Demokratie?

Heute:
Bruno Beinhart über Pseudo-Demokratie
Einserkasterl von Borgare

Liebe Leserschaft!

Wir werden heute nicht über die Hitze und das schwüle Wetter jammern. Dazu nur so viel: wer noch immer glaubt, es gibt keine massive Klimaänderung, dem ist nicht mehr zu helfen. Man ist sich in der Wissenschaft einig, dass für die extremen Wetterphänomene zu zwei Dritteln der Mensch verantwortlich ist. Der Mensch mit einem verrückten Wirtschaftssystem, das auf der Fiktion von ewigem Wachstum aufbaut. Die Menschheit sägt an dem Ast, auf dem sie sitzt. Das Krachen des brechenden Holzes ist bereits zu hören. Die Frage ist, ob die Menschheit hören will. Kann sein, dass der Mensch zu dumm ist, die Zeichen zu erkennen. Zu gierig. Die Eliten, ohnehin nur geistig etwas eng geführte Wirtschaftseliten, versagen. Am Gängelband dieser Wirtschaftseliten hängt die Politik. Die Ergebnisse können besichtigt werden.

Nun aber vernehmen wir die frohe Kunde: die Demokratie lebt. Und es gibt gelebte Demokratie. Die Asfinag lässt uns entscheiden, welche Farbe die Autobahn-Maut-Pickerln nächstes Jahr haben sollen. Zwar nur zwei Farben zur mickrigen Auswahl, man will die Bürger nicht verwirren. Die breite Palette des Farbenspektrums der RAL-Farben würde die armen Bürger überfordern. Aber trotzdem: Juhu! Wir sind Demokratie!

Danke liebe ASFINAG, dass wir Demokratie spielen dürfen. Das ist heute modern. Wir dürfen wählen, wer der beliebteste Fussballer ist. Wir dürfen gereihte Listings über jeden Mist erstellen. Wir haben totale Mitsprache über neue Superstars, Dancing-Stars, Dschungelcamps. Das ist es, was man sich unter Durchflutung der Gesellschaft mit Demokratie (die SPÖ unter Kreisky) vorstellt. Mitbestimmen, wo es um nichts geht. Sonst die Leute lieber nichts fragen. Nicht beim Euro, nicht bei wichtigen Entscheidungen der EU, nicht bei Pensionsreformen, nicht bei Bildungsreformen, schon gar nicht bei Budgetfragen. Oder Bankenrettung. Oder Regio. Dort, wo es zählt, fragt man die Bürger nicht so gern. Überhaupt nicht gern. Nachher kann man dann immer sagen: hätten die Bürger sich rechtzeitig eingemischt.

Aber man lässt uns zwischen zwei Farben wählen. Fürs Autobahnpickerl. Die Gefängnisinsassen dürfen über die Farbe der Zellentür abstimmen. Bravo Asfinag! Nie wurde uns deutlicher klar gemacht, wie wenig echte Demokratie zählt. Wie lästig die Bürgermeinung in Wahrheit ist. Wir haben keine Entscheidungsdemokratie. Wir haben eine Beruhigungsdemokratie. Eine Ablenkungsdemokratie. Eine Verschleierungsdemokratie.

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl


 

Tinnitus

Ein Einserkasterl von Borgare

Ich leide unter einen fürchterlichen Form von Tinnitus. Immer wenn ich von der geplanten Eisenbahn durch Gmunden höre oder lese oder daran denke, raunt es im Innenohr…..san denn di ganz narrisch….san den di ganz…..narrisch….narrisch………narr…..
In meiner Verzweiflung habe ich mit meiner Ärztin gesprochen. Die hat sich das alles angehört. Sie meinte diese Art von Tinnitus sei schlimm, aber für kritisch denkende Wesen ganz normal. Seither leidet sie übrigens selbst darunter.


 

Wir lassen nicht locker. Wir kämpfen für Abkühlung. Wir bringen, was um diese Jahreszeit sonst niemand bringt. Ein echtes Alternativprogramm. Alternativen! Das ist schliesslich eines der Grundthemen unseres Blogs. Unser Abkühlungsvideo zum Tag. Echt cool & on the rocks!


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