Überraschungen …???

Heute:
Babsy Blitzschnell und die Überraschung
GK von A-scheene-Liech-schaut-anders-aus zur SP-OÖ

Liebe Leserleins!

„Überraschung, Überraschung!“, dachte Ihre Babsy sich, als am Freitag, hihi, kicherkicher, völlig unerwartet der Hundstorfer zum HBP-Kandidaten der SP ernannt wurde. Wir waren echt geplättet. Wer hätte damit gerechnet? Die Berge kreissten und die Hundsi-Maus war geboren. Die Faymann-Clique bleibt unter sich, frisches Blut ist nicht gefragt. Die von manchen erhoffte Überraschung blieb aus. Mutige Entscheidungen auch. Faymann hat noch nicht geschnallt, dass es bei dieser HBP-Wahl um sein Schicksal geht. Wenn auch diese Wahl vergurkt wird, dann sollte er nicht in der Illusion schweben, bei der nächsten NR-Wahl wieder Spitzenkandidat zu sein. Dann wird selbst die lahmarschige und betäubte Bundes-SP ihn endlich zum Teufel jagen wollen. Ein Wunsch, der momentan vor allem bei vielen Parteimitgliedern hoch im Schwange ist (und bei einer Mehrzahl der SP-Wählerleins).

Dass Hundstorfer klar gemacht hat, auch den HC zum Kanzler zu ernennen, wenn die Mehrheiten so sind, ist immerhin eine richtige Ansage. Mehrheit ist Mehrheit, alles andere eine Verfassungskrise. Ob es Hundsi in den zweiten Wahlgang schafft? Gute Frage, schwere Antwort. Hier im Team tippen wir auf einen zweiten Wahlgang: Hundsi gegen Van der Bellen. Aber das ist, seien wir ehrlich, Kaffeesudleserlei.

Dafür ist die OÖ-SP wie immer für Überraschungen und Skurriles gut. Über die Groteske rund um Parteimanager Binder haben wir schon gestern geschrieben. Aber es wäre nicht der Entholzer, wenn das nicht noch getoppt werden könnte. Und so geschah es auch. Entholzer präsentierte Freitag nachmiitags stolz die neue Geschäftsführerin (Name tut nichts zur Sache, sie wirds jetzt eh nicht). Worauf der Linzer BM Luger, selbst nicht ganz unumstritten, erklärte, alle Positionen auf der Landesebene zurück zu legen und auch nicht für den Parteivorstand zu kandidieren, weil diese Vorgangsweise unangemessen und unabgesprochen sei. Und auch sonst kein Linzer SPler werde für den Landesvorstand kandidieren, die Linzer Partei damit nicht mehr im Spitzengremium vertreten sein. Das alles eine Stunde vor Beginn des inoffiziellen Teils des Parteitags. Feuer am Dach. Kalliauer erklärt, er stehe nicht als Parteichef zur Verfügung. So melden es die Medien und ahnen nicht, was sich in der Landespartei wirklich abspielt. Es wird getagt und beraten. Parteitag absagen? Verschieben? Nach stundenlangen Verhandlungen steht um elf Uhr nachts fest: Entholzer muss als Parteichef gehen. Keine Kandidatur am heutigen Samstag.

Diese Entscheidung fiel wenige Stunden vor dem Beginn des offiziellen Teils des Parteitags. Kalliauer, eben noch Nicht-Kandidat, soll übernehmen. Aber nur für ein Jahr und in dieser Zeit ein erneuertes und verjüngtes Team aufbauen. Na Mahlzeit, kann man da nur sagen. Hoffentlich sind die schon alle geboren. Aber wahrscheinlich wäre in dieser Situaion sogar der Zwerg Bumsti eine Verbesserung der personellen und politischen Lage.

Wie Partei-Insider uns erzählt haben, sind sie ziemlich gespannt, wie diese neue Kandidatur statutengerecht abgewickelt werden soll. Denn es gibt Fristen für die Einreichung der Kandidatenlisten. Wie da jetzt auf Basis einer völlig neuen Kandidatenliste, die nach „Nennungsschluss“ eingereicht wird, eine Wahl möglich sein soll, die den Statuten entspricht, ist angeblich rätselhaft. Aber da kann Ihre Babsy beruhigen: mit den Statuten hat man es in der OÖ-SP eh nicht besonders (auch in der Gmundner SP sind Statuten, wie frau hört, vor allem mehr nicht anzustrebende Näherungswerte denn Richtschnur des Handelns). Sah man ja schon bei den Querelen rund um die ex-SP-Abgeordnete Ablinger.

Dass ausgerechnet der Linzer BM Luger nun den Sturz Entholzers initiierte, ist nicht frei von Ironie. Luger steht selbst schwer unter Beschuss. Einerseits wegen der Wahlwerbeaktion gegen Flüchtlinge, andererseits wegen zweifelhafter Kontakte zur rechtsextremen türkischen Organisation „Graue Wölfe“ (exakt: zu einer Vorfeldorganisation namens „Avrasya“). Da hat ebenfalls am Freitag die Bundespartei Klartext gesprochen: Das geht gar nicht. Luger hatte diese Kontakte und die Unterstützung für diese Organisation immer geleugnet. Dummerweise gab es eindeutige Beweise. Luger also ein Mann, der eigentlich selbst rücktrittsreif ist (man denke auch an seine legendäre Spendenaktion für sich selbst anlässlich seiner Hochzeit – die Festgäste durften Bargeld spenden, damit der Herr Sozialdemokrat sich ein Häuslein im Süden kaufen kann).

Die SP-OÖ gibt das Bild einer Partei in Auflösung. (Dass dies neben viel Hausgemachtem auch eine Folge der blamablen Performance der Bundespartei ist, sei nicht verschwiegen.) Dass Entholzer nicht zu halten ist, stand bereits am Wahlabend fest. Dass er dann sogar noch davon fantasierte, auch 2021 wieder als Spitzenkandidat anzutreten, war Zeichen eines immanenten Realitätsverlustes und der Errosion der Partei selbst. Denn niemand in der Partei bzw. den verantwortlichen und zuständigen Gremien stoppte diesen Mann rechtzeitig. Dafür quakte man von einem angeblichen „Neustart“. Na, wie der aussieht, konnte man jetzt beobachten. Gab es das hierzulande schon mal, dass einer Partei am Vorabend der Vorstandswahl der Kandidat zum Parteichef abhanden gekommen ist? Vielleicht sollte die SP-OÖ es mal mit dem HC versuchen, der kandidiert ohnehin gern für fast jedes Amt der Republik (nur den HBP schlägt er schnöde aus).

Vorläufig, wir vemuten: sehr vorläufig, darf Entholzer noch den Landesrat mimen und sich an Schofför, Dienstwagen und Landesrats-Apanage delektieren. Wir nehmen an, dass er spätestens bei der Amtsübergabe von Kalliauer an eine neue Parteiführung auch diesen Job sausen lassen wird müssen. Entholzer ist nur noch Platzhalter und Sitzwärmer für den zukünftigen Spitzenkandidaten der SP-OÖ. (Das Gendern haben wir uns gespart, denn wir gehen nicht davon aus, dass es eine Frau sein wird.) Dass das seine Wirkungsmacht in der blau-schwarzen Landesregierung nicht gerade erhöhen wird, liegt auf der Hand. Dead Man Walking.

Die SP-OÖ wird um eine Erkenntnis nicht herum kommen: eine Reform an Haupt und Gliedern, die diesen Namen entgegen Pseudoaktionen à la „morgen.rot“ oder „Neustart“ auch wirklich verdient, ist unumgänglich. Nicht nur auf Landesebene. Die SP ist bis in ihre Grundfesten und auch bis hinunter in viele Ortsorganisationen schlicht und einfach verrottet. Alte Apparatschiks beherrschen viele Ortsparteien und hocken mit ihren Beton- und Eisenhintern auf ihren Posten und Pöstchen, denken nicht daran, den Weg frei zu geben für neue Leute und neue Ideen. Wen das auch an die Situation in Gmunden erinnert, der/die liegt nicht gänzlich falsch. Mit Ausnahme des bisherigen Vize-BM Dickinger hat in der Partei niemand die persönlichen Konsequenzen aus der Wahlniederlage gezogen. Es haben noch immer Leute das Sagen, die schon einige Wahlniederlagen auf dem Buckel haben. Ob die SP überhaupt noch erneuerungsfähig ist? Dieser Beweis steht noch immer aus. In Land und Stadt.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Unsere Leserleins sind mitunter schneller als viele Medien. Noch in der Nacht auf Samstag erreichte uns der erste Kommentar auf die Vorgänge in der SP-OÖ. Welchen wir natürlich hier und sofort veröffentlichen.


Die Phalanx bröckelt!

Gastkommentar von A-scheene-Leich-schaut-anders-aus

Die Phalanx bröckelt … Zum gerade heute abend bekannt gewordenen Abgang des SPÖ-OÖ-Vorsitzenden Entholzer.

Mit diesem parteiintern erzwungenen Rücktritt hat der Zugs-Reini spätest aber doch die Konsequenzen der voll in die Hosen gegangenen letzten Wahl und damit endlich posthum den Denkzettel der Wähler für seine bestbezahlte “Un-Tätigkeit” als schadhaftester (im Sinne der Steuerzahler) gewirkt habender Ex-Verkehrslandesrat weit über OÖ hinaus, sondern auch zum Schaden der an sich guten Sache des Öffentlichen Nahverkehrs, endlich auch die lang erwartete zweite Klatsche nach der Abwahl bekommen.

Sodale: Korea-Reini hat damit auch als OÖ-Vorsitzender ausgebürstet.
Sein letztverbliebener, aufrechter und immer noch an das Gute im Stern-Hafferl Reich glaubender ÖffiRecke im Roten Zugsabteil vor Ort in Gmunden, Meister Sageder, ist jetzt sozuagen ohne seinen bisherigen Chef-Schaffner unterwegs.

Das Bedauern um den ja in der Vergangenheit so ganz besonders von der offensichtlich rötest eingefärbten Krone OÖ bzw. deren zwangsweise nach Wien gegangen wordenem Chefredakteur und seinen in Linz verbliebenen Jungredaktörchens hochgeschriebenen und trotzdem einfach wohl unfähigsten aller Hobby-Politiker im Land, die hier ihr Unwesen getrieben haben, ist endend wollend.

Die Phalanx bröckelt. Das haben sich die Neumanns, die Entholzers und die Pühringers so im Zeitraum 2012 bis Anfang 2016 wohl nicht so ganz vorgestellt.

Alleinig der “dumpf-depperte-und-ohne-nachzufragen-nie-selbständig-denkende” ÖVP-Rudelwähler hat den Schwarzen in Gmunden noch mal eine Wiederbetätigungsphase bzw. Neuauflage ihrer Verschwendungspolitik und Freunderlwirtschaftspflege eingeräumt.

Nun – die kommenden 6 Jahre werden garantiert zeigen, dass weder ein neues Mascherl namens Krapf noch eine sogenannte ÖVP-neu hier in Gmunden an irgendeinem Eck ernsthaft was G´scheits weiter bringen wird.

Höchstens das Defizit der Stadt wird zugunsten der Stern-Hafferls noch mal ein paar Milliönchen höher sein.

Aber … die Phalanx bröckelt … wie man sieht.
Huihui – der Reinholdi ist schon weg … Es wird der Phüringer ihm folgen … und es wird ein Zug sein … und die zwei werd´n nimmer sein …
Und dass die zwei auf´m satt gepolsterten Pensionsbankerl sitzen werden, des derwarten wir mit Sicherheit auch noch.

Genauso wie dass die Wähler hier in Gmunden die ÖVP auch noch aus dem Rathaus schicken werden!
Seilschaften hin oder her.
Es hat sich schon lange ausgetrickst. Ihr habt es nur noch nicht mitbekommen.

Eines noch:
Bitte schenktst dem Reini Entholzer eine Jahreskarte für seinen Millionenzug. Und kettet ihn in einem Waggon fix an. Damit selbst die paar Hanseln, die die Vorchdorfer Eisenbahn quer durch Gmunden irgendwann vielleicht ja doch noch nehmen, auch sicher wissen, wer politisch für diesen betriebswirtschaftlichen, städtebaulichen und lebensqualitätsbezogenen Jahrhundert-Irrwitz verantwortlich ist.


In weiser Voraussicht hat die Gmundl-Redaktion schon vor Monaten ein Hundsi-Wahlplakat konzipiert. Zur Erinnrung bringen wir es nochmals. Wir werden uns in der nächsten Zeit natürlich auch noch den anderen Kandidatinnen und Kandidaten widmen. Wir sind ja nicht so, gell!

hundsi_01


 

 

 

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