Eau de Cologne

Heute:
Babsy Blitzschnell über Kölnisch Wasser u. a.
Einserkasterl von Poli-Ticker zur Prospektwahrheit
GK von AndyB zu Amons kritischem Bowie-Nachruf

Liebe Leserleins!

Wenn man mit dem konfrontiert wird, was sich in der Silvesternacht in Köln abgespielt hat, dann braucht man schon eine ordentliche Ladung Eau de Cologne, um den Gestank zu übertünchen. Zuerst eine hilflose Polizei, die offenbar führungslos und unterbesetzt nicht in der Lage war, die öffentliche Ordnung zu sichern bzw. wieder her zu stellen.Dann ziemlich dumme Vertuschungsmanöver der Schefitäten. Man will ja nicht der AfD und Konsorten Munition liefern. Mit dem Schweigen hat man das leider erst recht getan: Leuten, die gern an Verschwörungen glauben, da ist die AfD besonders gut darin, gibt man so erst recht Nahrung für ihre paranoiden Fantasien. Und den Rechten der Frauen dient man damit auch nicht gerade. Inzwischen ist doch einiges durchgesickert. So liegt uns etwa ein interner Bericht der deutschen Bundespolizei mit Zahlen zu den Tätern vor (Stand 8. 1. 2016). Der liest sich einigermassen spannend:

Identifizierte Beschuldigte: 32
Nationalitäten:
9 Algerien
8 Marokko
5 Iran
4 Syrien
1 Irak
1 Serbien
1 USA
3 Deutschland

Asylstatus:
22 Asylbewerber
1 unerlaubt
5 unbekannt
4 legal

Festgestellte Straftaten:
7 Sexuelle Nötigung
5 Beleidigung auf sexueller Basis
3 Schwerer Raub
7 Raub
1 Besonders schwerer Fall des Diebstahls
35 Diebstahl
2 Diebstahl mit Waffen
3 Gef. Körperverletzung
12 Körperverletzung
1 Besonders schwerer Fall des Landfriedensbruchs
Dazu noch 44 Anzeigen gegen Unbekannt

Bei diesen Zahlen kann man nur noch „Prost-Mahlzeit!“ sagen.
Ob dieses gravierende Problem mit Schulungen, Kursen und Informationsblättern zu lösen ist, darf stark bezweifelt werden.

Und jetzt noch was in eigener Sache.
Liebe Leute, wir haben was über für scharfe Polemik und sind auch heftiger Ironie oder auch mal dem Spott nicht abgeneigt. Was nicht geht, sind direkte Beschimpfungen von Personen, noch dazu mit Namensnennung und direkte Attacken unter der Gürtellinie. Solche Sachen wollen und können wir nicht bringen. Konkreter Anlass: ein Beitrag von Gmundner Totenglöckchen, über dessen Beiträge wir oft lachen, wenn sie in Bernhardscher Manier vor sich hin wüten. Aber Personen namentlich zu verunglimpfen, das geht leider nicht. Weshalb wir den letzten Beitrag, der auch durchaus spassige Stellen enthielt, nicht veröffentlichen können – auch nicht verkürzt, da die persönlichen Angriffe nicht so entfernbar sind, dass der Text dann noch verständlich ist. Wir bitten um Verständnis, das ist keine Zensur, sondern unser Bemühen, den presserechtlichen Vorschriften gerecht zu werden.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Prospektwahrheit

Einserkasterl von Poli-Ticker

Zu den „gefälschten“ Plandarstellungen der Zugbetreiberfirma:
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Krapf!
Nehmen Sie Ihren vor und nach der Wahl propagierten “neuen” Amtsstil ernst und sorgen Sie Kraft des Ihnen vom Wähler geliehenen Amtes dafür, dass bei Stern & Hafferl und der Stadtgemeinde Gmunden die (gesetzlich definierte) Prospektwahrheit in Sachen Zuginformation endlich umgesetzt wird.
Weiters wäre die Veröffentlichung der Verträge mit der Zugbetreiberfirma ein erster Schritt, Ihre Versprechen nach mehr Transparenz und Bürgerinformation endlich ein zu halten.


Besser nicht …

Gastkommentar von AndyB

oooh oooooh ooooh, geschätzter Herr Amon,

den David Bowie-Nachruf hätten Sie besser nicht geschrieben.

David Bowie war ein Chameleon, der immer wieder neue Figuren erschaffen hat und diese Figuren auch gelebt hat und auch wieder sterben lies. Er hat sich immer wie neu erfunden.

Ihn nun auf den Glam Rock zu beschränken, die nur eine Phase seines Schaffens war, halte ich für ziemlich vermessen. Zumal es ja kein wirklicher Glam Rock war, wie z.B. Gary Glitter zelebrierte. Das Wort “Glam Rock” war eine Schöpfung britischer Musikjournalisten und so manche Band wurde in diese Schublade gesteckt, die eigentlich wenig mit Glam Rock zu tun hatten.

Ich denke dabei z. B. an Roxy Music oder Slade und sogar Elton John, die oft als Vertreter des Glam Rock eingestuft werden.

Den “Hitler-Gruß” bewerten Sie, meiner Meinung nach, ein wenig über. Ein Schauspieler muss sich ja nun auch nicht für eine Rolle in einem Nazi-Film rechtfertigen. Es war ein Teil der Rolle, die er zu dieser Zeit spielte, den genannten Thin White Duke.
Die Engländer haben zu Hitler außerdem ein völlig anderes Verhältnis. Punks liefen mit Hakenkreuz-T-Shirts durch die Gegend und auf dem legendären Flohmarkt in Notting Hill Gate konnte man alle erdenklichen Nazi Accessoires kaufen. Angefangen von “Führer-Hauptquartier”-Armbinden, Orden, Abzeichen bis hin zu Uniformen. Niemand hat sich darüber aufgeregt. Ob man das jetzt gut findet, das ist ein völlig andere Sache.

Da sollte man sich lieber über andere Dinge aufregen. In Österreich waren und sind CDs und Schallplatten von einschlägigen Bands, die rechtes Gedankengut vertreten, frei erhältlich. In Deutschland standen/stehen sie auf dem Index und/oder sind verboten.

Kommen wir nun zu dem wichtigsten Punkt überhaupt :
Ob jemand nun eine Band mag oder nicht mag, das ist im Grunde nebensächlich. Es gibt viele Faktoren für die Vorliebe für gewisse Bands oder LPs gewisser Bands.
– Man war vielleicht auf einem Konzert und hatte eine tolle Zeit.
– Man hat seine “große Liebe” bei einem Lied kennengelernt.
– Man verbindet damit schöne Zeiten.
– Ein Lied oder eine LP hat über schlechte Zeiten hinweg geholfen.
etc.
Das sind alles nicht ganz unwesentliche Faktoren für die Verehrung und der besonderen “Liebe” zu einem Künstler.

Auf der anderen Seite mag ich einige Künstler nicht und würde auch nie ein Konzert besuchen, kann aber trotzdem ihren Anteil oder ihre Leistungen in der Musikgeschichte anerkennen.

Um nur einige Beispiele zu nennen : Bob Dylan, Rolling Stones, Beatles, Bruce Springsteen, Eric Clapton, Bryan Adams, Chuck Berry/Little Richard/Jerry Lee Lewis (und Konsorten), jegliche Art von Free Jazz Gedudel etc.

Carlos Santana & John McLaughlin – Love Devotion Surrender ist eines der schlimmsten Machwerke die ich je gehört habe, direkt neben Lou Reed – Metal Machine Music.

Trotzdem erkenne ich die Leistungen der genannten Bands an und ihren großen Stellenwert in der Musikgeschichte : “grausam, mag ich nicht – ist aber ein toller Gitarrist/Sänger/Songschreiber/Künstler.”

Das Wort Kommerz oder kommerziell finde ich völlig missbraucht und daneben. Kein Künstler macht Musik um sie nicht zu verkaufen. Also ist im Grunde jede Art von Musik “kommerziell”.

Ein Joe Cocker z. B. war – im Gegensatz zu Bowies Verwandlungen – immer nur Joe Cocker. Mal besser, mal schlechter. Der in späteren Jahren selber sagte (sinngemäß) : “Ich singe alles was man mir da vorlegt, Hauptsache ich kann danach wieder auf meine Ranch und habe meine Ruhe”. Ist das nicht kommerziell?
Für mich persönlich war die einzige akzeptable Joe Cocker LP “Mad Dogs & Englishmen”, aber das nur nebenbei …

Ich selbst war Mitglied im legendären Londoner Marquee und habe unzählige Bands gesehen. Über gewisse Zeiträume war ich jeden Abend da, egal wer spielte und besonders die unbekannten/weniger bekannten Bands haben mich interessiert.
Ob nun Hustler, Strider, Bethnal, Osibisa, No Dice, Crawler, Heavy Metal Kids, Johnny Cougar, Greenslade, Tourists, Home, George Hatcher Band, Doll by Doll, Sassafras, Kursaal Flyers, Racing Cars, Sutherland Brothers und und und … es waren alles fantastische Bands und Konzerte und jede Band wurde dort gefeiert wie sonst die großen Stars.

Von Kritiker/Kritiken halte ich relativ wenig, denn oft habe ich mich gefragt, ob wir im gleichen Konzert waren oder über die gleiche Platte sprechen …

So sind halt die Geschmäcker verschieden und auch die Gründe, wieso man etwas mag und wieso man etwas nicht mag.

Wenn man aber etwas absolut nicht mag, dann sollte man auch keinen Nachruf darüber schreiben …

Übrigens … unter den Top 20 der meistverkauften Schallplatten/CDs/Downloads bei Amazon.uk sind 18 von David Bowie.
Das hat es auch noch nicht gegeben …

Nachtrag: Da die Presse oft nur über den Tod der großen Stars berichtet, da sollte man sich mal die Seite
http://thedeadrockstarsclub.com
ansehen, welche Musiker in den letzten Jahren gestorben sind. Da wird so mancher erstaunt sein.


 

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