Scherzkipferln, die Vierte

Achtung: enthält nicht jugendfreie Karikatur!
Politisch unkorrekt und sittlich fragwürdig!
Halten Sie Ihre Kleinsten fern!

Heute:
Babsy Blitzschnells Kipferl-Backstube

Liebe Leserleins!

Noch liegt genug Scherzkipferl-Teig in Babsy’s Backstube. Ein Fasching, wie er sein soll, wenn schon der Winter voll zum Vergessen ist. Ist zwar Schnee angesagt für die nächsten Tage, aber auch gleich das dazu gehörige Tauwetter. Obwohl der Fasching, über den wir hier berichten, ja nix ist, was sich die Bürgerleins wirklich wünschen, gell!

Beginnen wir in den heimischen Gefielden, dort, wo wir unsere Pappenheimer gut kennen. Die FP setzt ihr Programm der Frauenreduktion in der Politik konsequent fort. Und die ÖVP ist konsequent mit dabei. Aber zum Glück ist das keine Koalition, sondern nur eine Zusammenarbeit.

Jetzt wird also auf Wunsch der FP eine Frau aus dem ORF entfernt, eine Stiftungsrätin der ÖVP, die als zu unabhängig gilt. Was immer „unabhängig“ im ORF bedeuten mag. Natürlich ist es fragwürdig, wie die Parteien mit den ORF-Gremien herum schachern. Aber dass jetzt ausgerechnet eine Frau auf der Strecke bleibt, ist schon fast paradigmatisch.Offen ist noch, ob die FP einen FP-Mann in den ORF reklamiert, oder ob es ein ÖVPler mit grosser Zuneigung zur F wird. Davon soll es ja vor allem in OÖ-Industriekreisen einige geben. Die denken halt nicht einmal bis zur nächsten Quartalsbilanz, wenn man an die wirtschaftlichen Erfolge diverser FP-Leute in Regierungsfunktion denkt. Wir vermuten, bei dem neuen Mann für den ORF wird es sich auf jeden Fall um einen Rechtsträger (der Pimmel, die Frage des Schneiders, Sie wissen schon, liebe Leserleins) handeln.
Man sollte im Landeswappen endlich einen Schniedelwutz integrieren. Weil Integration ist ja das Schlagwort der Stunde, gell.

wappen_ooe Das neue OÖ-Landeswappen – jetzt noch männlicher!

Gut zum Höhepunkt des Faschings passt es auch, dass jetzt über die Einführung einer Bankomatgebühr spekuliert wird. Weil die Banken klamm sind, soll den Bürgerleins wieder einmal eine zusätzliche Gebühr abgeknöpfelt werden. Für die Bankomatkarte blecht man ohnehin schon. In Zukunft wohl auch für jede Abhebung.

Zuerst werden die Menschen gezwungen, sich Bankkonten zu zu legen, dann wird an der Gebührenschraube gedreht. Das ist jedenfalls ein weiterer Schritt zur Abschaffung des Bargeldes. Es wird immer schwerer gemacht, an Bares heran zu kommen. Man will nicht, dass die Bürgerleins zu viel Scheinchen und Münzen zu Hause horten. Nicht, um sie vor Verlusten durch Einbrecher zu schützen. Nein, im Gegenteil. Man will sie möglichst schutzlos eventuellen Raubzügen des Staates aussetzen. Ich sage nur: Griechenland. Wenn der Staat Bankguthaben entwerten will, geht das schwer, wenn die Leutln ihr Geld zu Hause haben. Was bei den derzeitigen Zinsen nicht unbedingt blöd ist. Gar wenn man demnächst, wie jetzt in Japan, für Bankguthaben auch noch zahlen muss. Je weniger Bargeld, umso leichter kann der Staat uns abrasieren. Und zwar unsanft, ohne Rasiercreme. Mehr die Härchen ausreissen als die sanfte Genussrasur. Obwohl ich mich da gesichtsbartmässig nicht so wirklich auskenne, gell.

Offenbar ist man in Wien der Ansicht, die Bürgerleins hätten in diesem Fasching schon genug gelacht. Darum hat man dort jetzt bekannt gegeben, dass im Vorjahr allein an Parkgebühren und Strafen für fehlende Parkpickerln die Kleinigkeit von 173 Millionen Eurönlein abkassiert wurde. Und rund 24 Millionen aus Strafen für Verkehrsübertretungen. Aber man tröstet uns: die 24 Mille fliessen zweckgebunden ins Sozialbudget für Sozialmassnahmen. Also, liebe Leute, wenn Ihr in Wien ordentlich aufs Gas steigt – Ihr macht es nicht für Euch selbst, Ihr macht es für einen sozialen Zweck! Also: Sozial sein – Gas geben! Falschparken für die Obdachlosen! Bei Rot über die Kreuzung – für den sozialen Fortschritt! Man kann das beliebig weiter ausbauen, gell! Ab dem zehnten Strafmandat gibts ein Autopickerl: „Sozial-Fighter“.

Heute habe ich eine Faschings-Email von der Glawischnig bekommen. Das ist die Parteichefin der Grünen, deren Vorgänger war der parteiunabhängige Parteichef Van der Bellen. Für den sie jetzt wirbt, weil er eben parteiunabhängig und überparteilich sei. Na denn! Im Fasching wird man ja gern mal auf die Schaufel genommen. Rein überparteilich klarerweise.

Es gibt echt Schlimmeres als den Opernball. Den Dresnder Semper-Opern-Ball. Leute, ich habe die Übertragung auf rbb gesehen. Das war echt tröge. Die DDR lebt. Die dortigen Präsentatoren des rbb sind genauso bescheuert unterwegs wie unsere und reden den gleichen Stuss. Der Unterschied? Unsere Opernballpräsentatörchen quasseln dümmlich und locker. Die vom rbb dümmlich und unlocker. Peinlich sind sie allesamt. Ich habe schon den Schampus eingekühlt für die ORF-Übertragung. Obwohl ein Schlumpi wäre dem Niveau der Ballgäste und der Übertragung besser angepasst. Aber ich gönn mir das halt. Hoffentlich bin ich blunzenfett noch bevor der Lugner auftritt. Weil den drückt Ihre Babsy echt nicht durch. Wäre nicht auszudenken, wenn der die nächsten sechs Neujahresansprachen halten würde, während das Spatzi sein Spatzi … ja, das hatten wir schon, und ich kenn mich mit all den Lugnerschen Spatzis echt noch immer nicht aus, gell!

Baby Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Hier noch ein Link auf einen amüsanten Kommentar unseres oftmaligen Gastkommentators Michael Amon in der heutigen PRESSE:
http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/4917469/Ein-Lagerwahlkampf-aber-nur-unter-Burgerlichen


 

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