Gmundner Wohnen

Heute:
Bruno Beinhart moderiert ein
Gastkommentar Markus Medl zu Wohnen
Offener Brief: Traunsee zum Abgewöhnen!

Liebe Leserschaft!

Wohnen in Gmunden ist ein Problem. Ein echtes. Wenn man nicht ausreichend Kohle hat, am besten mehr als ausreichend Kohle. Zustand ist das keiner. Wobei wir das Problem nicht nur bei jungen Leuten sehen. Auch ältere Menschen brauchen leistbare Wohnungen. Um es klar und deutlich zu sagen: leistbares Wohnen ist quer durch die Generationen eine politische Aufgabe. Wir hoffen, dass diese Frage im Wahlkampf auch und gerade vor Ort in Gmunden eine grosse Rolle spielen wird. Wir sind gespannt, welche Antworten die wahlwerbenden Parteien geben werden. Und wie glaubhaft sie dabei bei der Wählerschaft sein werden. Es zählen nämlich nicht nur die Versprechen der Vorwahlzeit, sondern auch die Taten der vergangenen Jahre. Ein Wettstreit der Ideen ist wünschenswert. Wir eröffnen ihn heute mit einem ausführlichen Gastbeitrag.

Was sich in den letzten Wochen auf den Parkplätzen in Gmunden abgespielt hat, spottet jeder Beschreibung. Offenbar glaubt man in der Stadtpolitik, dass man mit der sündhaft und blödsinnig teuren Anmietung von Parkplätzen alles getan hat, was nötig ist. Dem aber ist nicht so. Schon in den vergangenen Monaten hat der Grüne Gemeinderat Karl Kammerhofer (der wieder für die Grünen kandidieren wird) das eindrucksvoll fotografisch dokumentiert. Wir haben das gern hier im Blog veröffentlicht. Heute bringen wir dazu den Brief eines Gmunden-Besuchers an den Bürgermeister und die Stadträte.

Einen schönen Start in eine klimamässig erträgliche Woche!

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl

Morgen bringen wir etwas über die Verschandelung von Gmunden sowie einen Gastkommentar von Marge Lila über ein äusserst fragwürdiges Propagandavideo auf Kosten der Steuerzahler.


Auch eine Möglichkeit

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Gmunden muss für alle leistbar werden – ansonsten sind wir mausetot!

Ein Gastkommentar von Markus Medl

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Die demographische Entwicklung Gmundens müsste seit Jahrzehnten alle Alarmglocken schrillen lassen. Am Durchschnittsalter der Bevölkerung gemessen ist Gmunden die älteste Bezirkshauptstadt in Oberösterreich. Auch der Anteil der Jugendlichen unter 15 Jahren weicht dramatisch vom OÖ-Durchschnitt ab. All diese Fakten sind größtenteils Auswüchse einer konservativen Wohnungspolitik, welche Menschen bewusst und in vollster Absicht aus ihrem Lebensraum verdrängt.

Besonders junge Menschen in begehrten Tourismus- oder Zweitwohnsitzgebieten trifft der galoppierende Anstieg der Mietkosten besonders hart. Daher ist es von enormer Bedeutung, diesen Sektor nicht dem freien Markt zur Regulierung zu überlassen, auch wenn die (Neo-)liberalen und Bürgerlichen gebetsmühlenartig die Mär vom bösen Staat und dem Gerechtigkeit schaffenden Markt bemühen. Die absichtlich-künstliche Verknappung treibt die Mietpreise in die Höhe und die Jugendlichen ohne finanzkräftiges Elternhaus auf die Straße.

Wir, die Junge Generation in der SPÖ, haben ein speziell dafür ausgerichtetes Fördermodell entwickelt, welches dieser fatalen Entwicklung entgegenwirken soll. Nach unserem 5×5-Modell würden Jugendliche unter 30 Jahren die ersten 5 Jahre nur 5 Euro pro Quadratmeter an Miete bezahlen. Dieser Vorschlag wurde im Juli dieses Jahres von GR Stefan Gärber (SPÖ) als Resolution eingebracht und mit den Stimmen von ÖVP und FPÖ abgelehnt.

Durch diese Ablehnung der Resolution im Gemeinderat haben ÖVP und FPÖ einmal mehr bewiesen, dass ihnen die Schaffung von Lebensräumen für junge Menschen völlig egal erscheint, und sie ausschließlich als Steigbügelhalter der finanziell Potenten taugen.

Zur Bekämpfung der Wohnungsmisere sind auch weitere Maßnahmen unerlässlich: Eine landesgesetzliche Ermächtigung, welche Kommunen ermöglichen würde, gemeindeautonom Zweitwohnsitz- und Leerstandabgaben einzuheben, muss eine dieser Begleitmaßnahmen sein. Was im Falle der Zweitwohnsitzsteuer im bekanntlich kommunistisch regierten Bayern (© Karl Kammerhofer) möglich ist, kann auch keine Utopie für Oberösterreich darstellen. Angesichts der hohen Quote an Leerständen in der Innenstadt wäre auch eine Abgabe auf Objekte, welche zweckfremd als Wertobjekt ohne Hauptwohnsitz genutzt werden, längst überfällig.

Wir haben das Thema „Gmunden muss für alle leistbar werden“ zum Generalthema für die Gemeinderatswahl erklärt. Wenn ein Jugendlicher aus dem Elternhaus ausziehen möchte, darf er von der Politik nicht aus Gmunden vertrieben werden. Bei Mietpreisen für Kleinwohnungen von über 10€/m² ist dieser unfreiwillige Abgang traurige Realität, die Nachbarorte erleben seit Jahren einen signifikanten Bevölkerungszuwachs. Wohnen in Gmunden darf kein ausschließliches Privileg der „G’stopften“ werden, ansonsten ist die Stadt bald mausetot. Dann werden wie beispielsweise in Velden am Wörthersee zu Saisonende die Jalousien geschlossen, die Gehsteige hochgeklappt und der Ort in den Winterschlaf geschickt.

Der zentrale Faktor für die Revitalisierung einer Stadt ist die Frequenz und die soziale Durchmischung. Wenn wir jetzt nicht aufstehen und an einer Zukunft für Gmunden als Lebensstadt arbeiten, dann wird der Abgesang auf unsere Stadt von Woche zu Woche lauter von den Ufern erklingen. Die Bürgerlichen, die seit 1945 den Bürgermeister stellen, haben diesen Prozess des Dahinsiechens über Jahrzehnte hindurch Spalier stehend begleitet.

Ich will nicht mehr länger zuschauen, wenn ein 20-jähriger Schlosser oder eine 17-jährige Friseurin in Ausbildung einer honorigen Pelzträgerin weichen muss. Gmunden muss für alle leistbar werden, unabhängig von Herkunft, Beruf, Alter oder Finanzkraft.

Markus Medl ist Gemeinderatskandidat der SPÖ Gmunden.


Offener Brief
Traunstein und Traunsee zum Abgewöhnen

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Krapf!

Ich bin ein Fan ihrer Stadt und Region, und das ist auch meine Motivation für diesen Brief. Denn nach meiner Erfahrung ist die Verkehrssituation in der Traunsteinstrasse nicht nur für mich, sondern auch für die meisten anderen Wanderer, Badegäste und auch Anrainer unzumutbar.
Erlebnis 1 vor zwei Wochen: Anfahrt mit dem Auto zur Traunsteinbesteigung, Einfahrt in die Traunsteinstrasse, alle Parkplätze besetzt, Umdrehen und ‚irgendwo‘ das Auto abstellen. So wie alle anderen auch wahrscheinlich vorschriftswidrig.
Erlebnis 2 heute: Mit der Bahn nach Gmunden, über den Gruenberg zum Laudachsee, dann Abendessen in der Ramsau, dann zu Fuß als gefährdetes Freiwild zwischen parkenden und fahrenden Autos zurück, ein mitfühlender Taxifahrer hat mich dann noch gratis mitgenommen.
Sehr geehrter Herr Buergermeister, ich möchte Sie einladen, nehmen Sie Ihren Gemeinderat und besichtigen Sie z. B. Weissensee, um zu erfahren, wie mit Shuttleservice, Parkplatzbewirtschaftung und Zufahrtsbeschränkungen solche Verkehrssituationen zukunftsfähig und benutzergerecht gelöst werden können.
Diese Lösungen müssen ohnehin kommen, und zum Wohle ihrer Stadtgemeinde und ihrer Besucherinnen hoffe ich: bald!

Mit freundlichen Grüßen

Peter Czermak
Steyr, 15. August 2015


 

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