Archive for 29. Oktober 2014

Hotel & Seebahnhofgelände
29. Oktober 2014

Liebe Leserleins!

Ganz kann man den Streit rund um den Sondergemeinderat, den SP, Grüne, Stadtliste und GR Kammerhofer verlangt haben, und den nun der Bürgermeister einberufen muss, nicht verstehen. Die FPÖ wirft den Antragsstellern „Populismus“ vor. Nun, gerade die FPÖ hat uns immer erklärt, warum auch Populismus was Gutes habe. Mag sein, dass diese Einberufung „populistisch“ ist, ziemlich sicher sogar. Denn sie macht die Bevölkerung darauf aufmerksam, dass hier keineswegs schon alles gelaufen ist. Die Antwort von SP-Chef Dickinger, es sei Gefahr in Verzug, ausserdem sei das Thema von so grosser Bedeutung, dass man es nicht unter dutzenden anderen Punkten der Tagesordnung verschwinden lassen wolle. Natürlich wird bei einer Sondersitung, die nur ein Thema hat, die Rückübertragung des Seebahnhofs-Grundstücks in das Eigentum der Gemeinde, dieses Thema im Fokus stehen. Und das ist gut so. Die ÖVP soll nicht wieder die heissen Themen ans Ende einer schier endlosen Tagesordnung schieben können. Diese Frage gehört ausführtlich und mit genügend Zeit diskutiert.

Nachdem die ÖVP mittels einer sehr fragwürdigen neuen „Erkenntnis“ der Landesbehörden behauptet, für Verkäufe von Grundstücken im Vereinsvermögen (der wiederum der Gemeinde gehört, simpel gesagt) sei keine 2/3-Mehrheit nötig, ist es eine Existenzfrage, die Grundstücke wieder zurück an die Gemeinde zu geben. Nur dann ist gesichert, dass die ÖVP nicht mit ihrer kleinen Mehrheit mit den Grundstücken macht, was sie will. Auch ein paar FP-Stimmen reichen dann nicht mehr für den Verkauf mit 2/3-Mehrheit. Ist es das, was die FPÖ will? Der ÖVP die Mauer machen? Kann doch nicht ernst gemeint sein, oder?

Die LInie der FP ist in dieser Frage ohnedies nicht völlig klar und ein wenig undurchschaubar. Auf Landesebene wird verlangt, das Hotel solle ins Landschloss kommen. Gleichzeitig fordert sie das aber auch für die nun in Frage stehenden Seebahnhof-Grundstücke plus Holzinger- und Putzgründe. Hier die entscheidenden Passagen eines Schreibens von Stadträtin Enzmann und der FP-Gemeinderatsriege an den Bürgermeister:

„Die FPÖ Gmunden hat ein Konzept für die weitere Vorgangsweise nach dem Kauf der Seebahnhofgründe erarbeitet. Wir fordern Sie auf,
Ø    endlich den von uns schon lange verlangten „runden Tisch“ mit
– den derzeit über die Holzinger- und Putzgründe verfügungs-
  berechtigten Personen oder Gesellschaften,
– den Geldgebern, also der Raiffeisen Landesbank,
– und Vertretern aller politischen Entscheidungsträger einzuberufen,
Ø    ernsthafte Verhandlungen über den Kauf der Holzinger- und Putzgründe durch die Stadt Gmunden oder den Verein zu führen – Die Gemeinde könnte dann völlig frei und unbelastet von den alten Verträgen neue Überlegungen in alle Richtungen anstellen und die Bank hätte einen verlässlichen und berechenbaren Partner.-,
Ø    anschließend eine internationale Ausschreibung für ein Freizeitprojekt mit Hotel, öffentlichem SPA und Badegrund auf dem gesamten Areal, also den Holzinger-, Putz- und Seebahnhof-Grundstücken zu machen
Ø    und dann die Projekte von der Gmundner Bevölkerung durch eine Bürgerbefragung bewerten zu lassen.
Wir alle sollten uns gemeinsam um die beste, auch von den Gmundnerinnen und Gmundnern akzeptierte Verwertung eines der schönsten und wertvollsten Bauplätze Gmundens bemühen.“

Alle diese Forderungen sind, soweit wir das sehen, weitgehend deckungsgleich mit den Vorstellungen der SPÖ und der Grünen. Warum also der Streit? Bloss weil der Wahlkampf naht?

Hier die wesentlichen Teile der Antwort von SP-Dickinger auf die FP-Kritik:
Den Vorwurf des populistischen Aktionismus weise ich mit Nachdruck zurück. Die Einberufung eines Sondergemeinderats ist notwendig, weil die Köppl-ÖVP den Kopf in den Sand steckt und keine Schritte setzt. …
Der Einwand von Stadträtin Enzmann, es würde im Dezember ohnehin einen regulären Gemeinderat geben, geht ins Leere. Dieses Thema kann nicht ein Tagesordnungspunkt unter 50 anderen sein, sondern Schwerpunktthema. …
Hätte sich die FPÖ nicht seinerzeit auf die Seite der ÖVP geschlagen und dem Rückkaufswunsch der SPÖ Rechnung getragen, müssten wir diese Diskussion jetzt nicht führen. … Was einen möglichen, von der FPÖ ventilierten Ankauf der Holzinger-/Putz-Gründe durch die Stadt anlangt, gebe ich zu bedenken, dass ein wahrscheinlicher Kaufpreis vermutlich mehr als ein Viertel des Jahresbudgets der Stadtgemeinde in Anspruch nehmen würde, also eine gewaltige Neuverschuldung bedeuten würde. Rücklagen sind nicht vorhanden. …
Der von mir eingeforderte „Sondergemeinderat“ hat den alleinigen Zweck, so rasch als möglich die Seebahnhofgründe vom „Verein“ direkt an die Stadt zu übertragen, nur so kann der Gefahr vorgebeugt werden, dass eine „einfache Mehrheit“ im Gemeinderat eben diese Gründe erneut an einen „Investor“ verkauft. Die FPÖ nimmt in ihrem Schreiben „Hausverstand“ und „Überblick“ in Anspruch, Eigenschaften, die in den letzten Monaten von dieser Partei nicht eben dokumentiert wurden. Allzulange haben die Freiheitlichen der ÖVP, Asamer und „Investor“ Freunschlag „die Mauer gemacht“.

Wie oben geschrieben: inhaltlich ist man nicht sehr weit auseinander. Jetzt ist aber kein Vorwahlgeplänkel zu führen, sondern es sind die Seebahnhof-Gründe abzusichern. Dass dieses Thema nicht untergeht, müsste auch im Interesse der FP sein, auch wenn deren Abstimmverhalten in der Hotelfrage zuletzt zwischen unergründlich und hintergründig einzuordnen war.

Also, Leutln, einigts euch und zieht an einem Strang in dieser Sache. Wie sagt Gemeinderat Karl Kammerhofer so schön in Richtung FPÖ: „Ich ersuche daher diese geschätzte Kollegin und  die Kollegen der FPÖ ihre ursprünglichen, exzellenten Auffassungen wieder in Erinnerung zu rufen.“
Dem ist nichts hinzuzufügen.

Untenstehend dann noch einmal die diensttägliche Diskussion in den Kommentaren rund um RegioTram und Stilfragen 😉  Wir wissen, dass viele Leserleins es mögen, wenn wir das hier vorn im Blog noch einmal reinstellen. In umgekehrter Reihenfolge des Eintreffens!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


VILOSOFIO
Gesendet am 28.10.2014 um 10:24 nachmittags | Als Antwort auf Zivilcourage .

An ZIVILCOURAGE …. betreffend Literatur versus Technokratismus….

OKOK … Der Beitrag ist vielleicht (für manche Leser des Gmundl Blogs event. zu literarisch … ABER …. TROTZDEM – und gerade wegen Ihrer Kritik, …..offensichtlich AM PUNKT gewesen…. Alles kein Problem. Werde für Sie in Zukunft, wenn es mir passt, einfach einfacher schreiben.
Ist im Sinne der Sache – danke für den Hinweis.

Nur das nicht! Unsere Leserleins verstehen das schon, keine Sorge. Wir haben durchwegs positive Reaktionen auf die sehr unterschiedlichen Stile, in denen hier gepostet wird. Also lieber Vilosofio, keine Hemmungen, weiter so! Die Leute verstehen mehr als man ihnen zutraut. Immerhin lesen hier derzeit täglich zwischen 800 und 1000 Personen mitunter recht lange und ausführliche Texte. Bei uns hat sich bisher noch niemand beschwert. Auch an den “Abo”-Zahlen erkennen wir, dass der Blog so angenommen wird, wie er ist. Die sind in den letzten Monaten steil angestiegen.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


VILOSOFIO
 
Gesendet am 28.10.2014 um 10:14 nachmittags |

Nur der Ordnung halber …. wertgeschätztes Team Gmundl: Ich habe weder „vertrottelt” … noch… „Schwachsinniger Bürgermeister, …. noch dumme Person …. geschrieben …
ICH HABE DIESE WORTE NIE GEPOSTET! LG Vilosofo

Nein, natürlich nicht! Dieser Eindruck sollte auf keinen Fall entstehen. Es waren keine Verbalinjurien, aber eine doch sehr persönliche Attacke. Da uns die Person hinter “Zivilcourage” bekannt ist, halten wir den erhobenen Vorwurf bezüglich des Charakters der dahinter stehenden Person für unzutreffend. Da es sich um keine/n Politiker/in handelt, wäre diese Aussage noch dazu vor einem Gericht klagsfähig. Wir achten natürlich darauf, dass das Presserecht in diesen Fragen eingehalten wird. Auch zum Schutz unserer Schreiberleins, obwohl sie praktisch nicht ausforschbar wären. OK, über den NSA, aber der wird wegen einer Gmundner Ehrenbeleidigung eher nicht seine Archive für das mehr oder weniger Heitere Bezirksgericht öffnen.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Hans Heidinger
Gesendet am 28.10.2014 um 4:44 nachmittags

Herr Stadtrat Sageder hat bereits am Donnerstag, 18. September 2014, in den OÖN/Salzkammergut Nachrichten seine Stellungnahme abgegeben:
Frage des Interviewers: “Wäre das nicht auch ohne Strassenbahn gegangen?”
Antwort Stadtrat Sageder: “Grundsätzlich schon”, aber durch den Bau der Strassenbahn werden auch die Baumaßnahmen für die Begegnungszone finanziert und ermöglicht.”
Anmerkung: Im Artikel ging es natürlich um die Durchbindung der Vorchdorfer Bahn und nicht um die bestehende Strassenbahn.
Übersetzung für die Politiker des Landes OÖ: Gmunden baut eine Verbindung – die gar nicht notwendig wäre – mit der Vordorfer Bahn und der bestehenden Strassenbahn durch die historische Altstadt von Gmunden;aber im Zuge der Baumaßnahmen können dafür ein paar Gasleitungen erneuert und der zerstörte Klosterplatz neu gepflastert werden.
Übrigens: Wie die Durchbindung durch die Innenstadt aussehen wird, davon kann man sich schon ein gutes Bild am Klosterplatz machen.
Eigentlich stellt sich nach der Diskussion der letzten Tage nur noch die Frage, wie weit der Realitätsverlust unserer Gmundner Politiker schon fortgeschritten ist und welche Antwort sie sich im Wahljahr 2015 noch erwarten.

Und:
Ceterum censeo, “RegionalZUG durch Gmunden” esse delendam!

Danke für den Hinweis! Diese Äusserung des von uns – für seine ruhige und normalerwesie unaufgeregte Art – eigentlich sehr geschätzten Stadtrats Sageder beweist allerdings deutlich, dass die Systemkritik von Michael Amon in der PRESSE mehr als nur zutreffend und berechtigt war. Er hat genau damit argumentiert: man baut eine(n) Bahn/Tram/Zug, um andere Sachen finanziert zu bekommen. So kann es wohl nicht gehen. Da ist ein Wurm im Gesamtsystem, wenn ein kluger Politiker wie Sageder offenbar gezwungen ist, so zu agieren. Da ist eine Systemänderung dringend nötig.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


VILOSOFIO
Gesendet am 28.10.2014 um 3:37 nachmittags

Vilosofio sieht sich angeregt, auf den „merk-würdigen“ Beitrag von Zivilcourage = Zivilcourage Gesendet am 27.10.2014 um 8:53 vormittags
eine Replik zu schreiben.

Hatte mit Kopfschütteln den Beitrag 3 x gelesen und konnte es irgendwie nicht fassen.
Zivilcourage meint- wenn ich ihn (oder sie) richtig verstand – dass es bei allem Wahnwitz an fahrlässiger Vernichtung von Volksvermögen durch Finanzkonzerne und deren kriminelle Machenschaften es eh schon wurscht ist, ob in Gmunden 30 oder mehr Millionen Euro Steuergeld für ein rettungslos überdimensioniertes, garantiert nachhaltigst dauerdefiztitäres Zugprojekt ausgegeben werden?

Habe ich da Zivilcourage richtig verstanden?
Wenn ja, dann möchte ich den werten Beitragschreiber in eine Reihe mit jenen verantwortungslosen Politikern stellen, denen es ebenfalls völlig wurscht ist, wenn sie jedes Jahr ihrer Amtszeit zig zig Millionen Steuergelder in zahlreichen, sinnlosen Projekte versenken (siehe dazu die Rechnungshofberichte der letzten 10 Jahre ….. ).
Das kleine Übel – meint Zivilcourage – soll also – sozusagen mit dem Hinweis auf die viel, viel größeren Verschwendungsprojekte – also eh nicht so schlimm sein?
Verehrte(r) Zivilcourage: Wenn das Ihr Anspruch an die Politik ist, dann verstehe ich, wenn wir genau diese, zu unser aller Schaden leider haben.

… (Absatz redaktionell gestrichen)

Leider haben die Politker ihren Sach- und Hausverstand an Gutachter und Wirtschaftslobbyisten abgegeben.
Da wird gepackelt, abgetauscht – „gibst Du mir – geb ich Dir“.
Die Roten wollen Gmunden um jeden Preis dem Zug opfern.
Schieben Umweltschutz und Nachhaltigkeit als perfide Argumente für ein Projekt, das Gmunden nachhaltig ruinieren wird, vor.
Die schwarze Reichshälfte hat sich in Zugsgeiselhaft nehmen lassen – dafür wird es schon gute Gründe geben…

Ein Trauerspiel.
Und Sie, verehrte(r) ZIVILCOURAGE sind mit Ihrer postulierten Einstellung wohl ein gut funktionierender Teil dieses Systems.

2015 wird ein Wahltag sein.
Das macht Mut, genau gegen solche Einstellungen und Meinungen wie die Ihren auf- und anzutreten!

Mit Zug freien Grüßen:
VILOSOFIO
P.S.: Zum von Zivilcourage angezogenen Thema eines Neidgefühls gegen eine Gmundner Unternehmerfamilie sei noch etwas nachgereicht:

Wirtschaftlicher Erfolg sei jedem Unternehmer mehr als vergönnt.

Wenn jedoch wie im gegenständlichen Falle ZIG ZIG MILLIONEN AN STEUERGELDERN für ein HOCHFRISIERTES GEISTERBAHN-PROJEKT ausgegeben werden sollen und dann hinterher dem Steuerzahler auf die nächsten Jahrzehnte auch noch der Ausgleich des Defizites aus dem jährlichen Betrieb der Geisterbahn zwangsverordnet wird, da kommt – ich versichere es Ihnen – garantiert kein Neid auf.

Wenn die von Ihnen zitierte Unternehmerfamilie Ihren Teil an laufend schönen Gewinnen auf Kosten der Steuerzahler lukriert … dann kommt nicht Neid – sondern eher grosser Ärger auf.

Verärgerung über jene Fahrlässigkeit, die hier von der Politik im Zusammenspiel mit einem Unternehmen, das – verständlicherweise – auf 3 unterschiedlichen Ebenen (am Bau der Zugtrasse, beim Betreiben des Zuges und beim Betreiben der ergänzenden Buslinien zum Zug) am GEISTERBAHN-PROJEKT schön verdienen will, an den Tag gelegt wird.

Das Unternehmen könnte sich tatsächlich in die Gmundner Stadtchronik einmeisseln… mit einer Kehrtwende im Zugprojekt und einem sinnvollen Hybrid-Bus-System in der Traunseestadt.

Da lässt sich ja doch auch was verdienen.

Und als Ersatz für den Verdienstentgang beim Zugtrassenbau gäbe es sicher noch ein schönes Denkmal am Franz Josef Platz.

Mit vielen Sternderln und einer schönen, goldenen Schrift:

Mit großem Dank sei dieses Denkmal gewidmet ….
…. einer mehr als bemerkenswerten Unternehmerfamilie, die mit Herz und verständnisvollem Weitblick – und einem großen Sprung über den eigenen Schatten – der Stadt Gmunden ihre besondere Lebensqualität und architektonische Einzigartigkeit nachhaltig bewahrt hat.

Die Bürger Gmundens, im Jahr 2015
… und alle ihnen nachfolgenden Generationen.

Ja – dieses Denkmal könnte am Franz Josef Platz stehen …….

Lieber Vilosofio!
Wir schätzen die Beiträge ausserordentlich. Aber ein paar Zeilen einer doch sehr persönlich geratenen Attacke auf Zivilcourage haben wir herausgenommen. Wir hoffen auf Verständnis. Bitte das nicht als Zensur verstehen! IM Eifer des Gefechts kommt es manchmal zu gar zu heftigen Formulierungen – ist uns angeblich auch schon unterlaufen 😉 AndyB ist da ohnedies ziemlich an die Grenze gegangen mit seinem letzten Satz im Kommentar; der war gerade noch soso-lala. Die Kritik an den Äusserungen von Zivilcourage haben wir klarerweise voll stehen lassen, es ging nur um die extrem persönliche Attacke. Also: heftige Diskussion und deftige Qualifizierung von Argumenten ist ok.
Aber bitte nicht auf die Person.
Beispiele: dummes Argument=ok, dumme Person=nicht OK. Unfähiger Politiker=ok, vertrottelter Politiker=nicht ok. Vertrottelte Politik=ok. Schwachsinnige Idee=ok. Schwachsinniger Bürgermeister=nicht ok.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


AndyB
Gesendet am 28.10.2014 um 12:20 nachmittags | Als Antwort auf Zivilcourage .

Ich muss mich doch schon sehr sehr wundern und mehr als das ….
Wie man doch seine Meinung ändern und drehen kann, wie es einem in den Kram passt.
Als eiserner Verfechter gegen das Lacus Felix, inklusive aller damit verbundenen Verquickungen von Privatinteressen eines Unternehmers und der Politik, haben Sie endlose Postings geschrieben.
Plötzlich schreiben Sie ganz andere Dinge, wie:
“Es scheint ein Neidgefühl aufzukommen gegen eine Unternehmerfamilie, die seit über 100 Jahren Pionierarbeit geleistet hat.”
Aha …. das ist ja interessant. Wieso haben Sie das nicht bei Asamer geschrieben?

Dass keine öffentlichen Ausschreibungen stattgefunden haben, dass der Verein “Pro Gmundner Straßenbahn” praktisch eine Werbeplattform der Firma ist, und auch noch der Bürgermeister im Vorstand sitzt, das nehmen wir dann billigend in Kauf.
Dass man gedroht hat, den Firmensitz zu verlegen, falls das Projekt platzen würde – wie es zu lesen war – das ist dann auch völlig in Ordnung.
Das wäre so, als würde die Zigarettenmarke X einen Verein “Pro Rauchen” gründen, wo der Gesundheitsminister im Vorstand sitzt.

Wir brauchen also nur das Wort “Hotel” gegen das Wort “Straßenbahn” auszutauschen und schon sind Sie völlig anderer Meinung.

Merkwürdig ……

Besser “altmodisch” denken, als sein Fähnlein in den Wind hängen …..

Lieber AndyB!
Wir würden Zivilcourage nicht unterstellen, ihr Mäntlein in den Wind zu hängen. Sie ist halt Strassenbahnfan und blendet alles andere aus. So unser Eindruck. Ihre Argumentation mit Neid bzw. eh schon wurscht, wenn noch weiter Mille verschwendet werden, können aber auch wir allerdings beim besten Willen nicht nachvollziehen. Es ist aber natürlich ihr gutes Recht, das so zu sehen.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Zivilcourage
Gesendet am 28.10.2014 um 7:19 vormittags

Antwort auf Vilosofio

Ich hätte nicht gedacht, dass die Diskussion über die Strassenbahn eine solche literarische Orgie auslösen kann. Mit diesem Talent sollte sich Vilosofio nächstes Jahr bei den Kulturvermerken bei Jutta Skokan anmelden.

Nichtsdestotrotz, ist das Thema Strassenbahn eher profan u. sollte kürzer und einfacher kommentiert werden. Ansonsten versteht das einfache Gmundner Bürgerlein am Ende nicht mehr worum es geht. Für literarische Auswüchse, gäbe es andere Plattformen als den gmundl.

Der gmundl, ursprünglich für die einfach gestrickten Leute – schon von der gmundl Sprache her – gedacht, sollte kein Forum für literarische Selbstdarstellung werden, auch wenn man sich vilosofio nennt.

Liebe Zivilcourage!
Wir schätzen Sie sehr für Ihr Engagement, wenn es um Gmunden geht. In einem Punkt aber irren Sie: dieser Blog war keineswegs “ursprünglich für die einfach gestrickten Leute gedacht”. Wir würden uns nie erlauben, in “einfach” und “mehrfach” oder “kompliziert” gestrickte Menschen zu unterscheiden. Wir wollten für alle Platz sein, die etwas zu sagen haben. Ob einfach oder gescheit oder obergescheit. Das mit der Sprache hat es sogar eher schwieriger gemacht, den Blog zu lesen. Leseungeübte taten sich schwer. Die Wahl der Sprache hatte einen von uns lang diskutierten Grund/Zweck: wir wollten, dass unterschiedliche Verfasserleins sprachlich möglichst immer “gleich” klingen, so als ob die Kunstfigur “gmundl” alle Beiträge verfassen würde. Die Idee war gut, aber auf Dauer nicht umsetzbar. Wir werden aber auch in Hinkunft in speziellen Fällen wieder auf die “gmundl-Sprache” zurückgreifen. Wir schätzen es sehr, wenn Poster versuchen, sich in verschiedenen literarischen Formen auszudrücken. Immerhin ist dieser Blog (siehe “Über”) auch als künstlerische Aktion gedacht.
Ja, und noch etwas: bitte hier im Blog keine Kriege gegen Personen führen. Verbeisst euch in die Argumente, aber nicht in die Leute, wenn es halt irgend wie geht. Gilt auch für vilosofio.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

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