Rohe Eier

Heute:
Bruno Beinhart über rohe Eier, TTIP und Klima
GK von Max Robes über die Regierung Stern & Hafferl

Liebe Leserschaft!

Bei der Klimakonferenz sprach der französische Gastgeber, Aussenminister Fabius, von einem Durchbruch. Ein Durchbruch, der eher an einen Blinddarmdurchbruch erinnert. Nach wie vor sind die Fragen Finanzierung und Klimaziel offen. Wenns sonst nix ist! Die Inselstaaten vor allem der Südsee, denen das Wasser schon bis zur Unterlippe steht, wollen maximal 1,5 Grad zusätzliche Erwärmung, viele andere eher 2 Grad. Die Inder, noch ärgere Dreckschleuderanten als die Chinesen, wollen gleich gar nichts zahlen, halten aber ihre beiden ziemlich grossen Hände auf.

Was immer in Paris am Ende unterschrieben wird, eines ist sicher: für das Weltklima sieht es nicht gut aus. Erst ab 2025 sind angeblich Kontrollen geplant. Und dann alle fünf Jahre. Das Klima wird gebeten, ein wenig im Vorzimmer zu warten. Pelzhändler sollen sich kühl anziehen, es wird heiss werden in den nächsten Jahrzehnten. Und wenn das geschieht, dann war der Ansturm aus den syrischen Kriegsgebieten vergleichsweise ein Mailüfterl.Dann werden die noch immer nicht ganz integrierten Moslems gegen die neuen Klimaflüchtlinge protestieren.

Haben eigentlich die herrschenden Eliten dieser Welt eine Idee, wie sie selbst die Klimakatastrophe überleben könnten? Immerhin hocken wir alle im selben Raumschiff. Dem Raumschiff Erde. Ist nur eines. Ein zweites wurde in erreichbarer Ferne noch nicht gesichtet. Die Idee, man könne  als Privilegierter ungeschoren davonkommen, ist recht kühn. Eigentlich irre und verrückt. Aber kleine Kinder glauben auch erst an die Hitze des Ofens, wenn die Fingerln daran picken bleiben.

Völlig ausgespart bleiben bei den Klimaverhandlungen die Fragen des irrational ausgeweiteten, globalen Freihandels. Worüber man halt nicht so gerne spricht. Ein Drittel der weltweiten Verkehrsemissionen stammen aus dem Frachtverkehr. Der Freihandel, wie er heute praktiziert wird, schädigt das Klima enorm. Neben all den anderen Schäden, die er anrichtet. Dafür versucht man seiten der USA und der EU dieses grenzdepperte TTIP im Eiltempo und gegen den Willen der Bürger möglichst schnell durch zu ziehen. Damit der Freinhandelsirrsinn um eine weitere Schraube in immer absurdere Höhen gedreht wird.

So ist jetzt durch gesickert, dass die EU-Kommission den Wahnsinn begangen hat, ohne besondere Not den USA einen völligen Wegfall der Zölle auf alle Agrarprodukte vor zu schlagen. Nicht nur gab man damit ein wichtiges Verhandlungsatout aus den Händen. Nein, man nimmt in Kauf, dass die europäische Bauernschaft schwerst geschädigt und in ihrer Existenz bedroht wird. Welcher Wahn reitet diese Leute? Die kleinräumige EU-Landwirtschaft hat keine Chance gegen die US-Industrie-Landwirtschaft. Hier werden unsere Lebensgrundlagen bedroht. Man erhöht erneut den Frachtverkehr. Vor allem aus den USA nach Europa. Die klimabedrohten Alpen drohen noch mehr geschädigt zu werden, wenn die dort lebenden Bauern ihre Produkte nicht mehr verkaufen können. Und daher ihre Höfe aufgeben müssen. Schlagwort Errosion.

Besonderer Irrsinn: die USA planen sogar, ihren Überschuss an Frisch(!)eiern nach Europa zu exportieren. Frischeier mit Hormongarantie noch dazu. Welch ökologischer Wahnsinn ist es, rohe Eier über solche Entfernungen zu verfrachten? Sind die Brüssler Bürokraten so unfähig oder so bestochen oder beides?
All das kann man nur noch als Ausgeburt kranker Gehirne begreifen.

Am Freitag verbreiteten die Medien die Aussage von Offiziellen und der Regierung, beim Zaunbau zu Spielberg gäbe es nur auf einer Länge von acht Metern eine Lücke. Liebe Leserschaft, das ist nicht wahr. Ein Regierungsschmäh. Die acht Meter beziehen sich auf das Grundstück des ehemaligen Grazer Kulturstadtrates Strobl (ÖVP). Der hält den Zaun für einen Schwachsinn. Ausserdem sind es laut seiner Aussage nicht acht Meter. Sondern 35 Meter. Die acht Meter sind nur der „begehbare“ Teil seiner Grundstücksgrenze. Auf den anderen 27 Metern kann man nicht gehen. Zu steil. Ausserdem würde ein Zaun auf seinem Grundstück verhindern, dass er ohne sehr  grosse Umwege auf den Grundteil jenseits der Grenze in Slowenien gelangen könne. Dort liegen 2,5 Hektar.

Ähnlich geht es einigen Weinbauern entlang des beabsichtigten Zauns. Die weigern sich ebenfalls. Sie wären durch einen Zaun von beträchtlichen Teilen ihrer Weinberge abgeschnitten. Der bekannte Winzer Polz ist einer der Betroffenen. Er hat schon erklärt, keinen Zaun zu erlauben.

Man kann sich nur noch wundern. Da haben offensichtlich ein paar Bürokraten vom Schreibtisch aus einen Grenzzaun geplant. Haben nicht einmal in Google-Earth nach geschaut. Da hätten sie erkannt, was dort los ist. Nämlich Weinbau. Aber so läuft es heute überall. Siehe Bauplanung für die Regio. Man scheisst sich nichts. Wird schon gut gehen. Wir machen mal. Was pfeifen wir uns um die Betroffenen und ums Recht … einen feuchten Dreck. Arroganz kommt vor dem Fall. In Spielberg genauso wie in Gmunden.

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl


L’état c’est Stern & Hafferl

Der Stern-Plan wird umgesetzt.

Gastkommentar von Max Robes

Unsere „Delegation“ – zurück aus Linz – ist erleichtert. Es kann ohne gültige Baubescheide und Rechtssicherheit weiter durch die Innenstadt gegraben werden! Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Die Frau Innenstadträtin ist begeistert – eine längere Baustellenzeit! Gott sei Dank, das hilft den Innenstadtgeschäften. Um Himmels Willen, welcher Logik folgt die Frau und für wen spricht sie? Und allen voran ein Bürgermeister, der für diese verantwortungslose Vorgangsweise kämpft. Er kämpft nicht etwa für das Stadtbild Gmundens, nicht für die Innenstadtgeschäfte, nicht für die Gmundner Bürger, deren Innenstadthäuser von einem Lokalbahndamm in den Keller versenkt werden, nicht für die vielen Gmundner, die bisher mit dem City Bus in die Stadt fahren konnten.

Nein, er kämpft für einen Projektbetreiber, der sich völlig von diesem Projekt und damit von unserem Steuergeld abhängig gemacht hat. Welcher finanzielle Schaden hätte die Stadt Gmunden getroffen, wenn diese Baustelle für ein Jahr unterbrochen worden wäre, weil eben nicht dafür gesorgt wurde, dass gültige Baubescheide rechtzeitig vorliegen? Hat die Stadt Gmunden derart dumme Verträge unterzeichnet, dass die Stadt für Fehler von privaten Projektbetreibern haftbar gemacht werden kann? Was ist da wirklich passiert? Es wird jetzt höchste Zeit, die Wahrheit zu sagen.

Aber die kennt unser Herr Bürgermeister nicht, oder er will sie uns nicht sagen. Nein, er ist erleichtert, dass Bürger seiner Stadt weiter erpresst werden und unter Druck gesetzt werden; er ist erleichtert, bei Gestaltung der Brücke und der Stadt nichts zu sagen zu haben; er ist erleichtert, dass die Gestaltung unserer Stadt von Stern & Hafferl übernommen wird. (Wie gut die das können, erahnt man schon jetzt beim Anblick des Mastenwaldes und der neuen Straßenbeleuchtung).

Angetreten ist Mag. Krapf als Bürgermeisterkandidat für alle Gmundner. Er hat sein Versprechen gebrochen. Er ist der Bürgermeister der Lokalbahn Gmunden-Vorchdorf AG. Er entpuppt sich, wie schon sein Vorgänger, als lupenreiner Klientelpolitiker. Er agiert wie der Fraktionsobmann der ÖVP und nicht wie ein Bürgermeister. Ich bedaure zutiefst, dass ich ihm bei der letzten Wahl meine Stimme gegeben habe.
Gmundl hatte recht, es war ein Fehler, dass die B.I.G. keinen Bürgermeisterkandidaten aufgestellt hat. Ein solcher oder auch eine solche, wäre zumindest nicht von der eigenen übermächtigen ÖVP-Fraktion getrieben gewesen, hätte nicht die falschen Entscheidungen der Vergangenheit verteidigen oder verschleiern müssen, hätte für Gmunden und nicht für Stern & Hafferl arbeiten können.

Es ist jetzt auch höchste Zeit, die Gmundner darüber zu informieren, wie viel die Nachbargemeinden Vorchdorf, Kirchham, Gschwandt und Vorchdorf für die SRT bereit sind zu zahlen, und wie hoch die angekündigten Fördergelder von der EU und dem Bund sind. Die Gmundner sollten jetzt endlich wissen, wie viel sie die SRT wirklich kosten wird. Vielleicht kann sich unser aller Herr Bürgermeister wenigstens dazu entschließen. Wahrscheinlich tut er das nur, wenn S&H es ihm erlaubt.


 

 

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