Nichts gelernt

Heute:
Bruno Beinhart über Lernleistung
EK von Wilhelm Krausshar über Ideen
Meteorologischer Briefwechsel mit dem ORF

Liebe Leserschaft!

Wir sind einiges gewohnt. Von unserer Politik. Sogar ziemlich viel gewohnt. Aber was sich Noch-Bundeskanzler Faymann gestern geleistet hat! Das war echt arg. Gemeinsam mit dem grimmig dreinblickenden Häupl präsentierte er sich den Fernsehzusehern. Faymann voll lachend. Am Lachen erkennt man den Narren. Dann sprach Faymann was von Tennisclubs, in denen über Tennis gestritten wird. Und in Parteien über Politik. Ganz normal alles. Der Mann versteht es nicht. Kann er nicht verstehen? Oder will er nicht? Ist Faymann diesem Amt gewachsen? Intellektuell? Und moralisch? Der Mann ist bereit, seine Partei in den Untergang zu steuern. Und das Land. Der Mann ist eine Katastrophe. Die Katastrophe. Dann hat er noch arrogant erklärt, man werde auch weiterhin mit ihm rechnen müssen. Die Rechnung wird teuer fürs Land. Für die SPÖ wird sie unbezahlbar. Faymann ist der verantwortungsloseste Politiker des Landes seit Haider.

Man muss den NÖ-Pröll nicht mögen. Aber seine Diagnose, dass Faymann ein Riesenproblem ist, wer will dem widersprechen. Inzwischen mucken alle gegen ihn auf. Die rechte Burgenland-SP ebenso wie Teile der eher linken Wiener SP. Gleichzeitig sind ihm ein paar drittrangige NR-Abgeordnete und ein Möchtegern-Bezirkskaiser eines Wiener Bezirks bei gesprungen. Frei von Argumenten. Nur mit der Behauptung, Faymann mache seine Sache gut. Na wumm. Dann wollen wir nicht erleben, wenn er seinen Job schlecht macht.

Jetzt ist in der SPÖ Klammern, Drängeln, am Sesserlfesthalten angesagt. Auf der Titanic wird um den Platz vor dem Buffet gerangelt. Warum Häupl nach wie vor an einer seiner schlimmsten Fehlentscheidungen festhält? Realitätsverlust? Angst vor der Parteispaltung? Niemand weiss das. Aber es wird Faymann nichts nützen. Seine Tage sind gezählt. Er lebt davon, dass in dieser Situation niemand die Verantwortung übernehmen will. Wer lässt sich freiwillig auf die sinkende Titanic einfliegen, um dort das Steuerrad zu ergreifen? Nur Selbstmörder.

Auch in der ÖVP wurlt es. Aber da Herr Kurz keine Lust hat, seine Karriereplanung zu beschädigen, darf Mitterlehner im Moment weitermachen. Denn bei Wahlen würde auch Kurz schnell verglühen. Die Wahlniederlage darf ein anderer einfahren, bevor Herr Kurz den Vizekanzler in einer FP-VP-Regierung spielt. So vermuten viele in der ÖVP. Denn Herr Kurz ist abgetaucht und seit Tagen nicht mehr in der Öffentlichkeit aufgetaucht. Ganz gegen seine Gewohnheit. Hier versucht einer, nicht von der Niederlage gestreift zu werden.

Insgesamt darf man den Regierenden eine sehr flache Lernkurve bestätigen. Natürlich lösen personelle Wechsel noch keine Probleme. Kein einziges. Aber in diesem Fall? Ohne Personalwechsel wird da nichts laufen. Gar nichts.

In der Kronenzeitung betätigt sich Herr Gnam als Scharfmacher. Blind vor Wut auf alles, was anders denkt als er. Früher hat man die Krone gern Hausmeister-Blatt geschimpft. Womit man den Hausmeistern bitteres Unrecht tat. Die sind weltoffen im Vergleich zum Herrn Gnam. Einige in der Krone (nicht alle) gerieren sich dieser Tage als Zentralorgan der Kleingeister. Ob die wirklich die grosse Mehrheit der Leserschaft stellen? Noch eines: nicht jeder, der die Willkommens-Kultur für naiv hält, ist ein Fremdenhasser.

Die Ablehnung der neuen Asylgesetze hat gute Gründe. Es geht nicht darum, mehr Asylanten ins Land zu bekommen. Es geht darum, den Rechtsstaat zu erhalten. Wenn die Exekutive die Möglichkeit erhält, Gesetze mittels willkürlichem Notstand auszuhebeln, ist die Idee der Gewaltenteilung, ein Grundpfeiler der Demokratie, am Ende. Die Sozialdemokratie hat vergessen, dass das Notverordnungsrecht den Weg in die Diktatur des Ständestaats geebnet hat. Um die FPÖ zu verhindern, glaubt man, die Orbánisierung Österreichs vorantreiben zu müssen. Selbstmord aus Angst vor dem Tod.

Der UNO-Generalsekretär durfte im Parlament sprechen. Der Regierungsspitze und vielen Abgeordneten war die Langeweile an zu sehen. Schlimm wurde es, als die einzelnen Club-Chefs danach ihre Kurzreden hielten. Wer gesehen hat, wie man auf der Regierungsbank gekudert und gelacht hat, als Neos-Chef Strolz sprach, weiss, welche kleinen Lichter sich breit gemacht haben. Strolz erlaubte sich ein paar nachdenkliche Worte. Von unserer kleinen Erde, wenn man sie aus dem All betrachtet. Er sprach von „lost in time and space“. Versuchte den Wahnsinn von Kriegen klar zu machen. Frau Oberhauser und Herr Doskozil amüsierten sich dabei prächtig. Auch so kann man zeigen, wes Geistes Kind man ist. Pfui Teufel!

Wer da wohl auch „Wertekurse“ brauchen würde?

Ohne zu verallgemeinern: bei den Asylanten scheint es ein schweres Problem zu geben. Mit Afghanen. Eine brutale Vergewaltigung in Wien. Täter: drei jugendliche Afghanen, schwer betrunken, also nix Islamisten. Kurz danach in Graz. Wiederum ein jugendlicher Afghane. Versuchte Vergewaltigung. Der Täter wurde auf freiem Fuss angezeigt. Auch die drei Täter in Wien liess man zuerst laufen. Bevor man sie in Gewahrsam genommen hat.
Und jetzt ein durchgeknallter afghanischer Asylwerber. Latscht in eine Schule. Prügelt einen Schüler, der angeblich seine Tochter angestarrt hatte. Das Opfer ist angeblich der einzige Christ in der Klasse. Irgend etwas läuft bei afghanischen Asylwerbern deutlich anders als beim Rest der Asylanten. Zumindest hat es diesen Anschein. Kann man da endlich klare Zahlen und Fakten haben? Und, so die Beobachtung stimmt, entsprechende Massnahmen und Konsequenzen? Mit „Wertekursen“ wird man in solchen Fällen nicht weit kommen. Eher am Fleck treten.

Herr Sarrazin bedient in seinem neuen Buch wieder eine bestimmte Leserschicht. Da schreibt er aufgeregt von „Millionen kulturfremden Einwanderern mit durchschnittlich niedriger kognitiver Kompetenz“. Nun soll man nicht leugnen, dass es grosse Probleme gibt. Mit den Asylanten und Zuwanderern. Aber das mit der „niedrigen kognitiven Kompetenz“ ist ein zweischneidiges Schwert. Angesichts der Massen von Eingeborenen, die ihre Lebenszeit mit Unterschichtfernsehen verbringen. Oder die Lesefähigen mit dem Lesen der Jeanée-Kolumnen in der Krone. Mit der kognitiven Kompetenz ist es auch bei vielen Landsleuten nicht weit her. Da ist viel Luft nach oben. Es lebe die Lernkurve!

Sind die Franzosen so viel schlauer als die Österreicher? Oder anders gefragt. Kann die kognitive Kompetenz der Österreicher mit der französischen mit halten? Auch wenn die Franzosen auf die traditionellen Parteien mindestens so angefressen sind wie die Österreicher. Sie wählen und denken anscheinend doch schlauer. 61 % der Franzosen sehen LePen/FN als eine „Gefahr für die Demokratie“. Lediglich 27 % glauben, dass der FN „imstande sei, das Land zu regieren“. Die Anhänger der bürgerlichen Opposition trauen nur zu 14 % dem FN zu, regieren zu können. Bei den Regionalwahlen hat die bürgerliche Opposition jede Koalition mit dem FN ausgeschlossen. Auch ohne Wahlempfehlung der Sozialisten wählten die linken Wähler im zweiten Wahlgang konservativ, um die „Werte der Republik“ zu schützen.

Die Stimme der Vernunft hat es wieder einmal schwer in diesen Tagen. Aber es gibt auch Lichtblicke.

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl


Ideen?

Extrem kurzes Einserkasterl von Wilhelm Krausshar

Bei Schwanenbussi gibts halt keinen Platz für Menschen mit weitreichenderen Ideen!


Meteorologischer Briefwechsel mit dem ORF

Sehr geehrte/r Hr./Fr. xxxxxxxxxx!

Vielen herzlichen Dank für Ihre Nachricht. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) ihre Wetterstation in Gmunden tatsächlich abgeschaltet. Deshalb bekommen wir auch keine Werte mehr. Deshalb haben wir die Station aus unserem Programm genommen. In den nächsten Wochen können sie die Vorhersage für Gmunden noch bei unserer 5-Tages-Prognose für Oberösterreich (http://wetter.orf.at/oberoesterreich/prognose) finden, hier werden wir aber künftig auch auf eine andere Station ausweichen.

Mit besten Grüßen,
Herwig-Hakan Mader, ORF.at

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Gesendet: Donnerstag, 28. April 2016 08:29
An: ORF On Wetter
Betreff: wetter.ORF.at – Wetterstation Gmunden

Guten Tag,

meine Frage: Wurde die Wetterstation Gmunden jetzt tatsächlich aufgelassen, was sehr bedauerlich wäre, oder fehlt sie nur vorübergehend?

MfG
xxxxxxxxxx


 

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