Archive for August 2015

Bürger-liches
21. August 2015

Heute:
Brunos Tagesrundblick auf die Welt
Gastkommentar von Reinhold Kassmannhuber wg. BM
Gastkommentar von Christina Schiwek
Satirezone vom Schwarzen Hans

Liebe Leserschaft!

Auf unsere Frage, warum es keinen BM-Kandidaten der B.I.G. gibt, antwortet heute dankenswerter weise deren Listenführer. Wir verstehen natürlich seine Argumentation. Noch mehr verstehen wir, dass hier ein Ungleichgewicht in der Konkurrenz vorhanden ist. Ein freigestellter Beamter mit BM-Gage tut sich da leichter mit der Kandadatur als ein freier Unternehmer. Letzterer wird in seinem Unternehmen gebraucht. Ein Lehrer wird durch einen anderen vertreten. Das sind wirklich sehr ungleiche Bedingungen. Oder wenn Parteiangestellte kandidieren. Umso mehr ist der Grüne Spitzenkandidat Sperrer für seine Courage zu loben, sich für das BM-Amt zu bewerben. Auch er hat ein Unternehmen, und die Belastung einer Kandadatur sollte man nicht gering schätzen.
Wo wir etwas anderer Meinung sind, ist dort, wo Kassmannhuber meint, die Entscheidungen hingen ja von der Mehrheit im Gemeinderat ab. Das stimmt halt in der Realverfassung nur bedingt. Ein BM hat reale Macht, kann Dinge fördern oder behindern, kann Schwerpunkte setzen, verfügt über den Beamtenapparat. Selbst ohne eigene Mehrheit kann ein BM einiges „vorlegen“. Insofern bedauern wir es, dass nicht alle kandidierenden Listen auch einen BM-Kandidaten stellen. Das würde es erleichtern, dass das BM-Amt nach Jahrzehnten der ÖVP-Vorherrschaft endlich einmal einer anderen Partei/Liste zufällt. Aber natürlich ist die Entscheidung der B.I.G. zu respektieren. Schon die Tatsache der Kandidatur für den GR ist anzuerkennen und erfreulich. Eine notwendige Erweiterung der Wahlmöglichkeiten der Bürgerschaft.

Wie man liest, reagiert Brüssel „verschnupft“ auf die Initiative der österreichischen Bundesregierung in Sachen gerechtere Flüchtlingsverteilung. Die rechtlichen Chancen mögen tatsächlich gering sein. Das haben die EU-Verträge so an sich. Vieles ist nur ungenau formuliert. Folge der notwendigen Kompromisse. Aber eines ist sicher: die Dublin-Regeln gehören weg. Sie sind unsinnig, ungerecht und unsolidarisch. Brüssel, sprich: die Kommission, sollte hier lieber aktiv werden, anstatt sich „verschnupft“ zu geben. Denn wenn sie so weiter agiert, wie bisher, wird es nicht bei einem Schnupfen bleiben. Da lauert eher eine komplikationsreiche schwere Grippe. Möglicherweise eine mit letalen Folgen. Soll ja bei manchen Grippen so vorkommen.

Dazu passt, dass nicht nur in Österreich die FPÖ sowohl von Fehlern der Regierung als auch von der Unfähigkeit und Volksferne der EU-Bonzen profitiert. Die Schwedendemokraten, die dortige Ausgabe der FP, liegen nach neuesten Umfragen erstmals in Schweden mit 25,2 % in Führung. Die regierenden Sozialdemokraten liegen bei 23,4, die oppsitionellen Konservativen bei 21 %. Der europäische Zug scheint zumindest nördlich der Alpen eine klare Richtung zu haben. Kein Wunder, haben doch die Sozialdemokraten europaweit das Feld geräumt und die „Modernisierungsverlierer“ ihrem Schicksal und der Rechten überlassen. Die Konservativen und Christdemokraten stehen dem in nichts nach. Dabei zeigen gerade die rechten Bewegungen in Europa, dass man mit Werten, und seien sie noch so fragwürdig, Wahlen gewinnen kann. Wie wäre es bei Sozialdemokraten und Christdemokraten mit einer ernsthaften Rückbesinnung auf ihre Grundsätze und Werte?

Ein prinzipienfester Sozialdemokrat, der mithalf, die Welt ein wenig zu verändern und zu verbessern, ist im 93. Lebensjahr gestorben: Egon Bahr. Er war Mitgestalter jener Ostpolitik, die letzten Endes zum Fall des Eisernen Vorhangs führte. Eines Eisernen Vorhangs, der im Moment von den Ungarn gerade wieder, ein wenig östlicher halt, errichtet wird. In diesem Fall ist es nicht zu hoch gegriffen, wenn ich sage: ein Grosser ist gegangen. Leute wie er, Brandt, Kreisky oder Palme fehlen heute. Politiker, die zu einem grossen Design fähig waren, ohne dabei die Realität aus dem Auge zu verlieren.

Interessant ist, dass von den Grünen wenig zur neuen Umfahrung von Gmunden über Gschwandt zu hören ist. Es wird ja eine angebliche Verringerung des Autoverkehrs in Gmunden von täglich bis zu 4.000 Autos versprochen. Doch jetzt hat gerade Rudi Ratlos Anschober sich gegen die Steyrer Westspange ins Zeug gehaut. Mit den schönen Worten: „Umfahrungen ziehen erfahrungsgemäß nach kurzer Zeit vermehrt Verkehr an, der Antlastungseffekt verpufft relativ schnell.“ Ah so! Dann sind wir sehr gespannt, was in Gmunden geschehen wird. Hier glaubt man nämlich, dank verringerten Verkehrs eine Begegnungszone mit der Regio einrichten zu können. Wir werden sehen, welche der beiden Theorien, Verkehrsverringerung oder Verkehrsvermehrung, sich im Falle Gmunden als richtig erweisen wird.

Es ist schön und lobenswert, wenn die Bundesregierung einen Betriebsausflug nach Traiskirchen unternimmt. Obwohl: neue Erkenntnisse wird sie wahrscheinlich nicht gewonnen haben. Stand schon alles seit Monaten in den Zeitungen. Mitsamt Bildern. Aber die Erkenntnis, es „besteht Handlungsbedarf“, die ist echt umwerfend. Wer hätte das gedacht? Gut, dass wir eine so hellsichtige und weitblickende Blitzgneisser-Regierung haben. Echt!

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl


Warum nicht den Bürgermeister?

Ein Gastkommentar von Reinhold Kassmannnuber

Bruno Beinhart stellt die berechtigte Frage, warum die B.I.G. keinen Bürgermeisterkandidaten für die Gemeinderatswahl aufstellt. Danke für die Einladung zur Stellungnahme. Auch das B.I.G.-Team hat dieses Thema diskutiert. Schlussendlich waren es zwei Gründe, die uns zur Entscheidung brachten, keinen Bürgermeisterkandidaten aufzustellen:

Unser Team hat sich aus dem gemeinsamen Widerstand gegen die Lokalbahn Durchbindung gefunden. Unsere Arbeit hat uns immer mehr darin bestärkt, dass die Kommunalpolitik in Gmunden einer grundlegenden Änderung und Erneuerung bedarf. Der Widerstand der Bürger und Bürgerinnen aus allen politischen Lagern berührt die derzeitigen Stadtpolitiker in keiner Weise und wird völlig ignoriert. Es hat sich bewahrheitet, dass Veränderung nicht aus dem bestehenden System heraus kommt, sondern durch Druck von außen. Mit unserer Kandidatur geben wir allen Gmundnerinnen und Gmundnern, die diese Veränderung und Erneuerung auch ersehnen, die Möglichkeit, sie in Gang zu setzen. Eine grundlegende Veränderung der Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat und ein parteipolitisch nicht eingefärbter Blick auf die Chancen und Probleme unserer Stadt werden dafür sorgen.

Als Bürgerinitiative verfügen wir weder über die organisierte Wahlkampfmaschinerie der Parteien noch über deren finanzielle Mittel. Wir haben uns daher dazu entschlossen, unsere Ressourcen zu bündeln und vorrangig unsere Finger auf die zahlreichen offenen Wunden der Stadtpolitik zu legen. Ein neuer Bürgermeisterkandidat muss intensiv als Person den Wählerinnen und Wählern vorgestellt werden. Ein Nachteil gegenüber den bereits in der Politik Tätigen, den wir als Bürgerinitiative nur mit einem hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand wett machen könnten. Schlussendlich sind es aber die Mehrheitsverhältnisse, die bestimmen, wohin unsere Stadt sich entwickelt. Gott sei Dank hat jede Wählerin und jeder Wähler die Möglichkeit, seine/ihre Stimme für uns abzugeben, unabhängig davon für welchen Bürgermeisterkandidaten sie/er sich entscheidet.

Als Sprecher der B.I.G. ist es mir persönlich aus beruflichen Gründen nicht möglich, mich als Bürgermeisterkandidat zur Verfügung zu stellen. Die Sicherung der eigenen beruflichen Existenz ist mit der Aufgabe eines Bürgermeisters in Gmunden für mich derzeit nicht vereinbar. Ein berufliches “Sicherheitsnetz” gibt es für mich, wie für so viele andere, nicht. Es wäre den Wählerinnen und Wählern gegenüber nicht ehrlich, für ein Amt zu kandidieren, für das ich die notwendigen, zeitlichen Ressourcen nicht aufbringen kann.

Aber, wer weiß was die Zukunft bringt – vielleicht gibt es bei der nächsten Gemeinderatswahl eine oder einen B.I.G. Bürgermeisterkandidatin/en?

DI Reinhold Kassmannhuber ist Listenerster der Bürgerinitiative Gmunden BIG


Unverantwortlich und skrupellos?

Gastkommentar von Christina Schiwek

Ein Paar Gedanken zum Gastkommentar „Unverantwortlich und Skrupellos“ von „Insider“ im “Gmundl”

Warum ein Werbevideo, und das ist es nun mal, erschüttert, das „Jugend mobil“ heißt, weil es nun mal um die Jugend geht, entzieht sich meiner Kenntnis. Kann es vielleicht an der Annahme liegen, dass den jugendlichen Akteuren jegliche Ahnung von der Sachlage abgesprochen wird? Die vollkommene „Ahnungslosigkeit“ der jungen Damen sehe ich eher in einer gewissen Nervosität vor der Kamera und dem Mikrofon.

Ich glaube, darin liegt einer der ganz großen Schwächen unserer Gesellschaft: Wir trauen unserer Jugend scheinbar gar nichts zu. Ich habe von Jugendlichen schon oft Ideen und Gedankengänge gehört, die in ihrer Unkompliziert einfach nur erfrischend sind. Wenn ich mir so anhöre, was „Erwachsene“ so von sich geben, in einer Überheblichkeit, wundert es mich, dass sich überhaupt etwas ändert. An sich finde ich die Aussage, dass die Junge Dame weder die Absicht hätte….., schon sehr überzogen.

Und nur weil diese jungen Menschen vor dem Gesetz noch unmündig sind, heißt das ja noch nicht, dass selbige zu dem Video gezwungen wurden, auch wenn sie noch nicht „wahlberechtigt“ sind. Ich denke, dass unsere Jugend Großteils sehr wohl in der Lage ist, selber zu entscheiden wo sie mitmachen und wo nicht. Und wenn auch nur ein junger Mensch nach einem lustigen Abend so schlau ist, mit der Regio statt dem Auto zu fahren und nur diese eine Person nicht verunglückt, dann zahlt sich für mich die Bim schon aus.

Salzi-TV.
Es ist und bleibt ein Unternehmen das in erster Linie von den Werbeeinnahmen, Aufträgen lebt. Der Begriff Machtausübung dient wohl eher rhetorischen Zwecken, damit die Stimmung nicht verlorengeht, auch wenn sie negatives impliziert.
Und jetzt mal im Ernst. Das Video läuft unter der Kategorie Jugend/Werbesendung.
Was erwarten Sie ?

Eines der Probleme unserer Zeit: Der Text wird rudimentär überflogen und das Video konsumiert, weil das einfacher ist. Etwas Zeit um zu lesen mag vielleicht unmodern sein, kann aber helfen – und informieren. Da steht nämlich, dass es eine Werbesendung ist. Ich bin jetzt 56 Jahre alt und kann da, da es sich um ein Jugend/Werbevideo handelt, keinen geschürten Generationenkonflikt erkennen. Und den Älteren wird nicht unterstellt, dass „alle“ gegen die Regio wären, es wird lediglich darauf hingewiesen, dass mehr Jugendliche dem Projekt positiv gegenüberstehen als Ältere. Obwohl ich auch das anzweifle. Es melden sich nur deutlich mehr Junge zu Wort als die ältere Generation.

Dass die Regio und ihre Finanzierung Teil des Grauens ist, ist für mich da eher Polemik. Man sollte da doch bitte ins Kalkül einbeziehen, dass Arbeiten, die vielleicht in einigen Jahren, oder 10 / 20 Jahren möglich gewesen wären, nicht einfach der nächsten Generation überlassen wurden. Welches Grauen also ?

Es ist also ein Gekuder offensichtlich nicht oder fehlinformierter Jugendlicher?
Mal abgesehen davon, dass sich die Jugendlichen mit Sicherheit darüber informieren was passiert und sich ihre eigene Meinung darüber bilden, sollte man endlich von dem hohen Ross heruntersteigen und unsere Jugend als Teil unserer Gesellschaft akzeptieren, die ihre eigenen Vorstellungen, ihre eigene Meinung haben.

Erfahrene Erwachsene? Die geben der Jugend nicht nur eine Chance und hören zu, denken nach, überdenken ihren eigenen Standpunkt, weil sie erfahren sind.

Die anderen „Erwachsenen” sudern, fordern Untersuchungen und stellen drängende Fragen, die ein gutes Abbild geben. Disziplinarische Untersuchung und Disziplinarverfahren, ja, damit bekommt man die Sache sicher in den Griff. Man braucht sich das Gelaber dieser uninformierten, nicht wahlberechtigten, ahnungslosen Jugend nicht mehr anhören, Sache erledigt.

Wir sollten mehr auf unsere Jugend hören, sie mit einbeziehen und endlich anerkennen, dass sie Gmunden und Umgebung genau so bewohnen wie wir, die wir älter sind.

Dieser Beitrag wurde auch auf https://kompasskurs.wordpress.com/2015/08/ veröffentlicht.


 

Wahlkampfsplitter
Gmundner Gemeinderatswahl 2015

Eine Satirezone vom Schwarzen Hans

Auch diese Chance hat sich Gmunden wieder einmal entgehen lassen:
19. August 2015, 10:53 Die Eilmeldung aus dem gestrigen Standard:
Pilot in NÖ: Windenergie aus Wasserstoff

Endlich könnte man auch in Zusammenarbeit mit dem Laserzentrum auf dem Gelände des Gaswerkes mit Wasserstofftechnologie Windräder antreiben. Gmunden könnte so wieder ein einzigartiger Luftkurort werden – der von den Launen der Witterung unabhängig – kräftigen Wind hätte erzeugen können. Statt dessen investiert man das Geld lieber in Ballspiele (Swans) – Lacus Felix in der Nähe hätte somit wieder Sinn gemacht. Die Windräder hätten halt entsprechend groß sein müssen.

Frau Mag. Katherina M. aus der Schmidtgasse, die auf ihrer Dachterrasse ein Luftkurstudio errichten lassen wollte, meinte zum Ergebnis der Verhandlungen: „ Als Akademikerin und Wirtschaftswisenschafterin sage ich – wieder eine vertane Chance für Gmunden, Wind aus Wasserstoffenergie zu gewinnen. Übersehen wurde dadurch auch die Möglichkeit, für das Lichterfest 2016 aus Wasserstoff wieder knallenden Lärm und  Wasser für den Traunsee zu erzeugen“.


 

 

 

Manipulation geht weiter
20. August 2015

Heute:
Bruno Beinhart blickt auf die Welt

Liebe Leserschaft!

Wir machen heute eine kleine Pause mit der Veröffentlichung von Gastbeiträgen. Wir müssen das vorliegende Material sichten und bewerten.

Merkwürdige Dinge geschehen. Rund um die Regio. Die Propagandaoffensive auf Kosten der Steuerzahler geht weiter. In den Tips erscheint nun schon die zweite Woche in Folge eine ziemlich dummdreiste als Berichterstattung getarnte „Werbung“ für die Regio. In der Vorwoche mußten die Leiterin des AMS-Gmunden und die Zentralbetriebsrätin der MIBA ausrücken, um die Segnungen der Regio zu erklären. Höhepunkt der Dreistigkeit in der Vorwoche: das 95 Mitarbeiter der MIBA aus Ebensee (!), Gmunden, Gschwand und Kirchham nach Vorchdorf pendeln, würden dann eventuell 95 Autos weniger unterwegs sein. Na wumm! Kleiner Nachsatz: es müssten halt schon die Fahrzeiten an die Arbeitszeiten angepasst werden. Stimmt. Und genau das ist nicht der Fall, und wird nie der Fall sein. Früher haben grosse Industriebetriebe für solche Zwecke einen Werksverkehr eingerichtet. Heute soll die öffentliche Hand, also wir alle, dafür zahlen.

Diese Woche dürfen sich unter dem Titel „Experteninterviews“ eine Frau Karoliny von der „Selbstbestimmt-Leben-Initiative“ und ein Herr Menrath vom Blindenverband in Sachen Regio äussern. Die Tips-Fragen geben gleich mal die Antworten vor: „Kann man bei der Stadt-RegioTram Gmunden-Vorchdorf von einem Vorzeigeprojekt hinsichtlich Barrierefreiheit sprechen?“ Die Herr vom Blindenverband antwortet darauf, man habe sich bemüht, „…ein Fahrzeug zu schaffen, das es bis dato auch hinsichtlich Barrierefreiheit nicht gab.“ Der Laie staunt, der Fachmann wundert sich. Denn all die Einrichtungen, die in der Regio vorgesehen sind, stellen längst einen Standard dar – sowohl im Bereich Bim als auch Bus oder E-Bus. Und was die gloriose Barrierefreiheit betrifft, da lassen wir uns gerne überraschen. Immerhin wird die Haltestelle am Rathausplatz dazu führen, dass zwischen Innenstadt und Rathaus ein Bahnsteig in der Höhe von 28 cm (!!!) errichtet wird. Barrierefrei sieht anders aus. Wir könnten es uns leicht machen, und mit einem Bonmot über wahrscheinlich vorliegende Sehschwächen des Befragten filosofieren. Tun wir aber nicht. Sondern weisen darauf hin, dass solche Vereine von Spenden und der Finanzierung durch öffentliche Stellen abhängig sind. Allzu kritische Äusserungen sind daher nicht unbedingt zu erwarten. Abhängige werden jene nicht beissen, von denen sie abhängig sind. Jedenfalls nicht im Regelfall.

Schön auch, dass wir in den Tips ein Wohnunginserat gefunden haben.FürWohnungen am Hochkogel. Endlich wird günstiges Wohnen in Gmunden möglich. Heissasa und trallala! Mit 238.000 Eurönchen ist man dabei. Für eine 78m2-Wohnung. Fast schon geschenkt möchte man sagen. Das ist locker leistbar, wenn man als prekär beschäftigter Mensch in Gmunden eine bescheidene Bleibe sucht. Müssen halt die Eltern noch ein paar hundert Tausender drauflegen. Oder man heiratet und ersucht um Spenden. So wie es der Linzer SP-Bürgermeister Luger getan hat.

Weil wir gerade beim Herrn Luger sind. Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren gegen ihn eingestellt. Es gäbe keine Hinweise auf Korruption oder Bestechung. Haben wir nie bezweifelt. Es gibt bloss eindeutige und unwiderlegbare Hinweise auf politische Dummheit, Schamlosigkeit, Schnorrertum und völlige Abgehobenheit. Und noch deutlichere Hinweise, dass jemand, der sich 24.000 Euro bei seiner Hochzeit erschnorrt, steuerfrei klarerweise, irgend etwas missverstanden hat, als er auf einem Seminar über sozialdemokratische Grundwerte gewesen ist. Nicht, dass Sozialdemokraten in Sack und Asche laufen müssen. Aber man sollte auch wissen was sich gehört. Und dass die eigene Wählerschaft sich kein Traumhaus auf einer Insel in Kroatien leisten kann. Die müssen froh sein, wenn sie in zwei Jahren das netto verdienen, was Herr Lugner auf einer Hochzeitsfeier zusammenschnorrt. Hier liegt ein deutlicher Hinweis auf eine Kiefermutation vor: ein eingewachsener Raffzahn nämlich. Der ist nicht strafbar, jedenfalls nicht strafrechtlich. Hier sprechen nicht Richter das Urteil, sondern die Wählerschaft. Man wird sehen …

Die Staatspitze besuchte Traiskirchen. An der Spitze der Staatsspitze der Herr Bundespräsident. Es ist schön, wenn er sich Sorgen macht und sich vor Ort umsieht. Auch seine Bemerkung, die Massnahmen seien etwas verspätet stimmt. Die Frage ist nur: ist vielleicht auch sein Besuch doch ein wenig spät? Und werden jetzt ein paar Flüchtlinge in die Hofburg verlegt? Platz wäre dort genug. Vielleicht sollte man überhaupt die Container und Zelte am Heldenplatz und rund um die Präsidentschaftskanzlei aufstellen. Damit die Staatsspitzen jeden Tag beim Weg in ihre Hackn sehen, was sie mit ihrer Untätigkeit verursacht haben.

Container war das Stichwort. Soeben entnimmt der erstaunte Staatsbürger und Steuerzahler den Medien, das nun eine Unzahl von Containern zum Stückpreis von 17.000 Euro angeschafft werden. Ohne Ausschreibung. Von einer einzigen Firma. Laut Konkurrenten liegt der Preis doppelt so hoch als üblich. Na denn! Wenn es sonst nichts ist! Wir haben es ja. Also, wir, die Steuerzahler. Die Regierung hat es nicht. Die hat uns. Ausschreibung entfällt, weil es eine Notsituation ist. Sagt jene Regierung, die diese Notsituation verursacht hat. Können wir Steuerzahler auch eine Notsituation geltend machen, wenn wir einer solchen Regierung die Ablieferung der Steuern verweigern wollen?

Manchmal hat man das Gefühl, die Politik pfeife zwar aus dem letzten Loch, pfeift sich dabei aber um uns Bürger keinen Deut mehr. Manchmal nimmt die Vergeudung nicht nur groteskte, sondern fast schon provokante Züge an. Man denke an die Regio.

Schönes Beispiel auch die Finanzspritze der Gemeinde Gmunden für die Gmundner Swans. Der Bürgermeister als Sportreferent ist dafür. Gleichzeitig ist er auch Stv. Vereinschef. Macht keine schöne Optik. Klarer Fall von Interessenskonflikt. Kann schon sein, dass der Verein auch viel für die Jugend macht. Aber sein Geld verliert er eher im teuren Profibetrieb. Aber gut, sogar darüber könnte man diskutieren. Worüber man nicht diskutieren kann, das ist die Tatsache, dass der Öffentlichkeit gegenüber der Betrag geheim gehalten wird, den der Sportausschuss beschlossen hat. Das ist skandalös und ungehörig. Die Bürgerschaft hat ein Recht, hier die genauen Beträge zu erfahren, um die es geht. Es ist unser Geld. Wir haben ein Recht, zu erfahren, was damit geschieht. Wundersam ist auch, dass alle Parteien öffentlich dazu schweigen. Weil Wahlkampf ist, und man es sich mit den Fans nicht verscherzen will? Weil Geheimhaltung beschlossen wurde? Ein merkwürdige Demokratie, in der solche Sachen geheim gehalten werden. Kein Wunder, dass wir auch bei TTIP an der Nase herumgeführt werden. Das ist heute so üblich in der Politik. Oben in Brüssel und unten in Gmunden. Wie sie sich doch ähnlich sind, die Politik-Unsitten! Wundert sich noch wer über Politikerverdrossenheit?

Die Kandidatenlisten der Parteien sind nun veröffentlicht worden. Da findet sich manche Überraschung. Wir werden darüber berichten. Besonders erstaunt hat uns, dass weder Neos noch B.I.G. einen eigenen Bürgermeisterkandidaten nominiert haben. Das hat uns erstaunt. Dadurch wird es für die ÖVP etwas leichter, den BM-Posten zu verteidigen. Wäre interessant zu erfahren, warum man hier ausgewichen ist. Je mehr BM-Kandidaten es gibt, umso grösser ist die Chance auf einen zweiten Wahlgang mit einem Wechsel des Bürgermeisters. Was wiederum eine Chance für eine freie Mehrheitsbildung gewesen wäre. Wäre interessant, die Motive für dieses Verhalten zu erfahren. Denn es nützt nichts, aber die Wahlkämpfe sind personalisiert. Da hätte man sich drüber trauen sollen. Auch wenn man weiss, dass man keine Chance hat. Es geht um neue Mehrheiten und eine Bewusstseinsänderung in der Bevölkerung. Der BM-Sessel von Gmunden ist ja keine Erbpacht der ÖVP. Auch wenn diese das glaubt.

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl


Kleine Einstimmung auf die kommenden Wahlen:


 

 

Opferung der Innenstadt
19. August 2015

Heute:
Bruno Beinhart blickt auf die Welt
Steinlaus über die Opferung der Innenstadt
Gastkommentar von Insider zu Manipulations-Video

Liebe Leserschaft!

Wieder macht TTIP Schlagzeilen. Die Geheimhaltung schlägt immer gewagtere Purzelbäume. Jetzt werden die neuesten Dokumente nicht einmal mehr den Landesparlamenten und Regieruingen übermittelt. Weil zuviel „geleakt“ worden ist. Jetzt müssen selbst Abgeordnete und Minister sich nach Brüssel bewegen, wenn sie in die Unterlagen Einschau halten wollen. Unglaublich! Jeder europäische Bürger hat ein Recht, zu wissen, was da über ihn und sein Schicksal verhandelt wird. Dann wundert man sich, wenn die Leute von EU-kritisch auf EU-feindlich umsteigen. Wobei wir von den Regierungsparteien verscheissert werden. Von VP und von SP. Entgegen allen Beteuerungen werden die TTIP-Verhandlungen im alten Stil weitergeführt. Auch die Schiedsgerichte sind nicht vom Tisch. Im Gegenteil. Die Mehrheit der Parlamentarier (eine unheilige Koalition von Roten, Schwarzen und Liberalen) agiert bei TTIP gegen den Willen der überwältigenden Mehrheit der Europäerinnen und Europäer. Die gesammelten Unterschriften für ein EU-Volksbegehren werden weiterhin ignoriert. Immerhin kamen 2,5 Millionen zustande. Eine Million ist erforderlich.

Die „Griechenland“-Hilfe scheint nun beschlossen zu sein. Man kommt aus dem Staunen nicht heraus. Leider hat Strache recht: das ist keine Griechenland-, sondern eine Bankenhilfe. Das Gesamtpaket beträgt 86 Milliarden Euro. Davon gehen gleich wieder 3,5 Milliarden als Zinszahlung zurück an die EZB. Vom Gesamtpaket landet die lächerliche Summe von 4,5 Milliarden in der „Budgetreserve“ Griechenlands, also direkt bei den Griechen. Das sind knapp fünf (!!!) Prozent. Der Rest dient für alte Schuldrückzahlungen und zur Kapitaldeckung von Banken. Direkt den Griechen zugeteilt werden dafür die Sparmassnahmen. Wir alle zahlen für „Risiko“investoren, denen es gelungen ist, hohe Risikoprämien in Form hoher Zinsen auf griechische Staatsanleihen zu kassieren. Danach haben sie das Risiko aus privater Hand auf die Öffentlichkeit übertragen. So stellt man sich eine Politik vor, die der Bevölkerung dient. Fachbegriff: moral hazard.

Was wir derzeit in der Politik erleben, ist die totale Entkoppelung von Machtausübung einerseits und Verantwortungsübernahme andererseits.

Mit der Moral ist das überhaupt so eine Sache. Der grosse Patriot Andreas Gabalier wirbt für die deutsche Müller-Milch. Ein grauenvolles Industrieprodukt, bei dem man sich fragt, ob es wirklich von Kühen stammen kann. Merke: Heimat ist dort, wo die Kohle zu holen ist. Aber was solls! Immerhin findet so zusammen, was zusammen gehört: grauenvolle Musik und grauenvolle „Milch“getränke.

Jetzt haben wir endlich ein die Verfassung änderndes Gesetz. Mit dem das Flüchtlingsproblem gelöst werden soll. Na hoffen wirs! Erstaunlich der Herr Landeshauptmann des Burgenlandes. Angeblich ein Roter. Er sollte mal einen Parteiwechsel überlegen. Ist zuletzt ja sehr modern geworden. Und bei ihm wäre er sogar sowaaaaas von glaubwürdig! Dass der Herr den Wiener und OÖ Wahlkampf der Roten damit permanent mehr als nur stört, scheint ihm und dem Rest der SPÖ egal zu sein. Die anderen Parteien dürfen sich freuen.
Aber zurück zum neuen Gesetz. Wir halten es im Kern für richtig. Was uns fehlt, ist aber auch klar zu sagen. Die Pflicht, die Bürger rechtzeitig und ausführlich zu informieren! Klare laufende Info-Pflichten gehören einfach dazu. Aus Klugheit. Aber selbst der Verteidigungsminister heisst ja bloss so … und der Aussenminister steht, ganz entgegen seinem Namen, auf der langen Leitung.
Ausserdem erscheint uns die Höchstzahl von 450 Flüchtlingen auf einem Fleck deutlich zu hoch. Das ist nur in Kasernen ausserhalb der Siedlungsgebiete argumentierbar. Ob tatsächlich Anfang September genug Ersatzquartiere bereitstehen? Für jene, die derzeit in Schulen und Heimen untergebracht sind? Wir bezweifeln das. Angesichts des derzeitigen Theaters mit Containern und der noch immer unerträglichen Situation in Traiskirchen.
Das private Betreiberunternehmen kassiert beim derzeitigen Stand der zu Betreuenden zwischen 22 und 25 Millionen Euro im Jahr. Beachtlich! Noch beachtlicher die Tatsache, dass die Innenministerin sich weigert, den „Sockelbetrag“ offen zu legen. Jenen Betrag, der unabhängig von der Anzahl der betreuten Flüchtlinge bezahlt wird. Nur noch absurd ist die Tatsache, dass von diesem Privatunternehmen die Pro-Kopf-Betreuungsgelder auch für jene 1.400 Asylansucher kassiert werden, die weder Unterkunft noch sonst eine Betreuung haben. Die in Traiskirchen im Freien herumlungern müssen.
Der absolut irre Höhepunkt des Wahnsinns? Niemand hat den Flüchtlingen erklärt, dass man in Österreich – anders als in den Herkunftsländern – das Leitungswasser unbesorgt trinken kann. Folge: Leute, die während der Hitzeperiode halb verdurstet herumtaumelten. Wie bescheuert ist eine solche Lagerverwaltung? Es spricht alles dafür, dieses Unternehmen endlich hinauszuwerfen. Es hat – auch eine Groteske – einen unbefristeten Vertrag. Obwohl die EU jährliche Ausschreibung vorsieht. Laut Aussagen von Insidern sind die vorgeblichen Sozialarbeiter teilweise Praktikanten. Und andere völlig ungeschulten Leute. Angeblich wird mit einem Minimum an Personal zwecks maximaler Gewinne operiert. Wundert sich da noch jemand über die Zustände?

Die Forderung des bayrischen Innenministers, man möge endlich das Dublin-Abkommen umsetzen, ist ebenfalls voll bescheuert. Bayern halt. Das sind die mit der EU-widrigen Autobahnmaut. Das Dublin-Abkommen ist völlig unbrauchbar. Bürdet zynisch vor allem Italien und Griechenland die gesamte Last auf. Praktisch ist fast nur dorthin die direkte Flucht aus Afrika bzw. dem arabischen Raum nach Europa möglich. Der Rest der EU könnte sich zurücklehnen und zuschauen. Wenn Europa nicht einmal hier gemeinsam handelt und funktioniert, fragt sich selbst der grösste Europa-Fan, wozu die EU eigentlich noch gut sein soll. Europäische Solidarität heisst scheinbar nur, die Banken mit dem Geld der europäischen Steuerzahler zu retten. Die werden sich eines Tages bedanken. Kräftig bedanken!

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl


Unverantwortlich und skrupellos

Ein Gastkommentar von Insider

Mich hat das „Werbe“-Video für die Regio erschüttert. Es ist unverantwortlich, junge Menschen, die keine Ahnung von der Sachlage haben, in einem solchen Propaganda-Video zu missbrauchen. Es war erkennbar, dass die jungen Damen völlig ahnungslos sind. Sich einfach eine „Hetz“ gemacht haben, ohne im Entferntesten zu ahnen, wozu sie hier instrumentalisiert wurden. Die Antworten waren – wenn auch dilettantisch – eingeübt. Jener jungen Dame, die meinte, sie könne jetzt nach Vorchdorf fahren, war deutlich anzumerken, dass sie weder die Absicht hat, jemals mit der Regio nach Vorchdorf zu fahren, noch dass sie wüsste, was sie dort zu suchen hätte, dort machen wollte. Manipulativ war auch, dass man so tat, als ob die ganze Klasse für die Regio sei. Das ist nämlich höchst unwahrscheinlich und widerspricht der allgemeinen Erfahrung. Ganz sicher wären die Meinungen bei entsprechender umfassender Information über Für und Wider ziemlich geteilt gewesen – so wie auch in der Bevölkerung. Die Manipulation ist offenkundig und unverschämt.

Tatsache ist, dass es sich hier um unmündige junge Menschen gehandelt hat, die nicht einmal noch wahlberechtigt sind. Es ist menschenverachtend und skrupellos, solche Menschen in einem dummen Propagandavideo einzusetzen. Uninformiert, ohne Gegeninfos, ohne Kenntnis der Sachlage – im Dienste einer falschen Politik und risikoloser, vom Steuerzahler zu berappender Privatgewinne eines Unternehmens, das in Sachen Öffi mit Unternehmerrisiko nichts am Hut hat.

Dass sich salzi-tv inzwischen von allen journalistischen Tugenden so weit entfernt hat und dieses bezahlte Werbevideo nur für aufmerksame Betrachter als solches erkennbar war, zeigt, wie die Machtausübung hier funktioniert. Eigentlich müsste am Beginn und am Ende des Videos jeweils mindestens zehn Sekunden lang der deutliche Hinweis zu lesen sein, dass es sich um bezahlte Werbung handelt. Die meist unbedarften „Normalseher“ werden das nämlich für einen redaktionellen Beitrag halten.

Zudem wird hier in übler Weise ein Generationenkonflikt geschürt, den es nicht gibt. Denn die Meinungen zur Regio gehen quer durch die Parteien, die Generationen, die sozialen Schichten. Dazu muss man auch feststellen: sollte die Haltung zur Regio wirklich eine Generationenfrage sein, dann war dieses Video in jeder Hinsicht kontraproduktiv. Denn wenn die „Älteren“, wie unterstellt, alle gegen die Regio wären, dann würde dieses Video sie in ihrer Haltung erst recht bekräftigen. Oder glaubt man, erfahrene Erwachsene mit dem Gekuder offensichtlich nicht oder fehlinformierter Jugendlicher überzeugen zu können? Und wie krank ist eine Propaganda, die älteren Menschen unterstellt, dass ihnen die Zukunft egal ist? Ich kenne jede Menge „ältere“ und „alte“ Menschen, die sich grosse Sorgen um die Zukunft machen – wegen ihrer Kinder und Enkelkinder, denen die Welt in einem grauenvollen Zustand übergeben werden wird. Die Regio und ihre Finanzierung ist, nebenbei bemerkt, Teil dieses Grauens.

Die Werbeagentur, die wir Steuerzahler mit unseren Steuern bezahlen, hat sich schon bisher nicht mit Ruhm bekleckert. Eher mit Rum offenbar. Denn auch die „Ich freu mich“-Kampagne war jenseitig. Die Unmenge an Parodien, die hier im Blog zu sehen war, beweist es.

Dass sich sozialdemokratische Politiker dafür hergeben, junge Menschen in dieser Weise zu missbrauchen und zu funktionalisieren, ist eine besonderes Schande. Herrn Medl ist es völlig unbenommen, in einem Werbevideo aufzutreten. Er ist volljährig, für sich verantwortlich und kann sich als Student auch informieren. Ob es aber klug war, sich für ein solch dubioses Video einspannen zu lassen, ist eine andere Frage. Von seiner Partei wurde er da anscheinend nicht gut beraten. Schade, denn so verheizt man überflüssigerweise die ohnehin viel zu wenigen jungen Leute, die sich politisch engagieren. Es wäre auch gescheiter gewesen, auf Medls Funktionen hinzuweisen und nicht den „objektiven“ Studenten zu spielen. Von einer Jungen Generation in der SPÖ erwartet man sich auf jeden Fall, dass sie Jugendliche vor Missbrauch schützt, anstatt dabei die Räuberleiter zu machen! Da ist Nachdenken angesagt – völlig unabhängig von der Frage, ob man für oder gegen die Regio ist.

Es stellen sich einige drängende Fragen!
* Wurden die Erziehungsberechtigten von dieser Aktion verständigt und wurde ihre Zustimmung eingeholt?
* Wurden diese Aufnahmen während der Unterrichtszeit und mit Unterstützung der Schule und des Lehrpersonals gemacht?
Wenn ja, dann noch folgende Fragen:
* Unter welchem Titel und mit welcher gesetzlichen Deckung?
* Wurden Schüler oder Lehrpersonal für die Teilnahme auf irgend eine Weise „entlohnt“?
* Bekam die Schule im Rahmen der Selbstverwaltung Geldmittel von S&H, der Werbeagentur oder einer anderen Stelle?
* Hat der Schuldirektor diese Aktion genehmigt? Auf welcher gesetzlichen Basis?
* Hat das zuständige Lehrpersonal auf Anweisung der Direktion oder eigenmächtig gehandelt?

Sollte die Schule an dieser Aktion aktiv beteiligt gewesen sein, dann wären im Normalfall eine schulbehördliche Untersuchung und entsprechende disziplinarische Untersuchungen mitsamt Disziplinarverfahren fällig. Das wird – eine österreichische Selbstverständlichkeit – natürlich nicht geschehen. Da sei die nach wie vor existierende schwarz-rote Packelei im Schulwesen vor! Die sind – bei aller sonstigen Streiterei im Schulbereich – nicht daran interessiert, solche Dinge aufzuklären.
Eine Sauerei ist ein solcher Missbrauch gutgläubiger Jugendlicher in jedem Fall.


Opferung der Innenstadt

Ein Gastkommentar von Steinlaus

Fällt auch die zweite Säule ?
Unter der politischen Verantwortung einer sogenannten Wirtschaftspartei hat sich der Leerstand der Geschäftslokale in der Gmundner Innenstadt dramatisch erhöht. Durch den Wegfall der Mieteinnahmen sinkt auch der Wert der Bausubstanz. Diese Entwicklung zu bremsen oder gar umzukehren, wird auf lange Sicht sehr schwierig sein.

Noch gäbe es eine zweite Säule der Gebäudefinanzierung, die diesen Verlust zum Teil abdecken und damit den Fortbestand der historischen Bausubstanz ohne öffentliche Gelder sichern könnte: Die Einnahmen aus Wohnungsvermietung.

Mieteinnahmen können nur dann lukriert werden, wenn es gelingt Wohnungsleerstand zu vermeiden. Aufgabe der Politik wäre es, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich Bewohner wohl fühlen und somit der Stadt lange Zeit erhalten bleiben.

Was passiert in Gmunden? Lärmterror!
Angefangen vom Schiffsländefest (was wird da eigentlich gefeiert?) bis zu wöchentlich wiederkehrenden Alkoholexzessen und der Okkupation des Stadtplatzes durch mehr oder weniger sinnvolle Megaveranstaltungen. Obwohl die Reinigungskolonne alles daransetzt, die Spuren der Vergewaltigung Gmundens zu beseitigen, ist die Stadt übersät mit zerbrochenen Flaschen, Gläsern und anderem Unrat. Ganze Straßenzüge (Kirchengasse, Graben) sind unbewohnbar. Am Stadtplatz ist der letzte Mieter schon vor Jahrzehnten ausgezogen.

Sind die Verantwortlichen in der Stadtpolitik zu blind, um zu erkennen, was sie hier tolerieren ? Oder wird die Innenstadt ganz bewusst dem System “Brot und Spiele” geopfert? Oder verfolgt man überhaupt ganz andere Ziele?
Eine von angestammten Bewohnern befreite Stadt könnte für Investoren durchaus Charme haben!

Köppl war es, der der unkontrollierten Beislszene und dem Lärmterror in Gmunden die Schleusen öffnete. Jener Köppl, der noch immer einen Ehrenposten in einer Stadtpartei bekleidet. Jener Köppl, der am Gängelband eines Großinvestors Gmunden großen Schaden zufügte.
Eine Verbindung, die noch immer der Aufarbeitung harrt. Und schließlich jener Köppl, der sich am Rande Gmundens ein Grundstück in bester und ruhigster Lage angeeignet hat.
Nun ist Köppl verschwunden. Die seither vielgepriesene Verbesserung im atmosphärischen Bereich ist Makulatur, wenn gefuhrwerkt wird wie bisher.

Hat Gmunden Glück, wird der Herbst neue Kräfte auf die politische Bühne bringen. Diese wird man daran messen, ob sie in der Lage sind, die Stadt und ihre Bewohner vor Missbrauch zu schützen.


Ein Posting.

Miro Nagy
Gesendet am 18.08.2015 um 3:35 nachmittags

Bruno wollte sicher über die Verbrennung in den Zementwerken schreiben, aber es sind Betonwerke geworden im Beitrag, Zitat:
” Ich aber möchte – so wie ein Leserbeitrag – auf eine Studie von Greanpeace hinweisen. Die haben sich in Folge des Kärtner Skandals, bei dem ein ganzes auf öko-Landwirtschaft umgestelltes Tal verseucht worden ist, mit der Frage der Verbrennung von Giftstoffen in Betonwerken beschäftigt. ”

Bitte bevor einer anfängt klug zu schreiben, lese laaaangsam durch worüber die Presse wirklich schreibt. Sonst würde jemand glauben, der Autor habe echt keine Ahnung was da in Kärnten passiert ist. Oder?
Mfg
Miro

Mein Gott, was solls? Aus Zement wird Beton gemacht. Bestenfalls ein Flüchtigkeitsfehler. So wie im obigen Posting die verzeihlichen Beistrichfehler. Kann jedem mal unterlaufen. Noch dazu, wo wir derzeit auf Sparflamme unterwegs sind (Urlaubszeit!), und niemand Korrektur liest. Wenn man dann mit müden Augen was hineintippt … ist ja alles neben dem Job! Die kleine Ungenauigkeit – mehr ist es nicht – ändert ja nichts am Inhalt. Oder? Die Fragen bleiben die selben. Da warten wir auf Antworten. Ausserdem steht ein paar Zeilen weiter eh Zementwerke. Also ist das völlig klar im Blog. Finde ich.
Wir werden es natürlich trotzdem nachträglich ausbessern. Aber ein Hinweis auf Ahnungslosigkeit ist das mit Sicherheit nicht. Das hätten manche Gmundl-Feinde gern. Dass wir ahnungslos sind. Leider sind wir verdammt ahnungsvoll. Auch wenn wir damit anecken.
Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl


 

 

 

 

Manipulationen
18. August 2015

Heute:
Bruno Beinhart über Abfall
Mage Lila über ein fragwürdiges Agitprop-Video
diverse Einserkasterln

Liebe Leserschaft!

Es tut sich was in diesem Sommer. Hitzewelle und jetzt Wahlkampfwelle. Wen es da ins Wellenbad zieht, dem kann man nicht widersprechen.

Unsere Berichte über Stadtverschandelung und den Parkraum-Wahnsinn haben Diskussionen ausglöst. Ein wenig davon heute hier im Blog. Und ein Beitrag, der wohl neue Kontroversen verursachen wird. Über ein höchst manipulatives Video auf Kosten der Steuerzahler zur Lobpreisung der Regio.

Wir wünsche viel Vergnügen oder Missvergnügen bei der Lektüre.

Ich aber möchte – so wie ein Leserbeitrag – auf eine Studie von Greanpeace hinweisen. Die haben sich in Folge des Kärtner Skandals, bei dem ein ganzes auf öko-Landwirtschaft umgestelltes Tal verseucht worden ist, mit der Frage der Verbrennung von Giftstoffen in Zementwerken beschäftigt. Immerhin wurde in Kärnten einer ganzen Talschaft die Lebensgrundlage entzogen. Teilweise durch Unfähigkeit der Behörden und durch Untätigkeit der verantwortlichen Politiker. Darunter leider auch der dortige grüne Landesrat. Bekanntermassen hat man es in Kärnten mit den Messungen nicht so genau genommen. Denn wenn etwas nicht zur Verbrennung genehmigt ist, kann es sich auch nicht in der Luft befinden. Wenn das an die Asamer-Deponie-Geschichte in Ohlsdorf erinnert, der irrt sich nicht.

Wie aus dem Greenpeace-Bericht hervorgeht, ist auch Gmunden betroffen. Laut dem Bericht herrscht bei den Abfallverbrennungsgenehmigungen ein „Wildwuchs“.Die Zuordnungen der Abfälle zu bestimmten Abfallarten seien völlig intransparent, die „Behörden erteilen trotzdem Blankogenehmigungen“. Insgesamt sind rund 680 Abfälle pauschal zur Verbrennung in Zementwerken zugelassen. Davon ungefähr 170, die bedenkliche Stoffe enthalten: Arsen, Chrom, PVC oder PCB. Die PCBs zählen international und weltweit zu verbotenen „Dauergiften“ und stehen auf der Liste der zwölf gefährlichsten Chemikalien. Greenpeace stuft 14 Abfallarten als zur gefährlich für die Verbrennung in Zementwerken ein. In Gmunden dürfen sowohl PVC-halige Abfälle als auch PCBs verbrannt werden. Das Gmundner Werk  erklärte allerdings, seit 2012 keine PCBs mehr zu verbrennen. Was allerdings trotzdem nicht besoners beruhigend ist. Diese Stoffe akkumlieren sich nämlich in der Nahrungsmittelkette, lagern sich in der Leber undim Fettgewewebe ab und entfalten von dort ihre Langzeitwirkung im Körper. Aufgrund der Fettlöslichkeit der PCBs können diese bei blossem Hautkontakt in den Körper gelangen. Selbst in der Muttermilch sind sie inzwischen oft nachweisbar. Hier wäre es interessant, einmal zu erfahren, wie es mit der Kontaminierung in Gmunden real aussieht. Denn auch wenn Greenpeace keine Grenzwertüberschreitungen festgestellt hat, ist das noch kein Grund für Entwarnungen.

Die Grenzwerte sind nämlich meist sehr hoch angesetzt. Ausserdem muss man sich inzwischen darüber klar sein, dass wir von Grenzwerten geradezu umstellt sind. Jeder Stoff für sich mag „harmlos“ sein, die Summe aller Grenzwerte und das Zusammenwirken der Giftstoffe ist völlig unerforscht. Vielleicht sollte die Kommunalpolitik endlich einmal Geld nicht mit Prestigeobjekten verpulvern, sondern es in die Hand nehmen, um hier zumindest einmal eine Datenerhebung durchzuführen. Klare Daten, wie die Belastung mit diversen Giftstoffen aussieht. Das wäre etwas schlauer, als den Leuten dauernd zu erzählen, sie seien selbst für ihre Gesundheit verantwortlich, während man die Menschen seitens der Industrie mit Giften vollstopft – natürlich immer schön brav unter den jeweiligen Grenzwerten. Es wäre an der Zeit, dass die Politik sich endlich mit Lebenfragen beschäftigt, anstatt den Steuerzahlern Geld für saudumme Agit-Prop-Videos aus der Tasche zu ziehen.

Von den OÖ-Grünen erwarte ich mir da leider nicht sehr viel. Rudi Ratlos Anschober hat ja schon bei der Asamer-Deponie ausreichend bewiesen, dass die Umwelt für ihn an der Sesselkante seines heiss erkämpften und erwünschten Landesrat-Sessel endet. Jenseits dieser Kante sieht man ihn nur mit Kochbüchern herumwuseln. Der Mann ist eine Provokation für alle, die grünes Denken wirklich ernst nehmen. Und nicht bloss als Beiwagerl der Schwarzen fungieren wollen. Aber Herr Anschober hat ja auch bei einem der grünen Kernthemen, nämlich dem Umgang mit Flüchtlingen, das Maul die längste Zeit nicht aufgebracht und Pühringer und der FPÖ das Feld überlassen.

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl


 Grüne, bitte aufwachen!

Ein Einserkasterl von mausi

Aus aktuellem Anlass der Link zum Bericht von Greenpeace über die Abfallverbrennung in Zementwerken.

http://www.greenpeace.org/austria/Global/austria/dokumente/Reports/Umweltgifte/GP_HCB_Report_web.pdf

Da muss man gerade als BürgerIn von Gmunden und Umgebung die Ohren anlegen bzw. die Luft anhalten.

Das relativiert das Regiotrumm und die Pinsdorfunterführung ein bisserl.

Hallo liebe Grüne! Bitte aufwachen.


Wohnen in den 50er-Jahren

Ein Einserkasterl von Max Robes

Ja, Herr Medl hat Recht: Wohnen für junge Leute ist ein wichtiges Thema der Gemeinderatswahl. Mag sein, dass manche Vorschläge Sinn machen; soll man sich genauer anschauen.

Mit Resolutionen an andere das erreichen? Ein Modell aufstellen, dessen Kosten nicht klar sind und wo irgendwer anderer dann zahlen muss – Ja, das wird wohl irgendwann in der Politikwissenschaft als “StadtRegioTram-Politik” eingehen.

Was für mich erschreckende ist, dass ein junger Parteikandidat die ideologischen Phrasen der 50er Jahre drischt; Unterstellungen inklusive. Aber vielleicht kann er mal das “Wiener Modell für junge Leute” präsentieren. Dort ist ja die SPÖ am längsten an der Macht.


Manipulation!

Ein Gastkommentar von Marge Lila

Vorsicht: Manipulation auf Ihre Kosten!

Haben Sie den neuesten Beitrag zur SRT-Bahn schon im salzi.tv gesehen? Nein? Schauen Sie sich das bitte an und „genießen“ Sie diesen Beitrag. Sie haben dieses Propagandafilmchen ja schließlich auch mitfinanziert! Aber bitte Vorsicht! Es könnte einem kritischen Geist dabei leicht die Zornesröte ins Gesicht treiben. Sicher bei der Hitze eher ungesund.

Für die politische Bildung unserer Kinder ist dieser Propagandafilm ganz sicher ungesund, es sei denn, die Jugendlichen sollen etwas über Manipulation lernen. 14 jährige Schüler und Schülerinnen einer NMS werden als „begeisterte Schulklasse“ in die Lokalbahn gesetzt – naja, ich muss ehrlich sein, sie sitzen ja gar nicht in der Bahn, sie stehen nur davor und sind “begeistert”. Ich persönlich hege ja den Verdacht, dass die jugendliche Begeisterung eher daher rührt, dass ein paar Schulstunden dafür ausgefallen sind. Durchaus verständlich aus Schülersicht. Das wirklich Miese daran ist, dass diese Jugendlichen für Propagandazwecke eines Unternehmens herangezogen werden, für die die Steuerzahler auch noch tief in die Taschen greifen müssen. Ein Schuldirektor spannt seine Schülerinnen und Schüler vor den politischen Werbekarren eines aus öffentlichen Geldern finanzierten, privaten Unternehmens.

Dass das SP-Netzwerk des Schulleiters und der Betreiberfirma in diesem Fall besonders gut funktioniert hat, sehen wir, als gleich nach der begeisterten Schulklasse Herr Markus Medl, seines Zeichens Bundesvorstandsmitglied der Jungen Generation der SPÖ, als ganz normaler Student im Bild auftaucht. Er erklärt uns dann, was „die Jugend“ will, und was die Alten nicht kapieren. Na Gott sei Dank! Hoffentlich kann er uns auch bald erklären, woher in Zukunft das Geld für diesen sinnlosen, teuren Spaß kommen soll. Obwohl ich kein Fan der guten Maggi Thatcher war, in diesem Fall muss ich ihr zustimmen: “Für Sozialisten ist es immer ein Problem, wenn das Geld der Anderen ausgeht.” Mein Rat an den SPÖ-Politiker Medl daher – sinnvoll wirtschaften, damit das nicht passiert.

Es kann kein Zufall sein, dass dieser Beitrag aus der Werbemaschinerie der SRT-Betreiber genau in der Vorwahlzeit aus dem rot-schwarzen Steuergeldhut gezaubert wird. Manipulative, aufwändige Öffentlichkeitsarbeit ist ja ein sehr spezielles Markenzeichen dieses Schwarz/Roten SRT- Projektes. Etwas was per se schon unappetitlich ist, aber wenn dazu noch unter 15 jährige Schüler und Schülerinnen benutzt werden, dann treibt es mir echt die Zornesröte ins Gesicht. Ich vermute, nicht nur ich brauche jetzt dringend einen Sprung in den Traunsee um mich abzukühlen.


Ignoranten

Ein Einserkasterl von Tagesausflügler

In Gmunden geht die Meinung um, dass die Verantwortlichen wegen der Situation Traunsteinstraße durch Unwissenheit nichts bewirken können.
Alles dort ist gegen die bestehenden Gesetze geregelt. Gehsteig wurde so geschmälert, dass die Fußgänger diesen nicht mehr benützen können. Keine Vorschriftszeichen (Verkehrszeichen). Keine Bodenmarkierungen.
Die österreichische StVO wird total ignoriert. Gerüchten zufolge hat sie der zuständige Stadtrat studiert. Das war aber auch beim alten BM schon so. Vielleicht wohnt dort jemand?
Kennst an der an kennt!!!????
Freundliche Grüße von Tagesausflüglern, die in Gmunden einen Tag verbringen!
Ein Wirt bemerkte mit freundlichen Worten “euch brauchen wir nicht”!


Wohnpolitik?  

Ein zitierender Gastkommenrar von lulu

passend zum wohungsproblem einige auszüge aus einem artikel von Christian Geinitz in der FAZ vom 15. Aug. 2015

“In Salzburg und Tirol, den Lieblingsstandorten für Ferienhäuser, werden Zweitwohnsitze nur noch selten genehmigt. Das hat mehrere Gründe: Zum Verdruss der Ortsansässigen hat das locker sitzende Geld der Auswärtigen die Immobilien- und Mietpreise in die Höhe getrieben. Zudem fühlen sich Gastronomen und Hoteliers von Ferienwohnungen übergangen. Schließlich wurmt Stadtvermarkter,
Gewerbetreibende und auch die Nachbarn, dass viele Objekte die meiste Zeit des Jahres leerstehen; man spricht von „kalten Betten“.
In besonders umworbenen Orten wie Kitzbühel in Tirol gehen die Auflagen soweit, dass sich Käufer schriftlich verpflichten müssen, die Immobilie keinesfalls als Freizeitwohnsitz zu nutzen. Für Falschinformationen hier und anderswo drohen Geldstrafen und im Extremfall sogar Zwangsversteigerungen. Die Kontrolle ist allerdings schwierig, weshalb es nur selten zu Sanktionen kommt. Angeblich überwachen einige Gemeinden den Wasser- und Stromverbrauch und lassen Detektive ermitteln, wann die Parkplätze vor dem Haus belegt und wie oft abends die Fenster erleuchtet sind.
Auch wenn kaum Strafen bekannt geworden sind, dürften solche Drohungen abschrecken und stattdessen Alternativstandorte befördern.”

wie man sieht. wenn man will kann man etwas tun. und dies auch ohne wahlen vor der nase. da muss man sich auch einmal gegen die bauwirtschaft – als großen arbeitgeber – stellen.

wozu ist sonst die politik da? nur um steuergelder möglichst medienwirksam zu verteilen?


Gmundner Wohnen
17. August 2015

Heute:
Bruno Beinhart moderiert ein
Gastkommentar Markus Medl zu Wohnen
Offener Brief: Traunsee zum Abgewöhnen!

Liebe Leserschaft!

Wohnen in Gmunden ist ein Problem. Ein echtes. Wenn man nicht ausreichend Kohle hat, am besten mehr als ausreichend Kohle. Zustand ist das keiner. Wobei wir das Problem nicht nur bei jungen Leuten sehen. Auch ältere Menschen brauchen leistbare Wohnungen. Um es klar und deutlich zu sagen: leistbares Wohnen ist quer durch die Generationen eine politische Aufgabe. Wir hoffen, dass diese Frage im Wahlkampf auch und gerade vor Ort in Gmunden eine grosse Rolle spielen wird. Wir sind gespannt, welche Antworten die wahlwerbenden Parteien geben werden. Und wie glaubhaft sie dabei bei der Wählerschaft sein werden. Es zählen nämlich nicht nur die Versprechen der Vorwahlzeit, sondern auch die Taten der vergangenen Jahre. Ein Wettstreit der Ideen ist wünschenswert. Wir eröffnen ihn heute mit einem ausführlichen Gastbeitrag.

Was sich in den letzten Wochen auf den Parkplätzen in Gmunden abgespielt hat, spottet jeder Beschreibung. Offenbar glaubt man in der Stadtpolitik, dass man mit der sündhaft und blödsinnig teuren Anmietung von Parkplätzen alles getan hat, was nötig ist. Dem aber ist nicht so. Schon in den vergangenen Monaten hat der Grüne Gemeinderat Karl Kammerhofer (der wieder für die Grünen kandidieren wird) das eindrucksvoll fotografisch dokumentiert. Wir haben das gern hier im Blog veröffentlicht. Heute bringen wir dazu den Brief eines Gmunden-Besuchers an den Bürgermeister und die Stadträte.

Einen schönen Start in eine klimamässig erträgliche Woche!

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl

Morgen bringen wir etwas über die Verschandelung von Gmunden sowie einen Gastkommentar von Marge Lila über ein äusserst fragwürdiges Propagandavideo auf Kosten der Steuerzahler.


Auch eine Möglichkeit

islamophob_01


Gmunden muss für alle leistbar werden – ansonsten sind wir mausetot!

Ein Gastkommentar von Markus Medl

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Die demographische Entwicklung Gmundens müsste seit Jahrzehnten alle Alarmglocken schrillen lassen. Am Durchschnittsalter der Bevölkerung gemessen ist Gmunden die älteste Bezirkshauptstadt in Oberösterreich. Auch der Anteil der Jugendlichen unter 15 Jahren weicht dramatisch vom OÖ-Durchschnitt ab. All diese Fakten sind größtenteils Auswüchse einer konservativen Wohnungspolitik, welche Menschen bewusst und in vollster Absicht aus ihrem Lebensraum verdrängt.

Besonders junge Menschen in begehrten Tourismus- oder Zweitwohnsitzgebieten trifft der galoppierende Anstieg der Mietkosten besonders hart. Daher ist es von enormer Bedeutung, diesen Sektor nicht dem freien Markt zur Regulierung zu überlassen, auch wenn die (Neo-)liberalen und Bürgerlichen gebetsmühlenartig die Mär vom bösen Staat und dem Gerechtigkeit schaffenden Markt bemühen. Die absichtlich-künstliche Verknappung treibt die Mietpreise in die Höhe und die Jugendlichen ohne finanzkräftiges Elternhaus auf die Straße.

Wir, die Junge Generation in der SPÖ, haben ein speziell dafür ausgerichtetes Fördermodell entwickelt, welches dieser fatalen Entwicklung entgegenwirken soll. Nach unserem 5×5-Modell würden Jugendliche unter 30 Jahren die ersten 5 Jahre nur 5 Euro pro Quadratmeter an Miete bezahlen. Dieser Vorschlag wurde im Juli dieses Jahres von GR Stefan Gärber (SPÖ) als Resolution eingebracht und mit den Stimmen von ÖVP und FPÖ abgelehnt.

Durch diese Ablehnung der Resolution im Gemeinderat haben ÖVP und FPÖ einmal mehr bewiesen, dass ihnen die Schaffung von Lebensräumen für junge Menschen völlig egal erscheint, und sie ausschließlich als Steigbügelhalter der finanziell Potenten taugen.

Zur Bekämpfung der Wohnungsmisere sind auch weitere Maßnahmen unerlässlich: Eine landesgesetzliche Ermächtigung, welche Kommunen ermöglichen würde, gemeindeautonom Zweitwohnsitz- und Leerstandabgaben einzuheben, muss eine dieser Begleitmaßnahmen sein. Was im Falle der Zweitwohnsitzsteuer im bekanntlich kommunistisch regierten Bayern (© Karl Kammerhofer) möglich ist, kann auch keine Utopie für Oberösterreich darstellen. Angesichts der hohen Quote an Leerständen in der Innenstadt wäre auch eine Abgabe auf Objekte, welche zweckfremd als Wertobjekt ohne Hauptwohnsitz genutzt werden, längst überfällig.

Wir haben das Thema „Gmunden muss für alle leistbar werden“ zum Generalthema für die Gemeinderatswahl erklärt. Wenn ein Jugendlicher aus dem Elternhaus ausziehen möchte, darf er von der Politik nicht aus Gmunden vertrieben werden. Bei Mietpreisen für Kleinwohnungen von über 10€/m² ist dieser unfreiwillige Abgang traurige Realität, die Nachbarorte erleben seit Jahren einen signifikanten Bevölkerungszuwachs. Wohnen in Gmunden darf kein ausschließliches Privileg der „G’stopften“ werden, ansonsten ist die Stadt bald mausetot. Dann werden wie beispielsweise in Velden am Wörthersee zu Saisonende die Jalousien geschlossen, die Gehsteige hochgeklappt und der Ort in den Winterschlaf geschickt.

Der zentrale Faktor für die Revitalisierung einer Stadt ist die Frequenz und die soziale Durchmischung. Wenn wir jetzt nicht aufstehen und an einer Zukunft für Gmunden als Lebensstadt arbeiten, dann wird der Abgesang auf unsere Stadt von Woche zu Woche lauter von den Ufern erklingen. Die Bürgerlichen, die seit 1945 den Bürgermeister stellen, haben diesen Prozess des Dahinsiechens über Jahrzehnte hindurch Spalier stehend begleitet.

Ich will nicht mehr länger zuschauen, wenn ein 20-jähriger Schlosser oder eine 17-jährige Friseurin in Ausbildung einer honorigen Pelzträgerin weichen muss. Gmunden muss für alle leistbar werden, unabhängig von Herkunft, Beruf, Alter oder Finanzkraft.

Markus Medl ist Gemeinderatskandidat der SPÖ Gmunden.


Offener Brief
Traunstein und Traunsee zum Abgewöhnen

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Krapf!

Ich bin ein Fan ihrer Stadt und Region, und das ist auch meine Motivation für diesen Brief. Denn nach meiner Erfahrung ist die Verkehrssituation in der Traunsteinstrasse nicht nur für mich, sondern auch für die meisten anderen Wanderer, Badegäste und auch Anrainer unzumutbar.
Erlebnis 1 vor zwei Wochen: Anfahrt mit dem Auto zur Traunsteinbesteigung, Einfahrt in die Traunsteinstrasse, alle Parkplätze besetzt, Umdrehen und ‚irgendwo‘ das Auto abstellen. So wie alle anderen auch wahrscheinlich vorschriftswidrig.
Erlebnis 2 heute: Mit der Bahn nach Gmunden, über den Gruenberg zum Laudachsee, dann Abendessen in der Ramsau, dann zu Fuß als gefährdetes Freiwild zwischen parkenden und fahrenden Autos zurück, ein mitfühlender Taxifahrer hat mich dann noch gratis mitgenommen.
Sehr geehrter Herr Buergermeister, ich möchte Sie einladen, nehmen Sie Ihren Gemeinderat und besichtigen Sie z. B. Weissensee, um zu erfahren, wie mit Shuttleservice, Parkplatzbewirtschaftung und Zufahrtsbeschränkungen solche Verkehrssituationen zukunftsfähig und benutzergerecht gelöst werden können.
Diese Lösungen müssen ohnehin kommen, und zum Wohle ihrer Stadtgemeinde und ihrer Besucherinnen hoffe ich: bald!

Mit freundlichen Grüßen

Peter Czermak
Steyr, 15. August 2015


 

Volles Boot?
16. August 2015

Heute:
Gastkommentar von Michael Amon
FP-Enzmann zur Debatte über ihre Fragen an den BM

Liebe Leserschaft!

Wir bieten heute am Feiertag wieder mal eine grössere Lesestrecke. Zuerst die versprochenen Gedanken von Michael Amon zur Flüchtlings-/Asylantenfrage. Ein Appell an die Vernunft und gegen die Angstmacherei.

Zuletzt gab es auch eine heftige Debatte wegen der Fragen der FPÖ und ihrer BM-Kandidatin Enzmann an den Bürgermeister von Gmunden. Wir bringen heute im Anschluss an Amons Kommentar auch dazu einen Beitrag von Frau Enzmann.

Wir wünschen einen schönen, kühl-erholsamen Feiertag!

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl


 Volles Boot?

Ein Gastkommentar von Michael Amon

Täglich werden auf den österreichischen Autobahnen Dutzende Flüchtlinge aufgegriffen, die von skrupellosen Schlepperbanden dort ausgesetzt werden (oder wie zuletzt auf den Geleisen der Westbahn). Gepaart mit den Horrorbildern insbesondere aus Traiskirchen, aber auch aus  anderen Erstaufnahmezentren entsteht in der Bevölkerung der Eindruck, von Flüchtlingsmassen überschwemmt zu werden, daß mehr oder weniger bei jedem Kanaldeckel ein Flüchtling herausguckt.
Dies ist die Folge eines eklatanten Politikversagens auf allen Ebenen. Eine bis zum Grotesken unfähige Innenministerin, unwillige Landespolitiker und Lokalpolitiker, die glauben, sich vor der eigenen Bevölkerung fürchten zu müssen. Der Innenministerin muß man inzwischen eine Mischung aus Inkompetenz und Böswilligkeit unterstellen, anders sind die Vorgänge (besser: die Nichtvorgänge) nicht zu erklären. Möglicherweise spielt auch noch eine abartige Strategie der Abschreckung eine Rolle. Und natürlich geht den roten und schwarzen Politiker der Arsch auf Grundeis (um es mal volkstümlich zu formulieren) vor der FPÖ und deren mitunter grenzwertiger Propaganda, denn seit bald 30 Jahren findet man kein Mittel gegen diese Partei. Dabei wäre es ganz einfach: eine tatkräftige Politik, die den Bürgern das Vertrauen zurückgibt.

Grundlage einer solchen Politik wäre es, sich einmal ehrlich der Problematik zu stellen, nicht jede Frage der FP gleich als hetzerisch abzutun, nicht jeden Vorschlag von Caritas oder anderen NGOs gleich als »Gutmenschentum« abzuqualifizieren. Daß dieser Begriff überhaupt verwendet werden kann, sagt leider einiges über den Zeitgeist aus. Denn wenn ich mich nicht irre, ist es das Ziel der christlichen Religionen, die Menschen zu einem Leben anzuleiten, das aus ihnen »gute« Menschen macht. Herr Strache führt ja sonst auch gern das Wort vom christlichen Abendland im Munde. Wird wohl nicht ganz so ernst gemeint sein. (Die FP war ja einst eher antiklerikal – eine bemerkenswerte Veränderung der Parteilinie!) Zur ehrlichen Auseinandersetzung mit der Problematik gehört eine Analyse dessen, was hier eigentlich geschieht.
Versuchen wir, die Problematik  aus mehreren Perspektiven zu betrachten.

Grundsätzlich sollten man sich darüber im klaren sein, daß die momentanen Probleme von der Politik selbst verschuldet sind. Von der Ungarnkrise 1956, über Polen in den 1980er-Jahren bis zum Krieg am Balkan in den 1990ern haben wir weitaus größere Flüchtlingsströme bewältigt. Teilweise in Zeiten, da Österreich selbst bei weitem noch kein so reiches Land war wie heute, da Armut oder zumindest Knappheit der Mittel für den größten Teil der Österreicher tägliche Realität waren. Auch heute sind die Menschen bereit, einiges zu tun, um Flüchtlingen zu helfen. Alle Zahlen belegen das. Wir sind keineswegs an einem Punkt, wo es nicht mehr weitergeht. An diesem Punkt ist nur die bisherige Politik des Durchwurstelns angelangt.

Zuallererst ist es wichtig, drei Dinge auseinanderzuhalten, die gern miteinander vermischt werden, insbesondere von der FP, wenn sie undifferenziert den »Ausländern« die Schuld an fehlenden Arbeitsplätzen gibt. (Wie zuletzt in einem tatsächlich widerlichen Video des RFJ.) Die Arbeitsplätze werden nicht durch Flüchtlinge aller Art »gefährdet«, sondern durch die billige innereuropäische Konkurrenz vor allem in Ostösterreich, wo Slowaken, Ungarn und Tschechen den Arbeitsmarkt in der Tat überschwemmen – mittels Billigstlöhnern, die aus den genannten Ländern in den Großraum Wien täglich ein- und auspendeln. Hier wirkt – entgegen den vollmundigen Ankündigungen von Sozialminister Hundsdorfer – die absurde und völlig falsch umgesetzte Öffnung der Arbeitsmärkte (eines der vier abstrusen neoliberalen Dogmen der EU).
Punkt zwei und drei: Asylwerber und Flüchtlinge sind nicht das Gleiche. Die sogenannten Wirtschaftsflüchtlinge kann man relativ schnell wieder nach Hause schicken – wenn man nur will. Asylwerber dagegen werden auf längere Sicht im Land bleiben müssen. Eine Beruhigung der Situation im arabischen Raum zeichnet sich nicht ab. Dieses Problem ist mit Provisorien nicht zu lösen: nicht mit Containern und nicht mit Zeltstädten. Auch wenn wir zu einer gerechteren Verteilung in Europa kommen – es bleibt trotzdem ziemlich viel vor Ort zu erledigen.

Natürlich hat die Asylantenfrage auch eine religiöse Seite. Die ist besonders schwierig und bietet Demagogen breiten Raum zur Betätigung. Wir sind derzeit mit einer besonders großen Zahl muslimischer Flüchtlinge konfrontiert. Gerade in Syrien, wo derzeit der Hauptstrom der Kriegsflüchtlinge herstammt, wurde zwar eine eher moderne und pragmatische Form des Islam praktiziert. Das ändert leider nichts an dem grundsätzlichen Problem, das der Islam als Religion hat. Auch in der christlichen Bibel finden sich grauenvolle Stellen (man denke an die Apokalypse), die es durchaus mit der einen oder anderen Stelle im Koran aufnehmen können. Der große Unterschied: Jesus Christus starb gedemütigt, erniedrigt und »entmachtet« den Kreuzestod. Die Anhänger seiner ursprünglich jüdischen Sekte wurden grausam verfolgt. Sie hatten keine Macht, keinen Machtanspruch, führten keine Kriege, sondern erwarteten die baldige Rückkehr des Messias, lebten in einer Endzeitstimmung, die jeden Kampf um irdische Macht obsolet erscheinen ließ. Erst als im Laufe von rund drei Jahrhunderten den meisten Gläubigen dämmerte, daß es mit der Wiederkehr des Heiland noch ein wenig dauern könnte, änderte sich das. Entscheidend dabei war, daß das Christentum zur Staatsreligion des zerbröselnden römischen Imperiums wurde. Erst dann erfolgte die Verschmelzung von Kirche und Staat, wurde das Christentum »wehrhaft« und machtbewußt mit allen daraus sich ergebenden negativen Folgen. Aber um die Kreuzzüge zu rechtfertigen, muß man die Bibel schon recht kräftig strapazieren.

Ganz anders die Situation des Islam. Diese Religion war von Beginn an eine kriegerische. Die Kriegszüge des Propheten sind legendär, die dabei angerichteten Gemetzel auch. Sofort nach dem Tod des Propheten brachen wüste und blutige Machtkämpfe aus. Der Prophet selbst war Heerführer und eine Art von »Staatschef«, die Trennung von Staat und Religion fehlt im Islam völlig und ist ihm wesensfremd. Während man die religiöse Gewaltausübung in die christliche Bibel hineininterpretieren muß, muß man diese aus dem Koran »weg«interpretieren. Christus sagt in der Bibel (wie authentisch das auch immer sein mag, aber es steht so drin): »So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!« (Lukas 20,25 bzw. Mt. 17,24). Der Islam dagegen hat den Anspruch, nicht nur das individuelle Leben zu regeln, sondern auch das gesamte gesellschaftliche Leben. Nur der Staat kann in diesem Verständnis die Harmonie zwischen Privatem und Öffentlichkeit herstellen. Er muß eine Ordnung schaffen, in deren Rahmen Muslime ihre Religion leben und ausüben können. Der Staat muß auch die Aufgabe übernehmen, die strafrechtlichen Regeln der Scharia umzusetzen. Daß dies mit europäischen Staatsideen in Konflikt steht, liegt auf der Hand. Womit wir bei einem Thema sind, das in dieser Diskussion gern ausgespart und ignoriert wird.

Wenn wir mit den Widersprüchlichkeiten des Islam zurande kommen und eine Änderung der Haltung der Gläubigen erreichen wollen, werden wir uns ernsthafte Gedanken über eine noch viel konsequentere Trennung von Staat und Religion zu machen haben. Nur wenn wir diese Trennung auch gegenüber den »eigenen« Religionen viel deutlicher regeln als derzeit, werden wir den Muslimen die Ernsthaftigkeit und den Sinn dieser Idee begreiflich machen können. Es ist ein Unding, wenn der Staat etwa Religionslehrer bezahlen muß, die das Gegenteil dessen predigen, was in staatlichen Gesetzen steht. Wenn katholische Priester im Religionsunterricht Homosexuelle diskriminieren dürfen, und der Staat kann dagegen im Grund nichts unternehmen. Das ist das absurd und kein besonders gelungenes Beispiel für die Trennung von Staat und Religion. Nur wer hier konsequent agiert, kann erwarten, daß Moslems diese Regeln auch für ihre Religion akzeptieren. Viele kirchliche Privilegien (übrigens auch der Islamischen Glaubensgemeinschaft) gehören grundsätzlich überdacht. Die Bezahlung von Religionslehrern kann nicht Aufgabe des Staates sein. Das haben die Religionsgemeinschaften selbst zu lösen – mit Spenden und Beiträgen ihrer Mitglieder. Der besondere Schutz der Religionen (»Gotteslästerung«) durch den Staat, ist im Kern nicht weit weg von manchen kruden Ideen der Islamisten, wenn auch die Folgen hierzulande ungleich glimpflicher sind (aber auch erst seit den Kämpfen der Aufklärung!).

Wer wie Manfred Haimbuchner (FP-OÖ) zuletzt in einem ORF-OÖ-Gespräch meint, man könne die Schwierigkeiten, die vor uns liegen, mit einer Schließung der Grenzen bewältigen, ist ein naiver Träumer und beschwindelt die Bevölkerung. Er hat zwar recht, wenn er sagt »Das Boot ist voll«. Man müßte aber zuerst die Frage klären, welches Boot da gemeint ist. Sprechen wir vom Boot Österreich in der jetzigen Situation, dann kann von »voll« keine Rede sein, auch wenn Traiskirchen diesen Eindruck erweckt. Hier haben wir in Wahrheit eine organisatorische Herausforderung zu meistern, was für einen modernen Industriestaat keine unlösbare Aufgabe sein dürfte. So man will.
Es gibt aber ein anderes Boot, und das ist wirklich voll und wird sich noch mehr füllen. Da spreche ich vom Boot »Welt«. Die Weltbevölkerung explodiert, Klimawandel und lokale Kriege sind die Begleiterscheinungen. Der Immigrationsdruck auf Europa wird in unvorstellbarem Ausmaß ansteigen. Afrika wird etwa seine Bevölkerungszahl bis 2050 fast vervierfachen. Gegenüber dem, was auf uns zukommt, sind die derzeitigen Zahlen der Wirtschaftsflüchtlinge eine Kleinigkeit.

Natürlich kann man zumindest zum jetzigen Zeitpunkt das Schlepperwesen behindern, indem man wieder innereuropäische Grenzkontrollen einführt (was wohl auch gegen den europäischen Kriminaltourismus recht wirksam wäre, wie die paar Tage während des G7-Gipfels mit tausenden Festgenommenen zeigten). Nur werden die Schlepper sofort auf die »grüne Grenze« ausweichen. Da stellt Heimbuchner sich dann einen »Assistenzeinsatz« des Bundesheeres vor. Abgesehen von der mangelnden Ausrüstung und den hohen Kosten (wahrscheinlich höher als die Kosten der Flüchtlingsbetreuung): Wie soll das praktisch funktionieren? Alpenfestung Österreich? Alle fünf Meter ein Soldat? Wie man weiß, waren die Grenzeinsätze im Burgenland eine schöne Show für das Publikum, aber nur wenig wirksam.

Selbst wenn man versucht, die Außengrenzen der EU militärisch zu »schließen«, ist das eine unlösbare Aufgabe. Wie will man das Mittelmeer absichern? Mit einer riesigen Flotte? Die kann auch nur die Leute aus dem Wasser fischen. Oder will man Rommel exhumieren und Nordafrika militärisch besetzen, um sich der Wirtschaftsflüchtlinge aus Schwarzafrika zu erwehren? Und damit direkt in die dortigen militärischen Auseinandersetzungen involviert werden?

Die scheinbar so einfache und logische Lösung von Haimbuchner ist so wie die meisten Lösungsvorschläge der FPÖ in diesem Bereich: sie klingen logisch, sind aber undurchführbar. Sie gaukeln den Bürgern Lösungen vor, die keine sind. Europa wird sich darauf einstellen müssen, in den nächsten Jahrzehnten mit heute noch unvorstellbaren Migrationsströmen zu leben. Wir stehen vor einer neuen Völkerwanderung, ob man will oder nicht. Ein alternder Kontinent kann und muß das verkraften. Mehr noch: wir brauchen Zuwanderung. Dazu sollten wir uns endlich bekennen. Mit klaren Regeln und Vorgaben. Nicht aus Gutmenschentum, sondern aus purer Vernunft.
In einer ohnedies überbevölkerten Welt kann es keine sinnvolle Lösung sein, in einen Wettbewerb in Sachen Bevölkerungswachstum einzutreten. Dieser Planet verträgt laut Berechnungen in Wahrheit nur 2,5 Milliarden Menschen. Wir steuern auf zehn bis zwölf Millliarden zu. Da nehmen sich die derzeitigen Ängste geradezu niedlich aus. Und merke: Wer sich vor »Übervolkung« oder „Umvolkung“ fürchtet, hat auch im Wald Angst vor Rübezahl. Gerade die Österreicher, ein echtes Potpourri der Völker, sollten da etwas schlauer sein. Denn wenn es sowas wie eine Promenadenmischung gibt, dann ist es der Österreicher. Mag für manche ketzerisch klingen, ist aber die pure Wahrheit. Ein Blick ins Telefonbuch macht sicher.

Die tragische Wahrheit ist doch die: das derzeitige Problem ist mit gutem Willen und kompetenter Politik zu lösen. Wie man aber die Probleme eines Planeten löst, der unter krasser Überbevölkerung bei gleichzeitiger Vergeudung aller Resourcen leidet, das ist die echte Herausforderung für kommende Generationen, wenn zum schlechten Ende nicht doch noch Malthus recht behalten soll. Darüber nachzudenken – damit sollte man schon heute beginnen. Aber von der jetzigen Politikergeneration ist da wohl wenig zu erwarten. Die beschäftigt uns lieber mit Scheinproblemen wie Kuraufenthalten oder produziert aus purer Dummheit unnötige Probleme wie Traiskirchen.


Hier der Link zum im Kommentar von Michael Amon erwähnten Video des RFJ. Geht es noch grindiger? Die Zielgruppe sind offenbar männliche, arbeitslose, wenig ausgebildete und mit gutem Grund unbeweibte Hackler mit geringer Frustrationstoleranz und stark ausgeprägter oraler Fixierung.
Liebe Landsleute! Da müssen auch wir vom Gmundl euch ernsthaft warnen: Die Islamisten wollen euch die vollbusigen Oberösterreicherinnen wegnehmen! Also singts Hoamatland und fürchtet euch – vor allem vor Leuten, die für so einen Unsinn verantwortlich sind:

Brief von GR Beate Enzmann (FPÖ)
Sehr geehrter Bruno Beinhart!
Zur Ihrer Information die Haltung der FPÖ. So sieht eine klare Haltung aus.
In allen Medien wird festgestellt, dass ein Hauptgrund für die Verunsicherung der Bevölkerung die mangelnde und nicht rechtzeitige Information über Asylwerber in den Gemeinden ist. Die Art und Weise, wie die Bürgermeister der Gemeinden derzeit vom Land OÖ bei der Einquartierung von Asylwerbern „entmündigt“ werden, ist nicht zu akzeptieren!
Es ist daher Aufgabe der Bürgermeister, die Bevölkerung schnellstens bestmöglich zu informieren und ihr Rede und Antwort zu stehen (wie übrigens Bgm Eisner das in Ohlsdorf getan hat).  Bürgermeister Krapf hat diese Information verabsäumt und deshalb haben wir Freiheitlichen Ihn in einem offenen Brief darauf aufmerksam gemacht.
Die meisten Fragen, die wir ihm in unserem Brief gestellt haben, sind von Gmundner Bürgern an uns herangetragen worden. Diese Fragen und auch Sorgen haben wir weitergeleitet und öffentlich gemacht.
Eine rechtzeitige und vor allem ehrliche Information hilft nämlich den Asylwerbern und der Bevölkerung. Die Verunsicherung der Bevölkerung gegenüber den Asylwerbern wird kleiner, wenn sie sich darauf verlassen kann, dass ihre Bedenken, Sorgen und Meinungen, egal ob begründet oder unbegründet, ernst genommen werden.
Auch die FPÖ bekennt sich grundsätzlich dazu, denjenigen Menschen, die aus ethnischen, religiösen oder politischen Gründen verfolgt werden, Asyl zu gewähren. Asylrecht besteht jedoch nur bis zum Wegfall des Asylgrundes und bedeutet kein Recht auf Zuwanderung. Bei negativem Asylbescheid haben die Betroffenen unser Land wieder zu verlassen. Wirtschafsflüchtlinge können wir nicht mehr aufnehmen.
Wir bekennen uns dazu, dass auch Gmunden Asylwerber aufnimmt. Wichtig sind uns jedoch folgende begleitende Maßnahmen:
·       die Sicherstellung ausreichender professioneller Betreuung der Asylwerber (auch am Wochenende),
·       die Begrenzung der Anzahl der Asylwerber in Gmunden auf ein zumutbares Ausmaß,
·       die Unterbringung in möglichst kleinen Gruppen,
·       die ehrliche und laufende Information der Gmundnerinnen und Gmundner,
·       Rücksichtnahme auf die Ängste und Sorgen der Gmundner Bevölkerung
·       und sofortige Konsequenzen bei nicht kooperativem Verhalten der Asylwerber.
Wenn jedoch weiter täglich mehrere hundert neue Asylwerber nach Österreich kommen, wird das Problem nicht von den Gemeinden sondern auf höherer Ebene gelöst werden müssen. Wir verwehren uns dagegen, dass unsere Gemeinde die verfehlte Asylpolitik des Bundes und der EU ausbaden muss.
Mit freundlichen Grüßen
STR Beate Enzmann

FPÖ-Gmunden


 

Ortsbild?
15. August 2015

Heute:
Bruno Beinhart sucht das Ortsbild

Liebe Leserschaft!

Gestern haben wir zwei deutlich satirische Beiträge veröffentlicht. Und doch müssen wir etwas eingestehen. Die gelungenste Satire kommt nicht an gegen die Realsatire.

Denn diese Woche flatterte ein Folder in die Gmundner Haushalte. Am 6. September findet nämlich in Gmunden die Ortsbildmesse statt. Man muss es zweimal lesen, um es glauben zu können. Die Musterhaftigkeit Gmundens kann es nicht gewesen sein. Wir vermuten, dass Gmunden als abschreckendes Beispiel gedacht ist. Gedacht sein sollte. Denn im Veranstaltungsreigen und um diese Messer vermissen wir einen wichtigen Programmpunkt. Zwar finden sich eine Menge Veranstaltungen, deren Zusammenhang mit „Ortsbild“ sich selbst dem Laien sofort erschliessen: ein Glücksrad der Gemeinde Gmunden (kann man da den BM-Job gewinnen?), eine Hüpfburg (als Beispiel billiger Wohnmöglichkeiten im Ort?), Lamareiten (das neue Verkehrsmittel, wenn die Buslinien dank Regio gekappt werden?) oder Jonglieren (wohl mit den vergeudeten Millionen der Köppl-Ära). Was sich nicht findet, ist eine Rundfahrt zu den hässlichsten, das Ortbild am meisten verschandelnden Bauten. Da gäbe es ja sogar die Möglichkeit, mehrere Touren einzurichten. Denn eine Rundfahrt wird nicht reichen, um all die ErBAUlichkeiten dem hoffentlich an Horror gewohnten Publikum vorzuführen. Dass am Ende der Messe eine Schlussfeier mit ÖVP-Landesrat Strugl stattfindet, ist wohl dem Wahlkampf geschuldet. Ob der ÖVPler dann auch selbst und solo das angekündigte Schlusslied intoniert, konnten wir noch nicht in Erfahrung bringen. Auf jeden Fall soll „Hoamtland“ erklingen. Nachdem selbiges in Gmunden gründlich verschandelt worden ist.

Wer sich nicht für den saublöden Text geniert, kann natürlich mitsingen. Oder zumindest den Hund mitjaulen lassen:

Hoamatland, Hoamatland!
Han dih so gern.
Wiar a Kinderl sei Muader,
A’Hünderl sein Herrn.

Dumm nur, dass ausgerechnet diejenigen, die am meisten das „Hoamatland“ im Munde führen, es am meisten verschandeln und ruinieren.

Liebe Leserschaft! Schickt uns eure hässlichsten Ortbildfotos an unsere Email-Adresse. Wir machen hier mal einen Anfang mit einem der übelsten architektonischen Schandmale der Stadt, dem Zubau zur Musikschule:

Ginko_RestGelungene Ortsbildpflege am Gelände der Musikschule – Vandalismus an uraltem Ginkobaum

musik_schule_ansicht_osten

So scheinbar harmlos im Plan …

musikschule

… so scheusslich in der Realität.

Wenn man das sieht, graust selbst einer Sau. Also bitte, alle Messebesucher herumführen. Die Beispiele in Gmunden sind wahrhaft abschreckend.

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl

Interne Hinweise:
Da wir auch mal auf Urlaub sind, haben wir seit Anfang Juli die einlangenden Emails nur sehr selektiv bearbeitet. Wir werden in nächster Zeit jene veröffentlichen, die noch von aktueller Bedeutung sind.

Morgen bringen wir einen Gastkommentar von Michael Amon zur Flüchtlings-/Asylanten-Frage. Dazu ein paar andere Wortmeldungen zum Thema.
Für Montag ist u. a. ein Beitrag von Markus Medl zur Wohnsituation in Gmunden geplant.

Des weitern hat Michael Amon sich bereit erklärt, ab Sonntag, 23. 8., jeweils im Wochenabstand das Wahlgeschehen und die Parteienaktivitäten zu kommentieren. Exklusiv für die Gmundl-Leserschaft. Wir freuen uns!


Posting.

Hugo von Wald und See

Danke für die vielen Infos liebes Gmundl Team!
Er hätte schlicht und einfach nur die Listen der Kandidaten für den Gemeinderat
Gmunden gesucht.
Er konnte leider nichts finden weder bei den Parteien noch auf Gmunden Seite.
Kann das Gmundl Team einen Tipp geben wie man die Kanditäten für den Gmundl Stadl gemeint alle Kandidaten für Gmundens Gemeinderat?
findet?
Danke liebe Sommergrüße
Hugo von Wald und See

Geschätzter Hugo!
Laut Wahlordnung müssen die Listen nicht vor dem 40. und nicht nach dem 38. Tag vor der Wahl „in ortsüblicher Weise “ veröffentlicht werden. Auf gut deutsch: zwischen 18. und 20. August müssen die Listen und BM-Kandidaten öffentlich gemacht werden. Wir nehmen an, dass dies ortsüblicherweise sowhl auf der Schwarzen Tafel im Rathaus als auch auf der elektronischen Schwarzen Tafel der Web-Seite der Gemeinde Gmunden erfolgen wird.
Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl


 

 

ÖVP sells
14. August 2015

Heute:
Bruno Beinhart blickt auf die Welt
Gastkommentare zu ÖVP, Bim, Leitl und Lichterlfest

Liebe Leserschaft!

ÖVP sells. Die Zugriffszahlen auf die diesbezüglichen Kommentare sind gigantisch. Hat uns selbst überrrascht. So mitten in der Urlaubszeit. Wir haben derzeit die dreifachen Zugriffe der sonst um diese Jahreszeit üblichen.

Das inspiriert auch unser Publikum. Wir können nicht alles bringen, bemühen uns aber, möglichst ein möglichst breites Meinungssprektrum abzubilden. Leider sind die meisten ÖVPler auf Tauchstation.Mit Ausnahme der Unzufriedenen natürlich.

Wir bleiben am Ball. Der Wahlkampf geht demnächst richtig los. Wir haben uns die eine oder andere Überraschung überlegt. Also lassen Sie sich überraschen!

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl


Das Gmundner Parfum

Ein satirischer Gastkommentar von Schwarzer Hans

Die Sensation:
Die Gmundner Kulturabteilung (Abteilung Satire) präsentiert eine eigene Parfum-Kreation „N° 15“.
Bitte diese Sensation nicht vor Mittwoch, 13. August  2015, veröffentlichen. Danke.

Gute Nachrichten für alle Lichterfest-Fans! Der charakteristische Duft des Lichterfestes soll nicht nur an einem einzigen Tag im August,  sondern  sofort den ganzen Tag lang getragen werden können. Das Gmundner Kulturreferat präsentierte heute stolz die erste eigene Parfum-Kreation: das  „N° 15“. In Erinnerung zum Lichterfest 2015, das zehntausend Gmundnern bis drei Uhr früh unvergessen blieb. Leider zogen es drei tausend Gmundner vor, Urlaub zu machen. Gerade sie sind die Zielgruppe für dieses neue Parfümlinie.

In einem Vorab-Test des Parfums durch die Tagespresse-Redaktion – unsere Partner in Wien, die heuer auf Urlaub in Gmunden waren – überzeugt der intensive Duft auf ganzer Linie. Die komplexe Komposition wird in der Kopfnote dominiert von sattem Achselschweiß, einer betäubenden Alkoholfahne und verspieltem Schweinehaxn-Mundgeruch.

In der Herznote findet sich blumiger Uringestank. Abgerundet wird „N° 15“ von einer exotischen Note von Erbrochenem. (Während dem Test des Parfums ist Redaktionshund Rocco aus der Redaktion verschwunden. Er wurde nach letzten Informationen mit starrem Blick in einem Reisebus nach St. Valentin gesehen. Wir sind dankbar für jeden Hinweis, Anm. d. Red.)

Das 15er-Parfum wurde bereits mehrfach online vorbestellt. Sehr zur Freude der Kulturabteilung. Damit kann dem Gmundner  Klo-Museum eine neue bessere Duft Note gegeben werden. Ein Sprecher sagt: „Es haut dich um, wenn du das riechst. Du bist wie betäubt. Wir haben bereits mehrere Flaschen ins KH-Gmunden geliefert, wo es verwendet wird, um Patienten in ein künstliches Koma zu versetzen.“

Auch der stilvolle TV-Werbespot zur Produkteinführung von „N° 15“ überzeugt. Zu Antonio Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“ windet sich ein verschwitzter Lichterfest Besucher  in Zeitlupe durch einen Wald von Lautsprecheranlagen. Er wischt dabei seine Finger nach einem saftigen Schweinshaxn am Sommerkleid einer Frau ab, drückt im Vorbeigehen seine nasse Achsel auf die Stirn eines danach offenbar traumatisierten Kinds und stößt nach einem Schluck Bier herzhaft in das überraschte Gesicht einer Greisin auf. Danach wird die edle Parfumflasche eingeblendet. Gefolgt von dem Slogan: „Du musst kein verschwitztes O…..loch sein, um wie eines zu riechen.“

Kreiert wurde das Parfum vom neuen Kuturabteilungs-Mitarbeiter Jean-Baptiste Grindig. Er ist 1987 in den Slums von Steyrmühl ohne Eigengeruch auf die Welt gekommen und verfügt dafür über einen phänomenalen Sinn für widerliche menschliche Gerüche. „Der Jean-Baptiste spricht seit Wochen nur von dem perfekten 15er-Parfum. Wir wissen nicht, wie genau er arbeitet, er ist ein bisschen größenwahnsinnig und unheimlich, aber ein Genie“, so der Sprecher stolz.

Auf die Frage, was er nachts anziehe, antwortete der Gmundner Bürgermeister Krapf kokett und ganz im Stile von Marilyn Monroe: Nichts als Lichterfest No. 15.
Wie uns ÖVP-Insider mitgeteilt haben, wird es heuer im Wahlkampf nicht wie einst unter Köppl zur Verteilung von Frühstückssemmerln an alle Haushalte kommen. Vielmehr ist an eine flächendeckende Verteilung des neuen Parfums gedacht, da Anrüchiges gut zur bisherigen ÖVP-Politik passe.

Diese Mitteilung erfolgte in Kooperation des Schwarzen Hans mit DIETAGESPRESSE.COM


 Die Bimbimbim

Ein kurzes Einserkasterl von Stefan Moser

SRT – (gemunkelte) nackte Tatsachen:

* Wussten sie, dass die Fa. Stern die Durchbindung durch Gmunden nur braucht, um die Fahrzeuge in Vorchdorf warten zu können?
* Wussten Sie, dass es deswegen der Fa. Stern völlig egal ist, wenn niemand in den Zügen sitzt?
Dafür wird die Zerstörung einer schönen Kleinstadt gern in Kauf genommen, die Betreiberfirma hat ja genau Null Risiko da Null finanzieller Aufwand – zahlen eh alles die Anderen.
Die Gmundner Politikerspitze buckelt einfach und sagt schön brav ja zu allem.
Aber nicht mit der Gmundner Bevölkerung, die Wahlen werden es zeigen!


ÖVP Gmunden – zurück auf die Schulbank

Ein Gastkommentar von Marge Lila

Wie lange hat die ÖVP Gmunden schon die Mehrheit im Gemeinderat? Wie lange regierte sie mit absoluter Mehrheit die Stadt? Wie lange sitzen die Herren Krapf, Höpoltseder und Apfler schon im Gemeinderat? Lange genug, um von den Wählern zur Verantwortung gezogen zu werden für die erbärmliche Politik der letzten 12 Jahre.

Sie waren es schließlich, die auch „Ja“ sagten zu allen schlechten politischen Entscheidungen, die „Ja“ sagten zur totalen Verschuldung unserer Stadt, die beim Paktieren und beim Verschandeln unserer Stadt zustimmend dabei waren. Mag sein, dass der eine oder andere schön langsam zur Besinnung kommt und dem Wahltag mit Bauchschmerzen entgegen sieht. So ist das ja meistens, wenn man ein schlechtes Gewissen hat. Da der Herr Bürgermeister aus dem Lehrerberuf kommt, wird er diesen Zustand von seinen Schülern gut kennen. Das ganze Jahr nichts lernen und ganz zum Schluss, schnell, schnell so tun als ob man ein Musterschüler wäre, mit einem bangen Hoffen auf Gnade. Den Schülern nützt diese Strategie in den meisten Fällen nichts. Sie müssen die Konsequenzen tragen. Glaubt der Herr Bürgermeister wirklich, dass wir ihn und seine Partei nachsichtiger als unsere eigenen Kinder behandeln sollten? Nein, Parteien die schlechte Arbeit geleistet haben, sollen abgewählt werden. Diejenigen, die über Jahre alles abgenickt haben, gehören zurück auf die politische Schulbank. Wenn sie nachgelernt haben, dann und nur dann soll es die zweite Chance geben. Das ist Demokratie.

Eine Stadtregierung, die die Schulden der Stadt zwischen 1997 und 2014 verdreifachte, obwohl Gemeindeeigentum verkauft wurde, die nicht mit der Wimper zuckt und für die überflüssige Durchbindung der Lokalbahn durch Gmunden weitere EUR 6 Mio. Schulden macht, gehört auf die Schulbank zurück.
Sich aus der politischen Verantwortung zu stehlen und dies als „Neustart“ zu bezeichnen, ist feige.


Der aaarme Leitl!

Ein Gastkommentar von borgare

Also ich ärgere mich, wenn man so auf Herrn Dr. Leitl losgeht.
Dem muss ja das Lachen vergehen!
Arbeitslosigkeit muss nicht sein, ich kann das beweisen.

80.000 Arbeitslose sollen sich mehr um Almosen bemühen. Sie sind damit den ganzen Tag beschäftigt und fallen sofort aus der Statistik. Das ewige “so was macht man nicht” ist ganz einfach nicht zeitgemäß.

70.000 Frauen und Männer sollen, natürlich ganz freiwillig, überlegen ob in der Erotikbranche nicht mehr zu holen ist, als dieses fade Herumlungern vor dem AMS. Leute frisch ans Werk, Amnesty International ist voll auf eurer Seite.

100.000 sollen auswandern. China braucht Menschen! Denkt bitte an all die beruflichen Chancen beim Kraftwerkbau oder beim Verteilen von Atemmasken in Peking. Hier ist geradezu unternehmerisches Denken gefragt.

16.000 könnten Nonnen oder Mönch werden. Das wäre dem Christoph wohlgefällig und würde die Statistiken schönen.

40.000 sollen Ziegelfabriken aufmachen und sich am Unternehmerdasein erfreuen. Es gibt ohnehin schon so viele Einmann-Betriebe und das muss ausgebaut werden. Vor allem aber raus aus der Statistik.

Und der Rest (ich kann leider nicht so gut rechnen), die haben halt Pech, weil sie nicht so viel geerbt haben und nicht so tüchtig sind wie unser Christoph.


 

 

 

ÖVP, Gmunden und Demokratie
13. August 2015

Heute:
Bruno Beinhart rechnet nach
diverse Gastkommentare zu Lärm sowie zur ÖVP-Liste

Liebe Leserschaft!

Es hagelt Kritik für meine relativ positive Einschätzung der ÖVP-Liste. Zwei entsprechende Beiträge heute hier im Blog. Wie es scheint, haben die beiden ehemaligen Grossparteien ÖVP und SPÖ so ihre Schwierigkeiten mit der gelebten internen Demokratie. Man fragt sich, was das dann für deren demokratisches Verhalten gegenüber den Bürgern bedeutet. Wie es aussieht, wird die Demokratie rein formal abgehandelt und so zur Demokratur. Wenn die Zuschriften stichhaltig sind, die wir erhalten, dann ist oft nicht einmal mehr von formaler Regeleinhaltung die Rede. Das gibt zu denken. Und sollte noch mehr den Verantwortlichen zu denken geben. Denn dieses Verhalten kann eine der wesentlichen Ursachen für die Parteienverdrossenheit der Menschen sein. Eine Parteienverdrossenheit, die irrtümlich immer als Politikverdrossenheit bezeichnet wird.

Harter Schnitt. Die Sommerhitze. Ja, die ist ein Problem. Erschwert offenbar auch einigen Politikern das Denken. Oder lässt sie mathematisch auf Vorschulniveau zurückfallen. Ich denke da an Herrn Leitl, den mit dem eingefrorenen Grinsen. Der hat jetzt allen Ernstes behauptet, jeder Arbeitslose könne eine Arbeit finden, wenn er nur wolle. Wie bitte? Normalerweise würde ich sagen: der ist wo angerannt. Angesichts der Sommerhitze habe ich eine andere Vermutung. Hitzekoller mit nachfolgender Mathe-Amnesie. Denn wenn wir für rund 400.000 Arbeitslose nicht ganz 40.000 offenen Stellen haben, geht sich das eher nicht so wirklich aus. Oder jeder bekommt einen Zehntel-Arbeitsplatz. Mit einem Zehntel-Einkommen. Herr Leitl soll sich mal von einem Volksschüler die einfache Verteilungsrechnung erklären lassen. Und sollte es ein Hitze-Delirium sein, raten wir zum Besuch eines Arztes. Oder hält Herr Leitl sich für Jesus Christus, der eine wundersame Wein- und Brotvermehrung bewirkte, wenn man der Bibel und dem Religionsunterricht glauben darf. Und da wird immer behauptet, Wirtschaftsleute könnten rechnen!

Wundert sich noch jemand über Politikverdrossenheit?

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl


Undemokratisch

 Ein Gastkommentar von figlpoldi

Brunos Einschätzung der ÖVP-Liste ist naiv. Ich habe das alles anders erlebt, was sich in der ÖVP abgespielt hat. Auch kenne ich meine Pappenheimer!

Es war nicht demokratisch, sondern christlich-sozial. Achtung: Ironie! Christlich im Sinne von streng nach der katholischen Lehre, so entschied allein die Heilige Dreifaltigkeit über die Liste, nämlich der Herr Stefan, der Herr Höpoldseder und der Herr Apfler. Der große Rest der Partei durfte dann nur noch die Liste absegnen. Möglicherweise waren der Strugl oder Pepi aus Linz virtuell oder telefonisch noch mit entscheidungsbefugt. Beste Voraussetzungen also für den künftigen demokratisch agierenden Gmundner Gemeinderat. Alle anderen ÖVP-GR-Kandidten sind auf der Liste von Gnaden dieser drei. Na Servus, sag ich da.

Aber auch die Kandidatenauswahl sehe ich sehr kritisch. Die ist noch ein weiterer Rückschritt vom ohnedies bereits niedrigen jetzigen Level. Der Schlair ist als Betriebsrat der Tyrolean vor allem echt sozial dadurch aufgefallen, dass er gegen die Gewerkschaft (!!!) demonstriert hat und dem damaligen AUA-Betriebsrat in den Rücken gefallen ist. Ihm schleicht der Ruf voraus, besonders „managementfreundlich“ zu sein. Manche nahmen das hässliche Wort vom „gelben Gewerkschafter“ in den Mund.

Weiters bin ich nicht sicher, ob man die Liste für bare Münze nehmen soll. Wer garantiert, dass dann nach der Wahl nicht erst recht wieder die alten, sattsam bekannten Gesichter als Stadträte auftauchen – von Ortner über Mizelli bis zum Schneditz?

Man schleicht sich aus der Verantwortung, ohne eine offene und ehrliche Abrechnung mit den Fehlern der Vergangenheit vorzulegen. Die ÖVP hat ja einiges gemacht, was man auch als Schwarzer schwer schlucken kann. Vom Asamer-Hotel-Alptraum bis zum Sperren der Geburtshilfe im KH-Gmunden. Dazu die Verlegung der Unfallsabteilung, der Wahnsinn mit den Bahnübergängen nach Pinsdorf. Zu all dem hat man geschwiegen. Auch der neue Bürgermeister. Und er schweigt dazu bis heute. Hat jeden Wahnsinn der Köppliaden schweigend mitgetragen.
Wer wird für den vielen Blödsinn zur Verantwortung gezogen? Ich denke an die Schäden aus der Asamer-Fata-Morgana, die Beseitigung des Unternehmerrisikos für die Neumanns/S&H in Sachen Eisenbahn durch die Stadt oder die totale Verschandelung von Gmunden mit hässlichen Bauten.

Ich sehe wenig Erneuerung. Zum Glück gibt es Alternativen wie die BIG oder die NEOS, die man als ernüchterter Schwarzer wählen kann, ohne sich dafür schämen zu müssen. Die ÖVP muss sich recht fest anschnallen, wenn die Alternativen halbwegs klug und geschickt im Wahlkampf agieren.


Eine Schandfleckliste

Ein Gastkommentar von Neustart für Gmunden

Der an zweiter Stelle nach amtierenden BGM Krapf gereihte Schlair ist ein karger Geist ohne Intellekt für den Gmunden keine Stadt, sondern ein Dorf ist.
Selbst für die AUA ist Schlair ein XXXXXXXX – kein Wunder, warum die bei DEM Niveau der Piloten froh sein muss, unter dem “Flügel des Kranichs” weiter existieren zu dürfen.
Der arme Wurm Schlair könnte in der politischen Position nicht einmal in seiner Heimatgemeinde Roitham antreten, geschweige denn in Kremsmünster. Letztere Gemeinde ist schon froh, dass sie XXXXX XXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXX XXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXX loswurden. XXX XXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXX XXXXXX XXXXXXXX
Die Frage stellt sich nur – wie xxxxx ist BGM Krapf, dass ich so jemanden wie Schlair an die 2. Stelle hiefe? Wäre ich an Krapfs Stelle, hätte ich den xxxxxxxxx Schlair sofort eliminiert. Wie weit ist Gmunden schon abgesandelt? Wie weit fehlt es bei amtierenden BGM Krapf an Weitblick – auch hinsichtlich der nach Schlair Gereihten?
Die Schlairs brauchen Geld für ihr im Bau befindliches Wahnprojekt, tatkräftig unterstützt von Krapf, darum kandidiert xxx xxxxx xxxxxxxx Schlair offenbar. Ein längerer Aufenthalt xxxxxx xxxxxx xxxxxx xxxxxx xxxxxx xxxxxxx hätte sowohl den Schlairs als auch BGM Krapf gut getan.
Ich schlage mich nun auf die Seite der Bürgerliste. Versuche zu retten, was noch zu retten ist. Bei dem Niveau der ÖVP-Kandidaten – noch 2 Stufen tiefer gesunken unter das ohnehin schon tiefe vorige Niveau a la Köppl – müsste es eigentlich ein leichtes Spiel sein. Anderseits können die Gmundner Hauptwohnsitzler dümmer als dumm sein und den Ernst der Lage nicht erkennen.

Anmerkung der Redaktion: Wir mussten einige Stellen leider aus-x-erln, da sie mit Injurieren direkt auf die jeweilige Person zielten oder unbeteiligte Dritte genannt wurden. Bitte, liebe Mitmenschen, keine die kritisierten Personen beleidigenden Äusserungen in Kommentaren! Seid bitte nett aufeinander! Zumindest die Nettikette einhalten, bitte! Bruno Beinhart


 Nochmals Lärm und noch mehr…..

Ein Gastkommentar von Margareta Enser-de Groot

Seit drei Jahren fluechte ich im August fuer längere Zeit aus Gmunden , vor allem wegen des unerträglichen Lärms beim Lichterfest. Ich wohne im Stadtzentrum, bin einst von der Grosstadt nach Gmunden gezogen um mich zu entschleunigen, habe noch nicht die Gnade der Schwerhörigkeit….etc. Jedoch jedes Wochenende höre ich die Besoffenen grölend durch die Nacht ziehen und werde aus dem Schlaf gerissen, der Leidensdruck wegen des Zumüllens mit Lärm setzt sich fort, jedes Jahr wird es ärger.

Schon die römischen Kaiser boten der “Proles” Brot und Spiele, um die Volksmassen abzulenken und sie von Aufständen gegen Misstände und Armut abzuhalten. Ich sehe in der Lärmstadt Gmunden Parallelen mit Rom. Auch hierorts werden die Volksmassen immer primitiver, indem sie sich rücksichtslos gegenüber den Mitbewohnern immer lärmender auffüehren… Steckt vielleicht Absicht von den “Mächtigen” dahinter, und wird das sogar gesteuert von denen? Besoffene und Grölende denken mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht viel nach und sind leicht beeinflussbar und lenkbar.

Ich habe jedenfalls für mich eine Lösung gefunden und fahre einfach weg von der Tourismus- ??? oder eher Ballermannstadt Gmunden!!
Liebe Grüsse aus dem etwas kühleren Norden!.


 

 

Gmundner Eruptionen
12. August 2015

Heute:
Bruno Beinhart zum Erdbeben in der ÖVP
Gastkommentare und Einserkasterln

Liebe Leserschaft!

Wer hätte das gedacht! Nach dem unrühmlichen und flotten Abgang von Ex-BM Köppl im Vorjahr hat es nun in der ÖVP mächtig gerumpelt. Sie wagt einen ziemlich mutigen Neubeginn. Alle altgedienten Stadträte scheiden aus. Auch so mancher Mandatar mit starkem Zug zum BM-Amt ist nicht mehr vorn dabei. Entgegen den Erwartungen, die hier in einem Gastkommentar geäussert wurden. Ein Erdbeben, nicht mehr und nicht weniger. Die Frage ist, ob damit auch die unselige Verbandelung der ÖVP mit alten Platzhirschen wie Asamer und Stern & Hafferl endlich beendet wird. Das wird man sehen.

Auf jeden Fall scheiden Leute wie Schrabacher, Ortner und Meingast aus. Nur die bisherige Stadträtin Mizelli bleibt überhaupt auf der Liste. Dafür kommen teilweise neue, noch unbekannte Namen. Zweiter auf der Liste hinter Krapf ist auch für Insider überraschend ein AUA-Betriebsrat, Wolfgang Schlair. Ebenfalls unbeschriebene Blätter sind Theresa Friedrichsberg, Martin Apfler und Irene Schönleitner. Bekannte Namen auf wählbarer Stelle sind Thomas Höpoltseder und Michael Frostel.

Diese völlig erneuerte Liste ist wohl auch als Abrechnung mit der „Ära“ Köppl zu sehen, die für Gmunden keine sehr gute war. Ein Abgesang in moll.

Da muss man eingestehen: man hat Krapf vielleicht doch unterschätzt. Wenn diesen „neuen“ Gesichtern auch eine neue Politik folgt, kann es spannend werden in Gmunden. Und die anderen Parteien, vor allem die SPÖ werden sich warm anziehen müssen. Denn es gibt viele neue Gesichter: bei den Neos, bei der BIG und auch bei den Grünen. Letztere servieren der Wählerschaft ebenfalls eine geschickte Mischung aus neuem Wind und erfahrenen Leuten. Nur die SPÖ geht mit zwei Spitzenkandidaten in die Wahl, die unabhängig von ihren sonstigen Qualitäten nicht gerade für Erneuerung sprechen. Die findet dort eher weiter hinten statt. Wir werden in den nächsten Tagen über sowohl über die Listen der SPÖ als auch der Grünen noch berichten. Mitsamt unserer Einschätzung.

Es wird sehr, sehr spannend in Gmunden.

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl


Gmundner ZK entmachtet

Gastkommentar von Schlauer Fuchs

ER und das Gmundner ZK wurden erst jetzt endgültig entmachtet. ER, das ist Alt-BM Köppl.

Derzeit  ist wohl Gmundens freundlicher Chrustschow in Person von BM Krapf noch am Ruder. Statt Entstalinisierung gibt es Entköppelung, Entkoppelung von Köppl. Wie lange wohl wird der Entköppler an der Macht sein, wenn die Wahl schief geht?  Diese schwarze Liste ist  wohl ein einzigartiges, klares Eingeständnis von 18 Jahre katastrophaler Politik. Ohne jedes Wenn und Aber.

Alle „Alten“ dieser Liste haben immer die Hand brav gehoben wenn ER es wollte – auch wenn es undemokratisch, wirtschaftlich unsinnig und moralisch anrüchig war. Daher wäre es der richtige Zeitpunkt – für diese Liste – jetzt auf Pilgerreise  zu gehen und sich dann in der Opposition  konstruktiv zu regenerieren. Von den Wählerinnen und Wählern aufs Strafbankerl geschickt zu werden, das täte ihr und Gmunden gut. Ein solcher wirklicher Neustart wäre schließlich auch angebracht: für alle Gmundnerinnen und Gmundner, die jetzt die Rechnung dieser verlorenen Jahre bezahlen müssen.

Insgesamt ist die ÖVP-Liste starker Tobak: Alle Stadträte bis auf die Kathi Mizelli geschasst, und die ist auch erst auf die achte Stelle gereiht worden. Alle von der ÖVP, samt ihrem Häuptling  Heinz Köppl, den sie bedingungslos gefolgt sind, haben da wohl in der Vergangenheit was falsch gemacht. Das hat schon die Qualität einer wenn auch natürlich gewaltlosen „stalinistischen Säuberung“. Immerhin hat der Stefan Krapf ja überall brav mitgestimmt. Er ist der Chrustschow der Gmundner Politik. Und es steht die Frage im Raum, ob er die Früchte dieses Erdbebens wird ernten können. Chrustschow konnte das nicht. Der war ein Mann des Übergangs.

Diese Kandidatenaufstellung ist das Eingeständnis von 18 Jahren katastrophaler Kommunalpolitik. Diese ÖVP ist zu bezwingen.


Grünberg-Akustik

Ein sehr kurzes Einserkasterl von Wilhelm Krausshar

Zum Lichterfest: In Weyer absperren, an der Traunbrücke kassieren, aber hören kann man dort nix, dafür gratis am Grünberg jeden Song …
So geht Tonqualität!


Lärm so weit die Ohren reichen

Gastkommentar von Harald Gstöttinger

Zum Gastkommentar von Poli-Ticker.
Leider muß ich Ihnen widersprechen:
Die Strassenbahn ruhte nicht in der Remise, sondern bewegte sich mit drei Garnituren im durchschnittlichen 5 Minutentakt – stadteinwärts und stadtauswärts bis 1:00 Uhr und mit voller Geschwindigkeit und Lautstärke – durch die Kuferzeile. Von der Geschwindigkeitsreduktion, die Herr Bürgermeister Mag. Krapf bei Stern&Hafferl erreichen wollte, keine Rede. Es war ja wahrscheinlich nicht zu verantworten, dass die Besucher des Lichterfestes eine (!) Minute ihrer kostbaren Freizeit länger am Weg zum oder vom Hauptveranstaltungsort in der Innenstadt gewesen wären.
Viel effektiver und umweltverträglich und leiser wäre natürlich ein Transport der Besucher mit Bussen – egal ob hybrid, elektrisch, mit Diesel oder Benzin – gewesen; aber was nicht sein darf……..
Vollkommen in Ordnung jedoch die Fahrten mit den alten Garnituren am Nachmittag: stimmungsvoll, werbewirksam, ein Erlebnis! Wobei die Auslastung der einzelnen Fahrten wahrscheinlich auch noch Potential – welch strapaziertes Wort, in Zusammenhang mit der Strassen- und Vorchdorferbahn – nach oben gehabt hätte!


 

 

 

 

%d Bloggern gefällt das: