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Das Gruselhotel und ein Outing
13. November 2014

Liebe Leserleins!

Die Misere mit unserem Gruselhotel, einer Mischung aus virtueller Geisterbahn und wirtschaftlichem Irrsinn, geht mehr oder weniger fröhlich weiter. Wir verstehen nicht ganz, warum die SPÖ sich in der Frage des Kaufs der Putz/Holzinger-Gründe ziert mit dem Argument, die Stadt sei schon schwer verschuldet. Denn einerseits ist das Risiko überschaubar (bei den derzeit niedrigen Zinsen), zweitens bekäme man die Chance, einen ganzen Stadtteil mittels internationaler Ausschreibung völlig neu zu gestalten (und dabei gleich auch neue Ideen für ein Stadtkonzept zu entwickeln), und drittens wären das ausnahmsweise einmal Schulden, denen ein echter Realwert gegenübersteht. Das Geld wäre nicht verloren, wie bei so vielen anderen Schaumschläger-Konzepten in der Vergangenheit.

Ebensowenig verstehen wir, warum die SPÖ gegen den FP-Antrag gestimmt hat, man möge im Gemeinderat beschliessen, dass man den Verkauf der Seebahnhofgründe nur mit 2/3-Mehrheit durchführen werde. Natürlich ist es ein wenig naiv, zu glauben, die ÖVP werde sich an einen solchen Beschluss halten (so man überhaupt eine Mehrheit gefunden hätte). Aber es wäre ein klares Signal gewesen (die Grünen haben das verstanden und mit der FP gestimmt). Ausserdem hätte sich hier bei einem Beschluss mit 19 ÖVP gegen 18 andere gezeigt, dass die ÖVP, die in der Bevölkerung längst keine Mehrheit mehr hat (die nächsten GR-Wahlen werden es deutlich zeigen), nur noch in eigener Machbesessenheit handelt. Mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass die FPÖ in dieser Sache auch in Hinkunft moralisch verpflichtet gewesen wäre, der ÖVP in der Hotelfrage nicht mehr aus der Patsche zu helfen. Warum versucht man nicht, zumindest für dieses Thema die „Allianz für Gmunden“ wieder zu beleben und eine gemeinsame Erklärung abzugeben, dass keine der Allianz-Parteien nach den nächsten Wahlen der ÖVP bei diesem Thema zu einer einfachen Mehrheit verhilft (die sie selbst und allein mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr haben wird)? Hier sollte die SP vielleicht noch einmal in aller novemberlicher Stille nachdenken.

Wie ungeheurlich verkommen der Politstil der ÖVP inzwischen ist, erkennt man auch daran, wie der Bürgermeister auf die ihn kritisierende grüne GRin Rumpf in unqualifizierter Weise losgeht. Dass der sonst recht schweigsame Jurist Schneditz, der sich in der ganzen Hotelvertragssache auch nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert hat (Schweigen oder Abwiegeln, mehr war von ihm nicht wahrzunehmen), dann auch noch auf unterem Niveau losschimpfte, zeigt nur, in welchen Tiefen das intellekutelle Niveau des angeblichen Gmundner Bürgertums inzwischen angekommen ist.

Jetzt aber müssen wir jemanden outen. Wir tun es nicht gern, nein, geschwindelt, wir machen es mit einer gewissen Freude (sage keiner: Schadenfreude). Aber wie wir in der GR-Sitzung aus der Wortmeldung von Gottfried „The Internet“ Schrabacher erfahren haben, liest der Mann den Gmundl-Blog. Natürlich freut uns das, auch wenn es bei ihm eher unter Feindaufklärung laufen dürfte. (Wir sehen ihn ja nicht als Feind, mehr, wie er richtig feststellte, als einigermassen „retro“.) Internet-Schrabacher, der die Gmundner verzweifelt davon abhalten will, im Internet einzukaufen, liest also heimlich im Internet den Gmundl-Blog. Unterm Tisch sozusagen, wie ein schlimmer Schüler. Oooops, he did it! Again?

Was soll da bloss aus der Wirtschaft werden, wenn sogar der Schrabacher sich in den Weiten des Netzes verliert, versonnen Gmundl studiert, verzweifelt diverse Hotelinvestoren in diversen Hotelinvestoren-Foren belästigt, anbettelt etc.? Kann das auf Dauer gut gehen? Ist es strafbar, wenn der Schrabacher einer Art von Investoren-Stalking frönt? Wie die ganze Gmundner-ÖVP mitsamt den Asamers?
Ich sehe es kommen: die Bundesregierung wird ein Lex-Gmunden beschliessen: das Verbot, sich Investoren auf allen Vieren zu nähern und sie mit diversen Hotelwünschen zu belästigen. So macht Gmunden Rechtsgeschichte: Verbot von Investoren-Stalking!

Wer daher demnächst den Schrabacher heimlich auf einem Laptop herumtippseln sieht, keine Angst, der liest nur Gmundl, den sobald der Schrabacher (oder sonst ein Gmundner ÖVPler oder die Asamers) im Netz surfen, beginnen bei den Investoren die Browser hektisch zu blinken, um selbige zu warnen. Sobald MS-IE, Firefox, Chrom & Co heftig blinken, verziehen sich die Investoren schnellstens aus dem Internet. Denn noch ist diese Art von Stalking nicht verboten.

So, damit hat Ihre Babsy für heute genug gelästert. Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Frage, wie es in Hotelsachen weitergehen soll oder kann, bringen wir demnächst. Morgen dann wieder mehr über trübe Wässerchens. Und die Regio, keine Sorge, gerät auch nicht so schnell in Vergessenheit. Diesbezüglich werden wir über eine geplante Stadtverschönerungsaktion berichten.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Und hier wieder die Postings von gestern.


AndyB
Gesendet am 12.11.2014 um 7:24 nachmittags

Es wird hier alles immer noch abstruser. Immer wenn man denkt, der Gipfel des Irrsinns wäre schon erreicht, dann kommt immer wieder einer und setzt noch einen drauf.

Die ÖVP hat inzwischen jedes Maß der Schamlosigkeit weit überschritten und was die Bürger meinen und davon halten – egal!

“Welche Bürger? Was ist das?!”
“Die, die uns immer auf den Wahlzetteln ankreuzen!”
“Aaaach dieeeee, ja eh, wast eh!”
” Ja eh …….”

Mir kommt es manchmal so vor, als würden sie denken, sie spielen Monopoly.
Setzen wir da ein Hotel hin …. verkaufe mir doch mal die Schlossgasse …. ja sicher, lass deinen Anwalt irgendwas schreiben, ich unterschreibs dann eh …. ja eh … wast eh … ja eh …
Hilfe, ich bin pleite!! ….. Waaas? Na i leih Dir halt was, wie viel willst denn? …. na gib mal, wast eh …. ja eh ….

Um Gottes willen, die Gefängniskarte ….. ohjeee …. naja, kauf di halt frei, wast eh … jo eh ….

Vielleicht sollte man doch mal eine Serie oder besser, eine Zeichentrickserie oder Comic darüber machen. So a la Simpsons ….

Gmundfield

Asamer – Mr. Burns
Köppl – eine Mischung aus Waylon Smithers / Bürgermeister Quimby / Krusty
diverse Kaufleute – Apu Nahasapeemapetilon
diverse Investoren – Tingeltangel-Bob

Für weitere Vorschläge bin ich offen ……


Zivilcourage
Gesendet am 12.11.2014 um 6:54 vormittags | Als Antwort auf  xxxxxxxxxxxx.

Niedlich und herzig:
xxxxxxxxxxxxxxx hat natürlich recht. Ich habe mit der Äusserung “niedlich und herzig” in der Ausdrucksweise sicherlich etwas daneben gegriffen, weil ich emotional sehr aufgeladen war. Es sollte sich vielmehr auf den Vorschlag von Obfrau der FPÖ Enzmann auf ihren Vorschlag, der da lautet, “vereinbaren wir doch im Gemeinderat, dass die KG das Seebahnhofgrundstück mit einer 2/3 Mehrheit verkauft werden kann”. beziehen. Dieser Vorschlag ist und bleibt wahrlich naiv u. wurde von ihr in einer sehr treuherzigen Form vorgetragen. Somit ließ ich mich zu dieser Ausdrucksweise auf ihre Person gerichtet hinreissen. Ich entschuldige mich dafür, aber dieser Fehler schadet ja noch nicht der gesamten Bevölkerung von Gmunden. Heutzutage haben die meisten Frauen schon genug Selbstbewußtsein, daß sie sich nicht ständig in Verteidigungsposition begeben müssen.

Übrigens, Herr Kammerhofer hat mit meinem Kommentar nichts zu tun. Wie ich ihn kenne, tritt er sogar sehr für die Frauen in wichtigen Positionen ein.

Übrigens, der Angriff von Bürgermeister u. GR Schneditz im Gemeinderat auf Frau Dr. Rumpf war auf keinen Fall galant, aber sagen wir einfach dazu “gleichberechtigt”

Dass ich das GR Kammerhofer zugeschrieben habe, war ein Irrtum von mir. Eile und Stress, damit ich das noch in der Nacht weiterleiten kann, damit es vormittags online geht. Nicht, dass jetzt alle glauben, GR Kammerhofer sei “zivilcourage”. Keine Sorge, der Kammerhofer hüpft mit vollem Namen in jene Fettnäpfchen, die ihm dafür attraktiv genug erscheinen ;-)))
Babsy Blitzschnell


 

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