glaubwürdigkeit und Richtigkeit der Potentialanalyse.  Ein Auszug aus  den Feststellungen des Rechnungshofes, der im Rahmen einer Gebarungsprüfung  festgehalten hat, unter welchen Rahmenbedingungen die Systemvorteile der Bahn zum Tragen kommen.

„Die klaren Systemvorteile der  Bahn, liegen in ihrer hohen Kapazität, also bei hohem Fahrgastaufkommen und bei der Verbindung von Ballungszentren und der Beförderung entlang von Hauptverkehrsachsen. Für die Erschließung von schwach besiedelten Räumen, d.h. bei geringem Fahrgastpotential ist der Bus der Bahn sowohl aus Kostengesichtspunkten aber auch bei umweltbezogener  Betrachtung vorzuziehen“.

Meine Fragen sind nun: Wo sind bei der Traunseebahn die Massen??? (Noch dazu bei den falschen Fahrgastzahlen!) Das hohe Fahrgastaufkommen bei 2,600 EW in Gschwandt und 2,000 EW in Kirchham??? Wo das Ballungszentrum oder die Hauptverkehrsader??? Wo ein dichtbesiedeltes Gebiet???

Und weiter: Prüfen wir den Kostengesichtspunkt. Verkehrsstadtrat Sageder behauptet immer wieder, dass es keine geeignete Alternative gäbe, weil Elektrobusse unsere Steigungen nicht bewältigen könnten.

Leider auch falsch und unwahr.
Bei den Wiener Verkehrsbetrieben sind seit einem Jahr Elektrobusse im Einsatz die 160 km mit einer Aufladung fahren  können. Ladezeit liegt zwischen 2 und 8 Minuten. Steigungen von 16% werden bewältigt. Kostenpunkt eines Busses rund 400,000 € und er benötigt keinerlei Infrastrukturmaßnahmen, die alleine rund 60 bis 70 Mio. betragen werden, wenn man alle Kosten dieses Projektes, von Anfang an, zusammenzählt. Sie Herr Landehauptmannstellvertreter weigern sich konsequent, die Gesamtsumme aller Aufwendungen für die beiden Bahnen, ab 2002, zu nennen. Die von Ihnen genannten 30 Millionen für Infrastrukturmaßnahmen sind halt nur die halbe Wahrheit, wie so oft bei Politiker. Sie müssen schon auch alle Planungskosten, die Förderungen und die mittelfristigen Investitionsprogramme ( 6,7 und 8), den Anschluss an die ÖBB und den Neubau des Bahnhof Engelhof. dazuzählen, und dann kommen Sie leicht auf das Doppelte.

Eine Eisenbahngarnitur kostet rund 3 Millionen. Acht Garnituren sind geplant. Das sind weitere 24 Millionen. Für diesen Betrag könnte man 60 Elektrobusse kaufen.

Überlegen wir weiter. Busse können variabel eingesetzt werden und fahren dorthin, wo man gerade die Menschen  hinbringen will. Zum Sportzentrum, im Winter zur Eishalle, im Sommer ins Strandbad, zum Krankenhaus, zu den Seniorenheimen usw. Da fallen mir noch viele Möglichkeiten ein!!

Ein weiterer Punkt ist noch völlig offen. Die Häuser entlang der Durchbindungsstrecke haben zum Teil keine Fundament oder keine ausreichenden. Wer übernimmt die Kosten für eine korrekte Beweissicherung? Wer bezahlt die dazu notwendigen Sachverständigen für Gutachten die sicherstellen, dass die Hausbesitzer bei allfälligen Schäden in der Bauzeit oder dann später auch beim Betrieb der Bahn, problemlos zu ihrem Recht kommen? Wie hoch sind die Versicherungen der beschäftigten Unternehmen um alle möglichen Schäden auch wirklich abzudecken? Ich weiß schon, dass das erst die zweite Bauetappe betrifft, aber  2015 kommt schneller als Mancher denkt.

Mit dem vielen Geld, könnte man viel sinnvollere Dinge für Gmunden und seine Bürger tun, als für 600 Meter Bahn, die niemand braucht und nur wenige nützen, bald

100 Millionen Euro (oder 1,4 Milliarden ÖS) auszugeben. Jede Alternative mit Elektrobussen würde nur einen Bruchteil kosten.

Prüfen Sie noch einmal meine Argumente, sie sind ehrlich und richtig. Ich für meine Person werde an dem Projekt dran bleiben, schon im Interesse von Gmunden und seiner Bürger und letztlich auch der Steuerzahler.

Sie wollen Menschen bewegen, ich möchte Sie zum Umdenken bewegen.
Erwarte mit Interesse Ihre Antwort.

Hochachtungsvoll

Ihr Günther Colli
Freiheitlicher Gemeinderat in Gmunden.


 A Oida Weyrer
Gesendet am 10.09.2014 um 9:34 nachmittags

Leute habt ihr es noch immer nicht begriffen? Diese kleine Tram/Bim ist unsere Zukunft, unsere einzige Chance auf wirtschaftliches Überleben! Nur so haben wir alle ein besseres Leben und leben im Land wo Milch und Honig fließen (eh schon wissen)…

Ohne diese, dringend notwendige, Anbindung an die Zivilisation werden die Leute aus Falkenohren, und anderen Metropolen, ihre Toten daheim beerdigen, nicht bei unserem Downtown Pompfüneberer im Austria! Ja wollen wir das denn??

Dieser 32 Meter lange Heilsbringer wird alles gut machen, die Lösung all unserer Probleme sein! Ganz klar Oida! Voi geil! Ja glaubt ihr da B…. aus der Sauwoad lügt uns an???

Da die meisten dem gesunden Sarkasmus in unserem Land negativ gegenüberstehen, noch mal für die Verblendeten:

Gmunden ist eine von ganz wenigen, erlesenen Städten in Europa die mit einem Hauptplatz am See gesegnet sind. Wollt ihr denn wirklich, dass dieses fast einzigartige Stadtbild so verschandelt wird? Ja seid’s es wahnsinnig?!?!?

Ja natürlich, es brechen goldene Zeiten an durch die Tram – Leute seid doch nicht so naiv!

Die Mehrheit der Gmundner war schon immer, und ist nach wie vor, GEGEN diesen Wahnsinn! Freunde das ist keine Kronenzeitung-Rhetorik und auch keine Brandl Zitation, sondern FAKT!

Ich möchte endlich einmal hören (Zivilcourage hoach zua): WAS BRINGT UNS GMUNDNERN DIESE DURCHBINDUNG??? Noch dazu in Relation zu den Kosten??? Was haben beispielsweise wir Bewohner im Cumberland davon und, GANZ BESONDERS, welchen Nutzen haben die Geschäfte in der Stadt davon? Was erhofft ihr euch?

Haben wir nicht ganz andere Baustellen? Beispielsweise die Erarbeitung eines touristischen Angebotes, welches eventuell sogar (jetzt kommt mein lieblings Unwort) nachhaltig ist 😀

Und NEIN!!! die Stadt-Regio-Tram bringt KEINE TOURISTEN (schon gar nicht aus Falkenohren)


    
find-out2
Gesendet am 10.09.2014 um 4:07 nachmittags

Lieber Herr Krausshar!
Die ÖBB hat sich Gedanken gemacht und baut am neuen Hauptbahnhof 164 Park&Ride Plätze, das sind 3 x soviel, wie im Moment zur Verfügung stehen.
Damit bieten die ÖBB einen tollen Service für die potentiellen Fahrgäste – die künftigen Fahrgäste des B(W)ahnsinns – aus der Gegend Gschwandt und Kirchham, die über die neue Umfahrung in 5 Minuten den neuen Bahnhof erreichen und sicher einen Parkplatz vorfinden.
Außer es handelt sich um Masochisten, die lieber mit einem 32m Zug in geschätzt 35 Minuten eine Sightseeing-Tour durch das Weyer und die Innenstadt in Gmunden, mit erhebenden Erlebnissen beim Steilstück entlang des Gmundner Villenviertels, unternehmen wollen. Nicht zu vergessen der Anmarsch zu den verkehrstechnisch und benutzerfreundlich angelegten Bahnstationen entlang der Vorchdorfer Bahn.
Man sieht, alles genau überlegt und durchdacht! (Zumindest von den ÖBB)



Vilosofio
Gesendet am 10.09.2014 um 3:41 nachmittags

Einfach zum Nachdenken …
————————————
Haben die HAUSEIGENTÜMER entlang der pfiffig 2-gleisig geplanten Tatzelwurm-Trasse schon mal überlegt, was ihnen passiert, WENN DER ZUG DURCH GMUNDEN REALITÄT WERDEN SOLLTE?

Wenn sie z.B. notwendige Fassadensanierungsarbeiten, Dachdeckungen, Hausmauernfärbelungen etc. an ihren Häusern durchführen müssen?

Ein Gerüst zum Beispiel am Kammerhof oder sonst einem der Häuser in der Theatergasse oder auch in der Kuferzeile aufgestellt, wird den polit-trickreich an der Bevölkerung vorbei geplanten ZUG DURCH GMUNDEN dann stoppen.

Die feine Lösung dieses Problems:
Ein Schienen-Ersatzverkehr muss her.

Damit die 3 oder 4 Hanseln, die mit dem 32 Meter Zug-Monster wegen der Gerüste nicht mehr weiterfahren können, ihre Fahrkarten nicht umsonst gekauft haben.

Das kostet garantiert eine Lawine.
DEN HAUSEIGENTÜMERN!

Die Rechnungen dazu werden dann in einer buchhalterischen „Stern-Stunde” mit Freude vom Zugbetreiber an die Hausbesitzer verschickt.

Das wird kosten – je nach Dauer der Arbeiten an den Häusern – zig-zig Zehntausende Euro und mehr!

Ist bemerkenswert, dass ein Nahverkehrsunternehmen, das den Steuerzahler mit handfester Unterstützung der Politik als Cash-Cow für den Ausgleich der Defizite seiner Linien andauernd am Melken hat, auch dann noch Kohle machen wird, wenn der Zug still steht ….

Mit ZUG freien Grüßen verbleibt
bis bald:

Ein sehr, sehr nachdenklicher
Vilosofio


  
horst von dort
Gesendet am 10.09.2014 um 11:06 vormittags

Noch schöner wirds wenn die wagen mit werbung zugekleistert sind. ein notwendiges übel um dem sprudelnden fahrkartenverkauf -und damit den einnahmen- einen kick zu geben.
dann fährt eine plakatwand mit zig metern länge durch gmunden.
wird zu wahlzeiten lustig. wenn riesige konterfeis unser politiker und innen durch
gmunden ziehen.

hosianna in der höhe.


Zivilcourage
Gesendet am 10.09.2014 um 9:19 vormittags

Jetzt melden sich die wirklichen Amateure zu Wort!!

Wenn ich mir die Aufregung um die Strassenbahn so überlege, warum plötzlich dieses Engagement von Verkehrsamateuren?? Jede Bahn ist besser als dieser Durchzugs-Autoverkehr. Neulich donnerte sogar ein Asamer Laster mitten in der Stadt an mir vorbei, sodass mich die Druckwelle fast erfasste. Ich getraue mir kein fachliches Urteil abzugeben über die Strassenbahn, ich bin kein Verkehrsexperte, die anderen Gmundner Bürgerleins aber auch nicht. Jetzt schreien sie auf, vor allem die FPÖ (Wahlkampf??). Was wäre die Alternative zu keiner Stassenbahn? Wieder Autodurchzugsverkehr u. Förderung des Individualverkehrs durch die Stadt. Mich kotzt es an, immer von einer Tourismusstadt zu sprechen, wo man ausser Lärm und Verkehr nichts mehr in Gmunden antrifft.

Strassenbahn hin oder her, im Vergleich zur Verschacherung des Seebahnhof-Grundstückes an Asamer ist diese Angelegenheit ein Lercherl u. vor allem juristisch nicht so fadenscheinig. Dass in Gmunden Politik und Wirtschaft aufs engste verquickt sind, möchte ich nicht in Abrede stellen. Aber , das hängt mit unserem einbetonierten Parteiensystem u. Interessenbünden zusammen, welche kaum eine Diskussion auf sachlicher Basis und Kompromissbereitschaft zulassen. . Dies ist ein österreichweites Phänomen, welches zu bekämpfen schon Gescheitere gescheitert sind. Es müssen sich halt die Bürgerleins sachkundig engagieren, wenn es die Politik nicht schafft. Aber wie die Erfahrung gezeigt hat, reagieren die meisten aus dem Bauch heraus und massen sich enorme Sachkenntnis an.
Ich erlaube mir zu urteilen, dass der öffentliche Verkehr die Zukunft ist und der Individualverkehr aus der Stadt weg muss, wenn man sowohl als Einwohner als auch als Besucher noch einigermassen Lebensqualität haben will.

Liebe Bürgerleins, macht Euch einmal schlau, was geschieht, wenn das vertraglich abgesicherte Rückkaufsrecht durch die Stadt bei der nächsten Gemeinderatssitzung am 25. September durch ÖVP u. FPÖ wieder verbockt wird? Das ist ein Verkehrswert von 60-70 Millionen Euro, welcher an Asamer an öfffentlichen Steuergeldern verschenkt werden soll. Da fallen die öffentlichen Steuergelder für die Strassenbahn, die jeder nützen kann, relativ gering ins Gewicht… ;

Ich erlaube mir sogar zu mutmassen, dass die Strassenbahndiskussion seitens der FPÖ von dem schwelenden Problem des nach Korruption stinkenden Deals des Rückkaufsrechtes der Stadt des Seebahnhofareals ablenken soll. Heimlich still und leise soll das Rückkaufsrecht der Stadt durch die ÖVP und FPÖ verbockt werden. Aber wir wachsamen Bürgerleins passen auf. Darauf kann sich die Babsi noch einen Schluck von der Grünen Mamba vergönnen.!!!  


Erni der Seehund
Gesendet am 10.09.2014 um 9:17 vormittags

Antwort auf Zivilcourage
Jetzt ham ma den Salat – jetzt sind Sie beleidigt und beleidigen mich, nur weil ich Ihre Fragen schlüssig beantwortet habe. Fakten die einen nicht in den Kram passen tun besonders Menschen weh die glauben, dass sie schon alles wissen und nichts mehr dazulernen brauchen.
Das Leben ist ein ständiger Lernprozess – ich für meinen Teil lerne gerne dazu. Ihnen würde diese Einstellung auch nicht schaden.


Ja, liebe Leserleins. So weit die derzeitige Gefechtslage.
Lassen wir uns überraschen, was noch an Argumenten kommt.
Und nie vergessen: die Hotelsache ist noch nicht gegessen. Wir werden auch dieses Thema nicht aus den Augen lassen.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

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6 Antworten

  1. Gmundner, nicht einmal fähig, bei Demo gegen „Wahnbahn“ vorzugehen. Ich hätte viel zu sagen gehabt und auch outfittechnisch den typischen Gmundner Landtrampellook ad acta geführt, wenn man mich als Redner/in gewonnen hätte – selbstverständlich auf den Knien rutschend bittend um Hilfe bei DEM zwischenmenschlichen Klima. Als Ersten wäre Hiesl und Entholzer Spaten aus der Hand gefallen nach meinem stimmigen Monolog! Köppl nicht, der hätte nichts kapiert, knapp gefolgt von Neumann Günther und Sageder – typische Dummkopf-Gmundner eben.

  2. Weil es zum Thema Kosten passt. Hier ein Artikelchen aus dem Salzkammergut-Teil der der OÖNachrichten Zeitung vom 11. Sep 2014. Der ist Online nämlich untergegangen.

    “ „Wir geben die Traunsee-Therme nicht auf.“ Diese Ankündigung macht VP-Landeshauptmann Josef Püringer gestern (10. Sep) bei seinem Bezirkstag in Gmunden. „Vermutlich wird sich der Projektstart in dieser Legislaturperiode nicht mehr ausgehen“, so Püringer. „Aber wir schaffen es in der nächsten.“ Grund für die Verzögerung seien Komplikationen mit dem Denkmalschutz und dem Naturschutz – sowie die kontroversiellen Diskussionen in Gmunden über das Projekt. Püringer hatte den Bau der Therme im Wahlkampf 2009 versprochen.“

    -Zitat Ende

    Wenn man betrachetet was beim Projekt Hotel Lakus F. alles gegangen ist (Abriss des Bahnhofgebäudes (wo war da der Denkmalschutz?) und gehen würde (Aufschütten und Bucht graben (Naturschutz)) kann man ja wohl nur davon ausgehen, dass das Ausreden dafür sind, dass kein Geld mehr vorhanden ist. Dafür hat man es scheinbar noch immer für andere „wichtigere“ Dinge.

    Soll sich bitte jeder/jede selber seinen/ihren Reim draus machen.

  3. Für alle Bürger, die das noch nicht wissen eine interessante Information zum Thema „Baukosten-Überschreitungen“ beim Gmundner ZUG-PROJEKT:

    Ergänzend zu Babys Blitzschnells Beitrag und dem tatsächlich mehr als nebulosen Interview eines „pro-Zug-Projekt“ engagierten Statikers in den TIPS, möchte ich den Gmundner Bürgern und dem OÖ Steuerzahler folgende Information nicht mehr länger vorenthalten:

    Beim dem im Verhältnis zu der politisch-taktisch erst für das Jahr 2016 angedachten Riesenbaugrube quer durch die Stadt sehr kleinen Bauabschnitt „Seebahnhof zum Klosterplatz“, gibt es bereits jetzt schon, eine Woche nach des Bürgermeisters Spatenstich Mehrkosten von 2.200.000 Euro …. JA – SIE HABEN RICHTIG GELESEN….. 2,2 MIO EURO!!!!

    2,2 MIO Euro, die an Baumaßnahmen zusätzlich gemacht werden müssen und die NICHT in den ursprünglich durch kalkulierten Baukosten für diese relativ kleine Baustelle enthalten waren.

    Eine simple Hochrechnung:
    Die geplante Länge der doppelgleisigen ZUG-Trasse quer durch Gmunden ist ungefähr 15 x so lang, wie der Bauabschnitt Seebahnhof zum Klosterplatz – und da haben wir jetzt schon 2,2 MIO Baukostenüberschreitung!!!!

    Gute Nacht Gmunden, sollten 2016 tatsächlich die Bagger in die Stadt rollen.

    Ich möchte ALLE BÜRGER daran erinnern, dass mit ihrer Unterschrift FÜR EIN ZUG FREIES GMUNDEN und FÜR EIN WEITAUS GÜNSTIGERES, flexibleres und das Stadtbild schonendes E-BUS NETZ, die drohende ZUG-KATASTROPHE quer durch Gmunden, samt der damit noch viel, viel höher zu erwartenden Baukostenüberschreitungen, VERHINDERT WERDEN KANN!

    NOTBREMSE ZIEHEN!

    FÜR UNSERE STADT.
    Für ein lebenswertes Gmunden mit einem vernünftigen E-BUS NETZ!

    JETZT!
    Und nicht erst dann, wenn es zu spät ist!

    Mit ZUG FREIEN GRÜSSEN
    und der Hoffnung auf EURE ZIVILCOURAGE und ENGAGEMENT:

    Vilosofio

  4. Antwort auf GR Günther Colli`s offenen Brief

    Warum legt sich Herr GR Colli von der FPÖ erst jetzt, nachdem alles entschieden ist und schon mit dem Bau der Regio-Tram begonnen wurde, so ins Zeug und klärt LR Entholzer, der anscheinend bis jetzt ahnungslos war, umfassend mit Argumenten auf. Die Debatte und Aufklärung und vor allem Einbindung der Bevölkerung hätte lange vorher beginnen müssen. Aber Einbindung, Ernstnehmen der Bevölkerung hat die Lokalpolitiker aller Couleurs sowieso noch nie interessiert. Aber nächstes Jahr sind Landtag- und GR Wahlen, da braucht man wieder das Stimmvolk.

    Hoffentlich setzt Herr GR Colli bei der nächsten GR Sitzung, wo es um die Wahrung der Interessen der Öffentlichkeit geht, d.h. das Rückkaufsrecht des Seebahnhofareals realisiert werden soll, seinen Idealismus für die Gmundner Bürgerlelns auch so ein. Denn diese Causa Lacus Felix stinkt nach Korruption.
    Wir Bürgerleins werden uns merken, was die Politiker bis jetzt für uns geleistet oder eher nicht geleistet haben, auch wenn viele Bürgerleins ein kurzes Gedächtnis haben. Wir werden die Sache nicht einschlafen lassen. Auch wenn die FPÖ in der Causa Lacus Felix mit der ÖVP packelt. Da die ÖVP bestimmt die absolute Mehrheit aufgrund ihrer jämmerlichen Performance verlieren wird, lacht sie sich schon ,einen Koalitionspartner an, die FPÖ ist mehr als willig, nachdem sie ihren Obmann abgeschossen hat. Danke, Schwarz-Blau hatten wir schon einmal in Österreich, an dem hinterlassenen Scherbenhaufen leiden wir heute noch. So ein Erbe wie die Hyposchulden(an die 27 Milliarden Euro) hat noch keine Regierung hinterlassen.

  5. Man müsste für die Hausbesitzer auch die ein Stück entfernt sind schützen.
    Eine Haftungsverpflichtung seitens der Gemeine müsste sichergestellt sein. Sobald ein Riss während der Bauarbeiten oder nachher entsteht soll eine Sanierungsverpflichtung der Gemeinde bestehen. Diese könnte sich bei ihren
    Beratern schadlos halten.
    Wenn sie eine Straßenbahn bauen wo sicher wenig Leute fahren werden, dann kann man auch die Hausbesitzer schadlos halten.
    Nur weil sich ein paar Politiker ein Denkmal setzen wollen. (Nach Vorbild von großen Ländern.) Müssen alle österreichischen Steuerzahler diesen Wahn finanzieren.
    gxx und pxxx

  6. „Eine Studie aus dem Jahr 2005 nahm Eisenbahn-Neustrecken weltweit zwischen 1969 und 1998 unter die Lupe. In über 90 Prozent der Fälle wurde die Anzahl der Passagiere, die die Strecke nützen würden, zu hoch veranschlagt. Obgleich diese überhöhten Prognosen weiterhin öffentlich kritisiert wurden, sind die Vorhersagen im Lauf dieser dreißig Jahre nicht genauer geworden; im Schnitt überschätzten die Planer die Passagierzahlen bei Neubauprojekten um 106 Prozent, während die die Durchschnittskosten um 45 Prozent über den vorhergesagten Kosten lagen.“ Zitat von Daniel Kahneman, Nobelpreisträger Wirtschaft 2002, gefunden in „Thinking Fast and Slow“, 2011

    Als Motorradfahrer plädiere ich im Zweifel für öffentliche Verkehrsmittel statt Dosenverkehr und E-Busse statt rutschige Geleise.

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