Bahnhof

Heute:
Babsy Blitzschnell versteht nur noch Bahnhof

Liebe Leserleins!

Jetzt ist es endlich auch den Grünen aufgefallen, dass der Gmundner Bahnhof, der jetzt eher eine Haltestelle als ein Bahnhof ist, einige lebensgefährliche Fehler hat. Wir wollen jetzt nicht über die total verpfuschte Frage der Unterführungen und der Beseitigung der direkten Durchfahrt nach Pinsdorf klagen. Das ist bereits ausführlich geschehen. Den CO2-Abdruck des nun notwendigen Umwegs möchte Ihre Babsy Klavierspielen können. Da könnte ich sofort auf Welttournee gehen.

Aber das Queren der Geleise ist schon eine Sache für sich. Wenn da jetzt seitens der OÖN, unnachahmlich wie immer, von der „Selbstverantwortung“ der Bürgerleins gesprochen wird, die selbige zum Glück wahrgenommen haben, weshalb es bisher keine Unfälle gäbe, dann ist das nur noch zynisch, gell! Denn Unfälle geschehen nicht nur wegen mangelnder „Selbstverantwortung“, sondern weil das System „Mensch“ grundsätzlich fehleranfällig ist. Kurzschlussreaktionen, Fehleinschätzungen, reflexartige Handlungen – das alles gibt es und ist Ursache vieler Unfälle. Eine Sekunde der Unachtsamkeit kann fatale Folgen haben. Insbesondere bei technischen Einrichtungen ist der Fehlerfaktor Mensch immer zu berücksichtigen, und die technischen Systeme sind möglichst so einzurichten, dass menschliche Fehlleistungen nicht zu Katastrofen führen. Bei der Konzeption des Gmundner Haltestellen-Bahnhöfleins wurden diese Anforderungen ignoriert.

Die Frage der Strassenverbindung nach Pinsdorf ist natürlich auch zu lösen. Vielleicht können unsere genialen Verkehrspolitiker da endlich mal Nägel mit Köpfen machen. Die jetzige Situation ist ökologisch ein Wahnsinn. Auch die Grünen werden akzeptieren müssen, dass es ohne PKW-Verkehr nicht geht. Wir sind hier in keiner Grossstadt, auch wenn die Regio uns das vorgaukeln soll, sondern in einer Kleinstadt bzw. Dorfgegend mit niedriger Siedlungsdichte. Hier kann der öffentliche Verkehr nicht alle Bedürfnisse abdecken, wie das in echten Ballungsräumen in grossem Ausmass möglich ist.

Auf jeden Fall versteht Ihre Babsy beim und rund um den Gmundner Bahnhof nur noch Bahnhof. Aber vielleicht soll unsere Gegend ein Musterbeispiel für angewandte Fehlplanungen werden. Erraten: ein geheim gehaltenes Konzept von Fremdenverkehrschef Murray zur Steigerung des Tourismus in und um Gmunden!

Nur noch Bahnhof versteht Ihre Babsy auch beim Studieren der 152 Seiten der FP-Eingabe beim Verfassungsgerichtshof. Da wird z. B. kritisiert, dass ein Stimmzettel VdB zu geordnet worden sei, der kein Kreuzerl bei VdB trug. Sondern bei dem der Kreis fürs Kreuzerl zu einem Bad-Smiley mit herunter gezogenen Mundwinkeln gemacht worden ist. Das sei eindeutig als Ablehnung von VdB zu werten. Äh? Kann genau so gut heissen: ich wähle VdB ohne Freude. So wurde das scheinbar auch von der Wahlkommission interpretiert. Und entspricht eher den Gepflogenheiten im Netz.

Als weiterer „Grund“ gleich für eine totale Neuaustragung (!) der Stichwahl wird angeführt, der ORF habe unfair berichtet, Frau Turnher ihre Antipathie gegenüber Hofer offen gezeigt. Das sei ein Verstoss gegen den verfassungsrechtlichen Gleichheitsgrundsatz. Schräg, liebe Leute, sehr schräg. Heisst das, wenn Ihre Babsy jemanden für einen Iditioten hält, sie dann auch alle anderen Menschen dieser Welt für Idioten halten muss, um dem Gleichheitsgrundsatz zu entsprechen? Bei der nächsten Wahlniederlage wird die FPÖ die Wahl dann womöglich damit beeinspruchen, dass die Wahlplakate der anderen Parteien nicht die FPÖ zur Wahl empfohlen haben, ja, im Gegenteil, bei öffentlichen Auftritten sich klar gegen ein Kreuzerl bei der FPÖ ausgesprochen hätten.

Ausserdem seien von einigen, kleinen Gemeinden mit frühem Wahlschluss bereits vorab die Endergebnisse auf Facebook oder anderen sozialen Medien veröffentlicht worden. Wodurch die Gegner von Hofer zu einem Endspurt ansetzten, um die Wahl Hofers zu verhindern. Und Ihre Babsy glaubt, dass Grimms Märchen Tatsachenberichte sind.

Wie es aussieht, versteht die FPÖ in Sachen Wahlrecht nur noch Bahnhof. Man kann nur hoffen, dass der Verfassungsgerichtshof diesem Unfug mit einem gut fundierten Urteil möglichst bald Einhalt gebietet. Das nunmehr inoffiziell bei einigen Tageszeitungen vorliegende 152-Seiten-Konvolut offenbart eindeutig, auch das sei berichtet, dass die FPÖ schon vor dem Wahlgang am 22. 5. die Beieinspruchung der Wahl beschlossen hatte.

Die FPÖ-Führung hat nach der Durchführung des zweiten Wahlgangs die Kreide verräumt und den Schafspelz ins Eck geschmissen. Das wird immer klarer. Schon am Abend des Wahlsonntags war die AfDlerin Frauke Petry auf der Niederlagenfeier im Prater aufgetaucht. Jetzt haben Strache und Petry die Höhenluft der Zugspitze gemeinsam geschnuppert. Die Rechtsradikalen Europas sammeln sich. Vielleicht wachen jetzt endlich auch jene bürgerlichen Bürgerleins auf, die meinen, die FPÖ sei eine sinnvolle und politisch anständige Alternative. Keine Rede.

Im übrigen sei angemerkt, dass sowohl Grüne als auch die SPÖ sich immer von Gewaltaktionen des sogenannten „Schwarzen Blocks“ (Randalierer unter linker Tarnung) deutlich distanziert haben. Wie sieht es mit der Distanzierung der FPÖ von den „Identitären“ und deren Gewaltaktionen aus?

Einen schön verregneten Samstag allerseits, liebe Leserleins!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


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hbp_wahlanfechtung_02


 

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