Some like it hot

Heute:
Babsy Blitzschnell über heisse Luft und Klimakonferenzen u. a. m.
GK von Bern.Hard.Iner über Pest und Cholera

Liebe Leserleins!

Juhu! Das Klima ist gerettet. Endlich, endgültig und für immer. Die verhandelnden Politiker schlagen Purzelbäume vor Freude, tirilieren (und delirieren) lauthals ihre Freude in die Welt. Das Ende des fossilen Zeitalters ist über Nacht und mit Beschluss und Unterschrift ausgebrochen. Die Frage ist : wohin ausgebrochen! Politiker halt, gell. Die reden viel, egal ob der Tag lang oder kurz ist. Kennt man ja. Unser Umweltminister spricht gar von einem „historischen Umbruch, eine Abkehr wurde eingeleitet“. Meint der das wirklich ernst? Da fällt Ihrer Babsy ein alter Witz ein: Der Pfarrer kommt von der Sonntagsmesse. Aus dem Wirtshaus kommen ein paar volltrunkene Bauern heraus getaumelt. Als der Pfarrer sie erblickt, ruft er laut aus: „Oh kehret um, oh kehret um!“

Aber gut, wenn sogar die Grüne Glawischnig wahnsinnig froh über dieses Abkommen ist, dann weiss man, warum die Grünen ebenso wirkungsgradschwach verpuffen wie Benzin im Brennzylinder. Verkündungs- und Ankündigungspolitik, aber nichts dahinter. Bewiesen auch hier in Gmunden angesichts von Regio-Wahnsinn und Franz-Josefs-Platz-Abholzung.

Die traurige Wahrheit ist: nichts ist gerettet ausser die Spesenabrechnungen der angereisten Beamten und Politiker. Die einzigen Profiteure der Klimakonferenz sind Fluglinien und die Pariser Gastronomie. Wer hier von Erfolgen, gar von einem „Durchbruch“ spricht, lügt die Bevölkerung an. Unser Bruno Beinhart hatte recht: dieser Durchbruch klingt eher nach Blinddarmdurchbruch.

Das beginnt schon beim Klimaziel. Heftig wurde gerangelt und gestritten. Maximal 1,5 % über den Temperaturen vor der Industrialisierung oder 2,0 %??? Die typische Politikerlösung: zwischen 1,5 und 2 % werden angestrebt. Eh wurscht. Denn es gibt ein kleines Manko: die Summe der von den Vertragsunterzeichnern vorgeschlagenen eigenen „Absichten“ ergibt blöderweise nämlich eine Temperaturerhöhung von 2,7 %. Die Chinesen werden die ersten Massnahmen überhaupt erst ab 2030 umsetzen (wenn es denn wahr ist).

Im Abkommen stehen keinerlei konkrete Massnahmen, bloss lockere Absichtserklärungen. Ihre Babsy erinnert das an den kleinen Buben, der bei der Beichte verspricht, dem Nachbarbuben in Hinkunft keine Kaugummis mehr zu fladern. Aber nicht gleich, sondern vielleicht in ein paar Monaten. Und nur dann, wenn es keinen Kaugummimangel gibt und das Taschengeld steigt.

Der Vertrag sieht zwar Überprüfungen vor, aber keine Sanktionen bei Nichdurchführung der angekündigten (keineswegs vertraglich festgeschriebenen) Massnahmen. Wenn die Massnahmen aber nicht in gleicher Weise alle Länder treffen, erleiden jene Länder, die ernsthafte Änderungen umsetzen, gravierende Wettbewerbsnachteile. Ein Dummkopf, wer glaubt, dass Länder wie China oder Indien darauf verzichten werden, sich hier einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Wäre es anders, hätte man sich ja zu den angeblich geplanten Änderungen vertraglich zwingend verpflichten können.
Gleichzeitig wurden die Berichtspflichten gegenüber dem ohnehin schon schwachen Kyoto-Protokoll verringert bzw. abgeschafft.

Wer ist so naiv zu glauben, dass Politiker aus diesem Vertrag wirklich und ernsthaft zwingende Massnahmen entwickeln werden, die überprüf- und sanktionierbar sind? Wir können uns innerhalb der EU nicht einmal über die Aufteilung von Flüchtlingen einigen. Oder über die Kosten für den Schutz der Aussengrenzen. Und diese Politik soll tief in unsere Wirtschaftsstruktur und in unser Verhalten eingreifende Massnahmen beschliessen? Ehrlich, nicht einmal nach fünf hinuntergekippten Industrie-Punschen würde Ihre Babsy das glauben.

Auch in Saudi-Arabien gibt es viel heisse Luft. Nicht nur in der Wüste. So durften am Wochenende erstmals Frauen wählen. Willkommen im 21. Jahrhundert, liebe Saudis. Auch hier Jubel, Trubel und Heiterkeit, weil ein paar Frauen gewählt worden sind. Jetzt brauchen sie nur noch einen Ehemann, der sie mit dem Auto ins Parlament fährt. Der Fortschritt ist eine Wüstenschnecke.

Nichts wird so heiss gegessen wie gekocht. Da erfährt jetzt in Frankreich auf der Front National von Frau Le Pen. Wie es aussieht, hat es nicht für den Gewinn wenigstens eines Departements gereicht. Dass zwar die Linke bereit war, ihre Kandidatur zugunsten der rechtskonservativen Sarkozy-Partei zurück zu ziehen, um Le Pen zu verhindern, dies umgekehrt aber nicht geschah, zeigt, dass die europäischen Konservativen längst im Schlagschatten der offiziell verteufelten Rechtspopulisten und Rechtsradikalen segeln. Eine Frage übrigens an die österreichischen Medien: wieso wird der FN in der Berichterstattung „rechtsextrem“ genannt, die FPÖ aber „rechtspopulistisch“. Eine der beiden Bezeichnungen muss offensichtlich  und streng logisch falsch sein. Trotzdem hat der FN einen Stimmenrekord erzielt, was aber nur für den dritten Platz reichte. Vorn liegen die Sarkozy-Rechtskonservativen (allerdings mit einem beträchtlichen Anteil linker Stimmen gegen den FN), an zweiter Stelle trotz teilweisem Kandidaturverzicht im zweiten Wahlgang das Wahlbündnis Sozialdemokraten/Linke/Grüne.

Im Hypo-Alpe-Adria-Untersuchungsausschuss ist für nächste Woche ein angeblicher Höhepunkt angesagt: der Auftritt des ehemaligen Vizekanzlers, Finanzministers und ÖVP-Chefs Josef Pröll. Ob das wirklich ein Höhepunkt wird, darf man mit gutem Grund bezweifeln. Ihre Babsy rechnet mit einem Tiefpunkt, wenn ein unfähiger Ex-Finanzminister, der sich von den Bayern die Hypo wieder andrehen hat lassen, seine Ahnungslosigkeit nun auch noch öffentlich dokumentieren wird. Erhellendes erwarten wir nicht. Dass die seit bald 15 Jahren von der ÖVP gestellten Finanzminister eine einmalige Abfolge von Inkompetenz waren, können nur hartnäckige ÖVP-Verehrer leugnen. Die glorreiche Riege: Grasser-Bubi („Ein guter Tag beginnt mit einem sanierten Budget“), Molterer-Mönch („Es reicht“), Fekter-Mizzi (da fällt einem echt nichts ein), Pröll-Spezl (der Neffe), Spindelegger (äh, ja, nun, uff!) und der unsägliche Lutz-Schelling (ein unglaublich überschätzter Selbstdarsteller ohne Substanz, siehe den Sauhaufen, den er im Hauptverband der SV hinterlassen hat).

Liebe Leute, manchen mögens heiss, aber gsund ist das nicht, gell!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Zwischen Pest und Cholera

Gastkommentar von Bern.Hard.Iner

Anmerkungen zum Kommentar von Max Robes.
Sie werden wohl doch nicht wirklich angenommen haben, dass ein Neo-Bürgermeister, der alle Wahnsinnsprojekte der letzten Jahre, die unter dem Schuldendesaster-Ex-Bürgermeister Köppl (1997 = 4 MIO Miese in Gmunden – beim Abgang von Köppl 32 MIO Miese + die 6 MIO für den Idioten-Zug), ja Sie werden doch wohl nicht wirklich angenommen haben, dass Herr Krapf, der mit seinem ÖVP-parteisoldatischen, widerspruchslosen Handheben im Gmundner Rathaus genauso Totengräber dieser Stadt war und ist wie es Köppl war, dass dieser in seiner neuen Funktion sich vom Saulus zum Paulus gewandelt hätte oder noch wandeln wird.

Krapf kann gar nicht anders.
Denn im Gmundner Rathaus haben andere das Sagen.
Die Neumanns und die OÖ-Landtagspolitiker – ja sogar bis hin zum Bund, wo Weichenstellungen für den Schienenverkehr in Gmunden lange vor Krapf festgelegt wurden …

Wir in Gmunden dürfen zwar die hier antretenden Hobbypolitiker wählen – entschieden wird, was die Zukunft der Traunseestadt angeht und wohin das Steuergeld rinnt, eben ganz wo anders.

Jedermann & Jederfrau, die heute noch glauben, wir hätten eine freie Demokratie, die/der irrt gewaltig.

Krapf wird mitsamt Stern & Hafferl irgendwann als der endgültige Totengräber dieser politisch wie wirtschaftlich bankrotten Stadt, als Randnotiz in der Stadtchronik vermerkt werden.

Bis dahin haben sich die Neumanns dieser Stadt mit Unterstützung jener unsäglichen Sageders und Johns – aber auch Kammerhofers – krumm und blöd verdient.

Jene politiksteuernde Parallelgesellschaft, die abgehoben von allen normalen juristischen Rahmenbedingungen sich ihr eigenes Recht mit Unterstützung willfähriger und ferngesteuerter Rathäuser, Landtage, Justiz und Staatsanwaltschaften gebastelt hat, hat auch den ZUG DURCH GMUNDEN auf die Schienen gesetzt.

Von einem völlig zu recht abgewählten Landesrat Entholzer, der außer Rand und Band geraten sich da am Traunsee ein Denkmal setzen wollte, wird dann in der Gmundner Stadtchronik ebenso wenig mehr die Rede sein, wie vom Oberlehrer Oberösterreichs, der in letzter Not, sich aller Frauen entledigend, zuletzt eine gerade “irgendwie noch Regierung” gebastelt hat – die auch seine Gott sei Dank letzte sein wird.

Herr Noch-Landeshauptmann Pühringer: Sie haben als vermeintliche politisch-moralische Instanz, zu der Sie sich ja gerne hochstilisieren haben lassen, nicht nur beim ZUG-Projekt in Gmunden versagt, sondern auch auf Landesebene.

Dies besonders, wenn man sich die katastrophale Lage der Finanzen unseres Bundeslandes (von der nur wenige Eingeweihte tatsächlich Kenntnis haben …) ansieht, und wo man grade mal noch rätselt, ob das bisher verheimlichte Wienerstadt-Defizit womöglich kleiner ist, als das hier in OÖ.

Fazit: Unsere Politiker sind allesamt zum Schmeißen (siehe Umfahrung Altmünster, siehe Landesgesundheitsreform, siehe ZUG durch Gmunden….etc etc…).

Das Einzige, was die vielen Herr- & wenigen Frauschaften Politiker interessiert, sind ihre Sitzungsgelder, Aufsichtsrats-Pfründe, Gehälter und Pensionen, die weit weg vom Niveau der normal hackelnden Bevölkerung liegen.

Und das muss man auch ganz besonders den Mandataren der Landes- & Bundes-SPÖ ankreiden, die ja irgendwann ein Mal die sogenannte Arbeiterklasse vertreten wollten …

Dass die ÖVP der größte Feind ihrer Stammwähler ist, liegt seit der Schwarz-Blauen Regierung klar am Tisch. Aber wie die todestriebigen Lemminge wählt der ÖVP-Orientierte, jedoch von dieser ÖPV zu verantwortend kaputtbesteuerte und bis zur Regungslosigkeit vervorschriftete (gewerbliche) Mittelstand, die schwarzen Bonzen immer wieder…

Über Jahrzehnte wurden zig hunderte Milliarden Euronen für unsinnigste Projekte, die nur der Eitelkeit der Politiker dienten, von diesen verbraten.

Über Jahrzehnte wird dieser Staat in jeder Ebene Schwarz bzw. Rot (und je nach Wahlerfolgen auch mal Blau oder Orange bzw. Grün) durchgefärbt und wie eine Melkkuh – auch für die Steuergeldwaschmaschinen der Parteien und ihre Vorfeldorganisationen – von diesen missbraucht.

Und trotzdem lässt sich (besonders das Kernwähler-Klientel der ÖVP und das der SPÖ) der Bürger von diesem abgehobenen Polit-Adel zwischen den Wahlen immer wieder einfach alles Gefallen.

Von der Untätigkeit der Politiker (siehe Finanzdesaster Pensionen, Finanzdesaster Krankenkassen, den Flüchtlinge – die ja nicht über Nacht hereingebrochen sind – bis zu den Registrierkassen … die jetzt die desaströse Finanzgebahrung in Bund und Ländern, verursacht durch die Unfähigkeit der Politiker zu verantwortungsvoller Politik und die Verschwendungssucht unserer Parlamente und Regierungen jetzt als Heilmittel im ROT-SCHWARZ-GRÜN-BLAUEN-PINKEN Budgetloch-Stopfsystem eingesetzt werden sollen …).

Unser Land ist voll von (WählerInnen-)Masochisten und einigen wenigen Handvoll, die sich’s super richten!

Und unser Land ist auch voll von Medien, die mittlerweile zu Vorhofbüros der diversen Landtags- bzw. Parlamentsclubs der Parteien degeneriert sind. Dass das so ist, ist ja tagtäglich z. B. in der ach so unabhängigen OÖN zu lesen … ;-(

Wo bleibt das journalistische Rückgrat? Wo bleibt die journalistische Unabhängigkeit von den Parteien?

Wo ist der investigative Journalismus begraben worden?

Es können ja nicht nur mehr minderbemittelte bzw. politisch blinde und taube Schreiberlinge oder Redakteure in den Medienstuben ihren Dienst versehen. Die journalistischen Grundwerte wie Unabhängigkeit und objektive Berichterstattung sind leider am Opferaltar der Medien- & Presseförderungen und der persönlichen politischen Orientierungen und damit entstehender Einäugigkeit der JournalistInnen dieses Landes gelandet.

Wenn’s nicht so zum Kotzen wäre, dann müsste man in hysterisches Gelächter ausbrechen ob der Planlosigkeit, des Dilettantismus‘, der konsequenten Bürgerverarsche und der Ignoranz DER MEDIEN wie aber auch ÖVP, der SPÖ und der GRÜNEN aber auch der BLAUEN, (die erst zeigen müssen, ob ihnen was besseres einfällt, als Ampelpärchen:..) gegenüber den steuerzahlenden Bürgern (Ober-)Österreichs.

Nach diesen Wahlen 2015 haben die Wähler jetzt nur mehr die Wahl zwischen diesen beiden – objektiv betrachtet – nicht sehr erfreulichen Möglichkeiten …


 

 

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