Ortsbild?

Heute:
Bruno Beinhart sucht das Ortsbild

Liebe Leserschaft!

Gestern haben wir zwei deutlich satirische Beiträge veröffentlicht. Und doch müssen wir etwas eingestehen. Die gelungenste Satire kommt nicht an gegen die Realsatire.

Denn diese Woche flatterte ein Folder in die Gmundner Haushalte. Am 6. September findet nämlich in Gmunden die Ortsbildmesse statt. Man muss es zweimal lesen, um es glauben zu können. Die Musterhaftigkeit Gmundens kann es nicht gewesen sein. Wir vermuten, dass Gmunden als abschreckendes Beispiel gedacht ist. Gedacht sein sollte. Denn im Veranstaltungsreigen und um diese Messer vermissen wir einen wichtigen Programmpunkt. Zwar finden sich eine Menge Veranstaltungen, deren Zusammenhang mit „Ortsbild“ sich selbst dem Laien sofort erschliessen: ein Glücksrad der Gemeinde Gmunden (kann man da den BM-Job gewinnen?), eine Hüpfburg (als Beispiel billiger Wohnmöglichkeiten im Ort?), Lamareiten (das neue Verkehrsmittel, wenn die Buslinien dank Regio gekappt werden?) oder Jonglieren (wohl mit den vergeudeten Millionen der Köppl-Ära). Was sich nicht findet, ist eine Rundfahrt zu den hässlichsten, das Ortbild am meisten verschandelnden Bauten. Da gäbe es ja sogar die Möglichkeit, mehrere Touren einzurichten. Denn eine Rundfahrt wird nicht reichen, um all die ErBAUlichkeiten dem hoffentlich an Horror gewohnten Publikum vorzuführen. Dass am Ende der Messe eine Schlussfeier mit ÖVP-Landesrat Strugl stattfindet, ist wohl dem Wahlkampf geschuldet. Ob der ÖVPler dann auch selbst und solo das angekündigte Schlusslied intoniert, konnten wir noch nicht in Erfahrung bringen. Auf jeden Fall soll „Hoamtland“ erklingen. Nachdem selbiges in Gmunden gründlich verschandelt worden ist.

Wer sich nicht für den saublöden Text geniert, kann natürlich mitsingen. Oder zumindest den Hund mitjaulen lassen:

Hoamatland, Hoamatland!
Han dih so gern.
Wiar a Kinderl sei Muader,
A’Hünderl sein Herrn.

Dumm nur, dass ausgerechnet diejenigen, die am meisten das „Hoamatland“ im Munde führen, es am meisten verschandeln und ruinieren.

Liebe Leserschaft! Schickt uns eure hässlichsten Ortbildfotos an unsere Email-Adresse. Wir machen hier mal einen Anfang mit einem der übelsten architektonischen Schandmale der Stadt, dem Zubau zur Musikschule:

Ginko_RestGelungene Ortsbildpflege am Gelände der Musikschule – Vandalismus an uraltem Ginkobaum

musik_schule_ansicht_osten

So scheinbar harmlos im Plan …

musikschule

… so scheusslich in der Realität.

Wenn man das sieht, graust selbst einer Sau. Also bitte, alle Messebesucher herumführen. Die Beispiele in Gmunden sind wahrhaft abschreckend.

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl

Interne Hinweise:
Da wir auch mal auf Urlaub sind, haben wir seit Anfang Juli die einlangenden Emails nur sehr selektiv bearbeitet. Wir werden in nächster Zeit jene veröffentlichen, die noch von aktueller Bedeutung sind.

Morgen bringen wir einen Gastkommentar von Michael Amon zur Flüchtlings-/Asylanten-Frage. Dazu ein paar andere Wortmeldungen zum Thema.
Für Montag ist u. a. ein Beitrag von Markus Medl zur Wohnsituation in Gmunden geplant.

Des weitern hat Michael Amon sich bereit erklärt, ab Sonntag, 23. 8., jeweils im Wochenabstand das Wahlgeschehen und die Parteienaktivitäten zu kommentieren. Exklusiv für die Gmundl-Leserschaft. Wir freuen uns!


Posting.

Hugo von Wald und See

Danke für die vielen Infos liebes Gmundl Team!
Er hätte schlicht und einfach nur die Listen der Kandidaten für den Gemeinderat
Gmunden gesucht.
Er konnte leider nichts finden weder bei den Parteien noch auf Gmunden Seite.
Kann das Gmundl Team einen Tipp geben wie man die Kanditäten für den Gmundl Stadl gemeint alle Kandidaten für Gmundens Gemeinderat?
findet?
Danke liebe Sommergrüße
Hugo von Wald und See

Geschätzter Hugo!
Laut Wahlordnung müssen die Listen nicht vor dem 40. und nicht nach dem 38. Tag vor der Wahl „in ortsüblicher Weise “ veröffentlicht werden. Auf gut deutsch: zwischen 18. und 20. August müssen die Listen und BM-Kandidaten öffentlich gemacht werden. Wir nehmen an, dass dies ortsüblicherweise sowhl auf der Schwarzen Tafel im Rathaus als auch auf der elektronischen Schwarzen Tafel der Web-Seite der Gemeinde Gmunden erfolgen wird.
Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl


 

 

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