Wessen Stadt?

Heute:
Babsy Blitzschnell über „Wessen Stadt?“
EK von Borgare zu Wohnen
GK von Fewzi Benhabib „Wie meine Stadt islamistisch wurde“

Liebe Leserleins!

Die Frage „Wessen Stadt?“ stellt sich auf vielfältige Art und Weise.
Wenn man sich dieser Tage wieder einmal in Gmunden umschaut und feststellt, wie diese Stadt durch Grundstücksspekulanten und ihre willfährigen architektonischen Diener verschandelt wird, dann stellt sich die obige Frage besonders drängend. Hässliche Zweckbauten pflastern Gmunden, deren Zweck nicht das Wohnen, sondern möglichst maximaler Gewinn ist. Die Stadt und ihre Politiker haben tatenlos zugeschaut (oder davon profitiert? Wenn ja, wer?).

Mitten in locker bebauten Siedlungsgebieten mit Ein- oder Zweifamlienhäusern werden sündhaft teure Wohnblöcke geradezu marialisch hineingezwängt. Teile dieser oft nur als Zweitwohnsitze genutzten Betonschachteln werden nicht einmal verkauft, weil man in den Untergeschossen entweder auf den Kobel daneben guckt, oder sonstwie keinen freien Blick hat. Zu den gewünschten Preisen ist das nicht verkaufbar. Egal, denn die bisherige Politik der Stadt hat es ermöglicht, weit über die in den bereits bestehenden Nebenhäusern üblichen Höhen hinaus zu bauen. Mit dem Verkauf der Dachgeschoss-Wohnungen und der vorletzten Etage kommen die „Investoren“ trotzdem auf ihre Rechnung. Eine willfährige Stadtpolitik, die keine Wohnungen für nicht ganz so wohlhabende Leute schafft, aber die Taschen einiger weniger bestens füllt, während ganz Gmunden geschädigt wird: mit einem versauten Stadtbild.

Der neueste Streich wird derzeit bereits vermarktet: am Hochkogel stehen Wohnungen in zwei der derzeit so typischen Viereck-Betonblöcke zum Verkauft. Wahre Schnäppchen für wohnungssuchende Durchschnittsverdiener. Um lächerliche 179.000 Euro bekommt man bereits eine Zweizimmerwohnung mit 59 m2 Wohnfläche. Ein Fall für Schnäppchenjäger.

Auch anderswo steht es im Raum „Wessen Stadt?“. Dazu bringen wir heute einen hoch interessanten Beitrag, der gestern in der PRESSE abgedruckt war. Ein Kommentar, der nachdenklich macht. Und den wir hier bringen, weil wir versuchen, jenen gefilterten Nachrichten etwas entgegen zu setzen, die uns Google, Facebook & Co. liefern. Die filtern nämlich dank ihrer Suchalgorhythmen alles heraus, was nicht unseren persönlichen „Filosofie“ entspricht.

Sie engen unsere Weltsicht immer mehr ein, weil sie uns nur noch mit Meinungen, Ansichten und Einsichten versorgen, die unseren eigenen entsprechen. Goole & Co. schmoren uns im eigenen Saft. Daher versuchen wir vom Gmundl eben ein breites Meinungsspektrum zu bieten. Demokratie ist immer auch die Konfrontation mit anderen Meinungen. Nur daraus können neue und bessere Erkenntnisse entspringen.
(Aus urheberrechtlichen Gründen, die wir im Gegensatz zu den meisten Netz-Freaks sehr hoch bewerten, bringen wir nur den Beginn des Presse-Artikels zum Reinschnuppern. Für den Rest haben wir auf die Webseite der Presse verlinkt. Also bei Interesse einfach den Link am Ende des Kommentars anklicken. Dann gibts den kompletten Artikel zu lesen.)

Jetzt kann frau nur noch hoffen, dass das irre Novemberwetter endlich einem echten Novemberwetter weicht. Und sollte Schnee fallen: liebe Mitglieder des Bauernbunds, die ihr mancherorts die Schneeräumung macht, seid mal so nett, und räumt nicht vorrangig jene Landstrassen, die zu den Höfen von Bauernbundmitgliedern führen, gell, weil auch Nicht-Bauernbündlerleins sind Menschen und wollen ihre Häuser und Wohnungen erreichen.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Anhang:
Auch heute wieder ein Beispiel dafür, dass sich Skurriles auch im Ernstesten finden lässt. Wir erinnern uns: in Deutschland wurde eine Stunde vor Anpfiff ein Fussballländerspiel von Politik, Sicherheitskräften und Geheimdiensten abgepfiffen. Die Hintergründe sind noch immer höchst müsteriös. In den ersten Meldungen hiess es, man habe seit Stunden die Gefährdungslage überlegt und bewertet. Was die Frage aufwarf, warum man diese Zeit nicht genutzt hat, um die Leute erst gar nicht zum Stadion fahren zu lassen, denn nun wird sogar behauptet, den Geheimdiensten habe ein Plan vorgelegen, nach dem mehrere Selbstmordattentäter sich in der Menge wegsprengen wollten, dazu ein MP-Massaker und ein Attentat am Hannoveraner Bahnhof. Wenn man so detailierte Pläne kannte, dann fragt sich die unkundige Frau: wie kam man an diese Pläne, ohne dabei jene Leute zu kennen, die das planen? Warum hat man die Leute nicht hochgenommen – bis heute nicht!Und warum liess man Massen von Fans zum Stadion pilgern, wenn man von solchen Plänen wusste – um die auszuführen genügt ja die Menschenmenge, egal ob die sich im oder vor dem Stadion befindet.
Weiters ist davon die Rede, man habe „eine Bombenattrappe kontrolliert gesprengt“. Also was jetzt? War es eine Attrappe oder eine Bombe? Oder kennt eines unserer Leserleins Bomenattrappen mit eingebauten Sprengstoff?

Aber so merkwürdig all das ist, der deutsche Innenminister de Maizière überbot auch das noch und übte sich in unfreiwilligem schwarzen Humor. Er könne keine Details des Wissenstandes der Behörden bekannt geben, denn die Erkenntnisse seien derart, dass die „Bevölkerung sich fürchten würde“, bekäme sie davon Kenntnis. Das nenne ich Psychologie auf höchstem Niveau. Was würden Sie, liebe Leserleins, von einem Arzt halten, der Ihnen eröffnet: „Tut mir leid, aber ich sage Ihnen die Diagnose lieber nicht, sonst fürchten Sie sich Ihnen zu Tod!“
Ja, der de Maizière ist ein echter Spassvogel. Tut doch richtig gut in so ernsten Zeiten, gell!


Gmundner Variationen

Einserkasterl von Borgare

Gmunden ist nicht nur Keramikstadt etc., sondern möglicherweise auch die Stadt der vielen leerstehenden Wohnungen. Wohnungen, die nicht verkauft und nicht vermietet sind.
In Wien gibt es dazu eine famose Schätzung, nämlich zwischen 30.000 und 100.000 (oder mehr). Wahrscheinlich hat die Bauwirtschaft rechtzeitig ein Zählverbot verhängt!
Nun ich kann nicht sagen, dass ich nicht mehr schlafen kann, bis ich weiss, wie es in Gmunden mit den leerstehenden Wohnungen ausschaut, aber interessant wäre es schon.
Wer weiss Rat?


Saint-Denis:
Wie meine Stadt islamistisch wurde

Gastkommentar von Fewzi Benhabib

Einst floh Fewzi Benhabib vor Algeriens Islamisten nach Saint-Denis. Heute sei die Stadt nicht wiederzuerkennen, schreibt er, Islamisten hätten Straßen und Geschäfte erobert: Bericht eines Fassungslosen.Seit 21 Jahren wohne ich in Saint-Denis. Hier, wenige Kilometer von Paris entfernt, habe ich im Jahr 1994 Asyl gefunden. Mein Freund, Professor Abderrahmane Fardeheb, war am 26.September jenes Jahres in Oran vor den Augen seiner Tochter, die er zur Schule begleitet hatte, von Islamisten ermordet worden. Damals hatte ich beschlossen, mein Land zu verlassen.In Saint-Denis, dieser an der Seine gelegenen Stadt der Vielfalt, Gastfreundlichkeit und Toleranz, konnte ich mit meiner Familie heimisch werden, endlich frei von den Drohungen der Islamisten, die sich in meinem Briefkasten häuften. Ich war 48 Jahre alt und verließ eine geliebte strahlende Stadt, in der ich als Physiker gearbeitet und gelehrt hatte – voller Schmerz, aber überzeugt, dass ich den Schrecken des politischen Islam in Frankreich nicht mehr ausgesetzt sein würde.In den letzten Jahren hat die Angst mich wieder gepackt. Saint-Denis hat nichts mehr mit dem Saint-Denis von damals zu tun. Und das Land der Menschenrechte weigert sich, hinzusehen. In Saint-Denis hat sich ein Spalt aufgetan, der Erinnerungen weckt, er tut sich auf auf den Gehsteigen, auf dem Markt am Sonntag. Und dennoch weigern sich viele Bürger zu erkennen, dass hier ein Gegenprojekt an den demokratischen Grundfesten der pluralistischen Gesellschaft nagt.

Schleier für eine Vierjährige
Wo sind, an diesem geradezu sommerlichen Novembersonntag, noch leichte Tops und kurze Röcke? Wo ich auch hinsehe, Schleier, Schleier, nochmals Schleier – einfache Kopftücher, Tücher, die auch die Stirn verdecken, und große für den ganzen Körper. Seit Kurzem gibt es in der Straße, die den Namen des kommunistischen Widerstandskämpfers Gabriel Péri trägt, Geschäfte für islamische Kleidung. Sie heißen Dubaï Center oder Daffah – eine blühende Saudi-Firma. Das ist das Gesetz von Angebot und Nachfrage, was ist schlecht daran?, fragen die Naiven, zu denen ich mich nicht mehr zählen kann. Meine Frau fragt treuherzig: „Haben Sie ein Kopftuch für meine achtjährige Enkelin, die klein für ihr Alter ist?“ Die Verkäuferin zeigt ihr Modelle: „Ich habe eines einer Vierjährigen verkauft.“

Dazwischen liegen Bücher, sie vermitteln gemeinsam mit der „wahabitischen Mode“ den Bekehrungseifer einer islamistischen Randgruppe, deren Ideologie viele, aus Schwäche oder Ignoranz, für die Botschaft des Korans halten. Diese will die „Muslime“ im islamistischen Orbit festhalten, die Gemeinschaft beherrschen, die Abspaltung vom Rest der Gesellschaft zu fördern.

Weiterlesen in „Die Presse“!

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