Fränkli

Heute:
Babsy B. zu den Unterschieden zwischen Ischl und Gmunden
Gastkommentar AndyB „Fränkli ganz privat“

Liebe Leserleins!

Der gestrige Gastkommentar hat bei unseren Leserleins eine Menge Fragen aufgeworfen. Ein Teil der Antwort haben die Ischler bereits diese – also eigentlich vorige – Woche gegeben. Sie haben sich entschlossen, dem Schrecken ein schnelles Ende zu bereiten und den Verlust in Höhe von 3,275 Millionen zu realisieren, bevor noch höhere Schäden eintreten. Laut eigener Aussage haben sie in der Gesamtrechnung ungefähr eine halbe Mille weniger verloren, da sie ungefähr in dieser Höhe Einsparungen bei Zinsen und Kreditgebühren hatten. (Interessant, dass die Gmundner behaupten, sich 700.000 erspart zu haben, obwohl die Kreditsumme ziemlich gleich hoch ist!)

Was besonders bemerkenswert ist und einige Fragen in Richtung der Gmundner Politik aufwirft: lt. SP-Bürgermeister Heide wird die Realisierung des Verlustes keine wesentliche Erhöhung der Stadtschulden bringen, da diese schon bisher entsprechend der Verlustentwicklung in den Budgets ausgewiesen worden ist. Da stellt sich die Frage: wie sieht das in Gmunden aus? Allem Anschein nach, hat man sich in Gmunden das Budget schöngerechnet. Hier wäre eine klare Aussage der Verantwortlichen angebracht! Nach unserer internen Rechnung wurden die Risken aus den Frankenkrediten bisher in den Schuldübersichten der Stadt nicht ausgewiesen – zumindest nicht in jenen, mit denen in der Öffentlichkeit gegenüber den Bürgerleins operiert wurde.

Interessant ist auch, dass die Ischler bei ihren Prognoserechnungen für verschiedene Szenarien auf sehr ähnliche Zahlen kamen, wie gestern Michael Amon in seinem Gastkommentar. Man hat zwar nur Szenarien bis 1 Euro=0,85 Franken gerechnet (Amon ging von einem worst-case von 0,80 aus), kommt aber auf sehr ähnliche Ergebnisse (ca. 7 Mille Verlust auf 7,5 Mille Kreditaufnahme, Amon errechnete in Gmunden für ca. 10 Millionen einen Betrag zwischen 8 und 9 Mill. auf Basis 0,8 Franken). Es ist nicht zu übersehen, dass die Ischler Gemeindevertretung das Risiko ähnlich eingeschätzt hat wie unser Gastkommentator und zum selben Schluss gekommen sind: die Chancen stehen in keinem vernünftigen Verhältnis zum Risiko, nichts wie raus. Ein weiterer Kommentar erübrigt sich da fast schon. Man hat es selbst im Wahljahr vorgezogen, den Bürgerleins hier und jetzt reinen Wein einzuschenken und tabula rasa zu machen, anstatt enorme Risken in die Zukunft zu verlagern, die Verantwortung nicht weiterzureichen, sondern sie selbst zu schultern. So stellt Ihre Babsy sich couragierte Politik vor!

Nur so viel sei gesagt: der ehemalige Gmundner GR Karl Kammerhofer hat in seiner Umfrage erhoben, dass Gmundens Bevölkerung die Gemeindepolitik Bad Ischls in jeder Hinsicht der in Gmunden vorzieht, daß Gmunden im Städtevergleich abgeschlagen unter „ferner liefen“ landete. Angesichts der mutigen und ehrlichen Entscheidung in Bad Ischl kann man nur sagen: die Bewohnerleins von Gmunden haben da den richtigen Riecher. Jetzt müssen sie diesen Riecher nur noch bei den kommenden Wahlen unter Beweis stellen und demokratiepolitisch in einem entsprechenden Wahlresultat wirksam werden lassen.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Ankündigung: Morgen wendet sich SP-Bürgermeister Christian Dickinger mit einem Anliegen direkt an die gmundl-Community.


Fränkli ganz privat

Ein Gastkommentar mit Fragen von AndyB

Was mich dann doch mal brennend interessieren würde :

Wie gehen eigentlich die “Entscheidungsträger” mit ihrem privaten Vermögen um?
Haben sie die Kohle auch in SF gebunkert? Oder doch lieber nicht?

Oder geht das nach dem Motto : “Ist ja “nur” Steuergeld, damit kann ich ja ein bissel rummachen und nach mir die Sintflut.”

Sollte sich nicht jeder “Entscheidungsträger” vorher einmal fragen : “Wenn es mein eigenes Geld wäre, würde ich das dann auch so machen?”

Da stellt sich dann einmal mehr die Frage der Haftung durch die “Entscheidungsträger”. Bei eindeutig falschen Entscheidungen sollte man die Verantwortlichen doch ein wenig mehr in die Pflicht nehmen und sie anteilsmäßig für den verursachten Schaden haften lassen.

Es muss halt ein bissel weh tun, wenn man falsche Entscheidungen trifft, denn dann wird man in Zukunft nicht mehr so leichtfertig Dinge absegnen.

Mich hat der putzige Herr Krapf zwar nicht darum gebeten, die Euro Kurse zu beobachten. Das mache ich schon von ganz alleine.

Man spricht von sinkenden Inflationsraten und günstigen Preisen, aber das ist auch so eine Sache. Kaufe ich viel in nicht EU-Ländern oder mache in diesen Ländern Urlaub, dann sieht das schon ganz anders aus.

Das englische Pfund ist innerhalb eines Jahres (vor allem in den letzten Monaten) derart gestiegen, da wird einem schwindelig. Für ein englisches Pfund zahlt man im Moment 1,39 Euro – vor einem Jahr noch 1,19 Euro.
Für einen Dollar 0,92 Euro – vor einem Jahr 0,72 Euro.

Das ist für Käufer und Urlauber ein teurer Spaß.

Wie sagte die deutsche Bundeskanzlerin noch?

“Der Euro wird eine starke Währung sein wie die DM.” Naja ….. knapp daneben ist auch daneben ….


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Eine Antwort

  1. Dürfte sich die Gmundl – Community auch mit einem Anliegen an Herrn Dr. Dickinger wenden:
    Wann antwortet er endlich einmal auf die Fragen, die ständig im Blog behandelt und gestellt werden?
    Warum „mißbraucht“ er den „gmundl“ nur als zusätzliche „Tips“ für seine Statements, ohne auf die wirklichen Inhalte der jeweiligen Diskussionen einzugehen?

    Übrigens: Das Gesagte gilt gleichermaßen für Frau Dr. Rumpf und Herrn Ing. Kammerhofer.

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