Gmunden statistisch gesehen

Liebe Leserleins!

Ihre Babsy Blitzschnell muss heute doch noch einmal schnell einspringen, Bruno ist noch nicht ganz so schnell beim Schreiben des Blogs.
Ausserdem ziehen wir aus aktuellem Anlass jetzt die eben veröffentlichen Ergebnisse der Fragebogenaktion von Gemeinderat Karl Kammerhofer vor. Was uns sehr freut: die Rücklaufquote war bezogen auf die Anzahl der Haushalte ausgezeichnet. Was uns noch mehr freut: die Antwortfreudigkeit war in der Leserschaft des Gmundl-Blogs besonders hoch.
Die Wassersache mitsamt neuerster ÖVP-Chuzpe sollte dann morgen gemeinsam mit Brunos Auferstehung von den Kranken kommen, und Ihre Babsy wird sich zur Erholung ein paar Tage zurückziehen. Am Donnerstag gibt es zeitgerecht zur Wahl des neuen Bürgermeisters, Wahl, hahaha, die ÖVPler haben keine Wahl, einen Gastkommentar zum Thema „Was kann ein neuer Bürgermeister?“.
Was Ihre Babsy auch noch sagen will, in Ergänzung zu meinen gestrigen Ausführungen über Erkennbarkeiten und so, und weil ein paar Leserleins nachgefragt haben, wer oder was mit den kryptischen Äusserungen denn gemeint sei. Kryptisch bleibt es. Wir sind doch nicht deppert und machen Reklame für einen Troll.
Aber nochmals: Wir kennen uns nicht in allen Fachgebieten, die wir hier beackern, gut aus. Kann nicht sein. Aber schlau wie wir sind, befragen wir dann Leute, die sich wirklich gut auskennen. Die sind teils im Team, teils ausserhalb. Unser Job ist es dann, diese Fachmeinungen in verständliches Deutsch zu übersetzen und so aufzubereiten, dass sie auch Laien verstehen. Das geschieht in jeder guten Zeitung auch nicht anders. Das ist das Wesen des Journalismus. Rückschlüsse auf Personen lassen sich da nur ziehen, wenn man ein ausgeprägtes Talent für Verschwörungstheorien hat und ein wenig von Paranoia angehaucht ist.
Dass wir uns hier um einen gemeinsamen Schreibstil bemühen, sollte sich auch schon herumgesprochen haben. Wer wie ein Dieb um das Haus eines Gastkommentators herumschleicht, in dessen privates Refugium hineinspechtelt und sich dann Dummheiten zusammenreimt, darf seine Schlüsse unter „Kurzschluss“ einsortieren und sich selbst unter „Stalker“, gell. Wie feig ist denn eigentlich so eine Herumschleicherei! Vor allem sollte man dann nicht den grossen Kämpfer für Fairness spielen, wenn man diesbezüglich selbst eher in der Abteilung Clown logiert. Gehören tut sich so ein Stalkertum schon gar nicht. Machen nur Leute ohne Kinderstube. Und nur so, damit auch das klar ist: mit Trappistenbier kann man keinen Grog brauen. Mit Moscato d’Asti auch nicht.

Hier jetzt also die ersten Erkenntnisse aus der Umfrage von Gemeinderat Karl Kammerhofer.

Bis bald!
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Auswertung
Gmundner Bürgerbefragung
durch Gemeinderat Karl Kammerhofer
im September 2014-11-2014

Teil 1

Verbundenheit mit Gmunden, Wird eine Nutzung der nicht oder gering genutzten Gebäuden zur Belebung in unserer Stadt überhaupt gewünscht? Kennen die Befragten Städte wo diese Belebung geglückt ist? Wenn JA, welche Städte sind dies?

Gemeinderat Karl Kammerhofer hatte am 20. September dieses Jahres den rund 5.000 Gmundner Haushalten mit 16 Fragen um ihre Meinung gebeten. Über 470 übersandten ihm den ausgefüllte Fragebogen retour. 466 Fragebögen (9,3%) wurden ausgewertet. Beachtenswert war, dass die Anzahl der „Trolle“ ( die mit destuktiven Antworten) unter 1% blieben. Rund ein Drittel die geantwortet hatten, unterbreiteten Gemeinderat Kammerhofer auch handschriftliche Anregungen und Vorschläge (Details siehe unten).

Hinweis: Im letzen Jahrzehnt war Herr Kammerhofer für das Land Oberösterreich und für das Technologie- und Innovationsministerium (bmvit) wissenschaftlich als Marktforscher tätig. Er verfügt aber auch über die entsprechende Gewerbeberechtigung als Marktforscher

Nun zu den Antworten selbst. Gemeinderat Kammerhofer meint dazu:

„Im Jahre 2011 richtete die Stadtgemeinde – im Rahmen der Vision Gmunden – an über 10.000 Wohnungs- und Hausbesitzer 19 Fragen wie ein Erneueungsprozess für Gmunden aussehen könnte. Als Mitglied des Innovations- Kultur- und Wirtschaftsausschusses wurde ich als Hauptautor für den Fragebogen eingesetzt. Die Befragung wurde 2011 durchgeführt, vom Steuergeld bezahlt – aber nie veröffentlicht. Um die Ergebnisse auch meiner Befragung überprüfen zu können habe ich vier der sechs ersten Fragen habe ich fast identisch übernommen.“

Herr Kammerhofer hat die Ergebnisse beider Befragungen verglichen, und kommt zu folgenden Ergebnissen:

Frage 1:
Hier geht es um die Verbundenheit der Bewohnerinnen und Bewohner zu Gmunden.
Die echte Verbundenheit ist bei der Herbst 2014 mit 76% erstaunlich hoch, aber deutlich geringen als bei den Haus- und Wohnungsbesitzern aus dem Jahre 2011,wo fast alle Befragten – mit wenien Ausnahmen- mit Gmunden stark verbunden fühlten.

Frage 2:
Wie bewerten die Befragten die Auswirkung auf Gmunden, wenn in nicht oder kaum genutzen Gebäuden durch Sanierung und wirtschaftliche Nutzung wieder Leben einziehen würde?
Im Gegensatz zu den Hausbesitzern welche dies zu 52% im Jahre 2011 positiv bewerteten, kam die Gesamtbevölkerung heuer zu einen anderen Schluss. Die Gesamtbevölkerung steht solchen Plänen 2014 sogar mit 89% positiv gegenüber

Frage 3:
Bei beiden Befragungen (2011 und 2014) wurde die identische Frage gestellt:
Kennen Sie Erfolge von Städten, die durch Neugestaltung und Wiederbelebung neuen Schwung in eine Stadt gebracht haben?
Hier ist sind die Ergebnisse aus beiden Befragungen nahzu identisch: 53% (2011) und 51% (2014) sagen JA..

Frage 4:
Zweimal mit einem sensationellen Ergebnis:
Die spannende Frage lautete hier:
Wenn JA, welche Stätte sind das ?

Die große Siegerin in beiden Befragungen war

Bad Ischl

 

Weit abgeschlagen aber an zweiter Stelle landete in beiden Befragungen

Linz

Erst dann folgten in beiden Befragungen : Vöcklabruck, Wien, St. Wolfgang(!), Wels, Krems und Graz um einige Städte zu nennen die als Vorbild für Gmunden dienen könnten.

Gmunden wurde in diesem Zusammenhang 2014 nur einmal genannt. Von 2011 liegen mir betreffend Gmunden keine Daten vor. Gmunden scheint zumindest in den ersten 20 Nennungen nicht auf.

Sehr geehrte Damen und Herren : nun verstehen wir alle warum die Verantwortlichen der Stadtgemeinde dieses grottenschlechte Ergebnis von 2011 nicht veröffentlichen wollten. Jetzt 2014 wurde dieses Ergebnis fast identisch bestätigt.

Es zeigt sich Folgendes:

  • Die Gmundner Bevolkerung liebt im großen Ausmaß unsere Stadt die Stadt Gmunden
  • Den Erfolg für Neugestaltung und Wiederbelebung einer Stadt sehen die Gmundnerinnen und Gmundner eindeutig in anderen Städten unseres Bundeslandes realisiert.

Schlussfolgerung: Es hat sich hinsichtlich Neugestaltung und Wiederbelebung vor 2011 nichts getan aber auch nicht in den letzten 3 Jahren nachdem dieses Ergebnis 2011 bekannt war. Andere Städte in Oberösterreich – kleine und große – ohne ÖVP Mehrheit , wurden von den Gmundnerinnen und Gmundnern als Vorbild genannt.

Es wäre natürlich interessant zu wissen, wie sich der designierte Bürgermeister zu de desastriösen Meinung der Gmundnerinnen und Gmundner steht – vor allem, dass sich in den letzten 3 Jahren an der Meinung der Bevölkerung zur Innovationsfähigkeit der Verantwortlichen in Gmunden nicht geändert hat“. Abschließend meinte Gemeinderat Kammerhofer ironisch:

Meine Damen und Herrn, was meinen Sie, soll diese Gmundner Bevölkerung – die solche Meinungen seit drei Jahren noch immer vertritt – nicht doch rasch vor den Wahlen ausgetauscht werden?“

Karl Kammerhofer
(unabhängiger Gemeinderat in Gmunden)

Gmunden, 25.11.2014


 

 

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Eine Antwort

  1. Würde eigentlich gerne einen Kommentar zu den Erkenntnissen von Herrn Kammerhofer abgeben. Leider blicke ich nicht ganz durch: Ist der Beitrag vom Gmundl Team verfaßt und kommentiert oder schreibt Herr Kammerhofer von sich immer in der 3.Person und die Kommentare stammen auch von ihm oder ist es eine Presseausssendung, die vom Gmundl Team kommentarlos übernommen wurde? Oder ist es gar eine Mischung aus mehreren Möglichkeiten?
    Hoffe, dass meine Anfrage nicht als zu „trollig“ eingestuft wird!

    Diese Fragen sind nicht trollig. Überhaupt nicht. Keine Sorge. Wir haben die Presseaussendung von Karl Kammerhofer 1:1 übernommen. Unkommentiert. Sie können hier jederzeit einen Kommentar abgeben. Wir stellen ihn dann auch gern zusätzlich noch vorn in den Blog ein. So, wie wir das bei vielen Postings machen. Das Ergebnis der Umfrage von GR Kammerhofer birgt eine Menge „Sprengstoff“. Es müsste diskutiert werden. Ausführlich. Es sollte Anlass für grosse Nachdenklichkeit bei den Parteien sein.
    Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl

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