Nochmals RegioTramBahnZug

Liebe Leserleins!

Wir müssen ein wenig umdisponieren. Den für heute geplanten Beitrag über unsere spiritistischen Begegnungen (ja, es geht um die RegioTram) verschieben wir auf Donnerstag, weil wir heute einen neuen Beitrag von Vilosovio bringen wollen, mit dem wir nicht so bald gerechnet hatten. Am Mittwoch bleibt es dabei, dass wir das Neueste rund um die Debatte Hotel/Asmaer/Grnndstücke bringen.

Wir möchten hier auf die Stellungnahme von Stadtrat Wolfgang Sageder (SP) in den OÖN zur Diskussion rund um die RegioTram hinweisen. Schade, dass er uns diesbezüglich bisher nichts geschickt hat. Wir hätten es gern hier gebracht, um das Meinungsspektrum voll abbilden zu können. Für solche Debatten sind wir hier ja das kompetentere Forum mit wesentlich mehr Wirkung.

Hier der dazugehörige Link zu den OÖN:

http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/Hickhack-um-Regio-Tram-Argumente-bunt-und-unwahr;art71,1527833

Gestern ist uns übrigens ein kleiner Fehler unterlaufen: die Online-Diskussion mit Frau Köppl & Co. war natürlich auf salzi, nicht auf OÖN-online. Wir haben auch den gestrigen Blog entsprechend korrigiert. Es war der Stress, ehrlich, glauben Sie Ihrer Babsy, ich musste mich durch eine Flut von Emails wühlen. Waren zwar vom Team vorgesichtet worden, aber es bleibt noch immer genug zu tun über für mich, gell!

Damit vertschüss ich mich für heute.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

bim_gras


VILOSOFIO
Gesendet am 27.10.2014 um 8:54 nachmittags

ETIKETTENSCHWINDEL DIE DRITTE

oder … über:

TATZELWURMS NAMENSGEBUNGSNOTSTAND,
UNABHÄNGIGE HOFBERICHTERSTATTER,
NAHVERKEHRSVISIONEN DER GMUNDNER STADTPOLITIK,
DEM GLÜCK UND UNGLÜCK EINER ZUGBETREIBERBAUFIRMA…
…und des Verfassers WÜNSCHEN AN DEN HAUSVERSTAND:

Prolog:
Langsam gehen den Zug-Projekt-Betreibern bzw. Zug-Projekt-Befürwortern beim Finden von verniedlichenden Bezeichnungen für den geplanten, TATZELWURM = ZUG die Phantasien bzw. Ideen aus :-).

Wurde doch jahrelang den Bürgerleins Gmundens vorgegaukelt, dass es „ja eh nur eine klitzekleine Straßenbahn-Durchbindung” sein wird….

Dann, nach dem es einfach nicht mehr zu verheimlichen war, dass es doch tatsächlich der Vorchdorfer ZUG und kein Straßenbähnchen vom Zuschnitt der defizitären – aber putzigen – Stadtbim ist, der da durch Gmunden auf 4 Schienen rollen soll, …. da wurde der ZUG auf das bemühte Kunstwort-Dreigestirn „Stadt.Regio.Tram“ umgepempert, ….

…. und zwischendurch, als sich auch das Stadt-Regio-Trämchen als kommunikativ geschickter – aber letztlich nix anderes als bewusster kommunikativer SCHMÄH – und als solcher nicht mehr verbergen ließ,…

… ja zwischendurch wurde plötzlich – am Beispiel der berühmten „politikertauglich aufbereiteten” Fahrgast-Potential-Analayse, die bitte sehr auf: „Potentialanalyse StadtRegionalBahn Gmunden“ sinnigerweise getauft wurde,… ja da wurde es auf ein Mal plötzlich DOCH NOCH EINE BAHN!

Zwar immer noch kein Zug – aber immerhin in der offiziellen Diktion „eine Bahn“.

Für alle gehorsam schreibenden JournalistInnen aus dem oberösterreichischen klein- und großformatigen Tageszeitungswald möchte der Verfasser noch anmerken:

Einige von Ihnen werfen penetranter- und unrichtiger Weise den Bürger vor, diese hätten jahrelang Gelegenheit gehabt, gegen den Zug etwas zu unternehmen … und es hätten ja alle still geschwiegen.

Meine Herrn und Damen Hofberichterstatter:
ES WURDE FALSCH (auch durch SIE – UND GANZ BEWUSST DIE WAHRHEIT VERSCHLEIERND), IMMER VON EINER „STRASSENBAHN BERICHTET… NIEMALS VOM VORCHDORFER ZUG, der es tatsächlich ist!

Gegen die Straßenbahn hat kein Bürger Gmundens was, trotz des Dauerdefizites, das diese einfährt.

Aber es gibt eine quer durch die sozialen Schichten Gmundens gehende, massive Ablehnung GEGEN ein sinnlos überdimensioniertes ZUG-PROJEKT.

Also lassen Sie bitte – verehrte JournalistInnen – die „Kirche im Dorf“ und unterstellen Sie – wenn’s leicht geht – nicht mehr den Bürgern Gmundens, sie hätte „eh alles gewusst“.

NIX HABEN WIR GEWUSST.
ES WURDE „EH ALLES VERHEIMLICHT” …. und SIE als JournalistInnen HABEN IHREN VORAUSEILENDEN ANTEIL DARAN GEHABT …

So schaut es in Wahrheit aus!

FAKT IST: Es ist ein ZUG … und keine BimmelBimmel-Straßenbahn…

Das musste VILOSOFIO jetzt auch mal los werden.
Denn diese halbseidenen Unterstellungen seitens der Journaille nerven einfach.
Besonders, wenn es strengstens nach journalistisch-politischer Handlangerei weit abseits von fairem und unparteiischem Berichterstatten riecht!

Aber jetzt zum VILOSOFISCHEN KOMMENTAR zu Stadtrat Sageders Wortmeldungen in den OÖN / nachrichten.at vom 27. 10. 2014:

Herr Sageder meinte da unterhalb eines Bildes, das höchst raffiniert gebastelt ein Feuerwehrauto VOR DEM ZUG über die Traunbrücke rasend und nicht dahinter her zuckelnd zeigt (sonst käme nämlich das Einsatzfahrzeug nicht mehr voran, weil der Zug ja im Ernstfall nicht aus seinen Schienen hupfen kann) …

…. also, der Herr Verkehrsstadtrat meinte da im Text unter dem ZUG FOTO:

…. So werde die Straßenbahn in dem Postwurf (Anm. des Verfassers: der Postwurf der Zug-Projekt-Gegner) stets als “Zug” bezeichnet, was völliger Nonsens sei, betont Sageder: “Ein Zug kann in Gmunden weder technisch noch rechtlich durch die Stadt fahren, weil er viel zu groß, zu breit und zu schwer ist. Die Straßenbahn / Stadt -Regio-Tram hingegen ist nicht größer und länger als zwei jener Überlandbusse, die schon jetzt pausenlos die Stadt queren.”

SUPERGENIALDETAILGENAU BEOBACHTET, GMUNDEN DANKT ES IHNEN, sehr geehrter Herr Stadtrat:

Also: Weil „rechtlich kein Zug durch Gmunden fahren darf“, taufen wir die Vorchdorfer Zugsgarnitur am Seebahnhof zu einer Stadt.Regio.Tram um.

Aber ich bitt’ Sie, Herr Stadtrat:
Bloß wegen der Umtauferei wird das UNDING trotzdem nicht kleiner und nachher weniger defizitär werden – oder sehen SIE diese Probleme mit einer Namensänderung als gelöst an?

Auf Deutsch heisst das also Ihre Worte ernst nehmend, dass quer durch Gmunden jeweils 2 ZUGSGARNITUREN mit 32 Metern Länge und damit im Format von 4 Überlandbussen, im Viertelstundentakt und das Ganze dann noch mit maximal 3 bis 4 Hanseln pro Garnitur besetzt, die Stadt verstopfen?

DAS KANN DOCH NICHT WIRKLICH IHR ERNST SEIN…ODER?????

NUR WEIL „ES“ AUF 4 SCHIENEN FÄHRT, nehmen Sie also diese 4 Überlandbusse großen Züge in Kauf, die im 15 Minutentakt und um Kosten von weit mehr als 36 MIO EURO Gmunden dann dauerblockieren würden?

Möge der Wähler sich bitte jetzt schon ein Bild von diesem Nonsens machen und mit seiner Stimme im polit-taktisch zugtrassenbaufrei erklärten Jahr 2015 den ZUG auf’s Abstellgleis am Klosterplatz schicken.

Herr Stadtrat: Denken Sie doch bitte ein Mal kurz, so zwischendurch. als Pause vom Zug-Projekt-Betreiben, einfach ein Mal über ein E-Bus- oder Hybrid-Bus-System, das die Bürger dorthin bringt, wo sie auch hin fahren müssen, nach.

DAS WÄRE DOCH WAS.

VILOSOFIO WÜRD’ SICH DAS SOOO VON IHNEN WÜNSCHEN!

ALLE WÄREN GLÜCKLICH.

SIE WÜRDEN – VIELLEICHT – WIEDER GEWÄHLT WERDEN,
DIE BÜRGER GMUNDENS UND DIE STEUERZAHLER HÄTTEN
SICH VIEL GELD ERSPART,…

… Hoppla … EINE hätte es dann doch erwischt …

Die von Politikers Gnaden auserkorene, künftige Zug-Betreiber-Firma….
(zur Erinnerung, das ist dieses Unternehmen, dass die Potentialanalyse der künftigen Fahgastzahlen intern jubelnd als:
„POLITIKERTAUGLICH AUFBEREITET”
bezeichnet hat …)

OK… auch da könnte man was tun:
Die Zugbetreiber-Baufirma könnte ja dann, nach einer detaillierten, fair verfassten Ausschreibung für ein neues Gmundner E-Bus-System oder ein vielleicht noch besseres Hybrid-Bus-System, (vorausgesetzt sie würde diese faire Ausschreibung gewinnen) – diese dann auch betreiben.

Wäre zwar sicher nicht so ein fetter Happen wie der Bau der Zugtrasse (mit all den feinen Möglichkeiten, sich – bedingt durch (un-)vorhergesehene 🙂 Bauprojekt-Schwierigkeiten über Nachtragsofferte dann ein supersattes Zubrot zu verdienen … ),…

…es wäre auch kein so fetter Happen, wie das jahrzehntelange Betreiben einer genial-defizitären ZUG-VERBINDUNG QUER DURCH GMUNDEN, deren Abgang natürlich nicht die handelnden Politiker zahlen, sondern den der Steuerzahler blecht, ….

…und es wäre kein so fetter Happen, wie die jetzt schon einkalkulierten, zusätzlichen Einnahmen aus Steuergeldern, die durch das Betreiben garantiert künftig notwendiger, weil den ZUG ergänzender Buslinien, zu lukrieren möglich wären.

Der Leser fragt sich jetzt vielleicht: wozu denn Buslinien, wenn es eh einen ZUG geben soll?

NUN: Der ZUG FÄHRT NACH DEN SCHIENEN UND NICHT NACH DEN BEDÜRFNISSEN DER MENSCHEN. Also wird die Zugbetreiberfirma dann sagen: HOPPLA … die Menschleins müssen ja noch dort und dort und da und da hin gekarrt werden… da machen wir ein paar neue Buslinien…. DIE NATÜRLICH – Sie haben richtig geraten, liebe Leser – AUCH DER STEUERZAHLER BLECHEN WIRD!

Soweit so schlecht … ABER:
Muss es denn immer eine politisch nach links und rechts bestens vernetzte Privatfirma sein, die der nachhaltige Nutznießer solcher eindeutig vom Steuerzahler finanzierter Projekte ist?

Oder kann es – JA SOLLTE es – nicht mal auch der steuerzahlende GMUNDNER BÜRGER SEIN, der von seinem Geld was haben darf?

Nämlich eine schöne Stadt, OHNE ZUGBLECHLAWINE und OHNE OBERLEITUNGEN, die soweit das Auge reicht, die Stadt verunstalten?

Oder ein sinnvolles, günstiges Bus-Netz (wurscht ob E- oder Hybrid…., das kann man alles noch genau prüfen)…

Vilosofio kommt da grad’ was in den Sinn:

I HAVE A DREAM ….

Denkt mal allesamt ein klein wenig nach….

ES GEHT!

YES WE CAN
(…ABER BITTE NICHT die roten 32 Meter DOSEN auf 4 Schienen!)

Ein ZUG freies Gmunden, weitsichtige Politiker und faire JournalistInnen
wünscht sich ein um Gmunden besorgter:

VILOSOFIO

P.S.: Betreffend der Beschwerde von Stadtrat Sageder, es gäbe ja keine Baukostenüberschreitungen beim Baulos Seebahnhof bis Klosterplatz….

Die 2,2 MIO Baukostenüberschreitung für das ZUG-Baulos Seebahnhof bis Klosterplatz steht in einem Quartalsbericht Ihrer „rathauseigenen“ ZUGSERRICHTUNGS-SRT GESELLSCHAFT…. Einfach mal nachlesen…

P.P.S:.: Sollte noch wo ein Tippfehlerchen hängen geblieben sein, so bitte ich alle „Deutschprofessoren“ unter den werten Lesern, um gnädige Nachsicht….
Hab jetzt keine Zeit mehr, den Text ins Lektorat zu senden 🙂 Besten Dank!


Zivilcourage
Gesendet am 27.10.2014 um 8:53 vormittags

Citybus funktioniert eben nicht

Habe schon gesagt, dass der Citybus in der Stelzhamerstrasse eingestellt wurde, d.h. also zu Fuss gehen oder Taxi.

Es scheint ein Neidgefühl aufzukommen gegen eine Unternehmerfamilie, die seit über 100 Jahren Pionierarbeit geleistet hat u. wesentlich zum Aufstieg von Gmunden beigetragen hat. Öffentlicher Verkehr, auch die ÖBB, müssen von Steuermitteln gefördert werden, er ist Teil der Infrastruktur u. Teil des Volksvermögens. Er gehört uns allen, ob Sie Gebrauch davon machen oder nicht.

Es sei noch erwähnt, dass zur Bankenrettung in Österreich 19 Milliarden Euro!!! Steuermittel eingesetzt wurden, in Deutschland sogar 250 Milliarden Euro. Warum machen Sie sich als kleines Gmundner Bürgerlein solche Sorgen wegen 30 Millionen? Allein die niedrigen Zinsen kosten dem braven Sparer jährlich Milliarden. Also bringen Sie die Summen in eine Relation.


Zivilcourage
Gesendet am 27.10.2014 um 8:26 vormittags

Sageder hat Recht

– Antwort auf STR Sageders Argumente in den OÖN über die Strassenbahn

Diesen Argumenten ist nichts hinzuzufügen. Es ist erstaunlich, wie altmodisch viele einheimische Gmundner denken. Wie lange können sich die Menschen im Jahrhundert der zu Ende gehenden fossilen Brennstoffe noch leisten, mit riesigen SUVs durch die Innenstädte zu karren? Bis heute hat man dem stinkenden Verkehr durch Gmunden keinen Einhalt geboten.
Antwort auf “mynachrichten”:
Sie sind wohl ein Pinsdorfer, weil Sie sich so aufregen wegen des Bahnübergangs, hat aber mit der Strassenbahn nichts zu tun.

Apropos Citybus: In der Stelzhamerstrasse sollte einmal ein Bus fahren, ist eingestellt worden. So ist das, wenn es nicht genügend Passagiere gibt, wird nach dem Profitprinzip gehandelt. Aber öffentl. Verkehr darf nicht nach Gewinnprinzipien gemessen werden, auch der Transport von Schülern ist wichtig, denn die viel propagierte Bildung unserer Jugend ist unsere Zukunft….
Denken Sie 50 Jahre voraus,gibt es dann noch Autos unserer Vorstellung? Und der Klimawandel,wer kann den verantworten?


 

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6 Antworten

  1. Sehr geehrte Gmundl Redaktion !

    Dass der eifrigste Proponent für das schwachsinnige Projekt „Vorchdorferbahn durch Gmunden“, Stadtrat Sageder, uns Bürger für blöd hält, ist offensichtlich und so zur Kenntnis zu nehmen. Wenn er aber noch meint, daß der (hoffentlich nicht kommende) Zug durch Gmunden eine Straßenbahn sein muß, „da ein Zug rechtlich und technisch nicht durch die Stadt fahren kann und darf“, dann kann er damit nur meinen, daß dieser von Vorchdorf bis zum Seebahnhof ein Zug ist und dann als Straßenbahn weiter fährt!!
    Wäre interessant das von ihm erklärt zu bekommen!?
    Daß er aber den Gegnern vorwirft, mit falschen Grundlagen und Zahlen zu operieren grenzt schon an bewußte Täuschung.
    Von ihm hat man nämlich außer vagen Aussagen wie „dem öffentlichen Verkehr gehört die Zukunft“ ect. ect. …. noch nie konkrete Fakten für das von ihm so stark unterstützte Projekt gehört.
    Dabei hätte er nur den im Firmenbuch veröffentlichten und daher für jedermann zugänglichen Lagebericht des Vorstandes der „Lokalbahn Gmunden-Vorchdorf AG“ über das Geschäftsjahr 2013 lesen brauchen. Darin schreibt die Geschäftsführung: „dass uns die tatsächliche Anzahl, der von uns beförderten Schüler und Lehrlinge nicht mehr bekannt ist“. !!!
    Weiters hätte er auch lesen können, daß die Förderungen von Bund und Land 2013 € 1.053.258,- und 2012 € 1.000739,-betragen haben .
    Dazu kam noch ein sog. „Verlagerungs-und Qualitätsbonus“ von jährl. € 227.819.
    Bei jährlichen Einnahmen aus Ticketverkäufen in Höhe von etwas über € 250.000,- machen daher die Förderungen das Fünffache aus!!!

    Wenn man die vom Unternehmen angegebenen pro Jahr beförderten Personen (deren genaue Zahl man jedoch offenbar selbst nicht genau weiß?) mit rund 317.000 annimmt, ergibt sich, daß ca. 800 Personen täglich den Zug benutzen. Man muss nämlich davon ausgehen, daß in diesen Zahlen je eine Hin- und Rückfahrt erfaßt ist.
    Dies bedeutet, daß jeder Fahrgast im Jahr mit € 1.625,- subventioniert wird.
    Dies wird sich bei der Durchführung durch Gmunden sicher noch verdoppeln!!

    Wenn man die Investitionsumme von € 30 Mio für das Projekt annimmt, dann ergibt dies (natürlich auf eine gewisse Zeit gerechnet ) € 37.500,- pro Benutzer!!!
    Wenn man sich dies vor Augen hält, ist es unglaublich, wie Politiker Tatsachen verdrehen und kritische Bürger nicht nur nicht ernst nehmen, sondern auch noch verhöhnen und ihre Überlegungen als „Grimms Märchen“ bezeichnen.
    Man kann nur hoffen, daß diese bodenlose Frechheit bei der nächsten Wahl ihre berechtigte Strafe erfährt!!!!!

    Vielleicht weckt die demnächst auf uns zukommende Eröffnung des „Bahnhofs Klosterplatz“ weitere Mitbürger auf! Nachdem das Dach desselben soeben montiert wurde, zeichnet sich schon mehr als deutlich ab, daß man von der einstmals dezenten biedermeierlichen Gestaltung des Platzes zur
    „Sagederschen Attnang-Puchheim Bahnhofsvorplatz Architektur“
    gewechselt hat!!!

    Mir wird schon ganz übel, wenn ich mir vorstelle, was dann auch noch mit dem Stadtplatz und dem Franz Josephs-Platz passiert!!!

  2. Herr Stadtrat Sageder hat bereits am Donnerstag, 18. September 2014, in den OÖN/Salzkammergut Nachrichten seine Stellungnahme abgegeben:
    Frage des Interviewers: „Wäre das nicht auch ohne Strassenbahn gegangen?“
    Antwort Stadtrat Sageder: „Grundsätzlich schon“, aber durch den Bau der Strassenbahn werden auch die Baumaßnahmen für die Begegnungszone finanziert und ermöglicht.“
    Anmerkung: Im Artikel ging es natürlich um die Durchbindung der Vorchdorfer Bahn und nicht um die bestehende Strassenbahn.
    Übersetzung für die Politiker des Landes OÖ: Gmunden baut eine Verbindung – die gar nicht notwendig wäre – mit der Vordorfer Bahn und der bestehenden Strassenbahn durch die historische Altstadt von Gmunden;aber im Zuge der Baumaßnahmen können dafür ein paar Gasleitungen erneuert und der zerstörte Klosterplatz neu gepflastert werden.
    Übrigens: Wie die Durchbindung durch die Innenstadt aussehen wird, davon kann man sich schon ein gutes Bild am Klosterplatz machen.
    Eigentlich stellt sich nach der Diskussion der letzten Tage nur noch die Frage, wie weit der Realitätsverlust unserer Gmundner Politiker schon fortgeschritten ist und welche Antwort sie sich im Wahljahr 2015 noch erwarten.

    Und:
    Ceterum censeo, „RegionalZUG durch Gmunden“ esse delendam!

    Danke für den Hinweis! Diese Äusserung des von uns – für seine ruhige und normalerwesie unaufgeregte Art – eigentlich sehr geschätzten Stadtrats Sageder beweist allerdings deutlich, dass die Systemkritik von Michael Amon in der PRESSE mehr als nur zutreffend und berechtigt war. Er hat genau damit argumentiert: man baut eine(n) Bahn/Tram/Zug, um andere Sachen finanziert zu bekommen. So kann es wohl nicht gehen. Da ist ein Wurm im Gesamtsystem, wenn ein kluger Politiker wie Sageder offenbar gezwungen ist, so zu agieren. Da ist eine Systemänderung dringend nötig.
    Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

  3. Vilosofio sieht sich angeregt, auf den „merk-würdigen“ Beitrag von Zivilcourage = Zivilcourage Gesendet am 27.10.2014 um 8:53 vormittags
    eine Replik zu schreiben.

    Hatte mit Kopfschütteln den Beitrag 3 x gelesen und konnte es irgendwie nicht fassen.

    Zivilcourage meint- wenn ich ihn (oder sie) richtig verstand – dass es bei allem Wahnwitz an fahrlässiger Vernichtung von Volksvermögen durch Finanzkonzerne und deren kriminelle Machenschaften es eh schon wurscht ist, ob in Gmunden 30 oder mehr Millionen Euro Steuergeld für ein rettungslos überdimensioniertes, garantiert nachhaltigst dauerdefiztitäres Zugprojekt ausgegeben werden?

    Habe ich da Zivilcourage richtig verstanden?

    Wenn ja, dann möchte ich den werten Beitragschreiber in eine Reihe mit jenen verantwortungslosen Politikern stellen, denen es ebenfalls völlig wurscht ist, wenn sie jedes Jahr ihrer Amtszeit zig zig Millionen Steuergelder in zahlreichen, sinnlosen Projekte versenken (siehe dazu die Rechnungshofberichte der letzten 10 Jahre ….. ).

    Das kleine Übel – meint Zivilcourage – soll also – sozusagen mit dem Hinweis auf die viel, viel größeren Verschwendungsprojekte – also eh nicht so schlimm sein?

    Verehrte(r) Zivilcourage: Wenn das Ihr Anspruch an die Politik ist, dann verstehe ich, wenn wir genau diese, zu unser aller Schaden leider haben.

    … (Absatz redaktionell gestrichen)

    Leider haben die Politker ihren Sach- und Hausverstand an Gutachter und Wirtschaftslobbyisten abgegeben.

    Da wird gepackelt, abgetauscht – „gibst Du mir – geb ich Dir“.

    Die Roten wollen Gmunden um jeden Preis dem Zug opfern.

    Schieben Umweltschutz und Nachhaltigkeit als perfide Argumente für ein Projekt, das Gmunden nachhaltig ruinieren wird, vor.

    Die schwarze Reichshälfte hat sich in Zugsgeiselhaft nehmen lassen – dafür wird es schon gute Gründe geben…

    Ein Trauerspiel.
    Und Sie, verehrte(r) ZIVILCOURAGE sind mit Ihrer postulierten Einstellung wohl ein gut funktionierender Teil dieses Systems.

    2015 wird ein Wahltag sein.
    Das macht Mut, genau gegen solche Einstellungen und Meinungen wie die Ihren auf- und anzutreten!

    Mit Zug freien Grüßen:

    VILOSOFIO

    —————
    P.S.: Zum von Zivilcourage angezogenen Thema eines Neidgefühls gegen eine Gmundner Unternehmerfamilie sei noch etwas nachgereicht:

    Wirtschaftlicher Erfolg sei jedem Unternehmer mehr als vergönnt.

    Wenn jedoch wie im gegenständlichen Falle ZIG ZIG MILLIONEN AN STEUERGELDERN für ein HOCHFRISIERTES GEISTERBAHN-PROJEKT ausgegeben werden sollen und dann hinterher dem Steuerzahler auf die nächsten Jahrzehnte auch noch der Ausgleich des Defizites aus dem jährlichen Betrieb der Geisterbahn zwangsverordnet wird, da kommt – ich versichere es Ihnen – garantiert kein Neid auf.

    Wenn die von Ihnen zitierte Unternehmerfamilie Ihren Teil an laufend schönen Gewinnen auf Kosten der Steuerzahler lukriert … dann kommt nicht Neid – sondern eher grosser Ärger auf.

    Verärgerung über jene Fahrlässigkeit, die hier von der Politik im Zusammenspiel mit einem Unternehmen, das – verständlicherweise – auf 3 unterschiedlichen Ebenen (am Bau der Zugtrasse, beim Betreiben des Zuges und beim Betreiben der ergänzenden Buslinien zum Zug) am GEISTERBAHN-PROJEKT schön verdienen will, an den Tag gelegt wird.

    Das Unternehmen könnte sich tatsächlich in die Gmundner Stadtchronik einmeisseln… mit einer Kehrtwende im Zugprojekt und einem sinnvollen Hybrid-Bus-System in der Traunseestadt.

    Da lässt sich ja doch auch was verdienen.

    Und als Ersatz für den Verdienstentgang beim Zugtrassenbau gäbe es sicher noch ein schönes Denkmal am Franz Josef Platz.

    Mit vielen Sternderln und einer schönen, goldenen Schrift:

    Mit großem Dank sei dieses Denkmal gewidmet ….
    …. einer mehr als bemerkenswerten Unternehmerfamilie, die mit Herz und verständnisvollem Weitblick – und einem großen Sprung über den eigenen Schatten – der Stadt Gmunden ihre besondere Lebensqualität und architektonische Einzigartigkeit nachhaltig bewahrt hat.

    Die Bürger Gmundens, im Jahr 2015
    … und alle ihnen nachfolgenden Generationen.

    ——————————————————————–

    Ja – dieses Denkmal könnte am Franz Josef Platz stehen …….

    Lieber Vilosofio!
    Wir schätzen die Beiträge ausserordentlich. Aber ein paar Zeilen einer doch sehr persönlich geratenen Attacke auf Zivilcourage haben wir herausgenommen. Wir hoffen auf Verständnis. Bitte das nicht als Zensur verstehen! IM Eifer des Gefechts kommt es manchmal zu gar zu heftigen Formulierungen – ist uns angeblich auch schon unterlaufen 😉 AndyB ist da ohnedies ziemlich an die Grenze gegangen mit seinem letzten Satz im Kommentar; der war gerade noch soso-lala. Die Kritik an den Äusserungen von Zivilcourage haben wir klarerweise voll stehen lassen, es ging nur um die extrem persönliche Attacke. Also: heftige Diskussion und deftige Qualifizierung von Argumenten ist ok.
    Aber bitte nicht auf die Person.
    Beispiele: dummes Argument=ok, dumme Person=nicht OK. Unfähiger Politiker=ok, vertrottelter Politiker=nicht ok. Vertrottelte Politik=ok. Schwachsinnige Idee=ok. Schwachsinniger Bürgermeister=nicht ok.
    Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

    • Nur der Ordnung halber …. wertgeschätztes Team Gmundl: Ich habe weder „vertrottelt“ … noch… „Schwachsinniger Bürgermeister, …. noch dumme Person …. geschrieben …
      ICH HABE DIESE WORTE NIE GEPOSTET! LG Vilosofo

      Nein, natürlich nicht! Dieser Eindruck sollte auf keinen Fall entstehen. Es waren keine Verbalinjurien, aber eine doch sehr persönliche Attacke. Da uns die Person hinter „Zivilcourage“ bekannt ist, halten wir den erhobenen Vorwurf bezüglich des Charakters der dahinter stehenden Person für unzutreffend. Da es sich um keine/n Politiker/in handelt, wäre diese Aussage noch dazu vor einem Gericht klagsfähig. Wir achten natürlich darauf, dass das Presserecht in diesen Fragen eingehalten wird. Auch zum Schutz unserer Schreiberleins, obwohl sie praktisch nicht ausforschbar wären. OK, über den NSA, aber der wird wegen einer Gmundner Ehrenbeleidigung eher nicht seine Archive für das mehr oder weniger Heitere Bezirksgericht öffnen.
      Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

  4. Antwort auf Vilosofio

    Ich hätte nicht gedacht, dass die Diskussion über die Strassenbahn eine solche literarische Orgie auslösen kann. Mit diesem Talent sollte sich Vilosofio nächstes Jahr bei den Kulturvermerken bei Jutta Skokan anmelden.

    Nichtsdestotrotz, ist das Thema Strassenbahn eher profan u. sollte kürzer und einfacher kommentiert werden. Ansonsten versteht das einfache Gmundner Bürgerlein am Ende nicht mehr worum es geht. Für literarische Auswüchse, gäbe es andere Plattformen als den gmundl.

    Der gmundl, ursprünglich für die einfach gestrickten Leute – schon von der gmundl Sprache her – gedacht, sollte kein Forum für literarische Selbstdarstellung werden, auch wenn man sich vilosofio nennt.

    Liebe Zivilcourage!
    Wir schätzen Sie sehr für Ihr Engagement, wenn es um Gmunden geht. In einem Punkt aber irren Sie: dieser Blog war keineswegs „ursprünglich für die einfach gestrickten Leute gedacht“. Wir würden uns nie erlauben, in „einfach“ und „mehrfach“ oder „kompliziert“ gestrickte Menschen zu unterscheiden. Wir wollten für alle Platz sein, die etwas zu sagen haben. Ob einfach oder gescheit oder obergescheit. Das mit der Sprache hat es sogar eher schwieriger gemacht, den Blog zu lesen. Leseungeübte taten sich schwer. Die Wahl der Sprache hatte einen von uns lang diskutierten Grund/Zweck: wir wollten, dass unterschiedliche Verfasserleins sprachlich möglichst immer „gleich“ klingen, so als ob die Kunstfigur „gmundl“ alle Beiträge verfassen würde. Die Idee war gut, aber auf Dauer nicht umsetzbar. Wir werden aber auch in Hinkunft in speziellen Fällen wieder auf die „gmundl-Sprache“ zurückgreifen. Wir schätzen es sehr, wenn Poster versuchen, sich in verschiedenen literarischen Formen auszudrücken. Immerhin ist dieser Blog (siehe „Über“) auch als künstlerische Aktion gedacht.
    Ja, und noch etwas: bitte hier im Blog keine Kriege gegen Personen führen. Verbeisst euch in die Argumente, aber nicht in die Leute, wenn es halt irgend wie geht. Gilt auch für vilosofio.
    Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

    • An ZIVILCOURAGE …. betreffend Literatur versus Technokratismus….

      OKOK … Der Beitrag ist vielleicht (für manche Leser des Gmundl Blogs event. zu literarisch … ABER …. TROTZDEM – und gerade wegen Ihrer Kritik, …..offensichtlich AM PUNKT gewesen…. Alles kein Problem. Werde für Sie in Zukunft, wenn es mir passt, einfach einfacher schreiben.
      Ist im Sinne der Sache – danke für den Hinweis.

      Nur das nicht! Unsere Leserleins verstehen das schon, keine Sorge. Wir haben durchwegs positive Reaktionen auf die sehr unterschiedlichen Stile, in denen hier gepostet wird. Also lieber Vilosofio, keine Hemmungen, weiter so! Die Leute verstehen mehr als man ihnen zutraut. Immerhin lesen hier derzeit täglich zwischen 800 und 1000 Personen mitunter recht lange und ausführliche Texte. Bei uns hat sich bisher noch niemand beschwert. Auch an den „Abo“-Zahlen erkennen wir, dass der Blog so angenommen wird, wie er ist. Die sind in den letzten Monaten steil angestiegen.
      Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

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