Halali – Jagdgeheimnisse

adventkerze_3Heute:
Über Jagdgeheimnisse
und Deponiendreck

Liebe Leserleins!

Wir wollen hier keineswegs eine Debatte über Sinn oder Unsinn der Jagd vom Zaun brechen. Sankt Hubertus bewahre! Aber wenn ein frisch gekürter Ex-Bürgermeister durch den dunklen Tann hirscht und sich einen „Schuss in den Fuss“ zufügt, anstatt eine stattliche Wildsau zu erlegen, dann hat das kabarettistische Qualitäten. Ein Freund dieses Blogs kommentierte es sarkastisch: „Ein Schuss in den Fuss – aber was ist das gegen 18 Jahre ballern auf das Herz von Gmunden.“

Das alles hat natürlich auch eine unheimliche Seite. Wir haben dank eines anonymen Postings als erstes Medium darüber berichtet und wussten, siehe gestrigen Blog, nicht, was wir davon halten sollten. Es klang doch rechtschaffen ironisch. So, als würden die Ebenseer für den Fasching proben. Darum haben wir zwar das Posting freigeschaltet, aber die anderen Infos (Gerüchte?), die uns vorlagen, nicht veröffentlicht. Man fragt sich allerdings, warum da so ein Geheimnis gemacht wird. Von „lächerlicher Zehenverletzung“ bis „zwei Zehen amputiert“ reicht die Spannweite der Erzählungen im Gmundner Untergrund. Von „es gab keinen Schuss und keinen Mukser“ bis „ordentlich geknallt hats, und gschrien hat er“ reichen die Schilderungen. Wie gesagt: dass Köppl sich, wenn es wahr ist, in den Fuss schiesst, ist nichts Neues. Darin hat er politisch gesehen in den letzten Jahren rund um Lacus Infelix eine bemerkenswerte Meisterschaft entwickelt. Aber dass man jetzt so eine Heimlichtuerei betreibt, gibt Raum für die wildesten Spekulationen.

zehenDer Zeh des Manitu

Schon die Tatsache, dass Köppl nicht in jenen Revieren auf die Jagd geht, die seine Heimat sind und einst auch für den Kaiser gut genug waren, sondern sich in der Gegend von Budweis in Tschechien herumtreibt, sorgt hier in der Gegend für Stirnrunzeln und Naserümpfen. Aber in der Tschechei ist das Schiessen von Böcken preiswerter als im Salzkammergut und insgesamt für die Steuerzahlerleins deutlich billiger, als das Schiessen von Böcken in der Gmundner Kommunalpolitik.

Auch brodelt die Gerüchteküche, was Veranstalter und Teilnehmer an der illustren Jagd mit Selbstbeschuss betrifft. Da schwirren die irrsten Gerüchte herum. Namedropping erster Güte. Und dass das mit dem Hinfallen und sich selbst treffen gar nicht stimme. Er sei von einem guten Jagdfreund im wahren Wortsinn getroffen worden. Und mancher Scherzbold fügt noch hinzu: „Köppl wußte zuviel.“ Das alles weisen wir natürlich ausdrücklich zurück. Hirngespinste nach zuviel Adventpunsch. Die uns vorliegende Liste der Jagdteilnehmer ist nicht uninteressant. Wir werden sie jedoch nicht veröffentlichen. Erstens wissen wir nicht, ob sie echt ist, und zweitens ist es das Privatvergnügen der Beteiligten, sich wechselseitig oder selbst die Hinterhufe weg zu ballern. Dass aber laut OÖN ein Teilnehmer jede Aussage über das Jagdgeschehen verweigert, wird nicht dafür sorgen, dass diverse Gerüchte verstummen. Wir raten zu einer etwas offeneren Informationspolitik. Müssen ja nicht gleich Zehenfotos vom Köppl sein, gell! Dem wir natürlich baldige Heilung von was auch immer, Wehwehchen oder Zehenlücken, wünschen.

Nachdenklich macht ihre Babsy allerdings die Frage, was eigentlich mit den sich in Pension verabschiedenden Schwarzen los ist. Kaum sind die in der Pensi, haben sie merkwürdige Jagdunfälle jenseits der österreichischen Grenzen, dort wo diverse Russen-, Ost- und sonstige Mafiosi sich herumtreiben. Es gilt die Unschuldsvermutung – sowohl für die Schwarzen als auch für die Mafia. Klaro. Selbstredend.

Was sich derweil in Ohlsdorf abspielt, ist der blanke Irrsinn. Die dort Beteiligten haben nur das unglaubliche Glück, dass die Bewohner eines kleinen Tals in Kärnten total und überdrüber in der chemischen Scheisse sitzen. Sonst wäre Ohlsdorf das Thema, nicht das Görtschitztal. Interessant in beiden Fällen: das Versagen eines grünen (!) Umweltlandesrates.
Aber eines wird immer klarer: die Asamer-Deponie war/ist genau das, was die örtliche Bevölkerung immer hinter vorgehaltener Hand geflüstert hat – ein Ort, an dem offenbar einige illegale Dinge geschehen sind. Wer immer daran die Schuld trägt. Unser Bruno ist eh dran, braucht aber noch ein bisserl, weil die vorliegenden Infos doch sehr umfangreich sind. Er ist ja da sehr ehrgeizig und will unbedingt eine lesbare Story daraus machen.

Den Gastkommentar zur Steuerreform haben wir ins neue Jahr verschoben, denn vor Mitte März gibt es von unserer hervorragenden Koalitionsregierung keine Entscheidung. Wie auch. Sind doch die bisher vorgelegten „Konzepte“ völlig unausgegoren und – wie unser Gastkommentator zu uns meinte – „unernst“.

Was während der Feiertage (also vom 24. 12. bis 6. 1.) hier im Blog stattfinden oder nicht stattfinden soll, diskutieren wir noch. Am Sonntag werden wir unsere Erkenntnisse und Absichten den Leserleins mitteilen.

Nein, auf das alkoholfreie Punschrezept vergisst Ihre Babsy sicher nicht!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 

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Eine Antwort

  1. Auch Babsy kann daneben schießen.

    Liebe Babsy, ich schätze deine Kommentare und Analysen und bin ganz oft auch deiner Meinung. Dein Beitrag zum Unfall von Herrn Köppl passt jedoch so gar nicht zu deinen sonstigen Kommentaren. Ich kann es einfach nicht nachvollziehen, was an einer Verletzung so lustig sein soll. Ich fände es auch nicht lustig, wenn sich jemand beim Schifahren oder Bergsteigen oder Radfahren verletzt. Was deine Bemerkung zum Hobby „Jagd“ betrifft, könnte man diese Kritik auch gleich auf Reisen, Golfen, Schifahren etc. ausweiten. Ins Flugzeug steigen um vom Winter in den Sommer zu fliegen, oder auf eine ausgedehnte Shoppingtour, zum Golfen auf eine Mittelmeerinsel (wo das Wasser eher knapp ist), zum Schifahren bei 100% Kunstschnee ….. alles nicht sehr nachhaltig und nicht übermäßig sinnvoll oder? Trotzdem würde ich dieses Vergnügen niemandem so öffentlich vorwerfen.
    Das eigenartige „Gemunkel“ über Jagdgäste, die angeblich dabei waren oder nicht hat auch keinen Informationswert. Herr Köppl ist Privatmann und kann in seinen Urlaub so verbringen, wie er es will.
    Liebe Babsy, so wie ich dich einschätze, kannst du Kritik gut vertragen und bist auch immer dazu gestanden, wenn du einen Fehler gemacht hast. Ich glaube, in diesem Fall wäre eine Entschuldigung bei Herrn Köppl fällig.

    An sich vertrage ich Kritik ganz gut, so gut halt wie wir alle. Aber in diesem Fall habe nicht ich daneben geschossen, sondern meine Kritikerin.
    Erstens einmal darf man sich über alles lustig machen, wenn es einen komischen Aspekt hat. Immerhin sind wir hier auch satirisch unterwegs. Es gilt Tucholsky: „Die Satire darf alles.“ Ich habe nur auf die kabarettistischen Aspekte der Vorgänge hingewiesen. Wird man wohl noch dürfen. Wir wissen nicht einmal, ob das, was da jetzt alles herumgeistert, stimmt. Aber symptomatisch für Gmunden ist es, das sowas kursiert. Dass Köppl jetzt Privatmann ist, genau das habe ich geschrieben und damit auch erklärt, warum wir das ganze Zeug zum „Unfall“, das uns zugesendet wird, nicht veröffentlichen.
    Natürlich hat die Tatsache, dass einige Leute heftig Gerüchte streuen, einen Informationswert. Da stellt sich schon die Frage: warum geschieht das? Werden da alte Rechnungen beglichen? Oder geht es um aktuelle Dinge, etwa darum, Köppl zum alleinigen Sündenbock für die jahrzehntelang verbockte Politik der ÖVP zu machen, indem man ihn zum „Tölpel“ stilisiert?
    Wir haben auch nicht verurteilt, dass Köppl in die Tschechei jagen fährt. Wir haben nur festgestellt, dass viele Leute das mit Stirnrunzeln zur Kenntnis nehmen und sagen: für den Kaiser war es hier gut genug, für den Köppl nicht. Wir haben einfach berichtet, was so gesprochen wird.
    Ja, wir halten hier viele der Fernreisen für schädlich und würden sie auch kritisieren. Etwa dann, wenn jemand was von CO2-Abdruck schwafelt, aber zu tropischen Inseln fliegt und dort in verschwenderischen Hotelanlagen die Wasserversorgung der ansässigen Bevölkerung gefährdet. Das ist in Zeiten wie diesen längst keine Privatsache mehr. Oder Billigstfleisch einkaufen, und gleichzeitig gegen Massentierhaltung eintreten. Auch das ist angesichts der Umstände nicht mehr ausschliesslich Privatsache. Es sollte sich längst herumgesprochen haben, dass auch das Private oft oder gar meist hoch politische Aspekte hat.
    Ganz so einfach ist das mit dem „Privatmann“ Köppl übrigens auch wieder nicht. Man würde schon gern wissen, wer Veranstalter der Jagd war, wer der Jagdpächter ist. Immerhin gibt es permanent das Gemunkel über „Jagdfreunde“ und „Jagdgesellschaften“, die in Gmunden grossen Einfluss haben. (Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung.) Da schürt diese merkwürdige Geheimhaltung die wildesten Gerüchte. Das haben wir berichtet. Und das war zu berichten.
    Köppl wurde als Person in diesem Artikel in keiner Weise attackiert. Wir haben vielmehr die Frage in den Raum gestellt, wer und warum diese Story lanciert hat. Für eine Entschuldigung sehe ich keinerlei Grund. Ich kann mich doch nicht dafür entschuldigen, das ich berichte, was hier so vorgeht und entsprechende Fragen stelle. Das wäre das Ende jedweder journalistischer Tätigkeit. Ich kann mich für eine falsche Behauptung, einen falschen Vorwurf entschuldigen. Da ich Köppl aber hier nichts vorgeworfen habe, keine falschen Behauptungen über ihn aufgestellt habe, gibt es nichts, wofür ich mich entschuldigen könnte. Im Gegenteil, ich habe ihm sogar gute Besserung gewünscht, für den Fall, dass er sich wirklich weh getan hat, wie gross oder klein seine gesundheitliche Beeinträchtigung auch sein mag.
    Es braucht ziemlich viel Fantasie, um mir hier etwas vorzuwerfen.
    Mein Herz ist rein, passt niemand hinein, als du mein liebes Jesulein. Amen.
    (Bitte nicht wieder was Hirnrissiges vermuten oder hinein interpretieren. So habe ich als kleines Mädchen mein Abendgebet aufgesagt.)
    Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

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