Sonntagsruhe

Liebe Leserleins!

Eigentlich sollte heute Sonntagsruhe herrschen. Aber die Postings halten sich nicht dran. Damit unsere lieben Leserleins nicht zu lange vor dem PC/Laptop sitzen, anstatt auf ein Jäuschen bei Grellinger, Baumgartner & Co. zu gehen, an diesem angeblich verregneten Sonntag (werden wir sehen, wie es wirklich wird). Aber eine Antwort vom Leonardo müssen wir bringen, und natürlich auch das Fotokunstwerk mit der kleinen Strassenbahn am Rathausplatz.

Ich werde jetzt nicht verraten, dass mein Lieblingsjauserl am Sonntagnachmittag die ganz, ganz altmodischen Indianer mit Schlag sind (so altmodisch, dass sie fast schon wieder modern und cool sind). Sonst kommt die halbe weibliche Hälfte der Stadt in Verdacht, die Babsy Blitzschnell zu sein, wenn frau sich einen Indianerkrapfen gönnt. Kleiner Tipp von eurer Babsy: den Indianer auseinandernehmen, das Schlagober dann schön auf beide Teile verstreichen und ein wenig Eierlikör aufs Schlagobers tröpfeln. Aber dann, bitte, nichts den Kinderleins geben, sonst sind die gar beschwipst, gell!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 

Leonardo DV
gesendet am 16. 9. 2014 um 20 Uhr nachmittags

Eigentlich ist es kindisch, aber die gute Zivilcourage provoziert förmlich eine Antwort! Und zwar auf den Beitrag

Zivilcourage
Gesendet am 15.09.2014 um 12:22 nachmittags
Welch ein intelligenter Kommentar von Leonardo DV
Leonardo, Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen!.

Der Gmundl Block heißt „Von der Wahrheit zur Satire“! Ich habe mit meinem Posting augenscheinlich diesen Ansatz nicht klar rübergebracht. Ich konnte mir nicht vorstellen, daß jemand die Passagen aus einem PR Pamphlet der Stern-Gruppe ergeben als ausschließliche Wahrheit hinnimmt, wie dies aber offensichtlich durch Sie, Zivilcourage, passiert ist. Der Beitrag war als Satire gemeint!
Nur jemand, der noch nie auf einem Rad durch die Kammerhofgasse (gasse – sic!) gefahren ist, wird die Problematik von 4 Schienen auf einer Breite von 5 Meter nicht erkennen. Es ist nicht wie in Wien mit eigenem Radstreifen, oder wo zumindest 1435 mm zwischen den Schienen zum Auspendeln für den Radfahrer Platz ist. Auf Grund der Schmalspurgleise sind es in der Kammerhofgasse nur 1000 mm. Aber vielleicht sponsert der immer spendierfreudige Bürgermeister auf Kosten des Steuerzahlers die Umrüstung der Fahrräder der Gmundner auf XXL-Breitreifen, um diese Gefahr in den Griff zu bekommen.

Liebe Zivilcourage, Sie kennen doch sicher die Vorgabe durch die österreichische Verfassung, dass die Verwaltung unser Steuergeld sparsam, wirtschaftlich und zweckmäßig einsetzen muß! Sie geben aber durch ihre Aussage der politischen Nomenklatur einen Persilschein, weiter ihr Klientel und Netzwerke nach Gutdünken zu bedienen. Und zwar durch ihre Zustimmung zum Satz „sonst wird das Geld halt woanders verbraten“: Es ist das ein generelles OK, dass die Mächtigen weiter zu Lasten der Steuerzahler die Schulden erhöhen, ohne sich an die Vorgabe „sparsam, wirtschaftlich und zweckmäßig“ halten zu müssen.
Aber vielleicht beruft sie der Aussichtsratvorsitzende BGM Köppl auf Grund dieser Einstellung auf einen finanziell gut dotierten Aufsichtsratsessel in der Betreiber-Unternehmung?


Die Trambahnwahnbimbim auf dem Rathausplatz – es fehlen nur noch die Schienen, ein Gegenzug, staunenden Touristen, hastige Einwohnerleins, ein paar Radfahrer und die Autos im Stau, dann ist die Begegnunszone perfekt. Frage mich nur, wie da die Rettungsautos zum Bergen der Verünglückten durchkommen sollen … Autsch, bitte, das war aber jetzt keine Stellungnahme gegen die RegioTram. Babsy mit Dank an unser fleissiges Leserlein find-out2, das die schönen Tram-Bilder für den kommenden Fremdenverkehrsprospekt gebastelt hat.

bim_11a (1)

 

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3 Antworten

  1. Antwort an Babsy Blitzschnell
    Liebe Babsy,
    Du hast recht, die Parteivorsitzenden der Roten und Grünen halten sich derzeit in der Versenkung auf. Haben die Grünen hoffentlich keine Angst vor der eigenen Courage bekommen? (wegen der machtpolitischen Abweisung der Klage an die Staatsanwaltschaft in der Causa Lacus Felix durch die damalige ÖVP Justizministerin). Ziehen die Grünen jetzt ängstlich den Schwanz ein? Sie müssten den Kontakt zu den Bürgern suchen. Aber wenn man einen Gemeinderat/in zufällig trifft u. ihm eine Frage stellt, hat er/ sie weder Zeit noch Lust zur Diskussion u. fühlt sich irgendwie belästigt. Meiner Meinung nach muss jemand, der in die Politik geht, dies aushalten, oder er muss geregelte Sprechtage abhalten. Aber nichts passiert hierorts. Man hat das Gefühl, die Bürger werden allein gelassen u. dann vor vollendete Tatsachen gestellt. Die Roten geben nicht einmal eine Parteizeitung heraus, obwohl sie von Steuergeldern finanziert werden. Die ÖVP nützt das Gemeindesteuergeld für ihre Werbung.
    Bei der GR Sitzung wird die Öffentlichkeit bei wichtigen Themen ausgeschlossen.
    Bei dieser lokalpolitischen Konstellation können die wirtschaftlichen Einflussnehmer gut agieren. Die Leute dumm und uninformiert halten, das war schon immer die Devise von Machthabern, nur dann sind sie gut manipulierbar.

    Was die Umfrageaktion von Herrn Kammerhofer anlangt, so ist er wie es aussieht ein Idealist. Warum tut er sich das an? Glaubt er wirklich an das Gute im Menschen? Wie will er die Rückmeldungen ohne Partei im Hintergrund im Gemeinderat umsetzen, wo er jetzt schon bei geringsten Äusserungen von den anderen niedergebügelt wird.? Fragen über Fragen….
    Ich wünsche ihm viel Glück! Es hat schon immer solcher Leute wie Herrn Kammerhofer in der Geschichte bedurft, die Eigeninitiative ergriffen u. eigenes (finanzielles) Risiko auf sich genommen haben, sonst hätte sich nie etwas verändert.
    Auf jeden Fall ist Herr Kammerhofer eine schillernde Figur in der öden und faden politischen Landschaft in Gmunden.


    Da sind wir ganz auf der selben Linie, liebe Zivilcourage. Es ist leider so, wie es ist. Aber noch immer gibt es genug Leute, die auf Veränderung nicht nur hoffen, sondern auch was dafür tun. Wie heisst es doch: Steter Tropfen höhlt den Stein (und da meinte eure Babsy nicht das, was oft in etwas zu grosser Menge durch Politikerkehlen gurgelt, nein, keine Babsy-Doppelmoral, ich trink echt nur in homöopathischen Dosen/Gläsern).
    Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

  2. Der Visionär

    Einen Gmundner gibt es schon der offensichtlich speziell für die Kammerhof(er)gasse sein Fahrrad in weiser Voraussicht bereits auf XXL-Breitreifen umgerüstet hat. Ist da vielleicht ein Naheverhältnis zum angeblich spendierfreudigen Bürgermeister?

  3. Antwort auf Leonardo DV

    Lieber Leonardo,
    für so einfach gestrickte Leute wie mich dürfen Sie Ihre Satire nicht so hochgestochen halten. Zugegeben, ich nahm mir nicht so viel Zeit, die zarte Ironie Ihres Beitrages voll zu erfassen, denn ich interessiere mich auch noch für andere Dinge.
    Es ist schon ein grosser Sprung von der Dodelsprache plötzlich zur scharfen Klinge der Satire umzustellen.

    Was das Radfahren betrifft, zugegeben ich fahre auch nicht in der Theatergasse mit dem Rad, das wäre lebensgefährlich von einem Autofahrer überfahren zu werden. Ich fahre entlang dem See, oder schiebe das Rad in den Arkaden.

    Gmunden ist eine Auto-Stadt,. Habe das an diesem Wochenende wieder erlebt, Am Rathausplatz kommt man ja nicht einmal durch, wenn man das Rad schiebt, vor lauter Autos und Gedränge. Dieses Gerangel um den öffentlichen Raum setzt sich auf der Esplanade fort. Wahrlich eine hochkarätige Tourismusstadt, dieses Gmunden!. Für die ständigen Einwohner von Gmunden ist so ein Wochenende sowieso nicht zu verkraften. Die meisten fahren eh weg.

    Was das Steuergeld anbelangt, so habe ich mir seit der Hypobank (27 Miliarden Euro die der Steuerzahler berappen muss) und den Steuerhinterziehungsskandalen von z.B. Grasser und Konsorten einen gewissen Schutzpanzer zugelegt, sonst müsste man ja verrückt werden. Der Asamer mit Lacus Felix Grundstück profitiert ja auch durch das fast geschenkte Seegrundstück von 2 Millionen Euro und die Umwidmung jetzt auf Verkehrswert 70 Millionen Euro.. Wo bleibt die Versteuerung durch die Werterhöhung durch die Umwidmung?? Diese Steuerverschwenung haben die meisten Bürgerleins und auch die Redaktion von „gmundl“ anscheinend noch nicht kapiert. Diese Werterhöhung und die damit verbundene Nichtversteuerung gehört immer und immer wieder öffentlich angeprangert.

    Und da machen Sie sich Sorgen wegen der Strassenbahn, die jeder benützen kann, das Asamer Grundstück ist nur einer Elite vorbehalten.
    Aber die Bürgerleins lassen sich alles gefallen, sie durchschauen nichts. Erst wenn der Wagen, sprich Staat, an die Wand gefahren ist, dann wachen sie auf und wenn es gut geht empören sie sich und unternehmen etwas.

    Was die Strassenbahn anlangt, werde ich mich nicht mehr äussern, das sollen andere tun, vielleicht sogar damit schon Wahlkampf betreiben.

    Aber eines würde ich empfehlen, nicht so viel Satire, sondern eher Klartext schreiben, denn der „gmundl“ isst derzeit das einzige Medium, wo man noch unzensiert seine Meinung äussern bzw. Berichte lesen kann. Allerdings fällt mir im Falle der Strassenbahn auf, dass der „gmundl“ stark gegner-lastig ist.

    Geschätzte Zivilcourage!
    Natürlich haben wir vom Team sehr wohl geschnallt, welche Werterhöhung beim angeblichen Hotelbau in die Taschen der Asamers wandert – ob steuerfrei, lässt sich weniger einfach beantworten. Steuerfrei wird es eher nicht laufen, aber das ändert nichts an der Schweinerei, die da abläuft.
    (Das mit der Steuer ist extrem kompliziert, da wir nicht wissen, wie und in welcher Unternehmenskonstruktion der Gewinn realisiert werden wird, so es soweit kommt. Da ist alles von steuerfrei über Immobilienertragssteuer bis hin zu normalem Tarif oder Kombination aus KöSt/KESt möglich. Wahrscheinlich wissen es die Asamers selbst noch nicht.) Wie gesagt: wir haben auf das sehr wohl hingewiesen, und haben auch, wenn ich mich recht erinnere, Ihre diesbezüglichen Kommentare immer gebracht.

    Was nun die „Mehrzahl an Gegnern der RegioTram“ hier in der Diskussion betrifft, das ist das Problem der Befürworter. Wenn von den offiziellen niemand sich hier äussert, was sollen wir tun? Die Auslassungen des grünen Stadtparteiobmanns für das Projekt fielen ja argumentativ eher in die Rubrik „politischer Selbstmord mit Anlauf“ (was wir übrigens sehr bedauert haben). Eine Mehrheit an Gegnern fand sich hier auch rund ums Hotelprojekt. Da hört man von den Befürwortern auch wenig.
    Es liegt nicht an uns, wie das Kräfteverhältnis ist. Der Unterschied zum Hotelprojekt ist bei der RegioTram der, dass wir uns beim Hotel klar auf die Seite der Gegner „geschlagen“ haben. Bei der RegioTram verharren wir sehr skeptisch aber abwartend. Angesichts der Tatsache, dass die zig-Millionen, die hier verbuddelt werden sollen, schon beschlossen und die Pläne scheinbar fertig sind, sehen wir ohnedies wenige Chancen, dieses Projekt zu verhindern, selbst wenn wir das wollten (angesichts der Borniertheit mancher Politiker sehen wir auch wenig Chancen, das Projekt noch so abzuändern, dass es architektonischen und ästhethischen Grundkriterien eines guten Stadtbilds entspricht). Beim Hotel sieht das schon deutlich anders aus. Da gibt es eine starke privatwirtschaftliche Komponente: man braucht einen Investor, und den gibt es nicht, weil es sich nicht rechnet. Das Tram-Projekt ist eine öffentliche Angelegenheit, ob es sich rechnet oder nicht, ist egal, weil es keinen Investor gibt, der sein Geld riskieren muss. Hier wird mit dem Geld der Steuerzahler gearbeitet – da stellt sich vor allem die Frage: gut oder schlecht gearbeitet? Die Antwort wird die Zukunft geben.
    In Wahrheit wird bei beiden Projekten sehr, sehr viel Geld der Steuerzahlerleins verbraten. Unsere Hauptkritik an der RegioTram ist die, dass das Konzept nicht auf Gmunden zugeschnitten worden ist, sondern ausschliesslich auf die Interessen von Stern & Hafferl und ihrer Bahnlinien. Darum bekommen wir einen Monsterzug aufs Aug und aufs Stadtbild gedrückt. Mitsamt einer Niederflurbahn, die viel zu hohe Einstiege hat. Eben weil die Stationen von S&H nicht umgebaut werden sollen, sondern sich Gmunden nach dem richten muss, was schon da steht: das Liniennetz von Stern & Hafferl. Die haben kein Problem: wenn die RegioTram sich als platzende Seifenblase erweisen sollte, können sie mit den Zügen auch anderswo fahren. Und Gmunden darf auf den Geleisen spazieren gehen.
    Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

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