Dienstag

Heute:
Gastbeitrag von VzBgm. Christian Dickinger (SPÖ)

Liebe Leserleins!

Uns muss ja nicht immer ein total urguter Titel für den Blog einfallen, gell. Heute ist Ihrer Babsy diesbezüglich echt nichts zugeflogen – der Kuss von Herrn MUSErich ist ausgeblieben. Darum also „Dienstag“, warum eigentlich nicht?

Jetzt zu etwas Grundsätzlichem.
Wir wollen kein Verlautbarungsorgan von Parteiaussendungen werden. Auch für das klassische Hickhack zwischen Parteipolitikern wollen wir kein Forum abgeben. Es sollen hier die Bürgerleins ihren Platz haben und zu Wort kommen. Da aber andererseits die lokale Politik – insbesondere wenn es sich nicht um die ÖVP handelt – kaum eine Möglichkeit hat, medial gut platziert ihre Vorschläge zu unterbreiten, geben wir dafür gern Platz in unserem Blog. Es liegt in der Hand und an der Intelligenz der Politikerinnen und Politiker, dieses Forum klug zu nutzen. Wir haben hier von praktisch allen wesentlichen Fraktionen (mit Ausnahme der ÖVP, aber das ist ihr Problem) schon Stellungnahmen und Äusserungen gebracht: FPÖ (Colli, Enzmann), Grüne (Rumpf, Kammerhofer) und SPÖ (Dickinger). Wir wollen das auch in Zukunft und gerade im Wahljahr so halten. Damit die Bürgerleins sich wirklich umfassend informieren können. Wenn eine Partei diese Möglichkeit nicht nutzt, ist das ihr Problem, nicht unseres.

Was wir aber nicht wollen: endlose Tiraden und all den üblichen Mist, den Parteisekretariate gern absondern. Ebensowenig politische Wadlbeisserei. Ich finde, dass jene Mandatarinnen und Mandatare, die sich hier bisher geäussert haben, das gut verstanden und ihre Sache diesbezüglich gut gemacht haben. Das freut uns, weil es die demokratische Auseinandersetzung fördert. Natürlich bleiben da auch kritische Antworten sowohl der Leserleins als auch anderer Fraktionen nicht aus. Das belebt und erfrischt die Politik und das Gehirn. Wer diese Auseinandersetzung, dieses Wortwechsel und den Kampf der Ideen scheut, wird sich hier nicht her trauen. Klaro. Man soll nicht in die Küche gehen, wenn man die Hitze nicht aushält. Demokratie ohne kritische Fragen gibts eben nicht.

In diesem Sinne heute ein Gastbeitrag von SP-Vizebürgermeister Christian Dickinger, der sich persönlich und direkt an die Leserleins des „gmundl“ wendet. Wir freuen uns auf eine hoffentlich kraftvolle Diskussion.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


„Setzen wir ein Zeichen!“

Gastbeitrag von Christian Dickinger

SPÖ-VBürgermeister Dickinger will „Gratis-Parken am Samstag“ und bittet um Diskussion.

Liebe „gmundl“-Leserinnen & Leser!

Ich setze mich dafür ein, dass an Samstagen zwischen 9 und 13 Uhr die Stadt „gebührenfrei gestellt“ wird. Wir brauchen ‚Leben‘ in der Innenstadt und ‚Anreize‘ dafür, dass Menschen diese frequentieren. Der Versuch, an Samstagen jeweils für vier Stunden auf die Einhebung von Parkgebühren zu verzichten, scheint mir ein probates Mittel zu sein (nur eines von vielen notwendigen!). Die Stadt hätte so ein „Alleinstellungsmerkmal“, vielleicht einzig in Österreich, Städte in Deutschland und der Schweiz haben dies erfolgreich durchgezogen, wir müssen uns etwas einfallen lassen, etwas trauen und wenigstens Versuche zulassen.

Ich kann mir einen „Versuchszeitraum“ von drei Monaten vorstellen und will dann evaluieren lassen, ob die Kaufleute von dieser Initiative profitiert hätten. Unsere Innenstadtkaufleute und das Personal werden es mit der Straßenbahnverlängerung (wie immer Sie dazu auch stehen mögen) bzw. den Baustellen hart genug haben, mein Vorschlag könnte ein Teil der notwendigen Hilfestellung sein. Darüber hinaus (und vor allem!) geht es aber auch um Lebensqualität und ‚Flair‘ für die gesamte Bevölkerung (!), weshalb ich mir vorstellen kann, an einem dieser Tage zw. 9 und 13 Uhr auch einmal die Traunbrücke für den Verkehr zu sperren. Die Kaufleute schenken aus, wir bieten Musik und Kinderbetreuung. Wer nicht’s wagt, kann nicht gewinnen!

Es würde mich freuen, wenn ich via „gmundl“ ein „feedback“ erhalten würde! Meinen Sie auch, dass dieser Vorschlag wert ist, verfolgt zu werden, oder eben nicht?

Danke und beste Grüße!

Christian Dickinger
VBürgermeister, SPÖ


Posting.

Hans Heidinger
Gesendet am 09.03.2015 um 4:22 nachmittags

Dürfte sich die Gmundl – Community auch mit einem Anliegen an Herrn Dr. Dickinger wenden:
Wann antwortet er endlich einmal auf die Fragen, die ständig im Blog behandelt und gestellt werden?
Warum “mißbraucht” er den “gmundl” nur als zusätzliche “Tips” für seine Statements, ohne auf die wirklichen Inhalte der jeweiligen Diskussionen einzugehen?

Übrigens: Das Gesagte gilt gleichermaßen für Frau Dr. Rumpf und Herrn Ing. Kammerhofer.


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9 Antworten

  1. ääääh ….. ist das Parken auf der Esplanade nicht immer am Samstag und Sonntag „gebührenfrei gestellt“ und sind die Parkplätze am Toscana Park nicht immer gebührenfrei?!

    Ich bekomme dort immer einen Parkplatz (an der Esplanade), wenn nicht grade Veranstaltungen oder Märkte sind.

    Es stellt sich mir eher die Frage : Was soll ich in der Innenstadt? Mir leere Geschäfte ansehen?

    Die Idee mit einer Art „Straßenfest“ und abgesperrter Straße ist im Grunde ja nicht so schlecht. Nur müsste es erst einmal einen Grund geben, überhaupt dort zu erscheinen.

    Wie ich das so einschätze, da wird eine Art Straßenfest eher wieder in einem Saufgelage für die gelangweilte Jugendliche enden und nur wenig Impulse für die „normalen“ Geschäfte der Innenstadt bieten.

    Immerhin ein Versuch ….. allerdings fehlt mir der Glaube ……. und es fehlt an entsprechend interessanten Geschäften.

    Man wird keine „tote“ Innenstadt dadurch beleben. Das wird nur durch eines schlüssiges Gesamtkonzept gelingen.

  2. Wenn der Dr. Dickinger eine Veranstaltung machen will braucht er nichts sperren. Die Veranstaltung kann auf der Esplanade durchgeführt werden. Da wird keiner am Vorbeifahren gehindert. Da sind genug Flächen Grünflächen vorhanden wo Platz für Veranstaltungen ist. Auch keine Parkplätze brauchen den Autofahrern weggenommen werden. Wäre besser gratis Zusatzparkplätze in der Innenstadt zu schaffen statt sinnlose Verkehrsinseln tote Flächen die durch diese sinnlosen Veränderungen reduzierten Parkflächen, Wiederherstellung der verlorenen Parkplätze in der Innenstadt. Natürlich Gebührenfrei, der Autofahrer wird ja so wie so schon zu viel gemelkt. Begegnungszonen für Alle Autofahrer Fußgeher Radfahrer. Keiner darf ausgeschossen werden.
    Hugo von Wald und SEE

  3. Hoffentlich wählt den Dr. Dickinger keiner wenn er die Brücke sperren will. Sollen die Leute eventuell rüberschwimmen wenns Wasser so kalt ist.
    Dann ist die Sache mit dem Schwimmbad hinfällig.
    Parkgebührverzicht für 4 Stunden ist zu wenig. Die Parkgebühr ist ja von Leuten eingeführt worden die dann selber die Parkgebühr nicht bezahlt haben. Der Steuerzahler wurde betrogen. Zwar handelt es sich um kleine Beträge aber immerhin. Gott sei dank ist einer von diesen Spezialisten zurückgegetreten. Das war das Beste was dieser Politiker für Gmunden gemacht hat.
    Gute Idee vom Dr. Dickinger, leider etwas spät, weil schon viele Geschäfte wegen der Parkgebührengeierei zugesperrt haben.
    Wenn die Straßenbahn gebaut wird kommen noch einige dazu.
    Die Lösung ist Gratisparken überall in Gmunden.
    Freundschaft
    Dagobert Zehschütz

  4. Zum Beitrag Christian Dickinger:
    Im Projekt „Vision Gmunden 2011“ und Projekt „Bürgerbeteiligung Generalverkehrsplan 2013“ wurden dutzende Vorschläge dieser Art gemacht. Beide Projekte wurden jedoch von den StadtRegionalBahn- Betreibern im Rathaus nur dazu schäbig missbraucht, diese Bürgerbeteiligung quasi nachträglich als Zustimmung zur StadtRegionalBahn zu benutzen. Keine einzigen Vorschläge wurden umgesetzt; war ja auch nicht der Zweck dieser Bürger- Desinformation! Stadtrat Sageder betreibt ja das StadtRegioBahn- Projekt nach eigenen Aussagen schließlich schon seit 2003.
    Also Herr Dickinger: Setzen Sie diesen Vorschlag um; und zwar SOFORT! Natürlich ist das EINE der Ideen, die OHNE StadtRegionalBahn umzusetzen sind. Übrigens: Viel Vergnügen bei der Abstimmung mit dem Experten SR Sageder.

  5. Wie ich es mir gedacht habe: Eine total unwichtige Frage hochstilisiert zur möglichen „Rettung“ der Innenstadt.
    Ich weiß eigentlich nicht wo das Problem ist: Wenn sich Gmunden ein paar Millionen Euro für den Zug-Wahnsinn, hunderttausend Euro für sinnloses Marketing für die Zerstörung der Innenstadt durch eine Durchbindung der Vorchdorferbahn leisten kann, dann werden doch ein paar Euro für kostenloses Parken am Samstag auch noch vorhanden sein!
    Wichtiger wäre eine Erklärung durch den Herrn Vizebürgermeister, warum ein 32 m langer Zug mit 186 möglichen Plätzen durch die Innenstadt fahren muß und nicht, ob die Innenstadtkaufleute ihre Kunden- Parkmünzen in Zukunft zahlen oder nicht zahlen müssen.

  6. Sehr geehrter Herr Heidinger!
    Ich „missbrauche“ diesen Blog nicht, ich mache „Gebrauch“ von der Möglichkeit, ab und zu mit der „Gmundl-Community“ in Kontakt zu treten! Dies steht mir als Kommunalpolitiker und Bürger wohl eben so „zu“ und „offen“ wie Ihnen. Ich habe einen konkreten Vorschlag unterbreitet und höflich um einen Kommentar ersucht. Ich bitte um Gedankenaustausch, „Kritik“ und „Feedback“! Wir müssen „weg“ von der „Hinterzimmerpolitik“ und die offene, intellektuell redliche Kommunikation pflegen, ohne Scheuklappen und parteipolitische Voreingenommenheit. Auch Rumpf und Kammerhofer argumentieren seriös und sachbezogen. „Wir“ betrachten und schätzen diesen BLOG als jenes Forum, wo dies möglich ist. Welches Thema „aufgeworfen“ wird, sollte aber doch demjenigen/derjenigen überlassen sein, der/die sich zu Wort meldet, „brennen“ tut’es dort und da in unserer schönen Stadt.
    LG, Christian Dickinger

  7. Das Gratis-Parken am Rathausplatz ist nur für die paar dort Parkenden interessant, die ohne zu bezahlen länger parken können. Für die Innenstadt ist das nicht attraktiv. Es wird – so meine Vermutung – mehr Autofahrer geben, die (dann) keinen Parkplatz finden.

    Die „Sperre der Traunbrücke“ und der autofreie Bereich bis zur Grabenkreuzung wäre einen Versuch wert, da die Attraktivität des Bereiches für die Fußgänger steigen würde.

    Offen bleibt die Frage, wie attraktiv Bad-, Kirchen- und Traungasse bzw. Markt- und Rathausplatz für Fußgänger (Stichwort: fehlende Geschäfte) sind. Das Gratis-Parken am Rathausplatz macht diese Situation nicht attraktiver.

  8. Sehr geehrter Herr Dickinger !

    Da ich am Marktplatz wohne kann ich mir nur schwer vorstellen das kostenlose Parkplätze, wenn auch zeitlich eingeschränkt, wirklich von Erfolg gekrönt sind. Schon jetzt ist der Platz proppenvoll und wird ohnehin von denen „belebt“ die glauben doch noch einen Parkplatz zu ergattern, die Parkflächen so lange umkreisen bis sie einsehen das es, meistens, nichts wird und ihr Fahrzeug dann einfach irgend wo am Gehsteig oder mitten in der Fahrbahn stehen lassen.

    Es ist mir schleierhaft warum immer noch so viele derart verbissen daran festhalten das Autos gleich Kundenfrequenz ist. Ich bin mir sicher das viel mehr Menschen in die Innenstadt gehen wenn es weniger Autos gibt. Natürlich gibt es Fahrten die sich nicht vermeiden lassen. Aber die paar Meter vom Seilerparkplatz und der Habertstraße können es ja nicht sein sich von einem regulären Einkauf in der Innenstadt abhalten zu lassen.

    Schon jetzt ist der geschrumpfte Markt am Marktplatz eher ein Hohn als alles andere. Wenn man hier einkauft muß man dauernd zur Seite gehen weil jemand mit seinem Auto durch die Einkaufenden direkt vor ein Geschäft fahren „muß“ oder wegen sonstiger, „wichtiger Obliegenheiten“ nicht ein paar Schritte zu Fuß gehen kann.

    Das beste Beispiel ist für mich der Mondscheinbummel. Und keiner beschwert sich das man nicht mit dem Auto hineinfahren kann. Die Menschen kommen wegen dem Angebot und dem Flair, daß da wirklich vorherrscht.
    Ich glaube einfach das die Menschen flanieren wollen, mal nicht dauernd auf die Kinder aufpassen wegen der Autos oder gar mal die Cafehäuser am Marktplatz und Rinnholzplatz zu besuchen ohne dauernd von Autos umkreist zu werden.

    Mehr Flair durch mehr Verkehr ist für mich der falsche Denkansatz.

    Zur Sperrung der Traunbrücke mache ich mir Gedanken wenn ein Gesamtkonzept vorliegt welche Aktivitäten da für uns Gmundner angedacht sind.

    Mit freundlichen Grüßen
    Cristina Schiwek

  9. Nicht böse sein. Ich hatte etwas mehr erwartet als die Wiedergabe der Presseaussendung, welche man schon vor ein paar Tagen in den OÖN und auf salzi.at lesen konnte.

    Ja, dann versucht man das gratis Parken. Das wird nicht reichen. Es fehlt -wie immer in Gmunden- ein Gesamtkonzept. Gratis Parken kann ich im SEP-Einkaufspark bzw VARENA auch. Das ist kein Alleinstellungsmerkmal. Alleinstellungsmerkmal ist die Kombination aus Naturerlebnis (See, Berge) mit dem Einkaufserlebnis (das derzeit nicht vorhanden ist).

    Viel wichtiger ist eine 100%ige Kundenorientierung.

    In den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten wurde das Hauptaugenmerk auf die Befindlichkeiten der Innenstadt -Geschäftsleute gelegt. Es gilt jedoch noch immer „Der Kunde ist König“.
    Die Millionen Euro, welche bis jetzt für die Innenstadt ausgegeben wurden -und in Zukunft werden- sollten vermehrt für die Kunden ausgegeben werden.

    Es ist nicht verständlich warum die Stadt (vielleicht in Kooperation mit Schulen oder dem Technologiezentrum) es nicht schon längst geschafft hat, eine Online-Vekaufsplattform (mit Tageszustellung im Umkreis Gmunden) auf die Beine zu stellen. Die Kaufleute müssen ihre Verkaufsmöglichkeiten verbreitern.

    Innenstadtbelebung am Wochenende (Musik und Halligalli) ist wünschenswert, wird den Geschäftsleuten jedoch nicht viel bringen.

    Wenn man das ganze wirklich ernsthaft angehen will muss man sich Experten (wenn schon nicht international, dann zu mindest nicht aus Gmunden) anhören und sich „best practice“ Beispiele aus vergleichbaren (nicht 100tausend Einwohner) Städten ansehen.

    Ich glaube nicht das es nach dem Motto „Da a bisserl, dort a bisserl“ gehen wird.

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