Ablenkungsmanöver

Heute:
Babsy Blitzschnell über Ablenkungsmanöver
Einserkasterl von Dagobert Zehschütz über den glücklichen Felix

Liebe Leserleins!

Wir haben es zu früh verkündet, dass die Huschi-Uschi am Mittwoch als Kandidatin der FPÖ präsentiert wird. Wir sind da aber in guter Gesellschaft. Von Qualitätszeitungen wie der PRESSE bis zu nicht ganz so Qualitätszeitungen wie „Heute“ wurde die Frohbotschaft vermeldet: Habemus uschi. Strache, der blaue Häuptling, wollte sie inthronisieren. Ein Teil des Funktionärs-Fussvolks meutert. Die wollen nicht den Khol, sondern den Hundsi beschädigen. Woran man sieht, dass manchmal Häuptlinge halt doch klüger sind als die Nicht-Häuptlinge. Der durchschnittliche F-Funktionär etwa eines sogenannten Wiener Flächenbezirks ist meist nicht mit belastend hohem IQ geschlagen. Dort regiert eben blinde Emotion und Ressentiment. Denn natürlich muss es aus Sicht der FP deren Ziel sein, die ÖVP zu beschädigen. Jene ÖVP, die mittels Khol und Mikl-Leitner versucht, der FP ihre Klientel abzujagen. Sie muss der ÖVP die Schneid abkaufen. Auch wenn viele Basis-Krakeeler der FP das mangels Denkvermögen nicht gleich verstehen. Wer schon einmal mit einem durchschnittlichen Simmeringer, Floridsdorfer oder Hintertupfinger FP-Funktionär zu tun hatte, weiss, was Ihre Babsy damit meint. Ehrlich Leute, ich möchte nicht Vortragende auf der Parteiakademie der FP sein, wenn die alle zur Schulung anrücken. Es gibt nämlich so richtig hoffnungslose Fälle mit echter Bildungsresistenz. Dass die sich vor analphabetischen Afghanen fürchten, kann man gut verstehen.

Natürlich gibt es auch unter den Spitzenfunktionären der FP aus ihrer Sicht gut begründete Bedenken gegen die Person Stenzel. Denn eines ist klar: sie ist keine, die Befehle aus der FP-Zentrale entgegen nehmen würde, wenn sie das Amterl der FBP ergattern sollte. Die Dame hat schon in der ÖVP bewiesen, dass sie, die Super-Uschi, sich nicht einbinden lässt, aber sich selbst für die absolut Klügste, Beste und überhaupt hält. (Wo das doch schon Ihre Babsy ist. Kicherkicher. Kleiner Scherz, gell! Nicht Ernst gemeint!) Die Dame ist, man kann es klar sagen, sowas wie ein unguided missile. Insofern ist eine Stenzel in der Hofburg auch für die FP ein unabwägbares Risiko. Auch wenn sie letzten Endes als FBP an genau jenen unsichtbaren Mauern anrennen würde, die schon Klestils Versprechen einer starken Präsidentschaft scheitern liessen.

Nun aber ist Strache – so hört man – von seiner Wunschkandidatin abgerückt, und hat damit, wenn es so kommt, dem ersten schweren Fehler, der Entscheidung für eine Kandidatur, einen zweiten schweren Fehler hinzu gefügt: eine falsche Kandidaten-Entscheidung. Denn für Hofer spricht fast nichts (ausser der Abneigung der dumpfen Basis-Funktionäre gegen Stenzel):  er ist eine schwache Ansage, praktisch unbekannt, wird weder Khol noch Hundsi ernsthaft in Bedrängnis bringen, er ist zu jung, und er will nicht wirklich ins hohe Amt (im Gegensatz zu unserem Uschilein). Hofer wurde angeblich per Umlaufbeschluss jetzt doch noch zum Kandidaten erklärt. Im Laufe des heutigen Tages werden wir mehr wissen. Jedenfalls ist es der FP jetzt gelungen, bei der Kandidatenkür ebenso chaotisch zu agieren wie die ÖVP. Da freut man sich schon richtig auf den nächsten schwarz-blauen Versuch. Man kann ja vom letzten Mal lernen und das Chaos noch einmal vergrössern. Wie man hört, ist das Personal der FPÖ noch desolater als zu Haiders Zeiten.

Strache eilt heute nach Mailand, um dort an einem Treffen der europäischen Rechtsradikalen teil zu nehmen. Gibt es etwas Perverseres als eine Internationale der Nationalisten? Noch sind sie sich einig – in ihrem Wüten gegen die EU. Die grosse Frage ist: werden diese Nationalisten, wenn sie einmal von der Leine gelassen und in vielen europäischen Ländern an der Macht sein sollten, dieses Europa – wie schon in WK1 und WK2 – erneut in ein Blutbad jagen, die Vöker gegen einander hetzen? Die Balkankriege in Folge des Zerfalls von Jugoslawien sind eine ernste, grausame Warnung. Der Hass zwischen den dortigen Nationalitäten lebt bis heute fort.

Inzwischen hat in der EU wieder einmal ein allgemeines Griechenland-Bashing eingesetzt. Jeder Inkompetenzler hackt auf die Griechen ein. Das ist nichts als ein Ablenkungsmanöver von den eigenen Versäumnissen und von der Tatsache, dass es in absehbarer Zeit keine europäische Lösung geben wird, die baldige Besserung der Misere verspricht. Die Hauptlast und die Schuld allein auf Griechenland zu schieben ist schäbig und unwürdig. Die Bürgerleins werden es bald selbst bemerken, dann, wenn die Nebel der Ablenkungsgranaten sich gelegt haben werden.

Die Aufregung um ein Kirchenliedchen, in dem eine Lehrerin das Wort „Gott“ für die kleinen Muslimileins durch das Wort „Allah“ ersetzt hat, halte ich für überflüssig. Da gehts nur um Stimmungsmache. Hauptsache, es bleibt was hängen. Der eigentliche Kritikpunkt ist die Tatsache, dass im normalen Unterricht Kirchenlieder gesungen werden. Die Trennung von Kirche und Staat, die wir doch gerade den kleinen Muselmännern und Muselfrauen beibringen müssten, halten wir selbst nicht sehr zwingend ein. Es nutzt nichts: der Religionsunterricht gehört nicht in die Schulen. Oder wie will man den Vertretern eines Gottesstaates sonst bei bringen, dass wir hier zu lande und heut zu tage keinen Gottesstaat mehr haben? Die klare und deutliche Trennung von Kirche und Staat ist heute mehr denn je notwendig. Gerade im Hinblick auf muslimische Zuwanderung.

Ebenso verheuchelt ist die Verhüllung nackter Denkmalsfiguren in Rom, damit der auf Staatsbesuch weilende iranische Präsident Rohani nicht in seinen religiösen Gefühlen (was haben die eigentlich mit Michelangelos Mini-Pimmeln zu tun?) verletzt wird. Das ist schändlich. Man muss kein „Rechter“ sein, um diese Unterwerfungsgeste als peinlich und unangemessen zu empfinden. Saudi-Arabien wird auch nicht die Muezzins verstummen lassen, weil einem Westler auf Staatsbesuch deren Singsang auf die Nerven geht. Oder die Freitagsköpfungen einstellen, weil wir unsere westlichen Werte beschmutzt fühlen. Solche Kniefälle bestärken viele patriarchalisch denkende Moslems nur in ihrer engen Weltsicht und in ihrer den Westen verachtenden Haltung.

Wer noch immer nicht verstanden hat, in welche Richtung der Zug unserer Regierung in Fragen Asyl fährt, der sollte jetzt endlich aufwachen. Nämlich nachdem der neue Verteidigungsminister der SP auf einmal von einer Verlängerung des Grundwehrdienstes spricht. Wollen wir wirklich, dass unsere jungen Männer, normale Leute wie du und ich, an der Grenze womöglich auf Asylsuchende ballern müssen? Hat man schon vergessen, dass der vergleichsweise harmlose Assistenzeinsatz des Heeres an der burgenländischen Grenze zu einem sprungartigen Ansteigen von Selbstmordfällen und schweren Depressionen bei Grundwehrdienern geführt hat? Will man ernsthaft mit Waffengewalt gegen verzweifelte Menschen vorgehen? Die kein Verbrechen begangen haben? Die in erster Linie der Wunsch nach einem gestaltbaren Leben leitet? Wir werden andere Lösungen brauchen. Die Idee riesiger Flüchtlingslager entweder mitten in Europa oder massiert in Griechenland ist ein Alptraum.

Die gesamte europäische Politik ist derzeit ein Alptraum. Man produziert massenweise Rattenfänger und ihre Gefolgsleute.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Ein lesenswerter Link:
http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-01/kapitalismus-kritik-wagenknecht-streeck/komplettansicht


Felix Felix

Einsterkasterl von Dagobert Zehschütz

Ein Lob für Felix! Dem Viktor (Orbán) den Nobelpreis zu geben, sollte unterstützt werden.
Das ist eine geniale Idee. Der hat sich diesen Preis eventuell verdient??
In Zukunft mehr Ideen von Spitzensportler übernehmen. Diese sind oft Einzigartig und ?? gscheit??
Jede Partei sollte Sportler im Team haben.
Gürsse vom Dagobert Zehschütz


 

 

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