Gmunden entkrusten – aber wie?

Heute:
Bruno Beinhart blickt ins Land
Einserkasterl von Dorog zu Heli-Wahnsinn
GK AndyB blättert in den Tips
GK von Augenzeuge zu Kammerhofers Nazi-Hinweis
GK von Heute anonym zur Selbstverarschung Gmundens
GK von Nasevoll über Krätze und Entkrustung

Liebe Leserschaft!

Wer die gestrige Diskussion zwischen Rudi „Ratlos“ Anschober und Manfred „Grenzwacht“ Haimbuchner gesehen hat, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Zeitweise übten die beiden sich im überlagerten Chorgesang, harmonisch klang es allerdings nicht. War natürlich nicht der Zweck der Übung. Klaro. Aber wenn die einzige Botschaft von Anschober die ist, die FPÖ verhindern zu wollen, sollte er ein wenig Geschichte lernen. Auch wenn er kein Redakteur ist. (Kreisky einst zu einem ORF-Reporter: „Lernen S‘ Geschichte, Herr Redakteur!“) Denn mit diesem Dreh versucht die SPÖ es seit dem ersten Auftauchen von Gott-hab-ihn-selig Haider (der Petzner weiß allerdings nicht, wie wir der Krone am Sonntag entnehmen durften, ob Haider im Himmel gelandet ist. Na, da werden die Meinungen ziemlich geteilt sein!). Was hat es der SPÖ genutzt? Nichts, sie schmilzt dahin wie Schnee in der Sonne. Den Kanzler konnte sie bis jetzt halten, dafür keines ihrer Wahlversprechen. Und auch die meisten ihrer Grundsätze sind in der Regierungspraxis über Bord gegangen. Merke: wer nicht für seine Grundsätze wirbt, sich dafür kein Mandat holt, wird sie in einer Regierung auch nicht umsetzen können. Das sollte der Rudi Ratlos mal bedenken.

Leider, zum Haimbuchner fällt uns glatt gar nichts ein. Auffällig ist nur die Diskrepanz zwischen seinem „harmlosen“ Auftreten in den Massenmedien, und seinen davon etwas abweichenden Tiraden bei Versammlungen unter seinesgleichen. Und warum die Dichte an Neo-Nazis bei FPÖ-Veranstaltungen so hoch ist, wäre auch eine Antwort von Haimbuchner wert. Bei anderen Parteien treten sie jedenfalls nicht auf. Frage: wenn Veganer eine Fleischhauerei stürmen, hängt dann dort Fleisch oder Tofu-Fleischimitat? Frage zwei: wenn dort Fleisch hängt, warum wirft der Fleischer die geschäftsschädigenden Veganer nicht hinaus? Fragen über Fragen!

Nicht nur Wels ist für die SPÖ in Gefahr. Auch in Linz wird es eng. Der dortige SP-Bürgermeister Luger hat eine neue Wahlstrategie erfunden: Wählerminimierung. Als ob die Bürde des SWAP-Skandals nicht schon hoch genug wäre, bedient Luger jetzt alle Wählersegmente mit Argumenten, warum man ihn nicht wählen soll. Die kleinen Leute, Stammwähler und pauschal alle Kleinverdiener hat er mit seiner Hochzeitsschnorrerei von 24.000 Euro vor den Kopf gestossen. Sozialdemokratie sollte anderes aussehen. Linke und sozial Engagierte verärgert er mit seiner Flüchtlingspolitik. Zuerst die unselige Plakataktion auf den Linzer Strassen, jetzt das Larvieren bei den Flüchtlingsunterkünften. Es ist Luger, der verhindert, daß die leerstehende Kaserne Ebelsberg, eine höchst geeignete Location für die sichere und humane Unterbringung von Flüchtlingen, nicht genützt werden kann. Da bietet er lieber täglich neue Garagen oder Veranstaltungslokale wie das Design Center an. Eine Logik, die nur Luger versteht. Zynisch noch dazu. Der Mann läuft Gefahr, das Amt des BM zu verspielen. Angesichts der Alternativen leider auch kein erhebender Gedanke. Den Leuten stinkt es immer mehr, dauernd das kleinere Übel wählen zu müssen.

Weil wir eingangs über Rudi Ratlos filosofiert haben. Der Mann schadet nicht nur den Grünen auf Landesebene, er schadet auch vor Ort den Gmundner Grünen. Dass er den „schwarz-grünen Erfolgsweg“ lobt, ist logo. Was soll er nach zwölf Jahren Nichtstun mit zwischenzeitlichem Burn-Out-Erholungsurlaub auch viel sagen? Man würde nur gerne wissen, worin dieser Erfolgsweg besteht? Darin, dass nun auch in OÖ die Arbeitslosigkeit explodiert, das Land mit sinnlosen Projekten überzogen worden ist, die Landesfinanzen in einem Zustand sind, dass einer Sau graust? Irre Schulden ohne Gegenwert für die Bürger und Steuerzahler! Wahrlich, ein Erfolgsweg.
Aber ein Sager schlägt dem Fass den Boden aus: „Oberösterreich soll das Land der sauberen Politik bleiben, jenseits von Korruption und Machtmissbrauch.“ Waren es nicht die Gmundner Grünen, die gegen Korruption und Machtmissbrauch in Gmunden aufgetreten sind, bis hin zu Sachverhaltsdarstellungen an die Korruptionsstaatsanwaltschaft? Ist Gmunden nicht in OÖ? Jetzt versteht man erst richtig, warum Rudi Ratlos keinen Finger für die Gmundner Grünen gekrümmt hat. Weil alles paletti ist. In Oberösterreich gibt es weder Korruption noch Machtmissbrauch. Es darf gelacht werden. Dann laut geweint, angesichts der Realität. Und dann sollte man jene wählen, die noch erkennen, was Korruption und Machtmissbrauch ist. Wahrscheinlich hat der Anschober die Werbung der Gmundner Grünen „100 %  Gmunden – 0% Korruption“ missverstanden. Das ist nämlich keine Zustandsbeschreibung von Gmunden, sondern jener Zustand, den die Gmundner Grünen erreichen wollen, so man sie ausreichen stärkt. Das beste Argument gegen die Landesgrünen ist leider ihr Spitzenkandidat.

Die vierseitige Wahlwerbung der Stadtliste ist auch angekommen. Nicht nur im Umfang dünn, sondern auch im Inhalt. Wem das genügt, was dort drin steht, die oder der kann gleich die ÖVP wählen. Wer verspricht sich wirklich noch einen Nutzen von der Stadtliste? Mir fällt da nur die Iglo-Werbung ein „Iss was Gscheits.“ Oder auf Wahlwerbung umgetextet: „Wählts was Gscheits.“ Das inkludiert klarerweise das Nichtwählen der Stadtliste. So viel Empfehlung unsererseits muss sein.

Jetzt bin ich erschöpft. Diese Menge an „unfokusierter Intelligenz“ (© Michael Häupl) macht echt müde. Mir fallen die Tips aus der kraftlos gewordenen Hand. Meine Arbeitsleistung im Job wird heute nicht herausragend sein. Chef, bitte um Entschuldigung. Ich habe es für das Wohl Gmundens gemacht. Der Chef sagt ja immer: „Lass die Finger von den Tips, die gefährden deine geistige Gesundheit. Und komm mir dann nicht mit einem Burn-out!“ Manchmal hat sogar mein Chef recht.

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl


Heli-Wahnsinn

Einserkasterl von Dorog

Zum Heli-Wahnsinn: Zuständig für Genehmigungen ist das Land OÖ, Abteilung Verkehr, Hr. Ing. Schwarz, Tel: 0732/7720-14546. Bei vielen Beschwerden lässt sich diese Lärmverschmutzung eventuell stoppen, Hr. Schwarz zeigte in einem persönlichen Telefonat durchaus Verständnis für die Bevölkerung.

Unsere Empfehlung: die Behörden löchern, dass da endlich etwas dagegen unternommen wird. Je mehr Bürger sich beschweren, umso grösser wird der Druck. Der Event wurde soeben in den Tips gross abgefeiert. Von 20.000 Leute war die Rede. Wir hier leiden nicht unter Flüchtlingsströmen, sondern unter Strömen von unsinnig angeklockten Menschenmassen. Wo ist da der Schutz des „Hoamatlandes“? Bei so einem ökologischen Schwachsinns-Event. Gegen den luftgefüllten Heli des ÖAMTC für die Kleinen haben wir nichts. Der ist leise und umweltfreundlich. Und freut die Kinder. Wie es aussieht, sind unsere Kleinen deutlich klüger als die Erwachsenen.
Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl


“Offline-Highlight” des Tages

Gastkommentar von AndyB

Wird die gute alte “Tips” auf Ihren alten Tage noch witzig? Oder war es nur ein Zufall?

Da lese ich doch 2 Leserbriefe zum gleichen Thema :
“Viele Menschen in der Tram” und “Keine Menschen in der Tram”.
(Erster war hier bereits als Gastkommentar zu lesen, Mehrfachverwertung halt! Anm. d. Red.)

Zwei Postings zum gleichen Thema, wie sie unterschiedlicher nicht sein können.
Beide Schreiber sind mir …… *hüstel* …. vööööllig unbekannt und beide vertreten eine absolut gegensätzliche Meinung bzw. Erfahrung.
Da fällt mir direkt der legendäre Satz ein : “Some men see things as they are and say why? I dream things that never were and say why not?” Aber das wäre nun ein bissel zu viel der Ehre.
Grüne ….. wieso komme ich jetzt auf die Grünen? Naja, egal.

Ein böses Gerücht macht im Internet die Runde. Angeblich verschenken die weiblichen Grünen ihre Besen, weil sie lieber in Zukunft mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren wollen …
(Äh, ist der Besen nicht ohnehin ein öffentliches Verkehrsmittel? Frage d. Red.)

Vielleicht vertragen sich Besen und Regio-Masten nicht so gut, aber wie gesagt wahrscheinlich nur ein übles Gerücht …
(Wir können uns vortellen, dass die Masten ein nicht unerhebliches Verkehrsrisiko für Besen-Reisende, früher Hexen genannt, darstellen. Anm. d. Red.)


Kammerhofers NDP-Vergleich –
jetzt muss damit endlich Schluss sein!

Gastkommentar von Augenzeuge

Als neutraler Beobachter dieser angeblich “rechtsradikalen Attacke” auf Herrn Kammerhofer kann ich Folgendes schildern: Das Film-Team von Salzi-TV hat offenbar Vertreter aller am Wochenmarkt werbenden Parteien zu kurzen, spontanen Interviews eingeladen. Auch Vertreter der B.I.G. Herr Kammerhofer wollte jedoch unbedingt sofort mit auf’s Bild, oder zuerst dran kommen, wer weiß. Mitsamt seinem Rad, was bei den vielen Menschen am Wochenmarkt zwangsläufig zu Rempeleien führt, kämpfte er sich sehr übereifrig mit ins Bild. Auch der nachdrücklichen Bitte des Salzi-Teams, er möge doch etwas Geduld haben, da er ohnehin auch befragt werden würde, kam er nicht nach. Im Gegenteil. Eine körperliche Attacke auf den grünen Gemeinderatskandidaten konnte ich beim besten Willen nicht erkennen. Dass jemand über sein Rad gestolpert ist, oder dass er im Zuge der Gesprächsaufstellung berührt wurde, das kann schon sein. Was mir sehr wohl höchst unangenehm aufgefallen ist, waren seine lauten Beschimpfungen.
Sein Vergleich mit rechtsradikalen Methoden entsetzt mich wirklich. Er setzt nach seiner grünen Parteikollegin DeGroot die Reihe von vollkommen unpassenden Vergleichen offensichtlich fort. Das ist absolut untragbar, denn die grünen Kandidaten reden auf diese Weise “Menschenverachtung” und “Nazi-Methoden” klein. Das darf ganz einfach nicht mehr passieren. Ich persönlich wäre Herrn Sperrer sehr dankbar, wenn er seine Kandidaten endlich wieder “einfängt” und zur Vernunft bringt.


Eine Stadt verarscht sich selbst

Gastkommentar von Heute anonym

Da öffnet man nichtsahnend die Tips, schon fliegt einem ein Schwanenbussi entgegen. Ein Realität gewordener Witz, fragt sich der gelernte Gmundner, der den Ausdruck Schwanenbussi immer für einen running gag aus dem Gmundl-Blog gehalten hatte, und im übrigen als gelernter Gmundner nicht leicht aus der Fassung zu bringen ist, was Schildbürgerstreiche angeht.
Ein Blick ins Impressum offenbart Übles: das Schwanenbussi ist eine offizielle Postille der Stadtgemeinde Gmunden.
Gmunden, eine Stadt verarscht sich selbst.
Hier überholt die Realität die Satire mit links, sowas erschüttert sogar einen gelernten Gmundner, der sich fragen muss: ja wollen die denn den Ebenseern den Fasching abspenstig machen???

Anm. d. Red.: Das Machwerk wurde von jener einschlägig vorbelasteten PR-Firma produziert, die auch für die Hervorbringung „Tramtastic“ der Regio-Fans verantwortlich ist und damit gutes Steuergeld kassiert. Das „Schwanenbussi“ kann es an Schwachsinn mit Tramtastic aufnehmen. Ob die darin beworbenen Kaufleute wirklich alle sehr glücklich sind mit dieser völlig unsinnigen „Werbe“linie, darf man bezweifeln. Laut sagen wird es keiner. Die stille Wut wird sich wohl bei der Wahl mit einem Kreuzerl Luft machen.


Entkrusten wir Gmunden!

Ein Gastkommentar von NaseVoll

Da kommt Bewegung rein …. 10 Tage vor der Wahl… aber Vorsicht, die Krätze winkt!

Es ist ein politischer Offenbarungseid der selbsternannten „Spitzen-“Kandidaten der Parteien, der Richtung 27. September geplant, tagtäglich über die hofberichterstattenden Bezahl-TV Kanäle der lokalen „Fernsehsenderchens“ flimmert.

Von dem vom Regio-Zug-Fieber befallenen Obergrünen, Herrn Kienesberger, hört man da, dass es doch (O-Ton) „…Bitteschön doch um die Neugestaltung des Innenstadtraumes Gmundens geht…”.

Na bravo. Wenn der Klosterplatz das Kleinmodell der grossen Innenstadt-Neugestaltung sein soll, dann wünsch ich dem Herrn Kienesberger eine Büste mit seinem Konterfei mitten am Hauptplatz.

Direkt neben der Büste des Superschulden-(LangzeitBürger-)Meisters Köppl (Amtsübernahme 1997 mit 4 Mio Euro – Amtsübergabe 2015 mit 32 MIO Euro + die 6 Mio Euro aus dem kommenden Zug-Desaster – ganz zu schweigen vom gemeindeeigenen Defizitausgleich für die Neumanns dieser Stadt).

Weiters steht die Kienesberger-Büste neben der des historischen Dauerlächlers Herrn Dickinger, den außer seinem gut abgesicherten Bezirkssekretärs-Job nur noch eine weitere Periode im Gmundner Gemeinderat interessiert.

Eines ist aber klar: ALLESAMT interessiert diese „Hobby-Politiker” nicht das Wohl unserer Stadt, sondern eitle Selbstverwirklichung in Monsterprojekten, die, wurscht was sie kosten und vernichten, durchgezogen werden.

Vor so einem Hobby-Politiker-Büstenwald könnten sich dann die nächsten 20 oder 30 Generationen an GmundnerInnen künftig jeden Tag daran erinnern, wer die Zukunft Gmundens von 1997 bis 2015 wider besseren Wissens in den Graben gefahren hat.

Oha – da fehlt natürlich noch die Büste des sagenhaft vernetzen Zugbetreibers. Mit vielen Steuermillionensternen verbrämt.

Dass solche Leute keine Scham haben und sich im Lokal-TV bei einem Schwenk, wo es um die neuen Spitzenkandidaten der ÖVP geht, ablichten lassen, spricht Bände. Das alles auch noch im Rathaus bei der Präsentation der ÖVP und zum Sprechertext, dass es jetzt um den Spitzenkandidaten der ÖVP geht. Das spricht Bände zum Thema, wie sehr hierorts Politik und Wirtschaft zum Schaden der Allgemeinheit in Gmunden schwärzest verfilzt sind.

Zurück zu den Wahlkampf-TV-Filmchens:
Versteigt sich da z. B. der ParteienWechselDich-Herr Kammerhofer zu folgenden Aussagen: Er wird sich vermehrt unter die Leute am Dienstagmarkt in Gmunden mischen, um da ihre Meinung zu erfragen … und dass er sich für eine „Gartenstraße” entlang des Sees am Ostufer stark machen wird.

Das nennt man wahre Klientel-Politik im Sinne der ohnehin privilegierten Haus- & Wohnungs-besitzer am Traunsee Ostufer.

Was das Erfragen der Meinungen der Leute betrifft…. Herr Regenbogen-Kammerhofer: Sie hatten fünfdreiviertel Jahre Zeit das zu tun, – wieso denn jetzt erst so kurz vor der Wahl?
Ich gebe Ihnen die Antwort: Weil Ihnen die wahre Meinung der Bürger sowas von wurscht ist und Sie (ganz so wie alle Ihre Kollegen im Rathaus) nur daran interessiert sind, in einen Job mit wenig Aufwand und viel Gage wieder gewählt zu werden. So schaut’s aus!

Dann hätten wir da noch das letzte Aufgebot einer, diese Stadt in den finanziellen und städtebaulichen Ruin geführt habenden ÖVP, nämlich Kurzzeitbürgermeister Krapf:

Seine neueste Verzweiflungs-Idee, eine Innenstadtmarina Gmunden, ist wohl der größte Blödsinn, der zwischen dem Traunseeost- & Westufer jemals ausgeknobelt wurde – gleich nach dem noch irrwitzigeren ZUG QUER durch Gmunden.

Neo-Sauna-, Bade-& Bootsmeister Mag. Krapf meint doch tatsächlich (im Gleichklang mit einer netten aber unwissend-unbedarft daher plaudernden ÖVP-Gemeinderatskandidatin), dass entlang der Esplanande eine Marina samt Badestegen doch der Hammer hier am Traunsee wäre…

Verehrter Herr Krapf:
Hätten Sie und Ihre ÖVP auch nur ein Mal zwischen den letzten 5 !!! Gemeinderatswahlen an Ihre Wähler gedacht, dann hätte Sie mit den Bundesforsten eine Vereinbarung betreffend der Seezugänge und Badeplätze (in Kooperation mit Ihren Bürgemeisterkollegen am Westufer) im Sinne der nichtprivilegierten Allgemeinheit ausgehandelt.

Faktum ist, dass die Bundesforste (auch ein ÖVP dominierter Staatsbetrieb und geschützte Werkstätte für so manchen Pseudo-Grünen im schwarzen Lodenmantel…) jeden müden Quadratmeter entlang des Sees zu Höchstpreisen verpachtet haben bzw. nach wie vor verpachten.

Und da haben Sie, werter Herr Krapf, samt Ihrer ÖVP jahrzehntelang zugesehen, ohne auch nur einen Finger zu rühren. Dafür haben Sie ein Wahnsinnsprojekt nach dem Anderen ausgeheckt und schlussendlich nach vielen Jahrzehnten und verlorenen zigzig-Millionen Euro diese dann wieder bleiben lassen.

Mit einem Bruchteil dieser verschleuderten Gelder hätte an passender Stelle längst eine in schöner Umgebung realisierte Bademeile am Naturufer des Traunsees realisiert werden können.

Dass da jetzt für die Nicht-DirektAmSee-Zweithausbesitzer (= die große Mehrheit des stimmfähigen Wahlvolkes) nichts anderes mehr übrig bleibt als das Dreckwasser der Gmundner Bucht, in die Sie jetzt Badestege bauen wollen – ja auch dafür tragen Sie mitsamt Ihrer abgehobenen ALT-& NEO(S) ÖVP die Verantwortung.

Aber lassen wir doch gerne den Herrn Krapf ein paar Mal in den wasservogelkotverseuchten Wellen zwischen der Schiffahrtsanlegestelle und der Baumgartner Terasse rumgurken. Die „Schwarze-Schwanen-Badehaube“ bekommt er gratis…

Denn der Verfasser dieser Zeilen kennt persönlich zahlreiche Fälle von Gmundnern, die sich bei einem einmaligen Sprung in den See in der Gmundner und Orther Bucht nachhaltig die Krätze geholt haben. Klartext: Die Gmundner Bucht ist als „Freizeitparadies” für Schwimmer absolut – u. a. auch aus hygienischen Gründen – ungeeignet.
Etliche Ärzte Gmnundens werden dies (natürlich nur hinter vorgehaltener Hand) bestätigen.

Was die „ach so plötzlich weitblickend“ angedachte Motor-, E-Boot & Segelyachten-Marina im Gmunden Zentrum betrifft, so sollte sich der Herr Neo-Kurzzeit-Bürgermeister mal doch bitte in der Bootsszene umhören.

Dann wird er rasch draufkommen, dass Leute, die ein Boot besitzen, sicher nicht den Trubel und die Geräuschkulisse einer ausufernden Bespassungsstadt, wie es Gmunden mit superlauten Konzertevents dank ÖVP und SPÖ am laufenden Band wurde, haben wollen würden…

Das einzige, was Bootbenützer und/oder Segler nicht brauchen, ist das Getümmel außer Rand und Band geratener Menschen, die im Vollsuff ihre Notdurft in den See verrichten und ihre Getränkedosen auf die in einer Innenstadtmarina Gmunden womöglich liegenden Boote werfen würden.

Es gibt seit Jahrzehnten einen Bootsanlegeplatz mitten in Gmunden. Warum wohl, lieber Herr Krapf meinen Sie, dass dieser Steg derartig selten von Booten (Ausnahme das Lichter – äh neu umbenannte „Lautstarkfest Gmunden“) frequentiert wird?

Außerdem wird Ihnen die Frauscher-Werft es ganz sicher danken, wenn Sie neue Bootsliegeplätze direkt vor deren Haustüre auf Steuerzahlers Kosten bauen wollen, die ebenso wenig frequentiert sein werden, wie die Zugsgarnituren, die Sie durch Gmunden rollen lassen wollen.

Vielleicht finden sich ja ein paar Vorchdorfer oder Gschwandter Bürgerchens, die sich eine neue E-Gurke oder ein Segelbötchen über den Winter zulegen. Dann können diese im ohnehin immer leeren Zug von Ihren Heimathäfen zwischen Vorchdorf und Gschwandt die Bootsschüsseln in den Regio-Abteilen gut verzurrt zur neuen Krapfschen Innenstadt-Marina transportieren.

Wenn’s nicht zum Weinen wäre, dann müsste man in schallendes Gelächter über die panische Ideenlosigkeit der meisten Kandidaten kurz vor dieser Wahl am 27. September ausbrechen.

Stichwort „AUSBRECHEN”:
In Anbetracht des visionslosen, macht- & geldgeilen Dilettantismusses der meisten sich zur Wahl stellenden Parteien und Kandidaten, gehen dem gelernt-geplagten Bürger und Steuerzahler die Grausbirnen hoch.

Da hilft nur Eines am 27. September:
AUSBRECHEN AUS IMMER SCHON GEGANGENEN WAHL-WEGEN. Nicht immer nur ÖVP, SPÖ oder FPÖ (die blauäugig übrigens nur mit der ÖVP packelt) wählen, sondern endlich mal der Zukunft wirklich eine faire Chance geben. (Der ÖVP ist sicher keine Chance mehr für Gmunden – eher eine latente Gefahr!).

VERTRAUEN SIE DARAUF, dass es in Gmunden mehr gibt als die alten, verkrusteten Partei-Machtstrukturen und knöchern denkenden Parteisoldaten der EINHEITSPARTEI ÖVPSPÖFPÖ – und leider auch die der GRÜNEN.

Wählen Sie am 27. September klug und nicht die schwarzen, roten und blauen Wiederholungstäter der letzten Jahrzehnte.

WÄHLEN SIE DIE B.I.G.!
Das sind aufrechte Bürger, die es  – genauso wie die stille, überwiegende Mehrheit der GmundnerInnen – definitiv satt haben, sich von einer Handvoll abgehobener Politokraten bevormunden zu lassen.

Wählen Sie die falsch liegenden und zum Schaden der Stadt agierenden Sageders, Krapfens, Dickingers und auch die Grünen raus aus dem Rathaus.

Ja, auch die Grünen. Denn denen ist beim ZUG DURCH GMUNDEN – Verzeihung bitte sehr – aber ganz einfach der Hausverstand entgleist.

Nur eine starke B.I.G. (den Namen finde ich persönlich übrigens nicht so berauschend…, weil SMALL IS BEAUTIFUL …! )
also: Nur eine starke B.I.G. kann im Gmundner Rathaus die Weichen so stellen, dass dieses Stadt nicht endgültig vor die Hunde (äh Wasservögel) geht.

Die Wählervernunft in Gmunden wird am Abend des 27. Septembers, nach dem Stimmenauszählen hoffentlich kein Staatsbegräbnis erhalten…

Anmerkung der Redaktion:
Wir haben in der Regio-Frage eine massive Meinungsdifferenz mit Herrn Kammerhofer. Aber ganz unkommentiert können wir den Angriff auf ihn nicht lassen.
Die Attacke auf Hrn. Kammerhofer bezüglich seines Parteiwechsels erscheint uns nicht angebracht. Herr Kammerhofer ist nicht freiwillig von der SPÖ zu den Grünen gewechselt. Einige Kleingeister kamen mit ihm nicht zurecht. Kammerhofer war – solange wir ihn kennen – immer irgend wo zwischen rot und grün angesiedelt. Er kommt aus der Sozialdemokratie und hat die „Grüne Erde“ gegründet. Er selbst bezeichnet sich gern als politische Wassermelone „aussen grün und innen rot“. Wendehälse sehen anders aus und kann man auf der ÖVP-Liste besichtigen. Da schillert jemand wirklich wie ein Regenbogen.
Auch der Vorwurf, Kammerhofer gehe es um einen „Job mit wenig Aufwand und viel Gage“ ist nicht gerechtfertigt. Reich wird man mit dem Gemeinderatsmandat nicht. Wenn man die Arbeit ernst nimmt, ist sie auch recht zeitraubend. Dazu kommt, dass bei den Grünen, so weit wir wissen, die Hälfte der Bezüge an die Organisation abzuliefern ist, um die politischen Aktivitäten zu finanzieren.
Herr Kammerhofer hat auf eigene Kosten vor ungefähr einem Jahr die Gmundner Bevölkerung ausführlich befragt. Auch der Vorwurf, er frage erst jetzt, geht daher ins Leere. Die anderen Kritikpunkte des Kommentars teilen wir im Prinzip.


 

Jetzt hat der Hubert von Goisern den Grünlauf bekommen, eine Mutation des bekannten Rotlaufs.
Er konstatiert auf den Originalplakaten der Landesgrünen: „Der Hut brennt“ und empfiehlt, als Gegenmittel grün zu wählen. Wir haben da einen besseren Vorschlag wahlplakattechnisch umgesetzt. Unser Vorschlag scheint uns eine probate Lösung zu sein, der vom Huberterl kommt uns brandschutztechnisch eher kontraproduktiv vor.

gruen_plakat_04


Politician

Band: The Cream
Music: Jack Bruce
Words: Pete Brown

Hey now baby, get into my big black car.
Hey now baby, get into my big black car.
I just want to show you what my politics are.

I’m a political man and I practice what I preach.
I’m a political man and I practice what I preach.
So don’t deny me baby, not while you’re in my reach.

I support the left, though I’m leaning, leaning to the right.
I support the left, though I’m leaning, leaning to the right.
But I’m just not there when it’s coming to a fight.

Hey now baby, get into my big black car.
Hey now baby, get into my big black car.
I just want to show you what my politics are.


 

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