Erschütterungen

Heute:
Babsy Blitzschnell über Grosses und Kleines

Liebe Leserleins!

An manchen Tagen kommen uns unsere Gmundner Themen wie Pipifax vor. Wir streiten um Regio oder die Marina-Pläne, über Umleitungen und beseitigte Bahnübergänge. Und dann geschehen Dinge, die uns innehalten lassen.

Gestern am Abend gab es wieder ein unglaubliches Attentat in Frankreich. Ein Franzose tunesischer Abstammung hat einen Lastwagen mitten in die feierende Menschenmenge auf der Promenade von Nizza gesteuert (ob er dabei auch Schüsse abgab, ist im Moment ungeklärt). Mitten hinein in Menschen, die sich zu einem Feuerwerk anlässlich des französischen Nationalfeiertages versammelt hatten. Das Attentat erfolgte kurz vor dem Ende des Feuerwerks, als die Menschen zum Teil schon auf dem Heimweg über die Promenade waren. Mindestens 80 Tote und hundert zum Teil schwer Verletzte sind die Folge. Der Attentäter wurde von der französischen Polizei erschossen – anders war er nicht zu stoppen.

Eigentlich hatten die französischen Behörden grosse Angst vor Anschlägen während der Fussball-EM. Aber offensichtlich waren die Sicherheitsvorkehrungen so vehement, dass sogar Selbstmord-Attentäter abgeschreckt worden sind. Derzeit ist nicht klar, was der Attentäter eigentlich wirklich vor hatte. Denn in dem Lastwagen wurde jede Menge Waffen, Granaten und Sprengstoff gefunden. Wozu hatte er die an Bord, wenn er davon ausging, bei dem Attentat ums Leben zu kommen? Derzeit geht man von einem islamistischen Einzeltäter aus, obwohl man noch nach eventuell geflüchteten Beifahrern fahndet. Mit einem Lastwagen in die Menge zu rasen, das braucht in der Tat keine besondere Logistik.

Wie lächerlich kommen uns da auf einmal unsere Sorgen vor. Und doch: auch diese Sorgen haben ihre Berechtigung. Sie bestimmen eben unser Leben hier vor Ort. Man ärgert sich trotzdem, wenn die Landeshauptleute gerade damit beginnen, sich um die eben erst beschlossene einmalige Bankenabgabe zu streiten. Sie wollen gleich mal ein Drittel für sich selbst. Damit sie weiter dem föderalen Wahnsinn frönen und Geld beim Fenster hinausschmeissen können.

Man wundert sich trotzdem, wenn der Weisungsrat des Justizministeriums jetzt endlich eine Entscheidung in Sachen Grasser fällen dürfte, diese Entscheidung aber nicht öffentlich machen will. Und wir ärgern uns, wenn in Brüssel schon wieder hinter verschlossenen Türen über TTIP verhandelt wird. Oder wenn ebenfalls heute von der EU-Kommission ein neuerlicher Versuch gestartet wird, CETA provisorisch in Kraft zu setzen.

Wir leben in wahrhaft turbulenten Zeiten. Kein Wunder, wenn viele Menschen Angst haben – nicht nur vor der Zukunft, sondern schon vor der Gegenwart.

Das Alles ist uns Auftrag, weiterhin über die grossen und kleinen Sorgen und Probleme zu berichten. Vor allem aber: uns von nichts und niemandem einschüchtern zu lassen, worum immer es geht.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

PS.: Anfangs nächster Woche widmen wir uns wieder der Regio.


 

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