Gewissheiten?

Heute:
Babsy Blitzschnell über Gewissheiten
GK von OÖN-Ade über ein Abo

Liebe Leserleins!

Eine der grossen Merkwürdigkeiten in der Gmundner Politik ist ein seltsamer Hang zu Gewissheiten. Das Asamer-Hotel wird kommen, hiess es. Die UNI wird schon bald 800 bis 1000 Studierende haben, hiess es. Wir bekommen eine Therme, hiess es. Gewissheiten, die sich als Larifari erwiesen haben, wobei wir hier im Gmundl von Beginn an sagten, dass hinter den Plänen nichts ist ausser Papier und kühne Behauptungen steht.

Nun haben wir es wieder mit einer bemerkenswerten Gewissheit zu tun. Wenn nämlich die Verantwortlichen für den Regio-Wahn von einer Bauzeitverzögerung von einem Jahr sprechen, falls betroffene Bürgerleins rechtliche Einwände gegen zweifelhafte Bescheide erheben sollten. Die schlauen Regio-Planer gehen also davon aus, dass diese Einsprüche ergebnislos bleiben, also nur den Bau verzögern. Ist einer von diesen Schlaumeiern schon einmal auf die Idee gekommen, dass beeinspruchende Bürgerleins vor Gericht auch Recht bekommen können? Dann sprechen wir nicht von einer Bauverzögerung, sondern vom glücklichen Tod dieses Unsinnsprojektes. Es wäre also höchst an der Zeit, wenn diese Leute vom hohen Ross herunterstiegen und zwecks Abwendung weiterer sinnloser Kosten sich nach Abschluss der Vernichtungsarbeiten am FJ-Platz dazu bequemen, bis auf weiteres von sich aus einen Baustopp zu verhängen. Der muss solange eingehalten werden, bis alle rechtlichen Schritte ausjudiziert sind. Alles andere würde zu nicht absehbaren Kosten bei gleichzeitig zerstörter Innenstadt führen. Sollte das eintreten, so bleiben wir dabei: es wäre dann endlich einmal die Frage nach der politischen Verantwortung zu stellen – und ob nicht auch einmal eine materielle Verantwortung geltend zu machen ist.

Regio-Fantatiker behaupten, die Gegner dieses Wahns würden Stern & Hafferl hassen und mit biblischem Hass verfolgen, denn eine Bahn könne sich ja nie rechnen, also sei alles paletti. Liebe Regio-Anbeter, es geht nicht um Hass! Und ja, Öffis rechnen sich nicht im betriebswirtschaftlichen Sinn, müssen also immer subventioniert werden. Aber, ihr blinden Fans, darum geht es nicht. Es geht darum, dass hier einem privaten Unternehmen die Millionen ins Hinterteil geschoben werden, ohne dass dieses Unternehmen irgendein Risiko übernimmt. S&H kassiert ohne Unternehmerrisiko. Das ist widersinnig.

Es handelt sich um ein sogenannte Private-Public-Partnership (PPP), in diesem Fall eine recht einseitige Partnerschaft. Alles Risiko für „public“, alles Geld für „privat“. Die Idee des PPP ist es, zumindest ausserhalb von Gmunden, die Vorteile öffentlicher Verwaltung und privaten Unternehmertums zu kombinieren und deren jeweilige Nachteile auszuschalten. Also: private Effizienz und öffentliche Kontrolle. Was haben wir stattdessen? Das Modell Gmunden-PPP: Öffentliche Ineffizienz und private Nicht-Kontrolle. Beim Regio-Projekt paaren sich – dank Ausschaltung des Unternehmerrisikos für S&H – öffentliche Verschwendungssucht mit privater Gewinnmaximierung. Den Schaden haben die Steuerzahler: sie brennen wie die Luster und erhalten ein unzulängliches Verkehrsmittel. Das ist der Punkt, um den es geht.

Mit biblischem Hass hat das rein gar nichts zu tun, sondern nur mit Intelligenz und Vernunft. Beide sind beim Regio-Projekt mit Hilfe des Gmunden-PPP-Modells perfekt umgangen worden. Also plauschts net, liebe Regio-Adoranten, sondern versucht es mal mit denken, gell! Denken tut weniger weh, als ihr glaubt! Nur dem S&H, dem tuts natürlich weh: im Brieftascherl. Aber, ehrlich gesagt, das kratzt Ihre Babsy wenig, gell, weil dem S&H sein Brieftascherl ist mir sowas von piepegal …

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Nie wieder OÖN-Abo

Gastkommentar von OÖN-Ade

Das OÖN-ABO wird jetzt abbestellt!
Dem Kommentar von Frau Dr. Hitzenberger ist definitiv nichts hinzu zu fügen. Die fortlaufend manipulativ-tendenziöse, einseitige und oftmals einfach an der Wahrheit vorbei gehende Schreiberei des Herrn Brandner in den OÖN nimmt der Verfasser dieser Zeilen zum Anlass und wird das langjährige OÖN ABO zum ehest möglichen Zeitpunkt kündigen.

Ich empfehle Herrn Ing. Cuturi wärmstens einen Besuch der Schreibstube Herrn Brandners, die ganz offensichtlich im ÖVP-Landtagsclub angesiedelt scheint, um diesem Journalisten (der diese Berufsbezeichnung nicht verdient) mal einen Vortrag zum Thema “objektive Berichterstattung” zu halten.

Gar keinen Genierer in der Schreibe – wie Herr Brandner – zu haben ist eine Sache … solchen ferngesteuerten Apparatschiks jedoch einen Platz in einem sogenannten “unabhängigen” Medium für bewusst falsch berichterstattenden “Schournalismus” zu geben – ist eine andere! Vielleicht denkt Herr Ing. Cuturi auch mal darüber nach …!


 

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