Rundblick

Heute:
Zwei Gastkommentare zur Bürgerinitiative
Ein Einserkasterl

Liebe Leserschaft!

Der Beitrag von Gneisser hat ein paar Fragen bei unserer Leserschaft aufgeworfen. Insbesondere die These, die Liste der Bim-Gegner sei eine „getarnte“ ÖVP-Liste, ist sehr umstritten. Die Diskussion darüber wird heute hier in Beiträgen geführt.

Demokratie ist schwierig. Gelebte Demokratie. Aber dafür haben wir heute Demokratie-Sourrogate. Etwa wenn die ASFINAG die geplagte Käufterschaft der immer teurer werdenden Maut-Vignette darüber entscheiden lässt, welche Farbe es denn sein darf für diese Vignette. Wobei die Auswahl noch mickriger war, als die bei Nationalratswahlen. Ganze zwei Farben standen zur Auswahl. Das nennt man Vielfalt. In aller Einfalt! Wir sind bei der Vignetten-Demokratie angelangt. Na prima!

Dass uns die ÖVP noch immer vor einer rot-blauen Koalition warnt, die – Gott behüte! – gar dem Pühringer den LH rauben könnte. Ein absurdes Theater, das die ÖVP da veranstaltet, um von wichtigen Themen abzulenken. Pühringer sollte lieber erklären, wie er sich die nächsten sechs Jahre vorstellt. Immerhin wird immer klarer, dass sich beim Landesbudget eine Katastrophe anbahnt. Dank jahrzehntelanger Verschwendungsorgien. Da hätte man gerne Antworten. Werden wir aber nicht bekommen – versprochen!

Schön langsam wird die Hitze genauso fad, wie die Lärmorgien, die jedes Wochenende in der Innenstadt veranstaltet werden. Remmidemmi für eine lärmfreudige Minderheit gegen die lärmgeplagte Mehrheit, die jetzt nicht einmal an den Wochenenden Ruhe findet. Die Lärmverschmutzug des öffentlichen Raums schreitet weiter voran. Wo sind die Grünen? Auch das ist nämlich Umweltverschmutzung, noch dazu eine besonders gesundheitsschädliche.

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl


Spatenschwingen und Phrasensalat

Einserkasterl von Wilhelm Krausshar

Von wegen Spatenschwingen und Phrasensalat!
Am 1. August wurde die Gmundner Ostumfahrung eröffnet. Nach Jahrzehnten der Querelen ein wirklich gutes Stück Arbeit.
Aber: Wir denken nur bis zur eigenen Nasenspitze. Bis jetzt hat sich nichts geändert. Die großen LKW fahren immer noch die Linzer Straße herein, um den Kreisverkehr und die Scharnsteinerstrasse hinaus. Warum? Weil niemand daran gedacht hat, dass man an den Ortstafeln von Gmunden Verkehrsschilder aufstellt mit 3,5t, ausgenommen Zustelldienste und Anrainer.
Und so durchdacht sind in Gmunden die meisten Projekte!


ÖVP mit Tarnkappperl

Gastkommentar von Hans Heidinger

Anmerkung zum Beitrag von “Gneisser”:
Gneisser spricht aus, was ich mir schon lange gedacht, aber nicht wahrhaben wollte: Die sogenannte “Bürgerinitiative” ist nichts anderes als eine Scheinopposition, die mit einem genialem Schachzug von der ÖVP ins Leben gerufen wurde. Wie sonst sind die mißglückten, blauäugigen, realitätsfremden und wirkungslosen Initiativen zur Rettung der Innenstadt, gegen die Zerstörung des historischen Stadtkerns, gegen ökologischen und ökonomischen SuperGAU und gegen Steuergeldverschwendung zu sehen!? Nur weil ich einen “Hybridbus” präsentiere, wird sofort die Stimmung und Meinung bei Pühringer, Entholzer, Anschober und den Vertretern in Gmunden – Dickinger, Sageder, Krapf, John, Sperrer, Kienesberger und Langwieser – zum Wahnsinnsprojekt “Zug durch Gmunden” ins Gegenteil umschlagen? Noch realitätsferner – wenn nicht doch “geschoben” – kann man nicht leben!
Bemitleidenswert sind nur die 4000 Unterzeichner, die an die vorgeschobenen Argumente geglaubt und unterstützt haben!

Anmerkung zum Inserat der FPÖ:
Natürlich ist es für einen alten “Rotwähler” wie mich schwer zu “verdauen”, dass die FPÖ – zumindest in Gmunden und im Land – ohne aufhetzerisch oder unappetitlich zu argumentieren, genau die Fragen stellt, die sich im Prinzip jeder selbst stellt. Am besten könnte man Vorbehalte und Vorurteile ausräumen, wenn man nur die gestellten Fragen – die ich in keiner Weise problematisch finde – emotionslos beantworten würde.Alles andere macht keinen Sinn und verstärkt das Unbehagen, dass an den unterschwelligen Vorwürfen doch das eine oder andere Wahre dran sein könnte …


Keine Tarn-ÖVP

Gastkommentar von Reinhold Kassmannhuber

Herr/Frau Gneisser hat mit seinen/ihren Vermutungen in 3 Punkten Recht:
Ja, Die B.I.G. Bürgerinitiative Gmunden wird zur Gemeinderatswahl am 27.09.2015 antreten.

Ja, auf der B.I.G. Liste kandidieren „honorige“ Menschen. Gott sei Dank!
Ja, die B.I.G. ist gegen die Durchbindung der Regionalbahn Gmunden-Vorchdorf durch die Innenstadt.

Ich muss Hr./Fr. Gneisser allerdings enttäuschen, mit allen anderen Überlegungen liegt er/sie völlig falsch. Die B.I.G. Kandidatinnen und Kandidaten haben sich zu diesem Schritt nicht entschlossen, weil sie der ÖVP oder einer der anderen Parteien „helfen“ wollen. Sie haben sich zu diesem Schritt entschlossen, um dazu beizutragen, dass im Gmundner Rathaus wieder VERNUNFT, TRANSPARENZ und BÜRGERNÄHE einziehen. Drei wichtige Voraussetzungen für eine gute Kommunalpolitik, die von einer Mitgliedschaft bei Schwarz, Rot, Blau, Grün oder Pink absolut unabhängig sind und leider seit einigen Jahren im Rathaus fehlen.
Hr./Fr. Gneisser erahnt offensichtlich, dass es der B.I.G. nicht ausschließlich um den Widerstand gegen die Regionalbahn-Durchbindung geht. Auch in diesem Punkt liegt er/sie nicht falsch.

Vernunft, Transparenz und Bürgernähe müssen auch Bereiche wie Verkehr und Mobilität, Bau-und Stadtqualität und in der Verwaltung der Stadtfinanzen wieder dominieren. Dafür wird die B.I.G. arbeiten, wenn die Gmundner und Gmundnerinnen uns ihr Vertrauen schenken.
Die Einschätzung der Stärke der B.I.G. sehen wir naturgemäß anders. Wir werden genug Mandate erreichen um in Zukunft den Stadtrat für Verkehr/ Mobilität zu stellen.


 

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