Sonntag

Heute:
Babsy am Sonntag
Extrem kurzes Einserkasterl von Soistes
Gastkommentar von Roter Falke über Staunen

Liebe Leserleins!

Manchmal fällt uns einfach kein Titel ein, heute zum Beispiel. Also machen wir es ganz schlicht: Sonntag. Was ja nicht gänzlich falsch ist.

Endlich hat mal jemand aus der Politik genug Mumm, sich zum Ohlsdorfer Wasserskandal zu äussern. Nee, nicht der Rudi Koalitionslos Anschober. Der verarscht die Bürgerleins in gewohnter Bürokratenmanier. Aber die SP-Landtagsabgeordnete Promberger hat klar gesagt, dass sie hoffe, die Gerichtsverhandlungen gegen die Unterläufel würden endlich Klarheit in die Sache bringen. Das zeigt, dass es in der SPÖ noch ein paar Menschen gibt, die nicht nur an ihr Amterl denken, sondern sich Gedanken darüber hinaus machen. Da weiss man dann, warum die SPÖ in Ebensee sich gut erholt hat und bei der Wahl vorige Woche ihre „Absolute“ wieder zurückgeholt hat. Das lässt hoffen, dass in der SPÖ auch anderswo wieder Vernunft und mit ihr auch Leute einkehren, die ihr Geschäft verstehen und imstande sind, zu kapieren, worum es den Bürgerleins geht.

Herr Entholzer hat das offensichtlich nicht begriffen. Der mauschelt mit der FPÖ, dass man sich nur noch schamrot abwenden kann. Nichts dagegen, dass man den absoluten Machtanspruch der ÖVP in die Schranken weist. Aber darum geht es Entholzer nicht. Es geht wieder einmal um ein Sesserl. Und Herr Entholzer hat nicht überzuckert, dass die FPÖ ihn nur für ihre Zwecke an der Nase herum führt. Er ist das Spielmaterial, der Einsatz der FPÖ im Poker mit der ÖVP um eine Koalition (oder ein Arbeitsübereinkommen wie manche das lieber nennen). Wenn die FPÖ von der ÖVP bekommt, was sie will, wird der Entholzer schon noch merken, was für ein Spiel da läuft/gelaufen ist. Oder er merkt gar nix mehr, gell, das ist auch möglich. Denn nach so einer Wahlniederlage nimmt man den Hut, den Stecken oder was auch immer und vertschüsst sich aus seinen Funktionen. Das hat nichts mit Davonlaufen zu tun, sondern mit politischer Verantwortung. Aber da ist Entholzer ja nicht der Einzige in der SPÖ, der sich damit ein wenig schwer tut. Dass soll es auch anderorts geben, dass jemand von den Wählerleins eine kräftige Watschen mitsamt Bodycheck bekommen hat, und keine Anstalten trifft, sich selbst (und von selbst) mitsamt seiner kleinen Seilschaft aus allen Führungspositionen zu entfernen.

Was täte Östereichs Politik ohne Flüchtlinge? Echt wahr, frau stellt sich diese Frage ganz ernsthaft. Stellen wir uns vor, wo die FPÖ ihre Zehn-Prozent-Sprünge dieses Jahres hernehmen würde … oder wo die anderen Parteien ihre Ausreden her hätten, wenn es keine Flüchtlinge gäbe! Nicht auszudenken! Demnächst werden die Asylanten noch als Erklärung herhalten müssen, warum die Milch teurer wird und kein Geld für die Bildung da ist, warum die Renten gekürzt und Spitäler geschlossen werden müssen. Aussenfeinde sind echt eine tolle Sache, vor allem wenn sie sich ins Inland verirren.
Der Löw‘ ist los, und wer ist schuld? Die Flüchtlinge!

Und wenn der kleine Hansi am Ende des ersten Halbjahres in der Volksschule mit einem allumfassenden Fleck im Zeugnis heimkommt, wer wird schuld sein? Erraten! Der Asylant! Weil vor lauter Angst hat der kleine Hansi es nicht geschafft, über das Erlernen des Buchstabens A hinaus zu kommen. Er hat im Unterricht nämlich immer beim Fenster hinaus gestarrt in der Angst, da könnte jeden Moment ein Asylant herein kriechen. Im vierten Stock, wo das Klassenzimmer ist? Ja, weil den Asylanten ist echt alles zu zutrauen. Das hat der kleine Hansi aus den politischen Debatten dieser Tage gelernt. Für den Buchstaben B und die folgenden war da natürlich keine Zeit mehr, die auch noch zu erlernen.
Jetzt sitzt er da, der kleine Hansi, fürchtet sich vor sich hin, knabbert am Bleistift und summt „Hoamatland“. Denn was der kleine Hansi nicht lernt, lernt der grosse Hans nimmer mehr!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Wir wollen noch auf einen interessanten Kommentar unseres oftmaligen Gastautors Michael Amon im Standard hinweisen, der sich mit dem Thema „Flüchtlinge und die Grenzen der Vernunft“ auseinandersetzt. Wir denken, die Leserleins unseres Blogs sind schlauer als viele der Poster auf standard-online, die scheinbar nicht in der Lage sind, längere Texte sinnentnehmend zu lesen.
http://derstandard.at/2000023147147/Fluechtlinge-und-die-Grenzen-der-Vernunft


Glaserl

Extrem kurzes Einserkasterl von Soistes

Antwort zu AndyB: Rechtsradikal?

… na Gott sei Dank ist das Glas bei mir, und hoffentlich auch bei der Babsy, halb voll! …


Staunen

Gastkommentar von Roter Falke

Ich muss nur noch staunen, weil ich es nicht mehr packen tu. Der Herr Dickinger macht jetzt viele Interviews damit wir erfahren, wie ungerecht die ÖVP gewonnen hat. Ich finde auch, dass es sich die ÖVP nicht verdient hat mit dem, was sie angestellt hat die ganze Zeit. Weil die hat sich was geleistet zum Exzess hoch drei! Aber auch der Herr Dickinger hat sich hoch fünf oder so geleistet. Weil normal ist das nicht, wie er im Wahlkampf war. Das war nämlich kein WahlKAMPF, weil gekämpft hat er nicht. Ich habe nichts von Kampf gesehen. Die meisten Gmundner auch nicht, weil sonst hätten sie ihn mehr gewählt. Was sie nämlich nicht getan haben. Da hätte ich deshalb gerne gewusst, was der Herr Dickinger glauben tut, dass ER falsch gemacht hat. Weil er muss was falsch gemacht haben, sonst wären nicht die ganzen Stimmen futsch.

Ich frage mich echt, worüber Herr Dickinger jetzt nachdenkt. Weil viel zum Nachdenken gibt es da nicht. Weiss ein jeder, was da los gewesen ist. Die Ausländer waren es nämlich nicht in Gmunden. Die sind auch gar nicht wahlberechtigt und hätten den Dickinger auch nicht gewählt. Auch die Dickinger-SPÖ wählt fast niemand mehr im Geheimnis der Wahlzelle. Ich warte jeden Tag darauf beim Lesen von den Nachrichten, dass ich lesen kann, wie der Dickinger einsieht, dass er da schuld ist daran, dass niemand mehr rot wählt oder rot wählen will in Gmunden. Ich versteh das, weil ich auch nicht mehr rot wählen mag. Das macht mir keine Freude mehr. Ich will keinen wählen, der was mir nicht sagt und sagen kann, warum ich ihn wählen soll. Ich wähle nicht zum Spass sondern wegen der Politik, die was ich haben will.

Jetzt wünsche ich mir nur, dass die junge Dame von der SPÖ den Bürgermeister gewinnen tut. Das wäre eine gute Sache, damit der Dickinger sieht, dass man mit Anstrengung gute Stimmen bekommen kann, mit denen man dann vielleicht sogar Bürgermeister wird. Auch wenn sie verliert hat sie was zusammen gebracht in Altmünster. Denn der Dickinger hat nichts zusammen gebracht. Ich finde das völlig überheblich, wenn er sich jetzt aufregt, weil die schöne Frau Enzmann vor ihm liegt bei den Stimmen. Das hält er nicht aus, wenn eine Frau vor ihm liegt, ich meine jetzt bei der Wahl vor ihm liegt. Da soll er sich jetzt nicht rausreden sondern die SPÖ retten indem er nicht mehr der Chef ist und im Gemeinderat sitzt. Das ist doch das wenigste, das was er jetzt tun muss, nämlich Platz machen wie die Ebenseer vor sechs Jahren. Weil das mit dem Dickinger wird nichts mehr. Weil wichtiger als klug tun und reden ist es nämlich, dass die Leute einen wählen tun. Weil wenn einen die Leute nicht wählen tun, war das Blabla nicht erstklassig. Das ist den Leuten beim einen Ohr hinein gekommen und beim anderen herausgefallen. Wenn das Blabla überhaupt in ein Ohr gegangen ist. Und in Laakirchen hoffe ich auch, dass der Bürgermeister wieder rot wird. Die haben viel getan dafür. Vielleicht tut es die Gmundner SPÖ auch noch lernen, wenn die was das verpfuscht haben ihre Hüte nehmen, wenn sie welche haben.

Ich wollte nur sagen, dass ich mich schon die ganze Woche wundern tue. Weil ich habe erwartet, dass der Dickinger sich entschudligt bei denen, die was ihn nicht mehr wählen haben können. Weil die können nämlich selbst nichts dafür, wenn der Dickinger nicht mehr zu wählen war.


sp_gmund_lustig_samma


 

 

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