Glücklicher Alltag

Heute:
Babsy Blitzschnells Rundblick und nackte Tatsachen

Liebe Leserleins!

Der Alltag hat uns wieder. An Wochenenden wie dem hinter uns liegenden lernt man, den Alltag zu schätzen. Das Glück der Normalität, des Unspektakulären und der friedvollen Langeweile. Ihre Babsy braucht es nicht nervenzerfetzend oder aufreibend. Ich verstehe die Leute nicht, habe sie noch nie verstanden, die dauernd einen Nervenkitzel, einen speziellen Kick brauchen. Ehrlich: das normale Leben ist Kick genug. Glück, liebe Leute, das habe ich schon in all meiner fast noch Jugendlichkeit verstanden, Glück gibt es nur im Kleinen. Ich muss mich keine Steilwände hinunter stürzen, nicht ohne Fallschirm aus Flugzeugen hupfen, um mich zu spüren. Das Leben ist lebensgefährlich genug. Das Red Bull-Magazin, auch ich nenne es „Das Magazin für prononcierte Selbstmordarten“ (© Michael Amon), welchiges regelmässig dem Standard und der Presse beiliegt, landet bei mir ungelesen im Papierkorb. Erstens weil ich diese Art von Produktwerbung für widerlich halte, zweitens weil ich mich von Red Bull nicht verarschen lasse, drittens weil ich noch nicht Red-Bull-brainwashed bin, und viertens weil ich dieses Gesöff für grauenvoll halte.

Die österreichische Post, noch immer im Mehrheitsbesitz der Republik, versucht jetzt eintausend Mitarbeiter, die älter als fünfzig sind, anzubringen. Weiss in diesem Land die eine Hand nicht, was die andere will? Man ist bereit, die dreifache Abfertigung (also bis zu 36 Monatsgagen) zu zahlen, damit die Leute freudig in die Arbeitslose oder, wenn möglich, in die Pension flüchten. Sind die im Post-Vorstand an einem Briefkastl angrennt? Die PVA schickt gerade Schreiben aus, in denen man versucht, die Leute vom Abtauchen in die Frühpension abzuhalten. Man rechnet ihnen vor, dass ein Antritt der Pension mit 65 statt mit 60 glatte 25 % mehr Rente bringt. Überall wird man zugedröhnt: hackeln bis 65, besser noch bis 68. Am besten wahrscheinlich bis 85 und am Pensionsstichtag abkratzen. Und ein Staatskonzern versucht mitten in der höchsten Arbeitslosigkeit der Zweiten Republik, die Leute anzubringen. Nur, um sie durch billigere zu ersetzen, damit die Rendite steigt. Dabei verdienen die Postler eh nicht gerade ein Vermögen. Das Personal stöhnt längst unter der knappen Besetzung der Dienststellen. Frust und Überlastung sind das tägliche Brot der Postler. Filialen wurden geschlossen, die Briefe stagnieren zwar (wg. Email), aber die Paketberge wachsen. Und die Zahl jener, die in prekären Beschäftigungsverhältnissen oder als ebenso prekäre Pseudo-Selbständige die Pakete ausliefern. Was wir hier produzieren, ist eine Schande für einen modernen Staat und für ein modernes Gemeinwesen. Unser Gesellschaft wird zerbröseln, wenn wir es zulassen, dass immer mehr Menschen am angeblich steigenden Wohlstand nicht beteiligt sind, obwohl sie hackeln wie die Grubenhunte.

Der Papst ist auch ein armes Schwein. Nicht wegen des Zölibats, das spielt in seinem Alter eher keine Rolle mehr, das hat er hinter sich, aber die Gierschlünde im Kardinalsgewand, die durch die gar nicht so heiligen Hallen des Vatikans wandeln, machen ihm das Leben schwer. Da weigert sich der Papst, in den offiziellen Gemächern zu residieren, wohnt in einer kleinen 50m2-Behausung, und seine Kardinäle leben in Saus und Braus in 500m2-Luxuswohnungen, hoch oben in den Dachausbauten. Ja eh, wegen der grösseren Nähe zu Gott wahrscheinlich. Die haben, wie man hört, auch gar kein Unrechtsbewusstsein. Das stehe ihnen zu. Mal sehen, wie diese Kamele sich das vorstellen, dereinst durchs Nadelöhr ins Himmelreich zu schlüpfen. Oder sind das alles verkappte Atheisten, die jene Lehren, die sie gnadenlos predigen, selbst gar nicht glauben?

Manchmal wünscht Ihre Babsy sich, eine Lesbe zu sein. Etwa als ich das Bild jener ehemaligen FARC-Terroristin gemeinsam mit einer ehemaligen Agentin sah. Ein Versöhnungsbild, gedacht als Aufruf zum Frieden. Beide nackig. Echt, liebe Männer, ganz ohne gendern und so, manchmal beneide ich euch, gell! Ihr habt uns bildschönen Mädels, und was haben wir? Olle Männer, entweder im pubertären Hormonrausch oder in der Midlife-Crisis mit Nebenliebschaft. Aber die beiden Damen sind echt beispielhaft, sagt Ihre Babsy als leidentschaftliche FKKlerin. Liebe Muslimas, macht es denen nach: immer schön paarweise eine Katholikin (wahlweise: Protestantin) und eine Muslima, nackerpatzig auf der entsprechenden Seite in der Krone. Da pfeif ich aufs politisch Korrekte, das wäre mal ein echter Anfang mit dem Ende aller religiösen Fundamentalismen. Also: lasst uns nackert sein. Es ist für den Frieden zwischen den Menschen. Nackte kennen keine Sünde, sagt ein alter FKK-Spruch. Und für die sittlich besonders empfindsamen Leserleins: drüberblättern geht nicht, aber schnell runter scrollen, gell, wegen der Augensünde. Kicher. An manchen Tagen ist Ihre Babsy sowas von unernst.

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So, jetzt haben wir das auch hinter uns gebracht. Nackerte im Gmundl. Aber ehrlich, Leute, es dient der guten Sache. Weil Auflagenhöhen oder Einschaltquoten sind bei uns kein Kriterium.

Weil wir gerade bei nackten Tatsachen waren. Neue Studien (ich möcht auch mal für sowas bezahlt werden) beweisen, dass auch Frauen sich gern nackte Frauen anschauen. Von wegen Sexismus und so. Da ist verdammt viel Blümelblamel dabei, gell. Also für alle Lustpanzerschaften zum langsamen Mitschreiben: auch Frauen schauen sich gern nackte Frauen an. Habe ich immer schon vermutet, kicher, weil … also gut, frau muss ja nicht aus der Schule plaudern, gell. Aber all das fällt unter das einzig richtige Motto dieser Tage: das Leben geht weiter. Und dieses Leben, ist das einzige, das wir haben. Deshalb ist Mord und Totschlag besonders schändlich, verachtenswert. Im übrigen bin ich für ein Verbot der Burkas. Motto: „Ganzkörperverhüllung: Nein! – Ganzkörperentblössung: Ja!“ Immerhin hat uns, an wen immer man glaubt, Gott, Allah, Jahwe oder wer immer genau so geschaffen, wie wir das Licht dieser manchmal recht dunklen Welt erblicken: nackt!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Interne Anmerkung: Uns freuen die vielen positiven Reaktionen auf unsere Bemühungen, in unserem Blog ein wenig über den Tellerrand zu blicken. Das manifestiert sich in stabil hohen Zugriffszahlen. Danke an unsere Leserleins!
Auch der montägliche Gastkommentar von Michael Amon hat wieder einmal jede Menge Leserleins und lobende Äusserungen hervorgerufen. Auch dafür Dank! Unsere Leserleins sind eben die besten und schlauesten und …. (Wort einsetzen nach Wunsch und Selbeinschätzung 😉 der Welt!

Aus technischen Gründen werden die Blogs diese Woche meist erst nach 11h online gestellt.


 

 

 

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