Gmunden – eine Mordsstadt!

Heute:
Babsy Blitzschnell über Makaberes und sonstige Weltereignisse
EK von Heute anonym über Knallerei
GK von Gmundner Totenglöckchen über die Geisterstadt

Liebe Leserleins!

Heute treiben wir mit dem Entsetzen Scherz. Eine zutiefst menschliche Reaktion, die dazu dient, mit entsetzlichen Vorgängen fertig zu werden, sie zu bewältigen und das Schreckliche zu verarbeiten. Der beste Beweis sind die Kommentare im Online-Standard. Liebhaber des schwarzen Humors kommen dort voll auf ihre Rechnung. Manche halten das für geschmacklos. Wir halten das für Seelenhygiene.

Eine Bezirkshauptstadt wie Gmunden kommt nur selten in die überregionalen Schlagzeilen. Meist geht es um Skurriles (Investorensuche, Bewerbung um den Song-Contest) oder um besonders grauenhafte Gewalttaten. Da zögen wir zwar klarerweise das Skurrile vor, auch wenns die Steuerzahlerleins teuer kommt. Denn Gewalttaten kosten ja viel mehr, nämlich Menschenleben. Da bleibt einem zuerst mal ein Knödel im Hals stecken. Bevor man sich mit schwarzem Humor wieder Luft verschafft. „Gmunden, die Mordsstadt“ – so wurde heute hier im Team tiefschwarz gewitzelt. Irgendwie muss man sich ja Luft machen.

Täuscht sich Ihre Babsy, oder finden in Gmunden wirklich mehr Mordtaten statt als in anderen vergleichbaren Städten? Die Leute erinnern sich: Mord an einem honorigen Taxiunternehmer, Vergewaltigung einer Frau mit anschliessender Ermordung (nicht so lange her), eine tote junge Frau wurde im Sommer im See gefunden – genauer Hergang ungeklärt, derzeit Verdacht auf unterlassene Hilfeleistung.

Schön ist das alles nicht. Über die wahren Hintergründe werden wir in den nächsten Tagen wahrscheinlich mehr und Konkreteres erfahren. Derzeit ergehen sich die Boulevard-Medien ja vor allem in Vermutungen.

Dass Gmunden jetzt statt dem Murray einen neuen Fremdenverkehrsdirektor namens „Mörrdy“ bekommt, können wir nicht bestätigen. Auch nicht, dass dieser einen Mords-Wanderweg am Ostufer plant und potentielle Täter aufgefordert hat, ihre Taten am Ostufer zu begehen, damit eine gewisse Dichte der Tatorte sichergestellt ist. Ebensowenig konnten wir verifizieren, dass das Tourismusbüro angeblich Tatwaffen zur Verfügung stellen würde und mit Straferleichterungen wirbt. Liebe Gmundnerleins, witzelt nicht, fürchtet euch lieber, gell! Ja, diese Untat hat Wellen geschlagen! Kein Wunder, bei dem, was da alles in den grossen Traunteich geworfen worden ist. Wir erwarten schon bald Boulevard-Schlagzeilen à la „Die Bestie vom Traunsee“ oder „Der Vollmondmörder von Gmunden“.

Aber die Hoffnung des Gmundner Fremdenverkehrs, hier endlich einen USP (Alleinstellungsmerkmal) gefunden zu haben, erweist sich bei ein wenig Recherche als deutlich verfrüht. Wir verweisen auf ein verdammt gleich aussehendes Verbrechen im Juni 2015 in Berlin:
http://www.welt.de/vermischtes/article143112990/Kofferleiche-identifiziert-Verdaechtiger-fluechtig.html
Oder in Stuttgart, Juni 2014:
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.schlossgarten-stuttgart-zwei-leichen-in-koffern-entdeckt.d0faa55b-1c85-4b78-b829-41f4e5385e25.html
Echt: haben die Leute vergessen, wofür ein Koffer einmal gedacht war?
Aber immerhin: voll am Puls der Zeit samma hier in Gmunden.

Wie auch immer: da braucht Ihre Babsy einen kräftigen Schluck. Selbst wenn das Blödeln, das jetzt in vielen Gmundner Haushalten und Tischrunden stattfindet, auch ein wenig hilft. Geschmacklos hin oder her.

Es hat sich ja auch sonst einiges getan während unserer feiertäglichen Funkstille. So ist zum Beispiel der EU aufgefallen, dass die Massnahmen der polnischen Regierung so ziemlich das Gegenteil dessen sind, was dauernd als „die europäischen Werte“ beschworen wird. Jetzt droht die EU mit Konsequenzen, die da sind: Ermahnung, Entzug des Stimmrechts. Vor allem Letzteres wird die polnische Regierung schwer treffen, wenn die Euro-Kohle weiterhin Richtung Polen rollt. Denn den Geldhahn zudrehen ist in den europäischen Verträgen nicht wirklich vorgesehen. Rasant setzt sich der EU-Zug der Gegenmassnahmen in Bewegung: schon in einigen Monaten könnte das Stimmrecht entzogen werden. Echt, eine urschnelle Reaktion. Und würde Polen natürlich mit voller Härte treffen. Im Gegenzug verhöhnt Polens Regierung Resteuropa voll Freude: man werde natürlich die Zusage einhalten, 7.000 (in Worten: siebentausend) Flüchtlinge aufzunehmen. Da kommt echt Freude auf, gell!

Herr Strache hat sich zu Wort gemeldet. Die Beispiele Polen, Ungarn und Türkei haben ihn wohl inspiriert. Auch er lechzt nach dem autoritären Staatsmodell, das dort teils schon besteht, teils in Anbahnung ist. Zusammenlegung von Kanzler und Präsident, Wahl durch das Volk. Das ist nicht weniger als die Aushebelung des Parlaments. Das Beispiel USA ist nicht zutreffend, denn dort wird der Präsident durch ein starkes Parlament und ein komplexes System von „checks and balances“ in seine Schranken gewiesen. Besonders gelungen war das Timing von Strache: immerhin hat gleich danach Erdogan erklärt, die Zusammenlegung dieser Ämter sei historisch gesehen sehr erfolgreich, er denke da etwa an Deutschland unter Hitler. Ja, so sehen sie aus, die echten Demokraten.

Dass die FPÖ den anderen Parteien nicht nur gleicht, sondern an Gierschlundigkeit scheinbar zu übertreffen gewillt ist, hat sie ja schon in Kärnten und in der Schüssel-Regierung bewiesen. Aber auch in Wels sieht es nicht besser aus. Da geht der Auftrag für die Rechtsvertretung an die Stadt jetzt nicht mehr an rote Kanzleien, sondern an eine blaue. Praktischerweise noch dazu an jene, an der der nunmehrige FP-Bürgermeister beteiligt war und ist. Er hat seine Funktionen nur ruhig gestellt (wenn wir das richtig verstanden haben). Wie oft fallen die Leute eigentlich aus lauter Verzweiflung über die etablierten Parteien (zu denen die FP längst zählt) noch auf diese Art von FP-Schmähs herein?

Bestens gelungen auch ein Interview von Noch-Landeshauptmann Pühringer. Auf die Frage, wen er denn befrage in Sachen seines Rückzugs aus dem Amt, verkündet Pühringer frank, frei und unverdrossen, er rede über diese Angelegenheit ausschliesslich mit sich selbst. Dass der Typ nur noch mit sich selbst plaudert, diesen Verdacht hatte man schon seit einiger Zeit. (Während der rote Entholzer vermutlich nicht einmal mehr mit sich selbst quatscht.) Joe allein zu Hause, kann man da nur sagen. Und: auch so sehen Demokraten aus, gell. Es ist diese Art von Hybris, dank der die ÖVP die letzte Wahl in OÖ verloren hat. Aufwachen steht nicht auf der Tagesordnung. Aber das soll ja auch bei anderen Parteien so sein, man denke an die SPÖ. Oder die Grünen.

Ach ja, Frau Griess hat es unserem Bundes-Heinzi gleich gemacht und eine Neujahrsansprache gehalten. Natürlich voll mit inhaltsleeren Phrasen. Oder würde wer instabile Verhältnisse versprechen? Na eben! Nur HC-Strache hat keine neue Rede geliefert. Scheinbar ist die letzte, in der er voll auch HBP getrimmt war, doch nicht ganz so gut rübergekommen. (Äh, nur so, aber echt: was würde der H. C. Artmann sagen, hätte er noch erleben müssen, dass es einen zweiten H. C. gibt, noch dazu einen solchernen!)

Liebe Leute, besaufts euch nicht, gell, weil sonst sehts ihr das ganze Elend auch noch doppelt. Was echt keine gute Lösung ist, gell!

Und, liebe Leserleins, gehts nicht, wie im Standard-Online-Forum empfohlen, ins SEP Koffer kaufen, gell. Weil damit macht man sich derzeit in Gmunden höchst verdächtig. Auch das Wort „Vollkoffer“ hat hier in Gmunden jetzt ja einen recht deutlichen Beigeschmack. Und glaubts bitte nicht, dass der Stockinger den Fall wirklich in 45 Minuten lösen könnte. Es lebe Kottan! Denn, echt, gibts das wirklich, dass ein Polizeihund namens „Tarzan“ zum Einsatz gekommen und einen weiteren Koffer erschnüffelt hat? Es scheint, als weile Nestroy noch immer mitten unter uns.

Eine möglichst wenig gruselige letzte Raunacht wünscht sich und uns und Ihnen allen

Babsy Blitzschnell namens eines schwer verängstigten Teams Gmundl

Nachbemerkung: der Beitrag von Totenglöckchen ist, Ehrenwort, vor den Kofferfunden bei uns eingetrudelt.


Knallköpfe im Promiviertel

Einserkasterl von Heute anonym

Am meisten geknallt hat’s trotz Feuerwerksverbot wiedermal im Promiviertel am Fuße des Moos- und Grünbergs.
Ob das daran liegt, dass unter den Reichen und Schönen besonders viele Knallköpfe zu finden sind, oder hat gar jemand in der Roithstraße sein letztes Geld verpulvert?

Wie man sieht, sind gewisse Regelungen in Gmunden für die Katz, weil die größten Narren die meisten Freiheiten haben.


Geisterdorf Gmunden

Gastkommentar von Totenglöckchen von Gmunden

Im Geisterdorf Gmunden, auch bekannt seit der Wahl 2009 mit abgeändertem Slogan als “Hauptstadt der lebenden Toten”, seit Wahl 2015 zurecht als lebloses Dummheitsdorf bei der Performance der einfältigen ÖVP-Wähler überregional verschrien, war Silvesterfeuerwerk dem Totenambiente von Gmunden angepasst -> die besten Freunde des Menschen in der Einöde – Hunde – dankten für die Totenstille. Man wusste nicht einmal im Advent – wie auch schon den schönen Sommer lang, lebt hier in dem Dorf noch irgendwer?

Sieht man jemanden, könnte man die Person als “Gevatter Tod” durch Gmunden schicken, dem Abramsch-leblos-ambiente von Gmunden angepasst.
Keramikstadt Gmunden? Wo steht das zweite Jahr der weltweit einzige, mit Gmundner Keramik geschmückte Christbaum? Im “SEP”? Doch nein, in der “Varena”! Vöcklabruck ist die Keramikstadt. In Gmunden sind die selbsternannten Wichtigtuer zwar zu NICHTS fähig, halten sich aber für wichtig und sagt man etwas, ist man gleich ein Verhinderer, Boykottierer etc, obwohl man genau das anregt, was in Vöcklabruck ein Erfolg ist.

“Resch und Frisch” in ÖBB-Station Gmunden – vorher war der wie der “Seebahnhof” ein Bahnhof, nun abgeramscht zu einer Provinzhütte, wird an Wochenenden und Feiertagen liebenswürdigerweise per Aushang darauf hingewiesen, dass man Brot etc. im urbanen Raum, siehe Vöcklabruck, Attnang-Puchheim, erwerben kann. Wie war das mit Urbanität in Gmunden? Halt, es gibt in Gmuden keine Urbanität mehr – tempi passati! Gmunden ist TOT!

Jubelmeldungen über Gmundner Gutschein – allein 25.000 nahm ein Unternehmer aus der Region ab -> Auszahlung des Weihnachtsgeldes an die Belegschaft? Die Beglückten werden sicher keine Freude über das Danaergeschenk gehabt haben. Das meiste von dem “kargen” Rest wird sicher im “SEP” ausgegeben und nicht im toten Ortszentrum.
Frage: wieviel verkaufte die REWE- bzw Spar-Gruppe allein in Gmunden an Gutscheinen von H&M, Amazon & Co im Ortsgebiet? Wie ist Bilanz beim “Ischler Gulden” bzw beim “magischen Zehner” der Spargruppe in “Varena”? Da wird Fr Schönleitner als “StR für Innenstadtbelebung” bei der Gegenüberstellung der Bilanz wohl bitterlich weinen, gleichauf mit dem wie sie ebenso einfältigen BGM.

Es ist auch hoch an der Zeit, endlich das dümmliche Gmundner Ureinwohner-Ddeppengrinsen – Zugezogene sind auch auf den Zug aufgesprungen, passten sich der Deppenmehrheit an – mittels Yoga & Co loszuwerden. Mindestens 95 % der Gmundner Hauptwohnsitzler frönen diesem Deppengrinsen offenbar in der Hoffnung, dass nur ein identer Dummgrinser die Person anredet, da fehlt die geistige Minderleistung nicht auf. In keiner anderen Gemeinde weltweit trifft man auf diese Deppengrinser. Gmunden – vollkommen abgesandelt!

“Meingast” hört auf, das Restaurant “Goldenes Schiff” sucht ebenso Pächter wie das “Wiener Cafe”, “Hacklwirt”: Geschichte – Pizzeria “Cesare” soll Heilbringer für Salfinger bzw. Gmunden sein, Wie lange wird es die wohl geben – 6 Monate?
“Freisitz Roith” dahingesicht.

Ist noch ein Hauch von Leben in Gmunden? Nein, bei der Bevölkerung! Nur mehr täglicher Totentanz ist angesagt!


koffer_im_berlin


 

 

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