Zugekübelt!

adventkerze_4Heute:
Nur eine verärgerte Babsy

Liebe Leserleins!

Eigentlich wollte Ihre Babsy heute eine kleine, besinnliche Geschichte erzählen. Passend zu Weihnachten halt. Eine Geschichte, die unseren Leserleins ein wenig Innehalten und Luftholen ermöglichen sollte. Aber die ÖVP hat das verhindert.

Kommt Ihre Babsy heim und findet schon wieder ein Propaganda-Kasblattl aus dem Hause ÖVP. Der ÖVP ihr Geld und unsere Ideen müsste man haben – dann könnte aus Gmunden noch was werden. Wir ersparen es uns und unseren Leserleins, ins Detail zu gehen. Eine Propagandaschrift eben, die man uns da vor Weihnachten als Sondermüll direkt ins Haus liefert. Wer sich ärgern will, kann das Blattl natürlich lesen. Aber vorher die Blutdrucksenker einwerfen, gell! Nicht alle ertragen es, von der ÖVP derart zugekübelt zu werden. Merke: man kann die Leute auch überfüttern. Dann speiben sie. Kotzen das Unverdauliche wieder raus. Vielleicht kann man dem Blattl in Zukunft ein Speibsackerl beilegen. Bei den Kosten auch schon egal, oder? Na eben, geht doch, gell!

Doch, auf eine Sache will ich eingehen. Unser als Bürgermeister dilettierender Deutschlehrer, den ich schon gestern für Anlizismen gerüffelt habe, hat sich entweder die ÖVP-Zeitung nicht selbst durchgelesen, oder aber es fehlt ihm das gewisse sprachliche Etwas. In dem Kasblattl prangt die Überschrift „Lacus Felix – NACHDENKPAUSE“. Und dann noch Originalton Deutschlehrer-BM: „Vielleicht kommt durch die Nachdenkpause ein neues Projekt zustande …“
Leute, in Nachdenk- oder Denkpausen ist noch nie was entstanden. Das heisst nämlich: das Denken oder Nachdenken einstellen. Auch wenn es in weit verbreiteter Sprachschlamperei gern anders verwendet wird, besonders von Politikern. Die sind ganz schnell mit „Denkpausen“, als ob sie die nicht dauernd einlegen würden.

Also, bitte, liebe Leute, kein Denk-, Nachdenk-, Neudenk- und andere gleichartige Pausen. Sondern bitte Pausen machen, um Zeit zum Denken zu haben. Auch wenn es am Anfang ein wenig weh tut, das Denken. Man gewöhnt sich daran, gell!

Was sich Ihre Babsy aber jetzt wirklich langsam (aber täglich schneller und öfter) fragt: wo nimmt die ÖVP das viele Geld für ihre Agitprop-Kasblattln her? OK, das „volldaneben“, tschuldige, das „mittendrin“ blechen wir Steuerzahlerleins. Aber wie finanziert die ÖVP ihre teure ÖVP-Zeitung? Da hätte man mal eine plausible Antwort vom neuen BM. Und vielleicht auch ein wenig Transparenz, gell, weil die Transparenzdatenbank, eine Erfindung der ÖVP, ist ein Mist. Wie wäre es mit einer Offenlegung der Parteifinanzen inklusive edler und selbstloser Spender?
Immerhin jammern alle anderen Parteien, wie schwierig es sei, die Parteizeitungen zu finanzieren. Nur die ÖVP, die schöpft aus dem Vollen. Man würde da schon gern wissen, wer die ÖVP so massiv unterstützt, dass sie mit dem Geld nur so um sich schmeissen kann. Noch dazu im Vergleich zu den anderen Parteien hier im Dorf.

Und nicht vergessen: noch ein paar Bücher kaufen vor Weihnachten. Gegen den Hirntod, der hier im Dorf grassiert. Und gegen die Denkpausen, die auch schon ein bisserl gar lang andauern.

Wir vom Team müssen jedenfalls ohne Geld auskommen, können uns nicht in öffentlichen Töpfen bedienen. Keine Sitzungsgelder, keine Jobprivilegien. Arbeiten unentgeltlich und müssen dann im ÖVP-Blatt auch noch wehleidige Selbstmitleidungstirden lesen, wenn man sich über anonyme Schreiber beschwert. Wenn die ÖVP eine wirklich demokratische Partei wäre, wenn niemand fürchten müsste, seine Kritik mit Jobverlust oder sonstigen Nachteilen zu bezahlen, wenn es keine Machthaberer hier im Dorf gäbe, ja dann, dann könnte man ganz offen und laut und deutlich über alles Mögliche sprechen. Aber in einer Stadt, in der ein Ex-BM nicht einmal in der Lage oder willens ist, dummen Gerüchten entgegenzutreten, da ist diesbezüglich Hopfen und Malz verloren. Leider. Hier im Dorf können nur die offen sprechen, die von den Machthaberern nicht abhängig sind. Die anderen müssen anonym posten und hoffen, dass bessere Zeiten kommen. Ohne Verhaberung, ohne Vermanschung von Politik und Wirtschaft. Aber auch das fällt vorerst und angesichts der bisherigen Performance des neuen BM in die Kategorie „Brief ans Christkind“.

So, genug über das Kasblattl geärgert.
Wir vom Team Gmundl wünschen allen unseren Leserleins, denen die uns mögen und in christlicher Nächstenliebe auch denen, die uns nicht mögen, ein beschauliches Weihnachtsfest! Und bleiben Sie uns treu! Am Sonntag sind wir wieder da.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


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2 Antworten

  1. Zu der Frage der Parteienfinanzierung bitte auf der Homepage des Rechnungshofes zu den Parteispenden nachlesen. Mehr sog i ned.
    Herzliche Grüsse.

  2. Ja das mit dem Käseblatt ist schon recht fragwürdig? Verächtlich verdächtig der Artikel hat schon seine Richtigkeit.
    Wir machen uns sorgen weil ein SPÖ Bürgermeister eine Familie aus dem Haus geworfen hat, und das, obwohl es der Nachbar kaputt machte!! 2011 hat der Bürgermeister von Mattighofen die Familie HÖSS als 6000 Gemeinderbürger von Mattighofen begrüßt. Jetzt hat er ihnen den Öltank entleeren lassen, das Haus kann daher nicht mehr beheizt werden. Das Haus hat Risse, weil der Nachbar ein 5 Stöckiges Haus mit Tiefgarage baut und weiter bauen darf. Das Projekt steht im öffentlichen Interesse.
    In Gmunden wäre der Vice zu solch einer Tat nicht im Stande. Der muß sich nach einer Feier mit Kindern zum Taxi schleppen weil er sichtlich geschafft ist.
    Darum ist ihm solch eine Tat nicht zuzumuten.
    Aber den Hausbesitzern entlang der zukünftigen Straßenbahnlinie könnte auch ein solches Schicksaal drohen.
    Der Neue hat Kraft und man hofft das er Rücksicht auf die Menschen nimmt.
    Rein nach dem Recht könnte den Hausbesitzern von der Straßenbahnlinie ähnliches drohen. Weil ja die Straßenbahn auch im öffentlichen Interesse steht.

    Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr
    Katze katze

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