Das Fass läuft über!

Liebe Leserleins!

Wenn wir die Reaktionen, die wir dieser Tage erhalten, ernst nehmen, dann ist das Fass am Überlaufen. Hier in Gmunden und auch ringsum. Die systematische Verschandelung der Gegend rund um den Traunsee empört immer mehr Menschen. Hier baut sich etwas auf, was – gemeinsam mit den vielen anderen Missständen, die wir hier immer wieder aufzeigen – bei den kommenden Wahlen für Überraschungen sorgen kann.

Die Vorwürfe, die in den Mails und Postings erhoben werden, sind gravierend. Wir können sie aus rechtlichen Gründen weder freischalten noch die Mails veröffentlichen. Sagen wir es möglichst neutral: die Menschen glauben nicht, dass es da mit rechten Dingen zugeht. Sie nehmen der Politik weder den guten Glauben noch das ehrliche Bemühen ab. Ob an den Vorwürfen etwas stimmt, können wir nicht sagen. Man muss in einem Rechtsstaat natürlich davon ausgehen, dass sich niemand strafrechtlich schuldig gemacht hat.

Wir sehen das Problem vor allem im vorhandenen Macht-Konglomerat. Man kennt sich, man ist verhabert, verklumpt, verbandelt. Es ist leider schlechte Gewohnheit, der Bau- und Grundstücksmafia freie Hand zu lassen. Von Politikern, die der Ansicht sind, dass der Klosterplatz ein gelungenes Beispiel für Stadtgestaltung ist, kann man nicht erwarten, dass sie auch nur ein Mindestgespür für gestalterische Fragen haben oder haben wollen. Wenn man uns nun die Vorstadtkulisse „Klosterplatz“ auch noch als „urbanen Flair“ verklickern will, bleiben einem fast die Worte weg. Abgesehen davon, dass von „urban“ natürlich keine Rede sein kann (wir haben entsprechende Bilder hier veröffentlicht), ist das genau die falsche Antwort auf die Probleme Gmundens. Denn Gmunden ist natürlich nicht urban und wird auch nicht besucht, weil die Menschen Urbanität erleben wollen (da fahren sie nach Wien, Paris, Rom, London etc.). Der Versuch, in einer kleinen Provinzstadt urban zu sein, ist bestenfalls lächerlich, vor allem aber grundfalsch. Die Stärken Gmundens liegen woanders. Der Wille zur „Urbanität“ wird hier am falschen Platz  und mit untauglichen Mitteln (und den entsprechend fatalen Folgen) ausgelebt. Das ist Ausdruck der Grossmannssucht einiger Machthaberer in dieser Stadt. Wohin das führt, hat man gesehen: in die Lybische Wüste. Oder zur RegioTram. Oder zu einer Seniorenresidenz. Oder zu Tunnelplanungen. Oder oder oder!

Man kann nur hoffen, dass die Wählerleins diese nicht einmal mehr verhaltensoriginelle Truppe endlich abwählen. Bevor sie die Stadt endgültig und unwiderbringlich ruiniert haben. Der Weg dorthin (zur Zerstörung) ist bereits ein gutes (schlechtes!) Stück gegangen.

Das Fass ist am Überlaufen. Den Fusel, der da herunterrinnt, kann man nicht einmal gluckern. Da fällt selbst Ihrer Babsy kein Mix-Rezept mehr ein, um das geniessbar zu machen. Was da aus dem Fass kommt, vergällt einem alles.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Und wieder ein Wettbewerbsbeitrag über die hemmungslose Freude der Gmundnerleins über die Regio.Wahn.Tram (wie immer: klicken auf Bild für Originalgrösse!):

ich_freu_mich_falken

 


 Vision – ad Karl Kammerhofer

Einserkasterl von Hans Heidinger

So ein Pech!
Eigentlich wollte Herr Kammerhofer in seinem Einserkasterl folgendes schreiben:
Citoyennes et citoyens,
für´s Archiv! Anbei ein Bild des 186 Fahrgäste fassenden, 32 m langen Zuges – leider momentan nicht verfügbar, jederzeit aber am Klosterplatz zu besichtigen – der auch mit meiner Stimme, mit durchschnittlich 3 Fahrgästen durch die Innenstadt fahren wird. Wenn man den Fahrer wegzählt, kommen wir auf eine Auslastung von 1,07%. Wenn es großzügig gerechnet wird.

Ich halte meine Prognose aufrecht: der Zug wird nie voll ausgelastet und somit wirtschaftlich/ökologisch echt budgettauglich für unsere Gemeinde sein.
Selbst dann nicht, wenn man für öffentliche Verkehrsmittel total andere Voraussetzungen heranzieht.


Posting.

Hans Heidinger
Gesendet am 09.05.2015 um 7:57 vormittags

Kleine Zwischenfrage: Gibt es eigentlich auch eine Fotomontage, wie der Stadtplatz nach dem Durchbindungswahnsinn aussieht?

Antwort der Redaktion: Nur behelfsmässig. Es gibt eine Montage, die zeigt aber nur einen Zug in eine Richtung. Auch fehlen die Masten und die Haltestellen, da die Öffentlichkeit bis heute im Unklaren über deren Gestaltung gehalten wird. Hier die Montage, die wir schon einmal gebracht haben:

bim_11a (1)


 

 

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